Vorwort 1945




Ergänzunng zur Chronik des DDR-Judosports; erstellt in Kapitel 9 von Willi Gruschinski aus Mitteilungsblätter "Schwerathletik und Judo"

Diese Chronik soll allen Judointressierten und Leihen eine Aufstellung von Geschehnissen im Judo Sport seit Ende des Faschismus in Deutschland, mit Beginn bis Ende der DDR geben. Im ersten Teil bezieht sich der Autor auf die Chronik des DJV der DDR. Dieser Teil wurde erarbeitet von Dr. Lothar Skorning für den Zeitraum von 1945 - 1970 im Mai.

Beginn der Ausschnitte und Berichte aus "Schwerathletik" und dann unten weiter in nächsten Kapitel 1 von Dr. Lothar Skorning

- B e g i n n 1 9 5 4 -

1 2 . 0 1. 1 9 5 4 Überraschung beim J u d o - "Start der Berliner Mannschaftsmeisterschaft im Judo

Mit einer Überraschung begann die Berliner Mannschaftsmeisterschaft im Judo am 12.01.1954 Empor Nord II konnte gegen die mit nur 4 Kämpfern antretende Staffel Motor Wuhlheide nur 6 : 6 Unentschieden herausholen. Im Federgewicht gewann Witkowski (Nord) kampflos, und im Leichtathletik kam Zach (Motor) in der 1. Runde zu einem Wurf, der ihm nach Ablauf der Zeit den Punktsieg über Polzin (Nord) einbrachte. Gleichwertig erwiesen sich in der Weltergewichtsklasse Krüger (Nord) und Pohl (Motor), die sich nach 9 Minuten mit je einem Punktunentschieden trennten. Im Mittelgewicht erwiees sich Wilhelm (Motor) als der Bessere unnd besiegte Schimming nach 4,45 Minuten entscheidend. Wenn auch das Halbschwergewichtstreffen zwischen Schwiek (Nord) und Gutbert (Motor) noch nicht das brachte, was man von diesen Kämpfern erwartete, so war der ausgesprochene Richterspruch des Unentschieden nach Ablauf der Distanz eine benachteiligung des Empor-Kämpfers. Da Wuhlheide das Schwergewicht nicht besetzt hatte, kam Heidemann (Nord) kampflos zum Sieg. Im zweiten Staffeltreffen des Kampfabends erzielte Empor Seelenbinder II gegen Dynamo II einen überlegenden 8 : 4 Sieg.

Bei dem einleitenden Jugendmannschaftskampf blieb Empor Nord mit 12 : 0 über die SG Weißensee Sieger.


Berichterstatter: Helmut Bark

3 0 . 1 1 . 1 9 5 4 Judo - Turnier der BSG Empor Seelenbinder " in Berlin Harte Kämpfe beim Judo-Turnier"

Die BSG "Empor Werner Seelenbinder" Berlin führte am 30.11.1954 im Postamt Nr.: 58 im Rahmen des Monats der deutsch-sowjetischen Freundschaft ein Judo-Turnier durch, bei dem die Berliner Judo-Elite am Start war.

Neben bekannten Meistern und Spitzenkräfte hatten sich auch die Nachwuchssportler eingefunden, die sich jedoch in dem Klassefeld nicht durchkämpfen konnten. Das Kampfgerich griff erstmalig hart durch, was auch in Zukunft zu begrüßen wäre.

Im Federgewicht gewann Helmut Hempel (SC Dynamo Berlin) knapp mit 1 : 0 gegen Polaczek, Engelbrecht (Seelenbinder Berlin). Der Ausgleichswurf kam von Polazek (SC Dynamo Berlin) erst nach der Zeit. Die Überraschung im Leichtgewicht vollbrachte Barow, Horst (Empor W. Seelenbinder Berlin) der gegen den DDR-Meister Martin Hempel durch bessere Zeitpunkte in den weiteren Kämpfen Martin Hempel auf den 2. Platz verweisen konnte. Im Weltergewicht war mit Janott, Block, Hübscher und Galinski, Günter ein wahres Klassefeld angetretenund die Entscheidungen äußerst knapp. Den ersten Platz erkämpfte sich Günter Galinski (Empor Seelenbinder Berlin) vor Hübscher, (Motor Friedrichshain-Ost Berlin).

Hier die einzelnen Kämpfe:

Janott (Empor Nord Berin) gegen Günter Galinski 1 : 1, Block, Fritz (SC Dynamo Berlin) gegen Janott (Empor Nord Berlin) 0 : 0, Günter Galinski gegen Hübscher 1 : 0. Im Mittelgewicht errang Muth (SG Weißensee Berlin) den ersten Platz.

Erstaunlich war das Abschneiden des jungen Fette (Empor Seelenbinder Berlin), der den 2. Platz belegte.

Im Halbschwergewicht wurde Jeschow, (SG Weißensee Berlin ) Sieger.

Überraschend gewann in einem Freundschaftskampf Lieder (Empor Seelenbinder Berlin) gegen den Deutschen Jugendmeister Gerhard Jegust (Motor Friedrichshain-Ost Berlin.


Berichterstatter: Gerhard Vökler

- B e g i n n 1 9 5 5 -

2 4 . 0 3 . 1 9 5 5 Bezirksmeisterschaften i n L ö c k n i t z

Hier die Einzelsieger

Schüler B 25,0 kg 1. Platz Niemann Dynamo Pasewalk
30,0 kg 1. Platz Frotzel Dynamo Pasewalk
32,5 kg 1. Platz G. Krüger Dynamo Pasewalk
35,0 kg 1. Platz O. Voltz Dynamo Pasewalk
37,5 kg 1. Platz B. Hornburg Dynamo Pasewalk
2. Platz Hoppe Dynamo Malchin
Schüler A 35,0 kg 1. Platz D. Krüger Dynamo Pasewalk
2. Platz Zugehör Dynamo Pasewalk
37,5 kg 1. Platz Klinder Dynamo Pasewalk
2. Platz König Dynamo Malchin
40,0 kg 1. Platz Schmidt Dynamo Pasewalk
2. Platz Friedenhagen Dynamo Malchin
42,5 kg 1. Platz N. Hornburg Dynamo Pasewalk
45,0 kg 1. Platz Heyse Dyynamo Pasewalk
47,5 kg 1. Platz Dopp Dynamo Neubrandenburg
50,0 kg 1. Platz Lucke Dynamo Neubrandenburg
2. Platz Lindenberg Lokomotive Malchin
52,5 kg 1. Platz R. Voltz Dyynamo Pasewalk
2. Platz Aue Dynamo Neubrandenburg
55,0 kg 1. Platz Schnack Dynamo Neubrandenburg
2. Platz Kamintzki Dynamo Neubrandenburg
3. Platz Rütz Dynamo Neubrandenburg

1. Platz BSG Motor Wolgast
2. Platz SG Dynamo Fürstenwalde
3. Platz Dynamo "Helmut Just" Berlin
4. Platz Motor BGW Berlin
5. Platz Empor Werner Seelenbinder
6. Platz HSG Wissenschaft Berlin II

Bezirk Neubrandenburg SG Dynamo Anklam
Potsdam Lokomotive Oranienburg
Cottbus ASG Doberlug-Kirchhain
Schwerin SG Dynamo Parchim
Berlin SG Dynamo Helmut-Just
Rostock SG Dynamo Rostock
Frankfurt(Oder) SG Dynamo "Peter Göring" Frankfurt(Oder

1. Durchgang Neubrandenburg
-
Potsdam
4 : 4
Cottbus - Schwerin 5 : 4
Berlin - Rostock 3 : 6
Frankfurt(Oder) - Neubrandenburg 8 : 1
2. Durchgang Potsdam - Cottbus 5 : 4
Schwerin - Berlin 7 : 2
Rostock - Frankfurt(Oder) 3 : 6
3. Durchgang Neubrandenburg - Cottbus 5 : 3
Potsdam - Schwerin 6 : 3
Berlin - Frankfurt(Oder) 3 : 6
Rostock - Neubrandenburg 7 : 2
4. Durchgang Potsdam - Rostock 5 : 4
Cottbus - Frankfurt(Oder) 1 : 8
Schwerin - Rostock 4 : 5
5. Durchgang Frankfurt(Oder) - Potsdam 6 : 3

Leichtgewicht 55 (39)
Halbmittelgewicht 85 (58)
Mittelgewicht 55 (42)
Halbbschwergewicht 19 (19)
Schwergewicht 16 (12)

Die eingeklammten Zahlen veranschaulichen die teilgenommenen Judoka des Vorjahres.

Der Verlauf der Kämpfe

Obwohl das Niveau in der Leistung sowie in der Graduierung äußerst unterschiedlich war, konnte festgestellt werden, daß auch die Sportler mit bisher weniger großen sportlichen Erfolgen zu kämpfen wußten und sicht nicht so ohne weiteres den routinierten Jugendkadern geschlagen gaben. Das zeigten auch die Ergebnisse.

Im technisch-taktischen Bereich mußte allgemein bemängelt werden,


0 2 . O k t o b e r 1 9 5 5 Judo Nachwuchs in großer Form " - Wettstreit der besten jugendlichen Judokämpfer in Greiz

Im Monat Oktober 1955 trafen sich die besten Jugendlichen Judosportler unserer Republik in Greiz, um in einem großen Turnier Zeugnis über ihren Leistungsstand abzulegen.

Leider nur wenige Zuschauer waren Zeuge der interessante Kämpfe und einer überwältigenden Leistungsschau unsserer Judofreunde. 123 Kämpfer traten in allen Gewichtsklasssen an, dasbedeutet eine Rekordbeteiligung, wie wie sie bisher noch nicht zu verzeichnen war.

Herausragendes Merkmal bei den Kämpfen in der Jugend ist immer wieder der kämpferische Einsatz, die Bereitschaft zum bedingungslosen "fitht". Dagegen läßt die Technik und das stilreine Judo-Kämpfen noch einige Wünsche offen, obwohl bei einigen Kämpfern, besonders bei den Berlinern, erfreuliche Ansätze in dieser Richtung zu verzeichnen waren. Hier zeichnen sich eine verantwortungsvolle Aufgabe unserer Trainerab, den Jugendlichen sogleich das Judo unter dem Blickpunkt des leichten, flüssigen, ästhetisch ansprechenden Kämpfens zu lehren. es ist vollkommen falsch schon bei den Jugendlichen "auf Kraft " zu trainieren. Vielmehr als für die Senioren gilt fürsie das Prinzip des Siegens durch Nachgeben, um durch Ausnutzen der Kraft und des Schwunges des Gegners zum Ziele zu gelangen.

Den Preis des technisch besten Kämpfers errang Manfred Lange (Wissenschaft Berlin), dder in einem Klassefeld von 35 Teilnehmern in der 60,0 kg-Klasse den 2. Platz belegte. Der Erste, Pieske (Empor Seelenbinder Berlin) konnte gegen ihn nur ein 1 : 1 Unentschieden erzielen. Dem Fußwurfspezialisten Pieske gelang ein Ristwurf, während Lange durch Haltegriff zu seinem Punkt kam.. Eine große Überraschung für alle Experten bedeutet der 3. und 5. Platz von Otto und Rosengard (beide Chemie Köthen), ebenso überraschte uns Ernst Rinck auf dem 7. Platz.

Rosengard traf im Schlußgang auf Pieke. Ein Wurf von Pieske und eine Festhalte von Rosengard besiegelten das Unentschieden. Auch Otto erzielte im letzten Kampf ein Unentschieden. Gegen den Vierten, Lindemann (Motor Halle), erzielte er einen Wurf, mußte aber durch Haltegriff einen Punkt abgeben.

Farbige Kämpfe gab es ebenfalls in der 55-kg-Klasse, wo der kämpferische Einsatz von Becker (Wissenschaft Berlin) nicht ausreichte, um gegen den technisch hochveranlagten Hermann (Motor Magdeburg Süd-Ost) erfolgreich zu sein. Im Endkampf mußte er sich mit durch Haltegriff mit 0 : 1 geschlagen bekennen. Gegen den Dritten, Palm von Motor GGörlitz kam Hermann schneller zum Sieg. Sein 2 : 0-Sieg durch Wurf und Griff erzielte er in 2:34 Minuten.

In der 50-kg-Klasse sicherte sich Schulze (Motor Halle) durch bessere Punktzahl aus allen Kämpfen den ersten Platz gegenübber Lück (Motor Friedrichshain-Ost Berlin), nacdem beide sich 0 : 0 getrennt hatten.

In der Gesamtwertung der Sportgemeinschaften schnitt zur bbesonderen Überraschung alleer Anwesenden Chemie Köthen am besten ab. Auch der 2. Platz von Wissenschaft Berlin kommt nicht ganz erwartet. Mit 26 Punkten gegenüber 66 bzw. 61 Punkten von Chemie und Wissenschaft wurde eine so bekannte Sportgemeinschaaft wie Motor Magdeburg recht deutlich auf den vierten Platz verwiesen. Dazwischen rangiert noch Motor Görlitz mit 28 Punkten. Ebenfalls 26 Punkte erzielte Emport Seeelenbinder.


Die Sieger und Plazierten in den einzelnen Gewichtsklassen:

40,0 kg 4 Judoka
1. Platz Waygand Wissenschaft Berlin
2. Platz Pusch Wissenschaft Berlin
3. Platz Blaschke Wissenschaft Berlin
45,0 kg 8 Judoka
1. Platz Glowacz Lokomotive Lichtenberg Berlin
2. Platz Repke Dynamo Berlin
3. Platz Fabisch Lokomotive Lichtenberg Berlin
50,0 kg 11 Judoka
1. Platz Schulze Motor Halle
2. Platz Lück Motor Frieddrichain-Ost Berlin
3. Platz Böhm Lokomotive Köthen
4. Platz Frenzel Wissenschaft Berlin
55,0 kg 18 Judoka
1. Platz Hermann Motor Magdeburg
2. Platz Becker Wissenschaft Berlin
3. Platz Palm Motor Görlitz
4. Platz Hommann Chemie Köthen
5. Platz Franzke Empor Nord Berlin
6. Platz Goliasch Wissenschaft Halle
60,0 kg 35 Judoka
1. Platz Pieske Empor Seelenbinder Berlin
2. Platz Lange Wissenschaft Berlin
3. Platz Otto Chemie Köthen
4. Platz Lindemann Motor Halle
5. Platz Rosengard Chemie Köthen
6. Platz Lindner Aufbau Weißensee Berlin
7. Platz Rinck Wissenschaft Berlin
8. Platz Sommer Dynamo Berlin
9. Platz Hofmann Dynamo Dresden
10. Platz Altendorf Empor Seelenbinder Berlin
11. Platz Wucckelt Dynamo Berlin
12. Platz Weichert Aufbau Weißensee Berlin
-65,0 kg 26 Judoka
1. Platz Fischer Motor Magdeburg
2. Platz Güntzel Motor Görlitz
3. Platz Scholz Chemie Köthen
4. Platz Löwe Motor Brandenburg
5. Platz Schönrowsky Dynamo Frankfurt/Oder
6. Platz Pecina Motor Görlitz
7. Platz Schildhauer Chemie Köthen
8. Platz Meyer Wissenschaft Pilnitz
9. Platz Kuhlmann Dynamo Berlin
70,0 kg 15 Judoka
1. Platz Andrä Wissenschaft Pilnitz
2. Platz Schrickel SG Marklkleeberg
3. Platz Jerschau Empor Seelenbinder Berlin
4. Platz Klein Rotation Greiz
5. Platz Mäusemann Medizin Erfurt
-75,0 kg 3 Judoka
1. Platz Nohr Motor Magdeburg
+75,0 kg 3 Judoka
1. Platz Picht Chemie Köthen

Berichterstatter Gerhard Vökler

Plazierung
1. Platz Mounier Frankreich
2. Platz Pinkert DDR
3. Platz Schulz DDR
3. Platz Lallier Frankreich

0 2 . O k t o b e r 1 9 5 5 - Judo-Jugend kämpfte um den Titel " des Berliner Meisters 1955

Am 02. Oktober 1955 wurden die Berliner Jugendmeisterschaften von der BSG Aufbau VEB Tiefbau Berlin durchgeführt. Nebenbei fand noch das Männer-Fortgeschrittenen-Turnier statt. Sämtliche Judosektionen im Raum von Groß-Berlin warwn mit ihren Kämpfern vertreten. So kam es, daß sich besonders in der 65-kg- und 70-kg-Klasse viele Sportler um den Titel bewarben. Desgleichen kämpften auch bei den Männern i9m Weltergewicht vierzehn Judosportler um den ersten Platz. Die Kämpfe wurden sehr spannend durchgeführt. Das Publikum, das sehr zahlreich erschienen war, spendete den erfolgreichen Kämpfern lauten Beifall.

Plazierung in der Jugend

45,0 kg
1. Platz Biermann Karl BSG Empor Seelenbinder Berlin
50,0 kg
1. Platz Schneider Manfred ZSK Vorwärtss Berlin
2. Platz Siewert Klaus Motor Berliner Glühlampen Werke
55,0 kg
1. Platz Lück Walter Motor Berliner Glühlampen Werke
2. Platz Bugsch Gerhard Empor Nord Berlin
3. Platz Zube Horst Empor Nord Berlin
60,0 kg
1. Platz Lindner Klaus Aufbau VEB Tiefbau Berlin
2. Platz Stamer Gerhard Motor Berliner Glühlampen Werke
3. Platz Lange Manfred HSG Wissenschaft Humbold Uni Berlin
65,0 kg
1. Platz Becker Helmut HSG Wissenschaft Humbold Uni Berlin
2. Platz Pieske Manfred BSG Empor Seelenbinder Berlin
3. Platz Otto Hans-Friedrich SC Dynamo Berlin
-70,0 kg
1. Platz Beier Wolfgang Motor Berliner Glühlampen Werke
2. Platz Sgodda Baldur Dynamo NO Berlin
3. Platz Feldschow Kurt HSG Wissenschaft Humbold Uni Berlin
75,0 kg
1. Platz Nohr Kurt SC Dynamo Berlin
+75,0 kg
1. Platz Bode Dieter Motor Berliner Glühlampen Werke
Ergebnisse der Männer
Federgewicht
1. Platz Barow Horst BSG Empor Seelenbinder Berlin
2. Platz Carl Manfred BSG Empor Seelenbinder Berlin
Leichtgewicht
1. Platz Polzin Friedrich-Wilhelm SG Dynamo Helmut Just Berlin
2. Platz Zach Siegfried Motor Wuhlheide Berlin
Weltergewicht
1. Platz Galinski Kurt BSG Empor Seelenbinder Berlin
2. Platz Knoch Dieter Motor Berliner Glühlampen Werke
3. Platz Jahn Bodo BSG Empor Nord Berlin
4. Platz Schimming Heinz Dynamo NO Berlin
5. Platz Strack Rudolf BSG Aufbau Pankow
Mittelgewicht
1. Platz Roth Hans BSG Empor Seelenbinder Berlin
2. Platz Nitz Karl SC Dynamo Berlin
3. Platz Gutberlit Kurt Berliner Glühlampen Werke
Halbschwergewicht
1. Platz Rübekohl Fred Aufbau VEB Tiefbau Berlin
2. Platz Miltz Eberhard SC Dynamo Berlin
Schwergewicht
1. Platz Pieper Werner Motor Berliner Glühlampen Werke
2. Platz Packscies Manfred Dynamo Mitte Berlin

Berichterstatter: Klaus Weichert

0 2 . O k t o b e r 1 9 5 5 Bezirksmeisterschaften im Judo "Ein voller Erfolg"

Zu Beginn Oktober 1955; wartete der Bezirk Leipzig zu seinen Bezirks-Einzelmeisterschaften der Männer und Jugend mit dem größten Meldeergebnis auf. 90 Kämpfer, darunter 38 Jugendliche, stelltensich den amtierenden; Haunschild, Hering, Lorbeer und Jahn. Nicht nur das Meldeergebnis war ein großer Erfolg, sondern auch die Kampfstärke und Leistungsdichte hat gegenüber dem Voorjahr beachtliche Fortschritte gemacht. Die neuen Bezirksmeister mußten all ihr Können aufbieten, um zum Sieg zu kommen. Bei der Jugend waren die leichten Klassen nur schwach besetzt, während die " schweren Jungen" ein weitaus besseres Meldeergebnis aufzuweisen hatten; dominierend waren dabei "Medizin Markkleeberg und lokomotive Leipzig-Mitte.

Hier nun die Erstplacierten bei den Jugendlichen in Leipzig

-40,0 kg 1. Platz Bauer Lokomotive-Mitte Leipzig
-55,0 kg 1. Platz Alex SC Lokomotive Leipzig
-60,0 kg 1. Platz Exner Lokomotive-Mitte Leipzig
-65,0 kg 1. Platz Elsner Medizin Markkleeberg
-70,0 kg 1. Platz Ulrich Medizin Markkleeberg
-75,0 1. Platz Fehst Medizin Markkleeberg
+75,0 kg 1. Platz Plöhn Motor Gohlis-Nord

Bei den Männern setzten sich zwar die Favoriten durch, es schoben sich jedoch noch bisher Unplacierte in die Spitzengruppe, so die beiden Emporsportler: Weißenborn und John. Ihnen gilt ein besonderer Lob!

Hier nun die Erstplacierten bei den Männer

Fedeergewiicht 1. Platz Hubert Sturm SC DHFK Leipzig
Leichtgewicht 1. Platz Gerd Schneider SC DHFK Leipzig
Weltergewicht 1. Platz Hans Joachim Hänsel SC Lokomotive-Mitte Leipzig
Mittelgewicht 1. Platz Helmut Schubert SC Lokomotive-Mitte Leipzig
Halbschwergewicht 1. Platz Werner Zeuner Motor Schmölln
Schwergewicht 1. Platz Wolfgang Horn SC Lokomotive-Mitte Leipzig

Geschrieben Sektion Judo Leipzig Kurt Hering

- B e g i n n 1 9 5 6 -

J a n u a r 1 9 5 6 ; H e f t 3 , M ä r z S e i t e 9 u n d 1 0 "Hempel, Henry hielt mit"

Judoturnier mit internationaler und nationaler Beteiligung

Der Start in das neue Jahr war für die Judofreunde Berlins äußerst erfreulich. Die SG Dynamo Nord-Ost richtete in der Turnhalle in der Gleim-Straße ein Turnier aus, wie es lange nicht in unseren Mauern geboten wurde, Umrahmt von Einladungskämpfen mit Westberliner Judokas, rollte ein Turnier in der Leichgewichtsklasse ab, an dem neben Henry Hempel (SC Dynamo) Alfons Neumann (ASK Vorwärts) der Franzose Simon Koutschouk und die Westberliner Piritz (VFL Tegel) und Steltzer (EBJC) beteiligt waren.

Mit Piritz, dem Leichtgewichtler des Westdeutschen Mannschaftsmeisters VFL Tegel und mehrmaligen Westberliner und westdeutschen Meister, und dem "ewigen Zweiten" Steltzer waren die stärksten Leichtgewichtler Westdeutschlands am Start. Simon Koutschouk war weniger bekannt, so daß Fritz klarer Favorit war.

Nach der Begrüßung der französischen und Westberliner Vertreter durch den Dynamo-Trainer Knoop fesselte gleich der erste Durchgang die zahlreichen Gäste auss Ost und West.. Hempel, Henry besiegte in einer Minute den Franzosen Koutschouk durch Tomoe Nage (Beinhubwurf). Danach kamen Piritz und Steltzer auf die Matte. Nach wenigen Angriffszügen war klar, wer das Geschehen bestimmte. Kaum war die dritte Minute verkündet, war Steltzer durch Steltzer durch Haltegriff besiegt.

