Kapitel 2 Chronik des DJV der DDR Seite 87 bis 177



Zusammengestellt ab Mai 70 von Willi Gruschinski JC Eberswalde

Seniorenmannschaftsmeister des Bezirkes Schwerin 1962 von links nach rechts: (stehend) Günter Noack (3. Kyu), Willi Gruschinski (4. Kyu), Heinz Stiller (2. Kyu),Gerhard Czerwinski (2. Kyu),Udo Budzinski (1. Dan), Siefried Zerk (2. Kyu), kniend: Karl-Heinz Jasse (5. Kyu), Manfred Pierch (5. Kyu), Erwin Haase ( 4. Kyu), Hans Felske ( 5. Kyu), Bruno Losehand (3 Kyu), Klaus Hennig ( 4.Kyu) Deutscher Jugendmeister Foto: Hennig

22. Mai 1970: Erste offizielle Ärztetagung der EJU in Berlin

Die erste offizielle Ärztetagung der EJU, die anlässlich der EM der Senioren am 22. Mai in Berlin Hauptstadt der DDR durchgeführt wurde, stand unter der Leitung des Verbandsarztes des DJV,Dr. Lekszas. Der Tagungsleiter konnte neben den ärztlichen Vertretern von acht Judoförderationenauch den Präsidenten der IJF, Herrn Palmer, sowie den Präsidenten der EJU Herrn Andre Ertel, undals Gast den Chefarzt des sportmedizinischen Dienstes der DDR, Dr. Welsch begrüßen. FolgendeTagungsordnungspunkte standen an:1.Dr. Lekszas DDR und Dr. Becart Frankreich, wurden als Delegierte zur Beratung des EJU-Vorstandes in Sportmedizinischen Fragen gewählt. Beide Ärzte sollen auch die medizinischen Belange der EJU bei der Internationalen Judo Föderation vertreten.2. Dem Mannschaftsarzt steht ausschließlich das Recht zu, den Wettkampf aus medizinischenGründen durch den Mattenleiter abbrechen zu lassen. 3. Bei Abwesenheit eines Mannschaftsarztes ist die betreffende Delegation berechtigt, einen anderen Mannschaftsarzt mit der Wahrnehmung der Rechte zu beauftragen. Dies ist dem Kampfgericht vor Beginn der Wettkämpfe mitzuteilen.4. Einen Mannschaftsarzt soll während des Kampfes zur Ausübung seiner Funktion ein Platz an derMatte zur Verfügung gestellt werden


Mai 1970: Judovergleichskämpfe TH Karl Marx Stadt bei ASZ Wroclaw

Im Mai 70 aus Anlass des 25. Jahrestages der „Befreiung vom Faschismus“ lud AZS Wroclaw (Polen) zu einem internationalen Judoturnier ein. Folgende Vereine nahmen diese Einladung an: LotnikWarschau, AZS Warschau, Gwardia Wroclaw, AZS Poznań, Remte Budapest I. und II. sowie die THKarl Marx Stadt I. und II, an den gut organisierten Turnier teil. Karl Marx Stadt belegte einen gutenvierten Platz. Sieger hieß: AZS Warschau vor Lotnik Warschau und Gwardia Wroclaw. Bereits am6./7.Juni fand der Rückkampf in Karl Marx Stadt in einem Sechser Turnier satt. Es siegte die ersteStaffel von TH Karl Marx Stadt vor Lok Karl Marx Stadt und AZS Wroclaw (Polen).

4. /5. 7.1970 DDR-Nationalmannschaft der Senioren in Bulgarien

Am 04. und 05.07.70 weilte die Nationalmannschaft der DDR im Judo zu einem internationalen Turnier in Bulgarien. Es standen nur Bulgarische Gegner gegenüber, da die anderen erst zugesagtensozialistischen Länder kurzfristig abgesagt hatten. Fünfmal konnte die Hymne der DDR in den sehrguten Bedingungen geschaffenen Austragungsstätte erklingen, ausgerechnet im letzten Kampf desTurniers im Schwergewicht, mussten wir unsere einzige Niederlage hinnehmen. Wolfgang Zuckschwerdt verlorgegen den Bulgaren Kopinolenski ganz klar.


4. Juli 1970 erste Überprüfung zur EM der Senioren

Am 4. Juli führte der DJV der DDR die erste Überprüfung der Senioren für die EM durch. DiesesTurnier bekam durch die Abwesenheit der Nationalkader einen besonderen Aspekt. Alle Nachfolgekandidaten waren bemüht, einen der vorderen Plätze zu erkämpfen. Es gab dann folgende Erstplatzierte: Leichtgewicht - Hecht (ASK Vorwärts Frankfurt), Halbmittelgewicht - Bech (SC Dynamo Berlin),Mittelge-wicht - Lorenz (ASK Vorwärts Frankfurt), Halb- schwergewicht - Heinrich (ASK Vorwärts Frankfurt), Schwer-gewicht - Kopplin (ASK Vorwärts Frankfurt).

20.bis 26. Juli 1970 DDR Kinder- und Jugendspartakiade in Berlin

Vom 20. bis 26.Juli 1970 findet in Berlin Wachregiment „Felix Dszirsinski“ in Adlershof in der SportartJudo die Kinder- und Jugendspartakiade in den Altersklassen: Kinder, Jugend B und Jugend A statt. Wieder bereiten sich Tausende junge Judoka in den Kreisen  der DDR auf dieses Großereignis vor. So qualifizierten sich die Endteilnehmer über Kreis, Bezirk und Gruppe bis zum Finale in Berlin. In dermustergültig ausgestatteten Wettkampfstätte des Wachregimentes Berlin-Adlershof wurden die Wettkämpfe ausgetragen. Bei den Schülern konnten folgende Sieger ermittelt werden: Nagel - Dynamo Adlershof, Bark - Dynamo Schwerin, Woehlke - SC Dynamo Berlin, Deutschbein - SC Dynamo Berlin, Uchnewitz - BSG Post Schwerin, Meier - Dynamo Schwerin, Schwesig – Dynamo Schwedt, Schamberger - Dynamo Schwerin, Brieger - BSG Aufbau Schwedt und Zernikow – Dynamo Schwedt. In der Sektionswertung bei den Schülern siegte: 1. Dynamo Schwerin, 2. SC Dynamo Berlin, 3. BSG Post Schwerin, 4. Dynamo Schwedt, 5. Dynamo Görlitz und 6. Dynamo Adlershof. In der B-Jugend kamen die Sieger von: 3 x ASK Vorwärts Frankfurt, 3 x SC Leipzig und 1 x Dynamo Pasewalk sowie1 x Dynamo Großenhain. In der A-Jugend 3 x SC Dynamo Berlin, 1 x Dynamo Adlershof und 1 x Dynamo Güstrow.

Die Gesamtwertung der Sektionen gab folgendes Bild

1. Platz SC Dynamo Hoppegarten
2. Platz SC Leipzig
3. Platz ASK Vorwärts Frankfurt
4. Platz Dynamo Adlershof
5. Platz Dynamo Schwerin
6. Platz TSG Rodewisch
7. Platz Dynamo Schwedt

Die Gesamtwertung der Bezirke ergab folgende Platzierung:

                                                                        
1. Platz Berlin
2. Platz Frankfurt
3. Platz Schwerin
4. Platz Karl Marx Stadt
5. Platz Leipzig
6. Platz Magdeburg
7. Platz Neubrandenburg

02. 08.1970 I. Internationales Judo Turnier der Waffenbrüderschaft

Am 02.08.70 fand das I. Internationale Judo-Turnier der Waffenbrüderschaft in Frankfurt in der „Ernst Kamith“ Halle statt. Folgende Mannschaften folgten der Einladung des ASK Vorwärts Frankfurt: CSSR und VR Polen. Das Turnier war als Gewichtsklassenturnier ausgeschrieben und im Doppel KO ausgetragen. Dabei gab es folgende Sieger: Leicht - Bernd Hecht (ASK Vorwärts Frankfurt)

Halbmittel Rudolf Hendel ASK Vorwärts Frankfurt
Mittel Gerhard Lorenz ASK Vorwärts Frankfurt
Halbschwer Frydynski Lotnik Warschau
Schwer Werner Lemke ASK Vorwärts Frankfurt

03.bis 05.09.1970 Bestenermittlung der Clubkader


13.09.1970 Leistungsturnier der Jugend in Schwerin

04.10.1970 Leistungsturnier der Jugend in Magdeburg

17./18.10.1970 Werner Seelenbinder Gedenkturnier der Jugend in Berlin

Am 17./18.10.70 fand in Berlin das II. Gedenkturnier zu Ehren „Werner Seelenbinder“ statt. In der feierlich ausgestalteten Sporthalle der 24. Oberschule in Berlin fanden bei Teilnahme von 170 Judo Jugendlichen die Wettkämpfe zu Ehren „Werner Seelenbinders“ statt. 4 x konnten Sportler des SC Dynamo Berlin und 1 x ASK Vorwärts Frankfurt siegreich sein. Insgesamt gingen die folgenden Plätze an Clubsportler.


24.10. 1970 Prüfung zur Abnahmeberechtigung in Strausberg des DJV der DDR

Am 24.10.70 fand die Prüfungen zur Abnahme von Kyu-Grade in Strausberg unter Leitung der Sportsfreund Henry Hempel und Gerd Schneider statt. 20 Sportsfreunde aus den verschiedenen Bezirken kamen gut vorbei-reitet zu dieser Prüfung. Jedoch konnten nicht alle auf Anhieb den Prüfungsanforderungen gerecht werden. So konnten folgende Sportsfreunde die Prüfung bestehen: Peter Schröder,Fred Potyralla, Heinrich Frank, Siegfried Zsach, Roland Dähne, Hartmut Günther, Dimitrev Hadystanov,Wilfried Ahrens, Anton Lugert, Lothar Sand, Willi Gruschinski, Karl Heinz Reimann, Uwe Staps undRüdiger Scheerschmidt.

07./08.11. 1970 FDJ-Pokalendrunde in Halle der Jugend

Am 7./8.11.70 fand in Halle zum 12. Male die diesjährigen Mannschaftskämpfe der Jugend um denFDJ-Pokal (14 - 18 Jahre) des DJV der DDR statt.

18 Mannschaften traten zu den Wettkämpfen an. Hier die Platzierungen:

1. Platz ASK Vorwärts Frankfurt II.
2. Platz SC Dynamo Hoppegarten I.
3. Platz SC Dynamo Hoppegarten II.
3. Platz SC Leipzig
5. Platz HSG Wissenschaft Potsdam
5. Platz TSG Rodewisch

19. /20.12.1970 2. Tagung des Präsidiums des DJV der DDR

Am 19./20.Dezember 1970 führte das neugewählte Präsidium des DJV der DDR in Berlin unter Hinzuziehung der Vorsitzenden der Bezirksfachausschüsse, seine 2. Tagung durch. Anwesend waren die Mitglieder: Siegfried Beyer, Hans Müller-Deck, Rolf Eisenbeiser, Heinz Globisch, Gerhard Grafe Richard Gunne, Siegmund Haun-schild, Kurt Jahn, Egon Kehl, Heinz Kempa, Dr. Gerhard Lehmann, Waltraud Leistner, Willi Lorbeer, Manfred Mallek, Heinz Otto, Dr. Lothar Skorning, und Horst Wolf, weiter die BFA-Vorsitzenden: Günter Welk, Erwin Jeschke, Paulo Wiegand, Manfred Block, Michaelis, Horst Grothke, Hans Fichtner, Kurt Hering, Heinz Vater, Wilibald Serbser, Dieter Kreidler, Hans Jürgen Kohn, Gerhard Wilhelm, Rudolf Tränkner. Der Bericht des Büros des Präsidiums des DJV der DDR vom September bis Dezember gegeben von Heinz Kempa wurde einstimmig bestätigt.
Der Präsident Horst Wolf berichtete ausführlich über die Bundesvorstandssitzung vom 26.11.70. Das Präsidium beschloss auf Vorschlag der Kinder- und Jugendkommission, den bisherigen Stichtag im Bereich des Kinder- und Jugendsports aufzuheben und eine neue Altersgruppeneinteilung auf der Basis des Kalender jahres und der Geburtstage der Judoka in Kraft zu setzen. Das Präsidium beriet auf Vorschlag der Kampfrichterkommission einen ersten Entwurf für das Aus-und Weiter-Bildungsprogramm der Judo-Kampfrichter. Dieses Programm wurde vom Präsidium zur weiteren Überarbeitung zurückgewiesen. In Auswertung desWettbewerbs 1970 zeichnete das Präsidium des DJV der DDR die Sieger in der Bezirks- und BSG-Wertung aus. Schließlich wurde auf Vorschlag des Büros des Präsidiums, des Trainerrats und der Klassifizierungskommission eine Reihe von verdienstvollen Funktionären ausgezeichnet. Einmal mit der Ehrennadel des DJV der DDR in Gold und mit einer Buchprämie.

1971

Januar 1971 Internationale Rumänische Meisterschaften in Bukarest

Im Januar 1971 fanden in der Hauptstadt Rumäniens, in Bukarest, die 1. Internationalen rumänischen Judo Meisterschaften der Junioren statt. Es waren die Jahrgänge 51 und jünger eingeladen. Am Turnier nahmen alle sozialistischen Länder teil. Insgesamt waren 75 Judoka am Start. Die RFSSR mit 5 , VR Polen mit 10, VR Ungarn mit 6, VR Bulgarien mit 4, CSSR mit 5, DDR mit 9 und die Gastgeber Rumänien mit 34Teilnehmern Das Turnier wurde an zwei Tagen ausgetragen; Leichtgewicht: 18 Teilnehmer; Sieger – Jabromwicz VR Ungarn),1 Silber und 1 Bronze für die DDR-Judoka, Halbmittelgewicht: 17 Teilnehmer; Sieger:Masovov (RFSSR), Silber ging an Friedrich (DDR), Mittelgewicht: 16 Teilnehmer; Sieger: Lazar - (SRRumänien Bronze ging an Fröhlich (DDR), Halbschwergewicht: 14 Teilnehmer; Sieger: Warga - (VR Ungarn),Bronze ging an Weber (DDR), Schwergewicht: 8 Teilnehmer; Sieger Wokulenko (RFSSR), Silber gingan Quick (DDR).


24. 01. 1971 I. Internationales Jugendturnier in Frankfurt/o

Am 24.01.1971 kam es im Kulturhaus „Völkerfreundschaft“ in Frankfurt/o zur Austragung eines internationalenJudoturnier, an dem sich Vertreter aus der VR Polen, VR Ungarn und VR Bulgarien beteiligten. Es war eineBewährungsprobe unserer 15 - 16 jährigen Judoka. Die Gewichtsklassen waren durchweg mit 9 - 10 Teilnehmer besetzt. Hier die Sieger: Leicht - Knitter (DDR), Halbmittel - Kannegießer (DDR), Mittelgewicht -Fritzsche (DDR), Halbschwer - Zernikow (DDR), Schwer - Lüttkus (DDR)

6. /7. 02.1971 DDR-Meisterschaften des DJV der DDR der Junioren in Berlin

Am 06.02.1971 fanden in Berlin im Clubhaus der Interflug die 1. DDR-Meisterschaften der Junioren des DJVder DDR statt. Für die Meisterschaften hatten sich die Bezirksbesten jeder Gewichtsklasse qualifiziert.Weitere Teilnehmer waren die Juniorenkader der drei Clubs. So auch die Platzierungen die dann alle von Clubsportlern gewonnen werden konnten. Hier die DDR-Meister: Leicht - Jacubek (SC Dynamo Hoppegarten),Halbmittelgewicht - Friedrich (SC Dynamo Hoppegarten), Mittelgewicht - Luding (SC Dynamo Hoppegarten),Halbschwergewicht – Weber (SC Dynamo Hoppegarten) und Schwergewicht - Quick (SC Leipzig)

06. 02. 1971 Vorolympisches Turnier in Paris der Senioren

Am 06.02.1971 veranstaltete der Französische Judoverband in Paris ein großes internationales Gewichtsklassenturnier, das als „vorolympisches Turnier“ betitelt war. Nachstehende Länder nahmen mit ihren besten Kämpfern an diesem Turnier teil: Japan (3), DDR (9), Niederlande (5), Großbritannien (5), VR Polen (10),Österreich (5), Belgien (4), BRD (9), und Frankreich mit 20 Teilnehmern. Insgesamt kämpften 75 Aktive um die wertvollen Pokale. In Paris waren die stärksten Judoka Europas am Start. Alle anwesenden Judokas bekamen zünftige Judokost aus Japan serviert. Das demonstrierte Leistungsniveau der Japaner war einechter Warnschuss in Bezug auf die Weltmeisterschaften in Ludwigshafen (BRD). Hier die Sieger in deneinzelnen Gewichts-Klassen: Leicht - Scholz (DDR), Halbmittel - Gueri (Frankreich), Mittelgewicht - Fujii(Japan), Halbschwer - Kawahara (Japan), Schwer - Ruska (Niederlande).

20. /21. 02.1971 Internationales Turnier der Senioren in Berlin

Am 20. Und 21.02.1971 fand in Berlin, nach Paris ein weiteres großes internationales Turnier der Seniorenstatt. Hier trafen sich die Judoka aus Frankreich, VR Polen, der CSSR, der VR Ungarn, der Moldauischen SSR, sowie die Vertreter des DJV der DDR. Diesem Einzelturnier waren zwei Länderkämpfe in Brandenburg und Frankfurt vorausgegangen. Hier die Sieger: Leicht -13 Teilnehmer; Sieger: Scholz (DDR), Halbmittel 18 Teilnehmer; Sieger – Vial (Frankreich), Mittel 13 Teilnehmer; Sieger: Coche (Frankreich), Halbschwer 15 Teilnehmer; Sieger: Howiller (DDR), Schwer 12 Teilnehmer; Sieger: Ossik (MSSR), Alle Kategorien 7 Teilnehmer; Sieger: Schulze (DDR. Insgesamt konnte das Abschneiden unserer Judoka als gut eingeschätztwerden, dagegen war die Wettkampfstätte alles andere als eine Wettkampfstätte für Judo, sondern hätte doch als Kegelsportaustragungs-Stätte bleiben sollen.

12. /13. 03.1971 Europameisterschaften der Jugend/Junioren im Judo in Neapel (Italien)

Am 12. Bis 14.03.1971 fanden die EM der Jugend und Junioren in Neapel (Italien statt. Einen großen Erfolg konnten dabei die DDR-Judoka verzeichnen. Außer den 3 Europameistertiteln erkämpften unsere jungenVertreter noch zwei Silber und drei Bronzemedaillen. Die Europameister der Jugend wurden: Leichtgewicht:Bernd Knitter (ASK Vorwärts- Frankfurt/o) ehemalig Dynamo Schwerin. Halbschwergewicht: Wolfgang Zernikow (SC Dynamo Hoppegarten) ehemalig Dynamo Schwedt. Bei den Junioren: Halbmittelgewicht: Friedrich (SC Dynamo Hoppegarten)  ehemalig Zernsdorf

20. 03. 15.1971 DFD - Pokalturnier in Gera

Zum 5. Mal fanden nun schon die Wettkämpfe um den DFD-Pokal statt. 71 Frauen hatten die Gelegenheitwahrgenommen nach Gera in die neuerbaute „Erwin Panndorf“ Sporthalle, ihre Kräfte mit den besten Kämpferinnen unseres Frauenjudosports zu messen. Außer Ingetraud Bude (+67,5kg) waren alle Pokalverteidigerinnen nach Gera gereist. Hier die Sieger: 52,5 kg - Rödel (Motor Ammendorf), 57,5 kg - Eckardt (MotorNiedersedlitz), 62,5 kg - Friedrich (Motor Ammendorf), 67,5 kg - Müller (Humb. Uni Berlin), +67,5 kg - Vymetal (Humb. Uni. Berlin).

27./28.03.1971 DDR-Meisterschaften des DJV der DDR in der Jugend-B-Klasse in Schwerin

Am 27. Und 28. März fanden in Schwerin die DDR-Meisterschaften der B-Jugend statt. Wenn man den Vergleich des technischen Niveaus gegenüber 70 betrachtet, so kann nur augenscheinlich eine Verbesserungerkannt werden. Hier die Erstplatzierten: 40 kg - Klein (ASK Vorwärts Frankfurt), 45 kg - Torsten Reißmann (ASK Vorwärts Frankfurt), 50 kg - Rainer Meier (Dynamo Schwerin), 55 kg - Ingolf Lahr (SC Dynamo Hoppegarten), 60 kg - Ralf Hartmann (ASK Vorwärts Frankfurt), 65 kg - Horstmann (ASK Vorwärts Frankfurt), 70 kg - Uwe Schäfer (SC Dynamo Hoppegarten), 80 kg - Detlef Hartmann (ASK Vorwärts Frankfurt) und über 80,0 kg -Wolfgang Zernikow (SC Dynamo Hoppegarten)

10. /11. 04.1971 XXI. DDR-Meisterschaften der Senioren in Schwedt

Zu den 21. DDR-Meisterschaften der Männer im Judo hatte der DJV der DDR nach Schwedt, einer Erdölstadt im Bezirk Frankfurt, zu Ostern in der Sporthalle des Wohnkomplexes 4 eingeladen. Zu Ostern diese Meisterschaften zu platzieren war vom DJV der DDR nicht gerade gut gewählt, denn so gering war dann auch die Zuschauerkulisse, unabhängig von den doch guten Leistungen der Judoka in den einzelnen Gewichtsklassen. Als Kampfrichter waren vom Deutschen Judo-Verband der DDR eingeladen: Helmut Bark Berlin, Gert Czaja Zwickau, Heinz Bech Görlitz, Klaus Milow Fürstenwalde, Dieter Uy Oranienburg, Arno Kroll Wolgast, Werner Büge Berlin, Günter Preuß Dynamo Güstrow, Mario Laufer Löcknitz und Horst Schenk Meiningen. Nicht alleBezirke nutzten die Vorbereitung auf die Meisterschaften zur Gestaltung weiterer Höhepunkte in den Bezirken.Fakt bleibt, dass der Bezirk Cottbus keine Meldung abgegeben hatte und auch kein Vertreter anwesend war,auch waren viele Bezirke nicht in allen Gewichtsklassen vertreten. Dies resultierte aus der hohem Aufmerksamkeit ausschließlich auf den Kinder- und Jugendbereich in den Sektionen die der DTSB und der Deutsche Judo-Verband rausgegeben hatte, so kam es nur zu einer Konzentration im Männerbereich bei den Clubs,welche dann auch Aufgaben international abtaten. Hier die Erstplatzierten: Leicht - Dieter Scholz (SC DynamoHoppegarten), Halbmittel - Dietmar Hötger (SC Dynamo Hoppegarten) Mittel - Fritz Skopec (SC Dynamo Hoppegarten), Halbschwer – Helmut Howiller (SC Leipzig) und Schwer und Alle Kategorien - Klaus Hennig (SC Dynamo Hoppegarten). Diese DEM der Senioren wurde den Schwedter Judoka für seine sehr gute Nachwuchsarbeit zuerkannt. Folgende Funktionäre haben daran mitgewirkt und dann auch bei der Durchführung dieserMeisterschaft großen Anteil: Peter Rupp, Hanno Marschner, Alois Görke, Willi Gruschinski usw. Dank demKFA-Judo. Ein anschließender Dank des DJV der DDR an die Organisatoren dieser Veranstaltung, sollte Ansporn für weitere große Leistungen im DJV der DDR geben.

24. /25. 04.1971 DDR-Meisterschaften der Jugend A im Judo in Leipzig

Am 24.04.1971 fanden in der Sporthalle des SC Leipzig die diesjährigen DDR-Meisterschaften der Jugend Aim Judo statt, die vom BFA Judo Leipzig und dem SC Leipzig vorbildlich organisiert und durchgeführt. Allen Mitarbeitern und Verantwortlichen des Org.-Büros wurde nach Abschluss der Siegerehrung der Dank desPräsidiums des DJV der DDR ausgesprochen und Ehrenurkunden überreicht. Insgesamt waren 112 Teilnehmer am Start. Der erfolgreichste Club war der ASK Vorwärts Frankfurt/o, der diesmal die gleiche Punktzahl wie der SC Dynamo Hoppegarten im Jahr 1970 erkämpften. Die Vertreter Hoppegartens blieben nur um fünf Punkte hinter ihren Ergebnis des Vorjahres, verbesserten sich aber um eine Goldmedaille (1970= 2/ 1971= 3. 

Medaillenspiegel im Vergleich zu 1970

Gesamt Sektionen Gold Silber  Bronze
8(1) ASK Vorwärts Frankfurt 2(-)  1(-)  5(1) 
6(8) SC Dynamo Hoppegarten  3(2)  1(1) 2(5)
3(3) SC Leipzig -(1) 2(2)  1(-) 
1(-) TSG Rodewisch -(-) 1(-) -(-) 
1(1) Motor Wolgast  -(-) -(1) 1(-)
1(-) Wissenschaft Potsdam  -(-) -(-) 1(-) 

Frage des DJV der DDR: Wo blieben bei dieser Meisterschaft so starke Sektionen wie Dynamo Berlin Adlershof und Dynamo Güstrow, die 1970 den vierten bzw. fünften Platz einnahmen.

19. bis 23. Mai 1971 EM Einzel und Mannschaft der Senioren im Judo in Göteborg (Schweden)

Vom 19. Bis 23.05.1971 fanden die Europameisterschaften in der Mannschaft und Einzel in GöteborgSchweden) statt. Die Kämpfe wurden in der Göteborger Frölundahalle ausgetragen. Bei der Mannschaft konnte Großbritannien, nicht einmal der Favorit den Titel erkämpfen. Bei den 17 Mannschaften Europaskamen dann ins Halbfinale; Frankreich gegen Niederlande und Großbritannien gegen die UdSSR. So ging dann der 2. Platz an die Niederlande, die dritten Plätze belegten Frankreich und die UdSSR. Elf Judoka aus der DDR hatten in Göteborg eine schwere Aufgabe zu erfüllen. Es galt die Erfolge von 1970 durch gute Leistungen bei den diesjährigen EM zu bestätigen. Mit zwei EM-Titels und einer Bronzemedaille demonstrierten unsere Judoka eindeutig ihren Platz unter den führenden Nationen Europas.


Hier ein Überblick zur Platzierung 1. Platz sowie das Teilnehmerfeld in den einzelnen Gewichtsklassen:

Leichtgewicht: Mounier Frankreich 33 Teilnehmer aus 20 Länder
Halbmittelgewicht: Hendel DDR 36 Teilnehmer aus 21 Länder
Mittelgewicht: Aufrey Frankreich 36 Teilnehmer aus 23 Länder
Halbschwergewicht: Howiller DDR 32 Teilnehmer aus 19 Länder
Schwergewicht: Ruska Niederlande 25 Teilnehmer aus 15 Länder
Alle Kategorien: Kusnezow UdSSR 36 Teilnehmer aus 19 Länder

Trotz nur sehr mäßigen Besuch, nicht gerade bester Organisation und einiger Missstände gaben alle Judokaauf der Matte ihr bestes und waren bestrebt, durch ihren Kampfgeist und ihre Technik das Publikum zu begeistern und für den Judosport zu werben.

21. Mai 1971 Ordentlicher Kongress der EJU in Göteborg Restaurant Henriksborg (Schweden)

Am 21. Mai 1971 fand in Göteborg/Schweden anlässlich der EM der Senioren der ordentliche Kongress der EJU statt. Wie in jedem Jahr wird auch diesmal vom Sportfreund Kempa ein ausführlicher Bericht zu den Umfangreichen Tagesordnungspunkten nur in wesentlichsten Punkt behandelt. Vom DJV nahmen am Kon-gress, der im Restaurant Henriksborg stattfand, teil: Sportfreund Horst Wolf, Präsident des DJV; in seinerEigenschaft als Vorstandsmitglied der EJU. Sportfreund Heinz Kempa, Generalsekretär des DJV; als Delegierter und Sprecher des DJV.

Die nachfolgende Tagesordnung wurde bestätigt und die einzelnen Punkte behandelt:

1. Prüfung der Vollmachten durch den Generalsekretär und den Schatzmeister
2. Eröffnung des Kongresses durch den Präsidenten
3. Bestätigung des Protokolls des Kongresses 1970 (22.Mai 1970 Berlin/ DDR)
4. Neue Mitgliedschaften
5. Jahresbericht des Präsidenten, des Generalsekretärs, der Sportdirektoren, des Schatzmeisters
6. Bericht des Kassenprüfer
7. Entlastung der Vorstandsmitglieder
8. Neuwahlen (es scheiden aus, sind wiederwählbar und Kandidaten:Herr Menzies - 3. Vizepräsident
und Herr J. Nauvelaarts de Age - Sportdirektor)
9. Ernennung der Finanzprüfer
10. Satzungsänderungen
11. EJU-Ärzte-Symposium / 1970 - Berlin/DDR / 1971 - Göteborg/Schweden
12. Europameisterschaften
13. Technische und sportliche Tagung
14. EJU-Kampfrichterlehrgänge
a) Juni 1971 - Anwärter (Frankreich)
b) Januar 1972 - Lizensierte
c) Sommer 1972 - Anwärter (2 Lehrgänge)
15. Anträge der Mitgliedsförderationen
16. IJF 
- WM 1971
- Kampfrichterlehrgang 1971
- Kongress 1971
- Olympische Spiele 1972

Zu 1. Von 28 Mitgliedsförderationen waren 26 anwesend. Luxemburg und die Türkei fehlten.
Zu 2. In der Begrüßung des Präsidenten Ertel wurden die Judofreunde geehrt, die im letzten Jahr verstorben
sind. Die Delegierten erhoben sich von den Plätzen.
Zu 3. Das Protokoll (Kongress 1970) wurde ohne Änderungen bestätigt.
Zu 4. Zur endgültigen Aufnahme als Mitglieder wurden die SR Rumänien und der Libanon bestätigt. Außerhalb
der Tagesordnung wurde auf Antrag des Präsidenten Ertel die Aufnahme Liechtensteins als provisorisches
Mitglied behandelt. Die provisorische Mitgliedschaft wurde bestätigt.
Zu 5. Die Berichte wurden einzeln behandelt, durchgesprochen und vom Kongress bestätigt.
Zu 6. Der Kassenbericht wurde vom Herrn Van Harlst / Belgien gegeben und bestätigt
Zu 7. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet.
Zu 8. Herr Nauvelaarts de Age / Niederlande stand als einziger Kandidat zur Wiederwahl als Sport-
Direktor der EJU. Er wurde mit 25: 1 Stimmen wiedergewählt.
Für den Posten eines Vizepräsidenten stellten sich drei Kandidaten zur Wahl.
Herr Menzies / Großbritannien
Herr Genolini / Italien
Herr de la Fuente / Spanien

In geheimer Abstimmung erhielten die Kandidaten folgende Stimmen:

Herr Genolini 15 Stimmen
Herr Menzies 10 Stimmen
Herr de la Fuente 1   Stimme

Herrn Genolini wünschen wir Schaffenskraft und eine erfolgreiche Arbeit zum Wohle der EJU.

Zu 9. Als Rechnungsprüfer wurden neu gewählt:
Herr Kucera / Österreich
Herr Stadler / VR Ungarn
Zu 10. Aus der Satzung der EJU wurde der Artikel 3, Absatz 2 gestrichen.
Zu 11. Das Ärztesymposium wählte Herrn Becart / Frankreich als Delegierter der EJU. Des Weiteren wurde auf der Grundlage des Vorschlages des DJV der DDR ein Material zur Durchführung der Antidopingkontrolle im Umlauf zur Diskussion gesetzt. Das Ärztesymposium schlug eine Regelung über die Verantwortlichkeit bei Kampfabbruch durch Verletzung vor. Dieser Schriftsatz wurde vom Kongress bestätigt. Text: „Im Falle der Verletzung eines Kämpfers unterbricht der Mattenleiter den Kampf. Nur der Mannschaftsarzt soll entscheiden, ob der Kämpfer den Wettkampf fortsetzen darf. Bei lebensbedrohlichen Zuständen hat der Mannschaftsarzt das Recht, vom Mattenleiter eine Unterbrechung des Kampfes zur medizinischen Unterbrechung zu verlangen. Bei Abwesenheit des Mannschaftsarztes ist die betreffende Delegation berechtigteinen anderen Mannschaftsarzt mit der medizinischen Betreuung zu beauftragen.
Zu 12. Die Senioren-EM 1972 finden in Den Haag / Niederlande vom 11. - 14. Mai 1972 statt. Die Jugendund Junioren-EM finden in Minsk / UdSSR vom 11. - 12. März 1972 statt.Zu den Punkten 13 bis 15 gibt es keine besonderen Bemerkungen.


10. Juli 1971 Prüfung zum 1. Dan in Berlin

Am 10. Juli wurde in der Trainingsstätte der Humboldt-Universität die Prüfungen zum 1. Dan für die  Bewerber des Bezirkes Berlin durchgeführt. Insgesamt stellten sich 12 Bewerber aus den Berliner Sportgemeinschaften der Prüfungskommission. Folgende Judoka aus Berlin bestanden die Prüfung zum 1. Dan:Brestlich, Remane, und Baldig (alle SG Dynamo Hohenschönhausen),Schmidt, Paul und Roder (alle HSG HUB), Heidrich (Empor Berlin) und die Sportsfreunde Semrad (Potsdam) und Laufer (Neubrandenburg)

26. Juni 1971 Dan-Prüfung der Bezirke Frankfurt und Cottbus

Am 26. Juni 1971 fand die erste Dan-Prüfung für den 1. Und 2. Dan nach der neuen Regelung des DJV der DDR für die einzelnen Bezirke statt. Für die Dan-Anwärter der Bezirke Frankfurt und Cottbus wurde die Prüfung in Strausberg durchgeführt: Alle Dan-Anwärter hatten sich gut auf die Prüfung vorbereitet, so dassdas Niveau recht beachtlich war. Der 1. Dan wurde folgenden Sportsfreunden zugesprochen: Werner Lemke; ASK Vorwärts Frankfurt, Rüdiger Hollstein; ASK Vorwärts Frankfurt, Manfred Block; SG Dynamo Fürstenwalde, Rainer Lortz; ASG Doberlug, Klaus-Dieter Kruse; SG Dynamo Schwedt, Klaus-Peter Mentag; Aufbau Schwedt, Bernd Schatzschneider; Aufbau Schwedt. Den 2. Dan erhielten die Sportsfreunde: Günter Fink; ASK Vorwärts Frankfurt/o, Kurt Tau; ASK Vorwärts Frankfurt, Klaus Milow; Dynamo Fürsten-walde und Wilfried Zahn; Dynamo Fürstenwalde

26. /27. Juni 1971 Berliner Judoka in Bratislava

An einem stark besetzten Mannschafts- und Einzelturnier nahm am 26./27.06.1971 in Bratislava auch eine Delegation der Senioren der HSG Humb. Uni Berlin teil. Mit Ausnahme der Mannschaft von Dukla Prag, wardie gesamte Spitzenklasse der CSSR vertreten. Im Feld der sieben Mannschaften schlugen sich die zwei Vertretungen der Berliner Universität recht achtbar. Hier die Mannschaftsergebnisse:

1. Platz Slavia Banska Bystrica
2. Platz Humboldt Uni Berlin I
3. Platz Humboldt Uni Berlin II
4. Platz Slavia SVST I
5. Platz Slavia Zilina
6. Platz Slavia SVST II
7. Platz Pozemnestavby Bratislava

Beim Einzelturnier vermochten die Berliner Judoka im Halbmittelgewicht durch Klaus Lindner und in derKate-gorie „offen“ durch Manfred Birkholz den Turniersieg sicher stellen. Darüber hinaus belegten Michael Paul und Dieter Hoffmann zweite Plätze in ihren Gewichtsklassen.

24. Juli bis 10. August 1971 Pionierpokal männlich in Bad Schmiedeberg

Vom 24. Juli bis 10. August 1971 fanden im Pionierlager „Karl Marx“ in Bad Schmiedeberg die diesjährigenPokal zum dritten Male zu erkämpfen hoffte, um ihn dann endgültig in seinen Besitz zu bringen, musste Endkämpfe um den Pokal der Pionierorganisation „Ernst Thälmann“ statt. Der Bezirk Schwerin, der den ihn an die starke Vertretung des Bezirkes Berlin abtreten und erreichte keine Platzierung. In den Einzelwettbewerben Schüler B 111 Teilnehmer und A 170 Teilnehmer gab es gewaltige Veränderungen, so verdoppelte der Bezirk Frankfurt seine Punktzahl gegenüber 1969 und rückte in der Gesamtwertung vom neunten auf den zweiten Platz. Herausragender Kämpfer war der Pionier Michael Audehn (SG Dynamo Delitzsch) des Bezirkes Leipzig. Er schlug in der 40 KG-Klasse bei den B-Schülern alle seine Gegner mit 1:0. Ein Kämpfer, bei den A-Schülern, der bei weiterem fleißigen Training vielleicht als erster zu diesemLeistungsstand kommen kann, ist Dieter Moch (SG Dynamo Bernau) des Bezirkes Frankfurt/o. Er gewann in der Klasse über 60 kg alle Kämpfe mit 1:0. Hier noch die Mannschaftsergebnisse: 

1.Platz Bezirk Berlin
2.Platz Bezirk Magdeburg
3.Platz Bezirk Rostock
3.Platz Bezirk Cottbus
5.Platz Bezirk Potsdam
5.Platz Bezirk Frankfurt/o

28. August bis 04. September 1971 WM der Senioren in Ludwigshafen (BRD)

Die Vertreter aus 54 Nationen waren zur Weltmeisterschaft in die Chemiemetropole nach Ludwigshafen(BRD) zu kommen um den begehrten Titel im Vorolympischen Jahr in sein Land zu holen. Gespannt war man wie der Kampf Europa Asien ausgehen würde, weiterhin konnte Ausschau auf eine Entwicklung des afrikanischen und amerikanischen Kontinents genommen werden. Für unseren Verband stand als wichtigste Frage:Haben wir mit unsren besten Judoka überhaupt bei WM eine Chance Medaillenplätze zu belegen? DieseProblematik wurde zu unserer aller Freude durch die hervorragenden Leistungen mit einem eindeutigen „ja“beantwortet. Hier die erstplatzierten und Teilnehmer in allen Gewichtsklassen:
Leichtgewicht: 51 Kämpfer aus 33 Nationen - Weltmeister: Kawaguchi Japan  Scholz und Werner schieden in der Vorrunde aus
Halbmittelgewicht: 60 Kämpfer aus 40 Nationen - Weltmeister: Tsuzawa Japan Dietmar Hötger DDR
Bronze, Rudolf Hendel schied in der Hoffnungsrunde aus.
Mittelgewicht: 60 Teilnehmer aus 37 Nationen -  - Weltmeister: Fujii Japan  DDR war in dieser Gewichtsklasse nicht vertreten.
Halbschwergewicht: 48 Kämpfer aus 32 Nationen - Weltmeister: Sasahara Japan Helmut Howiller DDR
Bronze, Uwe Stock schied in der Vorrunde aus
Schwergewicht: 33 Kämpfer aus 22 Nationen - Weltmeister: Wilhelm Ruska Niederlande  DDR war in dieser Gewichtsklasse nicht vertreten.
Alle Kategorien: 58 Kämpfer aus 36 Nationen - Weltmeister: Shinomaki Japan   Uwe Stock DDR schied in der Vorrunde aus

08. 09. 1971 Länderkampf DDR-Japan in Berlin

Am 08.09.1971 fand in Berlin (Hauptstadt der DDR) ein Länderkampf zwischen den Vertretungen von Japanund der DDR. Die Japaner waren mit fünf Weltmeistern in Berlin von Ludwigshafen angereist. Der DJV der DDR gab vorwiegend dem Nachwuchs eine Chance sich mit dem absolute Weltklasseleute aus Japan auseinander zu setzen und zu lernen. Für die 2000 Judointeressierten aus der DDR wurde dann beispielhafte Judokost geboten. Das Freund- schaftstreffen wurde dann in allen fünf Gewichtsklassen im Nordischen Turnier ausgetragen und in jedem Limit standen zwei Japaner vier Kämpfern aus der DDR gegenüber.Bei den Platzierungen konnten dann auch bis auf das Schwergewicht die ersten beiden Plätze nur von Japanern belegt werden, im Schwergewicht konnte Heinz Schulze DDR vor dem dann 5. Platzierten Japaner Kaneo Iwatsuri Japan auf Platz zwei eingehen. Heinz Schulze besiegte Iwatsuri mit 10:0.


30. 09. bis 4. Oktober 1971 Berliner Judoka in der VR Polen

Vom 30.09. bis 4.Oktober kam es zu einem Vergleich in der Mannschaft und im Einzel in Wroclaw. Außer unserer Mannschaft, die in der Besetzung Schneider, Schwidurski, Sonnenfeld, Zemann, Fitzner, Kopelke,Rausch startete, waren der jugoslawische Mannschaftsvizemeister TJS Maribor, eine Mannschaft der TH K.-M1. Oktober standen sich in der Sporthalle des Olympiastadion sechs Mannschaften im Turnier „Jeder gegen. - Stadt, die Mannschaften des Gastgeberlandes Lotnik Warschau, Gwardia und AZS Wroclaw beteiligt. AmJeden“ auf zwei Matten vor 400 Zuschauern gegenüber, so gab es den folgende Platzierungen: 1.Die ersteMannschaft von Wroclaw, 2. Platz ging an Dynamo Berlin Hohenschönhausen die dritten Plätze II. AuswahlWroclaw und TJS Maribor. Bei den Einzelkämpfen konnten nur Polnische Judoka die ersten Plätze belegen.

08. -11. Oktober 1971 ASK Vorwärts Frankfurt zu Vergleichskämpfen in Budapest

Ein Teil der Clubmannschaft des ASK Vorwärts Frankfurt weilte vom 08. bis 11. Oktober 1971 zuFreundschaftskämpfen bei Dozsa Budapest. Die Kämpfe fanden in einer herrlichen Sporthalle in Budapeststatt, aber leider waren kaum Zuschauer zugegen

In den einzelnen Gewichtsklassen gab es folgende Platzierungen:

Leichtgewicht:
1. Platz Tau ASK Vorwärts Frankfurt/o
2. Platz Mandly Dozsa Üpest Ungarn
3. Platz Orodi Dozsa Üpest Ungarn

Halbmittelgewicht
1. Platz Csorba Dozsa Üpest Ungarn
2. Platz Hecht ASK Vorwärts Frankfurt/o
3. Platz Olah Dozsa Üpest Ungarn

Mittelgewicht
1. Platz pacs Dozsa Üpest Ungarn
2. Platz Leupold ASK Vorwärts Frankfurt/o
3. Platz Look ASK Vorwärts Frankfurt/o

Halbschwergewicht
1. Platz Hosszu Dozsa Üpest Ungarn
2. Platz Kajuschke ASK Vorwärts Frankfurt/o
3. Platz Szilvasi Dozsa Üpest Ungarn

Schwergewicht
1. Platz Teglasi Dozsa Üpest Ungarn
2. Platz Mandly Dozsa Üpest Ungarn
3. Platz Orodi ASK Vorwärts Frankfurt/o

20. /21. 11.1971 DDR Studentenmeisterschaften im Judo in Wismar

Die besten Judoka der Universitäten, Hoch- und Fachschulen unserer Republik ermittelten am 20. Und 21.November 1971 in der neuerbauten Sporthalle von Wismar ihre Studenten. Die 80 Teilnehmer der Studentenmeisterschaft repräsentierten eine stattliche Anzahl von judotreibenden Studenten, denn 6000 Studiker erhalteneine Ausbildung im Wahlfach Judo, 700 Judoka nahmen an den Vorkämpfen teil und 400 Judoka von 45 Institutionen beteiligten sich an den Bezirksgruppenkämpfen. Überraschender Weise errang die DHFK Leipzig in den vergangenen Jahren immer zu den erfolgreichsten Vertretungen zählend - nicht einen einzigen Titel (Bildung des SC Leipzig, dadurch Konzentrierung des Leistungssport beim Sportclub Leipzig). Dafür teilten sich Kämpfer aus zahlreichen Studieneinrichtungen die Medaillenplätze. Hier die erstplatzierten Judoka:63,0 kg Peuker HSG Humb. Uni Berlin, 70,0 kg Eckhardt (KMU Leipzig), 80,0 kg Montsko (FS Glauchau),93,0 kg Steinke (DHFK Leipzig Außenstelle Magdeburg), +93,0 kg und Alle Kategorien Bornstein (Humb.Uni Berlin).

20. /21. November 1971 FDJ Pokalendrunde im Judo in Neustrelitz

In Neustrelitz fanden die Endkämpfe am 20./21.November 1971 um den Wanderpokal des Zentralrates der FDJ statt, die zum 13. Male zur Austragung kamen. Der Pokal ging erstmalig 1970 an den ASK Vorwärts Frankfurt und wurde 1971 von den Judoka des SC Dynamo Hoppegarten zurück erobert. Startberechtigt waren fünfzehn Bezirksmannschaften und drei Clubmannschaften. Außer Erfurt nahmen alle Bezirke bei der Endrunde teil.

4. /5. Dezember 1971 DDR-Meisterschaften im Judo der weiblichen Jugend und Frauen in Eisenach

In Eisenach hatten die ersten Meisterschaften 1966 Premiere. Nach sechs Jahren traf man sich wiederin der Wartburgstadt und konnte registrieren, dass im Frauenjudo der DDR ein erheblicher Schritt nach vorn getan wurde. Dies dokumentierte nicht nur die Teilnahme von neun Dan-Trägerinnen, sondern auch die Ausgeglichenheit in fast allen Gewichtsklassen. Es war deshalb auch erfreulich, in der Jugend das viele junge Mädchen, welche bereits bei den Pionierpokalwettbewerben Erfahrungen gesammelt hatten sich nun auch für die Endkämpfe qualifizieren konnten. Zum Abschluss der Veranstaltung wurde mit der vierfachen Meisterin Annemarie Pinkawa eine der profiliertesten weiblichen Judoka vom aktiven Sport verabschiedet.


11./12.Dezember 1971 DDR-Mannschaftsmeisterschaft im Judo der Senioren

Am 11./12.Dezember fanden die DDR-Mannschaftsmeisterschaften im Judo der DDR statt. Erwartungsgemäß konnte der SC Dynamo Hoppegarten den Titel des Mannschaftsmeisters mit Erfolg verteidigen und den ASK Vorwärts Frankfurt sowie den SC Leipzig und die HSG Humb. Uni Berlin auf die Plätze verweisen.

1972

1972 Juniorenmeisterschaften der DDR vor den EM nach Hettstedt.

Dies war die zweite DEM der Junioren. Für die Nominierung zur EM präsentierten sich in ausgezeichneter Form Lüdtke (ASK Frankfurt), Schultz (SC Dynamo Hoppegarten) und Quick (SC Leipzig). Hier die Meister:Gerd Konietzka, Thomas Lüdtke, Matthias Karl, Joachim Schultz und Detlef Quick, alle von Clubs.

Januar 1972 DDR-Judoka in Paris zum zweiten vorolympischen MM Turnier des französischen Judo-Verbandes;

DDR stellte folgende Kader - Europameister Hendel und Howiller, Dritter der WM 1971 Hötger und Vize Europameister von 1971 Stock sowie Werner und Leupold jeweils dritte bei den Ems. UdSSR war mit Vize Weltmeister und Europameister Kusnezow, die Ex-Europameister Rudmann, Onaschwili sowie die drittender EM Dvoinikow und Solodochine; Frankreich vertraten Europameister Mounier, Auffray, Ex Europameister Feist sowie die Medaillengewinner bei EM Desmet, Coche, Rouge, Albertini, Clement und Brondani.Erster Paukenschlag unerwartet hoher Sieg für die DDR-Nationalmannschaft mit 7:2, Frankreich - DDR =7:2, UdSSR - Frankreich = 7:3, Ergebnisse des zweiten Durchganges: DDR - UdSSR = 3:6, Frankreich -DDR = 8:1 und UdSSR - Frankreich = 4:6. Sieger des Mannschaftsturnier wurde Frankreich vor der UdSSRund der DDR.

23. Januar 1972 Internationales Jugendturnier in Cottbus

mit Aktiven aus sieben Ländern, vier erste Plätze für die Jugendauswahl des Deutschen Judo Verbandes

1972 Internationales Frühjahrsturnier in Frankfurt/o mit Aktiven aus zehn Ländern.

Erstmals gaben Judoka der Mon-golischen Volksrepublik in der DDR ihr Debüt. Bemerkenswert hier der Sieg von Butka Österreich im Schwergewicht.

12. und 13. Februar 1972 Internationales Turnier in Tbilissi

(grusinische SSR), die Besetzung aller Gewichtsklassen dieses Turniers kam einer Besetzung bei der EM gleich.Das Turnier bekam dadurch besonderen Glanz in dem die japanischen Judoka und erstmaligZuckschwerdt teil. Platzierungen gingen vorwiegend an die Japaner, an die UdSSR und Frankreich lediglichein dritter Platz ging an den DJV durch Detlef Zuckschwerdt. Insgesamt beteiligten sich beim Internationen Turnier in Plzen (CSSR) 140 Kämpfer aus 8 Nationen; folgende Vertretungen nahmen teil; CSSR,VR Ungarn, VR Bulgarien, Mongolische VR, DDR, Schweiz, Belgien und Italien.die KVDR teilnahmen. Vom DJV waren folgende Sportler am Start: Hötger, Skopec, Leupold, Howiller und Platzierten :Hier nun die 1.Ersten:Werner (DDR), Hendel (DDR), Mareolnina (Italien), Howiller (DDR), Hennig (DDR) und Howiller (DDR)

11. und 12. März 1972 EM der Junioren und Jugend in Leningrad (UdSSR) mit einer sehr erfolgreichen Jugend DDR-Auswahl.

Folgende Sportler des DJV beteiligten sich: Bernd Knitter, Wolf-Dieter Hainke, Thomas Lüdtke,Günter Krüger, Eckhard Fischer, Rainer Wild, Joachim Schultz, Jürgen Schröder und Detlef Quick hier gab es leider keine Platzierung. Lediglich zwei 5. Plätze waren die Ausbeute. Hingegen bei der Jugend es zu 4 Titelgewinnen von fünf möglichen für den DJV gab, Gold holten: Lahr (Leicht), Gerdes (Halbmittel), Mittel (Heinke) und Zernikow (Halbschwer) hinzu kam noch eine Bronzemedaille durch Udo Döring (Halbschwer).


25./26.März 1972 ;Bei den 22. DDR-Meisterschaften der Senioren in Leipzig

ausgetragen wurden, stellten sich 126 Bewerber dem Kampfgericht. Erfolgreichster Teilnehmer war Klaus Hennig vom SC Dynamo Berlin, der neben seinem Titelgewinn im Schwergewicht auch die Meisterwürde in der Klasse „Alle Kategorien“ erkämpfte. Siegerliste der DEM 72; Werner, Fehre, Look, Howiller, Hennig und Hennig.

1972 DDR-Judoka erkämpften zweiten Platz beim internationalen Turnier in Linz.

Zum sechsten Male fand in Linz unter der Bezeichnung Europaturnier ein gut besuchtes internationales Gewichtsklassenturnier statt. Es nahmen teil: UdSSR, VR Polen, VR Ungarn, CSSR, Jugoslawien, DDR, Schweiz, BRD und Dänemark sowie der Veranstalter Österreich. Österreich hatte außer Butkasein stärkstes Aufgebot. In unserer Mannschaft vereinten sich erfahrene Kämpfer wie Leupold, Howiller undSchulze mit jungen aufwärtsstrebenden Judoka wie Schulz und Krüger.


1972 Bei den internationalen Judo-Meisterschaften der Niederlande in Brünsumhatten die DDR-Vertreter einen großen Erfolg zu verzeichnen.

Durch den Leichtgewichtler Karl Heinz Werner (ASK Frankfurt/o), den Mittelgewichtler Bernd Look (ASK Frankfurt/o) und den Schwergewichtler Klaus Hennig (SC Dynamo Hoppegadritte Plätze von Rudolf Hendel (ASK-Frankfurt) im Halbmittelgewicht, Uwe Stock (SC Dynamo Hopperten) konnten drei DDR-Siege von den fünf Gewichtsklassen erkämpft werden. Außerdem wurden noch dreigarten) im Halbschwergewicht und Wolfgang Zuckschwerdt (SC Dynamo Hoppegarten) im Schwergewicht belegt

08./09.April 1972 DDR-Meisterschaften der Jugend B in der Sporthalle in Erfurt.