Der zweite Durchgang brachte die Entscheidung im Kampf der beiden Meister. DDR-Meister Hempel, Henry stand Piritz gegenüber. Es war der schönste und schnellste Kampf des Abends. Blitzschnell wechselten die Aktionen, wobei die Chancen gleichmäßig verteilt waren. Ein mißglückter Wurfansatz Hempels, Henry gab Piritz die "Möglichkeit zu kontern, wofür er einen halben Punkt erzielt, den er trotz größter Anstrengungen von Hempel, Henry bis zum Schlußgong verteidigen

Der dritte Durchgang brachte die Auseinandersetzung Hempel-Steltzer. Wieder ging Hempel sehr konzentriert in den Kampf und ließ sich nicht durch das erste Strohfeuer Steltzers verwirren. Maßgeblich für den Sieg von Hempel war die nachlassende Kondition seines Gegners, der den Tai-Otoshi sehr gut beherrscht, überhaupt technisch sehr versiert ist. Mit einem halben Punkt durch Wurf kam Hempel zum Sieg. Der Partner Koutschouk unterlag anschließend Pieritz durch Armhebel der reaktionsschnell von dem im Stand und in der Bodenlage durch guten Tegeler gezogen wurde.

Der letzte Durchgang hätte den Ausgang nochmals offenwerden lassen, wenn es Neumann gelungen wäre, Piritz zu besiegen; doch für diese schwierige Aufgabe war unser Federgewichtsmeister zu leicht. Bereits nach 10 Sekunden laag er durch De-Ashi-Barai (Fußfegewurf) als Gegenwurf auf der Matte. Damit stand mit Piritz der Turniersieger fest. . Technisch beschlagen, selbstbewußt und reaktionssicher hatte er sich gezeigt und alle Kämpfe verdient gewonnen.

Dynamo-Sportler Hempel belegte den Ehrenplatz, gefolgt von Steltzer.

Dies war ein sehr erfreulicher Auftakt im neuen Jahr. Ganz besonders erfreulich durch die Tatsache, daß nach sehr langer Zeit wieder Westberliner Judosportler bei uns weilten und sie durch ihren Start ihre Bereitschaft bekundeten, auch künftighin den Gesamtberliner Sportverkehr im Judo zu pflegen. So konnte den Anwesenden bereits für Karfreitag ein Vergleichskamp zwischen dem SC Dynamo Berlin und dem sehr stark einzuschätzenden EBJC (Ersten Berliner Judo-Club) mit zwei Mannschaften angekündigt werden.


Die Ergebnisse:

1. Durchgang

Name - Name
Ergebnis
Siegtechnik
Koutschouk - Piritz 0 : 1 Armhebel
Hempel - Steltzer 1/2 : 0 Wurf
Neumann - Hempel 0 : 0 ohne Wertung

2. Durchgang

Name Name Ergebnis Siegtechnik
Koutschouk
-
Hempel 0 : 1 Tomoe-Nage
Piritz
-
Steltzer 1 : 0 Haltegriff
Neumann
-
Koutschouk 0 : 1 Tai-Otoshi

3. Durchgang

Name Name Ergebnis Siegtechnik
Hempel - Piritz 0 : 1/2 Konterwurf
Steltzer - Neumann 1 : 0 Spreizwurf

4. Durchgang

Name Name Ergebnis Siegtechnik
Koutschouk - Steltzer 0 : 1 Konterwurf
Piritz - Neumann 1 : 0 De-Ashi-Barai

1. Platz Piritz VFL Tegel 0 Verlust Punkte
2. Platz Hempel, Henry SC Dynamo 1,5 Verlustpunkte
3. Platz Steltzer EHJC 2 Verlustpunkte
4. Platz Koutschouk Paris 3 Verlustpunkte
5. Platz Neumann ASV Vorwärts 4 Verlustpunkte

Kampfrichter: Mattenleiter: Arno Frank (Empor-Nord), Außenrichter: Reiher (ASV) und Gutberlet (Motor BGW)

Die Ergebnisse:

Die Rahmenkämpfe brachten folgende Ergebnisse:

Name Verein Name Verein Ergebnis
Rabenat VFL Tegel Lück Dynamo Nord-Ost 1 : 0
Neukirch VFL Tegel Liebing Dynamo Nord-Ost 0 : 0
Wackermann VFL Tegel Schwarz Wissenschaft Berlin 1 : 0
Großmann VFL Tegel Rogowski Dynamo Nord-Ost 0 : 0
Meier VFL Tegel Rahn Dynamo Nord-OstKou 1 : 0

Berichterstatter: Gerhard Vökler

1 9 5 6 "Zehn-Besten Liste" der Senioren der Sektion Judo des Jahres 1956

Federgewicht

Lfd-Nr.: Name Vorname Verein
1. Neumann Alfons Empor Nord Berlin
2. Hempel Helmut SC Dynamo Berlin
3. Alex Klaus Leipzig
4. Krysiak Felix Dresden
5. Barow Horst Berlin
6. Polaczek Engelbrecht Berlin
7. Stüwe Martin Leipzig
8. Schneider Manfred Berlin
9. Scholz Dieter Magdeburg
10. Sturm Hubert Leipzig

Leichtgewicht

Lfd-Nr.: Name Vorname Verein
1. Hempel Henry Berlin
2. Skorning Günter Berlin
3. Prellwitz Hans Dresden
4. Ernst Herbert Leipzig
5. Pohl Gerhard Berlin
6. Thomä Günther Leipzig
7. Schneider Gerd Leipzig
8. Klett Peter Suhl
9. Becker Horst Dresden
10. Bech Horst Dresden

Weltergewicht

Lfd-Nr.: Name Vorname Verein
1. Fuhrmann Günther Dresden
2. Galinski Günter Berlin
3. März Reinhard Leipzig
4. Friese Hansgeorg Dresden
5. Bloeck Fritz Berlin
6. Perleberg Günther Magdeburg
7. Kerber Heinz Berlin
8. Schindler Robert Leipzig
9. Gluth Hans Berlin
10. Kiesch Heinz Dresden

Mittelgewicht

Lfd-Nr.: Name Vorname Verein
1. Schubert Helmut Leipzig
2. Starke Karlheinz Dresden
3. Lücke Georg Magdeburg
4. Hänsel Hans-Joachim Leipzig
5. Nitz Karl Berlin
6. Roth Hans Berlin
7. Weidemann Herbert Halle
8. Rusek Hans Dresden
9. Müller-Deck Hans Leipzig

Halbschwergewicht

Lfd-Nr.: Name Vorname Verein
1. Borsdorf Werner Dresden
2. Jegust Gerhard Berlin
3. Rahn Hans Berlin
4. Gacioch Arnold Brandenburg
5. Ehrlich Herbert Dresden
6. Montan Manfred Halle
7. Braun Harry Halle
8. Zeuner Werner Leipzig
9. Maulhardt Lothar Erfurt
10. Schneider Horst Leipzig

Schwergewicht

Lfd-Nr.: Name Vorname Verein
1. Horn Wolfgang Leipzig
2. Pflock Harry Berlin
3. Müller Fritz Erfurt
4. Kopatzki Hans Erfurt
5. Rehmann Wilfried Magdeburg
6. Nohr Kurt Brandenburg
7. Krüger Heinz Halle
8. List Manfred Leipzig
9. Niemann Herbert Berlin
10. Mitzschke Gerhard Dresden

Berichterstatter: Horst Marsel

- B e g i n n 1 9 5 7 -

02. F e b r u a r 1 9 5 7 Gute Jugend- und Nachwuchsarbeit im Berliner Judo -

Bereits am 02. Februar 1957 standen bei den Erstlingsturnieren im Judo für Jugend und Männer insgesamt über 100 Nachwuchssportler auf der Matte, um ihre in deen letzten Monaten erworbenen Kenntnisse im Wettkampf zu erprobeen.

An diesen zahlenmäßig guten Ergebnis waren allerdings nur sechs, also die Hälfte der Berliner Judosektionen beteiligt. Dabei wurden die meisten Meldungen in den Jugendklasse von den Judosektionen der HSG Wissenschaft Humboldt-Universität und der BSG Empor Nord abgegeben. Die beteiligten Sportgemeinschaften haben damit bewiesen, daß sie eine gute Jugend- und Naachwuchsarbeit leisten.

Am Sonnabend, dem 9.2.1957 beteiligten sich ein Teil dieser Erstlingsturnieren vom 2. Februar an den Anfängerturnieren, die in der Turnhalle in der Wehlauer Straße durchgeführt wurden. Das Meldeergebnis mit rund 100 Teilnehmern zeigte wieder, daß das Intresse für den Judo-Kampfsport bei unserer Jugend ständig zunimmt.

Die Wettkämpfe bewiesen, daß die jungen Judosportler mit Eifer bei der Sache sind. Die technischen Mittel waren allerdings noch nicht vollkommen und wurden zum Teil durch übermäßigen körperlichen Kräfteeinsatz ersetzt.

Leider mußte aber auch festgestellt werden, daß die Qualifikation der Funktionäre und Kampfrichter mit der guten Entwicklung des Nachwuchses nicht Schritt gehalten hat.

1. Bei beiden Veranstaltungen hielten es Funktionäre der mit der Durchführung beauftragten Betriebssportgemeinschaften nicht für nötig, den Beginn der Wettkämpfe mit einigen Worten einzuleiten.
2. Warum wurde bei beiden Veranstaltungen kein Eintrittsgeld genommen? Ich glaube sicher, daß keiner der anwesenden Zuschauer umgekehrt wäre, wenn man ihm ein Eintrittsgeld von villeicht 0,50 DM abgefordert hätte. Bei den für Erstlings- und Anfängerturnieren verhältnismäßig starken Zuschauerzahlen wären durch ein erhobenes Eintrittsgeld zumindest die Unkosten gedeckt worden.
3. Neben diesen organisatorischen Unzulänglichkeiten wurden von den eingesetzten Kampfrichters zu viele zweifelhafte Entscheidungen getroffen. Die Schuld liegt aber weniger bei den Kampfrichtern, die fast ausschließlich zum Nachwuchs gehörten, sonder in erster Linie an deren mangelhaften Anleitung. Es wäre wünschenswert, wenn man diese willigen Funktionäre des Kampfrichterwesens in Wochenendlehrgängen schulen würden.
4. Von den Aktiven wird verlangt, daß sie mit vorschriftsmäßiger Judobekleidung zum Wettkampf antreten. Noch weit eher muß man dies aber von den Kampfrichtern verlangen, und die Sportgemeinschaften sind verpflichtet, die von ihnen delegierten Kampfrichter zum Tragen der vorgeschriebenen Kampfrichterkleidung anzuhalten. Die Kämpfe selbst wurden von den Aktiven mit letzten Einsatz, aber fair und diszipliniert durchgeführt. Mancher Endsieg hing an einen seidenen Faden, und man kann sagen, daß die Zweit- und drittplacierten bei etwas mehr Glück auch als Sieger hätten hervorgehen können.

Erstlingsturnier

J u g e n d

- 45,0 kg Franz HSG Wissenschaft Humboldt Universität Berlin
- 50,0 kg Mazloch BSG Aufbau Pankow Berlin
- 55,0 kg Pleiner BSG Motor Brandenburg
- 60,0 kg Roussel BSG Aufbau Pankow Berlin
- 65,0 kg Redlin BSG Motor Wuhlheide Berlin
-70,0 kg Müserler HSG Wissenschaft Humboldt Universität Berlin
-75,0 kg Schönbacher HSG Wissenschaft Humboldt Universität Berlin

M ä n n e r

Federgewicht Teske BSG Motor Glühlampenwerke Berlin
Leichtgewicht Braun ASK Vorwärts Berlin
Weltergewicht Gröhler HSG Wissenschaft Humboldt Universität Berlin
Mittelgewicht Schulze HSG Wissenschaft Humboldt Universität Berlin
Schwergewicht Heernberg BSG Empor Oranienburg

Anfängerturnier

J u g e n d

- 45,0 kg Franz HSG Wissenschaft Humboldt Universität Berlin
- 50,0 kg Lange HSG Wissenschaft Humboldt Universität Berlin
- 55,0 kg Schröder BSG Motor Brandenburg
- 60,0 kg Rechlin BSG Einheit Weißensee
- 65,0 kg Dankwarth BSG Motor Brandenburg
-70,0 kg Treumann BSG Empor Nord Berlin
-75,0 kg Burdajewicz BSG Empor Seelenbinder Berlin

M ä n n e r

Federgewicht Nikolaew BSG Motor Wuhlheide Berlin
Leichtgewicht Braun ZASK Vorwärts Berlin
Weltergewicht Liebing SG Dynamo Nord Berlin
Mittelgewicht Rode BSG Motor Glühlanpenwerke Berlin
Halbschwergewicht Weigert BSG Einheit Weißensee Berlin
Schwergewicht Dauter BSG Aufbau Pankow Berlin

Berichterstatter: E. Lassahn

1 1 . b i s 2 2 . 0 2 . 1 9 5 7 ; Jugend-Übungsleiter-Lehrgang in Werdau

In der Zeit vom 11. bis 22.2.1957 fand in der Sportschule Werdau ein Übungsleiter-Lehrgang für Judo statt. 29 Sportfreunde aus fast allen Bezirken unserer DDR waren, hier mit mehr oder weniger guten Vorkenntnissen angereist. um sich als Übungsleiter zu qualifizieren. Vom blutigen Anfänger bis zum alten erfahrenen Routinier waren alle Gattungen vertreten.

Für den Trainer, Sportfreund Overwaul war es somit nicht ganz einfach, den Unterricht so zu gestalten, daß jeder zu seinem Recht kam. Ich glaube, Sportfreund Overwaul konnte allen etwas bieten, ob erfahren oder unerfahren jeder lernte Neues bzw. vervollkommnete seine Technik, seine Lehrmethode. Neben der praxtischen Arbeit auf der Matte hatte jeder Gelegenheit, im Ergänzungssport und in theoretischen Fächern sich Kenntnisse anzueignen, die ein Jugendübungsleiter unbedingt besitzen muß.

Sportfreund Kautz gab als Lehrgangsleiter einen äußerst interesanten Abriß über die Geschichte des Judosports. Desgleichen sei an dieser Stelle dem Lehrerkollegium der Schule gedankt, das sich große Mühe bei der Klärung theoretischer Fragen gab und uns über wiichtige Probleme der Sportmedizin, der Theorie der Körpererziehung usw. Aufklärung verschaffte.

Zu bemängeln wäre, daß dieser gesamte Leehrgang nur auf der Matte durchgeführt wurde, wodurch vielleicht die Intensität des Übens etwas in den Hintergrund gedrängt wurde.

Jedoch hatte am Ende des Lehrganges jeder das Lehrgangsziel erreicht, d. h. jeder war in der Lage, sich sich einer Gürtelprüfung mit Erfolg zu unterziehen, und hatte sich soweit qualifiziert, daß er als Jugendübungsleiter tätig sein kann.

Rechtzeitig war durch den Trainer Sportfreund Overwaul das DAN-Kollegium benachrichtigt worden, um am Ende des Lehrganges der Gürtelprüfung beizuwohnen.Das DAN-Kollegium hielt es jedoch nicht für nötig, Nachricht zu geben bzw. einen Sportfreund zu entsenden, so daß viele Lehrgangsteilnehmer enttäuscht wurden. Hoffen wir, daß in Zukunft solche Pannen nicht mehr eintreten.

So wurde am letzten Tag die Techniküberprüfung ohne Anwesenheit eines DAN-Trägers durchgeführt.

Wenn man die Leistungen zu Beginn des Lehrgangs mit denen vergleicht, die zum Abschluß bei den Lehrproben und der Gürtelprüfung geboten wurden, so kann man abschließend sagen, daß dieser Lehrgang seinen Zweck nicht verfehlt hat und bestimmt auf der Basis des Jugendsportes im Judo seine Früchte tragen wird.


i. A der Teilnehmer des Lehrganges gez. Horst Zeuner

2 1 . M ä r z 1 9 5 7 - BMM der Jugend in Berlin-Wuhlheide - "Soll das Judo sein ?"

Am 21. März 1957 fand im Klubhaus "Erich Weinert" eine Veranstaltung statt, die sich Berliner Jugendmannschaftsmeisterschaft naannte. Man hatte den Eindruck, einige BSG `n wollten die Leistungsstärke ihrer Judokas in Freundschaftsvergleichskämpfen anläßlich eines Trainingsabends überprüfen.

In einer schmucklosen Halle sah man zwei Judokas sich recht und schlecht "bolzen",. Ein Zivilist, der sich ab und zu auch etwas bewegte, flüsteerte beiden Kämpfern hin und wieder etwas zu, das war der erste Eindruck.

Wenn man die ganze Sache genauer betrachtete, stellte man folgende Mängel fest:

1. Es fehlte eine Mattenumrandung.
2. Der Saal war ungeeignet. Der Abstand der Matte zu den Seitenwänden betrug höchstens einen Meter. Dabei saßen an einer Seite noch Judikas auf einer Bank.

Wie sind diese beiden Punkte mit dem Grundsatz, "die Gesundheit unserer Sportler, speziell die der Jugendlichen, ist für uns obeerstes Gesetz", zu vereinbaren?

3. Die Sportfreunde, die als Kampfrichter fungierten, sollten die Kampfregeln eigentlich so weit kennen, daß sie wissen wie eine Judokampfrichterkleidung ausehen soll. Es genügt nicht, eine graue Hose zu tragen und die Oberkörperbekleidung sowie das Schuhwerk nach eigenem Geschmack zu ergänzen.
4. Wo waren eigentlich die Funktionäre des Bezirkes Berlin?

Aus allen ddiesen Momenten kann man erkennen, daß unsere Funktionäre immer noch nicht gelernt haben, daß das Schwergewicht unserer Arbeit auf der Nachwuchsentwicklung unserer Judosportler liegen muß. Aus der Jugend müssen doch die Kräfte kommen, die einmal unsere "Experten" werden sollen. Wenn man dann aber sieht, wie die Jugendarbeit nur so am Rande, so "ganz nebenbei" miterledigt wird, so weiß man wirklich nicht was man dazu sagen soll. Es ist wirklich an der Zeit, daß dieser Schlendrian endlich beseitigt wird. Wie soll es werden, wenn wir im Zeichen der Umorganisierung der demokratischen Sportbewegung in den DTSB einen selbstständigen Verband haben und, dadurch bedingt, die Eigenverantwortlichkeit der Funktionäre steigt? Dann kommen keine Anweisungen mehr von "oben", dann müssen wir mehr als bisher das Heft in die Hand nehmen. Dann müssen wir auch die Werbung unter der Jugend von uns selbst verstärken.

Doch betrachten wir einmal das Kampfgeschehen selbst. HSG Wissenschaft hat wieder einmal verstanden, eine gute "Breitenarbeit" zu leisten. Sie stellte zwei komplette Jugendmannschaften. Im übrigen beteiligen sich nur noch folgende Mannschaften:

BSG Aufbau Berlin Nord
BSG Empor Berlin Nord
BSG Motor Berliner Glühlampe Berlin

Der Bezirk Berlin hat 15 BSG'n, wovon nur ein Drittel in der Lage ist, eine Jugendmannschaft zu stellen. Ist das nicht ein beschämendes Zeichen für die Jugendarbeit? wo sind die Jugendmannschaften unserer Oberliga außer den obengenannten?

Soweit die Beteiligung. Doch wie sah das Niveau der Kämpfe selbst aus?

Es war einfach grauenerregend, was da auf der Matte "Judo" gezeigt wurde. Zeitweilig hatte man den Eindruck, daß ein paar Ringer sich einen verspätteten Faschingsscherz erlaubten, indem sie sich Judogi angezogen hatten und nun auf der Matte Kraftübungen veranstalteten. Wo bleibt die aufrechte Kampfhaltung, wo unser Prinzip "Siegen durch Nachgeben"? Ist "Stemmen" wieder einmal große Mode? Wo bleibt die Weiterentwicklung und hier wollen wir ganz besonders Günter Skorning ansprechen.

Vor einiger Zeit hat man bei einem großen großen Teil seiner Kämpfer schon bessere Leistungen gesehen. Sie stagnierten in ihrer Entwicklung. Des weiteren: Wo bleibt bei seinen Sportfreunden die aufrechte Kampfhaltung? Nur wenige Sportfreunde versuchten wirklich Judo zu zeigen.

Im großen und ganzen war es eine Veranstaltung, von der man hundertprozentig sagen kann So soll es nicht sein! Man hat sich wirklich bemüht, all die Fehler aufzuzeigen, die man bei einer Veranstaltung machen kann.

Hoffen wir, daß es für Kämpferund Funktionäre eine Lehre war und daß man in Zukunft derartige Veranstaltungen nicht mehr sieht.


Hier die Mannschaftsergebnisse

Verein Verein Ergebnis
Aufbau Nord - Empor Nord 8 : 4
Wissenschaft I - Wissenschaft II 11 : 3
Berliner Glühlampen Werke - Aufbu Nord 9 : 5
Empor Nord - Wissenschaft I 3 : 11
Wissenschaft II - Berliner Glühlampen Werke 9 : 5
Aufbau Nord - Wissenschaft I 3 : 11
Empor Nord - Wissenschaft II 3 : 11
Motor BGW - Empor Nord 9 : 5
Aufbau Nord - Wissenschaft II 6 : 8
Wissenschaft I - Berliner Glühlampen Werke 8 : 6

Die Mannschaftsplacierung

1. Platz Wissenschaft Berllin I 4 : 0
2. Platz Wissenschaft Berlin II 3 : 1
3. Platz Motor Berliner Glühlampen-Werke 2 : 2
4. Platz Aufbau Nord Berlin 1 : 3
5 Platz Empor Nord Berlin 0 : 4

Berichterstatter: Gerhard Kautz

1 9 5 7 , A p r i l "Wer wird Bester in Berlin

Diese Frage sollten die Spitzenkräfte Berlins beantworten, als sie die Stadtmannschaft auskämpften. Durch das Fehlen der ZSK-Sportler fiel den Judokasvom SC Dynamo Berlin die Favoritenrolle zu, der sieauch gerecht wurden. Lediglich DDR-Meister im Halbschwergewicht Rahn fiel aus der Rolle; sein fünfter Platz im Schwergewicht kam etwas überraschend.

Wie notwendig es ist, unseren Judosportlern Wettkampfmöglichkeiten zu bieten, bewies dieser Abend. Wenig technische Leistungen im Rahmen einer großen "Bolzerei" waren das Fazit. Hervorzuheben sind lediglich Hempel, Roth, Barow (SC Dynamo Berlin) Puhl (Wissenschaft Brlin) und Rübekohl Motor BGW) sowie mit gewissen Abstrichen Bloek (SC Dynamo), Pieske (Empor Seelenbinder) und Feldschow (Wissenschaft Berlin). Alle anderen müssen für die kommenden Aufgaben des Jahres noch mächtig in Schwung kommen.