Die Titelkämpfe hatten nicht nur eine große Teilnehmerzahl zu verzeichnen, sondern auch ein gutes Niveau aufzuweisen. Nachstehend die DDR-Meister; Dieter Nagel, Michael Kunitz, Holm Kretschmer, Roland Krause, Roland Michaelik, Hendrik Schwarz, Manfred Heilms, Werner Schulze und Klaus Kucharzewski.
KOMMUNIQUE :
Tagesordnung: 1.Arbeitsplan 1972, 2. Internationale Belange, 3. Bericht über Präsidiumstagung des DJV der DDR, 4. Pionierpokal 1972 in Bad Schmiedeberg. Zu 1: Der Arbeitsplan für 1972 wurde einstimmig angenommen. Die Sportsfreundin Elisabeth Schneider wurde aus der Frauenkommission verabschiedet. Wir danken ihr für ihre jahrelange Tätigkeit, für ihre Einsatzbereitschaft und Zuverlässigkeit. Sie hat sich große Verdienste um die Entwicklung des Frauen-Judo erworben. An ihre Stelle trat Sportsfreundin Eleonore Ehnert. Dadurch ergaben sich einige Veränderungen in den Aufgabenbereichen: Waltraud Köppe: Vorsitzende/ Mitarbeit im Präsidium des DJV. Antje Schlote: Stellvertreter. Vorsitzende,/ verantwortliche für Kinderarbeit, Arbeit auf internationalem Gebiet. Evelyn Schurzmann:Verantw. Für zentrale Veranstaltungen, Zusammenarbeit mit der Wettkampfkommission des Verbandes.Helga Seiler: Verantw. Für Klassifizierung, Auszeichnungen und Finanzen. Annemarie Pinkawa: Verantw.Für Fragen der Wettkampfordnung, Kampfrichterprobleme, wissenschaftliche Arbeiten. Eleonore Ehnert:Verantw. Für Protokolle, Beschlüsse und deren Veröffentlichungen, Pressearbeit. Zu 2: Es besteht international die Tendenz, auch für Frauen Meisterschaften durchzuführen. Näheres wird zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht. Zu 3.: Information über die Präsidiumstagung des DJV wurden bereits im Fachorgan veröffentlicht. Zu 4.: Pionierpokal 1972 in Bad Schmiedeberg/ Termin: 24. Juli bis 10. August 1972 /Wettkampftage: 27.Juli bis 3. August. Verbandsbeauftragte: Helga Seiler/Technische Leitung: Dieter Uy.Außerdem wurde beschlossen, dem anlässlich des 8. Mai stattfindenden Pokalturnier in Döbeln den Namen „Pokal der Jugend“ zu geben
VI. DFD-Pokalturnier in Brandenburg war Anziehungskraft auf die besten Judo-Frauen der Republik.Ca. 100 Frauen reisten nach Brandenburg, um den Kampf um die begehrte Trophäe aufzunehmen. Nun die Erstplatzierten: Gabriele Arnold, Barbara Eckart, Antje Schlote, Margit Kübrich und Margitta Wysk.


22. /23. April 1972 In Forst, der Stadt der Tuche und Rosen,wurden die DDR-Meistertitel der Jugend A vergeben, um die sich 123 Teilnehmer bewarben.

Die Austragung der Titelkämpfe lag in den bewährten Händen des BFA-Vor-sitzenden Wigand Paulo, der als Anerkennung für die gute Vorbereitung und reibungslose Durch- führung der Veranstaltung mit einer Urkunde geehrt wurde. Gesamteinschätzung: Bei der Einschätzung muss davon ausgegangen werden, dass die Gewichtsklassen sehr unterschiedlich zu betrachten sind, da sie für die Sportler der Jugend A für ihre weitere Entwicklung nur z.T. Bedeutung haben. Hier die DDR-Meister: Udo Jost, Gert Konietzka, Peter Horstmann, Detlef Klein und Thomas Schopf.

Mai 1972 ; Austragungsort der EM im Judo der Männer war die holländische Stadt Voorburg,in unmittelbarer Nähe von Den Haag.Den DJV der DDR vertraten zu diesen EM folgende Sportsfreunde:
Leicht: Karl Heinz Werner (ASK Vorwärts Frankfurt/o und Helmut Schulze (SC Leipzig)
Halbmittelgewicht: Dietmar Hötger und Lothar Fehre (beide SC Dynamo Hoppegarten).
Mittelgewicht: Bernd Look und Horst Leupold (beide ASK Vorwärts Frankfurt/o)
Halbschwergewicht: Dietmar Lorenz und Uwe Stock (beide SC Dynamo Hoppegarten).Wie zu erwarten war, beteiligten sich an diesen Titelkämpfen viele Judoka unter dem Aspekt, durch gute Leistungen, sich für die Olympischen Spiele zu qualifizieren. Bis auf die A-Mannschaft der BRD, die sich zu dieser Zeit noch in Japan aufhielt, waren alle Länder bemüht den Leistungsstand ihrer derzeit besten Judoka bei diesen EM noch einmal zu testen. Insgesamt nutzten 23 Föderationen diese letztmalige Gelegenheit vor den OL-Spie-len mit ihren besten Judoka einen Vergleich zu den stärksten, Vertretern Europas zu schaffen. Hier nun die Europameister und DDR-Platzierungen: Leicht: Mounier Frankreich, 3. Platz K.-H-Werner DDR. Halbmittel: Dietmar Hötger DDR, Lothar Fehre 5. Platz. Mittel: Coche Frankreich. Halbschwer: Parisi Großbritannien. Schwer: Ruska Niederlande, 5. Platz Klaus Hennig. Alle Kategorien: RuskaNiederlande, 3. Platz Klaus Hennig.
Schwer und Alle Kategorien: Klaus Hennig und Heinz Schulze (b. SC Dynamo Hoppegarten).


Mai; Im Mai konnte eine junge Vertretung des ASK Frankfurt bei einem internationalen
Turnier in der UdSSR acht Medaillen und einen Pokal in ihren Besitz bringen. Anlässlich des 102. Geburtstages W. I. Lenin fand in Lwow (Ukraine. SSSR) ein Clubvergleich von Mannschaften aus 3 Ländern statt. Eröffnet wurden die Wettbewerbe mit den Mannschaftskämpfen, bei denen es gleich eine Überraschung gab. Die Vertretung des ASK Frankfurt besiegte im Finale die hochfavorisierte Mannschaft vom ZSKA-Moskau mit 3:2 und errang damit den begehrten Turnierpokal. Mannschaftergebnis: 1. ASK Vorwärts Frankfurt, 2. ZSKAMoskau, 3. SKA Lwow. 4. Dukla Banska Bystrica. Einzelturniersieger wurden: L: Dobrota (Lwow), HM:Nikulin (ZSKA Moskau, M: Schuklin (ZSKA Moskau), HS: Musajew (ZSKA Moskau), S: und Alle Kategorien: Kasatschenko.


24. Juni 1972 Wismar, die alte Hafenstadt und jetzige Stadt des Schiffsbaus, war Gastgeberfür die Nationalmannschaften der VR Polen, Niederlande und DDR. Am 24. Juni 1972 trafen sich hier die Judoka dieser drei Länder, um ihren Leistungsstand vor den OL-Spielen nochmals zu überprüfen. In stärkster Besetzung traten die Mannschaften der DDR und VR Polen an. Die Niederländer starteten ohne Ruska,Poglajen und Bosman. Wismar die denkbar beste Mühe gegeben hatten, ein würdiger Gastgeber zu sein,vermisste man doch das Publikum während der Kämpfe.

Endstand des Turniers:
1. DDR 6 Siege 235 Unterpunkte
2. Niederlande   2 Siege 85 Unterpunkte
3. VR Polen  0 Siege 54 Unterpunkte

Am Montag, den 26. Juni 1972, fand dann in Potsdamein Einzelturnier nochmals mit den gleichen Kämpfern statt.Zehn Mannschaften aus Berlin, Schwedt, Halle, Brandenburg, Premnitz, Schmerwitz und Potsdam beteiligten sich an einem internationalen Mannschaftsturnier um den Sanssouci-Pokal in Potsdam. Als Gast nahm der ungarische Mannschaftsmeister der Jugend B aus Medosz-Baja teil. Der Endstand des Turniers ergab folgende Platzierungen: 1.Medosz-Baja, 2. Dynamo-Berlin-Köpenick, 3. Wissenschaft Potsdam und Wissenschaft Halle.

24. -30. 07. Juli 1972 IV. Kinder- und Jugendspartakiade in Berlin

In Berlin findet die IV. Kinder- und Jugendspartakiade der DDR in den olympischen Sommersportarten statt,an der insgesamt 15 000 junge Sportler teilnahmen. An den Vorkämpfen in den Kreisen waren 479 000 Kinder und Jugendliche an den Start gegangen. In der Bezirkswertung liegt Berlin vor Frankfurt und Schwerin und in der Klubwertung der SC Dynamo Hoppegarten vor dem ASK Frankfurt und dem SC Leipzig an der Spitze. An den drei Judoturniere (Kinder, Jugend B, Jugend A), die im Wachregiment Berlin-Adlershof stattfinden, nehmen 348 Judoka teil. Von den Spartakiadesiegern sind hervorzuheben:Bei den Kindern: Dietmar Nagel 40,0 kg sowie Mario Elsholz in der Klasse 55,0 kg, bei der Jugend B:Torsten Reißmann 60,0 kg und Andre Gerdes 65,0 kg sowie bei der A Jugend: Wolfgang Zernikow +85 kg.

22. und 23. Juli; fand in Berlin ein Gewichtsklassenturnier um den Klubpokal des DJV der DDR statt.Zum dritten Mal erkämpften sich die Judoka des SC Dynamo Hoppegarten den wertvollen Clubpokal des DJV. In den sechs Gewichtsklassen stellen sie allein noch vier zweite und vier vierte Plätze. Sie kamen auf insgesamt 86 Punkte. Zweiter wurde der SC Leipzig (31) vor dem ASK Vorwärts Frankfurt (21).

24. Juli bis 10. August 1972 Pionierpokal in Bad Schmiedeberg

In diesem Jahr standen vom 24. Juli bis 10. August fast drei Wochen für die Durchführung des Pionierpokals in Bad Schmiedeberg der weiblichen Judokas zur Verfügung. Unter der Leitung der energischen Helga Seiler wurde eine gute Arbeit geleistet. Die Wettkämpfe zeigten, dass sich die Spitze der besten Bezirksauswahl-wahlmannschaften verbreitet hat und auch an Niveau gewonnen wurde. Die langfristig vorbereiteten Bezirksauswahlmannschaften dominierten dann auch klar und zeigten sich auch konditionell in guter Verfassung. So die Platzierungen in der Mannschaftswertung: 1. Bezirksauswahl Schwerin, 2. Cottbus, 3. Berlin und Suhl. In der Einzelwertung konnte sich die BSG Post Schwerin mit 24,5 Punkten auf den 1.Platz setzen sie verwies die BSG Luftfahrt und die SG Dynamo Schwerin auf die Plätze, wobei bei der Bezirkseinzelwertung auch Schwerin vor Berlin und Cottbus landeten.

26. August bis 11. September 1972 Olympiade in München

In München finden die XX. Olympischen Sommerspiele statt. Teilnehmende Mannschaften: 122, Anzahl der Sportler insgesamt 7 147 davon 1299 Frauen. Viele Sportarten werden im neuerbauten Olympiapark zu München ausgetragen. Die Judowettkämpfe finden vom 31.08. bis 09.09. in Ringer-Judo-Halle im Messegelände statt. In sechs Gewichtsklassen werden die Olympiasieger ermittelt, dies nun zum 2. Male und für ständig, denn Judo ist nun Olympisch. Schota Schochoschwili mit 22 Jahren der jüngste und überraschendste Olympiasieger, er kommt aus der UdSSR. Erste Medaille für die Judoka der DDR durch Dietmar Hötger im Weltergewicht, eine Bronze. Bei den Olympischen Spielen in München dominieren wie auch bei den vergangenen WM die Techniken Seoi-Nage (Gruppe), Uchi-Mata, O-Soto-Gari, O-Uchi-Gari, Tai-Otoshi und HaraGoshi. In den Bodentechniken machen sich Kesa-Gatame, Kami-Shiho-Gatame sowie Yoko-Shiho-Gatame am meisten wirksam

Nun die Leichtgewicht bis 63,0 kg Takao Kawaguchi Japan
1. Platzierten: Weltergewicht bis 70,0 kg Toyokazu Nomura Japan
Mittelgewicht bis 80,0 kg Shinobu Sekine Japan
Halbschwergewicht bis 93,0 kg Schota Schochotschwili UdSSR
Schwergewicht +93,0 kg Wilhelm Ruska Niederlande
Offene Klasse Wilhelm Ruska Niederlande.

08. /09. 09. 1972 Internationales Mannschaftsturnier in Wroclaw Polen

Am 8. und 9. September 1972 veranstalte der AZS Wroclaw ein internationales Mannschaftsturnier für Senioren, das eine sehr starke Besetzung aufzuweisen hatte. 16 Mannschaften aus vier Ländern (CSSR,SFR Jugoslawien, VR Polen, DDR) kämpften um eine wertvolle Kristallvase, die am Ende der zwei Wettkampftage der Gastgeber, AZS Wroclaw, in Empfang nehmen konnte. Den zweiten Platz belegte die HSGHumb. Uni Berlin vor den drittplazierten TH Karl Marx Stadt und Jicin (CSSR).

Oktober 1972 Internationales Studententurnier in Karl Marx Stadt

10Jahre Judo an der TH Karl Marx Stadt. Aus Anlass dieses Bestehens der Sektion Judo an der Technischen Hochschule Karl Marx Stadt veranstaltete die Fachgruppe Judo ein internationales Studententurnier unter Teil-nahme von AZS Wroclaw und Academic Sofia. Im Mannschaftsturnier erlebten die 400 Zuschauer–insbeson-dere Studenten waren der intensiven Werbung gefolgt - äußerst spannende Kämpfe, die bis zum Finale andau-erten. Dort standen sich AZS Wroclaw und die TH Karl Marx Stadt gegenüber. Die K.-M.- Städter siegten durch Reißner und Meyer, während die Judoka aus Wroclaw im Halbmittel -, Halbschwerund Schwergewicht erfolg-reich waren.

Oktober 1972 Auszeichnung für verdienstvolle Sportfunktionäre

Nach den Olympischen Spielen wurden für die Bronzene Olympiamedaille im Judo der Weltergewichtler Dietmar Hötger und der Trainer Gerd Schneider beide vom SC Dynamo Hoppegarten ausgezeichnet.Dietmar Hötger mit dem Titel „Verdienter Meister des Sports“ und Gerd Schneider mit der „Verdienstmedaille der DDR.

14. und 15. Oktober 1972 : Werner Seelenbinder Gedentturnier in Berlin

128 Judoka ehrten aus Anlass des 28. Todestages des unerschrockenen Widerstandskämpfers „Werner Seelenbinder. So fand am 14. Und 15. Oktober 72 in der Trainingsstätte der BSG Rotation Berlin, der Gormannstraße dieses Gedenkturnier der 14- bis 18jährigen Judoka unseres Verbandes statt. Bei 128 Teilnehmern war das Feld nicht so stark besetzt wie 1971 bei den 230 Teilnehmer zu Ehren WernerSeelenbinder gekämpft hatten

Hier die Sieger
Leichtgewicht: 1. Platz Bengsch SC Dynamo Hoppegarten
Halbmittelgewicht: 1. Platz Lahr SC Dynamo Hoppegarten
Mittelgewicht 1. Platz Heinke Sportclub Leipzig
Halbschwergewicht: 1. Platz Fritzsche Sportclub Leipzig
Schwergewicht: 1. Platz Lüttkus SC Dynamo Hoppegarten

21. Oktober 1972 Tagung der EJU in Wien

Am 21.Oktober 1972 fand in Wien/Österreich eine Tagung der EJU über die Entwicklung des Frauenjudo in Europa statt. An dieser Tagung nahmen neben dem Vorstand, der vollzählig vertreten war, 10 Länder teil(Belgien, BRD, CSSR, DDR, Frankreich, Österreich, Schweiz, Italien). Als Gast wurde der Präsident derIJF Herr Charles Palmer, herzlich begrüßt. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass sich die Mehrheit für die Entwicklung des Wettkampfjudo für Frauen aussprach. Darüber hinaus sollten vielfältige Aktivitäten von den Ländern eigenverantwortlich gefördert werden. Im Ergebnis der Tagung wurde festgelegt,dass der Vorstand der EJU diese Tagung auswertet und einen Frage-bogen in Umlauf setzt, der vonFrankreich erarbeitet wurde, um die Erkenntnisse zu vertiefen und dem Kongress 1973 konkrete Vorschläge zur Beschlussfassung zu unterbreiten. Sportsfreundin Köppe informierte über den Entwicklungsstand des Frauenjudo in der DDR über die Aktivitäten des DJV der DDR. Die Darlegungen wurden mitgroßer Aufmerksamkeit aufgenommen.

2. /3. 12. 1972 DDR-Meisterschaften in Riesa der Frauen und weibliche Jugend

DDR-Meisterschaften der Frauen und weiblichen Jugend in Riesa Bezirk Dresden. Die Veranstaltung fandin der Sporthalle der Greifzu-Straße. Verantwortlich für die örtliche Organisation war der Sportsfreund Peter Karl welcher mit seinem Kollektiv die Meisterschaften hervorragend organisierten. Das Kampfgericht unter der Leitung des Sportsfreundes Herbert Ehrlich tat sein übriges. Teilnehmer waren die Bezirksmeister und DDR-Meister des Vorjahres, Bedingung Träger ab IV. Kyu aufwärts. Zu erwähnen ist der gesellige Abend welcher bei allen Meisterschaften der Frauen und weiblichen Jugend bei Tanz und sehr guter Laune nach den Frauenmeisterschaften stattfand dies trug unwahrscheinlich zur Kollektivbindung bei. Hier nun die Auswertung der Sektionen bei der wbl.-Jugend: 1.Dynamo Brandenburg, 2. Lok Leipzig und 3. Dynamo Schwerin und 4. Dynamo Weimar. Bei den Frauen: 1. HSG Humb. Uni Berlin, 2. Dynamo Rathenow, 3. Dynamo Sömmerda und 4. Motor Dresden Niedersedlitz. Bezirkswertung weibliche Jugend: 1. Potsdam,2. Leipzig, 3. Halle und 4. Schwerin. Bezirkswertung bei den Frauen: 1. Potsdam, 2. Leipzig, 3. Berlin und 4. Dresden.


13. bis 19. Dezember 1972 Internationales Turnier in Vilnus (Litauen)

Vom 13. Bis 19.12.72 weilte die Clubmannschaft des SC Dynamo Hoppegarten in Vilnius der Hauptstadt der Litauischen SSR, um an einem internationalen Judoturnier zu Ehren des 50. Jahrestages der UdSSR teilzunehmen. Es waren keine weiteren internationalen Gäste dabei, so dass es zu einer sehr freundschaftlichen Auseinandersetzung kam. In der Besetzung Arndt, Bech, Hoffmann, Lorenz und Zuckschwerdt gewann der SC Dynamo 4:1 bzw. 3:1 gegen die erste und zweite Mannschaft von Vilnius. Die zweite Mannschaft des SC Dynamo Hoppegarten mit Arndt, Friedrich, Kohl, Schulze und Klose kämpfte 1:1 Unentschiedengegen die zweite Mannschaft von Vilnius und besiegte die erste mit 3:2. Im anschließenden Einzelturnierbesiegten Bech und Hoffmann alle ihre Gegner und in der Klasse Alle Kategorien siegte Schulze vor Lorenz und Zuckschwerdt.

1973

21. Januar :Schwerin Internationales Jugendturnier statt

Zum Jahresauftakt fand am 21. Januar 1973 in Schwerin die erste internationale Jugendveranstaltung mit Sportlern aus  sechs soz. Ländern statt. Am Start waren die Vertreter der UdSSR, VR Bulgarien, VR Polen,VR Ungarn, CSSR und DDR sowie eine Bezirksauswahl des Bezirkes Schwerin. Das Turnier sollte zeigen bzw. Aufschluss geben, welches Leistungsvermögen die jugendlichen Teilnehmer in der Vorbereitung auf die EM 1973 haben. Wenn man die Platzierungen insgesamt betrachtet, kommt man zu der Schlussfolgerung,dass die Sportler der UdSSR am weitesten in der Vorbereitung sind und dieses deutlich mit vier ersten Plätzen unter Beweis stellten.


27. Januar 1973 ; Internationales Turnier in Paris (Frankreich)

Ein halbes Jahr nach den OL-Spielen von München, am 27. Januar 1973, traf Europas Elite auf Nippons Vertreter im ausverkauften Coubertin-Stadion. Von Europas Medaillengewinner der OL-Spiele waren anwesend: Mounier (Frankreich), Zajkowski (VR Polen), Coche (Frankreich), Barth (BRD), Starbrook (Großbritannien), Parisi (GBR) und Onaschwili. Von Japans Medaillengewinner ging nicht einer an den Start.Japan brachte ein völlig neues Aufgebot nach Paris. Aufgabe dieser Mannschaft war es, alle ersten Plätze mit nach Hause zu bringen und einen hervorragenden Eindruck zu hinterlassen. Bis auf das Halbmittelgewicht in der Zajkowski Polen Sieger wurde, konnten dann auch die Japaner siegreich sein. Mit einer Silber durch Krüger und einer Bronze durch Schulz konnten die DDR-Vertreter nur zwei Medaillen erringen.


3. Februar 1973 III. Juniorenmeisterschaften des DJV der DDR

Am 3. Februar 1973 standen sich die besten Junioren des DJV der DDR in Berlin, im Kultursaal des VEB Bergmann-Borsig, gegenüber. Bei diesen Titelkämpfen ging es nicht nur darum, Meister unserer Republik in der Juniorenklasse zu werden, sondern es wurden auch die Fahrkarten für die EM in Ostende/ Belgien vergeben. Zusammenfassend kann man einschätzen: - Noch nie hatten wir eine so hohe Beteiligung bei den Meister schaften der Junioren.  - Noch nie hatten sich die einzelnen Vertretungen der Bezirke so intensiv auf die Titel-kämpfe vorbereitet. - Noch nie war das Niveau so hoch bei den Titelkämpfen, keiner der Semi- oder Finalkämpfe ging über die volle Kampfzeit. - Nicht immer sahen unsere Judoka aus den Leistungszentren überzeugend gegen Sportsfreunde aus den  BSGn aus siehe die Überraschung im Leichtgewicht , Dieter Kotyczka von der BSG Aufbau Schwedt  Trainer Gru-schinski  konnte Andreas Zakrewski mit einem herrlichen Uchi-Mata links auf die Matte  legen. - Bei einer Reihe von Aktiven aus den Leistungszentren war das Niveau (Risikobereitschaft, Einsatzbereitschaft und tak-tische Reife) unbefriedigend. - Nach wie vor bleiben viele Fragen für die Besetzung der zukünftigen Natio-nalmannschaft offen.

09. bis 11. 02. 1973 Internationales Turnier in Tbilissi (UdSSR)

Wie in jedem Jahr, so nahm auch im nacholympischen Jahr eine kleine DDR-Delegation am internationalen Judoturnier vom 9. bis 11.02. 1973 in Tbilissi teil. Neben den Gastgeber UdSSR, hatten weitere zehn Länder ihre Meldungen für diesen interessanten Test vor den EM 1973 abgegeben: die KVDR, Kuba, VR Polen, VR Ungarn, VR Bulgarien, BRD, Österreich und die DDR. Mit Yong Ik Kim, Zajkowski, Nowikow, Schochoschwili und Onaschwili waren Medaillengewinner von München dabei, die aber alle ihre Bezwinger fanden. Wir starteten ohne Leichtgewichtler und dafür mit zwei Halbmittelgewichtlern. Nach dem Ausfall von Werner (ASK) und Schulz (SCL) durch Grippe, hätte auch kaum ein anderer DDR-Leichtgewichtlerin Tbilissi eine Chance gehabt. Mit zwei dritten Plätzen für Fehre und Lorenz beide SC Dynamo Hoppegarten waren die Medaillenausbeute erschöpft.

03. März 1973 Internationales Frühjahrsturnier in Potsdam

Am 03. März 1973 trafen sich 75 Judoka aus neun Ländern in Potsdam zum traditionellen Frühjahrsturnier des DJV der DDR, um ihre Kräfte zu messen. Potsdam schon oft Austragungsort solch hervorragend besetzter internationaler Turniere, war auf seine Gäste gut vorbereitet, die ausgezeichnete Wettkampf- und Aufenthalts-bedingungen fanden. Folgende Länder waren hier vertreten: CSSR, VR Polen, SR Rumänien, Mongolische VR, Kuba, VR Bulgarien, Österreich, Frankreich und der DDR. Die Judoka der DDR zeigten sich ihren Konkuren-enten durch die Erringung von vier ersten Plätzen deutlich überlegen. Nur den dreifachen Europameister und Bronzemedaillengewinner bei den letzten OL-Spielen, Mounier (Frankreich), gelang es im Leichtgewicht den DDR-Vertretern den ersten Platz streitig zu machen.


10. bis 11. 03. 1973 Europameisterschaft der Jugend und Junioren in Ostende (Belgien)

Am 10.-11.03.1973 fanden die EM der Jugend und der Junioren männlich in Ostende/Belgien statt. Mussten wir in Judo 6/72 im EM-Bericht anführen, dass nichts erfreuliches über die Ergebnisse der Junioren  zu berichten sei, so sind doch die damaligen anschließenden Voraussagen in Erfüllung gegangen, daß bei langfristiger Vorberei-tung unserer Junioren in Zukunft bei bedeutenden Höhepunkten bessere Leistungen erreicht werden. Platzierungen unserer Junioren: Europameister im Halbmittelgewicht wird Günter Krüger SC Dynamo Hoppe-Hoppegarten. Vizeeuropameister im Halbschwergewicht wird Hans-Joachim Schultz, SC Dynamo Hoppegarten und Bronzemedaillen gehen an Ingolf Lahr und Matthias Karl beide SC Dynamo Hoppegarten. Mit einer Silbermedaille bei der Jugend durch Andre Gerdes (SC Dynamo Hoppegarten) kann mit dem Abschneiden nicht ganz zufrieden sein.


15.März 1973 Internationales Turnier in Budapest (Ungarn

Judoka aus sieben Nationen, darunter drei Medaillengewinner der OL-Spiele 1972 sowie zahlreiche Europameister und Platzierte stellten sich am 15. März 1973 in Budapest zum Wettkampf Die DDR war mit fünfKämpfern am Start. Friedrich und Kohl, die Sieger beim internationalen Turnier in Potsdam, bildeten den Kern der Mannschaft. Mit von der Partie waren die Mittelgewichtler Bech und Hoffmann sowie Schulze im Schwer-gewicht. Alle drei letztgenannten Judoka enttäuschten und spielten keine Rolle beim Kampf um Medaillenplätze. Frank Michael Friedrich wurde dritter in seiner Klasse, nachdem er Deli (VR Ungarn) mit Ippon, Lomas (Kuba) mit Kinsa, Gautier (Frankreich) mit Ippon besiegte und gegen den Bronzemedaillengewinner von München Novikov (UdSSR) mit Waza-ari verlor. Rainer Kohl konnte durch seinen zweiten Platz bei diesem Turnier seine gewachsene internationale Stärke wiederum nachweisen.

16. -18. März 1973 3. SKDA-Meisterschaften in Moskau (UdSSR)

Vom 16. Bis 18. März 1973 fanden in Moskau die 3. SKDA-Meisterschaften der  Armee-Judoka statt. Die 1. SKDA-Meisterschaften fanden 1962 in Dresden statt., bei der drei Titel an die UdSSR und einer an die DDR durch Sportfreund Niemann ging. Die 2. SKDA-Meisterschaft 1971 in Pjöngjang, in der KVDR, brachten vier Titel für die UdSSR und zwei für die KVDR. 1973 in Moskau erkämpfte der ASK: Eine Goldmedaille durch R. Hendel im Halbmittelgewicht. Vier Bronzemedaillen durch K.-H-Werner im Leichtgewicht, Bernd Look imMeisterschaften wurden im Sportzentrum von ZSKA Moskau ausgetragen. Bei allen Veranstaltungen war Mittelgewicht, Horst Leupold im Mittelgewicht und Rüdiger Hollstein im Halbschwergewicht. Die SKDA die Halle ausverkauft. An den Meisterschaften beteiligten sich die Armee-Judoka der VR-Polen, VR-Bulgarien, VR Ungarn, der CSSR, der DDR, der UdSSR der KVDR und der MVR.

31. März 1973 und 1. April Deutsche Meisterschaften der B-Jugend in Hettstedt

Am 31.03. und 01.04. 1973 fanden in Hettstedt die diesjährigen Meisterschaften der Jugend B statt Am ersten Wettkampftag kämpften die Gewichtsklassen 40 bis 60 kg. Alle Funktionäre waren sich am ersten Abend einig, dass zwar mit großem Elan gekämpft wurde, aber im allgemeinen keine Überraschungen zu sehen waren. Hier die erstplatzierten und die Teilnehmerzahl: 40 kg 17 TL. 1.Hans-Herbert Luderer (TSG Rodewisch), 45 kg 16 TL. Alfred Wesolek (Medizin Eisenhüttenstadt), 50 kg 23 TL. 1.Joachim Zäske (SC Dynamo Hoppegarten, 55 kg 18 TL. Achim Schott (SC Leipzig), 60 kg 18 TL. 1. Mario Elsholz (SC Dynamo Hoppegarten), 65 kg 20 TL. 1. Frank Jochmann (SC Dynamo Hoppegarten), 70 kg 18 TL. 1. Rolf Kopsicker (SG Dynamo Schwerin), 80 kg 16 TL. 1. Lutz Enderlein (SC Leipzig) und + 80 kg 17 TL. Dieter Moch (SC Dynamo Hoppegarten).

14. April 1973 Internationales Turnier in Warschau (Polen)

Am 14. April fand in Warschau ein internationales Turnier mit sieben Ländern statt. Hier die Erstplatzierten:Leichtgewicht Werner (DDR), Halbmittelgewicht: Dörbrandt (BRD) 2 und 3. Platz an Friedrich und Fehre DDR), Mittelgewicht: Adamczyk (VR Polen), 3. Platz Hoffmann (DDR), Halbschwergewicht: Dietmar Lorenz (DDR) 3. Plätze Kohl und Stock (b. DDR), Schwergewicht: 3. Platz Weber (DDR)


14. /15. 04.1973 Deutsche Meisterschaften der A-Jugend in Bad Blankenburg

Am 14. und 15. April 1973 fanden in Bad Blankenburg die diesjährigen Meisterschaften der Jugend A (Jahrgänge 1955/56) statt. Die Veranstaltung, die vom BFA Gera unter der bewährten Leitung des SportfreundesWilibald Serbser wie immer ausgezeichnet vorbereitet und durchgeführt wurde, stand ganz im Zeichen der Sportler des Jahrganges 1956 und gab einen guten Auftakt für die X. Weltfestspiele der Jugend und Studenten; in Berlin. Zum allgemeinen Leistungsstand: Bei der Jugend A, von den Ergebnissen und den Leistungen her be- trachtet, hinterließ die 65 kg-Klasse den schwächsten Eindruck. Viele Kämpfe (68%) wurden aus Mangel an technischer Perfektion und Risikobereitschaft nur verhältnismäßig knapp entschieden. Man hatte von diesem Limit, mit ca. 30% der Teilnehmer aus unseren Clubs, mehr erwartet. Die anderen Gewichtsklassen zeigten steigende Tendenzen wobei das Halbschwergewicht die hervorragendsten Einzelleistungen bot. Zusammen-fassend kann festgestellt werden dass in allen Klassen mit Elan gekämpft wurde, aber die Wirksamkeit der angewandten Techniken, besonders in Hinblick auf das Trainings- und Lebensalter der Jugend A, auf keinen Fall ausreichend war. Bis auf das Schwerge- wicht Peter Freier (BSG Post Schwerin) gingen alle DDR-Meister an Clubsportler.


13. bis 16. April 1973 Internationales Turnier in Vlaardingen (Holland)

Eine kleine Delegation des DJV der DDR nahm vom 13. Bis 16. April 1973 an einem internationalen Judoturnier des Niederländischen Judo-Bundes in Vlaardingen bei Amsterdam teil. Neben der gesamten Spitzenklasse des Gastgeberlandes war die BRD mit einer kompletten Mannschaft und Frankreich beteiligt. Für den DJV der DDR starteten im Halbmittelgewicht Dietmar Hötger und Günter Krüger, im Mittelgewicht Bernd Look und Jochen Bech sowie im Schwergewicht der neue DDR-Doppelmeister Wolfgang Zuckschwerdt. Mit zwei 1. Plätzen und drei dritten Plätze war die Ausbeute recht erfolgreich.

12. Mai 1973 Kongress der EJU in Madrid (Spanien)

Kongress der EJU findet vor der EM in Madrid/Spanien am 12. Mai 1973 statt. Es kommt zur Abwicklung von mehr als 19 Punkten. Besonders die Aufnahme neuer Assoziationen wie Malta und Zypern. Es gibt nun 31 Mit-gliedsländer. Weiterhin wurden Verbesserungen im Kampfrichterwesen beschlossen. Und vieles mehr zu erlesen im Judoheft 7/73 S. 7/8 von Heinz Kempa.


10. -14. Mai 1973 Europameisterschaften der Männer in Madrid (Spanien)

Die 22. EM der Senioren fanden vom 10.-14.05.1973 in Madrid/Spanien statt. Madrid, schon 1965 Gastgeber der europäischen Judoka, war auch in diesem Jahr hervorragend auf diese Titelkämpfe vorbereitet. Die ca. 200 teilnehmenden Aktiven konnten sich voll auf ihre Auseinandersetzungen auf den Matten konzentrieren, ohne sich über Mängel in der Organisation ärgern zu müssen. Für unsere DDR starteten im Leichtgewicht: Karl Heinz Werner, Halbmittelgewicht Dietmar Hötger und Frank Michael Friedrich, Mittelgewicht: Bernd Look und Joachim Bech, Halbschwergewicht: Uwe Stock und Dietmar Lorenz und SchwergewichtWolfgang Zuckschwerdt. Wie schon 1965 erreichten unsere Judoka auch diesmal in Spanien großartigeErfolge. Es scheint so, dass uns das Madrider Pflaster besonders gut bekommt. Einmal Gold durch Dietmar Hötger (SC Dynamo) und viermal Bronzemedaillen durch die Sportsfreunde Werner, Look (beide ASKVorwärts Frankfurt) sowie Lorenz und Zuckschwerdt (beide SC Dynamo Berlin).

21. bis 24.06. 1973 Weltmeisterschaften in Lausanne (Schweiz) der Männer)

Vom 21. bis 24.06.1973 fanden in Lausanne/Schweiz die Weltmeisterschaften der Senioren statt. Japans Judoka feierten einen Triumph nach dem anderen. Alle sechs Weltmeistertitel holten sie sich wieder in ihre Heimat zurück. Seit 1961 als Anton Geesink zum ersten Mal in der Geschichte des Judo den Japan durch die Erwerbung des WM Titels eine schwere Niederlage beifügte, mussten die Japaner bis zu den dies ährigen WM warten, um wieder in den Besitz aller Titel zu kommen. Japan, UdSSR und DDR erfolgreichste Länder der Welttitelkämpfe 1973 in Lausanne/Schweiz. So konnte die DDR ein Silber durch Dietmar Hötger SC Dynamo Hoppegarten und dreimal Bronze durch die Sportfreunde Look ASK, Lorenz SC Dynamo und Zuckschwerdt SC Dynamo erringen.

20. 06. 1973 Kongreßtagung aus Anlass der WM 73

Aus Anlass der WM 1973 fand eine ganze Reihe von Tagungen und Kongresse statt: a)Tagung der Sportkommission der IJF, an der unser Präsident Horst Wolf teilnahm und die EJU vertrat. b) Ein Ärzteposium der IJF,an der unser Verband durch Dr. Gerhard Lekszas vertreten war. c)Der Sonderkongress der EJU, Teilnahme vom DJV, Heinz Kempa. d)Kongress der IJF, Teilnehmer vom DJV Horst Wolf und Heinz Kempa. Als Überblick gebe ich zunächst die Tagesordnung zur Kenntnis, um danach die wichtigsten Ergebnisse zusam-men zu fassen zu können.

Tagesordnung: - Sonderkongress der EJU Tagesordnung des IJF-Kongresses

1. Prüfung der Vollmachten 1. Bestätigung des Protokolls von München 1972
2. Fragen, die sich daraus ergeben
 2. Eröffnung des Kongresses 3. Benennung der Rechnungsprüfer
 3. IJF-Kongreß 1973 - Beratung 4. Neuaufnahmen
  der Tagesordnung
 4. Mandate 2. Und 3. Vizepräsident    
 5. Anträge der Mitgliedsförderationen   5. Statuten, Sportcode, Wettkampfregeln
  6.Verwendung von Zeichen, Abzeichen usw.  6. Finanzen - Finanzlage
 7. EJU-Kalender 1973/74   Entscheidung über Länder mit
  Beitragsrückständen
  Beiträge
 7. Weltmeisterschaften und Olympische Spiele
  1974 keine
  1975 Wien/Österreich
  1976 Montreal/ Olympische Spiele
  1977 Taiwan
  1977 Taiwan
 8. Berichte des Präsidenten/
  /Schatzmeisters/der
  Generalsekretär
  Sportdirek-
  toren/Rechnungsprüfers/Vizepräsidenten
 9. Entlastung des Vorstandes
 10. Wahlen: - Generalsekretär - Schatzmeister
  - stellv. Sportdirektor
 11. Bericht der Sportkommission
 12. Bericht der Kampfrichterkommission
  13.Bericht über die Beziehungen zur G.A.I.F.
 14. Vorschläge der Mitgliedsländer
  Zum Sonderkongress der EJU
  Von den 31 Mitgliedsländern der EJU waren 21    Die Amtszeit der 2.und 3. Vizepräsidenten wurde
  um 1 Jahr auseinandergesetzt. Durch Losend-
  Sportfreund Wolf berichtete über die
  Ergebnisse   scheidstellt sich Kurt Kucera (Österreich) zuerst
  zur Wiederwahl.
  der Tagung der Sportkommission der IJF (Wett- 
  Kampfsystem / Offene Anzeige / Sone-Mama /   es ist verboten, offizielle Zeichen, Abzeichen,
  Bestrafung wegen Inaktivität usw.). Siehe Ergeb-nisse IJF-Kongress.   Plakate und Motive der EJU bzw. von Veran-
    staltern zur EM zu übernehmen, ohne die Zu-
  Die WM-Veranstaltungen sollen zu folgenden   stimmung des Urhebers einzuholen.
  Terminen stattfinden:   Die nächsten EM der Senioren finden am 5./6.
  20.Oktober 1975 - Medizinisches Symposium   Mai 1974 in London statt.
  21.Oktober 1975 - EJU-Kongress   Als europäischen Vorschlag für die Gewichts-
  22.Oktober 1975 - IJF Kongress   Klassen einigte man sich auf folgende Gewichts-
  23.Oktober 1975 Schwer- u. Halbschwer   klassenbegrenzungen:
  24.Oktober 1975 - Mittel u. Halbmittelgewicht    -58 kg/58 kg -63 kg 63 kg -70 kg/ 70 kg - 79 kg/
  25.Oktober 1975 - Leicht- und Alle Kategorien   79 - 90 kg / 90 - 103 kg/ über 103 kg und
  Alle Kategorien.
  Ab 01.01.1974 treten in der IJF folgende
  IJF-Kongress
  59 Länder waren auf dem Kongress vertreten.   Änderungen in Kraft
  Heinz Kempa wurde als Rechnungsprüfer von der EJU benannt und bestätigt.   Das „Sone-Mama“ wird im Ne-Waza abge-
    schafft. So lange noch ein Körperteil eines
  Neuaufnahmen:    Kämpfers die Gefahrenzone berührt, wird
  Von der EJU: Malta und Zypern   der Bodenkampf weitergeführt. Ist dies nicht
  Afrikanische JU: Nigeria und Niger    mehr gegeben, wird in jedem Fall der Kampf
  Ozeanische JU: Keine    unterbrochen und er wird im Stand im Zentrum
  Asiatische Ju: Mongolische VR und Pakistan    der Wettkampffläche wieder fortgeführt.
  Es wird ein Handbuch der IJF herausgegeben,
  mit den Statuten, Geschäftsordnung für den   Alle erzielten Wettkampfresultate (Kinsa, Waza-
  Kongress der IJF, Sport- und Organisations-    Ari-Nishikai-Waza, Waza-ari, Ippon) sollen
  Codex der IJF und der Vergabe der Kampfrichter lizenzen.   durch den Mattenleiter angesagt werden.
    Das bestehende Wettkampfsystem wurde da-
  In den bestehenden Texten wurden folgende    durch modifiziert, dass die Kämpfer, die sich
  Änderungen vorgenommen:    aus den Gruppen A und B direkt durchsetzen,
  Die Wettkampffläche soll in zwei Zonen unter-   um Platz 1 und 2 kämpfen. Die Sieger der
  teilt sein. Die Trennungslinien zwischen zwei    Hoffnungsrunden werden Dritte.
  Zonen soll durch eine 1-m Breite rote Gefahren-    Die Einführung von mehr Gewichtsklassen
  Zone gekennzeichnet werden.   wurde abgelehnt.
  Die Fläche außerhalb der roten Gefahrenzone   Wahlen:
  wird als Sicherheitsfläche bezeichnet und darf   Generalsekretär der IJF - Zur Wahl stellten
  nicht weniger als 2,5 m betragen.   R. Delforge (Belgien) - 24 Stimmen und de la
  Zur Behandlung einer Verletzung stehen dem     Fuente (Spanien) - 35 Stimmen. Somit wurde
  Kämpfer maximal 5 Minuten Pause zur Ver-   Herr de la Fuente Generalsekretär der IJF
  fügung.   Schatzmeister der IJF - gewählt per Akkla-
  Medizinische Fragen, insbesondere Doping,    mation R. Delforge/ Belgien. Stellv. Sport-
  wird im Sportkodex gesondert aufgenommen.    Direktor der IJF - Nauwelaerts de Age/Nieder-
  lande.
  Das waren die wichtigsten Endscheidungen
  des Kongresses. Zu den notwendigen Verände-
  rungen, die unsere WKO betreffen, wird durch
  das Präsidium ein besonderer Beschluß gefasst.
 

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                          
22. Juli bis 12. August 1973 Pionierpokal in Bad Schmiedeberg

Die diesjährigen Mannschafts- und Einzelwettkämpfe um den Pionierpokal wurden vom 22. Juli bis 12. August 1973, wie in den Jahren zuvor, im Zentralen Pionierlager „Karl Marx“ in Bad Schmiedeberg ausgetragen. Es gab im allgemeinen ausgeglichene Kämpfe, wobei der schönste und wohl auch dramatischste Mannschaftskampf, der zweimal ausgetragene Finalkampf war. Im ersten Finalkampf trennten sich die Bezirke Berlin und Frankfurt 5:5 (40:40). Bei der Wiederholung waren es besonders beim Bezirk Berlin in den zwei unteren Gewichtsklassen die Sportsfreunde Sanders und Schroll, die durch Ehrgeiz und Kampfgeist die Scharte der Niederlage des ersten Vergleichs ausmerzen wollten und das eindeutig schafften. Die Jungen aus dem Bezirk Frankfurt verloren den zweiten Finalkampf klar mit 8:2. Nun die Platzierungen der Mannschaften: 1.Bezirk Berlin, 2. Bezirk Frankfurt, 3.Bezirk Magdeburg. In der Einzelwertung der Bezirke zum Pionierpokal sah dieses folgender Maßen aus: Schüler A: 1. Bezirk Karl Marx Stadt, 2. Bezirk Frankfurt, 3. Bezirk Potsdam, 4. Bezirk Schwerin Schüler B: 1. Bezirk Erfurt, 2. Bezirk Frankfurt, 3. Bezirk Schwerin, 4. Bezirk Magdeburg Die Siegerehrung fand am 10. August 1973 im Schwimmbad statt und wurde durch ein imposantes Feuerwerk abgeschlossen.

August 1973 Pionierpokal der weiblichen Schüler

Auch der Pionierpokal der Mädchen des Jahres 1973 brachte eine weitere Verbesserung zu den Vorjahren. Erstmals wurde der Pokal innerhalb eines Mannschaftsturniers der Bezirksauswahlmannschaften ausgetragen und anschließend die Einzelbestenermittlung durchgeführt. Die Austragung als Mannschaftsturnier und Einzel-bestenermittlung im KO-System mit Hoffnungsrunde ermöglichte eine straffe Wettkampfdurchführung innerhalb von vier Tagen. Die ausgeglichenen besetzte und bestens vorbereitete Schweriner Bezirksauswahl konnte den im Vorjahr errungenen Pionierpokal verteidigen. Erfreulich groß war die Ausgeglichenheit der Bezirke, so daß knappe Mannschaftsergebnisse an der Tagesordnung waren. Die größten Verbesserungen gegenüber den Vor-jahren konnten dabei die Bezirke Frankfurt und Potsdam nachweisen. Dagegen ist in den drei Südbezirken Gera, Erfurt und Suhl die Unterstützung durch die BFA unbedingt zu verbessern. In der Einzelbewertung blieb Berlin mit vier ersten Plätzen am erfolgreichsten. Überraschend gingen zwei erste Plätze an die BSG Stahl Finow, hier wird es sicher Auftrieb für die Arbeit auf dem Pioniersektor geben.

Zweite Hälfte August 1973 Internationaler Mannschaftskampf in Berlin mit Japan`s Studenten

Zum zweiten Male weilte eine offizielle Auswahlmannschaft des japanischen Judoverbandes in der DDR. Der DJV der DDR war gut beraten, diese japanische Mannschaft zu einem Vergleichskampf mit unserer Nationalmannschaft eingeladen zu haben. Obwohl die Studentenauswahl vielleicht nicht ganz die Stärke wie die Nationalmannschaft Japans hatte, so war sie doch ein echter Gradmesser dafür, inwieweit die Judoka der DDR seit der letzten Begegnung 1971 sich weiterentwickeln konnten. Mit Weltmeister 1971 und 1973 Fuji, 4. Dan (23), Vizeweltmeister 1972 Uemura 4. Dan (23), Sambo-Weltmeister Kawabata, 4. Dan (21) und den japa-nischen Studentenmeistern Iwata 3. Dan (21), Kashiwazaki, 3.Dan (21), Katsuki, 3. Dan (19), Sasaki 4. Dan (25) und dem japanischen Juniorenmeister Isobe 3. Dan war die Mannschaftrepräsentativ genug, um unsere bei den WM 1973 so erfolgreichen Judoka auf ihre gewachsene Leistungsstärke zu testen. Diese Erste Begegnung ging an Japan mit 7:2, wobei der 2.Durchgang mit 6:2 an Japan ging. Insgesamt gewann Japan die Begegnung mit 13:2 und 107:32 Umsatzpunkten.

08. September 1973 Gewichtsklassenturnier in Budapest, bei Honved

Auf Einladung von Honved Budapest beteiligte sich der ASK Vorwärts Frankfurt/o an einem Gewichtsklassenturnier am 08.09.1973 in Siofok am Balaton. An dem Turnier beteiligte sich die gesamte ungarische Judospitze, zwei Clubs aus Jugoslawien und aus der DDR Ascota Karl Marx Stadt sowie der ASK Vorwärts Frankfurt. Die Beteiligung war besonders in den unteren Gewichtsklassen gut. Es starteten im Leicht: 32, im Halbmittel: 32, im Mittel: 34, im Halbschwer: 18 und im Schwer 12 Teilnehmer. Durch Bernd Look konnten wir nur einen 1. Platz erkämpfen, zweiter hier wurde R. Hendel (b. ASK Frankfurt.) Mit nur einen dritten Platz durch Bernd Kajuschke musste der ASK zufrieden sein.

22. September 1973 Internationales Gewichtsklassenturnier in Warschau (Polen)

Am 22.09. 1973 hatte der ASK Frankfurt den WKS Lotnik Warschau zu Gast. Es kam zu einem internationalen Gewichtsklassenturnier, an dem auch Judoka der ASG Preschen und vom SC Dynamo Hoppegarten teilnahmen. Es wurde in zwei Altersklassen gekämpft: Sieger der Senioren: -63 kg Werner ASK, -70 kg Hendel ASK, -80 kg Look ASK, und bis 93 kg D. Lorenz SC Dynamo. Bei den Junioren: -63 kg Lehmann ASK, 70 kg Luch-terhand ASK, -80 kg Sander ASK und -93 Ignaczak Lotnik. Zum Abschluss des Aufenthaltes von WKS Lotnik wurde ein Mannschaftsvergleichskampf durchgeführt. Jede Gewichtsklasse wurde doppelt besetzt. Hier die Mannschaftsergebnisse: 1. Durchgang: Lotnik = ASK : 2:6, 2. Durchgang: Lotnik = ASK: 3:5


06.Oktober 1973 Internationale Finnische Meisterschaften

Erstmalig besuchte eine Judomannschaft der DDR die finnische Metropole. Der finnische Judoverband hatte uns zu seinen internationalen finnischen Meisterschaften eingeladen. Zusätzlich wurde an unseren Verband der Wunsch herangetragen, mit der finnischen Mannschaft einen Länderkampf auszutragen. So fand einen Tag vor den internationalen finnischen Meisterschaften am 6. Oktober 1973, der erste Länderkampf DDR Finnland statt. Es war uns von vornherein klar, daß die finnischen Judoka nicht den Leistungsstand haben, um unsere Athleten ernsthaft zu fordern. Aus diesem Grunde ist das Ergebnis von 18:1 auch nicht verwunderlich und überzubewer-ten. Die einzige Niederlage in diesem Länderkampf kam auf das Konto unseres Mittelgewichtlers Gerhard Hoffmann, der kurzfristig im Schwergewicht eingesetzt wurde, da Wolfgang Zuckschwerdt durch Verletzung einen Tag vor der Abreise ausfiel. So gingen dann auch erwartet alle Einzelsiege bei den internationalen finnischen Meisterschaften an Judoka der DDR.

10.November 73 Ländermannschaftsturnier in Potsdam

Nach dem Länderkampf gegen Japan hatten wir erneut in einem Ländermannschaftsturnier am 10. November 1973 in Potsdam Gelegenheit, die Kampfstärke unserer Nationalmannschaft an den Vertretungen von Österreich, Belgien und der Niederlande zu prüfen. Durch das auch international stark beachtete Abschneiden der DDR-Judoka gegen die hervorragende japanische Studentenauswahl war unsere Mannschaft zum klaren Favoriten gestempelt. Die Ländermannschaften bestanden aus 10 Sportlern (je Gewichtsklasse doppelt besetzt). Im ersten Mann-schaftskampf gegen Österreich hatten wir offensichtlich Startschwierigkeiten. Für uns begann Werner, der sofort gegen Pionter mit Waza-ari im Hintertreffen lag, ehe er mit einer Würge gewann. Arndt kämpfte gegen Gerhard Jungwirth unentschieden. Hötger siegte klar mit Ippon gegen Reizeldorfer, aber Krüger hatte in derselben Ge-wichtsklasse alles aufbieten müssen, um gegen Sinkovits mit E:0 zu bestehen. Der Dritte der WM 1973 im Mittelgewicht, Bernd Look, verlor sogar seinen Kampf gegen Gerold Jungwirth. Es stand somit nach sechs Kämpfen nur 3:2 für die DDR. Erst Bech gegen Lischka, Lorenz gegen Aellig, Kohl gegen Hermann und Zuckschwerdt gegen Gangl sorgten durch Ippon für einen sicheren Sieg, an dem das Unentschieden zwischen Schulze und Pollak auch nichts mehr änderte. Im Mannschaftskampf gegen die Niederlande steigerten sich die DDR-Judoka beträchtlich und gewannen außer Look mit Waza-ari, alle Kämpfe mit einem vollen Punkt. Die Niederlande ging mit einer Nachwuchsmannschaft an den Start, die sicher langfristig auf internationale Höhepunkte vorbereitet werden soll. Den überlegenden Sieg konnten wir dann gegen Belgien mit 10:0 buchen. Gesamtmannschaftsergebnisse 1. DDR, 2. Österreich, 3. Belgien und 4. Niederlande.

13. und 14. 10. 73 Werner Seelenbinder Gedenkturnier in Berlin

Am 13. Und 14. Oktober 1973 fand in Berlin anlässlich des 29. Todestages von Werner Seelenbinder, der am 24. Oktober 1944 als einer der besten Söhne der deutschen Arbeiterklasse im Zuchthaus Brandenburg-Görden hingerichtet wurde, das Werner-Seelenbinder-Gedenkturnier der 14- bis 18jährigen Judoka statt. Das Turnier kam in der repräsentativen Dynamo-Sporthalle, die von den Funktionären des BFA Berlin würdig ausgestaltet war, zur Austragung. Damit hatte das Turnier den Rahmen erhalten, der Bedeutung dieser Veranstaltung und der hohen Teilnehmerzahl Rechnung trug. Leistungsstand der Teilnehmer: Der Leistungsstand der gestarteten Judoka ist, bedingt durch die unter-schied-liche Alterszusammensetzung der Sportler differenziert zu betrachten. So gelang es sechs Sportler des Jahr-ganges 1957 vordere Plätze zu erringen. Alle anderen Plazierten belegten, mit ganz wenigen Ausnahmen, Sport-tler des Jahrganges 1955. Hier die Einzelsieger: L: Steffen Harnisch SCL, HM: Ingolf Lahr SCD, M: Gerd Konietzka SCD, HS: Dieter Moch SCD, S: Reinhard Schäfer SCD.


23. bis 27. 10. 73 II. Internationales Turnier in Havanna (Kuba)

In der Zeit vom 23. Bis 27. Oktober 1973 wurde in Havanna das II. Internationale Judoturnier zu Ehren des Revolutionärs, Jose Ramon Rodriguez, durchgeführt. An diesem Turnier, das von unseren kubanischen Freunden vom INDER (Nationales Institut für Sport und Erholung in Havanna, im Range eines Ministeriums) vorbildlich organisiert wurde, beteiligten sich neben dem Gastgeber und einer Auswahl der DDR, Vertreter aus der UdSSR, CSSR, Ungarische Volksrepublik sowie aus Panama und Venezuela. Die Wettkämpfe wurden innerhalb eines großen Sportkomplexes, in einem Rundbau, der etwa 12000 Zuschauern Platz bietet, durchge-führt.


Platzierungen:
-63 kg 1.Platz Rodriguez, Kuba
2. Platz Aleman, Kuba
3. Platz Lizano Kuba
3. Platz de Nelson Kuba

Platzierungen:
-70 kg 1.Platz Krüger DDR
2. Platz Korejew UdSSR
3. Platz Herrera Kuba
3. Platz Tuma CSSR

Platzierungen:
-80 kg 1.Platz Look DDR
2. Platz Medina Kuba
3. Platz Azuy Kuba
3. Platz Besrukow UdSSR

Platzierungen:
-93 kg 1.Platz Lorenz DDR
2. Platz Batista Kuba
3. Platz Schultz DDR
3. Platz Tro Kuba

Platzierungen:
+93 kg 1.Platz Zuckschwerdt DDR
2. Platz Wokulenko UdSSR
3. Platz Ibanez Kuba
3. Platz Veitia Kuba

Platzierungen:
Open: 1.Platz Zuckschwerdt DDR
2. Platz Lorenz DDR
3. Platz Wlossow UdSSR
3. Platz Lizenko UdSSR

03. und 04. 11. 1973 Deutsche Meisterschaften im Judo der Frauen und weibliche Jugend

Zu einem Höhepunkt im Wettkampfleben unserer Judo-Frauen und - Mädchen gestalteten sich die DDR Meisterschaften am 3. und 4. November 1973 in Suhl. Die Wettkämpfe zeichneten sich insgesamt durchhohes Niveau aus. Die Techniken im Stand und am Boden waren stark verbessert. Rein äußerlich war das schon an der hohen Graduierung sichtbar. Die Wettkämpfe zeigten, daß unsere Spitze gegenwärtig nicht mehr von Einzelnen bestimmt wird, sondern es gibt Gruppen mit annähernd gleichen Leistungen. Daß sich trotzdem ältere und bewährte Kämpferinnen durchsetzen konnten, liegt vor allem an ihrer reichen Kampferfahrung. Besonders auffällig ist der Leistungssprung bei den Jugendlichen. Hier zahlt es sich aus, daß seit einigen Jahren kontinuierlich mit den Pionieren gearbeitet wird.

10. und 11. November 1973 Jugendwettkämpfe der Freundschaft in Bukarest (Rumänien)

Am 10. und 11. November 1973 fanden in Bukarest die Jugendwettkämpfe der Freundschaft der Jugend und Junioren statt. Bis auf die KVDR waren die gleichen Teilnehmerländer wie 1972 beteiligt. Für unsere Judoka gestaltete sich das fünfte Turnier der Freundschaft zu einem großen Triumph, denn erstmalig wardie DDR das erfolgreichste Land unter den neun teilnehmenden Nationen. Obwohl wir 1972 sieben Medaillen erkämpften und davon zweimal Gold, so lagen wir doch sehr weit hinter der UdSSR, die acht Medaillen davon fünfmal Gold, errang. Die Wettkampfstätte bot einer großen Zuschauerzahl Platz, die alle Begebenheiten auf der Matte aufmerksam und kritisch verfolgte. Der besondere Liebling des Publikums wurde von Kampf zu Kampf Wolf-gang Zernikow, der durch seine eindrucksvollen Siege alle Zuschauer restlos begeisterte. Die Sieger bei der Jugend waren L: Solymosi Ungarn, HM: Jochmann DDR, M: Lehmann DDR, HS: Dieter Moch DDR, S: Lutz Enderlein DDR. Bei den Junioren: L: Evghent UdSSR, HM: Spirow UdSSR, M: Harald Heinke DDR, HS: Wolfgang Zernikow DDR, S:Betanow UdSSR. Gesamtauswertung brachte die DDR mit 50,5 Punkten vor der UdSSR mit 33,0 Punkten und Ungarn mit 27,5 Punkten sowie Rumänien mit 26,0 Punkten auf den 1. Platz.


24. November 1973 FDJ Pokal in Frankfurt/Oder

Am 24. November 1973 fand in Frankfurt, in der würdig ausgestalteten Messehalle, die Austragung des FDJ-Pokals statt. Die Endkämpfe zeigten im Verhältnis zu 1972 ein wesentlich besseres technisches und käm-pferisches Niveau. Es gab durchweg schöne und spannende Kämpfe. Die Überraschung brachte das vorzeitige Ausscheiden der Mannschaft des ASK Frankfurt. Der ASK unterlag bereits im ersten Kampfgegen die Bezirksauswahl von Schwerin mit 1:4. Da Schwerin dann gegen den SC Dynamo Hoppegarten unterlag, gab es für den ASK kein weiterkommen. Zum Finalkampf: In der Gruppe A setzte sich, genauso wie in der Gruppe B, eine Clubmannschaft durch, wo-bei der SC Dynamo Hoppegarten wohl die gleichmäßig am stärksten besetzte Mannschaft zur Verfügung hatte und wohlverdient mit 3:1 über den SC Leipzig erfolgreich blieb. Es waren die gleichen Finalgegner wie 1972 und dazu noch das gleiche 3:1- Endkampfergebnis. Ergebnisse: 1. SC Dynamo Hoppegarten, 2. SC Leipzig, 3. Bezirk Rostock, 3. Bezirk Schwerin.


18. November 1973 DDR-Studentenmeisterschaften in Jena (Thüringen)

Nach den 1971 und 1972 vorausgegangenen DDR-Bestenermittlung für Studentinnen, erwarben sich diese Judoka 1973 auch endlich das Recht, DDR-Meisterschaften durchzuführen. Insgesamt bewarben sich 72 Studentinnen, nach den Qualifizierungskämpfen in den Universitäten, Hoch- und Fachschulen sowie in den Gruppen am 18. November 1973 in Jena um die ersten Studententitel im Judo. Man sah in allen Gewichtsklassen viele renommierte Teilnehmer der DDR-Meisterschaften des DJV von 1973, wie Karla Illgen(DHFK), Barbara Nebel (Dresden), Carmen Merkel (Merseburg), Elke Erbe (Greifswald), die vierfache DDR Meisterin Monika Müller sowie die beiden DDR-Vizemeister Margit Schröder und Margot Belger (alle Uni Berlin) u.a.


Dezember 73 Mannschaftsturnier in Hettstedt

Zum dritten Mal war der DJV Gast bei den rührigen Organisatoren in Hettstadt. Um es gleich vorweg zu nehmen, es war ein voller Erfolg. Einige Bezirksmeister, so z.B. Motor Wolgast, Rotation Berlin, ASG Leipzigund auch Dynamo Neubrandenburg vertraten als Bezirksmeister ihren Bezirk würdig. unverständlich ist, daß solche starken Bezirke wie Magdeburg und Potsdam nicht vertreten waren. Platzierung: 1. SC Dynamo Hoppegarten I vor 2. SC Dynamo Hoppegarten II  und 3. ASK Vorwärts Frankfurt und SC Leipzig.

Dezember 73 in Teltow; Internationales Jugendturnier

Insgesamt 100 Judoka aus Schwerin, Merseburg, Schönebeck, Berlin, Jüterbog, Rathenow, Zernsdorf, Teltow, Babelsberg und Potsdam beteiligten sich im Dezember 73 an einem internationalen Einzelturnier der Jugend der Jahrgänge 1956 und jünger, welches die HSG Wissenschaft Potsdam in Teltow veranstaltete und an dem auch zwölf Judoka aus Baja (Ung. VR) teilnahmen. Diese Judoka vom Bajaer Sportclub bestimmten eindeutig das Niveau in den Gewichtsklassen von 58 bis 85 kg.  Bei unseren Judoka waren besonders die Schnelligkeit und der z.T. fehlende Kampfgeist zu bemängeln. In der Mannschaftswertung, wozu die Platzierungen in den einzelnen Gewichtsklassen herangezogen wurden,

gab es folgende Reihenfolge:
1. Platz Baja Sportclub 49 Punkte
2. Platz HSG PH Potsdam 38 Punkte
3. Platz Dynamo Rathenow 35 Punkte
4. Platz Dynamo Merseburg  19 Punkte
5. Platz Lok Oranienburg 12 Punkte.
5. Platz Post Schwerin 12 Punkte

1974

6. Januar 1974 Nominierungsturnier zur Jugend EM in Frankfurt/Oder

Am 6. Januar 1974 begann für einen Teil unserer Jugend die Wettkämpfe des Jahres 1974. Fast 100 Judoka hatten sich im Sport- und Ausstellungszentrum Frankfurt eingefunden, um am ersten Nominierungsturnier in Neustrelitz und für die Jugend-EM teilzunehmen. Außer aus den drei Clubs waren Sportler aus neun Sport-gemeinschaften vertreten. Die Gewichtsklasse bis 50 kg wurde zusätzlich in die Veranstaltung aufgenommen, da es einige Sportler gab, die gewichtsmäßig zu weit unter dem 58 kg-Limit lagen. Hier belegte Kaulmann (ASK) souverän den ersten Platz. Hier nun die Sieger: Kaulmann, Menge, Schwan, Wittiber, Büchner und Mittag.


20. Januar 1974 Internationales Nachwuchsturnier in Neustrelitz

Am 20. Januar 1974 fand wie immer jeweils am Anfang des Jahres die erste internationale Nachwuchs Veranstaltung des DJV der DDR statt. Das Turnier wurde auf zwei Matten in der gut besuchten Dynamo Sporthalle in Neustrelitz ausgetragen. Es nahmen 80 Judoka aus der VR Polen, Frankreich, der CSSR, VR Bulgarien, Öster-reich, der SR Rumänien, Ungarische VR und der DDR teil. Die Aufgaben der Nachwuchsauswahl des DJV wurden unterschiedlich gelöst, das bedeutet, daß die Gewichtsklassen, in den unsere Sportler ganz vorn erwartet wurden, enttäuschten, währenddessen, wie z.B. die Sportler des Schwerge-wichts, angenehm überraschten. Es wurde nach dem bisherigen Modus gekämpft, wobei die DDR-Sportler weitgehendste auseinandergehalten wurden und theoretisch erst beim Kampf um den Einzug in das Halbfinale zusammen kommen konnten. Die Erstplatzierten auf einen Blick: Leicht: Btyszczyk Polen, HM: 1. Rabalnic Frankreich, M: 1. Lehmann DDR, HS: 1. Moch DDR, S: 1. Salade Frankreich.

2. Februar 1974 4. Internationale Turnier in Paris

Am 2. Februar 1974 traf sich die Weltspitze im Judo in Paris, um zu testen, wie sich seit den WM 1973 die Aktiven der einzelnen Länder weiterentwickelt haben. Zum vierten internationalen Pariser Judo-Turnier (seit 1970 in ununterbrochener Reihenfolge) waren vertreten: Japan, UdSSR, DDR, Großbritannien, Niederlande, VR Polen, Spanien, BRD, Italien, Österreich, Belgien und die Judoka des Gastgeberlandes. Ähnlich große Turniere mit solchen Besetzungen finden jährlich in der UdSSR (Tbilissi) und in der DDR (Potsdam) statt. Während das große Linzer Turnier mehr dem Nachwuchs vorbehalten ist, treffen sich zu diesen drei genannten Turnieren doch die besten Aktiven Europas und Japans, um sich auf größere internationale Wettkämpfe vorzubereiten. Japan entsandte diesmal drei Judoka nach Paris, im Halbmittel, Studentenweltmeister Furukawa, im Mittel Hara, einen etwas unbekannten Judoka, und im Schwer Endo, den Vorjahrssieger von Tbilissi. Mit Endo demonstrierte Japan deutlich seine z.Z. überlegende Position über Europas Judokas. Der DJV der DDR entsandte, bis auf eine Ausnahme (Hötger), sein derzeit stärkstes Aufgebot nach Paris. Das Turnier wurde zu einem echten Prüfstein aller teilnehmenden Judoka. In den Gewichtsklassen wurden jeweils vier Pools mit vier bis sechs Kämpfern gebildet, wo jeder gegen jeden zu kämpfen hatte. Da die Kämpfe auf vier Matten ausgetragen wurden, war dann auch die Belastungf ür jeden Judoka entsprechend hoch. Die 4000 Zu-schauer trugen des weiteren dazu bei, daß jeder Judoka bestrebt war, sein Bestes zu geben. Die Sieger: Leicht: 1. Pichelauri UdSSR, HM: 1.Furukawa Japan, M: 1. Coche Frankreich, HS: Rouge Frankreich, S: 1. Endo Japan.


2. Februar 1974 IV. Internationale Rumänische Meisterschaften der Junioren

Die IV. Internationalen Rumänischen Juniorenmeisterschaften 1974 sahen namhaften europäischen Judonachwuchs am Start. Die Einladung des Judo-Verbandes der SR Rumänien waren Auswahlen der VR Bulgarien der DDR, der BRD, der UdSSR und Italiens gefolgt, die am Sonnabend, den 2. Februar 1974 in Bukarest vor einem zahlreichen Publikum das begeistert die eigenen und Gästejudoka feierte, ausgezeichnete Leitungen demonstrierten. Das Turnier wurde auf Wunsch der Gastgeber nach den bisherigen Kampfregeln ausgetragen. Sieger der einzelnen Klassen, L: 1. Reißmann DDR, HM:1. Spirow UdSSR, M: 1. Ultsch DDR, HS:1. Neureuther BRD, und S: 1. Eulberg BRD.


09. und 10. Februar 1974 2. Internationale Turnier in Katowice (Polen)

Am 09. und 10. Februar 1974 fand in Katowice (VR Polen) das zweite internationale Judo-Turnier statt. Die pol-nischen Gastgeber hatten dieses Turnier gut vorbereitet und die eingeladenen Länder waren ein echter Prüfstein für den derzeitigen Leistungsstand unserer Mannschaft. Beteiligt waren die Länder: UdSSR, VR Bulgarien, BRD, Frankreich, Belgien und die Gastgeber. Sehr stark waren die polnischen Judoka vertreten, die pro Gewichtsklasse mit acht Aktiven starteten. Unsere Delegation bestand aus den Judoka: Reißmann, Gerdes, Konietzka, Uwe Schäfer, Fritsche, Zepnick, Heinemann, Schulze, Reinhard Schäfer und Liebig. L:1. Margotka Frankreich, HM: 1. Gerdes DDR, M: 1. Sihomtis UdSSR, HS: 1. Isatow UdSSR und S: 1.Betanow UdSSR.

15. bis 17. Februar 1974 Internationales Traditionsturnier in Tbilissi (Grusinische SSR)

Vom 15. Bis 17. Februar 1974 trafen sich in Tbilissi, der Hauptstadt der Grusinischen SSR, Judoka aus 12 Ländern, um beim V. Internationalen Traditionsturnier um Sieg und Plätze zu kämpfen. Die DDR beteiligte sich mit Arndt, Fehre, Hoffmann, Schultz (alle SC Dynamo Hoppegarten) und Zakrewski (ASK Frankfurt). Von der Stärke der sowjetischen Gastgeber spricht u. a. die Tatsache, daß seit 1970 in den fünf Gewichtsklassen insgesamt nur fünf Ausländer das Turnier gewinnen konnten. 1974 waren es Ishimine (Japan) imLeichtgewicht, Uemura (Japan) im Schwergewicht und der Koreaner Pak Zon Kir (Alle Kategorien), die in die Phalanx der sowjetischen Judoka eindringen konnten. Weitere Erstplatzierte: HM: 1.Dwoinikow (UdSSR). M: 1. Gogolauri (UdSSR), HS: 1.Musajew (UdSSR). Unsere Platzierungen: 2. Platz Mittel Hoffmann SC Dynamo, 3. Platz Fehre SC Dynamo Hoppegarten.


23. und 24. Februar 1974 4. DDR_Meisterschaft der Junioren in Döbern

Am 23. und 24. Februar 1974 fand in Döbern die vierte DDR-Meisterschaft der Junioren statt, die von der ASG Preschen durchgeführt wurde. Paulo Wiegand, als Leiter der Organisation, hatte mit seinem Kollektiv alles aufgeboten, um die Meisterschaft zu einem vollen Erfolg zu verhelfen. Teilnahmeberechtigt für diese Titel-kämpfe waren die Bezirksbesten der einzelnen Gewichtsklassen sowie alle Junioren der Clubs. Es ging sehr turbulent zu, viele Favoriten kamen nicht zum Zuge und blieben auf der Strecke. Hier die Erstplatzierten :L: 1. Reißmann (ASK Ffo), HM: 1. Gerdes (SC Dynamo Hoppegarten), M: 1. Heinke (SC Leipzig), HS:1. Zernikow (SC Dynamo Hoppegarten) und S: 1. Freier (BSG Post Schwerin).


Februar 1974 DFD-Pokal in Schwarze Pumpe für weibliche Jugend ab 17 Jahre

Zum achten Mal wurden die DFD-Pokale für weibliche Judoka ab 17 Jahre ausgekämpft. Das Zusammen-treffen der Frauen mit den Jugendlichen bringt einen besonderen Reiz in diese Veranstaltung, besonders auch die Leistungsstärke des Nachwuchses. So nahmen auch in diesem Jahr 89 Judoka im Kulturhaus Schwarze Pumpe die Kämpfe auf. Dem Veranstalter Ernst Wiese mit seinen Helfern sei gedankt, daß dieses Turnier im Bezirk Cottbus reibungslos abgewickelt werden konnte. Sieger in den einzelnen Klassen: L: 1. Sigrid Frenz (Post Schwerin), HM: 1. Antje Schlote (Dynamo Berlin Friedrichshain), M: 1. Margit Schröder (HU Berlin), HS: 1. Edeltraud Gehrke (Lok Stendal), S: 1. Margarete Kübrich (Dynamo Lobenstein).

16. /17. 03.25. 1974 DDR-Meisterschaft der Senioren in Naumburg

Die Sportler und Funktionäre der Sektion Judo der SG Dynamo Naumburg hatten keine Mühe gescheut, den 25. DDR-Einzelmeisterschaften der Senioren würdige Gastgeber zu sein. Die DDR-Meisterschaften waren insbe-sondere für die Vertreter der Sportclubs von besonderer Bedeutung, ging es doch darum, durch den Sieg oder eine Platzierung nachzuweisen, daß man auf die kommenden EM in London gut vorbereitet ist. Leicht: 28 Teilnehmer 1. Platz Werner (ASK Frankfurt/o), Halbmittelgewicht: 27 Teilnehmer1. Platz Friedrich (SC Dynamo Hoppegarten), Mittelgewicht: 26 Teilnehmer, 1. Platz Look (ASK Frankfurt), Halbschwer: 25 Teilnehmer 1. Platz Lorenz (SC Dynamo Hoppegarten), 3, Plätze gingen an Schultz und Zernikow (SC Dynamo Hoppe-garten), Schwergewicht: 15 Teilnehmer 1. Platz D. Zuckschwerdt (SC Dynamo Hoppegarten) und Alle Kategorien auch an D. Zuckschwerdt mit 24 Teilnehmern.

23. März 1974 Traditionsturnier der Senioren in Potsdam

Dieses bereits zur Tradition gewordene internationale Turnier fand am 23. März 1974 in Potsdam statt. Es ist aus dem 1968 erstmalig in Berlin durchgeführten Turnier hervorgegangen und dient seit einigen Jahren als bedeutendes Überprüfungsturnier für die europäischen Spitzenjudoka unmittelbar vor der letzten Phase der Vorbereitung auf die EM. Die Potsdamer waren wie bereits im Vorjahr gute Gastgeber und stellten eine bestens präparierte Wettkampfstätte den Aktiven und Funktionären aus 9 Ländern (Niederlande, CSSR, VR Bulgarien, UdSSR, SR Rumänien, Frankreich, VR Polen, Österreich und DDR) zur Verfügung. Als Ehrengast wurde wie immer Herr Kurt Kucera (Österreich) Vizepräsident der EJU. Die Judoka der DDR stellten sich mit unterschiedlichen Ergebnissen dem zahlreichen Publikum vor.
Die Plazierungen: L: 1. Algisi Frankreich, 2. Koning Niederlande, 3. Werner DDR, und Melnischenkow UdSSR.HM: 1.Krüger DDR, 2. Gautier Frankreich, 3. Hendel und Hötger b. DDR Mittel: 1. Coche Frankreich, 2. Look,3. Heinke und Hoffmann alle DDR. Halbschwer: 1. Zernikow, 2. Schultz, 3. Kohl alle DDR und Boot Niederlande Schwergewicht: 1.Zuckschwerdt DDR, 2. Novak CSSR, 3. Gangl Österreich und Berthet Frankreich

Medaillenübersicht: Gold Silber Bronze Gesamt
DDR 3 2 6 11
Frankreich 2 1 4
Niederlande  2
CSSR - 1 1
Österreich - 1
UdSSR  - 1 1

30. März 1974 Internationales Turnier in Warschau (Polen)

In Warschau kam am 30. März 1974 zum 13. Mal das traditionelle internationale Judoturnier der Senioren zur Austragung. Teilnehmende Länder waren die UdSSR, CSSR, Ungarn, Polen, Frankreich, SFR Jugoslawien, BRD, Italien und eine Nachwuchsdelegation unseres Verbandes. Das Warschauer Turnier wurde für viele Vertretungen zum letzten Leistungstest zur Nominierung der EM genutzt. Das stärkste Aufgebot hatten die Gastgeber, unsere polnischen Freunde, aufgestellt, aber auch Frankreich, Jugoslawien, UdSSR, Ungarn und Italien testeten nochmals ihre besten Judoka. Die DDR wurde durch die Sportsfreunde Jost, Kannegießer, Brieger, Arnold, Uwe Schäfer, Franke, Moch und Reinhard Schäfer vertreten. Erstplazierten: L: 1.Mariani Italien, HM 1. Taly Polen, M: 1. Adamczyk Polen, HS 1. Harsiladze UdSSR und S: 1. Beilfuß BRD. Unsere Teilnehmer konnten hier keine Plazierungen erkämpfen.

7. April 1974 Deutsche Meisterschaften der Jugend B in Bad Blankenburg

In Bad Blankenburg fanden am 06. und 07. April 1974 die DEM der Jugend B statt. Teilnahmeberechtigt waren die Sportler der LK 1 sowie alle Bezirksmeister. Mit 156 Wettkämpfern hatte diese Meisterschaft eine gute Besetzung gefunden. Die Organisatoren hatten unter Leitung des Sportsfreundes Serbser keine Mühe gescheut, diese Meisterschaften zu einem bedeutsamen kulturellen und sportlichen Ereignis zu gestalten. Erfolgreichster Club war der SC Dynamo Hoppegarten, der sechs Titel in seinen Besitz brachte. Für die beste kämpferische Leistung wurde der Sportfreund Luderer (ASK Frankfurt) mit einem Preis ausgezeichnet. 40 kg 1. Faulmann Dynamo Weimar, 45 kg 1. Möller SC Dynamo Hoppegarten, 50 kg 1. LudererASK Frankfurt, 55 kg 1. Smolinski SC Dynamo Hoppegarten, 60 kg 1. Menge SC Dynamo Hoppegarten, 65 kg 1. Kampe SC Dynamo Hoppe-garten, 70 kg 1. Rogowski SC Dynamo Hoppegarten, 80 kg 1. Neitzel SC Dynamo Hoppegarten und über 80 kg 1. Münsch ASK Frankfurt.

14.April 1974 ; Auf dem V. Verbandstag des DJV der DDR wurde Sportfreund Gerhard Grafe als Präsident des DJV gewählt.

Die neugewählte Mitglieder des Präsidiums:Helmut Bark (Vors. D. Graduierungskomm.), Siegfried Beyer (Vors. D. Komm. Studentensport), Manfred Block (Mitglied), Herbert Ehrlich (Vors. d. Kampfrichterkomm.), Erhard Buchholz (Mitglied), Günter Frank (Vors. d. Pressekommission), Hans Rüdiger Gach (Vors. d. Komm.Klassifizierung und Auszeichnung), Richard Gunne (Vizepräsident), Hans Heidemann (Vors. d. Finanzkommission), Henry Hempel (Verbandstrainer), Egon Kehl (Mitglied), Heinz Kempa (GeneralsekretWaltraud Köppe (Vors. d. Frauenkomm.), Walter Kühn (Vors. d. allgem. Sportkomm.), Dr. Gerhard), Lehmann (Vizepräsident), Dr. Gerhard Lekszas (Vors. d. Ärztekomm.), Willi Lorbeer (Vors. d. Nachwuchskomm.), Dr. Hans Müller-Deck (Leiter des Wissenschaftszentrum), Heinz Otto (Vors. d. Wettkampfkomm.),Fred Potyralla (Stellv. Generalsekretär), Antje Schlote (Mitglied), Gerd Schneider (Mitglied), Dr. Lothar Skorning (Vors. d. Redaktionskomm.), Horst Wolf (Mitglied) und Horst Mallonn (vors. d. Revisionskomm.).

21. April 1974 Berlin DDR-Meisterschaften der Jugend A

Am 21.April 1974 fanden in Berlin in der Franz Mett-Sporthalle die diesjährigen Meisterschaften der Jugend A statt. Die Meisterschaften sollten den Leistungsstand dokumentieren und zeigen, wie weit die Sportler des Jahrganges 1957 an die Leistungen der Sportler des Jahrganges 1956, die zum Teil bereits in der Junioren Altersklasse erfolgreich waren, herangekommen sind. Geht man von den Finalpaarungen aus, so gelangten vier Sportler des Jahrganges 1956 in das Finale und erkämpften zweimal Gold und zweimal Silber. Die Aktiven des Jahrganges 1957 errangen dreimal Gold und dreimal Silber, wobei sie aber auch von der Anzahl her mehr Teil-nehmer aufwiesen. Die DDR-Meister wurden L. A. Schott, HM: T. Reißmann, M: A. Gerdes HS: Dieter Moch und S: Lutz Enderlein.


1. bis 5. Mai 1974 Europameisterschaften der Senioren in London (GBR)

Zu einem großen Erfolg für die DDR-Judoka gestalteten sich die EM vom 1. bis 5.05.1974  Die Titelkämpfe fanden am Rande von London Großbritannien im Kristallpalast statt. Ein Europameistertitel und vier Bronzemedaillen brachten unsere Vertretung in der offiziellen Nationenwertung auf den zweiten Platz hinter der Sowjetunion. Günter Krüger erkämpfte den 12. EM-Titel bei den Senioren für die Farben der DDR. Ausgezeichnete Leistungen erreichten unsere Judoka bei den Kämpfen im Mannschaftswettbewerb. Mit einer Bronzemedaille beim Sieg gegen Frankreich mit 3:2 konnten wir weiterhin in der europäischen Spitze mitwirken. Die Medaillengewinner im Einzelwettbewerb waren 2 x D. Zuckschwerdt und 1 x D. Lorenz.

04. /05. 05. 1974 DDR-Meisterschaften der Studenten in Leipzig

Die 13 stärksten Studentenmannschaften der DDR im Judo bewarben sich in Leipzig um den Titel eines DDR Meisters. Mit Freude ist bei solchen Veranstaltungen im Studentenbereich festzustellen, daß die mit der Mei-sterschaft beauftragte Einrichtung stets mit größter Sorgfalt die Vorbereitung und Organisation vornimmt.Das trifft auch auf die Meisterschaft 1974 zu und die FG-Judo im HFS möchte den Kollegen Büchler, Walta,Schen-ke und Ptaschek von der KMU Leipzig ihren Dank aussprechen. Über die Favoritenstellung der DHFK waren sich alle Experten einig. Lediglich in der 63 kg-Klasse etwas schwächer besetzt, aber dafür waren Kostag, Haase und Thomas sichere „Bänke“. So sehr sich die Berliner im Finale auch mühten und allen Kampfgeist aufbra-chten, die DHFK-Mannschaft war nicht zu gefährden, wenngleich der 3:2-Sieg auch knapp erschien. Auf die dritten Plätze kamen die TU Dresden und die IHS Zwickau, welche die der Stunde nutze und durch einen 4:1-Sieg über FS/MDI Aschersleben unter die Platzierten kam. Die Uni Leipzig scheiterte diesmal durch Niederlagen gegen die HSG Humb. Uni und die TU Dresden und erhielt keine Medaille.


16. Juni 1974 Länderkampfturnier in Berlin der Männer

Der DJV der DDR hatte zum Saisonausklang des 1. Halbjahres 1974 die Judoka der VR Polen und Frankreich zu einem Länderkampfturnier eingeladen. Der Wettkampf fand am 16. Juni 1974 in Berlin in der FranzMett-Sporthalle statt. Die Wettkämpfe wurden im System „Jeder gegen Jeden“ ausgetragen, so daß jeder Judoka im Prinzip vier Kämpfe zu absolvieren hatte. Diese Kämpfe wurden als Mannschaftskämpfe  ausgetragen. In der DDR-Aus-wahl und auch in der französischen Mannschaft gab es auf Grund von Verletzungen eine Reihe von Beset-zungssorgen. In der Auswahl der DDR fehlten gleich drei Meister des Jahres 1974, Werner, Look, Zuckschwerdt und mit Europameister Krüger wohl zur Zeit unser stärkster Judoka.

Der Endstand des Turniers, einschließlich der einzelnen Mannschaftsergebnisse,
im Zahlenspiegel: 

DDR VR Polen 8:0 53:0
DDR - VR Polen 9:1  71:10
DDR Frankreich 5:5 30:32
DDR  Frankreich 7:3 44:16
Frankreich VR Polen 7:2 44:15
Frankreich VR Polen  7:2  57:13

22. Juni 1974 Clubpokal in Leipzig

Am 22. Juni 1974 wurde in Leipzig der Clubpokal 1974 ausgetragen. Insgesamt beteiligten sich 53 Judoka aus unseren drei Leistungszentren. Der SC Dynamo Hoppegarten stellte die größte Anzahl der Teilnehmer.

Club Leichtge- Halbmittelge- Mittelge- Halbschwerge- Schwerge-  Gesamt
wicht  wicht  wicht wicht  wicht
ASK Vorwärts Frankfurt  3 8 17
SC Dynamo Hoppegarten 7 5 10 5 1 28
SC Leipzig 4 - 2 1 8

Platzierung
Leichtgewicht 1. Arndt SC Dyn., 2.Neubert ASK, 3.Graff und Schulz b. SCL
Halbmittelgewicht 1. Hötger 2. Fehre b. SC Dyn. 3. Kannegießerund Lehmann b. ASK
Mittelgewicht 1. Bech, 2. Ultsch b. SC Dyn., 3. Arnold ASK und Heinke SCL.
Halbschwergewicht 1. Schultz, 2. Moch, 3. Heinemann und Voß alle SC Dyn.
Schwergewicht  1. Klose SC Dyn., 2. Katzschke SCL, Poredda ASK

Insgesamt erkämpfte der SC Dynamo Hoppegarten nun schon fünfmal hintereinander den Clubpokal. Übersicht über die Verteilung der Punkte und Plätze:

Plätze Clubs Medaillen Plätze  Gesamt
Gold Silber Bronze Punkte
1. Platz SC Dynamo Hoppegarten 5 3 1 61,5
2. Platz  ASK Vorwärts Frankfurt  4   4 25,5
3. Platz SC Leipzig - 1 3 17

2. Hälfte

Japans Judoka zum dritten Mal zu Gast in der DDR in Halle nach kurzfristiger Länderkampfvereinbarung.Obwohl unsere Mannschaft für dieses Kräftemessen mit der Nationalmannschaft Japans noch nicht den Leistungsstand aufzuweisen hat, waren diese Kämpfe doch in Bezug für unseren Japanaufenthalt im November sehr wichtig. Die japanische Judo-Nationalmannschaft, vertreten durch die Judoka der Tokai Universität, wurde von Herrn Shigejoshi Matsumane, 5. Dan, geleitet. Er ist Rektor der Tokai-Universität und auch Präsident der Gesel-lschaft Japan-DDR. Japans Nationalmannschaft hatte vor ihrem Start in der DDR schon Wettkämpfe in der UdSSR und in Schweden ausgetragen..So waren wir der dritte Anlaufpunkt auf ihrer großen Europaturnee. Mit Isao Inokuma (7. Dan), Olympiasieger 1964 in Tokio im Schwergewicht und Weltmeister 1965 in Alle Kategorien weilte ein weiterer prominenter Judoka aus Japan in der DDR. Unter den Kämpfern war der ZZ. populärste japanische Judoka zu finden, Nobuyuki Sato. Zweimal Weltmeister (1969 und 1973), japanischer Meister 1967/1973 und 1974, Trainer an der Tokai-Universität und im Besitz des 6. Dan. Angereist war die japanische Mannschaft mit zwei Mittel-, vier Halbschwer und zwei Schwergewichtler. Also ohne Leicht- und Halbmittelgewicht. Es galt wahrscheinlich, den im Mittel- Halb- und Schwergewicht lädierten Glanz Japans doch noch mehr aufzufrischen, als es schon zu den WM 1973 geschah. Durch den Ausfall von Zernikow, Look und Heinz Schulze gab es echte Aufstellungssorgen in der DDR- Mannschaft. Insgesamt ging der Vergleichs-kampf mit 13:1 an Japan. Aber trotz der hohen Niederlage konnten wertvolle Hinweise für die weitere Vorbereitung auf die WM 1975 gesammelt werden.

Am 6. Oktober 1974 führte die Sektion Judo der SG Dynamo Merseburg ein internationales Jugend und Senioren-Mannschaftsturnier durch. Am Start waren neben Mannschaften aus der DDR, Gäste von Gwardia Katowice (VR Polen) und von Spoje Prag (CSSR). Bei der Jugend wurde nach dem System „Jeder gegen Jeden“ gekämpft. Hier setzten sich die ausgezeichnet kämpfenden Jugendlichen von Dynamo Weimar vor der Mannschaft von Gwardia Katowice, die drei polnische Jugendmeister in ihren Reihen hatte, durch. Den dritten Platz belegte die Jugendmannschaft von Dynamo Merseburg I vor der zweiten Merseburger Vertretung. bei den Senioren wurde auf Grund des beachtlichen Teilnehmerfeldes in zwei Pools jeder gegen jeden gekämpft. Im ersten Pool setzte sich Gwardia Katowice vor Dynamo Merseburg I und Spoje Prag durch. Im zweiten Pool gewann Dynamo Merseburg II vor Motor Halle und Dynamo Naumburg. Das anschließende Halbfinale gewann Gwardia Katowice über Motor Halle und Dynamo Merseburg I über Dynamo Merseburg II. Das mit Spannung erwartete Finale zwischen Dynamo Merseburg I und Katowice  wurde von den polnischen Sportfreunden gewonnen.

19. und 20. Oktober 1974 Internationales Turnier der Männer in Budapest (Ungarn)

Am 19. und 20. Oktober 1974 fand in der ungarischen Hauptstadt, in Budapest, ein internationales Turnier mit Beteiligung nachstehender sechs Länder statt: UdSSR, CSSR, VR Polen, DDR, Österreich und VR Ungarn. Am ersten Turniertag kämpften die Junioren ( Jahrgänge 1954-1957).Der DJV der DDR hatte Sportler der Jahrgänge 1955 bis 1957 eingesetzt. Platzierungen unserer Judoka: Leichtgewicht: (13 Teilnehmer): Ingolf Lahr, keine Platzierung Halbmittelgewicht: (16 Teilnehmer): K-H. Lehmann, 1. Platz, Andre Gerdes, 2. Platz Mittelgewicht: (10 Teilnehmer): Detlef Ultsch, 3. Platz Halbschwergewicht (8 Teilnehmer), kein DDR-Vertreter Schwergewicht (10 Teilnehmer): Wilfried Poredda, 1. Platz Der zweite Kampftag war der Jugend (Jahrgang 1957 und jünger) vorbehalten. Hier gab es für unsere Judoka folgende Platzierungen: Leichtgewicht (13 Teilnehmer): Uwe Müller, 2. Platz Halbmittelgewicht (18 Teilnehmer): Henry Menge, 1. Platz, Wolfgang Buch, 2. Platz Mittelgewicht (14 Teilnehmer): K.-H. Lehmann, 1. Platz, Frank Neitzel, 3. Platz Halbschwer (16 Teilnehmer): Uwe Carl, keine Platzierung.

20. Oktober 1974 Werner Seelenbinder Gedenkturnier in Berlin

In der Hauptstadt der DDR fand am 20. Oktober 1974 das traditionelle „Werner Seelenbinder“ Gedenkturnier der Jugend, von 14 - 18 Jahre, mit Rekordbeteiligung statt. Die Veranstaltung fand in der Gorman Str.der Franz Mett-Sporthalle statt. L: (49 TL.) 1. Platz Dietmar Nagel, HM: (58 TL.) 1. Platz Erwin Bengsch, M: (47 TL.) 1. Platz Uwe Donath, HS: (20 TL.) 1. Platz Dieter Moch, S: (17 TL.) 1. Platz Jörg Liebig.

26.Oktober 1974 Weltmeisterchaften der Senioren in Wien (Österreich)

Wien, Austragungsort der WM 1975, war Gastgeber für ein großes Weltturnier, das am 26. Oktober 1974 in der Wiener Stadthalle zur Austragung kam. Insgesamt starteten 94 Judoka aus 13 Ländern, unter ihnen viele Welt- und Europameister sowie Medaillengewinner der WM und EM bzw. Panaame- rikanischen Meisterschaften. Die Wettkämpfe wurden nach den in der IJF gültigen Systemen und Regeln ausgetragen.Insgesamt waren die Leistungen unserer Judoka doch recht zufriedenstellend. Die UdSSR, DDR, Japan und Frankreich stellten ihre derzeitige Spitzenposition auch durch viele vordere Platzierungen unter Beweis.

02. /03. November 1974 DDR-Meisterschaften der Frauen und weibliche Jugend in Schwerin

Zum letzten Male wurden die Meisterschaften der Frauen und die der weiblichen Jugend in einer Veranstaltung durchgeführt. Die Meisterschaften 1974 in der Schweriner Dynamo-Sporthalle wurden unter Leitung von Egon Kehl und Gerhard Freitag mit großer Präzision abgewickelt. Negativ war die Tatsache, daß der Bezirk Frankfurt keine Meldung einreichte und die Organisation dadurch in arge Schwierigkeiten brachte.Die, wie immer, am Sonnabend ausgetragenen Wettkämpfe der Frauen brachten gleich zwei Überraschungen. Einmal setzten sich in allen Gewichtsklassen die erfahrenen Judoka durch. Dabei gab es drei Titelverteidigungen durch Ingrid Otto, Antje Schlote und Monika Müller, während in den beiden restlichen Gewichtsklassen die Vorjahreszweiten siegreich blieben. Wesentlich risikovoller kämpften die Jugendlichen. Bei diesen Auseinandersetzungen konnten viele gut überlegt ausgeführte Techniken beobachtet werden So war es nicht wunderlich, daß insgesamt die Bezirke Schwerin, Rostock und Berlin, wie schon bei den Pionieren, dominierten.


01. /02. November 1974 Jugendwettkämpfe der Freundschaft in Havanna (Kuba)

Mit der Austragung der Jugendwettkämpfe der Freundschaft am 01. Und 02.11.1974 in Kuba gab es für unseren Judo-Nachwuchs einen sehr erfolgreichen Jahresabschluss. Die DDR-Delegation war mit je 4 Junioren und Jugendlichen vertreten und wurde vom Vizepräsidenten des DJV der DDR, Dr. Gerhard Lehmann, geleitet. Weiter nahmen die Sportsfreunde Willi Lorbeer (Verbandstrainer für Nachwuchs), Helmut Hempel (Trainer beim SC Dynamo Hoppegarten) und Kurt Rödel (Kampfrichter) an der Delegation teil.

Platzierungen der DDR-Teilnehmer Jugend:

Leichtgewicht: Uwe Müller, SC Dynamo Hoppegarten 3. Platz Halbmittelgewicht: Henry Menge, SC Dynamo Hoppegarten 1. Platz Mittelgewicht Frank Neutzel, SC Dynamo Hoppegarten 2. Platz Schwergewicht: Uwe Mittag, 3. Platz

Plazierungen der DDR-Teilnehmer Junioren:

Halbmittelgewicht: Andre Gerdes SC Dynamo Hoppegarten 2. Platz Mittelgewicht: Detlef Ultsch, SC Dynamo Hoppegarten 1. Platz Halbschwergewicht: Dieter Moch, SC Dynamo Hoppegarten 1. Platz Schwergeicht: Wilfried Poredda ASK Vorwärts Frankfurt 2. Platz

Gesamttabelle ( Jugend und Junioren)

Länder Teilnehmer Medaillen  Punkte
Kuba  20 13  55,5
UdSSR 9 45
DDR 8 8  43
VR Polen 9 4 17
UVR 15,5
CSSR 10,5
MVR 3 1 3,5

07. Dezember 1974 DDR-Mannschaftsmeisterschaften in Erfurt (Thüringen)
                                              

Die DDR-Mannschaftstitelkämpfe fanden am 7. Dezember 1974 in Erfurt, in der Thüringenhalle, statt. Die Meisterschaft war ausgezeichnet vorbereitet und Erfurt erwies sich als ein guter Gastgeber für die Judoka aus allen Bezirken unserer Republik. Die Meisterschaft stand diesmal unter einem besonderen Aspekt, der Nicht-teilnahme der leistungsstärksten Judoka der DDR. Dadurch kamen jüngere Kader zum Einsatz und sie hatten somit die beste Möglichkeit sich zu bewähren. Nur der SC Dynamo Hoppegarten war in der Lage, noch zwei kampfstarke Mannschaften an den Start zu bringen, die den BSG noch Paroli bieten konnten. So wurde nicht der Favorit Meister, sondern die vierte Mannschaft des SC Dynamo Hoppegarten, die als völliger Außenseiter startete, aber sehr diszipliniert und taktisch gut eingestellt war.

14. Dezember Internationaler Clubvergleich in Wolfsburg der Männer

Im Rahmen des Vertrages zwischen dem DTSB der DDR und dem DSB kam es am 14. Dezember 1974 in der Wolfsburger Stadthalle zu einem internationalen Clubvergleichskampf zwischen dem SC Dynamo Hoppegarten und dem VFL Wolfsburg, der einige Tage zuvor an gleicher Stelle, die westdeutsche Mannschaftsmeisterschaft gewonnen hatte. Die Wolfsburger Stadthalle war sehr gut besucht, und das Publikumwollte unbedingt einen Sieg ihrer Mannschaft sehen. Es wurden 20 Kämpfe ausgetragen. Jede Mannschaft trat mit 10 Kämpfern an, jede Gewichtsklasse wurde also zweimal besetzt. Im zweiten Durchgang wurden die Partner gewechselt. Der erste Durchgang endete 9:1 für den SC Dynamo und der zweite mit 5:3. Das Gesamtergebnis 14:4 und 108 : 18 Unterbewertungspunkte war eindeutig und unterstrich die gute Leistung des SC Dynamo Hoppegarten.


17. bis 20. 12. VII. Spartakiade der Sicherheits- und Schutzorgane in Sofia (Bulgarien)

Vom 17. Bis 20. Dezember 1974 fand in Sofia die VII. Spartakiade der staatlichen Sicherheits- und Schutzorgane der soz. Länder statt. Es waren acht Länder beteiligt, neben dem Veranstalter Lewski-Spartak Bulgarien, Dynamo UdSSR, Dynamo DDR, Gwardia Polen, Ruda Hwesta CSSR, Dozsa Ungarn, Dynamo Rumänien und Huz MVR. Am ersten Kampftag wurde ein Mannschaftsturnier ausgetragen: Platzierung 1. Dynamo DDR, 2. Dynamo UdSSR, 3. Gwardia Polen und Rudia Hwesta CSSR. Ergebnisse Einzel der Junioren am 2. Kampftag: Sieger bis 58 kg Nagel (DDR), 65 kg Bengsch (DDR), 75 kg 1. Gerdes (DDR),85 kg 1. Wittiber (DDR) und +85 kg Moch (DDR) Ergebnisse der Senioren am 3. Wettkampftag: bis 63 kg 1. Szabo (UVR), 70 kg 1. Hötger (DDR), bis 80 kg 1. Tschupatschenko (UdSSR), bis 93 kg 1. Lorenz, 2. Schultz(b. DDR) und +93 kg 1. Nisheradze (UdSSR). Die Gesamtwertung und damit den Pokal des Innenministeriums der VR Bulgarien gewann überlegen die Dynamo-Mannscahft der DDR. Gesamt Platzierung: 1. DDR (74 Pkt.), 2. UdSSR (39 Pkt.), 3. VR Polen (37,5 Pkt.).


1975

17. bis 20. Januar Dreiländerkampf der Senioren in Brüssel (Belgien)

Vom 17. Bis 20. Januar 1975 beteiligte sich die Nationalmannschaft der DDR an einem Dreiländerkampf in Belgien. Für dieses Turnier wurden folgende DDR-Vertreter eingesetzt: Leicht: Karl Heinz Werner und Torsten Reißmann (beide ASK Vorwärts Frankfurt/o) Halbmittel: Dietmar Hötger und Günter Krüger (beide SC Dynamo Hoppegarten). Mittel: Jochen Bech (SC Dynamo Hoppegarten) und Bernd Look (ASK Vorwärts Frankfurt) Halbschwergewicht: Dietmar Lorenz und Hans Joachim Schultz (beide SC Dynamo Hoppegarten). Austragungsort war die südbelgische Bergarbeiterstadt Montignies in der Nähe von Brüssel. Vor ca. 1000 Zuschauern gab es spannende Auseinandersetzungen der Nationalmannschaften Belgiens, der Niederlande und der DDR. Erster Mannschaftskampf DDR-Niederlande= 8:1, Zweiter Mannschaftskampf: DDR-Belgien 7:2 Zweiter Durchgang Erster Mannschaftskampf: DDR-Niederlande= 8:1, Zweiter Mannschaftskampf: DDR-Belgien= 9:1. Gesamtergebnis: 1. DDR, 2. Belgien, 3. Niederlande.

01. Februar 1975 Dreiländerkampf Frankreich, Polen und der DDR

Nach beschwerlichem Flug und langer Bahnfahrt erreichte die DDR Mannschaft 1 ½ Stunden vor Beginn destarteten bei diesem Turnier die Sportfreunde Werner, Reißmann, Lehmann (alle ASK), Krüger, Bech (SC Wettkampfes Clermont-Ferrand, eine Stadt mit ca. 300 000 Einwohnern in Mittelfrankreich. Für die DDR Dynamo), Look (ASK), Lorenz, Schultz, Klose (alle SC Dynamo) und Poredda (ASK). Die französische Nationalmannschaft kämpfte in stärkster Besetzung und hatte sich viel vorgenommen. Auch der polnische JudoVerband hatte bis auf Zajkowski seine stärkste Mannschaft aufgeboten. Jede Gewichtsklasse war zweimal besetzt und in einem zweiten Durchgang wurden die Gegner gewechselt. In der Nachmittagveranstaltung besiegten die Franzosen vor ca. 1500 Zuschauern die Mannschaft der VR Polen mit 5:2. Danach musst die DDR-Mannschaft gegen die VR-Polen antreten. Mit einem 6:1-Erfolg in diesem ersten Durchgang wurde ein klares Ergebnis erzielt. Im letzten Kampf des Nachmittages trat die DDR-Nationalmannschaft dann gegen Frankreich an. Das Ergebnis des ersten Durchganges lautete 2:4 für Frankreich. In der Abendveranstaltung besiegte dann zunächst Frankreich erneut die polnische Mannschaft mit 7:1. Auch unsere Jungen konnten mit 6:2 wiederum ein klares Resultat gegen die polnische Mannschaft erzielen. Der letzte Kampf brachte die Entscheidung zwischen Frankreich und der DDR. Der Kampf war mit 2:5 verloren.

12. bis 16. Februar 1975 Internationales Turnier in Tbilissi

Wie in jedem Jahr traf sich die Weltspitze vom 12. Bis 16. Februar 1975 in Tbilissi zum Kräftemessen. Zumwegen finanzieller Schwierigkeiten, wie sie selbst angaben. Insgesamt starteten 14 Judoförderationen aus ersten Mal waren Japans Judosterne nicht erschienen, weniger aus Missachtung dieses Turniers, sondern drei Kontinenten: Die Vertreter der UdSSR, Kuba, SR Rumänien, VR Bulgarien, KVDR, MVR, SFR Jugosawien, UVR, VR Polen, BRD, Österreich, Kanada, Frankreich und die DDR. Die UdSSR stellte in jeder Gewichtsklasse 6 bis 10 Kämpfer. Anzahl der Teilnehmer in den einzelnen Gewichtsklassen: Leicht: 25, Halbmittel: 20, Mittel: 24, Halbschwer: 20, Schwer: 19 und Alle Kategorien: 25. Mit einem dritten durch Dietmar Lorenz und zwei fünften Plätzen durch Lorenz und Detlef Zuckschwerdt war die Ausbeute bei diesem größten Turnier der Welt rechts spärlich.


15.und 16. Februar 1975 1. DDR-Kinder Meisterschaft (männlich)

Am 15. und 16. Februar 1975 kam in Magdeburg die erste DDR-Kindermeisterschaft im Judokampfsport zur Austragung. Die Titelkämpfe der Kinder, bei denen alle Bezirksmeister startberechtigt waren, wurde bereits von der Teilnahme her ein voller Erfolg. Waren doch von 155 startberechtigten Sportlern 150 angereist. Wie immer gibt es bei solchen Höhepunkten Licht und Schatten. Es wird Sache der Übungsleiter sein, die Auswertungen mit ihren Schützlingen so vorzunehmen, daß entsprechende Mängel und Schwächen bis zur V. Kinder- und Jugend-Spartakiade der DDR noch abgestellt werden können. Hier die Erstplatzierten: 35 kg 1. Torsten Renner (SC Dyn),  37,5 kg 1. Karsten Möller (SG Dynamo  Schwerin), 40 kg 1. Toralf Darr (SG Dynamo Weimar), 45 kg 1. Henry Pohl (SG Dynamo Guben), 50 kg 1.Andreg Plath (Motor S/O Magdeburg), 55 kg 1. Andreas Preschel (SC Dyn.), 60 kg 1. Rüdiger Zander (SG Dynamo Bautzen), 65 kg 1. Heiko Hempel (SC Dyn.), 70 kg 1. Michael Janik (SG Dynamo Freital) und +70 kg 1. Burkhard Müller (Dynamo Weimar).

23. Februar 1975 Internationales Turnier in Schwerin

Am 23.Februar 1975 fand in Schwerin ein internationales Judoturnier statt, an dem sich neun Länder, die UdSSR, VR Polen, UVR, CSSR, VR Bulgarien, Frankreich, Italien, Österreich und die Gastgeber beteiligten. Am Ende behaupteten sich die Sportler der UdSSR, die sieben vordere Plätze erkämpften. Insgesamt gesehen konnte festgestellt werden, daß das Niveau, was die Wirksamkeit der angewandten Techniken und den kämpferischen Einsatz betraf, bei vielen Vertretern z.B. aus Österreich, Frankreich, der UdSSR und der VR Polen stark verbessert war. Die Sportler des DJV der DDR erkämpften nachstehende Platzierungen: Halbschwer: Frank Neitzel (SC Dyn.) 1. Platz, Halbmittel: Mario Elsholz (SC Dyn.) 2. Platz, Schwer: Uwe Carl (ASK) 3. Platz, Leicht: Herbert Luderer (ASK) 3. Platz Schwer: Udo Lemke (SC Dyn.) 3. Platz.