Einige herausragende Ergebnisse

Name Ergebnis
Federgewicht Barow - Korölus = 1 : 0 durch Wurf
Leichtgewicht Hempel - Pieske = 1 : 0 durch Wurf
Weltergewicht Block - Pohl = 1 : 0 durch Armhebel
Bloek - Puhl = 0 : 0 durch Armhebel
Pohl - Puhl = 0 : 0 durch Armhebel
Bloek - Feldschow = 0 : 0 durch Wurf
Puhl - Feldschow = 1/5 : 0 durch Wurf
Mittelgewicht Roth - Galinski = 0 : 0
Halbschwergewicht Jeschow - Weyland = 1 : 0 durch Würgegriff
Schwergewicht Nohr - Rahn = 0 : 0
Rübekohl - Rahn = 1 : 0 durch Wurf

Die Plazierung

Ergebnisse der Männer
Federgewicht
1. Platz Barow Horst SC Dynamo Berlin
2. Platz Korölus Wissenschaft Berlin
Leichtgewicht
1. Platz Hempel Helmut SC Dynamo Berlin
2. Platz Pieske BSG Empor Seelenbinder Berlin
Weltergewicht
1. Platz Bloek Fritz SC Dynamo Berlin
2. Platz Pohl Gerhard SC Dynamo Berlin
3. Platz Puhl HSG Wissenschaft Berlin
Mittelgewicht
1. Platz Galinski SC Dynamo Berlin
2. Platz Roth Hans SC Dynamo
3. Platz Lubenow HSG Wissenschaft Berlin
Halbschwergewicht
1. Platz Nitz Karl SC Dynamo Berlin
2. Platz Jeschow Einheit Weißensee Berlin
3. Platz Wagenknecht Empor Nord Berlin
Schwergewicht
1. Platz Nohr Kurt SC Dynamo Berlin
2. Platz Rübekohl Fred Motor Glühlampenwerke Berke

Berichterstatter: Gerhard Vökler

1 9 5 7 Porträt - Vorgestellt wird: "LOTHAR SKORNING" P r ä s i d e n t der Sektion Judo

Sportfrund Lothar Skorning wurde am 05. Oktober 1925 geboren, bis 1940 betreibt er Judo, bis 1944 beim Postsportverein Berlin unter der Anleitung des bekannten Trainers Max Hoppe. Bereits 1941 nahm er an den Deutschen Jugend-Meisterschaften teil; bei diesen belegte er 1944 einen dritten Platz. Nach 1949 wurde er bei den ersten DDR-Meisterschaften Zweiter im Leichtgewicht. Lothar Skorning ist seit 1952 Präsident der Sektion Judo, die unter seiner Leitung eine mächtige Entwicklung genommen hat. Unter seiner Führung gelang es der Sektion Judo 1954 beim Kongreß der EJU in Brüssel, als Mitglied aufgenommen zu werden. Im Mai vorigen Jahres führrte er mit unseren westdeutschen Judofreunden erfolgreich Verhandlungen, die als Ergebnis klare Abmachungen über den gesamtdeutschen Sportverkehr zeitigten.

Lothar Skorning studierte von 1946 - 1949 an der Berliner Humboldt-Universität Geschichte und Sport. Danach war er als Lehrkraft an der DHFK tätig. Er ist zur Zeit verantwortlicher Redakteur der Zeitschrift "Theorie und Praxis der Körperkultur", weiterhin uns auch als Publizist durch den "kurzen Abriß der Geschichte der Körperkultur seit 1800" (1952), Jahn" - ein Patriot unseres Volkes" (1953), "Bilder und Dokumente aus der Deutschen Turn- und Sportgeschichte" (1956) und vieele andere Beiträge, besonders in der Zeitschrift "Theorie und Praxis der Körperkultur", kein unbekannter mehr.

Zum neuen Beweise seiner Beliebtheit und als Anerkennung seiner Verdienste wurde er von der Sektion Judo, die auch im künftigen DTSB weiter vorwärts strebt, zum Delegierten für die Konstituierung des DTSB gewählt.


Berichterstatter: Präsidium der Sektion Judo

2 9 . 0 9 . 1 9 5 7 "Berliner Judomeister ermittelt"

In einer gut organisierten Veraanstaltung in der Deutschen Sporthalle wurden die Berliner Meister im Judo ermittelt. Die Grippe hatte auch hier das Feld der Bewerber dezimiert.

Schöne Kämpfe waren zu sehen, was nicht zuletzt dem vorwärtsdrängenden Nachwuchs zu danken ist. Diesem Ansturm der Jugend konnten sich die alten Spitzenkräfte gerade noch einmal erwehren. Im Leichtgewwicht setzte sich Klaus Lindner (Motor BGW) einer aus der großen Schar des Nachwuchsses durch.


Die Ergebnisse der Männer

Ergebnisse
Federgewicht
1. Platz Hempel Helmut SC Dynamo Berlin
2. Platz Peter Lokomotive Lichtenberg
Leichtgewicht
1. Platz Lindner Klaus BSG Motor BGW
2. Platz Pieske BSG Empor Seelenbinder Berlin
Weltergewicht
1. Platz Bloek Fritz SC Dynamo Berlin
2. Platz Hinrich SG Dynamo Süd Berlin
Mittelgewicht
1. Platz Galinski Günter SC Dynamo Berlin
2. Platz Borgwardt Wolfgang ASK Vorwärts
Halbschwergewicht
1. Platz Kluth Hannes ASK Vorwärts
2. Platz Rübekohl Motor BGW
Schwergewicht
1. Platz Nitz Karl SC Dynamo Berlin
2. Platz Nohr Kurt SC Dynamo Berlin

Berichterstatter: BFA Berlin

2 9 . 0 9 . 1 9 5 7 - Judobezirksmeisterschaften in Erfurt

Am Soontag, dem 29. September 1957 fanden in Erfurt die Bezirkseinzelmeisterschaften der Jugend und Männer Statt.

Die Teilnahme war bis zum Weltergewicht gut; die schweren Gewichtsklassen waren schwach besetzt.


Bezirksmeister der Jugend in Erfurt wurden:

-40,0 kg
1. Platz Könemund SG Dynamo Erfurt
-50,0 kg
1. Platz Kaminski SG Dynamo
-55,0 kg
1. Platz Winkler SG Dynamo Erfurt
-60,0 kg
1. Platz Beier SG Dynamo Erfurt
-65,0 kg
1. Platz Herrmann Medizin Erfurt
-70,0 kg
1. Platz Engelbrecht SG Dynamo Erfurt
-75,0 kg
1. Platz Geinitz SG Dynamo Erfurt

In der Kampfklasse der Männer gab es einige Überraschungen. Richter Medizin Erfurt hatte es im Federgewicht schwer, seinen Titel erfolgreich zu verteidigen, und im Leichgewicht mußte Schiffmann Medizin Erfuurt von dem jungen Judoka Kindler Lokomotive Weimar eine unerwartete Niederlage hinnehmen. Sehr stark war das Weltergewicht besetzt. Im Endkampf standen sich Guth Medizin Erfurt und Höhn Dynamo Erfurt gegenüber der aus der Jugend kommende Dynamosportler konnte gegen den erfahrenen Guth ein Unendschieden erkämpfen, das zum Titelgewinn ausreichte. Im Mittelgewichtholte sich der erstmals bei den Männern startende Dunkel (Medizin Erfurt die Meisterwürde, und in den schweren Gewichtsklassen kamen Maulhardt und Kopatzki zu Titelehren.

Federgewiccht
1. Platz Richter Medizin Erfurt
Leichtgewicht
1. Platz Kindler Lokomotive Weimar
Weltergewicht
1. Platz Guth SG Dynamo Erfurt
Mittelgewicht
1. Platz Dunkel SG Dynamo Erfurt
Halbschwergewicht
1. Platz Maulhardt Medizin Erfurt
Scchwergewicht
1. Platz Kopatzki Medizin Erfurt

Berichterstatter: Sportfreund Kopatzki

2 9 . S e p t e m b e r 1 9 5 7 Bezirkseinzelmeisterschaften im Judo des Bezirkes Frankfurt-O

Frankfurt (Oder) ermittelte sein "Besten"

In Stalinstadt fanden die Bezirks-Einzelmeisterschaften der Jugend und Männer im Judo-Kampfsport statt.

Hier wurden folgende Titelträger ermittelt:


Ergebnisse der Jugend

-60,0 kg
1. Platz Wendland SG Dynamo Angermünde
-65,0 kg
1. Platz Stein SG Dynamo Frankfurt (Oder)
-70,0 kg
1. Platz Stier SG Dynamo Bernau

Ergebnisse der Männer

Federgewicht
1. Platz Zerbe SG Dynamo Frankfurt (Oder)
Leichtgewicht
1. Platz Braueer SG Dynamo Frankfurt (Oder)
Weltergewicht
1. Platz Reifschläger SG Dynamo Frankfurt (Oder)
Mittelgewicht
1. Platz Stenzel SG Dynamo Frankfurt (Oder)
Halbschwergewicht
1. Platz Teut SG Dynamo Bernau
Schwergewicht
1. Platz Schumann SG Dynamo Seelow

An den Meisterschaften nahmen folgende Gemeinschaften teil: SG Dynamo Angermünde, SG Dynamo Bernau, SG Dynamo Seelow, SG Dynamo Fürstenwalde, SG Dynamo Frankfurt (Oder) und Stahl Eisenhüttenstadt.

Als technisch beste Kämpfer konnten die Sportfreunde Hans Brauer und Peter Reifschläger beide SG Dynamo Frankfurt (Oder) mit Ehrenpreisen ausgezeichnet werden.


Berichterstatter: G. Borth

2 8. 0 9 . 1 9 5 7 "ASK Neubrandenburg schlug die Hamburger Judokas

Aus Anlaß des "Werner Seelenbinder-Gedenktages führte der ASK Neubrandenburg einen nationalen Vergleichskampf gegeen die Bergedorfer Turnerschaft 1860 (Hamburg) in Güstrow durch.

Im Einleitungskampf im Mittelgewicht siegte Udo Budzinski (ASK Berlin) durch eine Wertung mit O-Soto-Gari und im Mannschaftskampf gab es folgende Ergebnisse:


Hamburg ASK Neubrandenburg Ergebnis
Blandow - Scholz = 0 : 1 durch Yoko-Gake
Steffen - Linzen = 1 : 0 durch Kata-Seoi
Müller - Zielke = 0 : 0
Wegner - Heyder = 1 : 0 durch O-Uchi-Gari
Philiplitz - Schröder = 0 : 1 durch Ura-Nage
Borowski - Schneppmüller = 0 : 0
Endstand: 4 : 5

Im Vorkampf siegte die neuformierte Jugendmannschaft des ASK Neubrandenburg gegen Lokomotive Neubrandenburg mit 9 : 5

Berichterstatter: Coburger

- B e g i n n 1 9 5 8 -

0 9 . F e b r u a r 1 9 5 8 E N T S C H L I E ß U N G

In der am Sonntag, dem 09. Februar 1958, in Leipzig stattgefundenen Tagung der Jugendkommissionder Sektion Judo der DDR wurde der Vorschlag unseres Ministerpräsidenten Otto Grotewohl einen Volksentschei betraffs atomwaffenfreier Zone zur Durchführung zu bringen, von allen anwesenden Funktionären auf das herzlichste begrüßt.

Die aggressiven Kräfte Westdeutschlands setzen sich weiter über den Willen der Mehrheit des westdeutschen Volkes hinweg und versuchen mit allen Mitteln, das gesamtdeutsche Volk in den Atomtod zu führen. Alle Angebote von Seiten Bullganis und Grotewohla, die der Erhaltung des Friedens für die gesamte Welt dienen, wurden abgelehnt. Die Judosportler stehen geschlossen hinter den Friedensangeboten beider Staatsmänner und verpflichten uns, gemeinsam mitzuarbeiten, damit der Frieden für die gesamte Menschheit erhalten bleibt.


2 0 . 0 4 . 1 9 5 8 "Nachwuchsturnier in Rostock

Am 20.04.1958 fand ein weiteres Nachwuchsturnier des Bezirkes Rostock im Judo statt. Im Rostocher Bezirk wird in letzter der Nachwuchsareit besondere Bedeutung beigemessen. Leider zeigte die Veranstaltung ernste Organisationsschwächen, so daß sie nicht zur weiteren Programierung unseres schönen Sportes dienen konnte

In harten und fairen Kämpfen konnten sich folgende Sportfreunde placierten:

Federgewicht 1. Platz Sachs
ASK Neubrandenburg
2. Platz Weber
BSG Motor Wolgast
Leichtgewicht 1. Platz Gellert
Lokomotive Wismar
2. Platz Klinge
HSG Greifswald
Weltergewicht 1. Platz Runge
BSG Motor Wolgast
Mittelgewicht 1. Platz Büllig
HSG Greifswald
Halbschwergewicht 1. Platz Winkelmann
SG Dynamo Rostock
2. Platz Grunwald
HSG Greifswald
Schwergewicht 1. Platz Biedenweg
BSG Motor Wolgast
2. Platz Lindner
ASK Neubrandenburg

Berichterstatter: Sportfreund H. Schanner

1 5 . A p r i l 1 9 5 8 "5 Jahre Judosport in der S V  D Y N A M O"

Im Monat April 1958 besteht die Sportvereinigung Dynamo, die Sportvereinigung der staatlichen Sicherheits- und Schutzorgane, fünf Jahre.

In dieser Zeit sind von Dynamo-Sportlern in fast allen Sportarten und Disziplinen auf nationaler und internationaler Ebene große und stolze Erfolge für unseren Arbeiter- und Bauern-Staat und für unsere demokratische Sportbewegungen worden.

Einer der Schwerpunktsportarten für alle Angehörigen der Trägerinstitutionen der SV Dynamo ist selbst verständlich schon rein aufgabenmäßig der Judosport. Die Ausübung des Judosports in der SV Dynamo wird nach den Richtlinien des Trainerrates der Sektion Judo der DDR (jetzt Deutscher Judo-Verband) auf Kyu/Dan-Basis durchgeführt.

Als 1954 innerhalb der demokratischen Sportbewegung zur Leistungssteigerung die Clubbildung erfolgte, konzentrierte auch die SV Dynamo ihre kampfstärksten Judokas im Sportclub Dynamo Berlin.

Seit dieser Zeit liegt die Anleitung und Qualifizierung der Spitzensportler des SC Dynamo in den Händen des bewährten Trainers, Danträger Sportfreund Schönrock

Zahlenmäßig entwickelten sich die Judosektionen in der SV Dynamo wie folgt:

Bei der Gründung der Sportvereinigung im Jahre 1953 bestanden insgesamt 7 Sektionen, wovon lediglich die Sportgemeinschaften Dynamo-Berlin-Mitte. Dynamo Erfurt und Dynamo Magdeburg jeweils eine Judomannschaft stellen konnte.

Durch alljährig planmäßig und systematisch durchgeführte Übungsleiterlehrgänge an den SV-eigenen Sportschulen sowie Beschickung der zentralen Lehrgänge der Sektion, wurden die Grundlagen der heute bestehenden 70 Sektionen Judo der SV Dynamo gelegt.

Wie schon eingaangs erwähnt, wird in allen Judosektionen der SV neben der sozialistischen Erziehung größter Wert auf die richtige technische Qualifikation der Mitglieder auf Kyu-Basis gelegt. S konnten seit 1953 in den Sektionen und auf den Lehrgängen der SV insgesamt 2 000 Dynamo-Sportler als Gürtelträger bestätigt werden. Hierbei sind alle Leistungsstufen - vom Gelbgurt bis zu den Dan-Trägern - im SC vertreten.

Beteiligten sich an der ersten SV-Bestenermittlung im Judo im Jahre 1953 in Sondershausen insgesamt 35 Judokas, so waren immerhin bei der SV Bestenermittlung 1957 in Gera - ohne Beteiligung der Clubsportler (lt. Ausschreibung) - 140 Teilnehmer vertreten.

Da selbstverständlich die jährlich durchgeführten Übungsleiter- und Qualifizierungslehrgänge der SV niemals für die derzeitigen 70 Sektionen der ausreichend sein können, wurde folgende Maßnahme ergriffen.

In der SV Dynamo besteht inden Schwerpunktsportarten jeweils eine SV-Fachkommission, die in ihrer Zusammensetzung die organisatorisch sowie fachlich qualifiziertesten Mitglieder umfaßt. Die darin verankerten Judo-Trainer bzw. Übungsleiter sind auf Bezirksebene für die fachliche Entwicklung der in ihrem Bezirk befindlichen Dynamo-Judosektionen verantwortlich.

Da der Wettbewerb in jeder Beziehung die treibende Kraft bei der Verbesserung der Arbeit ist, wurde auf Anregung der Sektion Judo der SV die Erwerbung von Judo-Gürteln in den Zentralen Wettbewerb der SV Dynamo aufgenommen.

Je nach fachlichen Wert der bestandenen Kyu-Prüfung erhält die betreffende Sportgemeinschaft Wettbewerbspunkte. So ist natürlich die Leitung der jeweiligen SG fachlicherseits stark darin interessiert, recht viele Sportler für den Erwerb des Judogürtels zu gewinnen.

Obwohl die SG Dynamo Görlitz 1957 neben dem bisher einzigen Dynamooberligavertreter, dem SC Berlin, den Aufstieg zur Oberliga erreichte, beefinden sich natürlich die leistungsmäßig stärksten Judoka der SV im Sportclub Dynamo Berlin.

Erstmalig bei den DDR-Meisterschaften 1954 konnte der Sportfreund Henry Hempel den Titel eines DDR-Meisters erringen.

1955 erkämpften die Sportfreunde Henry Hempel und Hans Roth den Titel eines DDR-Meisters für den SC Dynamo Berlin,
1956 waren es wiederum zwei Sportfreunde, Henry Hempel und Hans Roth, die den stolzen Titel erkämpften.
Ihren bisher größten Erfolg errangen die Dynamo-Clubsportler unter Leitung ihres Trainers, Sportfreund Schönrock, bei den 1957 erstmalig durchgeführten Deutschen Judomeisterschaften in Magdeburg mit der Erringung von vier Deutschen Meistertiteln.

Folgende Sportfreunde konnten den Titel erkämpfen: Henry Hempel, Hans Roth, Hans Rahn und Karl Nitz.

Mannschaftsmäßig errang der Sportclub Dynamo Berlin bekanntlich dreimal hintereinander in der Oberliga den 2. Platz.

Am 23.März 1958 konnten sie sich erstmalig den begehrten Titel eines Deutschen Mannschaftmeisters erkämpfen.

Soweit Dynamo-Sportler bei internationalen Kämpfen - so in Volkspolen, Ungarn und Frankreich - eingesetzt wurden, haben sie ihre Kämpfe jeweils siegreich gestaltet.

Die Judoka der SV Dynamo sind damit eine der stäksten Stützen des Deutschen Judoverbandes im nationalen sowie internationalen Sportverkehr.

Da die Sportvereinigung Dynamo bereits in ihren Reihen neben zahlreichen qualifizierten Übungsleitern 7 Danträger hat, die alle uneigennützlich ihre großen Erfahrungen zur ständigen Weiterentwicklung und Festigung der SV Dynamo zur Verfügung stellen, geht die Sektion Judo der SV Dynamo mit den besten Vorsätzen für das Ansehen und die Stärkung der demokratischen Sportbewegung innerhalb unseres Arbeiter- und Bauern-Staates in das 6. Jahrzehn ihres Bestehens.


Berichterstatter: Karl Knoop

1 6 . 0 5 .1 9 5 8 "Judo-Meisterschaften im Bezirk Rostock

Diediesjährigen Bezirksmeisterschaften im Judo der Männer und Jugend kamen am 16.05.1958 in Greifswald zur Austragung, und besonders bei der Jugend macht sich eine gute Leistungssteigerung bemerkbar, Nachstehend die Siegerliste:

Ergebnisse der Männer

Federgewicht 1. Platz Krüger SG Dynamo Rostock
2. Platz Weber BSG Motor Wolgast
3. Platz Hardke SG Dynamo Rostock
Leichtgewicht 1. Platz Rosenberg SG Dynamo Rostock
2. Platz Seehagen Motor Wolgast
3. Platz Klinge SG Dynamo Rostock
Weltergewicht 1. Platz Noh SG Dynamo Rostock
2. Platz Szillat Lokomotive Wismar
3. Platz Schenk BSG Dynamo Rostock
Mittelgewicht
1. Platz Hartig II komotive Wismar
2. Platz Ziemann BSG Motor Wolgast
3. Platz Block SG Dynamo Rostock
Halbschwergeicht
1. Platz Hartig Lokomotive Wismar
2. Platz Pleger BSG Motor Wolgast
3. Platz Vitach HSG Greifswald
Schwergewicht
1. Platz Speer SG Dynamo Rostock
2. Platz Bludenweg BSG Motor Wolgast
3. Platz Hannemann BSG Motor Wolgast

Ergebnisse der Jugend:

50,0 kg 1. Platz Rost Lokomotive Wismar
2. Platz Porath Lokomotive Wismar
3. Platz Quade II BSG Motor Wolgast
55,0 kg 1. Platz Baade Lokomotive Wismar
2. Platz Ronneberg SG Dynamo Rostock
3. Platz Adolph Lokomotive Wismar
60,0 kg 1. Platz Lehnke HSG Greifswald
2. Platz Sperber Lokomotive Wismar
3. Platz Düwel HSG Greifswald
65,0 kg
1. Platz Zimmer Lokomotive Wismar
2. Platz Glöckner BSG Motor Wolgast
3. Platz Rochler HSG Greifswald
-70,0 kg
1. Platz Rupp, Peter BSG Motor Wolgast
2. Platz Zerk, Siegfried Lokomotive Wismar
3. Platz Clemens SG Dynamo Rostock

Berichterstatter: BFA Judo Rostock

1 7 . 0 5 . 1 9 5 8 ; Judokas - Gäste des F S G T in Quen (Frankreich)

Eine Gewerkschaftsauswahl der DDR folgte am 17.05.1953 einer Einladung der Sektion des FSGT, an den Jubiläumsveranstaaltungen zum 50jährigen Bestehen der Arbeitersportbewegung in Frankreich teilzunehmen. Es wurde Wiedersehen gefeiert mit schon alten Bekannten vorheriger Begegnungen und somit die bestehenden Freunschaftsbande zwischen uns und den fanzösischen Judokas noch enger geknüpft. Unser Aufenthalt in Paris fandgerade zu einer Zeit statt, wo sich jedes Mitglied unserer Delegation selbst überzeugen könnte von dem Kampfeswillens und Entschlossenheit der französischen Arbeiter, den faschistischen Käften den Weg zur Erreichung einer Diktatur in Frankreich zu versperren. So kann man nur mit Hochachtung von den fanzösischen Sportfreunden sprechen, da sie in jeder Situation immer wieder Zeit Fanden, die Veranstaaltungen zu organisieren und sich um uns zu sorgen.

Die Solidarität in Paris anwesendenen internationalen Delegationen gegenüber dem FSGT war wohl das beste Geschenk, das man zum 50jährigen Jubiläum der Arbeitersportbewegung in Frankreich dargeboten hat. Daß es bei dieser Solidarität bleibt, dafür wollen wir weiterhin gemeinsam kämpfen.

Die erste Veranstaltung fand am Sonnabend dem 17.05.1958 abends im St. Quen, einem Vorort von Paris statt. Die Sportstätte war von Zuschauern gut besucht und von den französischen Freunden schön ausgestaltet worden. Nach der Ansprache des Sportfreundes Godon, dem Verantwortlichen für Judo beim FSGT, wurden die Kämpfe begonnen, die mit einem 8 : 4-Erfolg für uns endeten.

Die Kämpfe im einzelnen:

Federgewicht Hempel, Helmut 1. DAN
-
Daligaux 1. Kyu
0 : 0

Wir rechneten beim Sportfreund Helmut Hempel mit einem Sieg für unsere Mannschaft, da er bisher gegen französische Judokas mehrmals erfolgreich geämpft hatte.

Sein Gegner war darauf eingestellt worden, unbedingt unentschieden zu kämpfen. Die Defensive des Sportfreundes Daligaux verstand unser Kämpfer nicht zu durchbrechen und seine Stärke am Boden von ihm nicht angenutzt.


Leichtgewicht Hempel, Henry 1. DAN
-
Ganel 2. DAN
0 : 0

Ganel, der sonst in höheren Gewichtsklassen die französischen Fraben vertrat, kämpfte diesmal in der Leichtgewichtklasse. Unser Kämpfer widerstand erfolgreich den gefährlichen Aktionen des Ganel in den ersten Minuten, war jedoch davon beeindruckt, daß er selbst kaum zum Angriff überging

Weltergewicht Bloek, Fritz 1. Kyu
-
Proust 1. Dan
1 : 0

Mit seiner temperamentvollen Kampfesweise erwarb sich Bloek die Sympathien der Zuschauer. Er drängte seinen Gegner in die Defensive und nach einigen guten Ansätzen im Stand gelang es ihm, Proust durch Kesa-Gatame zu besiegen.

Mittelgewicht Schubert, Helmut 1. DAN
-
Breton 2. DAN
0 : 0

Beide Kämpfer verstanden es nicht, ihre angesetzten Techniken erfolgreich zu beenden. Breton begann den Kampf mit sehr gefährlichen Fußwürfen. Schubert stellte sich schnell darauf ein, aber es gelang ihm nicht, mit Fuß- und Schulterwürfen zum Erfolg zu kommen

Halbschwergewicht Müller-Deck 1. DAN
-
Burger 3. Dan
0 : 0

Burger, Höchstgraduierter seiner Mannschaft, versuchte mit Uch-Mata, Seoi-Nage, Harai-Tsuri-Komi-Ashi und Hane-Goshi zu erfolg zu kommen. Durch geschicktes Ausweichen gelang es Müller-Deck, den gefährlichen Würfen zu entgehen. Nacdem er Konditionsschwächen bei Burger mehrmals in gefährliche Situatinen

Schwergewicht Horn, Wolfgang 1. Kyu
-
Lefere 2. DAN
0 : 0

Horn verstand es, eine günstige Situation zu erarbeiten und Lefere mit einem gut ausgeführten Tai-Otoshi zu besiegen.

Somit das Endergebnis von 8 : 4 fest. Wir wurden vom Veranstalter gebeten, daß in der weiteren Programmfolge vorgesehene Turnier ohne Gewichtsklassendurch Teilnehmer unserer Kämpfer zu beleben. An diesem Turnier nahmen neben den Kämpfern der beiden Mannschaften Mannschaften weitere französische Judoka und von uns außerdem noch der Sportfreund Alfon Neumann teil.

Den Sportfreunden , Alfons, Helmut Hempel und Wolfgang Horn gelang es, ins Semifinale zu kommen. Als Sieger dieses Turniers wurde dem Sportfreund Wolfgang Horn vom Veranstalter ein Pokal überreicht.

Besonders gefielen die Kämpfe Alfons Neumann - Lefevre und Henry Hempel - Proust, R.

Eine weitere Veranstaltung fand in Tours am 20.05.1958 statt, nachdem es den französischen Freunden gelungen war, für uns das Visum nach Tours zu bekommen.

Vor dem Kampf am Abend zeigten uns die französischen Judokas die Stadt unde anschließend wurden wir vom Bürgermeister empfangen und begrüßt. Der Empfang fand im "Palais de Sports" statt, eine Halle, die sich sehr gut für solche Sportveranstaltungen eignet.

Unsere Mannschaft stand einer Auswahl der Stadt Tours gegenüber. Die Veranstaltung war von ungefähr, tausend Zuschauern besucht. Diesen Vergleich gewannen unsere Judokas hoch mit 11 : 1


Die einzelnen Ergebnisse:

Einladungskampf Helmut, Hempel 1. Dan
-
Jonaunet 2. Kyu
1 : 0
Federgewicht Neumann, Alfons 1. Dan
-
Gervaise 2. Kyu 1 : 0
Leichtgewicht Hempel, Henry 1. Dan - Gady 1. DAN 1 : 0
Weltergewicht Bloek, Fritz 1. Kyu - Merinac 2. Dan 1 : 0
Mittelgewicht Schubert, Helmut 1. DAN - Scotta 1. Dan 1 : 0
Halbschwergewicht JMüller-Deck, Hans 1. DAN - Houdebine 2.DAN 0 : 0
Schwergewicht Horn, Wolfgang 1. Dan - Deleruel 1. Dan 1 : 0

Redaktion Judo Herr Walter Ludwig und Sektion Judo

1 8 . 0 8 . - 3 0 . 0 8 . 1 9 5 8 Lehrgang der Jugendspitze im Judo in Greiz

Der für die Zeit vom 28.07.-09.08.1958 vorgesehene Lehrgang in Greiz wurde auf den 18.08.1958 verlegt.

Die DDR-Jugendkommission beschloß auf ihrer Tagung am 09.02.1958, daß die Lehrgangsteilnehmer nach, folgenden Richtlinien ausgesucht werden sollen. Da es sich um einen Lehrgang der Spitze (Jugend) handeln soll, wird nicht auf eine gleichmäßige Besetzung durch die Bezirke geachtet, sondern die besten Jugendlichen sollen teilnehmen. Gerade in den letzten sollen teilnehmen. Gerade in den letzten Jahren machte sich die leistungsgemäßig sehr unterschiedliche Besetzung des Jugendlehrgangs negativ auf den Unterricht und die Übungsstunden bemerkbar.

Die Auswahl für 1958 erfolgt durch den Trainer des Lehrgangs (Georg Lücke I. Dan), Grundlage bilden die gezeigten Leistungen beim Werner-Seelenbinder-Turnier1957 in Brandenburg, die Deutsche Einzelmeisterschaft der Jugend in Erfurt und die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im April in Magdeburg.

Es wird ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, daß auf diesem Lehrgang mehr auf die Verbesserung der Kampftechnik Wert gelegt wird. KYU-Training wird als Ergänzung durchgeführt. Aus diesem Grund ist festgelegt, daß die Teilnehmer mindest den IV. Kyu besitzen müssen. Sollte eine große Auswahl vorhanden sein, so werden auf jeden Fall höhere KYU-Grade bevorzugt.

Ich mache darum alle in Frage kommenden Jugendlichen Judokas und ihre Heimtrainer darauf aufmerksam, daß sie noch vor dem Lehrgang KYU-Prüfungen ablegen. Zu Beginn des Lehrgangs erfolgt eine Überprüfung..Sportfreunde, welche in der Praxis nicht beweisen können, daß sie die Würfe und Griffe entsprehend ihrer Graduierung geübt haben, müssen wieder abreisen. Es sind 25 Teilnehmer vorgesehen. Wichtig soll noch folgender Hinweis sein: Es werden nur Jugendliche berücksichtigt, welche noch zur Einzelmeisterschaft 1959 startberechtigt sind!" (Ausnahme: über 60 kg bis Mannschaft 1959.) Ich bitte alle Übungsleiter und Trainer, welche Jugendliche Judokas in ihrer Sektion haben und der Meinung sind, daß diese für den Lehrgang berücksichtigt werden, um folgende Meldung: : Name, Geburtsdatum, bisherige Erfolge, KYU-Grad, evtl. KYU-Grad bis zum 17.08. 1958, Gewichtsklasse, BSG und Beruf.

Die Meldung muß bis zum 01.04.1958 bei mir eingetroffen sein, damit ich diese Jugendlichen besonders bei der Deutschen Meisterschaft im April in Magdeburg beobachtet beobachten kann, soweit sie daran teilnehmen.


Berichterstatter: G e o r g L ü c k e Mitglied der DDR-Jugendkommission

1 0 . S e p t e m b e r 1 9 5 8 "Judo-Turnier in Potsdaam"

Anläßlich der Zehnjahrfeier der Pädagogischen Hochschule Potsdam wurde im Rahmen eines Sportfestes ein Judoturnier durchgeführt.

Vormittaags trafen die Mannschaften von Motor Wolgast, Wissenschaft Bornim und Wissenschaft Potsdam aufeinanderSpannende und faire Kämpfe machten dieses Treffen zu einem schönen Erlebnis. Der von vielen erwartete harte Kampf zwischen Arno Kroll von Motor Wolgast (2. Kyu) und Wolfgang Broege von der HSG Wissenschaft Potsdam (2. Kyu) konnte der Sportfreund Broege überraschend schnell durch einen prächtigen Fußwurf entscheiden.


Hier die Ergebnisse der Mannschaften

Wissenschaft Bornim
-
Motor Wolgast
8 : 4
Wissenschaft Potsdam
-
Motor Wolgast 10 : 2
Wissenschaft Potsdam - Wissenschaft Bornim 8 : 4

Am Nachmittag wurde noch ein Einzelturnier durchgeführt. Hier waren es vor allen Dingen die kampfstarken Judokas von Wissenschaft Berlin, die den größten Teil der Plätze belegten. Nur im Leichgewicht konnte der Sportfreund Rainer Sobisch von der BSG Wissenschaft Bornim den Turniersieg erringen und im Schwergewicht der Sportfreund Eugen Reibis von der HSG Wissenschaft Potsdam. Sportfreund Sobisch war im Federgewicht Bezirksmeister geworden und Eugen Reibis im Schwergewicht. Beide unterstrichen mit dem Erfolg bei diesem Turnier nochmals ihre Stärke.

Alle Kämpfe wurden von den Sportfreunden Dr. Lauenstein und Hering hervorragend geleitet.


Berichterstatter: Jürgen Raeuber

1 4 . 0 9 . 1 9 5 8 Judo-Einzelmeisterschaften des Kreises Potsdam

Am 14. September führte der Kreisfachausschuß Potsdam die Kreis-Einzelmeisterschaften 1958 durch. Es beteiligten sich etwa 30 Sportfreunde aus den Sektionen der Wissenschaft Bornim. Wissenschaft Potsdam (Pädagogische Hochschule) und Vorwärts Stahnsdorf. Leider hatten Vorwärts Geltow und Dynamo Potsdam nicht gemeldet. Die Veranstaltung wurde in Bornim voor dem judointressierten Bornimer Publikum durchgeführt. Der Zuschauerraum war bis auf den letzten Platz gefüllt. Die etwa 200 Gäste wurden nicht enttäuscht; es wurden harte, aber faire Kämpfe von guten technischen Neveau gezeigt. Der Gesamtrahmen der Veranstaltung war ebenfalls gut; Von Beginn der Kämpfe an bis zur abschließenden Siegerehrung herrscht eine vorbildliche Sportdisziplin. Zur Siegerehrung waren alle Sportfreunde in Sportbekleidung angetreten, und auch das Puplikum blieb restlos auf den Plätzen bis zum abschließenden "Sport frei".Auf diese Umstände sei besonders hingewiesen, weil es einen unschönen Eindruck macht, wenn Kämpfer zur Siegerehrung nicht mehr anwesend sind, oder in der buntesten Aufmachung antreten, ein Teil mit Schlips und Kragen, andere im Trainingsanzug oder in Judokleidung. "Die Urkunden werden nachgereicht" ist fast zu einem geflügelten Wort bei Judoturnieren geworden (u.a. fehlen z. B. heute noch die Urkunden der Bezirks-Einzelmeisterschaften im Bezirk Potsdam vom vergangenen Jahr und die Urkunden des Turniers in der Dynamohalle in Berlin) Der KFA hatte für alle Plätze die Urkunden drucken lassen von einer technischen Zeichnerin des Instituts für Landtechnik wurden nur noch die Namen eingetragen; es wurden also Urkunden ausgehändigt, die man auch anderen zeigen kann (zur Nachahmung empffohlen).

Aus diese Äußerlichkeiten können werben oder abstoßen. Leider wird hierauf auch bei größeren und wichtigeren Veranstal-u-tungen oft nicht der notwendige Wert gelegt.

Die meisten Kämpfe wurden durch zum Teil sehr gut ausgeführte Würfe entschieden. Ohne auf die Einzelheiten jedes einzelnen Kampfes einzugehen, sei auf den besonders ansprechenden Kampf zwischen Kerber (I. Kyu Bornim) und Wolfgang Broege (2. Kyu, Potsdam) im Weltergewicht hingewiesen. Hier folgte buchstäblich ein Wurfansatz dem anderen, bis Broege nach etwa zwei Minuten durch Wurf unterlag. Außer den genannten konnten durch gute Wurftechnik die Sportfreunde Sobisch (Bornim). Leider (Bornim) Dittmar (ASG und Reising (Bornim Kämpfe entscheiden.


Es kam zu folgenden Placierungen:

Federgewicht 1. Platz Sobisch (2. Kyu) Wissenschaft Bornim
Leichtgewicht 1. Platz Sorgatz (5. Kyu) Wissenschaft Potsdam
2. Platz Mlodzian (5. Kyu) Wissenschaft Potsdam
Weltergewicht 1. Platz Kerber (1. Kyu) Wissenschaft Bornim
2. Platz Raeuber (4. Kyu) Wissenschaft Bornim
3. Platz Broege (2. Kyu) Wissenschaft Potsdam
Mittelgewicht
1. Platz Leider (2. Kyu) Wissenschaft Bornim
2. Platz Fricke (4. Kyu) Wissenschaft Potsdam
3. Platz Philipp (2. Kyu) Wissenschaft Bornim
Halbschwergeicht
1. Platz Becker (3. Kyu) Wissenschaft Bornim
Schwergewicht
1. Platz Krause (3. Kyu) Wissenschaft Bornim

Ein kleiner Kreis hat mit dieser Meisterschaft gezeigt wie man derartige Veranstaltungen vorbereiten undd organisieren kann, damit sie für Kämpfer und Zuschauer reibungslos verlaufen.

Berichterstatter: Dr. Lauenstein

1 4 . 0 9 . 1 9 5 8 Bezirksmannschaftsmeisterschaften im Judo in Weimar Bezirk Erfurt

Mit Erfolg führte der Bezirksfachausschuß Erfurt am 14.09.1958 seine diesjährliche Mannschaftsmeisterschaften im Judo durch. Als Austragungsort wurde Weimar festgelegt, da dortt ein weiterer Kreis von Anfängern für unsere Sportart gewonnen werden sollte und dabei die Werbung Jugendlicher im Vordergrund stand. Wenn auch die gesamte Veranstaltung einige Mängel hatte, wie z. B. verspätete Beginn, Mannschaftsauwahl usw., wurden alle Anwesenden von den Kämpfen zufriedengestellt.

Ihre Teilnahme an diesen Meisterschaften hatten vier Mannschaften zugesichert.


Zu den Kämpfen selbst:

Durch Auslosung wurden folgende Reihenfolge festgelegt:

1. Dynamo Weimar
-
Dynamo Erfurt
2. Dynamo Weimar
-
Medizin Erfurt
3. Dynamo Erfuurt - Medizin Erfurt

Dabei wurden folgende Einzel- und Gesamtergebnisse erzielt:

1. Block Jeschke
-
Labitzke 1 : 0
Ruhsam
-
Windecker 0 : 0
Wiesner - Zornkow 1/5 : 0
Erthel - nicht aangetreten 1 : 0
Schmeißer - Scholz 0 : 1
nicht angetreten - Müller 0 : 1
Gesamtergebnis: 7 : 5
2. Block Jeschke - nicht angetreten 1 : 0
Ruhsam - Heusel 0 : 0
Wiesner - Pape 0 : 1
Erthel - Dunkel 1 : 0
Schmeißer - Ritz 0 : 1
niccht angetreten - Kopatzki 0 : 1
Gesamtergebnis: 5 : 7
3. Block Labitzke - Mnicht angetreten 1 : 0
Windecker - Heusel 1 : 0
Zornkow - Pape 0 : 1
nicht angetreten - Dunkel 0 : 1
Scholz - Ritz 0 : 1/2
Müller - Kopatzki 1 : 0
4 : 8

Auf Grund dieser Ergebnisse ergab sich folgendes Bild

1. Medizin Erfurt
4 : 0
2. Dynamo Weimar
2 : 2
3. Dynamo Erfuurt 0 : 4

Berichterstatter: Willy Hunger

0 3 . 1 0 . 1 9 5 8 Judo Einzelmeisterschaften des Bezirkes Erfurt

Die Bezirks-Einzelmeisterschaften am 03.10.1958 in Erfurt zeigten, daß der Judo-Kampfsport im Bezirk Erfurt einen großen Aufstieg aufzuweisen hat, gemessen an den Meisterschaften anderer Jahre. Es nahmen 42 Sportfreunde teil.

Diese Anzahl von Kämpfern war bisher in keinem Jahr zu verzeichnen und auch in der Qualität der Kämpfe hat sich einiges verändert.


Die neuen Bezirksmeister sind:

Jugend:

-40,0 kg 1. Platz Könemund SG Dynamo Erfurt
-50,0 kg 1. Platz Courrier BSG Medizin Erfurt
-55,0 kg 1. Platz Eisenkrätzer SG Dynamo Erfurt
-60,0 kg
1. Platz Günter SG Dynamo Erfurt
--65,0 kg
1. Platz Hermann BSG Medizin Erfurt
-70,0 kg
1. Platz Engelbrecht SG Dynamo Erfurt
-75,0 kg
1. Platz Geinitz SG Dynamo Erfurt

Männer:

Federgewicht 1. Platz Jeschke SG Dynamo Weimar
Leichtgewicht 1. Platz König BSG Motor Eisenach
Weltergewicht 1. Platz Kindler BSG Lokomotive Weimar
Mittelgewicht
1. Platz Mäusemann BSG Medizin Erfurt
Halbschwergeicht
1. Platz Maulhardt BSG Medizin Erfurt
Schwergewicht
1. Platz Müller SG Dynamo Erfurt

Berichterstatter: Sportfreund Kehl

1 1 . u n d 1 2 . 1 0 . 1 9 5 8 Bezirkseinzelmeisterschaften der Jugend und Männer im Bezirk Leipzig

Je 3 Meistertitel für Schmölln und der DHFK Leipzig

Im Bezirk Leipzig wurden am 11./12. Oktober 1958 die Einzelmeisterschaften der Jugend und Männer durchgeführt.

Bei der Jugend bewarben sich 54 Judokas um die Titel, und es gab in allen Gewichtsklassen außer bis 40,0 kg und über 75,0 kg schöne und spannende Kämpfe, vor allen in der 60,0 kg-Klasse

Jugend:

40,0 kg 1. Platz Schneider Lokomotive-Mitte Leipzig
45,0 kg 1. Platz Grennke BSG Motor Schmölln
50,0 kg 1. Platz Schanner BSG Motor Schmölln
55,0 kg 1. Platz Wiebel BSG Motor Schmölln
-60,0 kg 1. Platz Wiesner Medizin Markleeberg
-65,0 kg 1. Platz Dahl BSG Motor Altenburg
-70,0 kg 1. Platz Richter SC DHFK Leipzig
-75,0 kg 1. Platz Hartig SC DHFK Leipzig
+75,0 kg 1. Platz Berg SG Dynamo Leipzig

Bei den Männern stellten sich 92 Judokas des Mattenleitern Jahn, Kurt, Pollak, Kalisch Pfaffe, Schulze zum Kampf.

Es waren viele bekannte Judokas dabei, die mit großer Mattenerfahrung in den Kampf gingen.Alte routinierte Kämpfer standen vielen jungen und neuen Bewerbern um den Titel eines Bezirksmeisters gegenüber, die aber ihr Können aufwenden mußten, um am Ende mit vorn zu sein.

Nach fairen und spannenden Kämpfen konnten sich in den einzelnen Gewichtsklassen folgende Judokas die ersten Plätze erkämpfen::


Männer:

Federgewicht 1. Platz Schneider Lokomotive-Mitte Leipzig
2. Platz Schulze Lokomotive-Mitte Leipzig
3. Platz Stüwe Lokomotive-Mitte Leipzig
Leichtgewicht 1. Platz Sturm, Hubert SC DHFK Leipzig
2. Platz Thomä Lokomotive-Mitte Leipzig
3. Platz Ernst Lokomotive-Mitte Leipzig
Weltergewicht 1. Platz Kitmiridis SC DHFK Leipzig
2. Platz Gröger BSG Motor Schmölln
3. Platz Schneider SC DHFK Leipzig
Mittelgewicht
1. Platz Ullrich Medizin Markleeberg
2. Platz Kosche Motor Gohlis Nord
3. Platz Pelka Lokomotive-Mitte Leipzig
Halbschwergeicht
1. Platz Müller-Deck, Hans SC DHFK Leipzig
2. Platz Bobeczik Lokomotive-Mitte Leipzig
3. Platz Fehst Medizin Markleeberg
Schwergewicht
1. Platz Horn, Wolfgang Lokomotive-Mitte Leipzig
2. Platz Zeuner BSG Motor Schmölln
3. Platz Döhler Lokomotive-Mitte Leipzig

Berichterstatter: H. Götz

- B e g i n n 1 9 5 9 -

0 1 . M ä r z 1 9 5 9 Bezirkseinzelmeisterschaften in Rostock

Am 01. März 1959 fanden mit einer Beteiligung von rund 50 Judokämpfern die Einzelmeisterschaften der Männer des Bezirkes Rostock statt Im allgemeinen kann man über diese Meisterschaft sagen: Judosportler des Bezirkes Rostock sind in Technik und Leistung besser geworden. Besaß vor zwei Jahren nur ein Sportler des dritten Kyu, standen diesmal schon Braungurtträger, wie Seehagen von Wolgast, auf der Matte. Stark verbessert zeigte sich der nun im Mittelgewicht startende Moh von Dynamo Rostock, der seine Siege durch blitzschnell angesetzte Würfe erkämpfte. Trotzdem konnte sich Hartig von Lokomotive Wismar noch vor ihm placieeren. Als besten Kämpfer der Meisterschaft kann man den im Weltergewicht kämpfenden Szillat, Edgar von Lokomotive Wismar bezeichnen, der jeden Kampf gewinnen konnte und so ungeschlagen zum Meistertitel kam. Im Schwergewicht wurde noch zu sehr mit Kraft gekämpft, trotzdem lassen die Uchi-Mata-Versuche der Wolgaster Schwergewichtler berechtigte Hoffnungen auf weitere Verbesserung der Technik zu.. Äußerst schlecht war die Kampfrichterfrage von Arno Kroll gelöst worden, der als einziger Kampfrichter fungierte. Es ist für eine Bezirksmeisterschaft untragbar, wenn nach den neuen Kampfregeln gekämpft wird und nur ein Kampfrichter anwesent ist, der noch sine eigene Kampfmannschaft zu betreuen hatte. Dieser Umstand war die größte Schwäche des Turniers. Es muß unbedingt - auch von Seiten des DJV der DDR - für die Heranbildung von Kampfrichtern gesorgt werden.