01. und 02. März 1975 Internationales Turnier in Sofia (Bulgarien)


09.März 1975 IX. DFD Pokalturnier


16.03.1975 Europaturnier in Linz (Österreich)

Das in den vergangenen Jahren in Linz ausgetragene traditionelle Osterturnier des Österreichischen Judo Verbandes wurde im Jahr der WM in der Wiener Stadthalle durchgeführt. Die Teilnehmer aus der VR Polen, UVR, Schweiz, den Niederlanden, Schweden, Großbritannien, der DDR, BRD, Italien und des Gastgebers erlebten eine vorbildliche Organisation der Wettkämpfe durch die Funktionäre des ÖTV und der Stadt Wien unter Leitung des Präsidenten des ÖJV und Vizepräsidenten der EJU, Herrn Kurt Kucera. Dieses Testturnier, unmittelbar vor den EM 1975, hätte hinsichtlich der Anzahl und Qualität der Starter zweifellos mehr Aufmerksamkeit verdient. Leicht: 15 TL. 1. Platz Tuncsik (UVR), Halbmittel: 15 TL. 1. Platz Hetenyi (UVR),Mittel: 14 TL. 1.Platz Harges- heimer (BRD), Halbschwer: 10 TL. 1. Platz Neureuther (BRD) und Schwer: 6 TL. 1. Platz Adelaar (Nieder-lande). Die Sieger in den einzelnen Gewichtsklassen erhielten Pokale, die von staatlichen und privaten Stellen gestiftet worden waren.

05.und 06. April 1975 Internationales Judoturnier in Prag (CSSR)

Am 05. und 06. April 1975 nahm eine Delegation des DJV der DDR an einem internationalen Judoturnier in der CSSR teil. Dieses Turnier war dem 30. Jahrestag der Befreiung der CSSR vom Faschismus gewidmet,an dem neben der CSSR als Gastgeber, die UdSSR, UVR, VR Polen, VR Bulgarien, SR Rumänien und DDR beteiligt waren. Für viele war es ein letzter Test vor den EM und zugleich eine letzte Möglichkeit der Bewährung. Durch zwei 1. Plätze ein 2. Platz und ein 3. Platz war die Visitenkarte für die EM recht positiv zu sehen.


DDR-Einzelmeisterschaften der Senioren 1975

Die DDR-Meisterschaften 1975 waren eine letzte Überprüfungsmöglichkeit für die Nationalkader auf die EM Die Durchführung dieser Meisterschaft in Frankfurt/o im Messezentrum waren hervorragend organisiert und durchgeführt. Leichtgewicht: 29 TL. 1. Platz Ingolf Lahr (SC Dyn.), 23 TL. 1. Platz Dietmar Hötger, (SC Dyn.) Mittel: 23 TL. 1. Platz Joachim Bech (SC Dyn.) Halbschwer: 18 TL. 1. Platz Dietmar Lorenz 2. Joachim Schultz (b. SC Dyn.), Schwer: 18 TL. 1. Platz Rainer Schäfer (SC Dyn.) und Alle Kategorien: 31 TL. 1. Platz Dietmar Lorenz, 2. Joachim Schultz (b. SC Dyn.)


20. April 1975 DDR-Meisterschaften der Jugend A in Berlin

Zur Austragung der diesjährigen Meisterschaften der Jugend A kam es am 20. April 1975 in der Franz Mett Sporthalle in Berlin. Von den Meistern der Jugend A 1974 waren auf Grund des Alters noch drei Sportfreunde am Start, von denen nur Sportfreund Dieter Moch im Halbschwergewicht seinen Titel erfolgreich verteidigen konnte. Die beiden anderen, Lutz Enderlein und Achim Schott, landeten jeweils auf zweiten Plätzen. Die Meister der Jugend B 1974, Herbert Luderer (50 kg) und Henry Menge (60 kg), starteten erstmals in der Jugend A und erkämpften hier ebenfalls die Meistertitel (58 und 65 kg).

08.bis 11.05.1975 EM der Senioren

Zu den EM der Senioren, die vom 8. Bis 11. Mai 1975 in Leon/Frankreich stattfanden, delegierte der DJV derDDR die Sportfreunde Torsten Reißmann, Dietmar Hötger, Günter Krüger, Joachim Bech, Dietmar Lorenz und Wolfgang Zuckschwerdt. Die EM waren ein Triumph der soz. Länder. Von 24 zu vergebenden Medaillen in den Einzelwettbewerben erkämpften sie 20 und davon alle Goldmedaillen. Erfolgreichstes Land war die UdSSR mit drei Gold-, fünf Silber- und zwei Bronzemedaillen. Die DDR-Judoka zweimal Gold sowie viermal Bronze in ihren Besitz und die Judoka aus der VR Polen übertrumpften solche Länder wie Frankreich, Großbritannien, Niederlande und die BRD mit einer Gold- und zwei Bronzemedaillen. Für die DDR wurden Europameister die Sportfreunde Reißmann und Lorenz. In der Mannschaft gab es folgende Plazierung: 1. UdSSR, 2. Frankreich, 3. VR Polen und SFR Jugoslawien, 5.Platz Niederlande und die DDR.

10.Mai 1975 Kongress der EJU

Der diesjährige ordentliche Kongress der EJU fand am 10. Mai 1975 in Leon/Frankreich im Hotel Novotel statt. Von Seiten des DJV der DDR nahmen an diesem Kongress die Sportfreunde Heinz Kempa, als Sprecher, und Dr. Hans Müller-Deck, als Mitglied der Kongreßdelegation, teil. Es wurde 20 Tagesordnungspunkte abgearbeitet. Hier die wichtigsten Punkte: Zu 1.Prüfung der Vollmachten: Von den 31 Mitgliedsförderationen waren 28 Län-der vertreten. Zu 4.Neue Mitgliedschaften: Monaco präsentierte sich als Anwärter zur vorläufigen Aufnahme in die EJU. Nach Schilderung der Situation (z.Z. 450 Mitglieder und 6 Clubs) wurde Monaco als vorläufiges Mitglied bestätigt. Zu 9. Neuwahlen: Der Sportdirektor und der 3. Vizepräsident standen zur Wahl. Als Sport-direktor kandidierte wiederum Herr Nauwelaerts de Age und als 3. Vizepräsident der Präsident des ÖJV, Herr Kurt Kucera. Beide wurden einstimmig für vier weitere Jahre gewählt. Zu 15.: Aller Voraussicht nach werden noch 1975 EM der Frauen durchgeführt. Als Veranstaltungsort ist die BRD vorgesehen. Zu 17. Europapokal der Vereinsmeister: Der Kongress bestätigte den Vorschlag des Vizepräsidenten, Herrn Kucera, über den Durchfüh-rungsmodus des Europapokal 1976.

18.Mai 1975 FDJ-Pokal in Leipzig

In Schkeuditz bei Leipzig fand am 18. Mai 1975 die diesjährige Austragung des Mannschaftspokals der FDJ statt. Die Mannschaftskämpfe standen auf einem hohen kämpferischen Niveau, es wurde um jeden Vorteil gerungen, alle teilnehmenden Mannschaften machten einen gut vorbereiteten Eindruck. Von den insgesamt 65 Einzelkämpfen gingen 38 mit 1:0 aus. Erfolgreichste Bezirksauswahl war das Kollektiv des Bezirkes Erfurt, das bestimmt den jüngeren Judoka des Bezirkes, die am Vortag den Pionierpokal gewonnen hatten, nacheifern wollten. Hier die Mannschaftspla-zierung: 1. SC Dynamo Hoppegarten, 2. SC Leipzig, 3. ASK Frankfurt und Bezirksauswahl Erfurt, 5. Plätze gingen an: Gera und Schwerin.

17.und 18. Mai 1975 Pionierpokal in Erfurt

Am 17./18. Mai 1975 wurden in Erfurt die Kämpfe um den Wanderpokal der Pionierorganisation „Ernst Thälmann“ ausgetragen. Es nahmen alle 15 Bezirke unserer Republik, insgesamt 155 Kinder A und 106 Kinder B, teil. Um es gleich vorweg zu bemerken, es war die bisher beste Organisation und würdigste Veranstaltung für unsere Kinder. Sportfreund Karl Peters von der SG Dynamo Erfurt-Mitte hatte es verstanden, mit den Funktionären des Bezirkes Erfurt die Veranstaltung vorbildlich vorzubereiten. Dazu trug die Wettkampfstätte, die Thüringenhalle Erfurt, wesentlich bei. Die Halle bot mit den drei Matten und der ausgezeichneten Ausgestaltung einen imposanten Eindruck.

Zu den Einzelkämpfen Kinder B:

Hier vermisste man, besonders bei den Sportlern der unteren Gewichtsklassen, ihre technische Ausbildung Sie wollten durch Kampfgeist bzw. Raufen zum Sieg kommen.


Zu den Einzelkämpfen Kinder A:

Genau wie bei den Kindern B war hier eine ähnliche Tendenz zu bemerken, wenn man die technische Ausbildung an Hand der Wirksamkeit der angewandten Techniken betrachtet. Am ersten Tag fanden die Kämpfe der Mannschaften und der Kinder B 30 bis 40 kg statt, wo bedingt durch das Alter ein unterschiedliches Niveau in der technischen Ausbildung herrschte.

Mannschaftspokalgewinner: 1. Bezirk Erfurt, 2. Bezirk Cottbus, 3. Bezirk Berlin und Bezirk Magdeburg, 5. Bezirk Dresden und Bezirk Frankfurt/o.


Ergebnisse/Schüler B: 30 kg 14 TL. 1. Platz Kerber Dyn. Ebw., 32,5 kg 13 TL. 1. Platz Pellegrini Dyn. Weimar, 35 kg 14 TL. 1. Platz Seeger Lok. Oranienburg, 37,5 kg 13 TL. 1. Platz A. Palluschek ASG Rostock,40 kg 13 TL. 1. Platz Clauß Lok. Zwickau, 42,5 kg 13 TL. 1. Platz Reich TSG Rodewisch, 45 kg 11 TL. 1. Platz Gericke Dyn. Bernau, +45 kg 15 Tln. 1. Platz Voß Post Schwerin.

Ergebnisse/Schüler A: 35 kg 17 Tln. 1. Platz Renner SC Dyn., 37,5 kg 16 Tln. Jacobick Dyn. Cottbus-M., 40 kg 20 Tln. 1. Platz Darr Dyn. Weimar, 45 kg 19 Tln. 1. Platz Ruhle Med. Erfurt, 50 kg 17 Tln. 1. Platz Gädeko SC Dyn., 55 kg 17 Tln. 1. Platz Höhne Dyn. Erfurt-M., 60 kg 18 Tln. 1. Platz Grunow Dyn. Bernau, 65 kg 11 Tln. 1. Platz Schulze SC Dyn., 70 kg 10 Tln. 1. Platz Kleiner HSG Rostock, und +70 kg 10 Tln.1. Platz Olhorn Post Schwerin.


25. /26. Mai; DDR Meisterschaften weibliche Jugend

Zur I. DDR-Meisterschaften der weiblichen Jugend A und B sprach der Präsident Gerhard Grafe. Die Veranstaltung in der Sporthalle der Karl Marx Universität in der Fichtestr., wurde vorbildlich vorbereitet und durchgeführt. Den Organisatoren, unter der Leitung des BFA Vorsitzenden Walter Nitzschke, Karin Dommel und Kurt Walta, möchten wir hiermit für die würdige Gestaltung der Meisterschaften den herzlichen Dank aussprechen. Souverän gewannen Inze Bandoly bei der Jugend B und Erika Wendel bei der Jugend A den DDR Jugendmeistertitel auch in diesem Jahr. Beide Kämpferinnen wurden als beste Technikerinnen in ihrer Altersklasse ausgezeichnet. In der Bezirkswertung gab es folgende Platzierungen: 1. Bezirk Schwerin, 2. Bezirk Berlin, 3. Bezirk Leipzig, Bezirk Halle, 5. Bezirk Rostock und 6. Platz Bezirk Frankfurt/o.

05. /06. Juli; Dreiländerkampf in Erfurt

Die Blumenstadt Erfurt war am 5. Und 06. Juli 1975 der Austragungsort des Dreiländerturniers zwischen Österreich, den Niederlanden und der DDR. Das internationale Turnier fand in der hervorragend ausgestalteten Thüringenhalle statt. Für unsere Nationalkader war dieser Wettkampf die erste Belastung seit den EM.Alle Medaillengewinner bei den EM: Reißmann, Hötger, Krüger, Lorenz und Zuckschwerdt starteten in der Nationalmannschaft. Sieht man davon ab, daß Karl Heinz Werner noch nicht einsatzfähig war so standen doch in der ersten Mannschaft unser derzeit stärkstes Aufgebot. Nicht so glücklich in der Besetzung waren die Österreicher, die auf bewährte Kräfte wie Pointer, Oberhuber, Ällig und Pollak verzichten mussten und dafür Nachfolgekader einsetzten. Auch die Niederlande hatte eine Reihe von Juniorenkader in ihrer Mannschaft. In der zweiten DDR-Staffel starteten ausschließlich Nachfolgekader, wobei als Hauptstützen die Junioren kämpften, die sich für die EM der Junioren vorbereiteten.

Insgesamt ergibt sich folgender Endstand: 

Siege  Niederlagen Unterpunkte
1. Platz DDR I 22 171
2. Platz DDR II 13 12 108
3. Platz Niederlande    10 16
4. Platz Österreich  18

Juli 1975 V. Kinder- und Jugendspartakiade der DDR

Judo-Jugend erlebte ihren sportlichen Höhepunkt des Jahres. Mit 378 Judoka zur V. Kinder- und Jugendspartakiade der DDR in Berlin starteten aus allen Bezirken die Besten unserer Republik. Eindrucksvoll war die Eröffnungsansprache. Der Präsident des DJV der DDR, Gerhard Grafe, begrüßte alle Teilnehmer, Offizielle und Gäste und wünschte allen jungen Teilnehmern zu den bevorstehenden Wettkämpfen viel Erfolg.

Einschätzung der Wettkämpfe

Kinder A

Mit Ausnahme der Gewichtsklassen 40, 60 und 65 kg konnten keine wesentlichen Fortschritte auf dem Gebietder Fertigkeitsentwicklung nachgewiesen werden. Zu sehr überwog der kämpferische Aspekt, der Sieg um jeden Preis. Überhastete Angriffe ließen oft die technisch-taktischen Grundlinie vermissen. Insgesamt nur 36% aller Wettkämpfe konnten mit Ippon abgeschlossen werden.

Jugend B

Diese Altersgruppe konnte mit Ausnahme der 70 kg-Klasse das beste Niveau nachweisen. Die gute Qualität der technisch-taktischen Fertigkeitsentwicklung spiegelte sich bei den 53% durch Ippon gewonnenen Wettkämpfen wider.

Jugend A

Wenn auch berücksichtigt werden muss, daß die Leistungsspitze dieser Altersgruppe zum gleichen Zeitpunkt zu den Jugendwettkämpfen der Freundschaft in der Ungarischen VR weilte, muss klar zum Ausdruck gebracht werden, daß man mit dem gezeigten Niveau generell nicht zufrieden sein kann. Fehlende Übersicht, unsaubere Technik sowie einseitige Techniken wurden vom größten Teil der Aktiven geboten. Nur wenige Ausnahmen in der 58 und 75 kg-Klasse zeigten ansprechende Leistung.

Zahlenspiegel der Teilnehmer im Vergleich mit vorherigen Spartakiaden

Bezirke Kinder  Jugend B Jugend A Gesamt

70 72 75 70 72 75 70 72 75 70 72 75
Berlin 22 17 14 12 17 19 11 11 12  45 45 45
Frankfurt/o 12 14 15 17 15 20 8 10 10 37 39 45
Schwerin 17 19  9 8 12 5 7 4 3  32 36 17
Leipzig  17 9 14 10 15 17 10 8 37 31 39
Karl M. Stadt 18  10 14 9 6 14 5 4 12 32 20 40
Magdeburg 12 9 12 11 7 11 6 3 29 20 26
Neubrandenburg 8 8 11 2 6 5 25 15 11
Potsdam 12 12 10 10 14 6 1 2 3 23 28 19
Dresden 9 5 13 6 4 10 - 6 19 9 29
Rostock 15 13 12  12 11 10 7 4  4 34 28 26
Halle  7 6  7 8 5 17 14 19
Cottbus  12 10  10 4 4 7 17 23 15
Gera  4 11  2 2 2 12 15 8
Suhl  4 1 2 1 - 4 8 2
Erfurt  2 11 18 5 6 13 4 5 11 18 36

                                                                                                                                                                                                                                                                             
Bezirkswertung im Vergleich zur Spartakiade 1970 und 1972

Bezirke Kinder A  Jugend B  Jugend A Gesamt-
Punkte

70 72 75 70 72 75 70 72 75 70 72 75
Berlin 39 54 41,5 33 58 70 51 55 39,5  123 167 151
Frankfurt/o 36 16 25 48 33 32 8 16 26 92 65 83
Schwerin 48 38  27,5 - 11 6,5 15 9 1,5  63 58 35,5
Leipzig  10 12 8,5 23 24 17 10 15  19 43 51 44,5
K.-M.-Stadt  30 6 13 16 10 22,5 4  - 50  22 35,5
Magdeburg  20 6 20  12  9  6,5 6 8,5 38 21 35
Neubrandenburg 9 33  1,5 13 1,5 13 - 1,5 35 37 4,5
Potsdam  10 20 15,5 20  22  - - 30 44 15,5
Dresden  16 4 8,5 12 4 - 1,5 28 8 13
Rostock  16 10  4 12  12 2 5 22 23 25
Halle 4 6 3,5 13    17 14 3,5
Cottbus 2 11 12  6 5  - 17  15  17
Gera - 6 6   2 6,5 8 10 6,5
Suhl - 4 1,5 4  1,5 -   3
Erfurt  - 18 32 - 15 20,5 - - - 33 55,5

Juli/August 1975 Pionierpokal weiblich in Bad Schmiedeberg
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                    
Wie in den vergangenen Jahren wurden die Endkämpfe um den Pionierpokal der Pionierorganisation „Ernst Thälmann“ im Rahmen eines 18tägigen Pionierlagers in Bad Schmiedeberg durchgeführt. In den Mannschaftskämpfen zeigten sich dann auch die Unterschiede in der technischen Ausbildung. Der siegende Bezirk Schwerin bot gemeinsam mit den unausgeglichen besetzten Rostockern die besten Techniken. Mithaltenkonnten noch die Bezirke Cottbus, Berlin und Potsdam. Hier die Bezirksmannschaftswertung: 1.Bezirk Schwerin, 2. Bezirk Cottbus, 3. Berlin und Rostock, und 5. Plätze Bezirk Gera und Potsdam. Bei den anschließenden Einzelbe-stenermittlungen kamen bis auf den Bezirk Dresden, alle Bezirke zu Platzierungen. Den Löwenanteil der Medaillen holten hier die guten Einzelkämpferinnen aus dem Bezirk Rostock. Herausragend waren dabei Antje Schumacher und Manuela Haß. Erstmalig ging auch eine Goldmedaille zur Insel Rügen, erkämpft von Doreen Topka (ASG Bergen). Die technisch-taktisch besten Leistungen in den Einzelkämpfen zeigten die Geschwister Katja und Susann Mothes von Dynamo Schwerin.

12.Oktober DDR-Meisterschaften der Junioren in Leipzig

Am 12. Oktober 1975 fanden in Leipzig die DDR-Meisterschaften der Junioren statt, die vom Präsidenten des DJV der DDR, Gerhard Grafe, eröffnet wurden. Bei diesen Meisterschaften erwiesen sich die Judoka desSC Dynamo Hoppegarten einmal mehr am erfolgreichsten. Sie stellten vier Sieger, zwei Silber- und vier Bronzemedaillengewinner. Damit erkämpften sie sich genau 50% aller zu vergebenden Medaillen. Den fünften Titel holte sich der ASK Frankfurt/o durch seinen Halbschwergewichtler Roland Porath. Aber auch die Judoka des SC Leipzig konnten mit zwei Silber- und drei Bronzemedaillen recht gut abschneiden. Bis auf Gerdes (SC Dynamo Hoppegarten) im Halbmittelgewicht, der mit seinem erst 17jährigen Clubkameraden Menge und dem Leipziger Schott erstaunlicherweise doch einige Schwierigkeiten hatte, setzten sich alle Goldmedaillengewinner souverän durch und beherrschten auch ihre Finalgegner eindeutig. Mit diesen Leistungen empfahlen sie sich für die Ju-gend- und Junioren-Europameisterschaften in Finnland. Hier die Sieger in den einzelnen Gewichtsklassen: L: Lahr (SC Dynamo), HM: Gerdes (SC Dynamo), M: Ultsch (SC Dynamo),HS: Porath (ASK Frankfurt), S: Schäfer (SC Dynamo).

23. -25. 10. 1975 WM in Wien der Männer

Insgesamt kämpften 236 Aktive aus 41 Nationen um die Weltmeistertitel. Ohne Zweifel waren die WM einehervorragende Demonstration für den Judosport. Die Organisatoren hatten alles Mögliche getan, um den Aufenthalt der Gäste und den Ablauf der Wettkämpfe so zu gestalten, daß alle Beteiligten diese Weltmeister- schaften in guter Erinnerung verbleiben. Dafür nochmals herzlichen Dank dem Präsidenten des Öster- reichischen Judo-Verbandes, Herrn Kucera und seinem Mitarbeiterstab. Insgesamt hoher kämpferischer Einsatz, mit großer Risikobereitschaft, hervorragende konditionellen Verfassung und technisch-taktischen Können, waren Dominanten in der Gestaltung der Kämpfe. Viele Diskussionen gab es um die Verfahrensweise bei der Auslosung. Sie wurde durch Computer vorgenommen und ohne Teilnahme von Delegations vertretern. Durch das vorgegebene Programm ergab sich am Ende eine sehr gleichförmige Zuordnung der Länder, was zur Folge hatte, daß fast immer die gleichen Länder in ihren Gruppen aufeinandertrafen.
Hier die Erstplatzierten: 63 kg Minami (Japan), 70 kg Newzerow (UdSSR), 80 kg Fujii (Japan), 93 kg Rouge (Frankreich), +93 kg Endo (Japan) und Alle Kategorien: Uemura (Japan) Für die DDR gab es folgende Platzierungen Zwei 3. Plätze durch Torsten Reißmann in 63 kg vom ASK Vorwärts Frankfurt/o und Dietmar Lorenz Alle Kategorien SC Dynamo Hoppegarten.


18.Oktober 1975 „Werner Seelenbinder-Gedenkturnier“

Am 18. Oktober 1975 fand in der Hauptstadt der DDR aus Anlass des 31. Todestages „Werner Seelenbinders“ einem der besten Söhne der deutschen Arbeiterklasse, der am 24. Oktober 1944 in Brandenburg Görden als aufrechter Antifaschist und Widerstandskämpfer von den Nazis hingerichtet wurde, ein Gedenkturnier statt. 160 jugendliche Judoka aus fast allen Bezirken unserer Republik sowie aus den Clubs nahmen an dieser Veranstaltung teil und boten, bis auf geringe Ausnahmen, ausgezeichnete Leistungen zu Ehren Werner Seelenbinders.


Zu den Kämpfen:

In fast allen Gewichtsklassen wurde eine verhältnismäßig, hohe Zahl von vollen Punkten erkämpft (Schwer- gewicht z.B. 77% und Halbschwergewicht 80%), wobei die EM-Kader, die Sportfreunde Neitzel und Carl, den Hauptanteil erreichten. In der Klasse bis 75 kg war es Sportfreund Dannel, aus dem Bezirk Rostock,der alle seine Gegner bezwingen konnte. In dieser Klasse gab es eine Überraschung durch den zweiten Platz von Pierre Kasten, Jahrgang 1960. Nun die Einzelsieger in den Klassen L: 35 Teilnehmer 1. Platz Luderer (ASK), HM: 54 Teilnehmer 1. Platz Menge (SC Dynamo), M: 40 Teilnehmer 1. Platz Dannel (HSG Rostock), HS: 17 Teilnehmer 1. Platz Neitzel (SC Dynamo) und S: 11 Teilnehmer 1. Platz Carl (ASK).

19. Oktober 1975 „Werner Seelenbinder-Gedenkturnier“ für weibliche Mannschaften in Berlin

Nach dem traditionellen Werner Seelenbinder-Gedenkturnier des DJV der DDR für die männlichen Jugendlichen, veranstaltete der KFA Judo Berlinmitte am 19.Oktober 1975 in der Berliner „Franz-Mett“ Sporthalle ein Frauen-Mannschaftsturnier, ebenfalls zum Gedenken des mutigen Antifaschisten Werner Seelenbinder. Die Sportstätte war vom BFA Judo Berlin besonders würdig ausgestaltet worden. Daß das Turnier jedoch zu einem jederzeit offenen Kampf zwischen den Mannschaften der SG Dyn. Schwerin, HSG Uni Jena, Motor Dresden-Niedersedlitz, DHFK Leipzig, SG Dynamo Brandenburg und den zwei Vertretungen der BSG Rotation Berlin wurde, spricht für kämpferische Bereitschaft aller weiblichen Aktiven.  Endstand: 1. BSG Rotation Berlin I, 2. BSG Rotation Berlin II, 3. Dyn. Brandenburg.


15. und 16. 11. 1975 DDR-Nachwuchs in Turku (Finnland) bei der EM erfolgreich

Nach 1972, als die jungen Judoka des DJV der DDR in Leningrad vier Europameister stellten, gab es am 15. und 16. November in der finnischen Stadt Turku erneut ein hervorragendes Abschneiden der Schützlinge vonNachwuchsverbandstrainer Willi Lorbeer. Der Jugendliche Henry Menge (Halbmittelgewicht) vom SC DynamoHoppegarten wurde in seiner Klasse Europameister und in der gleichen Altersklasse gewannen die Frankfurter ASK Judoka Hans-Herbert Luderer (Leicht) und Bert Oettel (Halbmittel) Silbermedaillen. Einen Tag später gab es dann noch einmal fünf Medaillen bei den Junioren. Europameister wurden Andre Gerdes (Halbmittelgewicht) Harald Heinke (Mittelgewicht), Bronzemedaillen gewannen Halbmittelgewichtler Karl-HeinzLehmann, Leichtgewichtler Ingolf Lahr und Halbschwergewichtler Dieter Moch.


15. /16. November in Freiberg DDR-Studentenmeisterschaften

Zu einem sportlichen Höhepunkt gestalteten sich die Endkämpfe um den Titel eines DDR-Studentenmeisters 1975. 80 Studenten und 67 Studentinnen hatten sich über die Ausscheidungen an den Hoch- und Fachschulen der DDR, in den Bezirken und Bezirksgruppenkämpfen für die Wettkämpfe am 15./16. November 1975 in Frei-berg qualifiziert.


Einschätzung der Wettkämpfe: Studenten

Die Meisterschaften zeigten wiederum, daß sich der Judosport im Studentenbereich von Jahr zu Jahr gut entwickelt, daß an den Hoch- und Fachschulen immer mehr Studenten in den Wettkampfbetrieb eingereiht wurden und das ein hohes Niveau in der Ausbildung angestrebt wird. In blendender Verfassung stellte sich Fink (IHS Zwickau) vor, der Frenkel (IFL Nossen) im Finale mit einem herrlichen Seoi-Otoshi mit Ippon besiegte. Im Schwergewicht wurde Stock seiner Favoritenrolle gerecht und gewann alle Kämpfe vor der Zeit.

Studentinnen

Da es sich in den vergangenen Jahren bewährt hatte wurden auch diesmal die DDR-Meisterschaften der Studentinnen am darauffolgenden Tage durchgeführt. Viele Kämpferinnen, die auch bei DDR-Meisterschaftender Frauen und weiblichen Jugend zu den erfolgreichsten Judoka gehörten, bestimmten auch in diesem Jahrweitest gehend das Niveau der Meisterschaften. So erkämpfte sich A. Prillwitz den Titel einer DDR-Meisterin der Studententinnen, aber auch den einer DDR-Meisterin der Frauen 1975.

Dezember 1975 DDR-Meisterschaften der Frauen

Im Dezember 1975 fanden die X. DDR-Meisterschaften der Frauen erstmalig ohne die weibliche Jugend.
gestaltet. Der mit der Durchführung beauftragte BFA Gera hatte einen guten Griff getan, Jena als Austragungsort zu wählen, auch wenn nur die relativ kleine Universitätshalle zur Verfügung stand. Die Verantwortlichen, unter Leitung der Sportfreunde Täubert und Serbser, leisteten eine gute organisatorische Arbeit, so daß die konnte Veranstaltung zügig und mit ansprechendem Niveau durchgeführt werden konnte. ZahlreicheEhrengäste, unter ihnen der Präsident des DJV der DDR, Sportfreund Gerhard Grafe, unterstrichen mit ihremKommen das Interesse an diesen Meisterschaften. Welche Überraschungen im Frauenjudo möglich sind, zeigte die Tatsache, daß kein Titel verteidigt wurde. Dabei traten mit Otto (Rathenow) und Müller (Berlin) zweiTitelverteidigerinnen allerdings nicht an. Es sei aber auch zu bemerken daß beim Aufeinandertreffen der leistungsstärksten Frauen die Tagesform den Ausschlag geben kann. Negativ fiel auf, daß die BFA Neubrandenburg und Cottbus ihre Bezirksmeisterinnen nicht nach Jena entsandt hatten. Hier die Erstplatzierten:53 kg 1. Beate Huth (Dynamo Brandenburg), 58,0 kg 1. Marita Bender (HSG Jena), 63,0 kg 1.CarolaLehder (HSG Jena), 68 kg 1. Annette Runde (Motor Ammendorf) und +68 kg Astrid Prillwitz(Rotation Berlin).Damit wurden die Meisterschaften vom Umfang der Teilnehmer an einer Veranstaltung her wesentlich günstiger


Dezember 1975 Internationaler Clubvergleichskampf in Frankfurt/Oder

Zum Jahresausklang kam es im Frankfurter Sport- und Ausstellungszentrum zu einem internationalen Klubvergleich zwischen dem ZSKA Moskau und dem ASK Vorwärts Frankfurt/o. Außerdem nahmen Vertretungendes ZSKA Elstal und des SC Leipzig teil. In den Gewichtsklassen vom Leicht- bis Mittelgewicht kam es zu spannenden Auseinandersetzungen, während in den oberen Gewichtsklassen die Gäste aus Moskau die Sieger unter sich ausmachten. Der ASK hatte eine ganze Reihe von Kadern für diesen Wettkampf nicht zur Verfügung und trat auch ohne Reißmann und Look an. Hier die Ersten; Leicht: 1. Obgaidse (ZSKAMoskau), Halbmittel 1. Lehmann (ASK), Mittel 1. Hainke (SC Leipzig), Halbschwer und Schwer 1. Musajew (ZSKA Moskau).


1976

Januar 1976 ;Erster Länderkampf Italien-DDR

Am Jahresbeginn trafen sich in Latina (Italien) die Nationalmannschaften der DDR und Italiens, um den ersten Länderkampf in der Geschichte ihrer sportlichen Beziehungen auszutragen. Die Organisatoren von Latina hatten die Veranstaltung sehr gut vorbereitet. Der Länderkampf war zweifelsohne ein weiterer Höhepunkt im italienischen Judokampfsport. Die Bürger von Latino, sowie viele ehemalige italienische Judoka erschienen sehr zahlreich zu diesem Länderkampf, um diesen ersten Leistungsvergleich zu beobachten. Natürlich wollte jeder die Begegnung zwischen den beiden Bronzemedaillengewinnern der WM 1975 - Torsten Reißmann und Giacomo Mariani - sehen, sowie das Niveau der italienischen Judoka mit so einer Spitzenmannschaft. Wie sie die DDR-Judoka darstellen, vergleichen. Die DDR-Mannschaft, favorisiert, wurde dieser Rolle auch in über-zeugender Weise gerecht, was letztlich keine Überraschung darstellt. Überraschend waren hingegen die Niederlagen unserer beider Leicht-und Schwergewichtler. Europameister Torsten Reißmann, völlig außer Form, verlor sowohl gegen Mariani (1) als auch gegen Rosati mit Koka. Günter Krüger, Bernd Look, Rainer Kohl brachten Durchschnittsleistungen; Leistungen die bei dieser Gegnerschaft erwartet werden konnten. Dietmar Hötger, Harald Heinke und Dietmar Lorenz konnten, entsprechend der Trainingsperiode, bereits ausgezeichnete Leistungen zeigen. Viel Sonderbeifall erhielten diese drei DDR-Judoka vom Publikum. Für sein hervorragendes technischen Können und seine großartigen Kämpferischen Leistungen wurde Dietmar Hötger abschließend mit einem wertvollen Pokal geehrt.

30. Januar bis 02. Februar 1976 Hungaria Cup

Vom 30. Januar bis zum 02. Februar nahm eine kleine Delegation des DJV der DDR am traditionellen Gewichtsklassenturnier des ungarischen Judo-Verbandes teil. Für die DDR starteten im Leichtgewicht: Ingolf Lahr (SC Dynamo Hoppegarten), Andreas Zakrewski (ASK Frankfurt/o); Halbmittelgewicht: Andre Gerdes (SC Dynamo Hoppegarten), Karl Heinz Lehmann; Mittelgewicht: Hans Georg Zepnick (beide ASK Frankfurt/O). Der Hungaria Cup wurde in Szolnok, einer Bezirksstadt in Mittelungarn, durchgeführt. Austragungsstätte war eine neuerbaute, moderne Sporthalle, ein Rundbau aus Beton und Glas. Zu allen Veranstaltungen war die Halle mit ca. 1000 Zuschauern ausverkauft. Auch ein Lob an die Organisatoren, die für einen vorbildlichen Ablauf sorgten. Das Leistungsniveau der Kämpfe hingegen kann man nur mit europäischen Mittelmaß bewerten. Umso unverständlicher das enttäuschen Abschneiden unserer Aktiven. Außer zwei 5. Plätzen im Leichtgewicht durch Ingolf Lahr und Andreas Zakrewski gingen unsere Aktiven geschlagen von der Matte.

07. und 08. Februar 1976 fand ein internationales Turnier in Ulan-Bator statt

Am 07. und 08. Februar 1976 fand erstmals in Ulan Bator in der Mongolischen Volksrepublik ein internationales Judoturnier statt. Zur Teilnahme an diesem Turnier trat am 03. Februar eine kleine, aber leistungsstarke Delegation des DJV der DDR die Reise nach Ulan Bator an. Der Flug über Moskau, Omsk und Irkutsk war sehr anstrengend. Die Delegation stand unter der Leitung des Vizepräsidenten des DJV der DDR, Dr. Gerhard Lehmann. Ihr gehörten an: R. Arndt, D. Hötger, J. Bech, D. Lorenz vom SC Dynamo Hoppegarten, K-H. Katzschke vom SC Leipzig und als Kampfrichter Kurt Jahn. Insgesamt waren fünf Länder an diesem Turnier beteiligt. Neben den mongolischen Gastgebern und der DDR die VR Polen, die CSSR und die VR Ungarn. Die Wettkämpfe fanden in den 5 internationalen Gewichtsklassen und in der Klasse „Alle Kategorien“ statt. Hier die Erstplatzierten beider Tage: Mittelgewicht 1. Platz Bech (DDR), Halbschwergewicht 1. Platz Lorenz (DDR), Schwergewicht 1. Platz Schalaa (MVR), Leichtgewicht 1. Platz Zantaw (MVR) hier 3. Platz Arndt (DDR), Halbmittelgewicht 1. Platz Hötger (DDR) und Alle Kategorien 1. Platz Lorenz (DDR).

22.02. 1976 Internationales Turnier der Jugend in Cottbus

Mit der bisher größten Beteiligung von Judoka aus 10 Ländern fand in der modernen Stadthalle in Cottbus am 22.01. das internationale Traditionsturnier der Jugend 1976 statt. Am erfolgreichsten waren dabei die Judoka aus der UdSSR, die ab dem Mittelgewicht alle ersten Plätze erkämpften, wobei der Europameister im Schwerge-wicht Tigran Donguzaschwili seine Kämpfe allesamt nach kurzer Zeit mit Ippon beendete. Seine Überlegenheit mussten auch unsere beiden Schwergewichtler Udo Lemke und Uwe Carl anerkennen. Sportfreund Carl bemühte sich im Finale zwar, über die volle Zeit zu kommen, doch es gelang auch ihm nicht, da Donguzaschwili einen Übergang vom Stand zum Boden kraftvoll und schnell nutzte und Carl 30 Sekunden festhielt. Die Erstplatzierten L: 1. Platz Pacholczyk (VR Polen), HM: 1. Platz Oettel (DDR), M: 1. Platz Miklew (UdSSR), HS: 1. Platz Karlow (UdSSR), S: 1. Platz Donguzaschwili (UdSSR). Weitere Platzierungen der DDR: 2. Platz Uwe Carl S, dritte Plätze gingen an: Fuchs, Stollberg, Müller, Hübner, Völtz.

1976 DFD Pokal der Frauen in Berlin

In Anwesenheit des Generalsekretärs des DJV der DDR, Sportfreund Heinz Kempa, sowie des Vorsitzenden der Wettkampfkommission des DJV der DDR, Heinz Otto wurden in Berlin die Pokalkämpfe feierlich eröffnet. Ein zügiger Ablauf der Wettkämpfe durch die Organisatoren, an der Spitze mit Gerhard Wilhelm (BFA Vorsitzender Berlin), ließ Zuschauer und Aktive kaum zum Ausruhen kommen. Um es vorwegzunehmen, es gelang keiner Pokalinhaberin, ihren Pokal zu verteidigen. Es fiel auf, daß insbesondere jüngere Teilnehmerinnen das Niveau der Pokalauseinandersetzungen 1976 bestimmten. Hier die Sieger: 53,0 kg 1.: Beate Huth SG Dynamo Brandenburg, 58,0 kg 1.: Sonja Nitschke Rotation Berlin, 63,0 kg 1.: Ingrid Espenhain Dynamo Aschersleben, 68,0 kg 1.: Anette Runde Motor Ammendorf, +68,0 kg 1.: Annemarie Wegner HSG KMU Leipzig. Von den insgesamt 112 gemeldeten Teilnehmerinnen reisten 76 an, zehn konnten auf Grund mangelnder Startunterlagen bzw. Alter (16 Jahre) nicht zum Wettkampf zugelassen werden; z.B. die Gemeinschaften aus Reichenbach, Großenhain, Wolfen.

1976 II. DDR-Meisterschaften der Kinder

Von 150 startberechtigten Athleten waren 147 am Start

In der Messehalle am Westkreuz in Frankfurt/o fanden die Meisterschaften der Kinder des Jahres 1976 im Judo statt. Die Meisterschaft war ein großer Erfolg, der nicht zuletzt durch eine ausgezeichnete Organisation gekrönt wurde. Es sei daher an dieser Stelle allen beteiligten Sportfreunden des Bezirkes Frankfurt/o unter Leitung des BFA Vorsitzenden, Sportfreund Schmidt, für die Vorbereitung und einwandfreie Durchführung der Veranstal-tung im Namen des Präsidiums des DJV der DDR herzlich gedankt. Gleichzeitig gilt der Dank dem Wettkampf-gericht unter Leitung des Sportsfreundes Klaus Milow. Viel Geraufe, oft über das Erlaubte hinausgehend, gab es bei den Sportlern der 35-kg-Klasse. Hier sollten fehlende Techniken und Wirksamkeiten mit Kampfgeist ausgeglichen werden, was jedoch nur selten gelang. Wie bereits des Öfteren angeführt wurde, muss trotz der vielseitigen technischen Ausbildung eine bessere Wirksamkeit vorhanden sein, da im allgemeinen die Vertei-digung den gleichen Ausbildungsstand aufweisen muss.

Das dies möglich ist, bewiesen nachstehend aufgeführte Judoka:

70 kg; Olaf Schulze 4 Siege davon 3 mit 10:0; 60 kg: Jens Schneider 4 Siege davon 3 mit 10:0; -65 kg: Volker Herold 4 Siege davon 3 mit 10:0; - 45 kg: Toralf Darr 4 Siege alle mit 10:0; -55 kg: Mario Gaedke 4 Siege alle mit 10:0; -37,5 kg: Andreas Paluschek  4 Siege davon 3 mit 10:0; +70 kg: Dietmar Brand 4 Siege alle mit 10:0. Hier die DDR-Meister: Andreas Helms HSG Rostock, Andreas Paluschek ASG Rostock, Michael Jakubik Hop-Dynamo Cottbus, Toralf Darr Dynamo Weimar, Jörg Voigt Dynamo Weimar, Mario Gaedke SC Dynamo pegarten, Jens Schneider SC Dynamo Hoppegarten, Volker Herold SC Dynamo Hoppegarten, Olaf Schulze SC Dynamo Hoppegarten, Dietmar Brand SC Dynamo Hoppegarten.

1976 Skandinavische Meisterschaften in Stockholm (Schweden)DDR- und britische Judoka erfolgreich


In Stockholm fanden die skandinavischen Meisterschaften des Jahres 76 der Senioren und Junioren statt.


Der DJV der DDR schickte zehn Kämpfer in die skandinavische Hauptstadt. Die Reise traten an:


Senioren: Werner und Look (ASK Vorwärts Frankfurt/o), Gerdes, Friedrich, Ultsch (alle SC Dynamo Hoppegarten);

Junioren: Reißmann, Luderer, Lehmann (alle ASK Vorwärts Frankfurt/o), Menge, Moch (beide SC Dynamo Hoppegarten).


Weiterhin beteiligten sich Judoka aus der BRD, Großbritannien, Dänemark, Norwegen, Finnland und aus dem Gastgeberland. Nach einer beschwerlichen Reise für unsere kleine Delegation ging es direkt vom Flughafen zur Wettkampfstätte, um dort nach kurzer Erwärmung und Auflockerung sofort auf die Matte zu gehen. Das Lei-stungsniveau bei diesem Turnier wurde trotzdem eindeutig von unseren und den britischen Judoka bestimmt. In allen Gewichtsklassen, in denen DDR-Judoka an den Start gingen, wurden bis auf das Mittelgewicht der Senio-ren alle ersten Plätze erkämpft. Beste Eindrücke hinterließen bei diesem Turnier die Sportfreunde Torsten Reißmann, Dieter Moch und Karl Heinz Werner.

1976 Internationales Turnier in Etropole (Bulgarien) ; Überlegende DDR-Judoka in Etropole (Bulgarien) beim internationalen Turnier mit Mittelklasse /Werner, Hötger, Heinke, Kohl und Zuckschwerdt siegten für die DDR.

Judoka aus sieben soz. Ländern beteiligten sich Anfang März 76 am traditionellen Judoturnier des bulgarischen Judo-Verbandes, das in diesem Jahr in der kleinen Industriestadt Etropole ausgetragen wurde. Außer den Judoka des DJV der DDR schickten die anderen Länder durch die Bank Mittelklassekämpfer auf die Tatamis.

4. -9. Mai 1976 Europameisterschaften der Senioren in Kiew (Ukrainische SSR); Titelkämpfe in Kiew ohne viele heiße Favoriten

Vier Tage lang im Mai 76 war die Hauptstadt der Ukrainischen SSR, Kiew Schauplatz der Wettkämpfe der besten Judoka des europäischen Kontinents. Die Bezeichnung beste Judoka Europas muss allerdings gleich zu Beginn stark reduziert werden, da einige Landesverbände nicht ihre zurzeit stärksten Kämpfer an den Start brachten. So z.B. die UdSSR und die BRD. Auch in den Reihen der Franzosen waren mit Weltmeister Jean-Luc Rouge und weiteren Spitzenjudoka eigentliche Titelaspiranten nicht am Start. Und gerade im Halbschwer-gewicht, wo die Fachleute den großen Dreikampf zwischen dem französischen Weltmeister dem Titelverteidiger Dietmar Lorenz aus der DDR und dem UdSSR-Meister Ramas Scharschiladse erwartet hatten, sahen sie keinen der drei am Start. Rouge hatte sich bei regionalen Wettkämpfen in Frankreich verletzt und humpelte mit einem Gipsbein am Mattenrand herum, Lorenz war auf Grund einer Erkältung gar nicht erst nach Kiew gereist und Scharschiladse verzichtete auf einen Start gegen die übrige Konkurrenz. Dafür sicherte sich sein Landsmann, der junge bis dato völlig unbekannte Hubuluri den Titel im Halbschwergewicht. Kiew, eine Stadt im herrlichen Grün, war für die Judoka ein würdiger Gastgeber und präsentierte sich hervorragend wie die Wettkampfstätte im modernen Sportpalast der Stadt.

Hier die Europameister und DDR-Platzierten:

Leichtgewicht: Tunczik (Ungarn), Halbmittelgewicht: Dvoinikow (UdSSR), 2. Platz Dietmar Hötger (DDR), Mittelgewicht: Coche (Frankreich) 3. Platz Detlef Ultsch (DDR), Halbschwergewicht: Hubuluri (UdSSR), Schwergewicht: Nowikow (UdSSR), Alle Kategorien: Kasatschenko (UdSSR) Mannschaft:  Frankreich, 3. Platz DDR.

1976 DDR-Meisterschaften der Jugend A in Schwerin

DDR-Meisterschaften der Jugend A nicht ohne Überraschungen, nämlich Vizeeuropameister Bert Oettel blieb ohne Medaille. 1976 war die Bezirksstadt Schwerin Austragungsort der DDR-Meisterschaften der Jugend A. Die Veranstaltung, die von den Sportfreunden der BSG Post Schwerin unter Leitung des Sportsfreundes Neumann sehr gut vorbereitet und durchgeführt wurde, war in allen Bereichen ein großer Erfolg. Die Wettkämpfe standen unter der Leitung des Sportsfreundes Kurt Rödel Alle Kampfrichter bemühten sich nach besten Kräften das Geschehen auf der Matte zu leiten, was ihnen auch gelang. Nicht ganz so aufgegangen sind die erwarteten Leistungen unserer A-Jugendlichen, so konnte eindeutig festgestellt werden, daß die Gewichtsklassen Halbschwer- und Schwer-gewicht vom Niveau her im Vergleich zu 1975 keineswegs befriedigten. Es fehlten in dieser Klasse die über-ragenden Kämpfer wie die Sportfreunde Moch und Enderlein 1975, die insgesamt sieben Ippon erreichten, währenddessen in diesem Jahr beide Finalisten Mühe hatten um mit vier entscheidenden Siegen in das Finale zu kommen. Lässt man noch einmal die Kämpfer mit ihren gezeigten Leistungen Revue passieren, so ist insbe-sondere im Clubbereich festzustellen, daß nur die Sportler ihre Ergebnisse verbessern konnten, die insgesamt gesehen, sich in allen Ausbildungsbereichen verbessert hatten, d.h. die in der Lage waren, den Ausbildungsstand des Vorjahres entsprechend aufzustocken. Meister in den einzelnen Klassen wurden; Leichtgewicht: Hans-Herbert Luderer (ASK Frankfurt), Halbmittelgewicht: Andreas Müller (ASK Frankfurt), Mittelgewicht: Wolf-gang Buch (SG Dynamo Schwerin), Halbschwergewicht: Andreas Lorenz (SC Dynamo Hoppegarten) und Schwergewicht: Uwe Mittag (SC Leipzig).

08.-09.05.1976 Pionierpokal der männlichen Schüler in Cottbus

Hier die Platzierungen der Bezirksauswahlmannschaften:

1.Platz Bezirksauswahl Berlin
2. Platz Bezirksauswahl Erfurt
3. Platz Bezirksauswahl Rostock
3. Platz Bezirksauswahl Frankfurt/Oder
5. Platz Bezirksauswahl Potsdam
5. Platz Bezirksauswahl Schwerin

Sieger der Altersklasse B-Schüler: 30 kg Bernd Baehr Dynamo Pasewalk, 32,5 kg Torsten Kerber Dynamo Eberswalde 35,0 kg Uwe Dzimbek ASG Preschen, 37,5 kg Jörg Dommel Rotation Berlin, 40,0 kg Michael Star-ke Dynamo Großenhain, 42,5 kg Michael Schmidt Motor Süd/Ost Magdeburg, 45kg Uwe Heidenreich SC Leipzig + über 45 kg Jura Scholz Dynamo Erfurt-Mitte. Sieger der Altersklasse A-Schüler: 35 kg Michael Pellegrini Dynamo Weimar,  37,5 kg Heiko Riege Dynamo Adlershof, 40 kg Michael Jacobick Dynamo Cottbus, 45 kg Tobias Langhoff Rotation Berlin, 50 kg Toralf Darr  Dynamo Weimar, 55 kg Peter Haeusner Dynamo Fürstenwalde, 60 kg Holger Wilhelm Dynamo Eberswalde 65 kg Jens Schneider SC Dynamo Hoppegarten, 70 kg Olaf Schulze SC Dynamo Hoppegarten, + über 70 kg Dietmar Brandt SC Dynamo Hoppegarten.

August 1976 Olympische Spiele in Montreal; MONTREAL. Drittes olympisches Judoturnier mit überragenden Leistungen der UdSSR-Judokaund Japaner / Alle drei DDR-Vertreter glücklos ausgeschieden / Europa- und Weltmeister blieben auf der Strecke.


Gehörte das moderne Olympic-Velodrom in der ersten Woche der Olympischen Spiele seinen eigentlichen Nutzern, den Radsportlern, so wurden in den folgenden sechs olympischen Tagen die dunkelgrünen Tatamis der Judoka dort ausgebreitet. Und die täglich erschienenen 4000 - 5000 Zuschauern kamen bei den Wettbewerben in den fünf Gewichtsklassen und der All-Kategorie dann auch voll auf ihre Kosten. Judo, seit 1964 zum drittenmal bei Olympia dabei, bannte wie immer seine Interessenten und Zuschauer. Unter ihnen in den Tagen der Spiele auch eine Menge von Polizisten und Ordnungshelfern der kanadischen Millionenstadt, die sich von der „sanften Kunst“ ein paar Tricks, Finten und Würfe oder Griffe absehen wollten. Und eines muss den Betrachtungen in den einzelnen Gewichtsklassen gleich voran gestellt werden:

Den Japanern gelang die größte, angekündigte Revan-che gegen die europäischen Judoka, speziell gegen die UdSSR-Vertreter nicht. Nippons Kämpfer büßten weiteren Boden ein und man kann heute bereits mit Fug und Recht behaupten, daß sich die Breite und lei-stungsmäßige Qualität in vielen Ländern der unterschiedlichsten Kontinentalverbände weiter verdichtet haben. Das wird besonders in der Tatsache ersichtlich, daß eben die Europäer wiederum durch Halbmittelgewichtler Wladimir Newzorow aus der UdSSR das Halbmittelgewicht gewannen, und dieser Judoka erneut seine internationale Extraklasse unterstrich. Der olympische „Eklat“ wie ihn Japans Trainer 1972 bezeichneten wiederholte sich in verstärktem Maße - im Schwergewicht stand Weltmeister Sumio Endo nicht einmal im Finale! Die Tendenz der letzten internationalen Meisterschaften hält also weiter an und allgemein muss man feststellen, daß es einen ehemaligen „Japan“ – Komplex heute nicht mehr zu geben scheint. Das trifft auch auf die DDR-Vertreter Dietmar Lorenz, Dietmar Hötger und den Neuling Detlef Ultsch zu. Unser Trio hatte in den Tagen der olympischen Entscheidungen nicht immer Fortuna an ihrer Seite und so trafen alle gleich in den Vorkämpfen auf spätere Medaillengewinner und unterlagen oft nur knapp durch das „Hantei-Urteil des Mattenrichterkollektivs.


Goldmedaillengewinner in den einzelnen Gewichtsklassen wurden:

Olympiasieger
Leichtgewicht: Hector Rodriguez Kuba
Halbmittelgewicht:  Wladimir Newzorow  UdSSR
Mittelgewicht:  Isamu Sonoda Japan
Halbschwergewicht:  Kazuhiro Ninomiya  Japan
Schwergewicht:  Sergej Nowikow  UdSSR
Alle Kategorien: Haruki Uemura  Japan

1976 DDR-Meisterschaften der Senioren in Erfurt DDR-Einzelmeisterschaften der Senioren 1976 brachten nicht die erwartete Leistungsschau der DDR-Judoka

113 Judoka aus allen Bezirken unserer Republik bewarben sich um den Titel und Medaillen. Dazu kamen die Vertreter unserer drei Leistungszentren. Die beeindruckendsten Leistungen boten hierbei Halbschwergewichtler Dietmar Lorenz, dem das Double gelang - er gewann auch in der Klasse Alle Kategorien, und der junge Mittelgewichtler Dieter Heinrich, der sich über alle seine Konkurrenten hinwegsetzen konnte. Mit Ex-Euro-pameister Torsten Reißmann und Günter Krüger fehlten zwei der stärksten Judoka in ihren Gewichtsklassen. Beide waren verletzt. Im Leichtgewicht gelang es indessen dem Titelverteidiger Ingolf Lahr vom SC Dynamo Hoppegarten, seinen Vorjahrestitel erfolgreich zu verteidigen. Im Finale bezwang er Karl Heinz Werner (ASK Frankfurt/o). Insgesamt bewarben sich in der untersten Gewichtsklasse 32 Judoka um den Titel, davon waren 20 noch nicht einmal 20 Jahre alt. Dennoch behaupteten sich noch einmal die wettkampferfahrenen Werner (27), Arndt (24) und Zakrewski (23) neben Lahr. Im Halbmittelgewicht wurde Meister  Lothar Fehre bei nur 18 Teilnehmern, weiter im Mittelgewicht bei 28 Teilnehmern wurde der ASK Sportler Dieter Heinrich DDR-Meister, das Halbschwergewicht bei 21  Teilnehmern eindeutig von Lorenz und Moch bestimmt beide SC Dynamo Hoppegarten, dagegen war das Schwergewicht auch von der Anzahl und Leistung wohl am schech-testen besetzt, mit Zuckschwerdt gewann der SC Dynamo insgesamt auch Alle Kategorien ging nämlich durch Dietmar Lorenz 5 mal.