Die Einzelergebnisse der Bezirkseinzelmeisterschaften in Rostock 1959

Federgewicht
1. Platz Weber BSG Motor Wolgast
2. Platz Nowakowski BSG Lokomotive Wismar
Leichtgewicht 1. Platz Seehagen BSG Motor Wolgast
2. Platz Krüger SG Dynamo Rostock
Weltergewicht 1. Platz Szillat, Edgar Lokomotive Wismar
2. Platz Schulz SG Dynamo Rostock
Mittelgewicht
1. Platz Hartig Lokomotive Wismar
2. Platz Moh Dynamo Rostock
Halbschwergeicht
1. Platz Kutschke Dynamo Rostock
2. Platz Wittack HSG Rostock
Schwergewicht
1. Platz Spehr Dynamo Rostock
2. Platz Hanemann BSG Motor Wolgast

Bericht von Arno Kroll BSG Motor Wolgast

M ä r z 1 9 5 9 Die Einzelergebnisse der Bezirkseinzelmeisterschaften in Potsdam

Zwei Bezirksmeister verteidigten Titel mit Erfolg, Eine Woche nach den Kreismeisterschaften fanden im März in Bornim Bezirk Potsdam die Bezirkseinzelmeisterschaften statt. Vor einem sehr intressierten Publikum ermittelten die 40 Teilnehmer ihre Meister in den sechs Gewichtsklassen. Lediglich im Federgewicht und im Schwergewicht konnten die alten Bezirksmeister wieder zu Titelehren kommen. Sportfreund Bölke Vorjahrssieger im Mittelgewicht, konnte sich auch im Halbschwergewicht sicher durchsetzen. Stark verbessert zeigten sich die Kämpfer von Stahl Hennigsdorf. Weniger erfreulich ist daß die Sportfreunde Kerber und Andrä, beide Kreimeister des Kreises Potsdam, ohne Grund den Bezirksmeistersschaften fernblieben.

Einzelergebnisse der Bezirkseinzelmeisterschaften in Potsdam 1959

Federgewicht
1. Platz Sobisch Wissenschaft Bornim
2. Platz Krebs Einheit Glienicke
3. Platz Fritz Wissenschaft Potsdam
Leichtgewicht 1. Platz Thierling Motor-Nord Brandenburg
2. Platz Göring Dynamo Königswusterhausen
3. Platz Nippert Einheit Glienicke
Weltergewicht 1. Platz Raeuber Wissenschaft Potsdam
2. Platz Heinze, Rüdiger Empor Oranienburg
3. Platz Rothe Motor-Nord Brandenburg
Mittelgewicht
1. Platz Kobus Stahl Hennigsdorf
2. Platz Leow Motor Nord Brandenburg
3. Platz Wasner Wissenschaft Bornim
Halbschwergewicht
1. Platz Bölke Motor Nord Brandenburg
2. Platz Ballnus Stahl Hennigsdorf
3. Platz Scholz Stahl Hennigsdorf
Schwergewicht
1. Platz Reibis Wissenschaft Potsdam
2. Platz Bauer Motor Ludwigsfelde
3. Platz Janura Motor Ludwigsfelde

Bericht von Jürgen Raeuber

M a i 1 9 5 9 Meisterschaften der NVA Luft in Jänschwalde

Jänschwalde, ein kleiner Ort kurz hinter Cottbus, war diesmal als Austragungsort für die Bestenermittlung im Judo der Luftstreitkäfte und Lufverteidigung ausgewählt worden. Diese Veranstaltung hat bestimmt dazu beigetragen, neue Interessenten für unsere Sektion (Sportart) zu werben. Nach der Eröffnung dieser Bestenermittlung durch den Standortältesten gab Herbert Ehrlich als verantwortlicher Kampfrichter die Matte für die Kämpfe frei. In den einzelnen Gewichtsklassen die nicht alzu stark besetzt waren, gab es teils sehr erbitterte Kämpfe um den Sieg, besonders im Halbschwergewicht entschied erst der letzte Kampf um den ersten bis dritten Platz. Fast sah es so aus, als ob der "Neuling" Winfried Donner seine Übungsleiter Helmut Sokol noch durch einen Festhaltegriff auf den Ehrenplatz verweisen wollte, aber dann drehte Helmut wirlich in letzter Sekunde den Spieß um und gewann, ebenfalls durch Haltegriff Kampf und den Titel.

Die Einzelergebnisse der NVA-Luft in Jänschwalde 1959

Federgewicht
1. Platz Meyer Günter Kamenz
2. Platz John Peter Drewitz
3. Platz Kernchen Klaus Drewitz
Leichtgewicht 1. Platz Netzold Helmut Drewitz
2. Platz Wagner Dieter Kamenz
3. Platz Bösch Uwe Drewitz
Weltergewicht 1. Platz Reizenstein Peter Kamenz
2. Platz Muthmann Helmut Kamenz
3. Platz Radandt Udo Dresden
Mittelgewicht
1. Platz Wachsmann Günter Drewitz
2. Platz Karos Horst Kamenz
3. Platz Sandmann Dieter Drewitz
Halbschwergeicht
1. Platz Sokol Helmut Drewitz
2. Platz Elsner Heinz Doberlug-Kirchhain
3. Platz Donner Winfried Drewitz
Schwergewicht
1. Platz Scholz H.-Joachim Kamenz
2. Platz Doll Gerhard Drewitz

Bericht Margot Greif

3 1 . M a i 1 9 5 9 Wissenschaft Berlin - Aufsteiger zur Oberliga

Am 31. Mai 1959 fanden in Berlin die Kämpfe der DDR-Liga, Gruppe A statt. Zu dieser Gruppe gehören die Mannschaften Motor Brandenburg Nord, SC Dynamo Berlin II, Empor Nord Berlin und die Aufsteiger Turbine Wasserwerke Berlin und Motor Süd/Ost Magdeburg II. Da Motor Brandenburg Nord und der SC Dynamo Berlin II nicht antraten, Magdeburg II ohnehin nicht in die Oberliga aufsteigen konnte, da die erste Mannschaft bereits Mitglied derselben ist, kam nur eine der ehemaligen Oberliga-Mannschaften, Turbine, Wissenschaft oder Empor, für den Aufstieg in Frage. Nach einem 10:2 gegen Turbine Wasserwerke Berlin und einem 8:4 gegen Empor Nord Berlin gelang der Aufstieg zur Oberliga der HSG Humblod Berlin

1 9 5 9 Wir stellen vor: " H U B E R T S T U R M " Wissenschaft DHFK Leipzig 1959 Seite 9

Mit "Hubert Sturm" stellen wir nicht nur einen erfolgreichen Judoka vor, sondern, auch einen unserer jungen hoffnungsvollen Menschen, die die von unseren Staat gebotenen Möglichkeiten mit eisernen Fleiß und Willen nutzen. Hubert Sturm, der eigentlich gelernter KFZ-Schlosser ist, kam über die ABS zum Studium an die DHFK. Diese wir er 1960 als Diplom Sportlehrer im Alter von 25 Jahren verlassen. Seit 1953 betreibtt er Judo. Rund 123 Kämpfe hat er absolviert, von denen er die überwiegende Mehrzahl - besonders in letzter Zeit - siegreich gestaltenkonnte. Viermal errang er den Titel eines Bezirksmeisters in der Judohochburg Leipzig. Bei den Einzelmeisterschaften der vergangenen Jahre klappte es nie so recht; immer kam etwas dazwischen, so daß keiner seiner Leistung entsprechender Platz heraussprang. Dieses Jahr gelang der große Wurf; er wurde Deutscher Meister im Leichtgewicht. Seit 1956 besitzt dieser mit so vielen guten Eigenschaften ausgestattete und doch bescheidene Sportler den 1. DAN. Es nimmt nicht wunder, daß er mit Funktionen reichlich gedacht ist. Er ist Übungsleiter für Kinder an der DHFK, Mitglied der Jugendkommission des DJV, Vorsitzender der Jugendkommission im BFA Leipzig. Klar zu sehen, saß er auch hier als Erzieher wirkt. Es ist überhaupt sein Ziel. wie er uns sagte, einmal Trainer in einem Judoschwerpunkt zu werden. "Wenn ich das Glück habe", fügte er hinzu. Wir sind gewiß, daß es weniger eine Glückssache ist, sondern daß sein reiches Wissen und seine ganze Persönlichkeit dafür sprechen, ihm später eine solche Aufgabe anzuvertrauen.

Geschrieben: Deutscher Judo-Verband der DDR

In die Website geschrieben: Willi Gruschinski am 07.11.2020


2 3 . 0 3 . - 0 7 . M ä r z 1 9 5 9 Lehrgang in Werdau für Übungsleiter

In der Zeit vom 23. Februar bis 07. März 1959 wurde von der Sportschule "Kurt Schlosser" in Werdau im Auftrage des Deutschen-Judo-Verbandes ein Lehrgang für Übungsleiter durchgeführt. Die eingeladenen Sportfreunde aus den Bezirken der Republik waren pünktlich erschienen, nur der DJV stellte keinen keinen Lehrgangsleiter aus dem Kreis der DAN-Träger. Durch die Eigenintiative des Lehrgangskollektivs und der Schulleitung wurde beschlossen, den Sportfreund Naumann vom ASK Vorwärts Neubrandenburg mit der Leitung des Lehrgangs zu beauftragen. Diese Lösung schaffte aber nicht den Mangel an Verantwortungsbewußtsein der für den Lehrgang verantwortlichen Fünktionäre aus der Welt. Aller Wahrscheinlichkeit nach befanden sich die Funktione in einen sehr langen Winterschlaf; denn wir möchten nur daran erinner, daß im Herbst vorigen Jahres bei einen-Lehrgang in Greiz ähnlichen passierte.Gerade jetzt in der Zeit des Aufbaus unserer sozialistischen Sportbewegung können w2ir es uns nicht erlauben, die Förderung des des Nachwuchses zu vernachlässigen.Oder ist es vielleich keineVernachlässigung, wenn die Heranbildung von Übungsleitern fast verhindert wird? Sind es nicht gerade diese, die den klassenbewußten Nachwuchs für unsere Sportbewegung heranbilden.
Wir Sportler des Lehrganges fordern vom Trainerrat, daß dieser entsprechende Schlußfolgerungen zieht und öffentlich zu dem Problem der Verantwortlichkeit bei der Förderung des Nachwuches Stellung nimmt. Zu Lehrgang selbst ist zu sagen, daß dieser mit großer Unterstützung der Schulleitung reibungslos verlief und die gesetzten Leistungen erreicht wurden. Leider konnte die angesetzte Gürtelprüfung nicht durhgeführt werde, da man von Seiten des DAN-Kollegiums, daß zur Zeit des Lehrganges in Leipzig zusammentraf, keinen Sportfreund nach Werdau entsandte.
Verfasser dieses Artikels: Werner Ohlenburg

"Hier spricht der Trainerrat des DJV der DDR" 1 9 5 9

1. Bei der am 12. Mai 1959 durchgeführten Trainerratstagung legte der Sportfreund Krysiak (Wismut Freital) vor der DAN-Kommission die Prüfung zum 1. DAN mit Erfolg ab.
2. Erziehungsmaßnahmen des Trainerrates
Laut einstimmigen Beschluß des Trainerrates vom 12. Mai 1959 wurde der Sportfreund Becker, Hans SG Dynamo Berlin-Mitte ab sofort bis auf weiteres seiner Funktion als Mitglied des Trainerrates und der DAN-Prüfungskommission des DJV enthoben.
Begründung:
Sportfreund Hans Becker veranlaßte die Neuausstellung eines Mitgliedsbuches für den Sportfreund Pohl, Jürgen, ohne daß das alte Mitgliedsbuch des P. mit der ordnungsgemäßen Abmeldung der HSG Wissenschaft DHFK Leipzig vorlag. Außerdem ließ er den Sportfreund Pohl trotz des ihm bekannten Umstandes ( Nichtabmeldung usw.) am 15. März 1959 zur Berliner Meisterschaft starten. Ferner verstieß er gegen die Beschlüsse des Trainerrates, indem er Gürtelprüfungen vornahm, ohne daß die Beführwortung bzw. die Genehmigung des Betreffenden Trainers vorlag.
Auf seiner Tagung am 12. Mai 1959 stellte der Trainerrat in einer Aussprache mit dem Hans Becker fest, daß der Sportfreund Becker sich nicht so vorbildlich verhalten hat, wie man es von einem Mitglied des Trainerrates erwarten muß, da er seine Erziehungsmaßnahmen grob vernachlässigte.
Betreff: Graduierungen
1. Den 5. Kyu kann nur der Sportler ablegen, der mindestens ein halbes Jahr Mitglied des DTSB ist (Maßgebend ist das Eintrittsdatum im Sportausweis.)
2. Von einem Kyu zum anderen muß ein halbes Jahr vergangen sein. (Auch bei Klubs und längeren Lehrgängen.)
3. Alle Sonderbestimmungen werden hiermit aufgehoben. Inkrafttreten der Bestimmungen mit Veröffentlichung
Betreff : Änderung des Wettkampfmodus
Bei seiner kritischen Einschätzung der diesjährigen Europameisterschaften kann der Trainerrat zu dem Entschluß, ab 1960 die Einzelmeisterschaften des DJV im K.-o.-System auszutragen. Die Bezirke tragen ihre Meisterschaften wie bisher mit vier Minuspunkten aus. Die Erstplazierten ( die festgelegte Anzahl wie bisher zur Vorrunde) nehmen an den Deutschen Meisterschaften teil.
Die Kernmannschaft von 1959 nimmt somit bereits an den Bezirkseinzelmeischaften 1960 Teil Ein Setzen erfolgt nicht. Der Trainerrat kam zu diesem Entschluß, um erstens das Leistungs- und technische Niveau zu heben und zweitens Die Bedingungen schaffen, wie sie zur Europameisterschaaften üblich sind.

Wir stellen vor: " E R N S T L A S S A H N 1. DAN " BSG Empor Nord Berlin 1959 Seite 7

Unser Porträt "Ernst Lassahn"
Wenn ein 48jähriger Sportler auf eine fas 30jährige Judolaufbahn zurückblicken kann, so ist das eine bemerkenswerte Leistung. Wenn sich damit auch noch großartige Erfolge verbinden, dann ist das höchster Anerkennung wert.

Unser Ernst Lassahn ist mit der Entwicklung des Judosportes unserer Republik fest verbunden.. Nicht nur in seiner Tätigkeit beim Staatlichen Komitee für Körperkultur und Sport und jetzt beim DTSB hat er zum Wahle unserer Judokas gewirkt, sondern auch als Funktionär in seiner Berliner BSG (Empor Nord) und im Präsidium der Sektion Judo bzw. des DJV. Viele Sportler im In- und Ausland haben ihn in seiner Tätigkeit als Generalsekretär schätzen gelernt.

Ernst Lassahn ist einer unserer berufensten Vertreter bei den Tagungen der EJU. Mehrmals war er Delegationsleiter unserer unserer Auswahlmannschaft bei internationalen Starts. Sicher können sich noch viele Leser an seinen Bericht über die Chinareise unserer Gewichtheber erinnern, die er als Delegationsleiter begleitete.

Schon über 5 Jahre besitzter den 1. DAN.. Er war früher und auch nach dem Kriege mehrmals Berliner Meister. 1933 war er Deutscher Meister; nach dem Kriege gehörte er zu unseren besten Mittelgewichtlern. Bei den DDR-Meisterschaften belegte er damals einen für sein Alter beachtlichen zweiten Platz, was für sein Können spricht.

Deutscher Judo-Verband der DDR 1959

Wer macht es ihr nach? " W A L T R A U D L E I S T N E R " 1. Dan beim Lergang in Werdau für Kampfrichter

Vom 28. September bis 3. Oktober 1959 hatten sich in der Sportschule "Kurt Schlosser" in Werdau 14 männliche und der erste weibliche Judoka zum Erwerb der Kampfrichterlizenz (Bezirk oder DDR) eingefunden.

Der Leiter des Lehrganges, Sportfreund Herber Ehrlich 1. DAN war ständig bemüht, die Teilnehmer mit allen anfallenden Arbeiten in der Theorie und Praxis eines Kampfrichters vertraut zu Machen. Seine reichen Erfahrungen als Wettkämpfer und Kampfrichter kamen dabei allen Teilnehmern zugute.

In sehr anschaulichen Demonstrationen wurden bessonders die Kaeshi-Waza behaandelt, weil sie sehr oft ein Problem der Kampfbeurteilung gewesen sind.

Zu Beginn des Lehrganges waren alle Judokas sich darüber einig, ihre ganze Kraft für das Gelingen einzusetzen; so konnte am Ende des Lehrganges die erfreuliche Bilanz gezogen werden, daß alle Judokas den Leehrgang beendet hatte.

Besonders stolz warendie Teilnehmer darauf, den ersten weiblichen Anwärter für die Kampfrichterlizenz (Sportfreundin Waltraud Leistner 1. DAN) in ihrer Mitte zu haben. Alle Lehrgangsteilnehmer gratulierten "ihrer Waltraud" nochmals aufs herzlichste und wünschen ihr für die Arbeit auf der Matte viel Erfolg.

Als Geburtstagsgeschenk zum 10. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik beteiligten sich alle Lehrgangsteilnehmer an zweistündigen Arbeitseinsatz in der LPG Werdau-Leubnitz beim Offenstallbau.

Geschrieben: Gerhardt Biesel

Wir stellen vor: " W I L L I L O R B E E R 2. DAN " ASK Vorwärt Berlin 1959 Seite 7

Der Sportfreund "Willi Lorbeer ist allen Judokas der DDR ein Begriff. Sein Name ist verbunden mit dem des "ASK Vorwärts Berlin" und seinen Erfolgen.

Er feierte in diesem Jahr sein 25jähriges Judojubiläum.

Im Jahre 1934 fing er im Sportverein Ost Berlin seine Laufbahn an. Dort trainierte er zusammen mit dem unvergeßlichen "Werner Seelenbinder, der als Schwergewicht ab und zu in der Judomannschaft kämpfte. Eine längere Pause ergab sich für ihn durch den 2. Weltkrieg .

1950 trainierte "Willi Lorbeer" die Sportvereinigung "Lokomotive Leipzig" als Übungsleiter. 1954 erreichte die Mannschaft des SC Lok. Leipzig den zweiten Platz bei der DDR-Mannschaftsmeisterschaft den 2. Platz. Der Sportfreund Lorbeer kämpfte damals als Leichtgewichtler in der Mannschaft.

1950 - 1954 war der Spfr. Lorbeer außerdem Trainerratsvorsitzender und Bezirkslehrwart des Bezirkes Leipzig.

Im Oktober 1956 kam der Sportfreund Lorbeer zum ASK. Die Mannschaft des ASK nahm unter der Leitung des Trainers Willi Lorbeer einen steilen Aufstieg.

1957: 4. Platz Deutsche Mannschaftsmeisterschaften

1958: 2. Platz Deutsche Mannschaftsmeisterschaften,

1959: 1. Platz Deutsche Mannschaftsmeisterschaften,

Auch vier Deutsche Meister- Neumann, Alfons, Becker, Helmut Becker, Niemann, Herbert, Gegeist - brachte der Sportfreund Willi Lorbeer heraus.

Der Sportfreund Willi Lorbeer ist als Mitglied des Trainerrates und in der DAN-Prüfungskommission tätig.

Wir hoffen und wünschen, daß der Sportfreund Willi Lorbeer noch viele erfolgreiche Judo-Jahre als Trainer tätig sein wird.

Geschrieben für den DJV: Günter Scheidlock

1 9 5 9 , Bekanntmachungen - Deutscher Judo-Verband

Bei der Jahresauswertung des Trainerrates des DJV wurde folgender Beschluß gefaßt:

1. Dem Sportfreund Georg Lücke wird der 1. Dan aberkannt . Er wird auf den 1. Kyu zurückgestuft.

2. Das Präsidium des DJV und der Trainerrat sprechen dem Sportfreund Georg Lücke die Befähigung ab, als Trainer oder Übungsleiter in der sozialistischen Sportbewegung wirken zu können.

Begründung:

Nachdem wir in den vergangenen Jahren mit dem Sportfreund Georg Lücke in erzieherischer Hinsicht immer wieder Schwierigkeiten hatten, mußten wir uns erneut im Präsidium und Trainerrat mit seinen diszplinlosen Verhalten anläßlich des Werner Seelenbinder-Gedenkturnier beschäftigten. Die Aussprache ergab, daß Sportfreund Georg Lücke in den vergangenen Jahren nicht die notwendigen Schlußfolgerungen aus den kameratschaftlichen Hinweisen des Trainerrates und der Präsidiumsmitglieder gezogen hat

Er versucht nach wie vor, seine Meinung als die absolut rictige durchzusetzen, auch auf die Gefahr hin, in Widerspruch zu den Satzungen. des DJV zu geraten.

Das Verhalten des Sportfreundes Georg Lücke ist überheblich und arogant; kritischen Hinweisen ist er unzugänglich. Von seinen Fähigkeiten überzeugt, tritt er nich selten rüpelhaft auf.

Das Präsidium und der Trainerrat sind deshalb der Meinung, daß diese ernsthaften Schwächen und Fehler des Sportfreundes Georg Lücke nicht mit seiner Tätigkeit als Trainer zu vereinbaren sind und faßte deshalb den oben angeführten Beschluß.

Präsidium und Trainerrat des DJV der DDR

1 9 5 9 , Bekanntmachungen - Deutscher Judo-Verband

In seiner Tagung am 05. Dezember 1959 in Werdau faßte das Präsidium des Deutschen Judo-Verbandes folgenden Beschluß:

1. Der Sportfreund Walter Pfaffe (Leipzig) wird aus dem Präsidium ausgeschlossen. Alle weiteren Funktionen, die er innerhalb des DJV innehat, werden ihm entzogen.

2. Die Sektion Judo der BSG Medizin Markkleeberg erhält eine Startsperre bis das Präsidium von der BSG-Leitung eine Bestätigung erhält, daß die Sektion gemäß den Statuten des DTSB arbeitet.

Die Sportfreunde die aus dieser BSG ausgetreten sind und sich bereits einer anderen BSG angeschlossen haben, erhalten ebenfalls eine Startsperre. Es handelt sich dabei bisher um folgende Sportfreunde: Casagrande, Fehst, Hein, Knott, Müller, Neuther, Schlippe, Schrickel, Seidel, Seibrandt, Seliga, Hammer, Tulodetzki, Ullrich, Fiedler, Herberger, Kaps, Kurth, Pinger, Runze, Weinert, Welfle, Schmitt und Komolka.

Die Wiederzulassung muß von der BSG über den Bezirksfachausschuß beantragt werden, jedoch nicht vor dem 30.06. 1960.

Die Startsperre ist in das Startbuch einzutragen.

Begründung

Durch sein managerhaftes Verhalten und durch seine falsche politisch-moralische Erziehungsarbeit hat sich der Sportfreunnd Pfaffe der Bildung eines Kollektivs in der BSG Medizin Markkleeberg in dern Weg gestellt. Durch sein auf Eigennutz bedachtes Handeln hat er der demokratischen Sportbewegung einen schlechten Dienst erwiesen. Er hat in der Frage des patriotischen Verantwortungsbewußtseins versagt. Er konnte so seinen Sportlern kein Vorbild sein.

Durh das Verschulden des Sportfreundes Pfaffe haben sich in der BSG Medizin Markkleeberg Erscheinungen gezeigt, die der demokratischen Sportbewegung unwürdig sind.Sportfreund Pfaffe hat durch seine schlechte Arbeit als Leiter einer Sportsektion mit dazu beigetragen, daß die Sektion Judo der BSG Markkleeberg durch ihr Verhalten gegen die Satzungen des DTSB verstiß. Das Präsidium hat daher den oben wiedergegebenen Beschluß gefaßt.


- B e g i n n 1 9 6 0 -

1 9 6 0 J a n u a r S. 8 Zehn Jahre Judosport in Greiz

Schwer war der Weg der im November 1949 gegründeten Sektion Judo der BSG Rotation Greiz. Als sich zum ersten Male einige Sportfreund auf Initialive des Sportfreundes Hans Becker zu Training einfanden, waren noch große Schwierigkeiten zu überwinden. Es fehlte an Judo-Matten und -Kleidung. Einiges anfangs Begeisterte hatten nicht erkannt, daß Judo kein Sport zu Erlernen von Griffen für Schlägereien ist. Die im Anfangsjahr starke Mitgliedschaft ging daher 1950 wieder zurück. Die aktivsten Sportfreunde konnten sich aber dadurch mehr entfalten. Diesen Kern bildeten die Sportfreunde Löffler, damaliger Sektionsleiter, Ditscherlein, Jalowitzki, Wartenberg und Jobst.

Die ersten Erfolge

Die junge Sektion trat 1951 bei den Thüringer Einzelmeisterschaften in Erfurt zum ersten Male an die Öffentlichkeit. Sportfreund Ditscherlein erkämpfte für die Sektion den ersten Meistertitel im Leichgewicht. Durch Sudium und Ortswechsel gingen Ende 1951 einige der aktivsten Sportfreunde von der Sektion Judo in Greiz weg. Während dieser kritischen Zeit scharten sich aber einige Schulkameraden und Jugendliche um Thomas Jobs, darunter der der heutige Übungsleiter Manfred Poppe. Durch intensives Training und die große Begeisterung der Jugendlichen war es möglich, im Frühjahr 1952 bei den Thüringer Jugendmannschaftsmeisterschaften in Schölln den dritten Platz zu belegen. Im gleichen Jahr erkämpfte sich Sportfreund Poppe bei den Thüringer Jugendeinzelmeisterschaften in Erfurt den ersten Platz. In den folgenden Bezirks- und DDR-Meisterschaften der Jugend und Senioren trugen sich die Greizer Schuppe, Poppe, Zimmermann und Todtenhaupt mehrmals in die Siegerliste ein. Siegmund Müller errang 1954 in Dresden-Niedersedlitz den ersten DDR-Meistertitel der Jugend (40 kg)

Mit der Übernahme der Sektion durch Sportfreund Gotthard Zipfel errangen die Greizer Judokas in den letzten drei Jahren die größten sportlichen und gesellschaftlichen Erfolge. Viermal erkämpften die Rotationer hintereinander die Bezirksmeisterschaft.. Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften 1958 erkämpften Eberhard Barth und Heinz Klein den Deutschen Meistertitel. Mehrere Sportfreunde leisteten den Ehrendienst in Nationalen Volksarmee, darunter Manfre Poppe, der nach Ablauf seiner Dienstzeit wieder das Training übernommen hat.

Im Nationalen Aufbauwerk haben die Greizer Judokas ihre Verpflichtung von 200 NAW-Stunden mit 100 Stunden überfüllt! Diese Leistung wollen sie 1960 noch überbieten. Zur Förderung des Sportes auf dem Lande führten mehreren Orten Vergleichskämpfe mit dem Ziel durch, 1960 eine Sektion Judo auf dem Lande ins Leben zu rufen.

Zu einem talentierten Judokämpfer har sich Heinz Klein entwickelt. Der 18jährige Bautischler aus Greiz trat nach seiner Schulentlassung der Sektion Judo der BSG Rotation Greiz bei. Er erkämpfte in den Jahren 1957 bis 1959 den Bezirksmeistertitel. Seinen sportlichen Aufstieg krönte er bei den im Novemberr in Berlin ausgetragenen Deutschen Jugendmeisterschaaften, wo er in der 70-kg-Klasse den Meistertitel errang.

Damit erkämpfte er für Rotation Greiz den zweiten Deutschen Meistertitel. Mit der Ablegung der Prüfung der Prüfung als Übungsleiter auf der Sportschule Werdau hilft er mit, auch den Nachwuchs zu fördern.


Geschrieben: Sportfreund Böttcher.

1 9 6 0 Nr.: 13/14 Seite 13 "Unser Porträt H A N S M Ü L L E R  D E C K " Deutscher Meister 1960 1. DAN

(Wissenschaft DHFK Leipzig)


Heute stellen wir einen Judoka vor, der nicht so sehr durch seine Erfolge, als vielmehr durch seine Persönlichkeit in Judokreisen und darüber hinaus bekannt geworden ist. Sein Steckbrief lautet:

Name: Hans Müller-Deck

Beruf: Diplomsportlehrer

Alter: 24 Jahre

Kämpfe: rund 130 (davon 13 internationale, von diesen über die Hälfte gewonnen)

Gemeinschaft: HSG DHFK Leipzig

Sehen wir uns einiges genauer an. Erst 1954 ist er (über seinen Gemeinschaftskameraden Hubert Sturm) mit dem Judo bekannt geworden. Im ersten Studienjahr hatte er es zunächst als Wahlfach belegt, sich dann aber später auf Judo spezialisiert. So hat er 1957 bereits seinen 1. DAN machen können.

Im gleichen Jahr legte er auch sein Examen als Diplom-Sportlehrer ab. Danach war er 1,5 Jahr Wandersportlehrer im Landkreis Leipzig: In diesem Jahr holte ihm die DHFK an das Institut für Theorie der Körperkultur, Abteilung Massensport.

Aus seinen sportlichen Erfolgen ragt der zweite Platz bei den Studenteneuropameisterschaften heraus, den er im September1958 in Südfrankreich belegen konnte. Mehrmals war er Bezirksmeister im judostarken Leipzig. 1957 und 1959 konnte er sich jeweils in der Endrunde der Einzelmeisterschaft placieren. Daß er Mitglied der als sehr kampfstark und technisch versiert angesehenen Mannschaft der DHFK ist, liegt wohl auf der Hand.

Es wird niemanden verwundern, daß Müller-Deck in mehreren Funktionen tätig ist; so ist er z. B. Lehrwart für Judo und Mitglied des wissenschaftlichen Rates des Staatlichen Komitees für Körperkultur und Sport, Kommission für Massensport.

Nach seinen weiteren Plänen befragt, gibt er folgende Antwort: "Beruflich plane ich sehr langfristig. 1963 werde ich in die Aspirantur gehen, um 1965 meinen Doktor zu machen". Ich möchte dann später gern als Hochschullehrer oder als Trainer tätig sein. Im Mittelpunkt des Sportes steht natürlich immer noch das Ziel, einmal Deutscher Meister zu werden. Das ist im Halbschwergewicht - der stärksten Gewichtsklasse, die wir haben - natürlich ein Unterfangen, das von vornherein zwar nicht aussichslos ist, wozu aber neben einem großen Können auch eine tüchtige Portion Glück gehört.

Geschrieben: Deutscher Judo-Verband der DDR

1 9 6 0 H e f t 13/14 Seite 13 "Was ist in Neubrandenburg los?

Wenn ein Judosportler des Bezirkes Neubrandenburg gehen will um sich über eine eventuell für ihn ungeklärte Frage Auskunft zu holen, so wird er leider diesen Weg umsonst gemacht haben.

Warum?

Einen arbeitsfähigen BFA Judo gibt es in Neubrandenburg nicht. Die Judosportler des Bezirkes Neubrandenburg haben also keine Gelegenheit, sich über irgentwelche Probleme mit ihrem BFA auseinanderzustzen. Der bisherige Vorsitzende des BFA Judo, Sportfreund Manfred Joachim, der bis 1957 selbst noch aktiver Judosportler war., leistet heute überhaupt keine Arbeit für den Judosport. Er wurde im ASK Neubrandenburg als Mannschaftsleiter für Fußball eingesetzt. Mag die Arbeit eines Mannschaftsleiters viel Zeit in Anspruch nehmen, so kann man trotzdem dem Sportfreund den Vorwurf nicht ersparen, schlecht gearbeitet zu haben. Die letzte Sitzung des BFA Judo fand im März 1958 statt.Schon hieran sieht man, wie im BFA gearbeitet wird. Der Sportfreund Joachim hatte es bis heutenoch nicht fertig gebracht, seine Funktion als Vorsitzender des BFA richtig zu übergeben.Er führte nur eine Aussprache mit dem Sportfreund Jewerhoff von Dynamo Neubrandenburg, in der er ihm mitteilte, er hätte keine Zeit mehr und Sportfreund Jewerhoff möchte doch die Stelle eines Vorsitzenden einzunehmen. Der Sportfreund Jewerhoff arbeitet natürlich wie erwartet auch nicht. Man kann hier nur die Frage stellen: wie soll das weitergehen?

Selbst die rührige Mitarbeit des Sportfreundes Hinz, der als Mitarbeiter im Bezirksvorstand des DTSB Neubrandenburg für Sportarbeit Judo verantwortlich ist, kann nicht über den schlechten Zustand im BFA Judo Neubrandenburg hinwegtäuschen.

Bleibt nun noch zu hoffen, daß im Jahre 1960 ein arbeitsfähiger BFA Judo geschaffen wird, der anderen Bezirken in keiner Weise nachsteht.

Geschrieben Sportfreund Naumann

1 9 6 0 Heft 13/14 Seite 7 "Unser Porträt: H A N S R O T H 1. DAN (SC Dynamo Berlin)

Hans Roth ist, das kann man getrost sagen - ein Sportler, der in allen Judokreisen bekannt ist. Hat er doch in seiner verhältnismäßig jungen Laufbahn schon 225 Kämpfe absolviert.

Der jetzt 23jährige Dynamo sportler betreibt den Judosporter seit 1953 - damals, als er der BSG Empor Seelenbinder Berlin beitrat und dort seinen ersten sportlichen Lorbeer errang. augen-scheinliche Begabung für den Judosport brachte ihm im gleichen Jahr noch den Titel eines Berliner Jugendmeisters ein. Kurz danach gelang es ihm sogar, DDR-Meister zu werden und bei den gesamtdeutschen Jugendmeisterschaften einen zweiten Platz zu belegen.

1955 ist er zum SC Dynamo Berlin gekommen. Dort konnte er seine Kräfte vollends entfalten. Er errang auch im gleichen Jahr den Titel des DDR-Meisters im Mittelgewicht. In den folgenden Jahren war er dann immer wieder unter den ersten drei zu finden:

1956 Dritter im Mittelgewicht

1957 Meister des Mittelgewichtes

1958 Meister im Mittelgewicht

1959 im Halbschwergewicht

in all diesen Jahren war er Mitglied der Mannschaft des SC Dynamo, die bekanntlich einmal den Meistertitel errang und mehrmals den zweiten Platz bei der Mannschaftsmeisterschaft belegte.

Hans Roth war mehrmals international eingesetzt, - allerdings mit wechselnden Erfolg. Gleich nachdem erder Jugend entwachsen war, trat er zweimal gegen die starke CSSR-Nationalmannschaft an. Aus seinen zwei Niederlagen hat er viel gelernt. S0 gewann er darauf in zwei Kämpfen gegen Polen und Ungarn. Bei den Europameisterschaften in Barcelona kam er dann unter die letzten acht, was für ihn eine sehr achtbare Leistung bedeutete. In diesem Jahr - Europameisterschaft in Wien - verlor er den ersten Kampf gegen den starken Italiener Calabrese noch in den letzten Sekunden, obwohl er vorher fast fünf Minuten lang klar geführt hatte

Hans Roth ist Träger des 1. Dan. Vorgesehen ist es für das nächste Jahr, den 2. DAN zu erwerben.

Wir wissen von ihm - und sein Trainer Hempel bestätigte es uns erneut - daß er ein Sportler mit eisernen Trainingsfleiß und eormer Trainingsenergie ist. "Jeder Sportler hat das Ziel weiterzukommen", meint er dazu. "Ich muß mindestens noch ein bis zwei Jahre hart an mir arbeiten, um international etwas mitreden zu können. Alleerdings fehlt mir dazu auch noch etwas Gewicht; zehn Pfund mehr könnte ich ganz gut gebrauchen".

So zielbewußt wie im sportlichen Leben ist der beim SC Dynamo als Zivilangestellter tätige Gärtner auch beruflich. Im vorigem Jahr begann er mit dem Abendstudium, um eine Meisterqualifikation zu erwerben.

Es bleibt für uns nur noch übrig, ihm auf beiden Gebieten viel Erfolg zu wünschen.


Geschrieben Deutscher Judo-Verband der DDR

1 9 6 0 "3 0 Jahre Judosport H A N S   B E C K E R SG Dynamo Helmut Just Berlin

Sportfreund Hans Becker ist in der Deutschen Demokratischen Republik und auch weit über unsere Grenzen hinaus durch seine Leistungen im Judosport bekannt. Schon mit 11 Jahren war er Mitglied des Arbeiter-Turnverein "Fichte 22", in dem er mit dem Turnen, Fußball und Handball begann. 1930 fing er mit dem Jiu-Jitsu-Sport an. Seine Trainer waren die damals sehr bekannten Sportfreunde Willi Neumann, Hans Arendt und der spätere Europameister im Judo, Helmut Lehmann.

Im Jiu-Jitsu hatte er schon beachtliche Erfolge. Auf Grund dessen wurde bei der Sportvereinigung "Ost e. V." Übungsleiter für Judo. Ihm war es auch zu verdanken, daß unser unvergessener Werner Seelenbinder, der des öfteren die Trainingsstunden der Judosportler besuchte, bei einen wichtigen Mannschaftskampf für einen erkrankten Sportler im Schwergewicht einsprang. Einige Erfolge seien hier aufgeführt: 1937 bei den Deutschen Meissterschaften III. Platz. 1940 II. und 1941 1. Platz. Neben seinen guten Leistungen hat er auch vielen Sportfreunden zu Meisterehren verholfen. Nachdem Europameister Lehmann, 4. Dan, aus Japan zurückkehrte, war er dessen ständiger Partner bei Vorführungen. 1940 legte Sportfreund Hans Becker seine Prüfung zum 1. Dan ab, welcher vom Kodokan bestätigt wurde. Ausgerüstet mit einem hohen technischen Können, das er als Kämpfer und auch als Trainer aufzuweisen hatte, machte sich Sportfreund Hans Becker nach dem Zusammenbruch des Hitlerregimes als einer der ersten daran, den Judosport aufzubauen. Er fuhr von Lehrgang zu Lehrgang, um Judosportler heranzubilden, sei es als Übungsleiter, Kampfrichter oder Leistungssportler. So blieben aauch die Erfolge nicht aus.

Unzähligen Sportfreunden hat Sportfreund Hans Becker den Judosport gelehrt, weit über 1000 Gürtelträger geprüft, zahlreiche Spitzensportler herangebildet, die heute noch im Judosport tätig sind; z.B. Werner Siewert, Wolfgang Hübner, Alfons Neumann, Dieter Lange, Helmut Bark, Siegmund Haunschild, Georg Jakob, Gerhard Jegust, Günter Kästner u. a. Zwei Sportfreunde sind Meister des Sports geworden; Helmut Bark und Alfons Neumann; drei haben bereits den 2. DA erworben; Willi Lorbeer, der beim Sportfreund Becker vor dem Kriege angefangen hat, Helmut Bark und Alfons Neumann.

Zur Zeit ist Hans Becker Bezirkstrainer der SV Dynamo. Sportfreeund Becker ist für seine gute Arbeit mit der Ehrennadel der SV Dynamo ausgezeichnet worden. Wir wünschen ihm für seine weitere Arbeit noch recht viele Erfolge.

Geschrieben: Hermann Heymann

1 8 . D e z e m b e r 1 9 6 0 "Gewichtsklassenturnier des Bezirkes Berlin"

Am Sonntag, dem 18. Dezember 1960, trafen sich Judokas aus Berlin und anderen Bezirken zum traditionellen Auskämpfen der Wanderpokale des Bezirksfachaussuß von Groß-Berlin.

Es wurde in den Gürtelklassen 3. Kyu bis 2. Dan gekämpft.


Zu den Ergebnisse im einzelnen:

Schwergewicht 3. Kyu
1. Platz Schönbacher, Sepp HSG Wissenschaft Berlin
2. Platz Jantzen HSG Wissenschaft Berlin
3. Kyu
Mittelgewicht 1. Platz Klemenz Sporrtclub Berlin
2. Platz Smirat, Otto Sporrtclub Berlin
3. Kyu
Leichtgewicht 1. Platz Genner Turbine Wasserwerke Berlin
2. Platz Zemann Sporrtclub Berlin
2. Kyu und 2. Dan
Internationale 1. Platz Jegust, Gerhard ASK Berlin
Schwergewicht 2. Platz Nitz, Karl SC Dynamo Berlin
Mittelgewicht 1. Kyu und 1. Dan
1. Platz Strohschneider ASK Berlin
2. Platz Brumm SC Dynamo Berlin
3. Platz Budzinski, Udo ASK Vorwärts Berlin
Internationales-
Leichtgewicht 1. Dan
1. Platz Zielke, Erich ASK Vorwärts Berlin
2. Platz Alex, Klaus ASK Vorwärts Berlin
Internationales
Leichtgewicht 2. Kyu
1. Platz Gruschka HSG Wissenschaft Berlin
2. Platz Barth SC Dynamo Berlin
3. Platz Maronza Berlin
Internationales- 2. Kyu
Mittelgewicht 1. Platz Feldchow HSG Wissenschaft Berlin
2. Platz Rübezahl HSG Wissenschaft Berlin
In kämpferisch-technischer Hinsicht verdient dieses Turnier die Note: "gut". Die Sportfreunde aus den Klubs, speziell unsere Europameisterschaftskader, importierten mit ihren Spezialwürfen und kamen teilweise zum Erfolg. Trotzdem müssen die Kader fleißiger und ausdauernd er trainieren.

Geschrieben: Günter Scheidloch

- B e g i n n 1 9 6 1 -

24.02.1961 April Seite 11 "Mitteilungen des Deutschen Judo-Verbandes

Kampfrichter
Jede Gemeinschaft, die sich mit einer oder mehreren Mannschaften oder mit einem oder mehreren Kämpfern an Meisterschaften, Aufstiegskämpfen oder Aufstiegsturnieren (Erstlings-, Anfänger-, Fortgeschritteenen-Turnier) beteilgen will, ist verpflichtet, dem zuständigen Kampfrichter -Obmann bis spätestens 14 Tage vor der Veranstaltung einen qualifizierten Kampfrichter zu melden. Dieser muß dann zu der Veranstaltung auch einsatzbereit sein. (Die Gemeinschaft muß sich also vorher mit dem Kampfrichter in Verbindung setzen). Um aber zu gewährleisten, daß nicht zu viel oder zu wenig Kampfrichter eingesetzt werden, erhalten die vorgeschlagenen Kampfrichter noch eine Benachrichtigung durch den Kampfrichter-Obmann, ob sie eingesetzt werden. Bei Veerstoß gegen diesen Beschluß erfolgt Startsperre.
gez. Helmut Bark, Vorsitzender der Kampfrichterkommission

Vergehen des Sportfreundes L. Holik

In der Sitzung des BFA Judo am 24.02. 1961 wurde folgender Beschluß gefaßt:

1. Der Sportfreund L. Holik wird mit dem 24. Februar 1961 für zwei Jahre in keiner Sektion Judo des DJV aufgenommen.

2. Beim Trainerrat des DJV wird der Antrag gestellt, dem Sportfreund L. Holik den 3. Kyu abzuerkennen und ihn auf den 6. Kyu zurückzustufen.

Begründung:

Sportfreund L. Holik wurde 1959 von der SG Dynamo Erfurt aus der Sektion ausgeschlossen. Er nahm die Funktion des Übungsleiters bei der ASG Erfurt, Sektion Judo an, ohne sich bei dieser anzumelden und war daher nicht berechtigt, Eine Funktion im DJV auszuüben. Durch sein Verhalten als Übungsleiter, durch eine falsche politisch-moralische Erziehungs- arbeit und die Herabminderung der Autorität der Sektionsleitung hat sich Sportfreund L. Holik der Bildung eines Kollektives bei der ASG Erfurt in den Weg gestellt. Die Leitung der ASG Erfurt hat Sportfreund L. Holik auch daraufhin als Übungsleiter entlassen..

Am 16. November 1961 eignete Sportfreund Sportfreund L. Holik sich durch Betrug eine Abnahmebestätigung des 2. Kyu an, obwohl er nur den 3. Kyu besaß, und trug diesen 2. Kyu auch in seiner Tätigkeit als Übungsleiter.

Auf Grund dieser Vorkommnisse hat Sportfreund L. Holik dem DJV und der demokratischen Sportbewegung einen schlechten Dienst erwiesen unddem Ansehen des DJV geschadet. Er konnte so seinen Sportlerrn kein Vorbild sein.

Die Frist für Einreichung von Beschwerden begrenzt sich auf drei Monate.

Erfurt, den 07. März 1961
Rechtskommission des BFA Judo Erfurt: gezeichnet Müller

1 9 6 1 H e f t A p r i l Seite 16 Unser Porträt "H E  L  M  U  T  B  E  C  K  E  R ASK Vorwärts Berlin"

Wenn man in Fachkreisen nach einem Judoka mit einem Kämpferherz fragt, wird man sicher auch zur Antwort er - "Helmut Becker".

Viele die einmal dem Weltergewichtsmeister unserer Republik unterlegen waren, werden das am eigenen Leib verspürt haben.

Sein "starkes" Herz hat diesem robusten Kämpfer schon viele Erfolge, hervorragende Siege und stolze Titel gebracht.

1955 Deutscher Jugendmeister

1958 Deutscher Meister im Weltergewicht

1959 Deutscher Meister im Weltergewicht

1. Platz mit dem ASK Vorwärts bei der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft.

Turniersieger mit der Mannschaft des ASK Vorwärts Berlin

1960 Deutscher Meister im Weltergewicht

1. Platz mit dem ASK Vorwärts Berlin bei der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft

Diese Erfolgsserie wirie - so nehmen wir wenigstens an, besonders im Hinblick auf das Alter von Helmut Becker - noch fortgesetzt werden.

Sein sportlicher Werdegang begann 1953 bei Wissenschaft Berlin. 1957 wurde er Mitglied beim ASK Vorwärts Berlin, zu dessen stärksten Stützen er heute noch zählt.

Sportfreund Becker hat im Jahre 1960 den schwarzen Gürtel für den 1. Dan erhalten. Diese technischen Kenntnisse und seine Erfahrungen will er ab nächstem Jahr dem Nachwuchs übermitteln, wenn er als Übungsleiter eine Trainingsgruppe erhält.

Berichterstatter: Redaktion des DJV der DDR

O k t o b e r 1 9 6 1 , H e f t N o v e m b e r Seite 11 - "Judo-Mannschaftsmeisterschaft der Sportvereinigung Dynamo (Jugend)"

In der Städtischen Turnhalle in Parchim führte die SV Dynamo in der Zeit vom 14. - 15. Oktober 1961 ihre Mannschafts- meisterschaft der Jugend der Sektion Judo durch.

Die Ausschreibung, festgelegt von der zentralen Fachkommission, sah vor, daß jeder Bezirk eine Auswahlmannschaft stellen muß und außerdem die beste Sportgemeinschaft teilnehmen kann.

Gemeldet wurden 21 Mannschaften mit etwa 200 Judokas aus 12 Bezirken unserer Republik. 2 Tage lang wurde hart und mit großem kämpferischen Einsatz um die ersten Plätze gekämpft. Besonders hat dabei die gute Leistung der SG Fürstenstternberg gefallen, die mit ihrem jungen Kollektiv den fünften Platz vor der Mannschaft des SC Dynamo Berlin einnahm.