1976 FDJ-Mannschaftspokalwettkämpfe in Suhl; Pokal ging an Hoppegarten, Bezirk Suhl mit überraschenden ausgezeichneten Leistungen.

Die Veranstaltung fand 1976 in Suhl in der Stadthalle der Freundschaft, einer modernen Halle statt. Der Vize Präsident des DJV der DDR, Sportfreund Dr. Gerhard Lehmann, eröffnete die Veranstaltung im Namen des Zentralrates der FDJ und des DJV der DDR und sprach zu Beginn den Organisatoren sowie allen Trainern und Übungsleitern für die Veranstaltung  den herzlichsten Dank des Präsidiumsdes DJV der DDR. Hier die Platzierungen:

1. Platz SC Dynamo Hoppegarten
2. Platz ASK Vorwärts Frankfurt/O
3. Platz Bezirksauswahl Rostock
3. Platz SC Leipzig
5. Platz Bezirke Halle
5. Platz Bezirk Suhl

26.06. 1976 Kommuniqué

An 26. Juni 1976 trat das Präsidium des DJV der DDR in Leipzig zu seiner Tagung gemäß Arbeitsplan zusammen. Nach der Beschlusskontrolle erstattete der Präsident des DJV der DDR, Gerhard Grafe, den Bericht über die Arbeit des Büros des Präsidiums für den Zeitraum vom 21. März bis zum 26. Juni 1976. Auf der Grundlage der Beschlüsse des IX. Parteitages der SED wurden die sich heraus ergebenden Konsequenzen für die Arbeit der Funktionäre des DJV der DDR von den Präsidiumsmitgliedern ausführlich beraten. Gleichzeitig wurde die 7. Tagung des DTSB-Bundesvorstandes, über die Sportfreund Grafe berichtete, ausgewertet. Eine Grobkonzeption zur Präzisierung des Ausbildungsprogramms der TZ, die von Vizepräsident Dr. Gerhard Lehmann und Nachwuchsverbandstrainer Willi Lorbeer vorgelegt worden war, wurde beraten. Der Vorsitzende der Wettkampfkommission, Heinz Otto, informierte über den Stand der Vorbereitungen der Kinder- und Jugendspartakiade 1977. Die Vorlage der Pressekommission zur Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit im DJV wurde bestätigt. Anlässlich des Tages der Volkspolizei wurden die Präsidiumsmitglieder Egon Kehl, Walter Kühn, der Vorsitzende der Revisionskommission des DJV der DDR, Horst Mallon, sowie der Vorsitzende des BFA Leipzig, Walter Nitschke, ausgezeichnet.

1976 Pionierpokal der Mädchen in Straußberg bei Sondershausen; Schwerin verteidigte den Pokal

Neuland betrat die Frauenkommission des DJV der DDR in diesem Jahre bezüglich des Austragungsortes der Pionierpokalkämpfe der Mädchen in diesem Jahre. Mit dem Pionierlager „Georgi Dy“ in Straußberg bei Son-dershausen in landschaftlich herrlicher Umgebung waren bezüglich der Austragung der Wettkämpfe einige Probleme verbunden. Für die Wettkämpfe wurde der relativ kleine Saal im Nachbarort Immenrode gefunden, wobei für die Pioniere ein Anmarschweg von 45 Minuten in Kauf genommen werden musste. In den Mann-schaftskämpfen um den Pionierpokal gab es meist klare Siegermannschaften. Dabei konnte die Mannschaft Schwerin in ausgeglichener Besetzung den Pokal fast mühelos verteidigen. In der Einzelermittlung konnten sich die führenden Bezirke erwartungsgemäß ebenfalls am besten platzieren. Ausnahme bildeten nur die ersten Plätze für Rosenbaum (Neubrandenburg) und Sperling (Magdeburg).Fast traditionsgemäß kamen die Geschwister Mothes (Schwerin), diesmal durch Babett vertreten, zur Goldmedaille. Gegenüber dem Vorjahr gab es wieder eine Verbesserung in der Graduierung der Teilnehmerinnen. Von den 166 Teilnehmerinnen besaßen

14,5%     den II. Kyu

32,1%     den III. Kyu

31,5%     den IV. Kyu

21,9%     den V. Kyu


Entsprechend platzierten sich auch die höher Graduierten und nur 3 Gelbgurte kamen zu Medaillenehren.Ergebnisse der Mannschaft:            


1. Platz Bezirk Schwerin
2. Platz Bezirk Rostock
3. Platz Bezirk Potsdam
3. Platz Bezirk Berlin
5. Platz Bezirk Frankfurt/o
5. Platz Bezirk Suhl

Nun die Erstplatzierten der einzelnen Gewichtsklassen: 30 kg Silke Lutz, Dyn. Brandenburg, 32,5 kg Silke Rosenbaum Dynamo Anklam, 35 kg Babette Mothes Dynamo Schwerin, 37,5 kg Carmen Drobbe Dynamo Hoyerswerda, 40 kg Ines Wulff Rotation Berlin, 42,5 kg Heike Foitzik HSG Rostock, 45 kg Ines Sperling AEO Magdeburg, 50 kg Manila Vogeler Dynamo Brandenburg, 55 kg Christiane Köpp HSG Rostock und über 55 kg Astrid Radde Dynamo Zudar

Wer einen höheren Gürtel erwerben will; Erarbeitung einer neuen Graduierungsordnung 76Auszüge aus der Graduierungsordnung des DJV der DDR (III)


3.2. Anforderungen für Dan-Grade(1)   Theorieprüfung

Bei Prüfungen zum 1. Und 2. Dan-Grad muss und bei Prüfungen ab 3. Dan-Grad kann eine

Theorieprüfung stattfinden.

Bestandteile der Theorieprüfung sind:


- Aktuell-sportpolitische Fragen

- Fragen zur Geschichte des Judosports

- Organisationsaufbau des DTSB der DDR und des DJV der DDR

- Fragen zur Wettkampfordnung des DJV der DDR und zu den Wettkampftregeln der IJF

- Trainingsmethodik.


Niveauanforderung:

Für den 1. Und 2. Dan wird ein allgemeines Grundwissen zu den genannten Schwerpunkten gefordert. Für den 3. Dan konzentrieren sich die Prüfungsanforderungen besonders auf den Bereich Trainingsmethodik.Der Bewerber für den 4. Dan Muss eine schriftliche Arbeit an den Vorsitzenden der Graduierungs-Kommission einreichen. Dieser lässt die Arbeit durch den Trainerrat des DJV der DDR beurteilen. Die Durchführung zur Prüfung des 4. Dan ist vom Ergebnis der Beurteilung der schriftlichen Arbeit abhängig. Vom Trainerrat kann eine Verteidigung der schriftlichen Arbeit durch den Bewerber (vor dem Trainerrat) gefordert werden.


(2)  Anforderungen an die Praxis für die einzelnen Grade 1)

1. Dan

- Demonstrationen der Wurf- und Grifftechniken des V. - I. Kyu

- Demonstration der Nage-No-Kata

- Demonstration der Judo-Selbstverteidigung (von jeder Gruppe mindestens 7 Möglichkeitender Abwehr.

2. Dan

Demonstration von Renzoku-Waza (Wurfkombinationen) und Kaeshi-Waza (Wurfkombinationen)

Diese Techniken werden von der Kommission angesagt.

Demonstration der Katame-No-Kata

3 Dan

- Demonstration zusätzlicher Bodengriffe (diese Bodengriffe werden dem Prüfling von der Prüfungs-

   Kommission angesagt).

- Demonstration mehrerer nachfolgend genannter Wurftechniken, von denen mindestens 5-6

Varianten zu zeigen sind:


Die Prüfungskommission bestimmt vor der Prüfung, in welcher Reihenfolge vom Prüfling die Techniken zu demonstrieren sind. Zur Unterstützung können vom Prüfling die eigenen Unterlagen

während der Prüfung genutzt werden. Der Schwerpunkt bei der Demonstration liegt in der Herausarbeitung der Kuzushi, Tsukuri und in einer flüssigen Gesamtbewegung. Es wird eine deutlich sichtbare Abgrenzung zwischen den einzelnen Varianten gefordert.

- Vom Prüfling ist der Unterschied von Kombination und Finten an mindestens vier Beispielen zu erläutern und zu demonstrieren. Die Auswahl der Techniken bleibt ihm selbst über-lassen. Die Wirkungsweise ist in beiden Hauptbewegungsrichtungen (vor- und rückwärts)zu demonstrieren.

4. Dan

Kernstück der Prüfung ist die Ne-Waza (Bodenarbeit)Schwerpunkt ist die wirkungsvolle Arbeit am Gegner in den unterschiedlichsten Positionen amBoden. Der Prüfling hat den Zeitraum von ca. 60 Minuten sein technisch-taktischen Repertoirezu demonstrieren und dabei die methodischen Lösungswege zu erläutern. Die Demonstration istso aufzubauen, daß alle Angriffsvariationen (direkte Angriffe, Finten und Kombinationen sowieGegenangriffe) in der Position als Obermann, dann in der Position als Untermann, danach dieVerteidigung (Blockade, Befreiung und Folgetechniken) in der Position als Untermann, danachdie Verteidigung von Angriffen in der Position als Obermann sowie die Herausarbeitung vonGriffen aus der Bauchlage oder Hockstellung des Gegners gezeigt werden.


1976 DDR-Judoka in Paris beim „Fete de L`Humanite“

Das Zentralkomitee der KPF und die Mitarbeiter seines Zentralorgans „L`Humanite“ hatten das diesjährige Pressefest unter der Losung „Jugend und Sport“ gestellt. Aus diesem Anlass weilte eine Reihe von Olympia-siegern und -medaillengewinner aus den sozialistischen Bruderländern in Paris. Zur Delegation des DJV der DDR als eine kleine Gruppe im Rahmen der Vertreter des DTSB der DDR gehörten die Sportfreunde Mikosch, Ultsch, Lorenz und Zuckschwerdt. Zusammen mit den beiden sowjetischen Olympiasiegern Newzorow und Nowikow sowie dem Silbermedaillengewinner Dvoinikow und zwei Judoka aus der CSSR bestritten sie mehrere Veranstaltungen in Vororten von Paris (St. Quen) und während des Festes im „Parcpaysager de La Courneuve“. Während unseres Aufenthaltes in Paris hatten wir vielfältige Gelegenheiten, mit den französischen Genossen ins Gespräch zu kommen. Obwohl die Organisation des Pressefestes (ein Volksfest im wahrsten Sinne des Wortes) eine Reihe von Problemen mit sich brachte, hatten wir dennoch Gelegenheit, uns einige Sehenswürdigkeiten von Paris anzusehen und die Anlagen der Schlösser und Parks von Versailles zu besichtigen. Aber auch für unsere Judoka mussten noch sehr freundschaftliche Gesten für Judobegeisterte Franzosen getan werden, es wurden Autogramme an Sportler weitergegeben.

1976 Länderkampf Österreich - DDR in WienWasserschlacht auf Tatamis, ging im Regen unter


Die Olympischen Spiele 1976 sind kaum vorbei, und schon wieder gibt es zum Saisonauftakt internationale Vergleichskämpfe im Judo. Die Nationalmannschaft des Judo-Verbandes der DDR weilte Ländervergleichskampf DDR - Österreich in Wien. Welche Wertschätzung diesen Länderkämpfen durch Wiens Bevölkerung entgegengebracht wird, sei allein schon daran bewiesen, daß oft mehr als 3000 Zuschauer den Judokämpfen interessiert zuschauten. Auch in diesem Jahr war das Sportprogramm wiederum ausgezeichnet besetzt. Zweimal musste der Beginn der Judokämpfe verschoben werden. Trotz Dauerregen und kühlem Wetter umsäumten zahlreiche Zuschauer das Matten geviert und spendeten den tadellosen Leistungen der Judoka aus der DDR und Österreich lebhaften und anerkennenden Beifall. Da der Regen immer heftiger wurde, konnte dann leider der zweite Durchgang nicht mehr durchgeführt werden und beide Mannschaftstrainer einigten sich, es bei einem Durchgang zu belassen. Folgende DDR-Judoka waren in Österreich: Ingolf Lahr, Torsten Reißmann, Günter Krüger, Lothar Fehre, Dieter Heinrich, Harald Heinke, Roland Porath, Rainer Kohl, Karl Heinz Katzschke und Wolfgang Zuckschwerdt. Ihnen standen folgende Österreicher gegenüber: Radspieler, Sinkovits, Gerhard Jungwirth, Martin Wöss, Leopold Kreun, Werner Rauter, Robert Köstenberger, Gerhard Willinger, Gustav Huber und Franz Schmidt.

Insgesamt lautete das Ergebnis:

DDR 7 Siege/ 64 UnterpunkteÖsterreich 2 Siege/ 20 Unterpunkte


September 1976 Internationales Nachwuchsturnier in Lodz im

Eine Generalprobe für Lodz, internationales Nachwuchsturnier mit Teilnehmern aus neun Ländern.


Im September richtete der polnische Judo-Verband, Veranstalter der diesjährigen Nachwuchs-Europameisterschaften in Lodz, wo es im November um Titel und Medaillen geht, ein internationales Nachwuchsturnier aus, an dem neun europäische Landesverbände teilnahmen und ihren hoffnungsvollen Nachwuchs zu dieser Veranstaltung entsandten. Für den DJV der DDR, dessen Delegation unter der Leitung von Nachwuchsverbandstrainer Willi Lorbeer stand, waren vier Junioren in die polnische Wojewodschaftshauptstadt gereist. Leichtgewichtler Joachim Schott (SC Leipzig), Halbmittelgewichtler Torsten Reißmann, Mittelgewichtler Dieter Heinrich, (beide ASK Frankfurt/o) und Halbschwergewichtler Werner Schulze (SC Leipzig). Bei den Jugendlichen starteten im Leichtgewicht: Klaus-Peter Stollberg (SC Leipzig), Halbmittelgewichtler Bert Oettel (ASK Frankfurt/o), Mittelgewichtler Baltsch (SC Leipzig), Halbschwergewichtler Detlef Völtz (SC Dynamo Hoppegarten) und schließlich Schwer-gewichtler Uwe Carl (ASK Frankfurt/o). Abschließende Betrachtungen: Die Begegnungen in Lodz standen sowohl bei der Jugend als auch bei den Junioren unter hohem kämpferischen Niveau und zeigten, daß nur der Aktive siegen kann, der es verstand, die Aufgaben mit hoher Aktivität in Angriff zu nehmen. Erfolgreichstes Land dieser EM-Testwettbewerbe waren die jungen Judoka aus der VR Polen, die mit 50 Teilnehmern eine Mammutstreitmacht stellten und insgesamt 66 Punkte erkämpften. Die UdSSR startete mit zehn Aktiven und kam mit 48,5 Punkten auf den zweiten Rang. Dritter wurde die DDR, die mit neun Aktiven auf 29 Punkten kam.

September 1976 5.Internationale Rumänische Juniorenmeisterschaften

Gerdes und Moch im Finale, Starke internationale Beteiligung


Insgesamt 76 Sportler beteiligten sich an den 5. Internationalen Juniorenmeisterschaften vom 25.-26. September 1976 in Bukarest. Die Judoka kamen aus Bulgarien, Frankreich, Portugal, Polen, der BRD, DDR, Schweiz, CSSR, den Niederlanden und Jugoslawien. Erstmalig konnte der Gastgeber Rumänien auch  Gäste aus Syrien begrüßen. Die Meisterschaften waren gut organisiert und ihre Durchführung verlief ohne Probleme. Am 25.09. wurden die Vorrunden- und Hoffnungsrundenwettkämpfe ausgetragen und am 26.09.76 die  Semifinal- und Finalkämpfe durchgeführt. Hier die Sieger Leichtgewicht: (18 Starter aus 12 Länder) 1. Platz Zorychta VR Polen, Halbmittelgewicht: (17 Starter aus 11 Länder) 1. Platz Ferret Frankreich, Mittelgewicht: (16 Starter aus 11 Länder) 1. Platz Toma Rumänien, 2. Platz Andre Gerdes (DDR), Halbschwergewicht: (15 Starter aus 9 Ländern) 1. Platz Plezier Niederlande, 2. Platz Dieter Moch DDR, Schwergewicht: (10 Starter aus 7 Ländern) 1. Platz Coteanu SR Rumänien.

05. -10. Oktober 1976 SKDA-Meisterschaften in Havanna (Kuba)

Zweimal Gold, einmal Silber in Havanna für DDR-Judoka bei den VI. SKDA-Meisterschaften im Judo mit hohem Niveau.


Vom 05. - 10. Oktober 1976 fanden in Havanna (Kuba) die VI. SKDA-Meisterschaften der befreundeten Ar-meen im Judo statt. Die Wettkämpfe wurden in der neuerbauten Sporthalle „Jose Marti“ ausgetragen. Bei einer vollbesetzten Halle mit begeistertem Publikum wurden an drei Wettkampftagen die SKDA-Meister ermittelt.

Der ASK Vorwärts Frankfurt/o schickte zu dieser Meisterschaft folgende Aktive:


Olympiasieger
-63,0 kg Torsten Reißmann Karl-Heinz Werner
-70,0 kg Bernd Mikosch Hans Georg Zepnick Matthias Jahn
-80,0 kg Dieter Heinrich Hans Georg Zepnick
-93,0 kg  Bernd Look  Roland Porath

Der erste Wettkampftag sah für den ASK nicht gut aus. Nur Bernd Look, der im Halbschwergewicht an den Start ging, erkämpfte einen fünften Platz Erstplatzierter im HS wurde Scharliladse (UdSSR), Schwergewicht 1.Platz Kasaschenkow (UdSSR), Mittelgewicht 1. Platz Ferrar (Kuba), Halbmittelgewicht 1. Platz Bernd Mikosch (DDR), 2. Platz ging an Karl Heinz Werner (DDR), Leichtgewicht 1. Platz Torsten Reißmann (DDR).

1976 DDR-Juniorenmeisterschaften in Cottbus

Generalprobe für die Junioren-Europameisterschaften in Lodz nicht in allen Punkten gelungen


Die Generalprobe die als DDR-Meisterschaften der Junioren in Cottbus für die EM in Lodz stattfinden sollte fand nicht in allen Punkten seine Anerkennung durch Gerd Schneider. Enttäuschend, wie wenig vor allen Dingen jüngere, durchaus talentierte Kader die Gelegenheit nutzten, um sich mit großer Risikobereitschaft und Einsatzfreude in Szene zu setzen. Hier war für alle die Gelegenheit, in Abwesenheit der älteren Nationalkader eine Leistungsentwicklung in der Technik und im Kampfverhalten nachzuweisen und auf sich aufmerksam zu machen. Neben den schon erfahrenen Junioren, wie Reißmann, Gerdes, Heinke und Moch, die schon bei den Senioren so manchen Erfolg verbuchen konnten und von denen vordere Plätze erwartet wurden, zeigten sich besonders die Leichtgewichtler Schott (SCL), Thomas  und Luderer (ASK) von der besten Seite. Im Finale allerdings hatte man den Eindruck, daß sich Thomas schon mit seiner Silbermedaille abgefunden hatte. Er leistete Schott nicht den erwarteten Widerstand. Kämpfer wie Grutza und Jäger (beide SC Dynamo) blieben unter ihren Möglichkeiten. Im Finale des Halbmittelgewichts setzte sich am Ende mit Torsten Reißmann (ASK) der Senioren Europameister des Jahres 1975 im Leichtgewicht gegen Henry Menge (SC Dynamo) den Jugend-Europameister  knapp durch. Leider fehlten auch diesem Finalkampf die Höhepunkte, denn keiner der beiden kämpfte mit letztem Risiko.

Die wirksameren Angriffe waren für Torstens Sieg ausschlaggebend. Bis zum Finale hatten beide gezeigt, daß mehr in ihnen steckt und Menge hatte mit Lehmann (ASK) einen Mitfavoriten aus dem Rennen geworfen. Auch im Mittelgewicht kam es zur erwarteten Finalpaarung. Nur mit großer Mühe gelang es den eine Klasse höher startenden Junioren Europameister Andre Gerdes (SC Dynamo) einen erzielten Yuko gegen den Mittelgewichtsmeister der Senioren Dieter Heinrich (ASK) bis zum Sore Made des Kampf-richters zu verteidigen. Dabei offenbarte der Berliner Mängel in der Verteidigung, die ihm bei stärkerer Gegnerschaft zum Verhängnis werden könnten. Ähnliche Mängel zeigten sich auch bei Halbschwergewichtsmeister Dieter Moch (SC Dynamo), der lange Zeit brauchte, um Mörle (SCL) in den Griff zu bekommen. Noch immer kein Lichtblick zeigt sich im Schwergewicht. Unter den sieben Teilnehmern, die zum Kampf stellten, befand sich mit Voigt (SCL) überhaupt nur ein Klubkader. Soltau (Motor Süd/Ost Magdeburg besiegte Lobes (ASG Perleberg) im Finale mit 1:0. In einer der für den DJV der DDR erfolgreichsten Gewichtsklassen bietet sich kein Kader für die EM an. Diese Lücke in absehbarer Zeit zu schließen, sollte ein Schwerpunkt der Bemühungen in den Trainingszentren und Klubsektionen sein. Ein besonderes Lob sei den Cottbuser Orga-nisatoren ausgesprochen. Sie hatten am Tage der Volkswahlen die Kongresshalle hervorragend vorbereitet und der Veranstaltung einen würdigen Rahmen gegeben.


Oktober 1976 „Werner Seelenbinder-Gedenkturnier“ in Berlin

170 Jugendliche ehrten den Kämpfer „Werner Seelenbinder“


Im Oktober 1976 fand in Berlin, der Hauptstadt der DDR, anläßlich des 32. Todestages „Werner Seelenbinders“, der am 24.10.1944 in Brandenburg-Görden als aufrechter Arbeitersportler und Widerstandskämpfer gegen Krieg und Faschismus hingerichtet wurde, ein Gedenkturnier statt. 170 Judoka aus fast allen Bezirken unserer Republik ehrten mit zum Teil ausgezeichneten Leistungen das Andenken des Widerstandskämpfers. So waren es besonders Sportler im Halbmittelgewicht, die mit gutem technischem und kämpferischem Niveau um jeden Vor-teil kämpften. Insgesamt muss über das Turnier gesagt werden, daß Fortschritte gegenüber 1975 festzustellen waren, daß aber bis zu den EM und bis zur VI. Kinder- und Jugendspartakiade noch eine fleißige Trainingsarbeit erforderlich ist, um auch dort erfolgreich abzuschneiden. Hier die Sieger in den einzelnen Klassen: Leichtgewicht: (36 Teilnehmer) 1. Jürgen Möller SC Dynamo, Halbmittelgewicht (48 Teilnehmer) 1. Hans Engelmeier ASK, Mittelgewicht (45 Teilnehmer) 1. Günter Baltsch SC Leipzig, Halbschwergewicht (23 Teilnehmer) 1. Reiner Schmidt ASK Frankfurt/o und Schwergewicht (12 Teilnehmer) 1. Udo Lemke ASK Frankfurt/o.

September 1976 Turnier des DJV „Schlagt die Meister“ in Leipzig

„Empfehlungen für Lodz im November“, „Schlag die Meister“ in diesem Jahr als Höhepunkt

kurz vor dem Ende der Saison.


Diesem Aufruf des Verbandes folgten Ende September 145 Judoka aus allen Teilen der Republik nach Leipzig. Dieser alljährliche Leistungsvergleich unseres Nachwuchses im Jugendbereich wurde zu einem Höhepunkt am Ende der Wettkampfsaison. Dafür sorgten vor allem die Aktiven der drei Clubs SC Leipzig, SC Dynamo und ASK Frankfurt (Oder). Sie siegten in allen Gewichtsklassen, die Gastgeber durch Klaus-Peter Stollberg im Leichtgewicht und Siegbert Fuchs im Halbmittelgewicht, der SC Dynamo kam durch Lutz Kunze (Mittel-gewicht) und Gerd Dietrich (Halbschwergewicht) sowie der ASK durch Uwe Carl bei den Schwergewichtlern zum Erfolg. Damit haben sich erwartungsgemäß die Favoriten und ersten Anwärter auf eine Fahrkarte zur Junioren-EM durchgesetzt. Zusammenfassend lässt sich sagen: „Schlagt die Meister!“ war in diesem Jahr ein gut organisiertes und leistungsmäßig stark besetztes Turnier für unseren Nachwuchs. „Besonders die Ausgeglichenheit an guten Kämpfern in den unteren Gewichtsklassen überraschten positiv bei den Gastgebern. Bei uns machte sich das Fehlen von Bert Oettel bemerkbar“, resümierte ASK Trainer Klaus-Peter Kostak. Und SCL-Trainer Karl Heinz Deblitz: „Besonders erfreulich war für uns die große Teilnehmerzahl, ein Zeichen, daß die Idee des Turniers richtig ankommt. Für uns als Klub wurden die guten Ergebnisse des Bruno-Plache Turniers bestätigt“.

November 1976 III. Pokalturnier in Schwedt Elf Jahre Judo in Schwedt


Die Sektion Judo der BSG Aufbau Schwedt führte anläßlich des elfjährigen Bestehens der BSG ihr Pokalturnier durch. Es waren 15 Sektionen eingeladen, leider nahmen aber nur elf Sektionen teil. In folgenden Altersklassen wurden um den Mannschaftspokal gekämpft: Männer ab 17 Jahre, Jugend (Jahrgang 60, 61, 62), Schüler (Jahrgang 63, 64). Das Turnier fand als Einzelturnier mit Mannschaftswertung statt. Gekämpft wurde im Poolsystem, damit jeder Sportler mindestens drei bis vier Kämpfe bekam. Die Poolsieger kämpften dann über Kreuz um Platz 1 bis 4. Bei den Männern gab es besonders spannende Kämpfe zwischen der ASG Strausberg, Aufbau Schwedt und Dynamo Neubrandenburg.

Die Sieger:

63,0 kg Lothar Weißert (Aufbau Schwedt)

70,0 kg Dieter Kotyczka (Aufbau Schwedt)

80,0 kg Werner Bunge (Dynamo Neubrandenburg)

93,0 kg Gerhard Quitter (ASG Strausberg)

+93 kg Bernd Krüger (Dynamo Neubrandenburg)


In der Mannschaftswertung belegte der ASK Strausberg Platz 1 mit 20 Punkten, 2.Dynamo Neubrandenburg 18 Punkte, 3.Aufbau Schwedt mit 17 Punkten. Bei den Jugendlichen waren die Judoka von Dynamo Erfurt mit Abstand die Besten und stellten fünf Sieger.


1. Platz SG Dynamo Erfurt-Mitte 38 Punkte
2. Platz ASG Trollenhagen 24 Punkte
3. Platz BSG Aufbau Schwedt 20 Punkte

Auch bei den Schülern schnitt Dynamo Erfurt mit fünf Ersten Plätzen am besten ab.

Die Mannschaftswertung:

1. Platz Dynamo Erfurt-Mitte   45 Punkte
2. Platz Aufbau Schwedt  27 Punkte
3. Platz WGK Frankfurt  17 Punkte
4. Platz Medizin Eisenhüttenstadt  14 Punkte
5. Platz Lok Oranienburg 12 Punkte

Gesamtpokalsieger wurde Dynamo Erfurt-Mitte mit 83 Punkten vor der BSG Aufbau Schwedt 64 Punkten.

09.+10.10.1976 V. Rostocker Ostseepokalturnier der Frauen und Jugend in Rostock

HSG Jena und HSG Rostock Pokalsieger


Am 09. Und 10.10.76 veranstaltete die HSG Rostock das V. DDR-offene Ostseepokalturnier der Frauen und weibliche Jugend, an dem 150 Aktive aus den Sektionen; Dyn. Rudolstadt, Medizin Bad Liebenstein, Ascota Karl Marx Stadt, Lok Stendal, Dynamo Aue, HSG Greifswald, Medizin Erfurt, HSG Jena, Dynamo Schwerin, Lok Werdau, Dynamo Neubrandenburg, Dynamo Schwarze Pumpe, Dynamo Berlin-Friedrichshain, Luftfahrt Berlin, Dynamo Wolmirstedt, ASG Trollenhagen, FSG Rostock, KMU Leipzig und HSG Rostock teilnahmen. Da die DDR-Meisterschaften der Jugend und der Frauen dieses Jahr wieder im Herbst stattfinden, hatte dieses Turnier den Charakter einer echten Generalprobe. Am 09.10. fand traditionsgemäß ein Mannschaftsturnier um die Wanderpokale statt, das fünf Frauenmannschaften und 13 Jugendmannschaften vereinte. Pokalverteidiger waren Dynamo Brandenburg (Frauen), die diesmal nicht teilnahmen und die HSG Rostock (Jugend). Das Frauenturnier gewann erwartungsgemäß die HSG Jena vor der HSG Rostock. Der direkte Vergleich endete 2:2 (13:8) für Jena.

Der Endstand:
1. Platz HSG Jena 8:0 Punkte
2. Platz HSG Rostock 6:2 Punkte
3. Platz Dynamo Friedrichshain 4:4 Punkte
4. Platz Ascota Karl Marx Stadt 2:6 Punkte
5. Platz Medizin Erfurt  0:8 Punkte

Das Jugendmannschaftsturnier wurde im Poolsystem ausgetragen:

Der Endstand:
1. Platz HSG Rostock I
2. Platz Dynamo Schwerin I
3. Platz HSG Rostock II
3. Platz HSG Greifswald

Beim Einzelturnier am 10.10. gab es dann noch einmal recht farbige Kämpfe und so die einzelnen Sieger: Weibliche Jugend: 40 kg Carmen Drobbe (Dynamo Schwarze Pumpe), 45 kg Antje Nikilewski (Dynamo Schwarze Pumpe), 50 kg Susann Mothes (Dynamo Schwerin), 55 kg Ingrid Plath (Dynamo Schwarze Pumpe), 60 kg Bärbel Barthel (Dynamo Schwerin), 65 kg Irina Will (HSG Greifswald), +65 kg Manuela Haß (HSG Rostock.Sieger Frauen: 53 kg Helene Braun (Medizin Bad Liebenstein), 58 kg Marita Bender (HSG Jena), 63 kg Antje Schlote (Dynamo Friedrichshain), 68 kg Marianne v. Suchodoletz (HSG Greifswald) und +68 kg Inge Eckardt (Luftfahrt Berlin).


Ende November 76 „Judoschlacht“ in Thüringen; Traditionsturnier in Weimar am Nationalfeiertag

Fast einer „Judoschlacht“ entsprach die diesjährige Traditionsveranstaltung des KFA Weimar zu Ehren des Nationalfeiertages. 327 Judosportler von 14 Sportgemeinschaften stritten in den Altersklassen Schüler und Jugend B um den Sieg. Dabei waren die Alters- und Gewichtsklassen so eingeteilt, daß dieser Wettkampf im Hinblick auf Leipzig 1977 als echter Test zu werten war. Auf drei Matten wurde in zum Teil mit über 30 Sportlern besetzten Klassen um den Sieg gekämpft und mancher Sieger oder Platzierte nationaler Meisterschaften konnte sich nur mit Mühe und Not eine Urkunde sichern. Die Vergabe des Wanderpokals des KFA gibt dieser Veranstaltung in jedem Jahr einen besonderen Reiz. Nachdem die Goethestädter als Veranstalter mehrfach dominiert hatten, mussten sie sich in diesem Jahr den Sportlern der ASG Rostock, die in Weimar stark auf-trumpften, geschlagen geben. Einen besonders starken Eindruck hinterließen beim Turnier die Sportfreunde Riege (Adlershof), Paluschek und Schönian (beide ASG Rostock). Blumberg und Schöneburg (beide HSG Potsdam), Petzel (Dynamo Erfurt-Mitte) und Schwientek (Dynamo Weimar). Nun die Einzelsieger: Schüler 32,5 kg Born (Dynamo Erfurt-Mitte),35 kg Brix (Dynamo Erfurt-Mitte), 37,5 kg Friedrich (ASG Rostock), 40 kg Riege (Dynamo Adlershof), 45 kg Paluschek (ASG Rostock), 50 kg Fischer (ASG Rostock), 55 kg Blumberg (HSG Potsdam), 60 kg Ehrich (ASG Rostock) 65 kg Meyer (Dynamo Erfurt-Mitte) und +65 kg Petzel (Dynamo Erfurt-Mitte)Einzelsieger Jugend B: 37,5 kg Schönian (ASG Rostock), 40 kg Pellegrini (Dynamo Weimar), 45 kg Ahrens (ASG Rostock), 50 kg Schöneburg (HSG Potsdam), 55 kg Schwientek (Dynamo Weimar), 60 kg Götze (Dynamo Adlershof), 65 kg Zapp (ASG Rostock), 70 kg Hafner (Dynamo Weimar) und +70 kg Hartung (Medizin Erfurt).


1976 Europameisterschaften der Jugend und Junioren in Lodz (VR Polen) Zwei Europameister in Lodz gekrönt; Nachwuchstitelkämpfen insgesamt auf hohem Niveau/ DDR Jugendliche und Junioren büßten gegenüber Turku 1975 fünf Medaillen ein, Spitze insgesamt breiter geworden.

 Jürgen Möller, Europameister im Leichtgewicht für Jugendliche und Andre Gerdes erneut Titelträger im Halbmittelgewicht bei den Junioren. Dabei ist das diesjährige Abschneiden des DDR-Nachwuchses mit kritischen Akzenten zu versehen. Fünf Medaillen weniger als vor Jahresfrist im finnischen Turku ist die grobe Übersichtbilanz. Bei den Junioren blieben unsere Nationalkader ohne weitere Medaillen.

1976 DDR-Judoka in Algerien Zwischen Trainingscamp und Casbah, DDR-Judoka erstmalig in der Demokratischen Republik Algerien

Der erste Wettkampf wurde am algerischen Nationalfeiertag, dem Tag der Revolution ausgetragen. Eine A- und B-Mannschaft des DJV der DDR kämpfte gegen eine A, B und C-Auswahl Algeriens. Alle Mannschaftskämpfe konnten siegreich gestaltet werden. In unserer A-Mannschaft kämpften: Werner (ASK), Fehre, Ultsch, Lorenz und Zuckschwerdt (alle SC Dynamo), Mikosch (ASK), Karl, Kohl (Dynamo) und Katzschke (SCL) zusammen. Die A-Vertretung gewann alle Mannschaftskämpfe 5:0 während die B-Vertretung mit den ehrgeizigen Algeriern mehr Schwierigkeiten hatte und gegen die algerische A-Mannschaft nur 2:1 gewann. Bis zum 10.11.76 trainierten wir gemeinsam mit unseren algerischen Freunden. Ein zweiter Wettkampf wurde nur als Trainings-wettkampf durchgeführt. Eine offizielle Wertung erfolgte nicht.

Oktober 1976 V.“Silberner Roland in Brandenburg„Silberner Roland“ ging nach Hoppegarten


Zu einem echten Wettkampfhöhepunkt hatte sich das große, traditionelle Schülerturnier um den „Silbernen Roland der Stadt Brandenburg“ auch in diesem Jahr am letzten Wochenende im Oktober entwickelt. Bereits zum fünften Male luden die Brandenburgs Dynamo-Judoka fast alle renommierten Sektionen mit einer großen Schü-lerbreitenarbeit in die Sporthalle am neuen Volksbad ein, um im Mannschafts- und Einzelturnier den Gewinner der Miniaturausgabe des Wahrzeichens der Havelstadt zu ermitteln. Die Anzahl der kompletten Mannschaften, die alle Klassen von 25 kg bis über 65 kg besetzt hatten, war in diesem Jahr mit 10 Staffeln als im Vorjahr, was sich aber nicht auf die Qualität der Wettkämpfe auswirkte. Nach vierstündiger Kampfzeit in zwei Pools zu je fünf Mannschaften standen als Halbfinalisten der SC Dynamo Hoppegarten gegen Dynamo Erfurt I (9:3) und Dynamo Brandenburg-Mitte gegen die SG Dynamo Rathenow (zwei alte Rivalen im Bezirk) (7:7) fest. Da die Brandenburgs mit 65:53 Unterpunkten knapp gewannen, standen sie auch in diesem Jahr wiederum im Finale gegen die favorisierten Hoppegartener. Nachdem der leichteste Berliner, Petar, den ersten Ippon für seine Mannschaft erkämpfte, zogen die Brandenburger in rascher Folge mit 4 Ipponsiegen und einem Wazaari-Ab-schluß auf 5:1 in Führung, bevor die Jungen aus Hoppegarten sich fingen und einen beruhigenden 9:5 Finalsieg und damit den erneuten Pokalgewinn sicherstellten. Die Einzelsieger B-Jugend: Peter, Hanack, Heise, Bose, Weiß, Loll, Chropia, Stempowski, Krüger und Pannewitz Die Einzelsieger A-Kinder: Brix, Braun, Riege, Ahrens, Heimhaldt, Ostrowski, Nickel, Gädtke und Brandt.

Anfang November 76 Internationaler Vergleichskampf mit Kromeriz/Brno (CSSR) in Brandenburg; Brandenburger Judoka international erfolgreich

Zu einem ersten Kräftemessen zwischen Dynamo Mitte Brandenburg und den weiblichen Judoka von Slavia Kromeriz/Brno (CSSR) kam es Anfang November in der Sporthalle in Brandenburg. Zu diesen beiden Vertre-tungen gesellten sich Judoka von Dynamo Berlin-Friedrichshain, Motor Süd/Ost Magdeburg und der BSG Datenverarbeitung Potsdam. Im Mannschaftsturnier wurde im System Jede gegen Jede gekämpft, so daß jeder Teilnehmerin schon 5 Kämpfe garantiert werden. Die sehr ausgeglichenen besetzte Mannschaft Brandenburg I setzte sich mit überzeugenden Kampfergebnissen gegen Potsdam 5:2, Magdeburg 6:1, Slavia 5:1, Frie-drichshain 4:1 und Brandenburg II mit 7:0 durch.. Im anschließenden Einzelturnier wurden folgende Sieger festgestellt: 48 kg Ilona Hirsch (Brandenburg), 52 kg Beate Huth (Brandenburg), 56 kg Kerstin Riechers (Brandenburg), 61 kg Antje Schlote (Dynamo Friedrichshain), 66 kg Ann-Katrin Zuckschwerdt (Dynamo Brandenburg) 72 kg Inge Eckart (Dynamo Friedrichshain) und +72 kg Angela Schröder (Dynamo Brandenburg).

11. Dezember 1976 Rückkampf in Potsdam mit dem BRD-Meister (VFL Wolfsburg) SC Dynamo Hoppegarten auch beim Rückkampf mit dem BRD-Meister VFL Wolfsburg überlegender Sieger

Am 11. Dezember 1976 kam es in der Potsdamer Sporthalle zum lange fälligen Rückkampf zwischen dem SC Dynamo Hoppegarten und dem VFL Wolfsburg. Beide Mannschaften hatten eine Woche vor- her bei ihren Landesmeisterschaften ihre Mannschaftsmeistertitel erfolgreich verteidigt und sich auf diesen Clubvergleichs-kampf gut vorbereitet. Vor circa 600 Zuschauern kam es zu interessanten und spanungsreichen Kämpfen. Es wurde noch in den alten Gewichtsklassen, je zweimal besetzt, gekämpft. Nach einem ersten Durchgang wurde im Überkreuzvergleich ein zweiter Durchgang ausgetragen, so daß es insgesamt zu 20 Kämpfen kam. Nach dem ersten Durchgang hatten die Dynamo Judoka mit 8:2 (63:8 Unterpunkte) eigentlich den Grundstein für ihren Gesamtsieg schon gelegt. Es war aber festzustellen, daß die Wolfsburger auf diesen Rückkampf besser vorbereitet waren als vor zwei Jahren in ihrer Heimatstadt. Sie leisteten den Dynamos harten Widerstand. Bis zum Halbmittelgewicht stand es nach Siegen von Arndt und Krüger und knappen Niederlagen des jungen Grutza, der für den verletzten DDR-Meister Lahr in die DynamoMannschaft gekommen war, und Gerdes 2:2. Dann setzten sich aber die Hoppegartener eindeutig durch. Das Gesamtergebnis von 14:4 (108:14) macht die Überlegenheit der Dynamo-Judoka deutlich.

14.November 1976 II. DDR-Meisterschaft der weiblichen Jugend in Bad-Salzungen; Zuviel Geziehen zum Boden!

Am 14. November fanden in der Sporthalle Bad Salzungen die II. DDR-Meisterschaften der weiblichen Jugend B statt. Zum ersten Mal wurden diese Meisterschaften der B-Jugendlichen als selbständige Veranstaltung durchgeführt. Die Wettkämpfe wiesen gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung in technischer und kämpferischer Hinsicht auf. Von den drei angetretenen Titelverteidigerinnen konnte nur Viola Böhlke ihren Titel erfolgreich verteidigen. Diese Meisterschaften standen im Zeichen der ehemaligen Pionierpokalkämpferinnen. Eine große Anzahl Teil-nehmerinnen gingen aus den Pionierpokal-Wettkämpfe hervor und sammelten dort ihre Wettkampferfahrung. Hier nun die DDR-Meister: 40 kg 1. Jutta Somann (Dynamo Schwerin), 45 kg 1. Viola Böhlke (Dynamo Bas-dorf), 50 kg 1. Susann Mothes (Dynamo Schwerin), 55 kg 1. Andrea Brix (Dynamo Aue), 60 kg 1. Marina Münch (Stahl Finow) und +60 kg 1. Manuela Haß (HSG Rostock).

28. November 1976 II DDR-Meisterschaften der weiblichen Jugend A in Aschersleben; Sophia Ptach - wieder souverän

Der DJV der DDR war gut beraten, die II. DDR-Meisterschaften der weiblichen Jugend A 1976 der Sektion Judo der Offiziersschule des MDI „Wilhelm Pieck“ Aschersleben zu übertragen. Unter der Schirmherrschaft des Generalmajors Gen. Simon und durch den unermüdlichen Sportfreund Heinz Hartwich wurde diese Meister-schaft für alle Aktiven und Beteiligten organisatorisch so gestaltet, daß sie für alle ein schönes Erlebnis bleiben wird. Von den teilnehmenden DDR-Meistern des Jahres 1975 gelang es lediglich Sophia Ptach, ihren Titel erfolgreich zu verteidigen. Beachtlich auch die Leistung von Ines Bandoly, die über den mehrmaligen Gewinn des Pionierpokals, DDR-Meister der weiblichen Jugend B 1975 nun auch erstmalig den Titel der weiblichen Jugend A gewann. Platzierungen ab 45 kg 1. Reukauf (Eisenach), 2. Faitzik (Uni Rostock), 3. Meyerhöfer (Dresden) und Futterleib (Schmalkalden),50 kg 1. Ptach (Rotation Berlin), 2. Hirsch (Dynamo Brandenburg), 3. Tänzer (Magdeburg) und Göthel (Uni Rostock), 55 kg 1. Plath (Schwarze Pumpe), 2. Lehmann (Bad-Lieben-stein), 3. Nitschke (Rotation Berlin) und Lucassen (Potsdam), 60 kg 1. Bandoly (Rotation Berlin), 2.Barthels (Dynamo Schwerin), 3. Gahrling (Teltow) und Hähnl (Karl Marx Stadt). 65 kg 1. Zuckschwerdt (Dynamo Brandenburg), 2. Will (Greifswald), 3. Ahner (Karl Marx Stadt) und Göhrlich (Dahme).+ 65 Marianne von Suchodoletz (Uni Greifswald), 2. Hutschreuther (Rotation Berlin), 3. Bender (Uni Jena) und Michel (Aue)

12. Dezember 1976 DDR-Meisterschaften der Frauen in Rostock; „Stelldichein der Amazonen“, XI. DDR-Meisterschaften der Frauen in Rostock am 12. Dezember

In der würdig ausgestalteten Universitätssporthalle in Rostock wurden die diesjährigen Meisterschaften der Frauen ausgetragen. Dabei konnte der Vorsitzende der HSG Rostock, Dr. Krippe, neben den Sportlern auch zahlreiche Gäste begrüßen. Unter den angetretenen 57 Frauen vermisste man manches bekannte Gesicht. Dies ist natürlich. Was man von der Nichtteilnahme der Bezirke Cottbus und Suhl nicht sagen kann. Hier kann die Arbeit der BFA nicht befriedigen, zumal beide Bezirke im Nachwuchsbereich stets mit guten Kadern antraten. Nun die DDR-Meister: 53 kg (11 Tln.) Beate Huth (Dynamo Brandenburg), 58 kg (13 Tln.) Marita Bender (HSG Jena), 63 kg (13 Tln.) Marion Kirsch (Rotation Berlin), 68 kg Annett Runde (Motor Ammendorf) und +68 kg (10 Tln.) Marianne von Suchodoletz (HSG Greifswald).

12.bis 15.12.1976 Jugendwettkämpfe der Freundschaft in Pjöngjang; Pjöngjang: Großartiges Judo-Turnier der sozialistischen Länder

Vom 12. Bis 15. Dezember 1976 fanden in der Hauptstadt der KVDR, Pjöngjang, die traditionellen Jugend-wettkämpfe der Freundschaft im Judo statt. Der DJV der DDR, der mit vier Junioren und fünf Jugendlichen teilnahm, erreichte dabei folgende Platzierungen:

Goldmedaille im Mittelgewicht der Junioren: Günter Wittiber (SC Dynamo Hoppegarten), Silber-

medaillen im Halbmittelgewicht der Jugend: Detlef Völtz (SC Dynamo Hoppegarten), Bronzeme-

daille im Halbmittelgewicht der Junioren: Henry Menge (SC Dynamo Hoppegarten),Bronzemedaille

der Jugend: Lutz Kunze (SC Dynamo Hoppegarten). 5.Plätze gingen an Matthias Obschernitzki Jugend Leichtgewicht und Halbmittelgewicht durch Hans Engelmeier in der Jugendklasse.


1977

15. und 16. Januar 1977 traditionelle IT in Paris Zum Jahresauftakt großartiger Erfolg von Detlef Ultsch

Das traditionelle Pariser Judoturnier fand in diesem Jahr am 15. und 16. Januar 1977 statt. Judoka aus 11 Ländern waren erschienen, um zu Beginn des Jahres ihre Kräfte zu messen. Frankreich bot in jeder Gewichts- klasse, außer dem Schwergewicht, acht Kämpfer auf. Diesen standen im Prinzip neun ausländische Judoka gegenüber. Erstmalig kamen die neuen Gewichtsklassen zur Anwendung. So versuchten sich Mounier im Superleichtgewicht (-60 kg), Tripet und Decherchi im Mittelgewicht (86 kg) und Rouge im Schwergewicht (+95 kg). Obwohl die Japaner ohne Olympiateilnehmer an den Start gingen, waren sie doch äußerst leistungsstark. Ihre Erfolgsbilanz durchbrachen nur Ultsch (DDR) und Rouge (Frankreich). Mit fünf Turniersiegen,  von sieben möglichen, traten sie die Heimreise an. Die Wettkämpfe wurden im Poolsystem, mit anschließender KO-Runde, ausgetragen. Die ersten beiden eines Pools kamen in die KO-Runde. Unsere Judoka stellten sich in einer überraschend guten Form vor. Fünfmal wurden die Poolsieger und zweimal belegten sie zweite Plätze. Damit standen alle unsere Teilnehmer in der Endrunde. Superleichtgewicht stellten wir keinen Teilnehmer. Karl Heinz Werner und Torsten Reißmann starteten im Halbleichgewicht (-65 kg). Diese Gewichts-klasse hatte mit 19 Teilnehmern aus zehn Ländern die größte Beteiligung aufzuweisen. Hier konnte Werner nach harten Auseinandersetzen mit Reißmann den dritten Platz belegen. Im neuen Mittelgewicht (-86 kg) startete erstmalig Detlef Ultsch und konnte sich bis zum 1. Platz gegen folgende Kämpfer in der Finalrunde durchsetzen Hiolle (Frankreich), Chinen (Japan), Tripet (Frankreich). Unsere weiteren Starter wie Krüger, Heinke, Lorenz und Zuckschwerdt konnten erst nach hartem Widerstand durch ihre Gegner teilweise bis vor dem Halbfinale dringen.

10. bis 13. Februar IT Judoturnier in Tbilissi; Judoauftakt zum 60. Geburtstag der Oktoberrevolution

Wie in den zurückliegenden Jahren, fand vom 10. Bis 13. Februar 1977 das große internationale JudoTurnier in Tbilissi statt. 12Länder waren zu diesem Turnier vertreten so unter anderen: VR Bulgarien (6 Tln.), UVR (8 Tln.), SFR Jugoslawien (7 Tln.), MRV (5 Tln.), Finnland ( 5 Tln.), BRD (3 Tln.), CSSR ( 5 Tln.), Frankreich (5 Tln.), VR Polen (7 Tln.), Kuba (7 Tln.), SR Rumänien (6 Tln.) und DDR (5 Tln.) Zu diesen 69 Judoka kamen über 70 sowjetische Wettkämpfer, so daß bereits vor Beginn des Turniers einzuschätzen war, daß sich nur wirkliche Spitzenathleten bei der Endabrechnung durchsetzen können. Unser DJV der DDR wurde vertreten durch: Torsten Reißmann (-65 kg), Günter Krüger (-71 kg), Harald Heinke (-78 kg), Hans Joachim Bech (-78 kg), Matthias Karl (-86 kg). Sieger der einzelnen Klassen wurden: -60 kg (17 Teilnehmer ) 1. Pogorelow (UdSSR), -65 kg (22 Teilnehmer) 1. Obgaidse (UdSSR) 2. Platz ging an Torsten Reißmann (DDR),-71 kg (24 Teilnehmer) 1.Krüger (DDR), -78 kg (26 Teilnehmer) 1. Heinke (DDR),-86 kg (25 Teilnehmer) 1.Zjupatschenkow (UdSSR), -95 kg (18 Teilnehmer) 1.Chubuluri (UdSSR), +95 kg (12 Teilnehmer) 1.Thurin (UdSSR) und Alle Kategorien (20 Teilnehmer 1.Nisharadse (UdSSR).

19. /20. Februar ;3. DDR-Meisterschaften der Kinder; 147 Teilnehmer am Start in der Thüringen Halle

Am 19./20. Februar 1977 fanden in Erfurt die diesjährigen Meisterschaften der Kinder statt. Der Leistungsstand war äußerst unterschiedlich, wobei besonders in den Klassen 37,5 kg, 40 kg und 55 kg die geringste Wirksam-keit der angewandten Techniken zu verzeichnen war. In der Klasse 37,5 kg endeten nur fünf Kämpfe mit 10:0, wobei der Erstplatzierte, Sven Loll von der SG-Dynamo Adlershof, allein drei Siege mit 10:0 errang. In dieser Klasse kam besonders das Raufen zum Vorschein, trotzdem die Judoka aus dieser Gewichtsklasse bestimmt über technische Fertigkeiten verfügten. Die Gewichtsklasse 70 kg hinterließ den besten Eindruck. Hier gelangten die Judoka Kreis und Zenk mit insgesamt fünf beeindruckenden Siegen (10:0) in das Finale. Der Sieger in der Gewichtsklasse 35 kg, Hagen Sturm, wurde als bester Techniker mit einer Urkunde des DJV der DDR geehrt.

Die Erstplatzierten der DEM der Kinder: 35 kg 1.Hagen Sturm (BSG WBG Frankfurt/o), 37,5 kg 1. Sven Loll (SG Dynamo Adlershof), 40 kg 1. Andreas Paluschek (ASG Vorwärts Rostock), 45 kg 1. Detlef Carlin (SG Dynamo Fürstenwalde), 50 kg 1. Meik Reich (TSG Rodewisch), 55 kg 1.Michael Dähn (BSG Post Schwerin), 60 kg 1. Karsten Tetzner (HSG Uni Greifswald), 65 kg Jura Scholz (Dynamo Erfurt-Mitte), 70 kg 1.Harry Kreis (BSG Stahl Eisenhüttenstadt) und +70 kg 1. Andreas Ganthur (BSG Medizin Eisenhüttenstadt).