Den ersten Platz belegte die Bezirksauswahl Dresden, die bis auf einen Mannschaftskampf alle anderen gewinnen konnte. Um den zweiten und dritten Platz gab es eine harte Auseinandersetzung zwischen der SG Dynamo Weimar mit 8 : 6 die Oberhand behalten. Den vierten Platz erkämpfte sich die Bezirksauswahl Rostock.

Bei der Einschätzung dieser Meisterschaft kann man feststellen, daß die Breitenarbeit in den Bezirken einen großen Fortschritt gemacht hat. In den Bezirken Potsdam, Rostock, Magdeburg, Frankfurt und Cottbus gibt es noch weitere Jugendmannschaften, die sich wettkampfmäßig betätigen.

Unerfreulich ist die Tatsache, daß aus den Bezirken Suhl, Gera und Karl Marx Stadt keine Mannschaften zur Meisterschaft geschckt wurden.

Zu den gezeigten Einzelleistungen kann man sagen, daß in den unteren Gewichtsklassen gute Wurftechniken gezeigt wurden und der Kampfverlauf bei den Zuschauern einen besseren Eindruck hinterließ.

In den schweren Gewichtsklassn sah es bei den meisten Kämpfen so sah es bei den meisten Kämpfen so aus, daß die physischen Kräfte zum Sieg verhalfen.

Im nächsten Jahr wird es unsere Aufgabe sein, die aufgezeigten Fehler zu beseitigen und die Leistungen weiter zu verbessern.

Geschrieben: Horst Barow

O k t o b e r 1 9 6 1 Seite 29 "30 Jahre Judoka" W I  L  L  I R O T H E R  aus Dresden.

Wenn von den mit der Entwicklung Dresdens zur Judo-Hochburg verbundenen Namen "Walter Wiiiam, Hermann Bitomsky und die Gebrüder Mitzschke die Rede ist, so ist im gleichen Atemzug der Sportfreund "Willi Rother" zu nennen.

Nachdem er mit 14 Jahre 1920 der Vereinigten Freien Turnerschaft Dresden beitritt, wechselte er im Jahre 1923 zum Arbeiter-Wasser-Club "Sparta" Dresden über, wo er sich als aktiver Wettkämpfer im Schwimmen, Springen, Wasserball und als Ergänzungssport im Waldlauf, Handball, Ski-Lang-, -sprung und -abfahrtslauf mit guten Erfolg betätigte.

Nach Gründung der ersten Dresdner Jugendgemeinschaft 1930 wurde Sportfreund Rother auf diesen Sport aufmerksam und begab sich Anfang November 1931 unter die Fittiche des damaligen Deutschen Meisters Walter William. Nach einigen Anfangsschwierigkeiten entwickelte er sich, angeregt durch die Erkenntnisse der I. Internationalen Judo-Sommerschule, Frankfurt a. M., die sein Lehrmeister vermittelte, zu einem hervorragenden Techniker, der die Sportfreunde seiner Gewichttsklasse (Mittel) bald ein- und überholte. Bei den vielen Kreis-, Bezirks- und Landesmeisterschaften der Vorkriegszeit scheiterte er stets, im Endkampf befindlich, an dem erfahreneren und jüngeren, leider dem Krieg zum Opfer gefallenen Deutschen und 2. Europameister Erich Mitzschke. Erst im Jahre 1938, nachdem er 1937 die Internationale Sommerschule besuchte, gelang ihm mit dem Hineinwachsen in die Altersklasse der große Wurf, Deutscher Meister zu werden. 11939 nochmals zum Übungslehrgang in Berlin delegiert, mußte er seine Laufbahn durch Krieg und Gefangenschaft unterbrechen.

Bereits im Judi 1949 gründete er mit Hermann Bitomsky die Schwerathletik-Abteilung der damaligen BSG Reichsbahn (jetzt Lokomotive) Dresden. Er übernahm die technische und Übungsleitung der Judogruppe, die sich aus kleinen Anfängen, trotz Konkorenz von einem Dutzen anderer Sektionen, zur Mitgliederstärksten Gemeinschaft entwickelt hat. Seine Anleitung bildeten die Anfangsgründe der Erfolge vieler junger Judokas, so der Deutschen Jugendmeister Teuber (1960) und Schenke, Dietmar (1961) sowie der Jugendstaffel mit der Erringung des Vizemeistertitels (1960). Sportfreund Hans Prellwitz 1. Dan und Horst Marsel II. Dan lernten bei Willi Rother die ersten Judoschritte.

Auch übeer den Rahmen seiner Sektion hinaus betätigte sich Sportfreund als Funktionär. So war er 1950 Mitglied des KFA, 1951 KFA-Vorsitzender, seit einigen Jahren ist er Presseobmann des KFA. Auf fast allen zentralen Übungsleiter- und Kampfrichterlehrgängen seit 1950 war er zu finden. Zuletzt absolvierte er im September 1960 den Uebungsleiterlehrgang der SV Lokomotive, bei welcher Gelenheit er die Prüfung zum 1. Kyu ablegte.

Aber auch noch als Wettkämpfer war er ab 1950, bereits im fünften Lebensjahrzehnt stehend, tätig. Trotz seines Alters gelang es ihm von 1950 bis 1955, sich bis zu den DDR-Meisterschaften durchzukämpfen, wo er stets gute vordere Plätze belegte, von seinen vielen Kreis- und Bezirks- sowie Landesmeister-Titeln ganz zu schweigen.

Noch im Jahr 1960 beteiligte er sich mit 54 Jahren bei der Kreis- und Bezirksmeisterschaft von Dresden und erzielte Mittelplätze. Zur Zeit fungiert Willi Rother als Hauptübungsleiter, technischer Leiter, Schriftführer, Hilfskassierer, Kreipresseobmann, ferner ist er Mitarbeiter des Fachorgans und wurde beim diesjährigen Verbandstag in die Revisions-kommission gewählt.

Außerdem bereitet er sich auf die Prüfung zum 1. Dan vor, wozu wir wir ihm und für seine weitere Arbeit guten Erfolg wünschen. Seine Sportlerlaufbahn möge als Vorbild für die Jugend dienen und seine Funktionärtätigkeit weitere Nachahmer finden.


Gez. Leitung Lok Dresden

0 5 . 0 3 . 1 9 6 1 Bezirkseinzelmeisterschaften in Berlin der Männer
Wissenschaft Berlin stellte drei Berliner Meister
79 Sportfreunde waren zu dieser Meisterschaft erschienen

Am 05. März 1961 fanden die Berliner Einzelmeisterschaften im Judo in der Dynamo-Halle Marchlewskistraße, statt. Obwohl die Halle wegen der Lichtverhältnisse für Judokämpfegut geeignet ist, war sie für eine derartige Veranstaltung nicht ideal.

Da zwei Matten ausgelegt wurden, war für Sitzgelegenheiten nur noch wenig Platz. Diese waren dann auch nicht ausreichend. Trotzdem hätte man allen Außenrichtern einen Stuhl geeben müssen. Es ist nicht vertretbar, wenn Außenrichter, Zuschauer und Aktive gemeinsam während der Kämpfe auf einem Turnkasten nebeneinander sitzen. Auch sollte man dafür sorgen, daß vor den Kampfrichtertischen nicht jedermann ständig hin- und herläuft. Einen schlechten Eindruck hinterließen die Kampfrichter, da jeder eine andere Kleidung trug. Sakko und Trainingsanzug gehören nicht zur Kampfrichterkleidung! Ohne Schuhe, nur in Socken zu Kampfrichtern, dürfte unzumutbar sein. Zu unterschiedlich wurde die Auslegung der Wettkampfbestimmungen vorgenommen. Hier muß der neue Bezirkskampfrichterobmann Hans Becker (2. Dan) durch Schulung der Kampfrichter schnellstens Abhilfe schaffen. Leider gab es viele Verletzungen. Nicht immer wurden rechtzeitig Ermahnungen ausgesprochen, und das Mit-auf-den-Mann-Fallen scheint wieder Mode zu werden. Das technische Niveau hat stark darunter geritten, indem man Gelb-Gurt-Trägern die Startgenehmigung erteilte. Von diesen war keiner soweit, um sich um den Berliner Titel zu bewerben. Unangenehm fiel weiterhin auf, daß die Mitglieder des BFA Berlin zwischendurch eine öffentliche Sitzung abhielten. Es sieht doch schlecht aus, wenn etwa acht Sportfreunde während dieser Veranstaltungsraum intensivdskutierten. Das sollte man den Kämpfern, vor allem aber den Zuschauern ersparen! Insgesamt erschienen 79 Teilnehmer. Gekämpft wurde nach dem 4-Minus-Punkt-System. Ab dritten Durchgang machte es Freude den Kämpfen zuzuschauen. Wenn auch nicht ausgesprochen neue, bisher unbekannte Kämpfer aufgetaucht sind, so ist doch festzustellen, daß sich einige seit dem Vorjahr wesentlich verbessert haben. Es sind das Meister Meier, Schwidurski, Schwellgert, Klaus Lindner und Harald Lindner, Runge, Liebig, Kliemann, Brumm, Bergemann und Schönbacher. Waren es im Vorjahr die Kämpfer der Gemeinschaften Wissenschaft Humboldt Uni Berlin, Dynamo Hohenschönhausen, Empor Seelenbinder und Turbine Wasserwerke, die die vorderen Plätze einnahmen, so ist in diesem Jahr noch Dynamo Helmut Just hinzu- gekommen. Am erfolgreichsten war die HSG Wissenschaft mit drei Meistern.


hier die Ergebnisse: der Berliner Meisterschaften

Federgewicht
11 Judoka 1. Platz Schwidurski, Dieter HSG Wissenschaft Berlin
2. Platz Meier, Jürgen Dynamo Hohenschönhausen Berlin
3. Platz Lindner, Harald Dynamo Helmut Just
Leichtgewicht 1. Platz Lindner, Klaus Dynamo Helmut Just
14 Teilnehmer 2. Platz Schweigert Dynamo Helmut Just
3. Platz Polazik Empor Seelenbinder Berlin
Weltergewicht 1. Platz Linzen, Hans-Harald Dynamo Helmut Just
17 Teilnehmer 2. Platz Gruschka HSG Humbold Wisseenschaft Berlin
3. Platz Runge Dynamo Hohenschönhausen Berlin
Mittelgewicht 1. Platz Kliemann, Klaus HSG Humbold Wisseenschaft Berlin
14 Teilnehmer 2. Platz Finder HSG Humbold Wisseenschaft Berlin
3. Platz Liebig Dynamo Hohenschönhausen Berlin
Halbschwergeicht 1. Platz Brumm BSG Turbine Wasserke Berlin
11 Teilnehmer 2. Platz Bergemann Dynamo Hohenschönhausen Berlin
3. Platz Jechow Einheit Weißensee
Schwergewicht 1. Platz Schönbacher, Sepp HSG Humbold Wisseenschaft Berlin
3 Teilnehmer 2. Platz Dummann Empor Seelenbinder Berlin
3. Platz Weigert Einheit Weißensee

Berichterstter: Helmut Bark

2 9 . 1 0 . 1 9 6 1 Heft 1 9 6 2 Seite 7 HSG Wissenschaft Potsdam; Bezirksligameister 1961

Erstmalig wurden in Potsdam die Judomannschaften des Bezirkes Potsdam in eine Bezirksliga und eine Bezirksklasse eingeteilt. In der Bezirksliga starten die bisher besten Mannschaften: HSG Wissenschaft Potsdam, Lokomotive Brandenburg, Aufbau Potsdam, Wissenschaft Bornim, Dynamo Königswusterhausen, Motor Ludwigsfelde und Lokomotive Oranienburg.

Der Kampfmodus der Bezirksliga war jeder gegen jeden. Die Kämpfe an drei Sonntagen, in Brandenburg, Ludwigsfelde und Potsdam ausgetragen. Nach dem ersten Kampftag ergab sich folgende Tabelle


Dynamo Königswusterhausen konnte keine Mannschaft stellen und schied nach dem zweiten Durchgang aus. Im Zweiten gab es allerlei Ueberraschaschungen. Der Titelverteidiger Brandenburg verlor gegen Wissenschaft Potsdam und gegen die Judoka von Motor Ludwigsfelde erreichte er nur ein Unentschieden. Wissenschaft Potsdam wiederum verlor gegen die starke Mannschaft von Aufbau Potsdam, so daß sich nach diesem Durchgang folgende Placierung ergab:

Motor Ludwigsfelde 7 : 1
Wissenschaft Potsdam 6 : 2
Aufbau Potsdam 6 : 2
Lokomotive Brandenburg 5 : 3
Wissenschaft Bornim 2 : 6
Lokomotive Oranienburg 0 : 8

Obwohl der Sieg in der Meisterschaft für die Judoka Motor Ludwigsfelde greifbar nahe war, gelang es diesen Kämpfern nicht, ein unentschieden gegen Wissensschaft Potsdam zu erreichen. Sie verloren (8: 4) gegen die Potsdamer Sportfreunde. Durch diesen Sieg hatten sich die Judoka von HSG Wissenschaft Potsdam den Bezirksligatitel von 1961 erkämpft. Sie hatten somit die Gelegenheit, an den Aufstiegskämpfen in die DS-Liga teilzunehmen. Aus der Bezirksliga stieg die Mannschaft von Lokomotive Oranienburg ab.

Lokomotive Brandenburg 4 : 0
Wissenschaft Potsdam 4 : 0
Motor Ludwigsfelde 4 : 0
Aufbau Potsdam 2 : 2
Wissenschaft Bornim 0 : 4
Lokomotive Oranienburg 0 : 4
Dynamo Königswusterhausen 0 : 4

Endstand:

Wissenschaft Potsdam 8 : 2
Motor Ludwigsfelde 7 : 3
Aufbau Potsdam 6 : 4
Lokomotive Brandenburg 5 : 3

Am 29. Oktober 1961 kamen die Kämpfe der Bezirksklasse zur Austragung. Die Mannschaften Lokomotive Braandenburg II, Wissenschaft Babelsberg, Dynamo Belzig, Vorwärts Geltow, Aufbau Potsdam II. Vorwärts Stahnsdorf, Wissenschaft Potsdam II, Traktor Friesenack, Motor Ludwigsfelde II, Lokomotive Oranienburg II, Dynamo Groß-Glienicke, Stahl Henningsdorf waren für die Bezirksklasse vorgesehen. Durch Abgänge einzelner Sportfreunde war es nicht jeder dieser Mannschaften möglich, an den Kämpfen teilzunehmen. Die in Babelsberg angereisten Mannschaften kämpften nach dem Modus - vier Minuspunkte scheiden aus. Nach spannenden Verlauf ergab sich, daß die Mannnschaften von ASK Vorwärts Stahnsdorf und Lokomotive Oranienburg II in die Bezirksliga aufstiegen.

Wir wünschen allen Mannschaften für das kommende Jahr einen guten Erfolg bei ihre Kämpfen.


Geschrieben: J. Hering

- B e g i n n 1 9 6 2 -

2 8 . 0 1 . 1 9 6 2 ; Graduierungs kämpfe bei Motor Skeuditz

Die Sektion der BSG Motor Skeuditz veranstaltete erstmals am 28.01.1962 ein bezirksoffenes Graduierungs Turnier in ihremBetriebssportheim für I., II und III. Kyu im Leicht- und Weltergewicht sowie für III., IV. und V. Kyu im Mittelgewicht. In beiden Klassen war es ein voller Erfolg, erkämpften sich doch im Leichtgewicht von 10 Judoka, bei je 3 Kämpfen, fünf Wertungspunkte zu nächsten Kyu und im Weltergewicht waren es sogar vier von fünf Kämpfern, die sich insgesamt 5,5 Wertungspunkte holten. Im Mittelgewicht waren elf Gelb-, neun- und fünf Grüngürtel vertreten. Hier war die Ausbeute nicht so groß, von 25 Kämpfern wurden nur sieben Wertungspunkte erkämpft. Man sollte bei solchen speziellen Graduierungskämpfen sich auf zwei Kyu-Grade beschränken. Die Sektionsleitung ist um eine Erfahrung reicher geworden, lieber weniger Kämpfer, so daß jeder gegen jeden kämpfen kann

Hier die Ergebnisse

Leichgewicht Kyu Verein Wertungspunkte
Pusch II. Motor Lindenau 2
Rögner II. DHFK Leipzig 1
Hausmann II. DHFK Leipzig 1
Fritsch I. DHFK Leipzig 0,5
Hopfmann II. Motor Schkeuditz 0,5
Weltergewicht
Schatter III. Empor HO Leipzig 2,5
Faltin II. Motor Schkeuditz Leipzig 1,5
Haushild III. Motor Lindenau 1
Döllnig II. Dynamo Grimma 0,5
Mittelgewicht
Schubert IV. Motor Schkeuditz 2
Richter IV. Motor Schkeuditz 2
Schlippe II. Aktivist Markkleeberg 1,5
Reinke IV. Lokomotive Mitte Leipzig 1
Klitzmann IV. Aktivist Markkleeberg 0,5

Die Bilanz dieser Veranstaltung ergibt, daß es sich für den Gastgeber Motor Schkeuditz gelohnt hat, diese Kämpfe zu organinieren. Von vier Sportfreunden bei insgesamt elf Kämpfen wurden sechs Wertungspunkte erkämpft. Für den Anfang ein schöner Erfolg.

Geschrieben R. Tränkner

J a n u a r 1 9 6 2 Heft 1 Seite 13; Greizer Judoka unterlagen gegen die BSG Dynamo Schwerin

In vier Vergleichskämpfen mit den jungen kampfstarken Judosportlern der BSG Dynamo Schwerin kamen die Judokas der BSG Dynamo Greiz über ein Unentschieden nicht hinaus.

In drei Verleichen behielten die Gäste die Oberhand, die damit den Gesamtvergleich mit 7 : 1 gewannen


Ergebnisse
Dynamo Schwerin 1 12 : 0 Rotation Greiz 1
Dynamo Schwerin 2 6 : 6 Rotaion Greiz 2
Dynamo Schwerin 1 10 : 2 Rotation Greiz 1

Einzelerfolge für den Gaastgeber gab es lediglich durch Scchupppe (Leicht) gegen Gruschinski (D), Nitzsche (Welter) gegen Böhm (D), Döhler (Schwergewicht) gegen Warnke (D) sowie Krämer (Schwergewicht) gegen Warnke (D) im dritten Vergleich und Schuppe (Leicht) im Hauptkampf gegen Knakowski (D) durcch Koshi-Nage

Geschrieben: Sportfreund Böttcher

0 4 . F e b r u a r 1 9 6 2 ; Schülerturnier in Berlin-Adlershof

Am 4. Februar 1962 fand in Berlin Adlershof ein bezirksoffenes Schülerturnier statt. Leider waren einige Gewichtsklasen zu wenig oder gar nicht besetzt. Erfreulich war die Anzahl der anwesenden Kampfrichter die vom Sportfreund Becker, Hans abwechselnd zu de einzelnen Veranstaltungen eingesetzt wurden, so daß eine Überlastung in Zukunft nicht mehr eintrten kann.

Ergebnisse:

Schüler B 1. Platz Reinhard Arnd Dynamo Helmut Just
27,5 kg 2. Platz Lupuleak ASK Vorwärts Berlin
3. Platz Riemer Berliner Glühlampen Werke
30,0 kg 1. Platz Scheibner Dynamo Helmut Just
2. Platz Lemon Dynamo Helmut Just
3. Platz Quast Berliner Glühlampen Werke
33,0 kg 1. Platz Kebelmann Berliner Glühlampen Werke
2. Platz Großklags Turbine Wasserwerke Berlin
3. Platz Wilski Dynamo Helmut Just
37,5 kg 1. Platz Schulz, M Turbine Wasserwerke Berlin
2. Platz Schulz, F. SG Dynamo Adlershof
40,0 kg 1. Platz Stiller ASK Vorwärts Berlin
2. Platz Großkopf ASK Vorwärts Berlin
3. Platz Löhmann ASK Vorwärts Berlin
Schüler A 1. Platz Isenheim SG Dynamo Helmut Just Berlin
35,0 kg 2. Platz Riemer Berliner Glühlampen Werke
3. Platz Vorwerk Berliner Glühlampen Werke
37,5 kg 1. Platz Bozian ASK Vorwärts Berlin
2. Platz Mintel Turbine Wasserwerke Berlin
40,0 kg 1. Platz Schulz Einheit Friesen Berlin
2. Platz Neumann Berliner Glühlampen Werke
3. Platz Freißdorf SG Dynamo Helmut Just Berlin
42,5 kg 1. Platz Bensch ASK Vorwärts Berlin
2. Platz Ludewig Dynamo Helmut Just
3. Platz Krause ASK Vorwärts Berlin
45,0 kg 1. Platz Bosin SG Dynamo Helmut Just Berlin
2. Platz Bozian ASK Vorwärts Berlin
3. Platz Schäfer SG Dynamo Helmut Just Berlin
47,5 kg 1. Platz Rauen Berliner Glühlampen Werke
2. Platz Kirschner HSG Wissenschaft Berlin
3. Platz Fuchs SG Dynamo Helmut Just Berlin
57,5 kg 1. Platz Adam SG Dynamo Helmut Just Berlin
2. Platz Gebauer HSG Wissenschaft Berlin
3. Platz Selachek Berliner Glühlampen Werke

Geschrieben: Sportfreund Lehmann

0 4 . 0 2 . 1 9 6 2 , Potsdam - Jugendtitelkämpfe des Bezirkes Potsdam

Eine sehr starke Beteiligung hatten die am 04. Februar 1962 in Ludwigsfelde ausgetragenen Jugendmeisterschaften des Bezirkes Potsdam zu verzeichnen. Insgesamt stellten sich 88 Bewerber um den Bezirksjugendtitel der A- und B-Klasse dem Kampfgericht.

Unsere Nachwuchs-Judokas zeigten gutes technisches Können, und da es nicht nur um den Titelgewinn, sondern auch um die Qualifizierung für die Deutschen Einzelmeisterschaften in Berlin ging, gab es sehr heftige Auseinandersetzungen in allen Gewichtsklassen.

Ein Hinweis wäre noch dahingehend den Übungsleitern zu geben, daß das offensichtliche in-den-Bodenziehen beim Wurfansatz, das Hineinfallen in den Wurf sowie das Kopfstellen des Ukes bei den Kämpfern beseitigt wird.

Hervorzuheben sind die Leistungen aller Kampfrichter, die ihre Aufgabe gut lösten.


Die neuen Bezirksmeister

Jugend B 40,0 kg Haynicz Wissenschaft Potsdam
45,0 kg Lohse Lokomotive Oranienburg
50,0 kg Gürenowitz Wissenschaft Babelsberg
55,0 kg Neumann Lokomotive Oranienburg
60,0 kg Oelmann Dynamo Königswusterhausen
65,0 kg Kreusburg Wissenschaft Potsdam
Jugend A 50,0 kg Schröder Wissenschaft Potsdam
55,0 kg Kelm Wissenschaft Potsdam
60,0 kg Fabry Lokomotive Oranienburg
65,0 kg Kattner Dynamo Königswusterhausen
70,0 kg Hering II Motor Ludwigsfelde
75,0 kg Mißbach Dynamo Königswusterhausen
über 75,0 kg Freitag Lokomotive Oranienburg

Geschrieben: Joachim Hering

1 9 6 2 ; Dresdener Judo-Pionier - "W A  L  T  E  R  W  I  L  L  I  A  M  S "  - Zum 70. Lebensjahr

Nachdem wir schon vielfach die sportliche Entwicklung jüngerer Spitzensportler und Funktionäre veröffentlicht haben, wollen wir hier die Sportlaufbahn eines der ältesten Mitarbeiter des Deutschen Judosports würdigen, der sich besonders im Bezirk Dresden große Verdienste erworben hat.