8.Wettbewerb des DJV der DDR um die höchste Wettkampfaktivität Hohe Beteiligung in den Bezirken


Im Jahr der OL-Spiele 1976 wurde in allen Bezirken der DDR die Wettkampfaktivität weiterhin erhöht. Dieses trifft insbesondere auch für den Kinder- und Jugendbereich zu. Die sich in der Führung des Wettbewerbes bisher behauptenden Bezirke Berlin und Halle wurden überraschenderweise von den Bezirken Frankfurt/o. und Dres-den verdrängt. Mehr als bisher haben es die Bezirke verstanden, die Gemeinschaften, in Leipzig und Frankfurt/o. auch die Sportclubs, zu aktivieren, damit sie wesentliche Beiträge zur Gesamtleistung des Bezirkes erbringen.Die Bemühungen des Bezirkes Frankfurt/o. (1975: 4. Platz mit 7 395 Pkt.) wurden 1976 mit Erfolg gekrönt.Erstmalig konnte dieser Bezirk auf der Jahresabschlußtagung des Präsidiums des DJV der DDR im Dezember 1976 die Wanderfahne als „Bester Bezirk“ in Empfang nehmen.

Ergebnisse des Wettbewerbs:  Bester Bezirk des DJV der DDR“

Platz Bezirk Punkte
1. Frankfurt/o. 9 655
2. Dresden 8 180
3. Halle  8 090 
4. Leipzig  7 500 
5. Schwerin 6 280
6. Karl Marx Stadt  6 010
7. Gera 5 400 
8. Magdeburg  4 660 
9. Berlin 3 840 
10. Potsdam  3 040
11. Erfurt  3 020
12. Cottbus 2 185
13. Neubrandenburg  1 470

Wie bereits 1975, erhielten wir von den Bezirken Suhl und Rostock keine Unterlagen, die über den Standder Wettkampfaktivität im Wettbewerb des DJV der DDR Auskunft geben könnten.In den Bezirken Berlin und Potsdam muss der BFA unbedingt mehr Gemeinschaften zum Wettkampfbetriebheranziehen, damit die Aktivsten entlastet werden und eine größere Breite erreicht wird.


Ergebnisse des Wettbewerbs:  „Beste Sportgemeinschaft des DJV der DDR“

Platz Bezirk Punkte
1. BSG Motor Süd/Ost Magdeburg 3 360 
2. BSG Stahl „Megu“ Leipzig 3 060
3.  SG Dynamo Schwerin 2 520
4.  BSG WBK Frankfurt/o. 1 940 
5. SG Dynamo Merseburg 1 720
6. BSG Post Schwerin 1 720 
7. SG Dynamo Weimar 1 640
8. Sportclub Leipzig 1 520
9. SG Dynamo Gera-Süd 1 515
10. ASK Vorwärts Frankfurt/o. 1 400
11. BSG Rotation Berlin 1 360 

Platz Bezirk Punkte
1. Frankfurt/o. 9 655
2. Dresden 8 180
3. Halle  8 090 
4. Leipzig  7 500 
5. Schwerin 6 280
6. Karl Marx Stadt  6 010
7. Gera 5 400 
8. Magdeburg  4 660 
9. Berlin 3 840 
10. Potsdam  3 040
11. Erfurt  3 020
12. Cottbus 2 185
13. Neubrandenburg  1 470

Die Gemeinschaften BSG Rotation Berlin und HSG PH Potsdam „rutschten“ gewaltig ab, was aber nicht auf die Arbeit in diesen Gemeinschaften zurückzuführen ist. Viele Jahre hindurch trugen sie die Hauptlast des Wett-kampfbetriebes in ihrem Bezirk. Dem jeweiligen BFA gelang es bisher nicht, andere Gemeinschaften konti-nuierlich in den Wettkampfbetrieb einzubeziehen.

26. /27. März 1977 Internationales Turnier in Potsdam 11 Länder am Potsdamer Turnier beteiligt  DDR-Judoka gut in Form

Das nun schon zur Tradition gewordene Frühjahrsturnier des DJV der DDR wurde in diesem Jahr am 26./27. März 1977 in Potsdam durchgeführt. Wiederum gaben sich die Sportler und Funktionäre aus Potsdam die größte Mühe, den Gästen aus 11 Ländern den Aufenthalt in der DDR so angenehm wie möglich zu gestalten und durch ihre ausgezeichnete Organisation einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung zu sichern. Ohne zu übertreiben kann eingeschätzt werden, daß beide Vorhaben zur vollen Zufriedenheit der Teilnehmer und der Zuschauer rea-lisiert wurden. Die Turniersieger wurden in den neuen sieben Gewichtsklassen durch ein kombiniertes Austragungs- System Pool- und K.O.- mit Hoffnungsrunde ermittelt. Durch den Einsatz der neuen elektronischen Anzeigetafel wurde für Zuschauer, Sportler, Trainer und Kampfrichter eine wesentlich bessere Information über den Verlauf der Kämpfe gegeben. Das Turnier wurde auch nach dem ab 1.Januar 1977 gültigen Zeitlimit - Vorkämpfe 5 Minuten und Semifinalsowie Finalkämpfe 7 min. auf der Grundlage effektiver Kampfzeit - ausgetragen. Im Prinzip wurden also gleich vier Neuheiten bei diesem Turnier getestet.

Platzierungen unserer Judoka und Erstplazierungen:

-60 kg: 1. Platz Arndt DDR
2. Platz Lahr DDR
3. Platz Graff DDR
3. Platz Luderer DDR


-65 kg: 1. Platz Reißmann DDR
2. Platz Werner DDR

-71 kg: 1. Platz Krüger DDR
2. Platz Lehmann DDR

-78 kg: 1. Platz Bech DDR
2. Platz Heinke DDR
3. Platz Heinrich DDR

-86 kg: 1. Platz Hargesheimer BRD
2. Platz Ultsch DDR

-95 kg: 1. Platz Lorenz DDR
2. Platz Schultz DDR

+95 kg: 1. Platz Adelaar NED
2. Platz Zuckschwerdt DDR
3. Platz Katzschke DDR

19. /20. März DDR-Meisterschaften der B-Jugend männlich in Riesa; Erkennbare Leistungssteigerungen

Am 19./20.März 1977 fanden in der Sporthalle des Stahlwerkes Riesa die diesjährigen Meisterschaften der Sportler der Jahrgänge 1961/1962 statt. Zeigten sich die Leistungen auch unterschiedlich, so waren doch in allen Ausbildungsbereichen Fortschritte erkennbar, auf die noch später eingegangen werden soll.

Leistungsstand:

Es ist immer interessant, die Ergebnisse der Meisterschaft mit denen des vergangenen Jahres zu vergleichen. So gelang es z.B. dem Sieger der Klasse 55 kg, Toralf Darr vom SC Dynamo Hoppegarten, den Titel eines DDR-Meisters der Jugend B zum 3. Mal hintereinander zu erringen. 1975 - Sieger 40 kg, 1976 - Sieger 45 kg und 1977 - Sieger 55 kg. 1975 und 1976 war er noch Schützling von Sportfreund Dietmar Rogge (SG Dynamo Weimar), der großen Anteil an der Entwicklung von Toralf hat. Vergleicht man weiter einige Platzierte der Jugend B mit ihren Ergebnissen international, so kann man folgendes feststellen:1975 wurde Bert Oettel (Dritter in der 60 kg-Klasse) hinter Henry Menge Vizeeuropameister in der 65 kg Klasse. Der Sieger über 80 kg im gleichen Jahr, Uwe Carl, erkämpfte ein Jahr später zur EM die Bronzemedaille im Schwergewicht. Sportfreund Jürgen Möller war 1975 Sieger in der 55 kg-Klasse der Jugend B und wurde 1976 Europameister in der 58 kg-Klasse. Der Dritte in der 50 kg-Klasse 1975 Peter Stollberg erkämpfte 1976 die Bronzemedaille in der 58 kg-Klasse bei der EM. Diese Beispiele zeigen deutlich, daß fleißige, beharrliche und zielstrebige Trainingsarbeit immer mit guten Ergebnissen belohnt wird. Hier die Erstplatzierten: 40 kg Uwe Voigt (SG Dynamo Hoyers-werda), 45 kg Thomas Seidel (BSG Luft- fahrt Berlin), 50 kg Stefan Mohnwitz (SG Dynamo Schwerin-Nord), 55 kg Toralf Darr (SC Dynamo Hoppegarten), 60 kg Mathias Obschernitzki (SC Dynamo Hoppegarten), 65 kg Uwe Gronow (SC Dynamo Hoppegarten), Peter Karl (SC Leipzig), Detlef Grohmann (ASK Frankfurt/o.) und Jörg Kranke (ASK Vorwärts Frankfurt/o.).

3. April 1977 DDR-Meisterschaften der Jugend A (Jahrgang 17/18) in Jena


Am 3.April 1977 fanden in Jena die diesjährigen Meisterschaften der Altersklasse 17/18 statt. Diese Meisterschaften bildeten einen würdigen Höhepunkt, wurden sie doch zum Abschluss aller Meisterschaften im Kinder- und Jugendbereich des Jahres 1977 durchgeführt.

Eröffnung der Veranstaltung

Ein Spielmannszug der FDJ leitete den Einmarsch in die vorbildlich ausgestaltete Wettkampfstätte ein.

Zu den Kämpfen

Die Sportler der Gewichtsklassen 58 kg und 65 kg eröffneten die Wettkämpfe. In der 58 kg-Klasse (23 Teil-nehmer) zeichnete sich bereits zu Anfang ab, daß die Sportfreunde Stollberg und Kotschy die voraussichtlichen Finalisten sein werden, was sich auch bestätigte. Sportfreund Stollberg, der Dritte der EM 1976 und Zweite der A-DEM 1976, entschied dann auch den Finalkampf für sich und wurde verdient Meister. Sportfreund Kotschy von der SG Dynamo Weimar war ein würdiger Zweitplazierter. -65 kg (31 Teilnehmer): Hier zeigte der amtie-rende Europameister der Klasse -58 kg, Jürgen Möller, der erst kurze Zeit in der Klasse -65 kg startet, erwartet ausgezeichnete Leistungen. Er musste sich jedoch im Finalkampf Hans Engelmeier beugen. -75 kg (24 Teilnehmer): Die jüngsten Teilnehmer, die Sportfreunde Kunze und Walter gelangten hier in das Finale. Im Endkampf schlug Lutz Kunze überzeugend Thomas Walter und gewann somit die Goldmedaille. Von den beiden Drittplazierten dieser Gewichtsklasse, den Sportfreunden Günter Baltsch und Bert Oettel, wurde wesentlich mehr erwartet. -85 kg (18 Teilnehmer): Detlef Völtz, der spätere Sieger, schlug überzeugend Heiko Hübner. Die Finalbegegnung gegen Gerd Dittrich dauerte nur kurze Zeit. Dittrich, der bis dahin alle Kämpfe 10:0 gewann, hatte in diesem Kampf gegen seinen Klubkameraden keine Chance. +85 kg (16 Teil-nehmer): Einen stark vorbereiteten Eindruck (selbstsicher und zielstrebig) hinterließ der spätere Goldme-daillengewinner Bert Huster. Uwe Carl, der Bronzemedaillengewinner der EM 1976 und Zweiter der DEM 1976, wurde Dritter dieser Klasse.

09. 04. 1977 Mitropaturnier der Männer in Wien; Letzte Probe vor der EM in Ludwigshafen

Am 09.04.1977 nahm eine kleine aber kampfstarke Delegation des DJV der DDR am 2. Mitropaturnier des Österreichischen Judo-Verbandes in Wien teil. Es war gewissermaßen die letzte Probe vor den EM 1977. Sechs Länder waren am Start. Neben dem Gastgeber Österreich, die VR Polen, die Ung. VR, Italien, die BRD und die DDR. Die Klasse bis 95 kg war am stärksten besetzt. Mit den olympischen Silbermedaillengewinner Neureuther (BRD), dem Junioren-Weltmeister Köstenberger erfahrenen Ipacs (UVR) und Dworczynski (VR Polen) waren Judoka an den Wettkämpfen beteiligt, die international bekannt sind. Leider (Österreich), Lorenz (DDR), dem schieden im Verlaufe des Turniers Neureuther und Köstenberger verletzt aus. Mit Lorenz und Ipacs standen zwei alte Bekannte im Finale. Lorenz siegte mit Ippon und wurde damit auch Turniersieger vor Ipacs und dem Öster-reicher Willinger, der bei diesen Kämpfen keinen schlechten Eindruck hinterließ. In allen Gewichtsklassen lag die Teilnehmerzahl zwischen fünf und acht Athleten. Es kämpfte jeder gegen jeden. Die weiteren Platzierungen unserer Judoka hießen: 60 kg 1. Ingolf Lahr, 2. Platz bis 65 kg für Achim Schott. Das Leichtgewicht -71 kg ging an Andre Gerdes, auch das Halbmittelgewicht bis 78 kg ging an einen DDR-Vertreter er hieß Harald Heinke. In der Gewichtsklasse bis 86 und +95 kg war kein DDR-Vertreter. Die Sieger gingen an Frank (BRD) bis 86 kg und +95 kg an Petrovski (Ungarische VR).

1977 26. Europameisterschaft in Ludwigshafen (BRD) der Männer; Erfolgreiche DDR-Judoka erkämpften neun Medaillen

Dietmar Lorenz wurde in Ludwigshafen im Halbschwergewicht vor E. v. d. Valle (Belgien) Europameister. Da-mit holte er sich seinen Titel von 1975 wieder zurück, den er in Kiew, wegen einer Verletzung, nicht verteidigen konnte. Mit drei Medaillen kehrte Wolfgang Zuckschwerdt von den EM zurück. Damit wurde Wolfgang der erfolgreichste Medaillengewinner bei den EM in Ludwigshafen. Er durchbrach endlich die jahrelange Serie der Platzierung auf Platz drei. Ebenfalls Finalist und Silbermedaillengewinner wurde Harald Heinke in der 78 kg-Klasse, dem neuen Halbmittelgewicht. Für vier weitere Bronzemedaillen sorgten der EM-Neuling Rainer Arndt, Torsten Reißmann, Günter Krüger und Detlef Ultsch. Bronzemedaille in der Mannschaft, aber kein Durch-brechen der Schranke zum Finale. Die DDR-Judoka scheiterten im Kampf um den Einzug in das Finale wiederum an den hervorragend taktisch eingestellten Franzosen. Insgesamt kehrte jeder EM-Teilnehmer der Nationalmannschaft des DJV der DDR mit zwei Medaillen in die Heimat zurück. Hier nun die weiteren Erst-platzierten: (Superleichtgewicht) -60 kg 1. Pogorelow (UdSSR), (Halbleichtgewicht) -65 kg 1. Delvingt (Frankreich), (Leichtgewicht) -71 kg 1. Nevzorov  (UdSSR), (Halbmittelgewicht) -78 kg 1. Adamczyk (VR Polen), (Mittelgewicht) -86 kg 1. Wolosow (UdSSR), (Schwergewicht) + 95 kg 1.Rouge (Frankreich) und Alle Kategorien: Parisi (Frankreich) weiter Sieger der Mannschaft wurde: UdSSR.

1./2.April 1977 Niederländische Meisterschaften in Kerkrade; Detlef Ultsch Sieger bei den „Offenen Niederländischen Meisterschaften“

1./2.April 1977 fanden, wie in jedem Jahr, in Kerkrade die „Offenen Niederländischen Meisterschaften“ statt. Diese Wettkämpfe wurden in den Klassen Jugend und Junioren, Senioren und Damen ausgetragen. Es waren ca. 1000 Sportler und Sportlerinnen aus 15 Ländern am Start. Die DDR war vertreten durch:

Gewichtsklasse
-65 kg Halbleichtgewicht   Rainer Arndt
-78 kg  Halbmittelgewicht Jochen Bech
-86 kg Mittelgewicht Mathias Karl
-86 kg Mittelgewicht Detlef Ultsch 
+95 kg Schwergewicht Karl Heinz Katzschke

Die Wettkämpfe der Senioren wurden am Sonntag, dem 2. April, auf sechs Matten ausgetragen. Insgesamt hatten sich 324 Judoka für alle Kämpfe in der Seniorenklasse eingeschrieben. Die meisten Teilnehmer waren in der 71 kg-Klasse (70) und in der 78 kg-Klasse (72) vertreten. Wer in diesen Gewichtsklassen als Sieger hervorgehen wollte, musste sechs bis sieben Kämpfe erfolgreich bestreiten. Unsere Judoka schlugen sich recht ordentlich. Dreimal standen sie im Finale, wobei sie sich zweimal einem Besseren beugen mussten.

Die Männererstplazierten:

-60 kg: 1. Platz Wilerr SUI

-65 kg: 1. Platz Shabo HUN
2. Platz Arndt DDR
3. Platz Graff DDR
3. Platz Luderer DDR

-71 kg: 1. Platz Charles FRA

-78 kg: 1. Platz Adamczyk POL
2. Platz Bech DDR

-86 kg: 1. Platz Ultsch, Detlef DDR

-95 kg: 1. Platz Pujszo POL

+95 kg: 1. Platz Nisharadse UdSSR


10. April 1977 Internationales Turnier in Jicin (CSSR); 5.Turnier der Befreiung

Ein Teil der Judo-Nationalmannschaft der DDR weilte mit dem Trainer Norbert Littkopf zum internationalen Turnier in Jicin. Das Turnier diente der Vorbereitung auf die Wettkampfhöhepunkte des Jahres 1977. Angereist zu diesem Turnier waren 82 Sportler aus 7 Ländern. Vertreter waren die Sowjetunion (6), DDR (7), Ung. VR (6), VR Polen (4), VR Bulgarien (6) und der Gastgeber CSSR (47).

Unsere Vertreter im einzelnen die Sieger

Gewichtsklasse
Superleichtgewicht Gerd Graff
Halbmittelgewicht Karl Heinz Werner
Leichtgewicht Karl Heinz Lehmann
Mittelgewicht Manfred Jahn
Halbschwergewicht Mathias Karl
Schwergewicht Hans-Joachim Schultz
Karl-Heinz Katzschke

Ergebnisse

-60 kg: 1. Platz Graff DDR
2. Platz Svec CSSR
3. Platz Atanasov VRB
3. Platz

-66 kg: 1. Platz Obgaidse UdSSR
2. Platz Kritz CSSR
3. Platz Kalas CSSR
3. Platz Surabiani UdSSR

-71 kg: 1. Platz Tuma CSSR
2. Platz Lehmann DDR
3. Platz Doleos CSSR
3. Platz Swaczyna CSSR

-80 kg: 1. Platz Barta CSSR
2. Platz Cicklauri UdSSR
3. Platz Magysolimosy UdSSR
3. Platz Manu FRA

-86 kg: 1. Platz Tripet FRA
2. Platz Harabedian FRA
3. Platz Kostal CSSR
3. Platz Safian Ung. VR

-95 kg: 1. Platz Donzel FRA
2. Platz Schultz DDR
3. Platz Lacina CSSR
3. Platz Gogolauri UdSSR

+95 kg: 1. Platz Katzschke DDR
2. Platz Kovacik CSSR
3. Platz Kocman CSSR
3. Platz Toth Ung. VR


17.04.1977 Internationales Jugendturnier in Cottbus; Sportler der DDR am erfolgreichsten . Am 17.04.1977 fand in der schönen Cottbuser Stadthalle ein Jugendturnier mit internationaler Beteiligung statt.Nachstehende Länder waren der Einladung gefolgt:


DDR mit 31 Sportlern
VR Polen mit 10 Sportlern
Ungarische VR  mit 7 Sportlern
VR Bulgarien mit 7 Sportlern
UdSSR  mit 6 Sportlern
CSSR  mit 6 Sportlern

Mit vier 1. Plätzen und fünf 2. Plätzen schnitten die Judoka des DJV der DDR am besten ab. Die UdSSR erkämpfte zweimal den 1. Platz und zweimal den 3. Platz. Die Ungarische Volksrepublik folgte mit einem 1. Platz und zwei 3. Plätzen und die Volksrepublik Polen errang einen 2. Platz. Erstmals wurde das Turnier in den siegen Gewichtsklassen sowie in effektiver Kampfzeit ausgetragen.

Am 7. und 8. Mai 1977 fand das 3. Bruno-Plache-Turnier in Leipzig statt. Licht und Schatten beim Spartakiadetest in Leipzig

Bis in die letzte Ecke ausgefüllt war die Judohalle am Leipziger Sportforum, die am 7. Und 8. Mai ihre Wett-kampfpremiere hatte. 253 Aktive aus den drei Klubs und weiteren 25 Sportgemeinschaften waren zum 3. Bruno-Plache-Turnier in die Sportfest- und Spartakiadestadt gereist. Hinzu kam eine zwölfköpfige Bezirksauswahl aus dem polnischen Rzeszow, die jedoch nicht entscheidend in den Turnierverlauf einzugreifen vermochte. lediglich Robert Wcisto (A-Jugend, bis 62 kg) errang einen 3. Platz. Es gab viele schöne und gutklassige Auseinander-setzungen zu sehen. So z.B. im Halbschwergewicht (bis 83 kg) der B-Jugend, wo Marco Siech seine Kämpfer-qualitäten ausspielte und nur gegen den in dieser Klasse überragenden Thomas Lips unterlag. Lips konnte übrigens alle seine Begegnungen vor der Zeit beenden, besiegte auch den diesmal eine Klasse höher startenden Mittelgewichtler Detlef Grohmann deutlich und erhielt zu Recht die Auszeichnung „Bester Kämpfer“ in seiner Altersklasse.

26.Juni 1977 DDR-Meisterschaften der Junioren in Scharfenstein

Am 26. Juni 1977 fanden in Scharfenstein die diesjährigen DDR-Meisterschaften in der Altersklasse Junioren statt. Teilnahmeberechtigt waren die Jahrgänge 1957 bis 1960. Für unsere jungen Judoka, aus den Leistungs-zentrum SC Leipzig, SC Dynamo Hoppegarten und ASK Vorwärts Frankfurt/o., waren diese Meisterschaften gleichzeitig eine Bewährungsprobe für den Einsatz zu den Jugendwettkämpfen der Freundschaft und zu den EM der Jugend und Junioren in Berlin, Hauptstadt der DDR. Insgesamt stellten sich 110 Bewerber den Titelkämpfen, wobei sich in der 65 kg-Klasse die größte Anzahl der Kämpfer versammelte. Erstmalig wurden die Titelträger in den neuen sieben Gewichtsklassen ermittelt. Aus diesem Grunde ist ein Vergleich der Leistungen zum Vorjahr kaum möglich.

1977 Wanderpokal der Pionierorganisation „Ernst Thälmann“ in Frankfurt/o.; Kämpfe mit gutem technisch-taktischen NiveauGewinner des Wanderpokals:


1. Platz Bezirksauswahl  Rostock
2. Platz Bezirksauswahl Potsdam
3. Platz Bezirksauswahl  Leipzig
3. Platz Bezirksauswahl  Frankfurt/o.
5. Platz Bezirksauswahl  Berlin
5. Platz Bezirksauswahl  Schwerin

                                          
Die Mannschaftskämpfe (Beteiligung aller Bezirke), an denen unsere Judoka mit Begeisterung teilnahmen, zeig-ten nach wie vor, daß der Wanderpokal der Pionierorganisation „Ernst Thälmann“ nicht an Bedeutung verloren hat, sondern zur politischen und kollektiven Bildung der BFA und seiner Gemeinschaften beiträgt.

Zur Veranstaltung

Die Veranstaltung, an der sich 300 Wettkämpfer beteiligten, wurde vom BFA Frankfurt/o., unter Leitung seines Vorsitzenden, Sportfreund Erhard Richter, liebevoll und mit viel Mühe für unsere Jüngsten vorbereitet. Eine ausgezeichnet ausgestaltete Wettkampfhalle gab den turbulenten Kinderkämpfen einen würdigen Rahmen. Ebenfalls war für gute Unterbringung und Verpflegung Sorge getragen worden. Es sei daher an dieser Stelle nochmals im Namen des Präsidiums des DJV der DDR den Organisatoren für ihre Mühe und ihren Einsatz gedankt. Stellvertretend für alle fleißigen Helfer möchten wir nachstehend einige Sportler namentlich anführen: BfA-Vorsitzender, Erhard Richter; Verantwortlicher für Organisation, Sportfreund Eberhard Kultus; Technischer Leiter und Leiter des Kampfgerichtes, Sportfreund Klaus Milow und nicht zu vergessen die Sportsfreundin Eva Lücke, die ebenfalls von der ersten Vorbereitung bis zum letzten Kampf emsig tätig war.

Erstplatzierte der Kinder B AK 11/12

30 kg Gließmann (Bez. Schwerin), 32,5 kg Künstler (Bez. Frankfurt/o.), 35 kg Gersöne (Bez. Berlin), 37,5 kg Hinz (Bez. Schwerin), 40 kg Lietz (Bez. Schwerin), 42,5 kg Flieger (Bez. Potsdam), 45 kg Lobenstein (Bez. Leipzig) und über 45 kg Meißner (Bez. Neubrandenburg)

Erstplatzierte der Kinder A AK 13/14

35 kg Brix (SG Dyn. Erfurt), 37,5 kg Blankenburg (SG Dyn. Schwerin), 40 kg Broege (BSG Rot. Berlin), 45 kg Carlin (SG Dyn. Füwa), 50 kg Heimbold (BSG Rot. Berlin), 55 kg Dähn (BSG Post Schwerin), 60 kg Tetzner (HSG Uni Greifswald), 65 kg Pachmann (SG Dynamo Dresden), 70 kg Müller (Dyn. Füwa) und über 70 kg Beutler (BSG Post Schwerin).

08.-12.07.1977 Internationaler Clubvergleichskampf in Bukarest (Rumänien) ; SC Dynamo in Rumänien

Vom 08.-12.07.1977 weilte eine Mannschaft des SC Dynamo Hoppegarten zu einem freundschaftlichen Ver-gleich mit Dynamo Bukarest in der Sozialistischen Republik Rumänien. Diese Begegnung diente zur Vorbe-reitung auf die DDR-Einzelmeisterschaften. Bei einem ausgetragenen Mannschaftskampf gab es folgende Ergebnisse:

DDR  Rumänien
60 kg: Grutza - Szabo  10  0
Möller -   Bortos 0
65 kg Jäger Nicolae  :  10
71 kg Krüger Roman 10 0
78 kg Kunze  Fratika 5
86 kg Moch -   Toma 3
Karl Nache  0   3
95 kg Kohl  Lakatusu 10 : 0
Lorenz -   Alexandru 10  0
Gesamt:  5 : 43 21

                                                                                                                                                                                                                                             
Im Einzelturnier, unter Beteiligung von Kämpfern aus der gesamten SRR, erkämpften sich Krüger, Lorenz und Kohl 1. Plätze. Andreas Grutza wurde im Superleichtgewicht, hinter dem EM Bronzemedaillengewinner Szabo, Zweiter. Im Mannschaftskampf gelang es ihm jedoch, Szabo mit Uchi-Mata zu schlagen. Auch Dieter Moch konnte im Mittelgewicht den 2. Platz belegen. Er verlor im Finale gegen den Rumänen Nache. Es zeigte sich bei diesen Wettkämpfen, daß die rumänischen Judoka, war noch nicht zur absoluten Spitze ge-hörend, kampfstarke Gegner sind, die man keinesfalls unterschätzen darf. Da es sich zumeist noch um junge Kämpfer handelte, werden sie in Zukunft sicher weiter auf sich aufmerksam machen.

23./24.07.1977 DDR-Meisterschaften der Senioren in Leipzig; Glanzleistungen bei den 28. DDR-Meisterschaften der Senioren

Am 23./24.07.1977 wurden in Leipzig, am Vorabend der Eröffnung des VI. Turn- und Sportfestes und der VI. Kinder- und Jugendspartakiade die DDR-Meisterschaften der Senioren ausgetragen. In der Bruno-Plache-Halle, die ab 26. Juli Spartakiade-Wettkampfstätte unserer Sportart ist, wurde erst- klassiges Judo geboten. Unsere Medaillengewinner der Junioren-EM 1977 warteten mit ausgezeichneten Leistungen auf. Die Juniorenkader versuchten gleichfalls durch gutes Können den Anschluss zu den besten Senioren herzustellen. Am ersten Tag wurden die Gewichtsklassen Halbmittelgewicht bis 78 kg hier Sieger: Heinrich (ASK), Mittelgewicht hier Sieger: Detlef Ultsch (Hoppegarten), Halbschwergewicht hier Sieger: Dietmar Lorenz (Hoppegarten), und Schwergewicht hier Sieger: Detlef Zuckschwerdt (Hoppegarten) ausgekämpft. Am zweiten Wettkampftag wurden folgende Gewichtsklassen ausgekämpft: Superleichtgewicht hier Sieger: Rainer Arndt (Hoppegarten), Halbleichtgewicht hier Sieger: Karl Heinz Werner (ASK), Leicht- gewicht hier Sieger Krüger (Hoppegarten) und Alle Kategorien hier Sieger Achim Schultz (Hoppegarten).

25. 07. bis 30. Juli 1977 VI.DDR Kinder- und Jugendspartakiade in Leipzig; VI. Kinder- und Jugendspartakiade der DDR ein großer Erfolg im Judo

Die VI. Kinder- und Jugendspartakiade stand ganz im Zeichen der Durchführung des bedeutendsten nationalen Sporthöhepunktes des Jahres, des VI. Turn- und Sportfestes. Der gesamte Ablauf der Wettkämpfe wurde von der Wettkampfleitung und den Funktionären des Organisationsbüros einwandfrei gestaltet. Er vollzog sich reibungslos und exakt nach vorgegebenem Zeitplan. In der Sporthalle des 1. FC Lokomotive Leipzig, im Bruno Plache Stadion, kämpften 481 Judoka um den stolzen Titel eines Spartakiadesiegern 1977. Mit großer Begei-sterung, hohem sportlichem Einsatz bewiesen alle Teilnehmer, daß sie zu recht zu den besten Judoka ihrer Al-tersklasse gehören, welche sich über die Kreis-, Bezirks- sowie Gruppenwettkämpfen in den Altersklassen 13/14, 15/16 und 17/18 qualifizierten.

Stand der Bezirke-Abschlussberatung:

Platz Bezirk Gold  Silber  Bronze 5. Platz  Punkte
1. Berlin  12  6 142,5
2.  Frankfurt/O. 12 5 102,5
3. Leipzig 7 79,5
4. Erfurt    43,5
5.  Rostock 40,0
6.  Schwerin 3  30,5
Platz  Bezirk  Gold Silber Bronze 5. Platz Punkte
7. Potsdam  1 3 27,0
8.  Cottbus  -  1 16,0
9.  Magdeburg 15,5
10.  Neubrandenburg 2 10,0
11. Dresden -   8,0
12. Gera 1   6,5
13.  Karl Marx Stadt  - 1  2 6,5
14.  Halle 1 1,5
15. Suhl  - - -


05. bis 08. August 1977 fanden die Jugendwettkämpfe der Freundschaft in Sevlievo (Jugoslawien) statt. Judoka der UdSSR und der KVDR dominierten

Vom 5.-8.8.1977 fanden in Sevlievo die Jugendwettkämpfe der Freundschaft statt. Sevlievo ist eine idyllisch ge-legene Stadt am Fuße des Balkangebirges in Bulgarien. Unsere bulgarischen Freunde waren würdige Gastgeber. die waren bemüht den Aufenthalt für die Judoka aus zehn sozialistischen Ländern so angenehm als möglich zu gestalten. An vier Tagen wurden die 14 Sieger in den einzelnen Gewichtslimits der Altersklassen Jugend und Junioren er-mittelt. Um den Sieg bei diesen Jugendwettkämpfen bewarben sich die Judoka aus der Koreanischen Volks- de-mokratischen Republik (KVDR), der Volksrepublik Bulgarien (VRB), der UdSSR, der Republik Kuba (SRK), der VR Polen (VRP), der CSSR, der Ungarischen Volksrepublik (UVR), der  Sozialistischen Republik Rumänien (SRR), der Mongolischen Volksrepublik MVR) und der Deutschen Demokratischen Republik (DDR).

In den Jugendwettkämpfen starteten 65 und bei den Junioren 63 Kämpfer. Als Austragungsmodus wurde das pool-system „Jeder gegen jeden“ anschließender KO-Runde gewählt. Unsere Judoka waren diesen hohen Anforderun-gen nicht in jeder Falle gewachsen. Mangelnde physische Voraussetzungen waren oft Ursache für Niederlagen  gegen ihre Mitkonkurrenten. Die Judoka aus der KVDR (Jugend) übertrafen ihre gleichaltrigen Mitstreiter was Physis, Technik und Kampfgeist betraf. In diesem Altersbereich konnten nur Grohmann (DDR), Boitschenko und Karlatjanu (beide UdSSR) einen totalen Erfolg der koreanischen Judoka verhindern. Hier die Erstplatzierten der Jugendklasse: 53 kg 1. Boitschenko (UdSSR), 57 kg 1. Ri-Dok-Rang (KVDR), 62 kg 1. Ri-Schon-Chak (KVDR), 68 kg 1. Pak-Jol (KVDR), 75 kg 1. Grohmann (DDR), 83 kg 1. Sang-Hu-Jang-Tak (KVDR) und über 83 kg 1. Karlatjanu (UdSSR).

Junioren: Nicht zufrieden waren wir mit den Leistungen unserer Juniorenkader Hans-Herbert Luderer, Thomas Jäger, Bert Oettel und Uwe Mittag. Ihre Leistungen lagen unter den Erwartungen und waren kein Hoffnungs-schimmer für die EM im November in Berlin. Insgesamt erzielten die Junioren einmal Silber und zweimal Bronze. Was die KVDR bei den Jugendlichen vollbrachte, schafften die Judoka der UdSSR bei den Junioren. Mit drei Titeln und zwei Bronzemedaillen waren sie in dieser Altersklasse die erfolgreichste Mannschaft. Hier die Erstplatzierten der Juniorenklasse: 60 kg 1. Kim-Wang-Ro (KVDR), 65 kg 1. Karboluriani (UdSSR), 71 kg Klimek (VRP), 78 kg 1. Kandebat (SRK), 86 kg 1. Gomez (SRK), 95 kg 1. Shurov (UdSSR) und über 95 kg Schakalov (UdSSR).


Juli/August 1977 Pionierpokal weiblich in Bad Schmiedeberg; Auch 1977 blieb der Bezirk Schwerin vorn!

Die Jubiläumsendkämpfe um den Pionierpokal (zum 10.Male ausgetragen!) der Mädchen fanden zugleich mit dem großen VI. Turn- und Sportfest in Leipzig statt. Durch gute Organisation und Unterstützung der Lagerleitung des zentralen Pionierlagers „Karl Marx“, Bad Schmiedeberg, spürte man auch im Pionierlager Turnfestatmosphäre, zumal auch Funktionäre unseres Verbandes, wie Kurt Rödel und Georg Lücke, nach Abschluss des Turnfestes im Lager von diesem Großereignis vor den Pionieren berichteten. Welche Vorwärts-entwicklung es in den zehn Jahren der Austragung der Pionierpokalendkämpfe gegeben hat, dokumentierte die Teilnahme aller Bezirke mit einer kompletten Bezirksauswahlmannschaft. Die besten Judoka aus den Vorrunden der Bezirke konnten sich für diese Bezirksauswahlmannschaften qualifizieren. Dabei waren zahlreiche Mädchen waren zahlreiche Mädchen, die bereits zum zweiten oder dritten Male die Teilnahme erkämpft hatten.

Gewinner des Pionierpokals:

1. Bezirk Schwerin, 2. Bezirk Rostock, 3. Bezirk Berlin und Bezirk Potsdam, 5. Bezirk Frankfurt/o und der Bezirk Karl Marx Stadt. Sieger in den einzelnen Gewichtsklassen: 30 kg 1. Dorita Gerbsch (TSG Wriezen)), 32,5 kg 1. Martina Gründöing (BSG Traktor Dahmen), 35 kg 1. Heike Janetzko (HSG Uni Rostock), 37,5 kg 1. Manuela Krüger (BSG Lok Zernsdorf), 40 kg 1. Katja Mothes (SG Dynamo Schwerin), 42,5 kg 1. Ines Schlotte (HSG Uni Rostock), 45 kg 1. Cornelia Conrad (SG Dynamo Brandenburg), 50 kg 1. Ines Wulff (Rotation Berlin), 55 kg 1. Cornelia Zuckschwerdt (SG Dynamo Brandenburg) und über 55 kg 1. Astrid Radde (SG Dynamo Zudar.

05. bis 06. November 1977 Europameisterschaften der Jugend und Junioren in Berlin (DDR); Vier Europameistertitel für Judoka des DJV der DDR

An zwei Tagen erlebten die Judoka aus 25 Ländern Europameisterschaften des Nachwuchses in einer hervorragenden Wettkampfatmosphäre. Unsere Organisatoren hatten sich bei der Vorbereitung der EM etwas einfallen lassen. Durch langfristige Publikation hatten sie eine ausverkaufte Wettkampfhalle gesichert. Da sich viele aktive Judoka unter den Zuschauern befanden, war ein großartiges Fachpublikum anwesend. Die DDR, Frankreich, die VR Polen, die Ung. VR und man höre und staune Spanien, nutzten in beiden Altersklassen die volle Besetzungsmöglichkeit mit je sieben Judoka. An den Jugendwettbewerben (16/17 Jahre) beteiligten sich Judoka aus 20 Nationen und bei den Junioren (18-20 Jahren) waren Judoka aus 24 Nationen vertreten. Auf die einzelnen Gewichtsklassen verteilten sich die Teilnehmer wie folgt:

Gewichtsklasse  Jugend   Junioren
Anzahl der Anzahl der
Teilnehmer Teilnehmer
Superleichtgewicht  12 16
Halbleichtgewicht 15 19
Leichtgewicht 16 22
Halbmittelgewicht  17 18
Mittelgewicht  18  19
Halbschwergewicht  14 19
Schwergewicht  10 19
Gesamt  102  125

Erstplatzierte der Jugendklasse:

Superleichtgewicht: 1. Schmidt (DDR), Halbleichtgewicht 1. Dausch (BRD), Leichtgewicht 1. Demelas (Frankreich), Halbmittelgewicht 1. Fuchs (DDR), Mittelgewicht 1. Kunze (DDR), Halbschwergewicht 1. Auspert (Belgien), und Schwergewicht 1. Korletianu (UdSSR).

Erstplatzierte der Juniorenklasse:

Superleichtgewicht 1. Platz Maraev UdSSR

Halbleichgewicht 1. Platz Möller DDR

Leichtgewicht 1. Platz Adams GBR

Halbmittelgewicht 1. Platz Bowles GBR

Mittelgewicht 1. Platz Goubanov UdSSR

Halbschwergewicht 1. Platz Schourov UdSSR

Schwergewicht 1. Platz Ozsvar HUN

Medaillenspiegel Jugend/Junioren gesamt

Platz Land Gold  Silber  Bronze Gesamt
1. UdSSR 4 9
1.  DDR 1 4 9
3. Frankreich 1 4 7
3. VR Polen  - 3 4 7
5. Großbritannien  1 3
5. BRD 1 1  1 3
5. Ung. VR 1 3
5. CSSR - - 3 3


13. November 1977 III. DDR-Meisterschaften der B-Jugend weiblich in Bad Düben

                                                                                                                                    
Am 13.11.1977 fanden in Bad Düben die III. DEM der weiblichen Jugend B statt. Die 85 Teilnehmerinnen aus allen Bezirken der DDR fanden beste Bedingungen vor: eine ausgezeichnet ausgestaltete Sporthalle, ein korrekt und souverän amtierendes Kampfgericht, unter der Leitung des Sportsfreundes Gaffron, und ein zahlreich er-schienenes Publikum. Die Teilnehmer dieser Meisterschaften trugen durch gute sportliche Leistungen zum Gelingen dieser Veranstaltung bei. Es war eindeutig eine Verbesserung des technischen Niveaus im Vergleich zu den Meisterschaften des Vorjahres zu verzeichnen. Von den drei teilnehmenden Titelverteidigerinnen waren nur Andrea Brix und Manuela Haß wieder erfolgreich. Der Medaillenspiegel sieht den Bezirk Rostock vor den überraschend starken Karl Marx Städterinnen und dem Bezirk Potsdam in Front. Hier die Erstplatzierten: 40 kg 1. Manuela Krüger (Lok Zernsdorf), 45 kg 1. Ines Schlotte (HSG Uni Rostock), 50 kg 1. Franka Steiner (HSG Lok Werdau), 55 kg 1. Petra Maleyka (SG Dynamo Aue), 60 kg 1. Andrea Brix (SG Dynamo Aue) und über 60 kg 1. Manuela Haß (HSG Uni Rostock).

27. November 1977 III. DEM der weiblichen Jugend A in Brandenburg; Gastgeber Brandenburg am erfolgreichsten

Die III. DEM der weiblichen Jugend A waren in diesem Jahr an den Bezirk Potsdam vergeben worden. Für die Durchführung der Meisterschaften stand am 27.11.1977 die repräsentative Stahl Halle in Brandenburg zur Verfügung. Erwartungsgemäß gab es durch Inez Bandoly und Ann-Katrin Zuckschwerdt zwei Titelvertei-digerinnen. Insgesamt konnten die Gastgeber die Chance vor eigenem Publikum kämpfen zu können gut nutzen und wurden erfolgreichste Sektion vor der BSG Rotation Berlin. Überraschend war das Niveau der Kämpfe in den höheren Gewichtsklassen besser, hier wurden die meisten Kämpfe durch gut gelungene Techniken entschieden. Nun die Einzelsieger: -45 kg 1. Petra Hannuschek (Dynamo Brandenburg), 50 kg 1. Regina Wolfram (SG Dynamo Grimma), 55 kg 1. Ingrid Plath (SG Dyn. Schwarze Pumpe), 60 kg 1. Inez Bandoly (Rot. Berlin), 65 kg 1. Ann-Kathrin Zuckschwerdt (Dynamo Brandenburg) und über 65 kg Manuela Haß (HSG Uni Rostock).

04. Dezember 1977 VII. DEM der Frauen in Brandenburg; Erstmals nach neuen Gewichtsklassen

Diese Meisterschaften standen in der Vorbereitung unter einem unglücklichen Stern, denn der vorgesehene Organisator, BFA Halle, konnte die Durchführung nicht garantieren. Die SG Dynamo Brandenburg übernahm kurzfristig die Ausrichtung der Titelkämpfe. Trotz der kurzfristig erfolgten Veränderung des Austragungs-ortes waren alle Bezirke rechtzeitig mit ins- gesamt 78 Teilnehmerinnen angereist. Mit 11 Dan-Trägerinnen und 30 Frauen mit dem I. Kyu setzt sich die Entwicklung zu einem frühen Beginn in der Schülerklasse bis zu einer gereiften Entwicklung beim Start in die Frauenklasse weiter fort. Nieder graduierte Judoka blieben ohne Erfolg gegenüber ihren technisch besser ausgebildeten Konkurrentinnen. Erstplatzierte wurden: 48 kg 1. Sophia Ptach (BSG Rotation Berlin), 52 kg 1. Beate Huth (SG Dynamo Brandenburg), 56 kg 1.Inez Bandoly (Rotation Berlin), 61 kg 1. Maritta Bender (HSG Uni Jena), 66 kg 1. Ann-Kathrin Zuckschwerdt (SG Dynamo Bran-denburg), 72 kg 1. Marianne von Suchodoletz (HSG Uni Greifswald) und über 72 kg 1. Astrid Prillwitz (HSG Uni Rostock).

10. Dezember 1977 DMM der Männer in Rostock; Neuer Mannschaftsmeister - SC Leipzig

Am 10. Dezember 1977 trugen die Senioren des DJV der DDR ihre Mannschaftsmeisterschaft in Rostock, Marienehe, aus. Die fleißigen Organisatoren hatten, unter Leitung des Sportsfreundes Harald Schwidder, eine sehr gute Arbeit geleistet und die Meisterschaft würdig vorbereitet. Bedingt durch internationale Verpflichtungen konnte der SC Dynamo Hoppegarten nicht an dieser Meisterschaft teilnehmen. Am gleichen Tag errang er den Europapokal der Clubmannschaften. Unverständlich ist das Fernbleiben der Mannschaften aus den Bezirken Potsdam, Dresden, Neubrandenburg und Suhl. Die Auseinandersetzungen verliefen sehr spannend und abwechslungsreich. Der SC Leipzig setzte sich im Pool 1 durch und besiegte dabei folgende Mannschaften:

BSG Rotation II 6:1
SG Dynamo Gera-Süd  6:1
BSG Motor Wolgast  6:1

Der ASK Vorwärts Frankfurt/o. war in der ersten Runde begünstigt durch Freilos. Dann besiegte er auf dem Weg in das Finale

BSG Rotation Berlin I 3:1
HSG DHFK Leipzig  6:1

BSG Rotation II 6:1
SG Dynamo Gera-Süd  6:1
BSG Motor Wolgast  6:1

Interessant waren die Kämpfe um den 3. Platz. Die BSG Rotation Berlin als Vorjahrssieger und Bezirks-Meisster 1977 stellte zwei Mannschaften. Die erste Mannschaft setzte sich mit 5:0 über die DHFK-Sportler hinweg und errang Platz 3. Im zweiten Halbfinalkampf standen sich die BSG Motor Wolgast - als Vertreter des Bezirkes Rostock -und die zweite Mannschaft der BSG Rotation Berlin gegenüber, die zuvor die SG Dynamo Gera-Süd mit 7:0 ausschaltete. Nach harter Auseinandersetzung endete dieses Halbfinale unentschieden 3:3. Nach Unterpunkten gewannen knapp, mit 25:22, die Berliner. Im Finale der Mannschaftsmeisterschaft wurde  noch einmal sehr gutes Judo demonstriert, wobei die Judoka des SC Leipzig durch gute Einsatzbereitschaft und hervorra- genden Kampfgeist den Pokal um den Titel „Mannschaftsmeister 1977“ errangen.


1978

21. bis 22. 1978 Januar Internationales Judoturnier in Paris der Senioren; Reißmann und Heinke überzeugten beim Pariser Judoturnier

Zwei erste Plätze der DDR-Judoka

Zwei Tage, vom 21. Bis 22.1.1978, war die Sporthalle Pierre-De-Courbertin Austragungsort des traditionellen Pariser Judoturniere. Insgesamt beteiligten sich 15 Länder und zwar: Österreich, Belgien, Brasilien, Spanien, Finnland, Großbritannien, Niederlande, Italien, Japan, BRD, VR Polen, CSSR, UdSSR, DDR, und der Gastgeber Frankreich. Um es gleich vorwegzunehmen, es wurde, wie erwartet ein hochklassiges Turnier, wobei in den Pool- Kämpfen der kämpferische Einsatz um den Sieg die größere Dominanz hatte. Frankreich war in jeder Gewichtsklasse mit acht Judokas vertreten. Aufsehen erregten neben der wieder sehr starken Delegation aus Brasilien, die einige hervorragende Einzelkämpfer wie Shinohara, Pacheco und Jundqueira in ihrer Equipe hatten. Der DJV der DDR entsandte unter der Leitung von Heinz Kempa folgende Sportfreunde:

Superleichtgewicht:  Achim Schott
Halbleichtgewicht: Torsten Reißmann
Leichtgewicht: Günter Krüger
Halbmittelgewicht:  Harald Heinke
Mittelgewicht:  Detlef Ultsch
Dieter Moch
Schwergewicht:  Hans-Joachim Schultz

Diese kleine Delegation sorgte für das erfolgreichste Abschneiden seit dem Bestehen dieses Turniers. Großen Anteil hatten hierbei Heinke und Reißmann. Mit langanhaltendem Applaus wurde Heinke von den 2 500 sachkundigen Zuschauern für seinen Endkampf gegen den Franzosen Tchoullouyan bedacht. Einen guten Eindruck hinterließ H.-J. Schultz im Schwergewicht, dem das Überwechseln in diese Gewichtsklasse vor allem in der Bewegungsschnelligkeit Vorteile bringen sollte. Erstplatzierte wurden: 60 kg 1. Rey (Frankreich), 65 kg 1. Reißmann (DDR), 71 kg 1. Katsuki (Japan), 78 kg 1. Heinke (DDR), 86 kg 1. Yatskevich (UdSSR) 95 kg 1. Parisi (Frankreich) und über 95 kg 1. Yoshioka (Japan) 2. Schultz (DDR).

09. bis 12. Februar 1978 Internationales Turnier in Tbilissi der Männer; DDR-Judoka in Tbilissi mit unterschiedlichen Leistungen

Vom 09.02.-12.02.1978 war Tbilissi, die Hauptstadt der Grusinischen SSR, wiederum Gastgeber eines stark besetzten Judoturniere. 13 Nationen nahmen Gelegenheit, ihre Judoka unter den verschiedensten Gesichts-punkten - EM 1978 oder im Hinblick auf die WM in Moskau 1980 - zu testen. Folgende Nationen waren ver-treten: VR Bulgarien, BRD, CSSR, Finnland, Frankreich, SRF Jugoslawien, SR Kuba, Japan, Mongolische VR und die DDR. Am ersten Wettkampftag wurden die Klassen Halbschwergewicht und Schwergewicht ausge-kämpft. Im Halbschwergewicht kamen unsere Vertreter Roland Porath und Frank Frömme nicht aus ihren Pools heraus. Porath verlor gegen Comez (Kuba) 0:3 sowie Mutashwili (UdSSR) 0:5 und besiegte Awismaki (Finnland) 10:0. Die Sieger waren -95 kg 1. Scharschiladze (UdSSR) und in über 95 kg 1. Yamashita (Japan). Am zweiten Wettkampftag wurden die Klassen Mittelgewicht 1. Wolosow (UdSSR) und bis 86 kg 1. Takahashi (Japan) ausgetragen. Viele glanzvolle Namen konnten sich für den dritten Wettkampftag eintragen.. Hier nun die Sieger 71 kg 1. Guguwa (UdSSR),  60 kg 1. Pogorelow (UdSSR) und Alle Kategorien: Yamashita (Japan

09. bis 12.02.1978 Dreiländerkampf in Schweden der Männer

Vom 09.-12.02.1978 weilte die Judo-Nationalmannschaft zu einem Dreiländerkampf in Schweden. Als dritte Mannschaft war eine Auswahl aus Großbritannien vertreten. Ungefähr 300 Zuschauer sahen als erstes einen Juniorenvergleich zwischen Schweden und Großbritannien, den die Inselbewohner knapp mit 4:3 für sich entscheiden konnten. Danach stand unsere Auswahl der schwedischen Mannschaft gegenüber.

Es gab folgende Ergebnisse:  

DDR - Schweden Ergebnis

Grutza - Roth  10:0
Reißmann  Person 5:0
Krüger  Nilson  0:0
Heinke  Telyard  7:0
Karl  Ström 0:3
Lorenz  - Ströbel 10:0
Schultz  Hall 10:0
5(42)
Ergebnis: 1 (3)

Um gegen Großbritannien mit ähnlich guten Resultaten von der Matte zu kommen,, musste sich unsere Mannschaft, besonders in kämpferischer Hinsicht, steigern. Dieses Vorhaben gelang und Großbritannien wurde ebenfalls mit 5:1 (Unterpunkte 26:7) bezwungen.

Die Einzelergebnisse lauteten: 

DDR
-
Großbritannien Ergebnis

Grutza - Holiday  3:0
Reißmann  Birch 7:0
Krüger  Adams  0:0
Heinke  -  Colthurst  10:0
Karl  Chittenden 0:7
Lorenz  - Donelly 3:0
Schultz  Ives 3:0
5-26 1 (7
Ergebnis: :  5/1

Im letzten Kampf standen sich Schweden und Großbritannien gegenüber. Überraschend Sieger nach Unterpunkte wurde Schweden.

04. und 05.03.1978 1. Internationales Turnier in Bulgarien der Männer; Torsten Reißmann siegte in Bulgarien

Aus Anlass der hundertjährigen Befreiung Bulgariens vom Osmanischen Joch veranstaltete der bulgarische Judo-Verband ein internationales Turnier. Unserer kleinen Delegation, die von Heinz Kempa, geleitet wurde, gehörten fünf Kämpfer an. 60 kg Andreas Grutza, 65 kg Torsten Reißmann und Jürgen Möller, 71 kg Günter Krüger und Karl Heinz Lehmann. Außer den Gastgebenden Bulgaren starteten noch Kämpfer aus sechs Ländern; CSSR, VR Polen, SR Rumänien, UdSSR, Ung. VR und DDR. Am ersten Tag wurden folgende Sieger ermittelt: 78 kg 1. Sondey (VR Polen), 86 kg 1. Boitshaswili (UdSSR), 95 kg 1. Damadajew (UdSSR) und über 95 kg 1.Kocmann (CSSR). Am zweiten Tag dann die 60 kg 1. Szabo (SR Rumänien), 65 kg 1. Reißmann (DDR), 71 kg 1. Namgalauri (UdSSR) 2. Krüger (DDR) und 3. Lehmann (DDR) und Alle Kategorien 1. Nikodim (CSSR)

1. und 12. März 1978 XII. Ungarnpokal in Pecs der Männer; 12. Ungarnpokal mit hohem Niveau

Am 11. Und 12. März führte der ungarische Judo-Verband zum zwölften Male das Turnier um den Hungariapokal durch. Austragungsort war die südungarische Metropole Pecs. An diesen Wettkampf beteiligten sich ins-gesamt 14 Länder, darunter Belgien, CSSR, Frankreich, Großbritannien, SRF Jugoslawien, Japan, SR Kuba, Österreich, SR Rumänien, UdSSR, VR Bulgarien, VR Polen, DDR und der Gastgeber. Der DJV der DDR schickte zu diesen traditionellen Wettkämpfen sieben Nachwuchskader nach Pecs. Auch wen kein erster Platz erkämpfte wurde, so schlugen sich unsere Aktiven achtbar bei diesem erstklassig besetzten Turnier. Hier die Erstplatzierten: 60 kg 1. Rey (Frankreich) 2. Grutza (DDR), 65 kg 1. Kashiwazaki (Japan), 71 kg 1. Nishida (Japan) 3. Lehmann (DDR), 78 kg 1. Kabasawa (Japan) 86 kg Tripet (Frankreich) 95 kg 1. Shirase (Japan) über 95 kg 1. Rouge (Frankreich) und Alle Kategorien 1. Nakamura (Japan).

25. bis 26. Februar 1978 IV. DEM der Kinder im Judo; 136 Teilnehmer am Start in der Geraer Sporthalle der 22.OS

Am 25./26.Februar 1978 fanden in Gera die diesjährigen DEM der Kinder , AK 12/13 männlich, statt. Trotz des „verjüngten“ Teilnehmerkreises im Vergleich zum Vorjahr durch Veränderung der Altersklasse ist insgesamt das technisch-taktische Leistungsniveau gestiegen. In allen Gewichtsklassen bevorzugten unsere jüngsten Judoka die offensive Kampfesweise, wobei noch zu wenig Angriffsserien zu sehen waren. Den besten Eindruck hinterließ die 65 kg-Klasse. Hier kam Sportfreund Carsten Geißer aus Karl Marx Stadt mit fünf beeindruckenden Ipponsiegen zum Titelgewinn. Weit über die Hälfte der Endscheidungen fielen am Boden.

Hier die Einzelsieger: 35 kg 1. Frank Klöpfel (Dynamo Erfurt-Mitte), 37,5 kg 1. Mario Ludwig (TSG Rodewisch), 40 kg 1. Peter Klingner (ASG Rostock), 45 kg 1. Toralf Rahm (BSG Lok Zwickau), 50 kg 1. Rico Knaus (Dynamo Weimar), 55 kg 1. Ralf Schneider (ASG Preschen), 60 kg 1. Sven Meissner (ASG Trollen- hagen), 65 kg 1. Carsten Geißer (Karl Marx Stadt) 70 kg 1. Heiko Bielert (Lok Zernsdorf) und über 70 kg 1.Steffen Scherping (HSG PH Potsdam).


18. /19. März 1978 internationales Turnier der Männer in Potsdam; Wie alljährlich gute Besetzung/13 Länder vertreten/117 Wettkämpfer auf den Matten

Am 18./19. März fanden wie in jeden Jahr in Potsdam das große internationale Turnier der Senioren statt. Diese Wettkämpfe galten der Vorbereitung auf die Europameisterschaften  und wurden so auch von 117 Wettkämpfern genutzt. Auch bei diesem großen internationalen Turnier bestach die Organisation unter der Leitung des Sportfreundes Erhard Buchholz. Die Halle bis auf den letzten Platz ausverkauft. Nun die Platzierungen in den einzelnen Gewichtsklassen:

Superleichtgewicht: 1. Platz Szabo SR Rumänien
2. Platz Luderer DDR
3. Platz Schott DDR
3. Platz Graff DDR

Halbleichtgewicht : 1. Platz Reißmann DDR
2. Platz Tuncsik Ung. VR
3. Platz Alksnin VR Polen
3. Platz Möller DDR

Leichtgewicht : 1. Platz Krüger DDR
2. Platz Baltsch DDR
3. Platz Kim Bon Kun KVDR
3. Platz Woess Österreich

Halbmittelgewicht: 1. Platz Heinke DDR
2. Platz Ri Zong Zu KVDR
3. Platz Jiminez SR Kuba
3. Platz Valette Frankreich

Mittelgewicht : 1. Platz Bilawski VR Polen
2. Platz Ultsch DDR
3. Platz Zepnick DDR
3. Platz Kiss Ung. VR

Halbschwergewicht: 1. Platz Lorenz DDR
2. Platz Köstenberger Österreich
3. Platz Schurow UdSSR
3. Platz Nicolas Belgien

Schwergewicht: 1. Platz Schkalow UdSSR
2. Platz Riszko VR Polen
3. Platz Kovacs Ung. VR
3. Platz Adelaar Holland

1. /2. April 1978 Offene Niederländische Meisterschaften in Kerkrade der Senioren; 800 Judoka kämpften in Kerkrade

Am 1./2.April 1978 wurden in Kerkrade die Offenen Niederländischen Meisterschaften ausgetragen. Nach Angaben des Veranstalters waren 800 Judoka aus 18 Nationen am Start. Neben den Senioren- und Juniorenwettkämpfen stritten auch die Damen um den Sieg. Auf Grund der großen Teilnehmerzahl wurde auf sechs Mat-ten gekämpft und die Sieger im KO-System mit Hoffnungsrunde ermittelt. Unsere Delegation, die von Sport-freund Hans Heidemann geleitet wurde, gehörten folgende Kämpfer an:60 kg Reinhard Arndt und Andreas Grutza, 71 kg Karl Heinz Lehmann, 78 kg Dieter Heinrich und Lutz Kunze, 86 kg Hans Georg Zepnick und 95 kg Dietmar Lorenz. Als Kampfrichter war Sportfreund Manfred Block mitgereist. Der erste Wettkampftag brachte die Entscheidung in den Klassen 60 kg 1.Grutza und 3. Arndt (beide DDR). 65 kg 1. Soloduchin (UdSSR), 71 kg 1. Molnar (Ung. VR), 2. Lehmann (DDR), 78 kg 1.Anatinian (UdSSR) 86 kg 1. Kiss (Ung. VR), und 3. Zepnick (DDR), 95 kg 1. Lorenz (DDR) und über 95 kg Varga (Ung. VR).

1. /2. April 1978 DEM der männlichen AK 14/15 in Schönebeck; DDR-Meisterschaften der AK 14/15 in diesem Jahr ohne große Überraschungen

Die Meisterschaft wurde am 1./2.April 1978 in Schönebeck (Magdeburg) durchgeführt. Sie fand in der vor etwa zwei Jahren erbauten Sporthalle statt und war vom BFA Magdeburg, aber auch besonders von den Funktionären und Judoka der Stadt Schönebeck gut vorbereitet worden. Die Ausgestaltung der Halle bot einen würdigen Rah-men für die Austragung dieser Meisterschaften. Erstmalig fanden zur Information von Sportlern und Übungs-leitern, sowie für wissenschaftliche Untersuchungen Tests allgemeiner sportlicher Übungen statt. In den einzelnen Gewichtsklassen gab es unterschiedliche Leistungen. Am erfolgreichsten war die BSG Post Schwerin, die Festlegung zur Weiterführung der Kinder in den Jugendbereich auch leistungsmäßig verwirklichte und vier Medaillen, davon einmal Gold, erkämpfte. Die Sieger der einzelnen Klassen hießen: 43 kg 18 Tln. 1. Sven Loll (SC Dynamo), 47 kg 19 Tln. 1. Tino Fricke (SC Leipzig), 53 kg 18 Tln. 1. Andreas Paluschek (ASK Frankfurt), 57 kg 18 Tln. 1. Tino Zirk (SC Leipzig), 62 18 Tln. 1. Michael Dähn (BSG Post Schwerin), 68 kg 19 Tln. 1. Ralph Mollnau (ASK Frankfurt/o), 75 kg 16 Tln. Michael Müller (SC Dynamo), 83 kg 14 Tln. 1. Henry Kreis (ASK Frankfurt/o) und über 83 kg 9 Tln. 1. Christian Zörner (BSG Rotation Berlin).

8. /9. April 1978 DEM der männlichen AK 16/17 in Berlin

Am 8./9.April 1978 fanden in der Sporthalle des Wachregiments Berlin Adlershof die diesjährigen Meisterschaften der AK 16/17 statt. Die Veranstaltung wurde unter Leitung des BFA-Vorsitzenden des Bezirkes Berlin, Sportfreund Werner Büge, gut vorbereitet. Allen Organisatoren, einschließlich dem Kampfgericht unter der Leitung des Sportsfreundes Manfred Stürzebecher, sei an dieser Stelle nochmals Dank für die geleistete Arbeit ausgesprochen. Ähnlich wie bei den Meisterschaften der AK 14/15 zeichnete sich auch hier der erfreuliche Trend der langfristigen Ausbildung und Weiterführung der Sportler zur nächst höheren Altersklasse ab. Auch zu dieser Meisterschaft wurden Tests allgemeiner sportlicher Übungen durchgeführt. In Bezug auf die Wirksamkeit der angewandten Techniken, ohne auf die vielseitige technische Ausbildung einzugehen, konnte festgestellt werden, daß diese im Vergleich zur AK 14/15 doch wesentlich höher lag. Hier die Sieger: 53 kg 23 Tln. 1. Ralph Peter (SC Leipzig), 57 kg 17 Tln. 1. Jens Hillbrecht (SC Leipzig), 62 kg 26 Tln. 1. Jörg Voigt (SG Dynamo Weimar), 68 kg 22 Tln. 1. Matthias Obschernitzki (SC Dynamo), 75 kg 23 Tln. 1. Andreas Preschel (SC Dynamo), 83 kg 17 Tln. 1. Michael Bau (SC Leipzig), 90 kg 14 Tln. 1. Ulf Rettig (SC Dynamo) und über 90 kg 14 Tln. 1. Dietmar Brandt (SC Dynamo).

5. bis 7. Mai 1978 Europameisterschaften der Senioren in Helsinki (Finnland); Judoka der DDR holten fünfmal Gold bei den EM 1978

Finnlands Hauptstadt Helsinki war Gastgeber der diesjährigen Titelkämpfe im Judokampfsport. Vom 5.-7.Mai wurden acht Europameistertitel ausgekämpft. Den DJV der DDR vertraten bei diesen EM so bewährte Kämpfer wie: Rainer Arndt, Torsten Reißmann, Günter Krüger, Harald Heinke, Detlef Ultsch und Dietmar Lorenz. Erstmalig kam das neue Austragungssystem - Poolkämpfe mit anschließender KO- und Hoffnungsrunde - zur Anwendung. Europas Judoka hatten sich mit einer starken DDR-Mannschaft auseinanderzusetzen. Bei diesen Kämpfen gingen unsere Sportler als glänzende Sieger hervor. Mit fünf EM-Titel, einer Silber- und einer Bronzemedaille erreichten unsere Athleten nahezu alles, was sie erreichen konnten. Dieser große Erfolg wurde natürlich nicht im „Vorübergehen“ erzielt, sondern jeder der DDR-Judoka hatte außerordentlich schwere Kämpfe zu bestehen, in denen das vorhandene Leistungspotential voll ausgeschöpft werden musste. Die Sieger hießen: 60 kg 1. Mariani (Italien) 3. Arndt (DDR), 65 kg 1. Reißmann (DDR), 71 kg 1. Krüger (DDR), 78 kg 1. Heinke (DDR), 86 kg 1. Yatskevich (UdSSR) 2. Ultsch (DDR), 95 kg Lorenz (DDR) und über 95 kg Adelaar (Holland) sowie Alle Kategorien 1. Lorenz (DDR).

22. 04. 1978 Internationales Turnier der Jugend männlich in Frankfurt

Am 22.04.1978 fand in Frankfurt/o., unter Beteiligung von 7 Ländern, ein internationales Jugendturnier statt. Es waren vertreten: VR Polen, 7 Tln., UdSSR 6 Tln., Ung. VR 7 Tln., SR Rumänien 8 Tln., VR Bulgarien 6 Tln., CSSR 7 Tln. Und DDR I u. II. 29 Teilnehmer. Der DJV der DDR nahm mit einer größeren Anzahl von Käm-pfern teil, um besonders den jüngeren Sportlern des Jahrgangs 1962 die Gelegenheit des Kennenlernen von internationalen Veranstaltungen zu geben. Mit drei 1. Und drei 3. Plätzen schnitten die DDR Judokas am erfolgreichsten ab. Die UdSSR folgte mit zwei 1., einem 2. Platz und einem 3. Platz. Die Sportfreunde aus der Ung. VR zeigten sich nach den EM 1977 stark verbessert. Sie erreichten einen 1. Platz und zwei 3. Plätze. Sportfreund Olaz aus der SR Rumänien sicherte sich überlegen den 1. Platz in der 53 kg-Klasse.

20. /21. Mai 1978 DEM der Senioren in Neustrelitz; Neustrelitz erlebte glanzvolle DDR-Meisterschaften 1978

Genau 14 Tage nach dem großartigen Erfolg unserer DDR-Judoka bei den EM in Helsinki fanden die 29.DEM der Senioren, am 20./21.Mai 78 statt. Austragungsort der Titelkämpfe war die Dynamohalle in Neustrelitz. Mit Torsten Reißmann, Günter Krüger, Detlef Ultsch und Dietmar Lorenz nahmen Judoka an diesen Meisterschaften teil. Harald Heinke und Reinhard Arndt konnten leider, wegen Verletzung, bei diesen Titelkämpfen nicht anwe-send sein. Neben den „Großen“ sorgte ein weiterer Europameister für Aufsehen. Lutz Kunze, noch nicht einmal 18 Jahre alt, Jugendeuropameister 1977, distanzierte, in Abwesenheit von Harald Heinke, unsere gesamte DDR-Spitze und das in der Art eines „alten Routiniers“. Nun die Sieger: 60 kg 1. Grutza (SC Dynamo), 65 kg 1. Reißmann (ASK Frankfurt), 71 kg Krüger (SC Dynamo), 78 kg 1. Kunze (SC Dynamo), 86 kg 1. Ultsch (SC Dynamo), 95 kg 1.Lorenz (SC Dynamo), über 95 kg 1. Katzschke (SC Leipzig) und Alle Kategorien 1. Lorenz (SC Dynamo).

26. 06. bis 03. 07. Jugendwettkämpfe der Freundschaft in Jicin CSSR; DDR-Nachwuchs mit ausgezeichneten Ergebnissen

Bei den diesjährigen Jugendwettkämpfen der Freundschaft vom 26.06 bis 03.07.1978 in der CSSR, errangen die DDR-Judoka fünf Goldmedaillen, fünf Silber- und eine Bronzemedaillen. Die Jugendwettkämpfe der Freundschaft fanden in einer ausgezeichneten Atmosphäre in Jicin, ca. 100 km von Prag entfernt statt. Dominierten 1977 in der Jugendklasse die Sportler der KVDR, so bestimmten 1978 die Sportler aus der DDR das Niveau. In der Altersklasse Junioren konnten die UdSSR-Sportler ihren Vorsprung wiederum unter Beweis stellen. Die DDR-Sportler belegten den 2. Platz mit einem beachtlichen Zuwachs von 12,5 Punkten gegenüber 1977.

Neue Dan-Prüfungskommissionen der Bezirke

Die Dan-Prüfungskommission der Bezirke, die für die Abnahme der Prüfungen zum 1. Und 2. Dan zuständig sind setzen sich aus folgenden Prüfern zusammen:

Berlin: Gert Schneider 6. Dan; Karl Nitz 4. Dan; Bernd Thomas 4. Dan; Wolfgang Broege 2. Dan

Cottbus: Hubert Guse, 3. Dan; Heinz Zalkow, 4. Dan; Horst Marsel, 4. Dan; Klaus Bartke, 2. Dan; Heinze Kersten, 2. Dan.

Dresden: Horst Marsel, 4. Dan; Herbert Ehrlich, 5. Dan; Heinz Zalkow, 4. Dan; Siegfried Beyer, 4. Dan; Hartmut Günther, 3. Dan.

Erfurt/Suhl: Wolfgang Schneider, 3. Dan; Klaus Richter, 3. Dan; Gerhard Hoffmann, 3. Dan; Josef König2 .Dan; Rüdiger Scheerschmidt, 2. Dan.


Frankfurt/o: Hubert Sturm, 5. Dan; Georg Lücke, 5. Dan; Josef Heß, 3. Dan; Klaus Milow, 3. Dan.

Gera: Horst Schneider, 3. Dan; Elisabeth Schneider, 2. Dan; Eberhard Täubert, 2. Dan; Klaus Richter, 3. Dan;.

Halle: Walter Kühn, 4. Dan; Kurt Rödel, 4. Dan; Gerhard Hammer, 3. Dan; Karl Heinz Klapproth, 2. Dan.

Karl Marx Stadt: Burkhardt Daßler, 4. Dan; Heinz Kölbel, 4. Dan; Günter Roßbach, 3. Dan; Rudolf Lorenz, 2. Dan.

Leipzig: Manfred Michelmann, 4. Dan; Kurt Jahn, 5. Dan; Kurt Walta, 3. Dan; Dr. Gerhard Lehmann 2.Dan.

Magdeburg: Dr. Hans Müller-Deck, 6. Dan; Karl Heinz Hausmann, 3. Dan; Reiner Straube, 3. Dan; Günter Süsenguth, 2. Dan.

Neubrandenburg: Helmut Hempel, 5. Dan; Eberhard Barth, 4. Dan; Günter Schmidt, 3. Dan; Hans Jürgen Kohn, 4. Dan.

Potsdam: Erhard Buchholz, 4. Dan; Frank Dörner, 3. Dan; Rüdiger Heinze, 2. Dan.

Rostock: Georg Lücke, 5. Dan; Arno Kroll, 3. Dan; Fred Herrmann, 2. Dan; Hartmut Scheil, 2. Dan; Robert Hütter, 2. Dan.

Schwerin: Willi Lorbeer, 6. Dan; Heinz Stiller, 3. Dan; Gerhard Freitag, 3. Dan, Eckehard Zerk, 2. Dan.

26. bis 28. August 1978 Spartakiade der Sicherheits- und Schutzorgane in Budapest

Vom 26.-28.08.1978 fand in Budapest die Spartakiade der Sicherheits- und Schutzorgane der soz. Länder statt. An den Wettkämpfen beteiligten sich die Dynamoorganisationen neun soz. Länder. Neben den euro-päischen soz. Ländern hatten erstmalig auch die KVDR und die neugegründete Dynamosport- vereinigung „Kapitän San Louis“ aus Kuba ihre Teilnehmer entsandt. Das war eine echte Bereicherung dieser traditionellen Wettkämpfe, bei denen eine Vielzahl von Spitzenjudoka zusammentraf. So fand sich z.B. Krüger nach der Auslosung mit Namgalauri (UdSSR), Co Szin Bo (KVDR) und Talaj (VR Polen) in einem Pool wieder und Detlef Ultsch hatte sich gleich mit Europameister Yatskevich (UdSSR) und Panamerikameister Ascoy (SR Kuba) auseinanderzusetzen. Ein starkes Aufgebot hatte die Auswahl der Sportvereinigung Dynamo der UdSSR zur Stelle. Aber auch der SC Dynamo Hoppegarten, der die SV Dynamo der DDR vertrat, hatte bis auf das Schwergewicht, wo H.-J. Schultz wegen Verletzung fehlte, seine stärkste Mann-schaft am Start.

1. Senioren und 2. Jugendliche

Hier die Erstplatzierten: Zu 1. 60 kg 1. Pogorelow (UdSSR) 2. Grutza (DDR), 65 kg 1. Soloduchin (UdSSR), 2.Arndt (DDR), 71 kg 1. Krüger (DDR), 78 kg 1. Toma (SR Rumänien), 86 kg 1. Yatskevich (UdSSR), 95 kg 1. Lorenz (DDR) und über 95 kg 1. Kliwodenkow (UdSSR). Hier die Erstplatzierten Zu 2. 53 kg 1. Zöld (Ung. VR), 57 kg 1. Li Zen Hak (KVDR), 62 kg 1. Darr (DDR), 68 kg 1. Obschernitzki (DDR), 75 kg 1. Preschel (DDR) 83 kg 1. Szen I Men (KVDR) 2. Rettig (DDR) und über 83 kg 1. Brandt (DDR).

August 1978 Pionierpokal weiblich Schüler in Güntersberge

Überraschungen blieben aus/Rostock und Schwerin vorn Die Endkämpfe um den Pionierpokal, der Höhepunkt für unsere Mädchen, fanden 1978 zum ersten Male im Harz statt. Güntersberge, mitten im Harz gelegen, war das Ziel der besten weiblichen Pioniere aus den Bezirken. Einfach war es für die meisten Bezirke nicht, das schön am Waldrand gelegene Pionierlager „Werner Seelenbinder“ zu erreichen. Jeder war froh, an den Bahnendpunkten einen Bus nach Güntersberge zu erhaschen. Dafür entschädigte aber die günstige Wettkampfstätte. Zu der Pionierklub umfunktioniert worden war. Im Finale wollte es Rostock nach mehreren vergeblichen Anläufen endlich einmal wissen. Die ausgeglichen besetzte Schweriner Mannschaft nützte diese letzte Chance die Rostock in den letzten beiden Kämpfen verpatzten und schafften doch noch hauchdünn, die schon in weite Ferne gerückte Titelverteidigung mit 5:5 Punkten und 43:48 Umrechnungspunkten, die weiteren Plätze gingen an die Bezirke Berlin und Bezirk Potsdam und die 5. Plätze an Bezirk Frankfurt und Bezirk Cottbus Einzelbestenermittlung die Erstplatzierten: 30 kg 1. Jana Nischwitz (SG Dyn. Ribnitz), 32,5 kg 1. Ilka Rother (SG Dyn. Torgau), 35 kg 1. Heike Sondermann (BSG Post Schwerin), 37,5 kg 1. Katrin John (BSG Aufbau Schwedt), 40 kg 1. Heike Janetzko (HSG Rostock), 42,5 kg 1. Birgit Timm (Dyn. Brandenburg), 45 kg 1. Marianne Koch (Post Schwerin), 50 kg 1. Kathrin Gehls (HSG Rostock), 55 kg 1. Silvia Heinrich (HSG Greifswald) und über 55 kg 1. Silvis Lindenberg (WGK Frankfurt).

24. 09. 1978 Jugendturnier „Schlagt die Meister“ in Leipzig der Jugend; Meisterschaftsrevanche in Leipzig

Am 24.09.1978 fand in der Judohalle des SC Leipzig das Jugendturnier „Schlagt die Meister“ statt. 180 Judoka der Jahrgänge 1961 bis 1963 kämpften auf drei Tatamis um den Sieg bei diesem traditionellen Turnier. Nach fast sieben Stunden Wett-kampfdauer waren alle Sieger ermittelt. Von den acht DDR-Meistern der AK 16/17 dieses Jahres konnten sich nur zwei wieder in die Siegerlisten einschreiben. Zum Teil wurden dem Publikum rasante Kämpfe geboten, die auf einem beachtlichen technisch-taktischen Niveau standen. Von den sieben Gewichtsklassen waren die Jugendlichen des SC Dynamo Hoppegarten in vier und die des SC Leipzig in den restlichen drei erfolgreich.

01.Oktober 1978 Klubpokal des DJV der DDR in Berlin; SC Dynamo Hoppegarten erneut Sieger

Am 1.10.1978 fanden sich im Dynamo-Sportforum Berlin die Klubkader des DJV der DDR zum Kampf um den Klubpokal 1978 ein. Auf drei Matten wurden die Wettkämpfe ausgetragen. Es waren, bis auf Silbermedaillengewinner Detlef Ultsch, alle unsere EM-Medaillengewinner mit von der Partie. Rainer Arndt und Torsten Reißmann wechselten jeweils in das nächsthöhere Gewichtslimit. Günter Krüger, Harald Heinke und Dietmar Lorenz blieben ihrer Gewichtsklasse treu. Von den Japanfahrern hatte Günter Krüger Schwerstarbeit zu leisten, während Rainer Arndt sich in blendender Form vorstellte. Harald Heinke, zwar nicht hoch gefordert, schien sich in ansteigender Form zu befinden. Ohne große Schwie-rigkeiten siegten Dietmar Lorenz und Karl Heinz Katzschke. Achim Schott wurde ebenfalls, unangefochtenen, in der leichtesten Gewichtsklasse Sieger. Die Überraschung des Tages war Heiko Hübner. In Abwesenheit von Detlef Ultsch wurde er Sieger in der 86 kg-Klasse.

07. /08. Oktober DEM der Junioren in Schkeuditz bei Leipzig; Letzter Test vor den Europameisterschaften

Schkeuditz bei Leipzig war ein hervorragender Gastgeber unserer Junioren-Einzelmeisterschaften 1978. Die Sportfreund Walter Nitzsche und Frank Gonschorek (Meister des Sports) gaben sich große Mühe, da- mit die DEM eine gelungene Veranstaltung wurde. Die Mehrzahl der Junioren aus unseren Leistungszentren nutzten diese Wettkämpfe nochmals für eine Demonstration ihrer gewonnenen Leistungsstärke bzw. zur Überprüfung ihres Leistungsstandes. Etwas verwunderlich war die geringe Beteiligung aus den Bezirken. Von 105 Startmöglichkeiten wurden nur 62 wahrgenommen. Die geringste Beteiligung lag in der Halbschwer- (sechs Bezirke) und in der Schwergewichtsklasse (fünf Bezirke). Dagegen waren im Halbleicht- 13 und im Leichtgewicht 12 Bezirke vertreten. Alle DDR-Meister warteten mit guten und ausgezeichneten Leistungen auf. 60 kg: 1. Stollberg- sechs Ipponsiegen; 65 kg: 1. Möller - sieben Siege, davon viermal Ippon und zweimal Waza-ari; 71 kg: 1. Baltsch - sechs Siege, davon fünfmal Ippon. 78 kg: 1 Kunze - fünf Ipponsiegen, einmal Waza-ari; 86 kg: 1.Hübner - sechs Ipponsiegen; 95 kg 1. Schmidt fünf Ipponsiegen; über 95 kg: 1. Pufahl - fünf Siege, davon viermal Ippon.

17.bis 19.November 1978 EM der Jugend und Junioren in Miskolc (Ungarn)

In Miskolc so erfolgreich wie bei keiner EM zuvor Vom 17.-19.11.1978 fanden in Miskolc (Ung. VR) die diesjährigen EM der Jugend und Junioren statt. Unsere Sportlerauswahl stand unter der Leitung des Sportsfreundes Fred Potyralla, der die Delegation umsichtig, trotz der nicht immer optimalen Bedingungen, über alle Klippen führte. Unserer Delegation gehörten bei der Jugend: 53 kg Frank Kökeritz (SC Dynamo),57 kg Jens Hillbrecht (SC Leipzig), 62 kg Thoralf Darr (SC Dynamo), 68 kg Matthias Obschernitzki (SC Dynamo), 75 kg 1. Andreas Preschel (SC Dynamo)  83 kg Jörg Heinrich (SC Leipzig) und über 83 kg  Fred Olhorn (SC Dynamo) an. Bei den Junioren: 60 kg Klaus-Peter Stollberg (SC Leipzig), 65 kg Jürgen Möller (SC Dynamo), 71 kg Günter Baltsch (SC Leipzig), 78 kg Lutz Kunze (SC Dynamo), 86 kg Heiko Hübner (SC Dynamo) und 95 kg : Rainer Schmidt (ASK Frankfurt). So die Medaillen: Junioren 1. Mal Gold durch Günter Baltsch (SC Leipzig), 2 x Silber durch die Sportfreunde Klaus Peter Stollberg im Superleichtgewicht und im Mittelgewicht Heiko Hübner (SC Dyna-mo). Bronzemedaillengewinner wurden: im Halbleichtgewicht Jürgen Möller (SC Dynamo), Lutz Kunze (SC Dynamo) Halbmittelgewicht und Rainer Schmidt im Schwergewicht (vom ASK Frankfurt). Bei der Jugend: Goldmedaillen im Leichtgewicht durch Toralf Darr (SC Dynamo), Andreas Preschel im Mittelgewicht (SC Dynamo) und im Schwergewicht Fred Olhorn (SC Dynamo), Bronzemedaillen gingen an Matthias Obschernitzki im Mittelgewicht (SC Dynamo) und Jörg Heinrich im Halbschwergewicht (SC Leipzig).

12. November 1978 DEM weibliche Jugend AK 14/15 in Halle-Neustadt

Am Sonntag, dem 12.11.1978, fanden in Halle-Neustadt die diesjährigen Meisterschaften der AK 14/15 statt. 83 Sportlerin-nen aus 48 Sektionen unserer Republik nahmen am Wettkampf teil. So bekannte Sektionen wie die SG Dynamo Bran-denburg, die HSG Uni Rostock und die BSG Pneumant Fürstenwalde dominierten auch bei dieser Meisterschaft. Die SG Dynamo Brandenburg brachte allein fünf Sportlerinnen ins Finale. Hier die Sieger: 40 kg 12 Tln. 1. Carola Bläske (Pneumant Füwa), 45 kg 14 Tln. 1. Silke Lutz (Dynamo Brandenburg), 50 kg 16 Tln. 1. Ines Schlotte (HSG Uni Rostock), 55 kg 14 Tln. 1. Karin Gehls (HSG Uni Rostock), 60 kg 13 Tln. 1. Cornelia Zuckschwerdt (Dynamo Brandenburg) und über 60 kg 14 Tln. 1. Birgit Vogeler (Dynamo Brandenburg).

23. bis 26. November 1978 „Jigoro-Kano-Cup“ in Tokio der Senioren

Dietmar Lorenz - Sieger und Reißmann dritter beim Jigoro-Kano-Cup Die gesamte Judo-Elite war nach Japan geeilt, um am großen Kräftemessen der Weltbesten teilzunehmen. Vom 23. Bis 26.11.1978 veranstalteten der japanische Judo-Verband und der Kodokan zu Ehren von Jigoro Kano, dem Begründer des modernen Judo, ein Turnier, zu dem aus 26 Länder der Welt also aus allen 5 Kontinenten der Erde. Die Wettkämpfe begannen mit dem Schwer- und Halbschwergewicht. Mit Adelaar (Niederlande), Nowikow (UdSSR), Rouge (Frankreich) und Varga (Ung. VR) war Europas derzeit bestes Aufgebot vertreten. Es gelang jedoch nur Weltmeister Rouge in die japanische Phalanx einzudringen und sich einen Medaillenplatz zu erkäm-pfen. Im Halbschwergewicht stellte sich Dietmar Lorenz, in hervorragender Verfassung und Kampfmoral. Zuerst wurde Ku-Kian-Chung (Malaysia) mit Uchi-Mata besiegt, danach der Südkoreaner Kim-Kwan Hyun mit Ude-Hishigi. In seiner dritten Begegnung traf er auf den wohl z.Z. stärksten Japaner in dieser Klasse Hideharu Shirase. In seinem vierten Kampf, der gleichzeitig über den Einzug in das Finale entschied, traf er auf den Kubaner Venenico Gomec. Mit Ninomiya hatte sich kein geringer als der  Olympiasieger für das Finale qualifiziert.

Der Kampf begann dann mit völlig vertauschten Rollen. Durch einen Uchi-Mata-Angriff von Dietmar wurde er dann zu Boden gebracht und aus der darauffolgenden Osae-Komi-Waza gab es für Ninomiya keine Befreiung. Das Halbleichtgewicht stand im Zeichen zweier hervorragend kämpfenden Judoka. Torsten Reißmann und Katsunori Akimoto bestimmten das Geschehen auf der Matte und legten das Niveau für diese Klasse fest. Im ersten Kampf besiegte T. Reißmann den Neuseeländer Maram mit Osae-komi-waza, danach trat ergeben Minami Yoshihara, den Weltmeister von 1975, an. In diesem Kampf ging es schon um den Einzug in das Semifinale. Minami, einen Kopf kleiner als Reißmann, versuchte sofort mit Seoi-Nage zum Erfolg zu kommen, was aber vorerst nicht gelang. Erst in der zweiten Minute erzielte er Yuko und Torsten hielt mit Koka den Anschluss. In der vierten Minute setzte Minami wieder Seoi-Nage an und Torsten führte diesen Angriff weiter zum Ude-Hishigi. Im Kampf um den Einzug in das Finale standen sich dann T. Reißmann und der Japaner Akimoto gegenüber. Dieser Kampf war einer der schönsten dieses Turniers. Beide demonstrierten Judo in Vollendung, den T. Reißmann nach mehren hohen Wertungen von beiden Seiten  dann aber mit Waza-ari-awasete-Ippon abgeben musste.


03. Dezember 1978 DDR-Mannschaftsmeisterschaft im Judo der Senioren in Lommatzsch

03.Dezember DDR-Mannschaftsmeisterschaft im Judo der Senioren in Lommatzsch 28.DDR-Mannschaftsmeisterschaft in Lommatzsch mit einen Titel an die BSG Rotation Berlin Am Anfang soll das Dankeschön stehen für die hervorragende Vorbereitung und Organisation dieser 28.DDR-Mannschaftsmeisterschaft im Judo: an Klaus Pfennig, Kampfrichterobmann im BFA Dresden, Bernd Rudolph, Vorsitzender des KFA Meißen, Peter Karl, Vorsitzender des BFA Dresden, und ihre fleißigen Helfer, sowie der Bürgermeister der Stadt Lommatzsch, Artur Kunze. 14 Mannschaften stellten sich dem Kampfgericht; unverständlicherweise fehlten die Vertretungen aus den Bezirken Potsdam, Erfurt und Suhl. Bei den Titelkämpfen, die erstmalig ohne Clubbeteiligung ausgetragen wurden, waren die Vorjahrsplazierten Rotation Berlin, Motor Wolgast und die DHFK Leipzig favorisiert. So erreichten die erste Mannschaft der Hauptstädter mit unangefochtenen jeweiligen 6:1-Siegen über Dynamo Merseburg, ASG Perleberg und TH Karl Marx Stadt sowie Motor Wolgast mit Erfolgen gegen Vorwärts Strausberg (6:1), Rotation Berlin II (5:2) und die TU Dresden (6:1) das Finale. Im Finale bezwangen die Berliner I. Mannschaft die Wolgaster mit 7:0 (63:0) Unterpunkten.

10. Dezember 1978 DEM der Frauen im Bezirk Gera

VIII. DDR-Meisterschaften der Frauen wo Potsdam erfolgreichster Bezirk wurde. Nach 1975 war der Bezirk Gera erneut Gastgeber für die DEM der Frauen. Unter der Leitung des neuen BFA Vorsitzenden Dietrich Schneider. So lief eine gut organisierte Veranstaltung am 10.12.1978 in der Dynamohalle ab. 78 Frauen hatten sich über die Bezirksmeisterschaften zur Teilnahme qualifiziert. Darunter befanden sich erfreulicherweise 18 Dan-Trägerinnen strebten eine Titelverteidigung an. Mit Beate Huth, Marita Bender und Ann-Katrin Zuckschwerdt gelang es der Mehrzahl ihren Titel zu verteidigen. In den meisten Gewichtsklassen gab es ordentliche Standtechniken zu sehen, auch wenn weiterhin eine Vielzahl von Kämpfen am Boden entschieden wurde. Die erstmals erlaubten Würgetechniken wurden dabei noch nicht effektiv eingesetzt. Ein korrekt arbeitendes Kampfgericht, unter der Leitung von Kurt Rödel, trug mit zum guten Niveau der Gesamtveranstaltung bei. Hier die Erstplazierten: 48 kg 1. Angelika Lembke (HSG Greifswald), 52 kg 1. Beate Huth (Dynamo Brandenburg), 56 kg 1. Ingrid Otto (SG Dynamo Rathenow), 61 kg 1. Marita Bender (HSG Jena), 66 kg 1. Ann-Katrin Zuckschwerdt (Dynamo Brandenburg), 72 kg 1. Irina Will (HSG Greifswald) und Inge Eckart (BSG Luftfahrt Berlin).


1979

08. bis 11. Februar 1979 Internationales Turnier der Senioren in Tbilissi

UdSSR-Sportler dominierten in Tbilissi Judoka aus 17 Ländern trafen sich in diesem Februar in Tbilissi. Trotz teilweiser beschwerlicher, langer und zeitraubender Reisen reizt dieses Turnier immer mehr Athleten, vor den eigentlichen Höhe-punkten des Jahres, auf international bekannte Wettkämpfer zu treffen, um ihre Kräfte zu messen. 250 Judoka waren es 1979, die vom 08.-11.02.1979, an vier Wettkampftagen, um Medaillen kämpften. Der Veranstalter hatte sich für das KO-System mit  Hoffnungsrunde entschieden. Das Leistungsniveau wurde von den Freunden aus der UdSSR eindeutig bestimmt. Nur unser erfahrener Rainer Arndt (60 kg) konnte in seinen Vorkämpfen überzeugen. Er scheiterte aber im entscheidenden Kampf, beim Einzug in das Finale, an den Japaner Hamada. Durch sehr konzentrierte Leistungen in der Hoffnungsrunde erkämpfte er in seiner Gewichtsklasse die Bronzemedaille. Unsere weiteren Mannschaftsmitglieder Stollberg (60 kg), Möller (65 kg), Gerdes (71 kg), Baltsch (78 kg), Frömme (95 kg) und Pufahl (über 95 kg) verloren zum Teil den ersten bzw. zweiten Kampf und schieden danach, bei diesem Wettkampfsystem aus. Auch in der Klasse „Alle Kategorien“ waren unsere Sportfreunde Frömme und Pufahl leider ohne Chance.

03. /04. März „Turnier der Befreiung“ der Senioren in Sofia (Bulgarien

DDR konnte drei Siege erringen/Pokal für den besten Techniker an Torsten Reißmann Judoka aus zehn Ländern waren beim Turnier der Befreiung am 3./4.3.1979 in Sofia am Start. Sie kamen aus der SR Kuba, UdSSR, Ung. VR, SR Rumänien, Griechenland, VR Polen, CSSR, Schweden, der DDR und dem Gastgeberland Bulgarien. Auch unsere Delegation, unter der Leitung von Sportfreund Dr. Gerhard Lehmann, war zusammengesetzt aus erfahrenen Judokas wie Reißmann, Lehmann, Gerdes, Katzschke und jüngeren Athleten wie Grutza, Moch und Pufahl, wobei letztere ihre Aufgabe recht gut lösten. Hier die Erstplazierten und Platzierungen der DDR-Judoka: 60 kg 17 Tln. 1. Karpunin (UdSSR) 3. Grutza (DDR), 65 kg 20 Tln. 1. Reißmann (DDR), 71 kg 16 Tln. 1. Lasar (SR Rumänien), 3. Lehmann und Gerdes (beide DDR), 78 kg 18 Tln. 1. Nedelev (VR Bulgarien), 86 kg 21 Tln. 1. Moch (DDR), 95 kg 12 Tln. 1. Nikodim (CSSR) über 95 kg 12 Tln. 1. Katzschke und 2. Pufahl (beide DDR) und Alle Kategorien 13 Tln. 1. Goubanov (UdSSR).

10. /11 .März „Hungaria Cup 1979“ in Pecs der Senioren; 17 Länder in Pecs am Start

Am 10./11.März fand in Pecs der nun schon zur Tradition gewordene Hungaria Cup statt. Die Beteiligung war wie immer sehr groß. Teilnehmer aus drei Kontinenten verstärkten den Reiz der Begegnungen für die europäischen Judoka. Während sich Japan, UdSSR, VR Polen, Ung. VR, SR Rumänien und Kanada auf erste Besetzungen stützen, konnten die DDR-Judoka wiederum nicht mit den leistungsstärksten Athleten anreisen. Ultsch, Heinke und Arndt sollten den übrigen Mannschaftsmitgliedern den nötigen Halt geben und im Kampf um hohe sportliche Leistungen das notwendige Selbstvertrauen schaffen. Erstplatzierte: 60 kg Moriwaki (Japan), 65 kg 1.Abe (Japan), 71 kg 1.Katsuki (Japan), 78 kg 1. Habareli (UdSSR) 3. Heinke (DDR), 86 kg 1. Yatskevich (UdSSR) 2. Ultsch 3. Heinrich (beide DDR) 95 kg 1. Dworczynski (VR Polen) über 95 kg 1. Kusnezow (UdSSR) und Alle Kategorien 1. Ozsvar (Ung. VR).

11.März 1979 DFD-Pokal der Frauen in Rostock

Allein vier Pokale an den Bezirk Rostock Der DFD-Pokal 1979 brachte einige Neuerungen. Zum ersten Male wurde die All-Kategorie in das Programm des DFD-Pokal der Frauen aufgenommen. Dem veranstaltenden BFA Judo Rostock war es zudem gelungen, für diese Pokalkämpfe, die großartige Sport- und Kongresshalle Rostock als Veranstaltungsort für den 11.März zu buchen. Damit war ein ausgezeichneter Rahmen für die Pokalkämpfe vorhanden, auch wenn natürlich die 5000 Zuschauerplätze nicht ausgenutzt wurden. Bis auf Ingrid Otto (Rathenow) waren alle DDR-Meisterinnen angereist. Insge-samt bewarben sich 73 Frauen um die Pokale. Erstplatzierte: 48 kg 1. Angelika Lembke (HSG Greifswald), 52 kg 1. Beate Huth (Dyn. Brandenburg), 56 kg 1.Elvira Jolk (Dyn. Brandenburg), 61 kg 1. Marita Bender (HSG Jena), 66 kg 1. Bärbel Barthels (Dyn. Schwerin), 72 kg 1. Irina Will (HSG Rostock), über 72 kg 1. Marianne von Suchodoletz (HSG Greifswald) und Alle Kategorien 1. Irina Will (HSG Greifswald) 24./25.März 1979 Internationales Turnier der Senioren in Potsdam Leistungstest für DDR-Judoka Zum zehnten Male war Potsdam am 24./25.März 1979 Austragungsort eines, nun schon zur Tradition gewordenen, internationalen Turniers. In diesem Jahr reduzierte der DJV der DDR die Teilnahmemöglichkeiten der ausländischen Mannschaften, damit die Kämpfe nach dem neuen Austragungsmodus durchgeführt werden konnten. Mit den japanischen Weltklassejudoka, den Meister der UdSSR und den Europameistern Reißmann, Krüger und Heinke waren Besetzungen zustande gekommen, wie selten bei einem internationalen Turnier in diesem Jahr. Vorausver-kaufter Wettkampfstätte wurde dann auch entsprechen- de „Judokost“ geboten. Einzelsieger: 60 kg 1. Reißmann 2. Möller (beide DDR), 65 kg 1. Krüger (DDR), 71 kg 1. Damaschke 3. Heinke und Kunze (alle DDR), 78 kg 1. Ultsch, 2. Moch, 3. Völtz und Kaiser (alle DDR), 95 kg 1. V.d. Valle (Belgien) und über 95 kg 1. Schultz 3. Pufahl (b. DDR).

7. /8. April 1979 Internationales Turnier der Senioren in Kerkrade; Andre Gerdes erfolgreich in Kerkrade

Am 7./8.April 1979 fand in Kerkrade (Niederlande) ein großes internationales Turnier statt. Judoka aus 20 Länder ließen sich in die Wettkampflisten einschreiben und so kam zu der stattlichen Starterzahl von 325. Die Kämpfe wurden auf sechs Matten ausgetragen. Zur Anwendung kam das Poolsystem mit anschließender KO-Runde, ohne Hoffnungsrunde. Sehr leistungs-starke Mannschaften wurden von der Ung. VR, der VR Polen, Italien, Kanada, Großbritannien und den Niederlanden einge-setzt. Die UdSSR startete mit einer Auswahl Grusiniens und der DDR-Delegation gehörten Arndt, Gerdes, Damaschke, Schulz, B., Ultsch und Schultz, H.-J., an. Hier die Erstplazierten: 60 kg 1. Meszaros (Ung. VR), 65 kg 1. Farrow (Canada) 3. Arndt (DDR), 71 kg 1. Gerdes (DDR), 78 kg 1. Adamczyk (VR Polen) 2. Damaschke (DDR), 86 kg 1. Hirose (Kanada) 95 kg 1. Hubuluri (UdSSR) und über 95 kg 1. Varga (Ung. VR).

31. März und 01. April DEM der AK 14/15 männlich in Neustrelitz

Am 31.3./1.4.1979 fanden in Neustrelitz die diesjährigen DEM der männlichen AK 14/15 statt. Startberechtigt waren Judoka, die im Zeitraum 1.6.63-31.5.1965 geboren wurden. So nahmen u.a. Sportler teil, die bereits 1978 dabei waren. Insgesamt waren von den Platzierten 1979 bereits 17 Sportler 1978 auf Medaillenrängen zu finden. Zur Veranstaltung - Die Funktionäre des BFA Neubrandenburg hatten die Veranstaltung gut vorbereitet. Das Kampfgericht, unter Leitung des Sportsfreundes Stürzebecher, erfüllte seine Aufgaben gut. Nun die Erstplazierten: 43 kg 1. Hagen Sturm (ASK Frankfurt), 47 kg 1. Sven Loll (SC Dynamo), 53 kg 1.Tino Fricke (SC Leipzig), 57 kg 1. Andreas Paluschek (ASK Frankfurt), 62 kg 1. Thomas Münstermann (SC Leipzig), 68 kg 1. Meike Reich (ASK Frankfurt) 75 kg 1. Klaus Ehrich (ASK Frankfurt) 83 kg 1. Harry Kreis (ASK Frankfurt) und über 83 kg 1. Olaf Gorny (ASK Frankfurt). 08.April 1979 DEM der männlichen AK 16/17 in Berlin Europameister mit stabilen Leistungen Gastgeber der diesjährigen Meisterschaften war am 8.4.1979, wie 1978 das Wach-Regiment Berlin. Für die Organisation zeichnete der BFA Berlin, unter der Leitung seines rührigen Vorsitzenden, Sportfreund Werner Büge, verantwortlich. Technische Leitung der Veranstaltung hatte der Sportfreund Manfred Stürzebecher. An diesen Meisterschaften nahmen 163 Sportler, gegenüber 1978 = 156, teil. Abschließend kann festgestellt werden, daß die diesjährigen DEM - auch wenn man zwei bis drei Gewichtsklassen etwas ausklammern muss - ein gutes technisch-taktisches Niveau aufwiesen. Hier die Einzelsieger 53 kg 1. Frank Maschler (BSG Post Schwerin), 57 kg 1. Detlef Carlin (Dyn. Füwa), 62 kg 1. Jens Gronow (SC Dynamo), 68 kg 1. Toralf Darr (SC Dynamo), 75 kg 1. Torsten Boltze (SC Dynamo), 83 kg 1. Jörg Heinrich (SC Leipzig), 90 kg

1. Ulf Rettig (SC Dynamo) und über 90 kg 1. Fred Ohlhorn (SC Dynamo). 07.April 1979 DEM der männlichen Kinder in Berlin 142 junge Judoka kämpften um Titelehren Am 07.April fanden in Berlin-Adlershof die diesjährigen DEM der Kinder AK 13 statt. Insgesamt hat sich das technisch-taktische Leistungsniveau gegenüber den DEM im Vorjahr und auch gegenüber dem im Dezember 1978 stattgefundenen I.Zentralen Mehrkampfpokal des DJV der DDR deutlich verbessert. Interessant ist, daß von den zehn gesetzten Mehrkampfpokalsiegern fünf den DDR-Meistertitel, drei die Bronzemedaille und ein Sportler den 5. Platz erringen konnten. Als mit Abstand erfolgreichste Sektion erwies sich bei den 5.DEM der Kinder eindeutig die SG Dynamo Brandenburg-Mitte, gefolgt von der SG  Dynamo Erfurt-Mitte und der BSG Post Schwerin. Erwähnt werden muss daß nicht nur Trainingszentren an den Medaillengewinnen beteiligt waren, so auch aus der SG Dynamo Schwedt der Sportfreund Frank Marin, welcher vom Sportfreund Gruschinski trainiert wurde und hier einen ersten Platz belegte. Der Leistungsstand unserer jungen Sportler konnte weiter gesteigert werden. Die Leistungen unserer besten jungen Judoka und ihrer Trainer/Übungsleiter sollten Ansporn sein, unsere Sportler noch besser auf der Grundlage der Trainingsvorgaben zu entwickeln. 35 kg 1. Frank Marin (Dynamo Schwedt), 37,5 kg 1. Jan Strobelt (Dynamo Brandenburg), 40 kg 1. Frank Klöpfel (Dynamo Erfurt-Mitte), 45 kg 1. Frank Naumann (Dynamo Brandenburg), 50 kg 1. Rene Litz (Dynamo Schwerin-Nord), 55 kg 1. Bernd Mannewitz (SC Dynamo), 60 kg 1. Jörn Hilpert (BSG Stahl Finow), 75 kg 1. (Stahl Eisenhüttenstadt), 70 kg 1. Olaf Schmäu (Dynamo Adlershof) und über 70 kg 1.Steffen Scherping (HSG PH Potsdam).


Mitte April Internationales Turnier der Senioren in Prag (CSSR); Letzter Test vor den Europameisterschaften

Unter Leitung des Sportsfreundes Dr. Hans Müller-Deck reiste eine kleine Delegation unseres Judo-Verbandes der DDR in die CSSR Metropole. Folgende Kämpfer gingen für unseren Verband an den Start:

60 kg : Grutza SC Dynamo Hoppegarten
65 kg : Stollberg  SC Leipzig
Möller  SC Dynamo Hoppegarten
 71 kg : Krüger  SC Dynamo Hoppegarten
  Lehmann ASK Vorwärts Frankfurt/o.
78 kg :  Heinke SC Leipzig
 86 kg : Moch SC Dynamo Hoppegarten

Als Kampfrichter begleitete uns Sportfreund Herbert Ehrlich. Kämpfer aus neun Nationen waren vertreten, wobei besonders die UdSSR, die SR Kuba und natürlich das Gastgeberland starke Vertretungen stellten. Solche Athleten wie Rodriguez, Ascoy (beide SR Kuba), Pogorelow, Soloduchin, Nowikow (alle UdSSR), Kriz, Novak (beide CSSR) waren echte Prüfsteine bei diesem Turnier. Den Gastgeber kann eine gute Organisation bescheinigt werden, so daß alle äußeren Bedingungen auch gute sportliche Leistungen zuließen. Hier die Einzelsieger: 60 kg 1. Grutza (DDR), 65 kg 1. Kriz (CSSR), 71 kg 1. Krüger 3. Lehmann (b. DDR), 78 kg 1. Heinke (DDR), 86 kg 1. Tsendams (MVR), 95 kg 1. Shurow (UdSSR) und über 95 kg 1. Nowikow (UdSSR).

21. /22. April 1979 Internationales Jugendturnier in Rostock

Erstmalig fand ein internationales Jugendturnier des DJV der DDR in Rostock statt und gleich in einer der modernsten Sportstätten der DDR, in der erst kürzlich fertiggestellten Spiel- und Kongresshalle. Zu diesem Turnier, das am 21./22.April 1979 stattfand, waren Judoka aus folgenden Ländern angereist: VR Polen, UdSSR, Ung. VR, SR Rumänien, VR Bulgarien und natürlich aus der DDR. Die Freunde aus der Ung. VR, die bereits beim Turnier 1978 eine stabile Vorwärtsentwicklung dokumentierten, reisten mit dem Europameister 1978 der 68 kg-Klasse, Sportfreund Fürjesz, an und sicherten sich insgesamt in der Länderwertung den 2. Platz. Die Delegation aus der SR Rumänien brachte ihren Bronzemedaillengewinner der EM 1978 in der 53 kg- Klasse mit, der auch dieses Mal, wie im Vorjahr, den 1. Platz errang. Unser Verband nahm mit einem großen Teil von jungen bzw. jüngeren Sportlern an diesem Turnier teil, um sie an die Belastungen und an das Fluidum einer solchen internationalen Veranstaltung heranzuführen. Neben einigem Negativen kann doch festgestellt werden, daß sich auch die jüngsten Judoka unserer Auswahl erfolgreich bewährt haben. Mit drei 1. Und sechs 2. Plätzen schnitten unsere Judo des DJV der DDR am erfolgreichsten ab. Erstplatzierte: 53 kg 1. Olar (SR Rumänien), 57 kg 1. Limanovka, (VR Polen) 2. Paluschek (DDR), 62 kg 1.Marajew (UdSSR) 3. Schneider und Haeusner (bd. DDR), 68 kg 1. Fürjesz (Ung. VR) 2. Dar und 3. Reich und Nickel (alle DDR),75 kg 1. Ehrich, 2. Schiedewitz, 3. Tschinke (alle DDR), 83 kg 1. Kreis, 2. Müller, Leisering (alle DDR), über 83 kg 1. Ohlhorn, 2. Krümmling und 3. Gorny (alle DDR).

Anfang Mai 1979 EM der Senioren in Brüssel (Belgien); Europameisterschaften brachten unbefriedigende Ergebnisse

Anfang Mai 1979 fanden in Brüssel (Belgien) die Europameisterschaften der Senioren statt. Insgesamt nahmen 145 Sportler aus 28 Nationen den Kampf um die acht zu vergebenen Titel auf. Diese Beteiligung war ein Rekord gegenüber den Titel-kämpfen der letzten Jahre. Es war deutlich erkennbar, daß Olympia immer näher rückt und in vielen Ländern die Vorbereitung intensiv auf Moskau 1980 betrieben wird. 60 kg 1. Mariani (Italien), 65 kg 1. Soloduchin (UdSSR), 71 kg 1. Adams (Groß-britannien) 3. Krüger (DDR), 78 kg 1. Heinke (DDR), 86 kg 1. Röthlisberger (Schweiz), 95 kg 1. Hubuluri (UdSSR) über 95 kg 1. Rouge (Frankreich) und Alle Kategorien 1. Thurin (UdSSR).

05. /06. Mai 1979 X.DEM der Studenten und IV. DEM der Studentinnen in Wismar

Am 5.Mai 1979 ermittelten in der neuerbauten Sporthalle der IH Wismar die Studenten die Meister. Der amtierende Rektor, Herr Prof. Pfau, begrüßte sehr herzlich die Offiziellen und Teilnehmer. Den Eid der Sportler sprach der Student Olaf Schmitt Schmidt, Europameister der Jugend 1977. Erfreulicher Weise konnte man allen Teilnehmern, wenn teilweise auch technische Mängel auftraten und die Situation am Mattenrand nicht genügend beherrscht wurde, eine kämpferische Einstellung bescheinigen. Als erfolgreiche Bildungseinrichtungen traten die Humboldt-Uni Berlin, die DHFK Leipzig und die Martin- Luther-Universität Halle in den Vordergrund, denen auch Doppelerfolge in Gewichtsklassen gelangen. Am darauffolgenden Tag ermittelten zum vierten Male die Studentinnen ihre Meistertitel. Die Studentin Antje Schlote sprach den Eid und bereitete sich diesmal einen vollen Erfolg, indem sie den Titel in der Gewichtsklasse 61 kg errang. Sehr erfolgreich waren die Studentinnen der Uni Greifswald mit drei Titeln durch Amtsberg, Will und von Suchodoletz. Damit kommt zum Ausdruck, daß eine erfolgreiche Arbeit im weiblichen Bereich möglich ist und es für die anderen Bildungseinrichtungen noch genügend Reserven gibt. Hier die Erstplazierten männlich: 60 kg 1. Schmidt, Olaf, 2. Landgraf, Thomas (beide DHFK Leipzig) 65 kg 1. Schulz, Detlef (TU Dresden), 71 kg 1. Knolle, Ullrich (MLU Halle), 78 kg 1. Konietzka, Gerd (Humboldt Uni Berlin), 86 kg 1. Dreasche, Ulrich (DHFK Leipzig) und über 86 kg 1. Schäfer, Reinhard (Humboldt Uni Berlin). Hier die Erstplazierten weiblich: 52 kg 1. Goldberg, Madelene (Med. FS Zwickau), 56 kg 1. Hüttenrauch, Christine (Med. FS Weimar), 61 kg 1. Schlote, Antje (DHFK - Außenstelle Berlin), 66 ka 1. Amtsberg, Gesa (Uni Greifswald), 72 kg 1. Will, Irina (HSG Uni Greifswald) und über 72 kg 1. Von Suchodoletz, Marianne (HSG Uni Greifswald).

23. bis 29. 07. 1979 VII. DDR-Kinder- und Jugendspartakiade in Berlin; Verbesserte Leistungen in allen Altersklassen

Vom 23.-29.07.1979 war Berlin, die Hauptstadt der DDR, Gastgeber der besten Nachwuchsjudokas unseres Verbandes. Wie bereits die diesjährigen Meisterschaften der Jugend A und Kinder AK 13 ml. , fanden die Spartakiadewettkämpfe ebenfalls in der Sporthalle des Wachregimentes „Feliks Dzierzynski“ statt. Allgemein war zu erkennen, daß es in allen Altersgruppen deutliche Verbesserungen in der Wirksamkeit der angewandten Techniken und der Kampfgestaltung gibt. In der AK 13 wurde erstmalig ein Mehrkampf bestehend aus einem Athletik -, Technik- und Judo-Wettkampf - mit modifizierten Wettkampfregeln - ausgetragen, der, ohne den Auswertungen vorzugreifen, ein Erfolg war. In der Jugend setzten sich die Sportfreunde durch, die durch ausgezeichnete Leistungen bereits die Spitze in ihrem Altersbereich bilden.

Altersklasse 13 - Mehrkampf

Gewichtsklasse Vorname Name Sektion
35 kg 1. Frank Marin  Dynamo Schwedt
37,5 kg 1. Martyn Peschla  Dynamo Greiz
40 kg  1. Enrico Glißmann  Post Schwerin
45 kg  1. Frank Klöpfel  Dynamo Erfurt
50 kg 1. Henry  Buch  Dynamo Schwerin
55 kg 1. Lutz Spolwind  Dynamo Brandenburg
60 kg 1. Ralf  Schade Dynamo Brandenburg
65 kg 1. Thorsten  Harz  Stahl Eisenhüttenstadt
70 kg 1. Olaf  Schmäu Dynamo Adlershof 
+70 kg 1. Steffen  Scherping  HSG PH Potsdam

Altersklasse 14/15

Gewichtsklasse Vorname Name Sektion
43 kg 1. Hagen  Sturm ASK Frankfurt/o
47 kg  1. Sven Loll  SC Dynamo Hoppegarten
53 kg  1. Axel  Broege  SC Dynamo Hoppegarten
57 kg  1. Jörg Cwielong BSG Post Schwerin
62 kg   1. H.-Joachim Heimhalt SC Dynamo Hoppegarten
68 kg  1. Maik  Reich ASK Frankfurt/o
75 kg  1. Thorsten Voß  SC Dynamo Hoppegarten
83 kg 1. Roland   Borawski  SC Leipzig
+83 kg  1. Olaf  Gorny   ASK Frankfurt/o

Altersklasse 16/17

Gewichtsklasse Vorname Name Sektion
53 kg 1. Frank Maschler Post Schwerin
57 kg 1. Frank  Kökeritz SC Dynamo Hoppegarten
62 kg 1. Jens  Hillbrecht  SC Leipzig
68 kg  1. Toralf  Darr  SC Dynamo Hoppegarten
75 kg 1. Peter  Karl  SC Leipzig
83 kg 1. Jörg  Heinrich  SC Leipzig
90 kg  1. Ulf  Rettig SC Dynamo Hoppegarten
+90 kg  1. Fred  Ohlhorn  SC Dynamo Hoppegarten

29. 07-04. 08.VII. Sommerspartakiade der Völker der UdSSR in Moskau der Senioren; DDR-Judoka zu Gast in der Stadt der Olympischen Spiele

Neben Judoka aus 28 Ländern nahm auch eine kleine DDR-Delegation an der VII. Sommerspartakiade der Völker der UdSSR in Moskau teil. Zwölf neuerbaute bzw. rekonstruierte Sportobjekte - darunter die große Sporthalle im Lushniki-Sportpark, in der die Turn- und Judowettkämpfe stattfanden - waren Schauplatz großer internationaler Turniere. Die sowjetischen Gastgeber zeigten, daß sie für die olympischen Wettkämpfe gut gerüstet sind. Sie führten  vom 29.07.-04.08.1979 vorbildlich organisierte Judowettkämpfe durch. Auf zwei Matten wurden gleichzeitig zwei Judoturniere abgewickelt. Im ersten Turnier starteten alle Meister der Unionsrepubliken und die Meister von Moskau und Leningrad. In einem zweiten Turnier starteten alle Ausländer und alle Zweitplazierten der Unionsrepubliken sowie Moskaus und Lenin-grads. Die Sieger dieser beiden Turniere kämpften gegeneinander um den 1. Platz der Völkerspartakiade. Der Verlierer dieses Kampfes wurde automatisch Dritter. Die Zweitplazierten der Turniere kämpften um die Silbermedaille der Völkerspar-takiade. Auch hier kam der Verlierer auf den 3. Platz. Spartakiadesiegern konnten von den ausländischen Judoka nur Moriwaki und Fujii, die beiden erfahrenen Japaner werden. Erfreulich war für unsere kleine, noch junge DDR-Delegation, daß sich in diesem starken Feld Halbmittelgewichtler Rene Damaschke behaupten konnte. Er unterlag nur Fujii mit Waza-ari. Im Vergleich mit dem sowjetischen Vizemeister Abramenko blieb er mit Waza-ari Sieger und erkämpfte so eine  sehr wertvolle Silbermedaille bei den Judowettkämpfe der VII. Völkerspartakiade. Möller konnte bei diesem internationalen Turnier den 3. Platz und Lehmann den 5. Platz belegen.

08. /09. September I. Internationales Judoturnier der Senioren in Berlin

Am 08./09.September 1979 führte der SC Dynamo Hoppegarten in der Dynamohalle in Berlin erstmalig ein großes internationales Judoturnier durch, das in den kommenden Jahren zu einem Traditionsturnier der Dynamo-Bruder-Organisationen der sozialistischen Länder werden soll. Zu diesem I. Turnier hatten sich am Sonnabend (Mannschaft) und am Sonntag (Einzel) als Gäste eine Dynamoauswahl der UdSSR, eine Auswahlmannschaft des Sportkomitees der Litauischen SSR, eine Gwardiaauswahl der VR Polen sowie aus der SR Rumänien die Mannschaften von Dynamo Bukarest und Dynamo Brasov eingefunden. Mit den Spitzenkadern und den besten Nachwuchssportlern des SC Dynamo Hoppegarten war damit eine gute Besetzung des Turniers gesichert.

Ergebnisse vom Sonnabend

1. Platz SC Dynamo Hoppegarten II
2. Platz SC Dynamo Hoppegarten I
3.Platz Dynamo Auswahl UdSSR
3. Platz Auswahl Litauische SSR

Ergebnisse vom Sonntag: 

60 kg :
1. Platz Szabo Dynamo Bukarest
2. Platz Urban SC Dynamo Hoppegarten
3. Platz Grutza SC Dynamo Hoppegarten
65 kg :  
1. Platz Nicolae Dynamo Bucarest)
2. Platz Arndt SC Dynamo Hoppegarten
3. Platz Möller SC Dynamo Hoppegarten
71 kg :  
1. Platz Krüger SC Dynamo Hoppegarten
2. Platz Gerdes SC Dynamo Hoppegarten
3. Platz Darr SC Dynamo Hoppegarten
3. Platz Trautmann SC Dynamo Hoppegarten
78 kg :  
1. Platz Damaschke SC Dynamo Hoppegarten
2. Platz Schulze B. SC Dynamo Hoppegarten
 86 kg :
1. Platz Toma Dynamo Bukarest)
95 kg :
1. Platz Lorenz SC Dynamo Hoppegarten
2. Platz Brandt SC Dynamo Hoppegarten
+95 kg :
1. Platz Kante Litauische SSR

17. bis 20. August Pionierpokal weiblich in Güntersberge (Harz)

Vom 17. Bis 20. August 1979 war Güntersberge im Harz Gastgeber für die Pionierpokalendkämpfe der Mädchen. Wenn auch das Pionierlager „Werner Seelenbinder“ nicht unbedingt die besten Wettkampfbedingungen bot, so gelang es den Organisatoren der Frauenkommission doch, für eine straffe und gute Durchführung zu sorgen. Vielleicht gibt es im nächsten Jahr die Möglichkeit, bessere Matten zur Verfügung zu stellen. Die Austragung am Ende der Ferienzeit zeigte sehr deutlich, welche Bezirke eine ordentliche Vorbereitung in den Ferien organisiert hatten. Dies waren, wie so oft, die vier Erstplazierten der vergangenen Jahre sowie Erfurt und Frankfurt/O.

Pionierpokalsieger in der Mannschaft

1. Platz Bezirksauswahl Rostock
2. Platz Bezirksauswahl Schwerin
3. Platz Bezirksuaswahl Potsdam
3. Platz Bezirksauswahl Berlin

Einzelsieger Pionierpokal

30 kg 1. Sibylle Tews   HSG Greifswald
32,5 kg 1. Jana Nischwitz Dynamo Ribnitz
35 kg 1. Ilka Jakob   Dynamo Friedrichshain
37,5 kg 1. Manuela Dahlke BSG Narva Berlin
40 kg 1. Angela Göthel HSG Rostock
42,5 kg 1. Heike Möller Dynamo Schwerin
45 kg 1. Martina Gründling  Traktor Demen
50 kg 1. Birgit Timm  Dynamo Brandenburg
55 kg 1. Sybille Tietz   Dynamo Potsdam
+55 kg 1. Katrin Meyn  Medizin Erfurt

14. September Internationales Turnier der Senioren in Wien (Österreich); Wien sah eine entfesselte DDR-Mannschaft

In Wien trafen sich zum schon traditionellen internationalen Turnier zehn Länder. Ihre erste Garnitur entsandten am 14.09.1979 die Ung. VR, Italien, Frankreich, Niederlande, Schweiz, die BRD, Belgien, Israel, die DDR und der Gastgeber Österreich. In Bestbesetzung (bis auf Torsten Reißmann und Detlef Ultsch) beteiligte sich unser DJV der mit Rainer Arndt, Jürgen Möller, Günter Krüger, Harald Heinke und Dietmar Lorenz. Von diesen fünf Judoka erkämpften vier den 1. Platz und einer einen 2. Platz.

29. /30. September DEM der Senioren in Berlin; Weltmeisterschaftskandidaten Überzeugten bei den DEM 1979

Die diesjährigen DDR-Titelkämpfe standen ganz im Zeichen der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaften vom 05. bis 09.12.1979 in Paris. Unsere Weltmeisterschaftskandidaten überzeugten ausnahmslos durch ihre hervorragenden Leistungen. In großartiger Form präsentierten sich Arndt (SC Dynamo), Reißmann (ASK Frankfurt/O.), Ultsch und Lorenz (beide SC Dynamo), Aber auch Krüger, Möller, Damaschke, Gerdes (alle SC Dynamo) und Schulz (SC Leipzig) verstanden durch gute Leistungen zu überzeugen. Insgesamt waren 72 Judoka bei diesen DDR-Meisterschaften im Einsatz, was eine überraschend hohe Beteiligung war. Noch einige Bemerkungen zu unseren Teilnehmern aus den Sektionen der Betriebssportgemeinschaften. Erstmalig, seit langer Zeit, beteiligten sich alle Bezirke an die diesen Meisterschaften. Ergebnisse: 60 kg 1. Rainer Arndt (SC Dynamo), 65 kg 1. Torsten Reißmann (ASK Frankfurt), 71 kg 1. Günter Krüger (SC Dynamo), 78 kg 1. Harald Heinke (SC Leipzig), 86 kg 1. Detlef Ultsch (SC Dynamo), 95 kg 1. Dietmar Lorenz (SC Dynamo), +95 kg 1. Mathias Schulz (SC Leipzig) und Alle Kategorien 1. Dietmar Lorenz (SC Dynamo).

06. /07. Oktober Internationales Judoturnier der Senioren in Warschau; Warschau ein Warnsignal

Acht Länder trafen sich zu einem internationalen Judoturnier der Senioren am 06./07.10.1979 in Warschau. Die DDR, die Ung. VR, die CSSR, die VR Bulgarien, die Niederlande und natürlich die VR Polen entsandten ihre besten Aufgebote. Aus der Mannschaft der UdSSR startete eine Mannschaft der Ukrainischen SSR und aus Frankreich nahm ebenfalls eine Mann-Mannschaft zweiter Garnitur teil. Der DJV der DDR delegierte sein derzeit stärkstes Aufgebot mit allen WM-Kandidaten und allen frisch gekürten Meistern unserer Republik. Im Gegensatz zu Wien und zu den DEM konnten unsere Athleten diesmal nicht mit gleichen Leistungen aufwarten. Unkonzentriertheit und Unsicherheit traten am laufenden Band auf. Nur Detlef Ultsch überzeugte wie eh und je, konzentriert und zielstrebig ging er ans Werk und ließ seinen Kontrahenten keine Chance, aber auch den uns an beiden Tagen nicht gerade wohlgesinnten Kampfrichtern.

02. bis 04. November Europameisterschaften der Junioren in Edinburgh; DDR-Junioren erkämpften vier Europameisterschaftsmedaillen

Bei den Europameisterschaften in Edinburgh vom 2.-4.11.1979 waren die DDR-Junioren mit einem Sieg, zweimal Silber und einer Bronze erfolgreich. Unter den sieben Europameistern (UdSSR 3, Frankreich 2, Jugoslawien und DDR je 1) befinden sich Lutz Kunze im Halbmittelgewicht, der durch einen Sieg über Seisenbacher (Österreich) in das Finale gelangte und Schestakow (UdSSR) mit einem vollen Punkt bezwang. Matthias Obschernitzki unterlag im Finale des Leichtgewichts dem Franzosen Serge Dyot mit Waza-ari, und im Schwergewicht hatte Fred Ohlhorn gegen Korlatanow (UdSSR) mit Ippon das Nachsehen.

Europameister 1979 wurden:

Extraleicht 60 kg  1. Platz Ocke SFRJ
Halbleichtgewicht 65 kg 1. Platz Stratan UdSSR
3. Platz Gerald Fuchs DDR
Leichtgewicht 71 kg 1. Platz Dyot Frankreich
2. Platz Mathias Obschernitzki DDR
Halbmittelgewicht 78 kg 1. Platz Lutz Kunze DDR
Mittelgewicht 86 kg 1. Platz Charels Frankreich
Halbschwergewicht 95 kg 1. Platz Snegowci UdSSR
Schwergewicht +95 kg  1. Platz Korlatanow UdSSR
2. Platz Fred Ohlhorn DDR

03./04. November 1979 DEM der weiblichen AK 14/15 in Wolmirstedt

Die diesjährigen Meisterschaften der AK 14/15 wurden am 3./4.11.1979 in Wolmirstedt (Bezirk Magdeburg) durchgeführt. Die neue Sporthalle der Kreisstadt war ein würdiger Austragungsort. Der Veranstalter des BFA und besonders Eberhard Nowack hatten sich große Mühe gegeben und darüber hinaus wertvolle Ehrengeschenke für Sieger und Platzierte bereit-gestellt. Auch in diesem Jahr hatten wieder einige Bezirke Schwierigkeiten mit den festgelegten Stichtagen. Eine Folge davon waren notwendige Streichungen einiger Bezirksmeisterinnen. Alle BFA sind aufgerufen, bei der Durchführung der BEM sorgfältiger zu arbeiten.

Einzelsieger: 

40 kg 1. Platz Jacqueline Altsohn BSG Rotation
45 kg 1. Platz Jana Perlberg  Dynamo Brandenburg
50 kg 1. Platz Kathrin Heiter Medizin Erfurt
55 kg 1. Platz Sabine Kirchhoff Dynamo Berlin-Friedrichshain
60 kg 1. Platz Katrin Meyn  Medizin Erfurt
+60 kg 1. Platz Britta Grünthal  Dynamo Magdeburg

18. November 1979 FDJ-Pokalendrunde in Gera

Am 18.November 1979 fanden in der Geraer Kongress- und Spielhalle „Erwin Panndorf“ die diesjährigen Endkämpfe um den FDJ-Mannschaftspokal statt. Es nahmen 13 Bezirke mit 14 Mannschaften teil. Leider fehlten die Mannschaften aus den Bezirken Berlin und Dresden. Die FDJ-Pokal-Wettkämpfe wurden vom Vizepräsidenten des DJV der DDR, Sportfreund Dr. Gerhard  Lehmann, eröffnet Viele verantwortliche Funktionäre und Mitarbeiter verfolgten begeistert die Wettkämpfe.

FDJ-Pokalendrunde Plätze:

1. Platz Bezirksauswahl  Rostock
2. Platz Bezirksauswahl Schwerin
3. Platz Bezirksauswahl  Leipzig
3. Platz Bezirksuaswahl  Frankfurt/o.
5. Platz Bezirksauswahl  Halle
5. Platz Bezirksauswahl  Erfurt

24./25. November 1979 DEM der weiblichen AK 16/17 in Bad Salzungen; Karl-Marx Stadt erfolgreichster Bezirk

In Bad Salzungen trafen sich 81 Mädchen, um ihre Besten des Jahres 1979 zu ermitteln. Jeweils Sonnabend und Sonntag kämpften je drei Gewichtsklassen in der neuen Sporthalle. Die Organisation der Meisterschaft könnte als eine meisterschafts-würdige bezeichnet werden. Unter der Leitung von Horst Schenck boten die Kampfrichter einheitlich gute Leistungen. Im Gegensatz zur AK 14/15 waren diesmal auch die eingeladenen Kampfrichter vollständig angereist. Insgesamt überzeugten die Kämpfe in den niedrigen Gewichtsklassen wesentlich mehr als in den höheren. Dies bezog sich nicht nur auf die Standtechnik, sondern auch auf eine variable Bodenarbeit.

Hier die Einzelsieger: 

45 kg 1. Platz Manuela  Krüger BSG Lok Zernsdorf
50 kg 1. Platz Heike  Frohse Rotation Berlin
55 kg 1. Platz Kerstin  Rietz  Dynamo Brandenburg
60 kg 1. Platz Silke Motthes Dynamo Schwerin
65 kg 3. Platz Petra Maleyka  SG Dynamo Aue
+65 kg 1. Platz Melitta Brunner BSG Rotation Berlin

01. /02. Dezember 1979 DEM der Frauen in Brandenburg;

14. DEM mit Doppelsieg für Bärbel BarthelsZum dritten Male fand die DEM der Frauen in der Havelstadt statt. Auch diesmal wurde mit Plakaten Informationsmaterial und Souvenirs eine gute Werbung für den Judosport betrieben. Die Kultur- und Sporthalle war nach vorheriger Nutzung durch die Sportfreunde des Handballs in kürzester Zeit meisterlich hergerichtet. Erstmals kämpften die Frauen auch in der All-Kategorie, so daß die Austragung an zwei Wettkampftagen günstig war. Insgesamt gingen 89 Aktive aus allen Bezirken der DDR an den Start. Insgesamt gab es ansprechende Leistungen. Die SG Dynamo Brandenburg behauptete auch in diesem Jahr die Spitzenstellung. Traditionell gut auch die Nordbezirke, während Berlin doch recht klar gegen die führenden Bezirke abfiel.

Einzelergebnisse:

48 kg 1. Platz Regina  Wolfram Dynamo Grimma
52 kg 1. Platz Beate  Huth Dynamo Brandenburg
56 kg 1. Platz Ina   Kirsten  HSG Jena
61 kg 1. Platz Marita  Bender HSG Jena
66 kg 3. Platz Kerstin  Riechers  Dynamo Brandenburg
72 kg 1. Platz Bärbel Barthels Dynamo Schwerin
+72 kg 1. Platz Irina  Will  HSG Greifswald
Open 1. Platz Bärbel Barthels  Dynamo Schwerin

09. Dezember 1979 DDR-Mannschaftsmeisterschaften der Senioren in Aschersleben29. DDR-Mannschaftsmeisterschaften mit eindeutigem Favoritensieg.


Zum Abschluss der Wettkampfsaison 1979 trafen sich die besten Sektionen der Bezirke und die Platzierten des Vorjahres am 09.12.1979 in Aschersleben zur Ermittlung des Mannschaftsmeisters. Zum zweiten Male wurde die Mannschaftsmeister-schaft ohne Beteiligung der Sportclubs durchgeführt. So stand der Favorit, die BSG Rotation Berlin, die mit drei Mannschaften vertreten war, von vornherein fest. Doch auch der Vorjahrszweite, die BSG Motor Wolgast und ebenso die ASG Trollenhagen - als Bezirksmeisters Neubrandenburg - rechneten sich Medaillenchancen aus. In der Gruppe A zog die I. Mannschaft von Rotation ungefährdet ins Finale. In der Gruppe B war alles auf die Auseinandersetzung zum Einzug in das Finale zwischen den Mannschaften von der ASG Trollenhagen und Rotation II. Mannschaft gespannt. Hier siegte die Berliner Mannschaft klar mit 5:2 und so standen sich die beiden Vereinsmannschaften von Rotation Berlin I und II gegenüber. Im Finale hieß es dann 6:0 für die I. Mannschaft der Berliner

06. bis 09. Dezember 1979Weltmeisterschaften der Senioren in Paris; Detlef Ultsch - Weltmeister 1979

Paris - Austragungsort der WM im Judo vom 06.-09.12.1979. Für die Judoka der DDR der erste WM-Titel. Japan mit vier WM-Titeln nach wie vor die stärkste Judonation der Welt. Den Judoka der UdSSR und Frankreich gelang der Anschluss an Japan am ehesten. 239 Judoka aus 60 Ländern nahmen den Kampf um Medaillen auf. Das ist die bisher stärkste Besetzung bei Weltmeisterschaften. Insgesamt waren 307 Kämpfe nötig, um alle acht Weltmeistertitel zu ermitteln. Drei Weltmeister des Jahres 1975, (seitdem wurde keine WM mehr ausgetragen) dabei kein Olympiasieger, stellten sich zum Kampf. Mit Fujii und Endo (beide Japan) verteidigten zwei Judoka erfolgreich ihren Titel. Die Härte der Auseinandersetzungen nimmt weiterhin zu. Gefragt sind variabel verfügbare Technik, hervorragende Kondition und ein großes Kämpferherz.

Hier die Erstplazierten der WM in Paris:

-60 kg 1. Platz Rey Frankreich
-65 kg 1. Platz Soloduchin  UdSSR
-71 kg 1. Platz Katzuki  Japan
-78 kg 1. Platz Fujii  Japan
3. Platz Heinke  DDR
-86 kg  1. Platz Ultsch DDR
-95 kg 1. Platz Hubuluri  UdSSR
+95 kg 1. Platz Yamashita Japan
Open 1. Platz Endo Japan

Für den Statistiker: Medaillen und Platzverteilung

Land  Gold  Silber Bronze  5. Platz
Japan - 3 -
UdSSR 2 1 1 2
Frankreich 1 1
DDR 1 -
Südkorea   2   -
Italien 1  -
Belgien - 1 1
Großbritannien  1 2

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                           

1980

07.bis 10. Februar 1980 Internationales Senioren Judoturnier in Tbilissi

Vom 07.-10.02.1980 fand in Tbilissi (UdSSR) das alljährliche internationale Turnier statt. Für die Delegation der DDR-Judoka war es der Auftakt des internationalen Wettkampfgeschehens im Olympiajahr. Folgende Kämpfer vertraten den DJV der DDR: 60 kg Rainer Arndt, 65 kg Torsten Reißmann, 71 kg Günter Krüger, 78 kg Lutz Kunze und Rene Damaschke,  86 kg Dieter Moch und 95 kg Dietmar Lorenz. Für unsere sowie alle ausländische Judoka war dieses Turnier ein echter Härtetest. Obwohl die UdSSR ihre beiden Weltmeister Soloduchin und Hubuluri sowie Vizeweltmeister Kusnezow nicht einsetzen. Am Turnier beteiligten sich insgesamt 202 Judoka (116 stellte allein die UdSSR) aus 15 Ländern. Die Kämpfe wurden im KO-System mit Hoffnungsrunde ausgetragen, so daß ein Ausrutscher bereits das „Aus“ bedeuten konnte. Pro Tag wurden 2 Gewichtsklassen ausgekämpft. Die Einzelsieger hießen: 60 kg 1. Haraguti (Japan), 65 kg 1. Grosdik (UdSSR), 71 kg 1. Namgalauri (UdSSR), 78 kg 1. Wolosow (UdSSR), 86 kg 1. Yatskevich (UdSSR), 95 kg 1. Lorenz (DDR) und über 95 kg 1. Beruaschwili (UdSSR), 3. Lorenz (DDR).

Anfang März Internationales Seniorenturnier in Pecs (Ungarn)

Wie im jedem Jahr fand im März das große internationale Turnier für Senioren in Pecs, Ung. VR, statt. Da dieses Turnier terminlich sehr günstig liegt und die Judoka sich gründlich darauf vorbereiten können, erfreut es sich immer größerer Beliebtheit. In diesem Jahr beteiligten sich 20 Länder aus drei Kontinenten mit ca. 220 Teilnehmern an diesen Wettkämpfen. Rekordbeteiligung waren in „Alle Kategorien“ mit 42, Extraleicht- und Halbmittelgewicht mit je 34 Teilnehmern zu verzeichnen. Alle Gewichtsklassen wiesen eine gute Besetzung auf, denn viele Favoriten waren Weltmeisterschaftsmedaillengewinner, Europameister und Medaillengewinner bei den Europameisterschaften. Die Wettkämpfe fanden auf drei Matten statt und wurden nach dem gültigen Austragungsmodus für Weltmeisterschaften und Olympische Spiele durchge-führt. Der DJV der DDR beteiligte sich mit Rainer Arndt, Andre Gerdes, Detlef Ultsch (alle SC Dynamo Hoppegarten), Torsten Reißmann, Dieter Pufahl (beide ASK Vorwärts Frankfurt), Harald Heinke und Günter Baltsch (Beide SC Leipzig). Einzelergebnisse: 60 kg 34 Tln. 1. Fudjiki (Japan) 2. Arndt (DDR), 65 kg 24 Tln. 1. Pawlowski (VR Polen), 71 kg 28 Tln. 1. Magysolimosy (Ung. VR), 78 kg 34 Tln. 1. Adams (Großbritannien) 2. Baltsch, 3.Heinke (beide DDR), 86 kg 29 Tln. 1. Nose (Japan) 2. Ultsch (DDR), 95 kg 22 Tln. 1. Scepesi (Ung.VR) +95kg 23 Tln. 1. Enoki (Japan) und Alle Kategorien 43 Tln. 1. Ozsvar (Ung. VR) 3. Pufahl (DDR) 01./02.März 1980 DEM der männlichen Kinder in Meißen Schulze bester Techniker

Vom 01. zum 02. März fanden in der neuerbauten Meißner „Sporthalle der Freundschaft“ die Meisterschaften der AK 13 männlich statt.

Die Veranstaltung war ausgezeichnet vorbereitet und organisiert. Dafür gebührt dem technischen Leiter Klaus Pfennig sowie Org.-Chef Bernd Rudolph mit seinen Mannen  (Willi und Wolfgang Höher, Wolfgang Vetters, Günter Berger) ein hohes Lob. Ein hoher Prozentsatz der Auseinandersetzungen wurde vorzeitig durch Ippon entschieden. Besonders die unteren Gewichtsklassen zeigten temperamentvolle Begegnungen, wobei zu beachten ist, daß unsere jüngsten Judoka risikobereit und beherzt angegriffen und sich nicht durch taktisch ausgeklügelte „Mätzchen“ über die Runden retteten. Hier die Erstplazierten: 35 kg 1. Mario Holfreter (ASG Rostock), 37,5 kg 1. Steffen Schulze (Dynamo Erfurt), 40 kg 1. Udo Quellmalz (HSG DHFK Leipzig), 45 kg 1. Michael Friedrich (Dynamo Schwerin),50 kg 1. Thomas Reichel Lok Karl Marx Stadt), 55 kg 1. Bernd Schubert (ASG Rostock), 60 kg 1. Detlef Müller (Hydraulik Parchim), 65 kg 1. Thomas Löwe (Motor Magdeburg), 70 kg 1. Jens Voß Dynamo Adlershof), und über 70 kg 1. Kai Schmutzler (SG Dynamo Schmölln) 22./23.März 1980 DDR-Meisterschaften der AK 14/15 männlich in Gera Die DEM der AK 14/15 männlich wurde am 22./23. März 1980 in der Kongress- und Sporthalle „Erwin Panndorf“ in Gera durchgeführt. Unter der Leitung des BFA-Vorsitzenden des Bezirkes Gera, dem Spfrd. Dietrich Schneider, wurde diese Veranstaltung gut vorbereitet. Mit vier Gold-, drei Silber- und vier Bronzemedaillen und 51,5 Punkten konnten die Judokas des SC Dynamo Hoppegarten den 1. Platz erringen. Sie verwiesen damit den ASK Vorwärts Frankfurt/O. (41,5 Pkt.) und den SC Leipzig (32,5 Pkt.) auf die nächsten Plätze. Hier die Erstplazierten: 43 kg 1. Guido Hoffmann (SC Dynamo), 47 kg 1. Enrico Glißmann (SC Dynamo), 53 kg 1. Björn Gersöne (SC Dynamo), 57 kg 1. Torsten Oehmingen (SC Dynamo), 62 kg 1. Hans Schönberg (SC Leipzig), 68 kg 1. Maik Ufer (BSG Lok Zwickau), 75 kg 1. Axel Lobenstein (SC Leipzig), 83 kg 1. Heiko Bielert (ASK Vorwärts Frankfurt/O.), und über 83 kg 1. Siegfried Duda (ASK Vorwärts Frankfurt/O.).


29. /30. März Internationales Senioren Judoturnier in Brandenburg; 16 Länder in Brandenburg dabei

Am 29 ./30. März 1980fand das traditionelle internationale Judoturnier des DJV der DDR in Brandenburg statt.

Erstmalig war damit die Stadt Brandenburg Gastgeber einer so bedeutenden internationalen Judoveranstaltung. Die hervorragend ausgestaltete Sporthalle des Stahl- und Walzwerkes Brandenburg gab dieser Veranstaltung den nötigen würdigen Rahmen. Der Judo-Verband der DDR nutzte diese Veranstaltung zur weiteren Vorbereitung seiner Olympiakader auf die Olympischen Spiele in Moskau und zur direkten Auswahl für den EM, die vom 15.-18.Mai 1980 in Wien, der Hauptstadt Österreichs, stattfinden. Des weiteren wurde einer Reihe von Nachwuchssportlern die Möglichkeit gegeben, an diesem Turnier teilzunehmen, um festzustellen, inwieweit diese Athleten den Anschluss zum internationalen Niveau herstellen bzw. ob es ihnen gelang, den Leistungsstand zu Athleten der europäischen Spitze zu verringern. Erstplatzierte wurden 60 kg 1. Asami (Japan), 65 kg 1. Nicolae (Rumänien) 2. Reißmann (DDR), 71 kg 1. Lehmann (DDR), 78 kg 1. Kunze, 2. Damaschke (beide DDR), 86 kg 1. Ultsch (DDR), 95 kg 1. Rouge (Frankreich), 2. Lorenz (DDR), und über 95 kg 1. Weritschew (UdSSR), 2. Pufahl (DDR).

05./06.April 1980 DEM der AK 16/17 männlich in Rostock

AM 5./06. April 1980 fanden in der schönen Sport- und Kongresshalle in Rostock-Süd die diesjährigen Meisterschaften der Jugend AK 16/17 statt. Die ausgezeichnete Organisation unter der Leitung des Sportsfreundes Schwidder trug wesentlich zum Gelingen der Meisterschaft bei und reihte sich würdig in die bisher vom BFA Rostock durchgeführten Veranstaltungen ein. In dieser Altersklasse dominierten wiederum eindeutig die Judokas des SC Dynamo Hoppegarten, die mit sechs Gold-, zwei Silber- und zwei Bronzemedaillen und 62 Punkten mit Abstand den 1. Platz erringen konnten. Es folgten der SC Leipzig mit 33,5 Punkten und der ASK Frankfurt/O. mit 27,5 Pkt. Den besten Eindruck hinterließen die Sportfreunde Peter Haeusner (68 kg) und Dietmar Brandt (+90 kg) vom SC Dynamo Hoppegarten, deren vielseitige technisch-taktische Aktionen mit hoher Wirksamkeit gepaart waren. Einzelsieger: 53 kg 1. Rainer Stempowski (SC Dynamo), 57 kg 1. Axel Broege (SC Dynamo), 62 kg 1. Peter Haeusner (SC Dynamo), 75 kg 1. Ramon Pink (SC Leipzig), 83 kg 1. Klaus Ehrich (ASK Frankfurt), 90 kg 1. Michael Müller (SC Dy-namo) und über 90 kg 1. Dietmar Brandt (SC Dynamo).

19./20.April 1980 Internationales Turnier der männlichen Jugend in Schwerin

Internationales Sieben-Länder-Turnier der Jugend. Erfolgreichen Abschneiden unserer Nationalmannschaft. Am 19./20.April 1980 fand in der Sport- und Kongresshalle in Schwerin, in Vorbereitung auf die vom 18.-20.071980 in unserer Hauptstadt stattfindenden Jugendwettkämpfen der Freundschaft, ein internationales Jugendturnier statt. Folgende Länder nahmen an diesem Turnier teil: UdSSR - 5 Teilnehmer, VR Polen - 6 Teilnehmer, Ung. VR - 7 Teilnehmer, VR Bulgarien - 7 Teil-nehmer, DDR I und II - 27 Teilnehmer sowie Bezirksauswahl Schwerin - 5 Teilnehmer. Der DJV der DDR nahm tradi-tionsgemäß mit einer größeren Anzahl von Kämpfern teil, um besonders den jüngeren Aktiven (Jahrgänge 1965/66) Gelegenheit zum Kennenlernen eines internationalen Wettkampfes zu geben. Mit vier 1. Plätzen, vier 2. Plätzen und fünf 3. Plätzen schnitten die DDR-Judokas am erfolgreichsten ab und das, obwohl drei DDR-Sportler (Schönberg, Tzschentschler und Niemann) vorzeitig durch Verletzung um ihre Medaillenchance kamen. Stark verbessert zeigten sich die Sportler aus der VR Bulgarien, die sich mit zwei Gold- und zwei Bronzemedaillen den 2. Platz erkämpften.

15. bis 18. Mai 1980 Europameisterschaften der Senioren in Wien; Torsten Reißmann Europameister 1980 im Halbleichtgewicht

In der Zeit vom 15.-18.05.1980 fanden in Wien die EM der Senioren statt. Das war die erste große internationale Probe für Olympia 1980 in Moskau. 30 Länder waren in die österreichische Hauptstadt gekommen, was eine Rekordbeteiligung bedeutete. Alle Athleten waren bestens auf die Auseinandersetzungen vorbereitet und unsere Judoka konnten, durch ihre Leistungen, ihre in Europa führende Spitzenposition behaupten. Mit einmal Gold, zweimal Silber und dreimal Bronze erreichten wir ein Ergebnis, was für einen guten Vorbereitungsstand auf die Olympischen Spiele spricht und mit zu den besten unseres Verbandes gehört. Erfreulich und großartig die Leistungssteigerung von Torsten Reißmann und Dietmar Lorenz; ausgezeichnet die Stabilität von Harald Heinke und Detlef Ultsch; Fortschritte bei Rainer Arndt und bester Einstand der Europameisterschaftsneulinge Karl Heinz Lehmann und Dietmar Pufahl. Unsere Judoka erkämpften sich in der Nationenwertung einen 2. Platz hinter der UdSSR und vor Frankreich. Einzelsieger wurden: 60 kg 1. Mariani (Italien), 3. Arndt (DDR), 65 kg 1. Reißmann (DDR), 71 kg 1. Vlad (Rumänien), 3. Lehmann (DDR), 78 kg 1. Adams (GB), 2. Heinke (DDR), 86 kg 1. Yatskevich (UdSSR), Ultsch (DDR), 95 kg 1. Rouge (Frankreich), 2. Lorenz (DDR) +95 kg 1. Tourine (UdSSR) und Alle Kategorien 1. Van de Walle (Belgien).

7. /8. Juni 1980 DEM der Senioren in Halle

Vom 7. Zum 8.06.1980 fanden in Halle die diesjährigen Deutschen Meisterschaften der Senioren statt. Sehen wollte der Verband wie schlagen sich die Medaillengewinner der EM 1980 sowie wie sieht die Vorbereitungsphase für die Olympischen Spiele in Moskau aus. Die Erwartungen konnten nicht ganz erfüllt werden, denn die Platzierten der EM hatten offensichtlich Schwierigkeiten bei der Vergabe der Medaillen. Die Wettkämpfe wurden in Halle-Neustadt einer wunderschönen Sporthalle im Neubaugebiet ausgetragen. Hier die Einzelsieger 60 kg 1. Arndt (SC Dynamo), 65 kg 1. Möller (SC Dynamo), 71 kg 1. Krüger (SC Dynamo), 78 kg 1. Damaschke (SC Dynamo), 86 kg 1. Schulze (SC Dynamo), 95 kg 1. M. Karl (SC Dynamo) +95 kg 1. Schulz (SC Leipzig) und Alle Kategorien 1. Lorenz (SC Dynamo). 21./22.Juli 1980 Jugendwettkämpfe der Freundschaft in Berlin DDR-Junioren bei den Jugendwettkämpfen der Freundschaft mit erfreulicher Bilanz Vom 21. zum 22.07.1980 fanden in Berlin die Jugendwettkämpfe der Freundschaft statt. Die Organisatoren des DJV der DDR mit ihrem Arbeitsteam hatten alle Anstrengungen unternommen, um den Teilnehmern optimale Bedingungen zu schaffen. Unsere DDR-Junioren hatten sich sehr intensiv vorbereitet, um sich vor heimischen Publikum gut in Szene zu setzen und mit guten Wettkampfleistungen die Zuschauer zu begeistern. Durch die zwei Goldmedaillen von Matthias Obschernitzki und Fred Olhorn wurde das Vorhaben bestätigt. Mit Ausnahme der Mongolischen Volksrepublik waren alle soz. Länder erschienen. Durch die Teilnahme der SR Kuba und der KVDR gewann das Turnier an Spannung und Konkurrenz. Die DDR konnte als Gastgeberland pro Gewichtsklasse zwei Wettkämpfer an den Start bringen. Einzelsieger wurden 60 kg 1. Garifulin (UdSSR), 65 kg 1. Marajew (UdSSR), 3. Darr (DDR), 71 kg 1. Obschernitzki und 3. Haeusner (beide DDR), 78 kg 1. Siwzew (UdSSR) 3. Bau (DDR), 86 kg 1. Dirsenko (UdSSR) 3. Preschel und Kreis (beide DDR), 95 kg 1. Shicharov (UdSSR) 2. Brandt 3. Rettig (beide DDR), +95 kg 1. Olhorn (DDR).

31. 07. bis 08. August 1980 Olympische Sommerspiele in Moskau; Erster Olympiasieger für die DDR durch Dietmar Lorenz

Die XXII. Olympischen Spiele (Judowettkämpfe) fanden vom 31.Juli bis 8.August 1980 in Moskau statt. Moskau und das sowjetische Volk waren hervorragende Gastgeber, sie schufen eine Atmosphäre, die zu höchsten Leistungen motivierte. Unsere Judoka konnten erstmalig bei Olympischen Spielen eine Gold- und mehrere Bronzemedaillen erkämpften. Mit den Leistungen von Dietmar Lorenz, Detlef Ultsch, Harald Heinke, Karl-Heinz Lehmann, Torsten Reißmann und Rainer Arndt bestätigten unsere Athleten den hohen Leistungsstand unseres Verbandes im Weltjudo. Insgesamt erkämpfte der DJV der DDR mit seinen sechs Olympiateilnehmern fünf Medaillen und einen 5. Platz. In der inoffiziellen Nationenwertung erreichten wir, knapp hinter der UdSSR und Frankreich, den 3. Platz. Insgesamt konnten 15 Länder eine Medaille erkämpfen. Während alle Goldmedaillen in Europa blieben, verteilten sich die Silber- und Bronzemedaillen auf die Kontinente Europa, Amerika und Asien. Noch gelang es keinem afrikanischen Land zu Medaillen oder Punkten zu kommen, aber es ist heute deutlich zu erkennen, daß diese Judoka bedeutende Fortschritte nachweisen können Einzelsieger 60 kg 1. Thierry Ray (Frankreich), 65 kg 1. Nikolay Soloduchin (UdSSR), 5. Reißmann (DDR), 71 kg 1. Ezio Gamba (Italien), 3. Lehmann (DDR), 78 kg 1. Schota Khabarelli (UdSSR), 3. Heinke (DDR), 86 kg 1. Jürg Röthlisberger (Schweiz), 3. Ultsch (DDR), 95 kg 1. Van de Walle, Robert (Belgien), 3. Lorenz (DDR), +95 kg 1. Angelo Parisi (Frankreich), und Alle Kategorien 1. Lorenz (DDR).

15.August 1980 Pionierpokal weiblich in Güntersberge Pionierpokal 1980,

weiblich Bezirk Rostock verteidigte Pokal Kurz nach den Olympischen Spielen in Moskau gab es für die weiblichen Pioniere mit dem Pionierpokal „ihren“ Höhepunkt. Nicht einfach war der Zeitpunkt, denn nach der Bezirksspartakiade bestand ein Ferienlücke. Die führenden Bezirke begegneten diesem Umstand wieder durch gut organisierte Trainingslager für die Bezirksauswahlmannschaft. Entsprechend groß waren dann auch die Leistungsunterschiede gegenüber den weniger gut vorbereiteten Bezirken. Nur so ist eine höhere Leistungsdichte auch in den Bezirken Halle, Dresden, Leipzig u.a. zu erreichen. Die Leistungsunterschiede betreffen bereits seit Jahren die gleichen Bezirke. So setzten sich auch in diesem Jahr die Bezirke Rostock, Schwerin, Potsdam und Berlin durch. Dabei hatte es die Bezirksauswahl Frankfurt/o. in der Hand Schwerin oder Berlin aus diesem Kreis herauszudrängen.

Hier die Ergebnisse in der Mannschaftswertung: 

1. Platz Bezirksauswahl Rostock,
2. Platz Bezirksauswahl Schwerin
3. Platz Bezirksauswahl Berlin
3. Platz Bezirksauswahl Potsdam
5. Platz Bezirksauswahl Frankfurt/O.
5. Platz Bezirksauswahl Karl Marx Stadt.

Beste Sektion in der Einzelbestenermittlung war Rotation Berlin mit 23,5 Punkten vor HSG Rostock mit 22,5 Punkten und Motor Babelsberg 20,5 Punkten. Insgesamt sammelten 32 Sektionen bei der Einzelbestenermittlung Punkte. Insgesamt standen die Kämpfe auf einem guten Niveau, wobei insbesondere Verbesserungen in einer variableren Angriffsführung zu beobachten waren. Ergebnisse der Sieger: 30 kg 1. Kerstin Wawrek (Dyn. Leipzig), 32,5 kg 1. Sibylle Tews (HSG Greifswald), 35 kg 1. Maren Krüger (HSG Rostock), 37,5 kg 1. Jana Nischwitz (Dyn. Ribnitz), 40 kg 1. Berit Scharlipp (Dyn. Eberswalde), 42,5 kg 1. Ute Neas (Motor Babelsberg), 45 kg 1. Uta Jahnke (HSG Rostock), 50 kg 1. Angela Schmidt (Rotation Berlin), 55 kg 1. Anette Voigt (HSG Rostock) und über 55 kg 1. Simone Nawrath (BSG Tantow).

13./14.September 1980 Internationales Turnier der Junioren in Bukares

Am 13./14.September 1980 fand in Bukarest (SR Rumänien) ein Einzelturnier mit Teilnehmern aus neun Ländern statt. Dieses Turnier diente der langfristigen Vorbereitung auf die EM dieses Jahres. Das Niveau wurde bestimmt von leistungs-starke Judoka aus der UdSSR (vertreten durch eine Auswahl der Grusinischen SSR), der Ung. VR, Frankreich, der DDR und des Gastgeberlandes Rumänien.

Vom DJV der DDR wurden folgende Sportler eingesetzt:

60 kg: Hillbrecht SC Leipzig,
65 kg: Plath ASK Frankfurt/O.
71 kg: Obschernitzki SC Dynamo
78 kg: Bau SC Leipzig
86 kg: Kreis ASK Frankfurt/O.
95 kg: Rettig SC Dynamo

 

Einzelsieger: 60 kg 1. Horvat (Ung. VR), 65 kg 1. Centiu (SR Rumänien), 71 kg 1. Obschernitzki (DDR), 3. Kertzscher (DDR) 78 kg 1. Sopta (SR Rumänien), 86 kg 1. Mcedlisvili (UdSSR), 3. Kreis (DDR), 95 kg 1. Rettig (DDR) und über 95 kg 1. Cioc (SR Rumänien).

20. /21.September 1980 DEM der Junioren in Neustrelitz

Am 20./21.09.1980 fanden in Neustrelitz der Sportschule die diesjährigen DEM der Junioren statt. Alle Wettkämpfer fanden eine gut organisierte Meisterschaft vor und konnten unter besten Bedingungen ihre Meister ermitteln. Für die Leistungskader der Klubs war diese Meisterschaft ein bedeutungsvoller Höhepunkt, denn es ging um die Fahrkarte zur EM im November und Chancen nominiert zu werden hat zuerst der neue Titelträger. Einzelsieger wurden: 60 kg 1. Palluschek, (ASK Frankfurt/O.), 65 kg 1. Darr (SC Dynamo), 71 kg 1. Obschernitzki (SC Dynamo), 78 kg 1. Bau (SC Leipzig), 86 kg 1. Preschel (SC Dynamo), 95 kg 1. Brandt (SC Dynamo) und über 95 kg 1. Olhorn (SC Dynamo).

11. /12. Oktober 1980 II. Dynamocup der Senioren in Berlin: II. Dynamocup Mannschaft und Einzel/ Auftakt nach Olympia

Am 11./12.10.1980 fand in der Dynamo-Sporthalle im Berliner Sportforum der II. Dynamocup statt. Der Einladung des SC Dynamo Hoppegarten waren die Mannschaften von Dynamo UdSSR (Auswahl), Dozsa Ungarn, Dynamo Bukarest und Dynamo Brasov (Beide SR Rumänien) gefolgt. Knapp drei Monate nach den Olympischen Spielen von Moskau mussten vor allen Dingen die jungen „Dynamos“ Farbe bekennen. Die Wettkämpfe wurden am Sonnabend als Mannschaftsturnier und am Sonntag in den einzelnen Gewichtsklassen durchgeführt. Für die Junioren waren diese Wettkämpfe, wenige Wochen vor den EM in Lissabon, noch einmal ein echter Maßstab für die Überprüfung ihres Leistungsstandes. Schon die Mannschaftskämpfe brachten interessante Auseinandersetzungen und bei den Trainern so manche Erkenntnis zum Leistungsvermögen ihrer Ka-der. Ergebnisse: 1.SC Dynamo Hoppegarten I, 2. SC Dynamo Hoppegarten II, 3. Dynamo UdSSR und Dozsa Ungarn. Ähnlich hart ging es am folgenden Tag in den Einzelkonkurenzen zu. Jeder Judoka hatte im Poolsystem mit KO-Runde sechs bis sieben Kämpfe zu bestehen, ehe der Sieger feststand. Hier die Sieger: 60 kg 1. Buijko (Dozsa Ungarn), 3. Grutza (Dynamo), 65 kg 1. Nikulae (Dynamo Bukarest), 2. Möller und 3. Kunze (beide Dynamo), 71 kg 1. Obschernitzki (Dynamo), 78 kg 1. Damaschke (Dynamo), 86 kg 1. Ultsch, 2. Schulze.3. Preschel (alle Dynamo), 95 kg 1. Sujegowoi (Dynamo UdSSR), 2. Carl (ASK Frankfurt) und über 95 kg 1. Kliwodenkow (Dynamo Auswahl) und 3. Stöhr (SC Dynamo).

15. November 1980 FDJ-Pokal der Jugend in Schwerin

In der Endrunde im FDJ-Pokal 1980 bewarben sich 14 Bezirke um die begehrte Trophäe. Schwerin, Rostock und Frankfurt/O. stellten je zwei Mannschaften. Die einzelnen Kämpfe entbehrten nicht der, für Pokalwettkämpfe so typischen Atmosphäre. Es gab auch einige kleine Überraschungen wie der klare Sieg Leipzigs (7:1) über den Dritten des Vorjahres Frankfurt/Oder bzw. die Dramatik in der Begegnung zwischen Potsdam und Leipzig. Hier musste die erste Begegnung nach dem 4:4 (30:30) wiederholt werden. Die Wiederholung konnte Potsdam dann allerdings klar mit 7:1 für sich entscheiden. Im Finale standen sich dann Rostock I und Schwerin I gegenüber. Beide konnten sich bis dahin recht deutlich über ihre Gegner hinwegsetzen. Rostock: 7:1 gegen Neubran- denburg; 7:1 - Erfurt; 6:2 - Potsdam und Schwerin: 8:0 gegen Magdeburg; 5:3 - Cottbus; 8:0 - Schwerin II. Endergebnis: 1. Bezirksauswahl Rostock I, 2. Bezirksauswahl Schwerin I und dritte Plätze Bezirk Erfurt Bezirk Schwerin II.

22./23.November DEM der weiblichen AK 14/15 und AK 16/17 in Rostock

Ende Kapitel 2 Chronik der DDR, siehe weiter Kapitel 3, geschrieben aus Unterlagen Gruschinski 6. DAN