Walter Williams trat mit 15 Jahren dem Turnverein Großröhrsdorf in Sachsen bei. Wettkämpferisch betätigte er sich im Zwölfkampf. Durch Militärzeit und den ersten Weltkrieg mußte er seine Sportlerlaufbahn unterbrechen. Im Jahre 1920 trat er dem Arbeiter-Kraftsportverein "Sandow" in Dresden, wohin er durch Eintritt in die Verkehrspolizei übeersiedelte, bei. Hier widmete er sich dem Ringkampfsport und durch seine Leistungen qualifizierte er sich für die Städtemannschaft als Schwergewichtler.

Als Walter Williams 1924 einen dienstlichen Jiu-Jitsu-Lehrgang an der Sporthochschule Spandau absolvierte, erwachte sein Intresse für diese Sportart. Schon 1925 erkämpfte er sich den Polizeimeistertitel im Schwergewicht, den er 1926 erfolgreich verteidigte.

Kurz darauf machte sich Walter Williams in seinem erlernten Fleischerberuf selbstständig und übernahm als ehrenamtlicher Übungsleiter die Schwerathletik-Abteilung des VFL-Reichsbahn. 1930 war er von den japanischen Lehrern durch seinen Sieg über Professor Tani (4. Dan) den 1. Dan verliehen.

Im gleichen Jahr war Walter Williams Kapitän und Teilnehmer im Schwergewicht der Nationalmannschaft, die in 5 englischen Städten kämpfte und in allen Begegnungen die von Japanern trainierten Engländer sensationell besiegte. Bei den Deutschen Kampfspielen 1934 wurde er als vielseitiger Athlet Sieger im Judo und belegte den dritten Platz im Freistilringen. Seine sportlichee Laufbahn schloß er 1934 bei den Judo-Europameisterschaften in Dresden als Vizemeister im Schwergewicht.

Beim Wiederaufbau der sozialistischen Sportbewegung stellte er sich sofort als Kampfrichter für Judo zur Verfügung. Innerhalb der Sportvereinigung seiner Berufssparte bildete er 1959 miit Kurt Minkwitz die Sektion Judo der BSG Empor Löbtau und übernahm die Sektionsleitung. In dieser Eigenschaft ist er auf allen Kreifachausschußsitzungen zu finden und hat großen Anteil an den Aufstieg seiner Mannschaft zur Oberliga, die aber durch Kämpferausfall wieder in die DDR-Liga absteigen mußte.

Hoffenwir, daß es unserem Walter Williams noch lange Jahre vergönnt ist, Weiterausbau des Judosports mitzuwirken, wofür wir ihm, auch für die bisher geleistete Arbeit, nur danken können.


Geschrieben: Willi Rother

1 1 . F e b r u a r 1 9 6 2 Mannschaftsturnier in Oranienburg

Am 11. Februar 1962 wurde mit einem Mannschaftsturnier (internationale Gewichtsklassen) die neue Turnhalle in Oranienburg eingeweiht.

Dem Kampfgericht stellten sich die Mannschaften von SG Dynamo Hohenschönhausen (Berlin), Dynamo Stralsund, Lokomotive Wismar, Lokomotive Stendal I und II sowie Lokomotive Oranienburg.

Eingeleitet wurde das Turnier durch einen Schüler-Vergleichskampf zwischen Dynamo Hohenschönhausen und Lokomotive Oranienburg. Mit 14 : 2 behielt die Staffel der Gastgeber die Oberhand.

Die Hohenschönhausener nahmen Favoritenstellen ein, abber trotzdem gelang es Lokomotive Stendal I nach einer harten Auseinandersetzung, durch Siege von Noack und Pagels 4 Punkte zu erzielen. Mit 10 : 2 Punkten siegte dann Dynamo Hohenschönhausen gegen Dynamo Stralsund. Da Lokomotive Oranienburg mit 12 : 0 gegen Lokomotive Stendal 10 : 2 gegen Lokomotive Wismar gewonnen hatte, mußte die Begegnung mit den Berlinern über den Turniersieg entscheiden. Nach ausgeglichenen Kämpfen konnte Lokomotive den Favoriten eine 8 : 4 Niederlage beibringen. Der Turniersieg der Oranienburger wurde noch durch einen 10 : 2 Erfolg über Stralsund gefestigt.


Hier die Placierungen:

Jugend B
1. Platz Lokomotive Oranienburg
2. Platz Dynamo Hohenschönhausen
3. Platz Lokomotive Stendal I
4. Platz SG Dynamo Stralsund
5. Platz Lokomotive Wismar
6. Platz Lokomotive Stendal II

Geschrieben: E. Rother

1 1 . M ä r z 1 9 6 2 Berlin Bezirksmeisterschaften in Berlin

Am 11.März 1962 fanden in Berlin die Bezirkseinzelmeisterschaften der Männer statt. Mit der Durchführung der Veranstaltung wurde der SC Dynamo Berlin beauftragt. Leider wurde auch diese Meisterschaft nicht ohnne organisatorische Schwächen durchgeführt, auf die ich aber später eingehen möchte.

Zunächst hier die Ergebnisse in den einzelnen Gewichtsklassen Jürgen Maier (SG Dynamo Hohenschönhausen) wurde seiner Favoritenrolle im Federgewicht gerecht, indem er sich den Ttitel erkämpfte und Koschny Einheit Weißensee Berlin, sowie Gotzmer (HSG Wissenschaft Berlin auf die Plätze verwies.

Im Leichgewicht starteten 13 Sportfreunde, Schwidurski (HSG Wissenschaft Berlin) konnte hier den ersten Platz erringen, es folgten 2. Platz Hummel Empor Seelenbinder) und weiter Pischa (HSG Wissenschaft Berlin) sowie Fenner Turbine Wasserwerke Berlin.

Die größte Teilnehmerzahl (16) hatte das Weltergewicht zu verzeichnen. Nach sehr lebhaften und spannenden Auseiandersetzungen gelang es Klaus Lindner (Dynamo Helmut Just ) sich gegen Scheidlock (ASG Berlin), Gruschka (HSG Wissenschaft Berlin) und Stein SC Dynamo Berlin) zu behaupten.

Mit der gleichen Härte und Konzentradition wurde in der mit 13 Teilnehmern besetzten Mittelgewichtsklasse gekämpft. Besonders Kliemann (HSG Wissenschaft Berlin) gefiel durch gute und vor allem taktisch-kluge Kampfesführung. Bis zum Schluß blieben die Plazierungen offen, da sich drei Sportfreunde der HSG unter den letzten viier Titelanwärtern befanden. Nach den Finalkämpfen gab es nachstehende Ergebnisse: 1. Platz Becker, 2. Platz Kliemann, 3. Platz Felschow (alle HSG Humold Uni Berlin) sowie Stein (Sportclub Dynamo Berlin).Im Halbschwergewicht erkämpfte sich Johannes Kluth (ASG Berlin) vor Hans Roth (HSG Wissenschaft Berlin) und Brumm (Turbine Wasserwerke Berlin) den Berliner Meistertitel.

Im Schwergewicht setzte sich erwartungsgemäß Schönbacher (HSG Wissenschaft Berlin) vor Dumann (Empor Seelenbinder Berlin) und Wolf (Dynamo Helmut Just) durch.

Zu den organisatorischen Schwächen wäre zu sagen, daß vom BFA Berlin in Verbindung mit dem DTSB endlich die Raumfrage für derartige Veranstaltungen gelöst werden muß. Der jetzige Zustand läßt hinsichtlich der beengten Umkleideräume sowie der Wettkampfstätte selbst sehr zu wünschen übrig, da viele Zuschauer und Kämpfer stundenlang stehen müssen. Des weiteren wäre es nötig, bei Meisterschaften jeder Art eine Plakatierung vorzunehmen, die vom BFA organisiert werden muß, um möglichst vielen Zuschauer Zuschauer zum Besuch unserer Veranstaltungen zu bewegen. Ebenso darf es nicht vorkommen, daß bei einer Meisterschaft die angeforderten Sanitäter nicht erscheinen und ein Eintriittsgeld für Zuschauer nicht erhoben wird. Es bleibt nur zu hoffen, daß sich bei zukünftigen Veranstaltungen derartige Mängel nicht wiederholen, damit der Judosport weitere Anhänger findet.


Geschrieben: E. Lehmann

24. und 25. März 1962 Kreismeisterschaften in Leipzig der Männer

130 Kämpfer stellten sich am 24. und 25.März 1962 dem Kampfgericht und ließen somit von der quantitativen Seite her die Meisterschaften zu einem Erfolg Erfolg. Aber auch qualitativ demeonstrieten die Kämpfe die Vorwärtsentwicklung des Judosports in unserem Bezirk. Das Erfreuliche dieser Meisterschaften war daß gerade der Nachwuchs sich gegen viele Favoriten behauptete, allen voran der Leichtgewichtler Schnabel (DHFK Leipzig), der gut renomierte Kämpfer wie Rögner (DHFK Leipzig) Hopfmann (Motor Schkeuditz) und Pusch Motor Lindenau) entscheidend besiegen konnte und lediglich gegen den späteren Sieger Hausmann (DHFK Leipzig) durch Richterentscheid verlor. Der aus der Jugend kommende Wild (DHFK Leipzig) schaffte in der am stärksten besetzten Mittelgewichtsklasse das schier unmögliche und wurde dritter. Selbst ein so bewährter Mattenfuchs wie der Lok-Judoka Peter (1. Dan) konnte den Siegeszug dieses prächtigen Nachwuchssportlers nicht bremsen

Auch in diesem Jahr kam es zu dem erwarteten Kräftemessen der beiden Sportgemeinschaften Wissenschaft DHFK Leipzig und Lokomotive Mitte Leipzig, aber dennoch haben auch die anderen Gemeinschaften viel Boden gutgemacht. Auffallend, daß gerade in den leichten Gewichtsklassen - sieht man von Sieg des mehrfachen Deutschen Meisters Schneider (Lokomotive Leipzig im Federgewicht ab - die DHFK Leipzig eindeutig ihre Überlegenheit demonstrieren konnte. Wogegen in den schweren Gewichtsklassen Lokomotive Leipzig die besseren Kämpfer auf die Matte brachte.


Hier die Ergebnisse

Federgewicht 1. Platz Schneider Lokomotive Mitte Leipzig
2. Platz Fritsch HSG DHFK Leipzig
3. Platz Ludwig HSG DHFK Leipzig
Leichtgewicht 1. Platz Hausmann HSG DHFK Leipzig
2. Platz Schnabel DHSG DHFK Leipzig
3. Platz Teichert HSG DHFK Leipzig
Weltergewicht 1. Platz Daßler HSG DHFK Leipzig
2. Platz Böhme HSG DHFK Leipzig
3. Platz Singer HSG DHFK Leipzig
Mittelgewicht 1. Platz Hänsch Lokomotive Mitte Leipzig
2. Platz Kretzschmar Lokomotive Mitte Leipzig
3. Platz Wild HSG DHFK Leipzig
Halbschwergeicht 1. Platz Schneider HSG DHFK Leipzig
2. Platz Stegemund Motor Gohlis Nord
3. Platz Pelka Lokomotive Mitte Leipzig
Schwergewicht 1. Platz Burghardt Lokomotive Mitte Leipzig
2. Platz Schröder Motor Lindenau Leipzig
3. Platz Fretzschner Lokomotive Mitte Leipzig

Geschrieben: M. Mallek

0 6 . O k t o b e r 1 9 6 2 "Mannschafts- und Einzeltuernier des DDR-Nachwuchses"

Mit einem Mannschaftsvergleichskampf zwischen einer Nachwuchsauswahl der DDR und einer FSGT-Auswahl Frankreichs und eines anschließenden Turnier am 06. Oktober 1962 in der Sporthalle des Berliner Sportforums hatten unsere Judoka eine weitere Gelegenheit, ihre derzeitige Form zu überprüfen. Trotz herrlichen Wetters und vieler Sportveranstaltungen waren rund 300 Zuschauer Zeuge dieser Kämpfe, die Rahmen des Bezirks-Turn- und Sportfestes in Groß-Berlin-Ost anläßlich des 13. Jahrestages der Deutschen Demokratischen Republik durchgeführt wurde.

Unsere sympatischen Gäste aus Frankreich bewiesen mit ihrem kommen ihre brüderliche Solidarität zwischen den französischen und deutschen Judoka. Ihre neugewonnenen Eindrücke über die dem Frieden und der Freundschaft dienende Entwicklung in unserer Republik werden beitragen, die Freundschaftsbande weiter zu festigen und zu vertiefen.

Trotz des hohen Mannschaftssieges unserer Vertreter gab es sehr spannende Auseinandersetzungen, die ein gutes technischen Neveau hatten.


Für unsere Auswahl kämpften:

Leichtgewicht Wiesner Günter 1. Dan SC Dynamo Berlin
Daßler Burghard 1.. Platz HSG DHFK Leipzig
Mittelgewicht Borgward Wolfgang 1. Dan ASK Vorwärts Berlin
Ernst Klaus III. Kyu SC DHFK Leipzig
Schwergewicht Lindner Armin I. Kyu SC DHFK Leipzig
Geschonetz III. Kyu SC DHFK Leipzig

Im darauffolgenden Turnier konnten sich zwar von den französischen Sportlern im

Leichtgewicht Ganel 2. Dan
Blosiser 1. Dan
Mittelgewicht Laumagen 1. Dan
Maziers 1. Dan
Schwergewicht Anton 2. Dan

Für die Endkämpfe plazierten, jedoch mußten sie sich dann dem besseren technischen Können unserer Sportler beugen.

Leichtgewwicht
1. Platz Wiesner, Günter SC Dynamo Berlin
2. Platz Schröder, Joachim Dynamo Berlin
3. Platz Sobisch, Rainer SC Dynamo Berlin
4. Platz Scholz ASK Vorwärts Berlin
Mittelgewicht
1. Platz Smirat, Otto SC Dynamo Berlin
2. Platz Brumm, Manfred Turbine Wasserwerke Berlin
3. Platz Micka, Wolfgang SC Dynamo Berlin
4. Platz Borgward, Wolfgang ASK Vorwärts Berlin
Schwergewicht
1. Platz Nitz, Karl SC Dynamo Berlin
2. Platz Lindner, Armin SC DHFK Leipzig
3. Platz Jegust, Gerhard ASK Vorwärts Berlin
4. Platz Geschoneck SC DHFK Leipzig

Als beste Kämpfer der FSGT-Auswahl traten hervor:

Ganel und Magziers, die größten Teil ihrer Vorkämpfe gewinnen konten.

Von unseren Nachwuchssportlern fiel besonders Manfred Brumm von der BSG Turbine Wasserwerke Berlin auf Man kann ihn von dieser Stelle nur zurufen: Trainiere weiter so fleißig und zielstrebig, dann werden die sportlichen Erfolge auch nicht ausbleiben.

Europameister Sportfreund Herbert Niemann konnte wegen Verletzung nicht an den Kämpfen teilnehmen, und Sportfreund Erik Zielke mußte wegen Verletzung nach den Vorkämpfen ausscheiden. Beiden Sportlern wünschen wir auf diesem Wege recht gute Besserung.

Eine Nachbetrachtung zu den einzelnen Kämpfen bleibt der nächsten Nummer des Mitteilungsblattes vorbehaalten.


Bericht Horst Barow und Heinz Reichow

Mitteilungsblatt 1 9 6 2 M a i S . 1 5 , Unser Porträt: "G E R D S C H N E I D E R "

Unser Sportfreund Gert Schneider gehört zu der Kategorie von Menschen, die sich schon als Kinder für den Sport interessieren und auch damit beschäftigen. Mit dem 11. Lebensjahr war er im Schwimmbecken sowie auf der Aschenbahn beheimatet, und bei leichtathletischen Wettkämpfen verdiente er sich die ersten Sporren als Mitglied der BSG Stahl Riesa

Sportfreund Gert Schneider erlernte den Beruf eines Dekorationsmalers, und nach Abschluß seiner Lehre war er noch zwei Jahre in diesem Beruf tätig. Da der Sport bei ihm stets im Vorgrund stand, bewarb er sich 1953 an der ABF der DHFK in Leipzig und bestand auch mit Erfolg die Aufnahmeprüfung. Bei seinem Studium widmete er sich besonders dem Judosport. Zusammen mit Hubert Sturm, der jetzt seine Trainertäigkeit beim ASK Vorwärts Berlin ausübt, absolvierte Gert Schneider seine Trainingsstunden bei dem Experten unseres Judosports Horst Wolf, dem derzeigen Präsidenten des DJV, Trainingsfleiß und Intensität brachten ihm schon in kurzer Zeit achtbare Erfolge. 1955 konnte er bei den Deutschen Meisterschaften im Leichtgewicht den dritten Platz erkämpfen.

Da aber auch das Studium große Anforderungen stellte, war es für Gert Schneider nicht leicht, die Aufgaben des Studenten mit denen des Leistungssportlers zu erfüllen. Es standen ihm in der Regel nur zwei bis drei Trainingsabende in der Woche zur Verfügung. Mit Erfolg legte er im Herbst 1956 die Prüfung zum 1. Dan ab. Imm gleichen Jahr bestand er auch sein Abitur mit der Note "gut" und wurde an der DHFK imatrikuliert.

Aber auch die ehrenamtliche Funktionstätigkeit blieb ihm nich fremd. Er arbeitete in der Leitung der Sektion Judo der HSG DHFK Leipzig mit und übernahm als Übungsleiter eine Nachwuchsgruppe. Gemeinsam mit Hubert Sturm trainierte er die Judoka der BSG Chemie Bitterfeld und leitete auch das Judo-Training der BSG Motor Schkeuditz.

Nach der Teilnahme an den Studenten-Europameisterschaften in Frankreich 1958 beendete Sportfreund Gert Schneider imJahre 1959 seine Laufbahn als aktiver Wettkämpfer mit dem Start zu den Deutschen Meisterschaften, bei denen er im Weltergewicht den Rang eines Vizemeisters belegen konnte. Die Prüfung für den 2. Dan bestand er im gleichen Jahr und schloß 1960 sein Studium an der DHFK Leipzig erfolgreich als Diplomsportlehrer ab.

Ein sehr großes Betätigungsfeld fand Gert Schneider beim SC Dynamo wo er zusammen mit Henry Hempel das Training leitet. Er arbeitet im BFA Judo Groß-Berlin als Vorsitzender der Trainerkommission und ist stellvertrender Vorsitzender der Jugenkommission des DJV.

Als Kandidat der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands erfüllt Gerd Schneider gewissenhaft seine gesellschaftlichen Aufgaben und setzt sich für den Sieg des Sozialismus ein. Wir sind uns gewiß, daß unser Sportfreund Gerd Schneider seine Kenntisse und Erfahrungen dem aufwärtsstrebenden Nachwuchs übermitteln wird und wünschen ihm noch viele Erfolge und Schaffenskraft in seiner Arbeit. Nochmals herzlichen Glückwunsch zum 3. Dan.


Redaktion des DJV: Walter Ludwig

Mitteilungsblatt 1 9 6 2 M a i S. 15, Unser Porträt: "H E L M U T  B A R K 3. Dan Vors. Kari.-Komm des DJV

Die Ablegung der Prüfung zum 3. Dan war eigentlich der Anlaß, mich mit Sportfreund Helmut Bark über seine Laufbahn zu unterhalten. Wir kennen uns schon seit einer Reihe von Jahren und ich muß schon sagen, daß er durch sein sympatisches Wesen sich sehr viele Freunde im Judosport geschaffen hat. Andererseits ist es ihm aber nicht sympatisch, daß ich hier in unserem Fachorgan über seine Erfolge berichte, denn er will bescheiden im Hintergrund bleiben. Es war nicht leicht, alles das von Helmut Bark zu erfahren, was auch unsere Leser interessiert, aber in einer zwanglosen Unterhaltung habe ich mir doch einige Notizen gemacht, die ich hier wiedergeben möchte.

Helmut Bark ist geborener Berliner und erreiicht noch in diesem Jahr das "36.". Obwohl er schon seit 1941 mit dem Judosport auf "Du" und "Du" steht und in der Jugend achtbare Erfolge zu verzeichnen hatte, stieg er doch erst nach 1945 voll und ganz in unseren schönen Kampfsport ein. Durch zielbewußtes Training, unter Anleitung des Trainers Hans Becker, erkämpfte er sich 1949 den Berliner Meistertitel im Leichtgewicht. Damit waren die Würfel für seine Bewährungsprobe gefallen und die Erfolgsserie riß nicht ab, obgleich zum Weltergewicht überwechselte. Vielfacher Meister, Mitglied der Nationalmannschaft und internationale Erfolge spiegeln seine Leistungen wider. Bei einem Blick in sein Startbuch überzeugte ich mich, daß Helmut Bark 130 Kämpfe absolviert hat und davon nur 17 verlorengingen. Gekrönt wurde seine aktive Leistung 1956 mit der hohen Auszeichnung "Meister des Sports".

Schon als aktiver Judoka beschäfftigte sich Helmut Bark mit der Übungsleitertätigkeit und sah seine Hauptaufgabe darin, seine Erfahrungen und Kenntnisse dem Judonachwuchs zu übermitteln. Durch die sy-stematische Weiterbildung im DJV, besonders unter der Anleitung des Sportfreundes Horst Wolf, konnte sich Helmut Bark auch als Trainer weiter qualifizieren. Auch in dieser Eigenschaft blieben die Erfolge nicht aus und die von ihm trainierten Sportgemeinschaften, Empor , "Werner Seelenbinder" und Humbold-Universität Berlin, haben einen achtbaren Leistungsanstieg zu verzeichnen. Daß die Uni-Mannschaft von Berlin auch in diesem Jahr erfolgreich den Deutschen Mannschaftstitel verteidigen konnte, ist nicht zuletzt sein Verdienst.

Viel Mühe und Zeit nimmt außer seiner beruflichen Tätigkeit als Projektant im Fernmeldewesen, seine ehrenamtliche Arbei im Verband, besonders als Vorsitzender der Kampfrichterkommission, in Anspruch. Sein Bestreben wird es sein, auch noch die Prüfung für den 4. Dan abzulegen.

Wünschen wir unserem Helmut Bark noch viel Schaffenskraft und Erfolge bei der Entwicklung unseres Judosportes.


Redaktion des DJV: Walter Ludwig

1 6 . S e p t e m b e r 1 9 6 2 Bezirksmannschaftsmeisterschaft "Kampfstarke Schweriner Judoka!" in Schwerin

Am 16. September 1962 absolvierten die Judokas des Bezirkes Schwerin ihre Bezirksmannschaftsmeisterschaften der Männer und der Jugend, und gleichzeitig wurden auch die Einzelmeisterschaften der Schüler durchgeführt. Als Veranstalter zeichnete die Sektion Judo der SG Dynamo Schwerin. Außer dem Gastgeber, der zwei Mannschaften und eine Jugendmannschaft stellte, nahmen noch Dynamo Bützow und Dynamo Parchim teil. Die SG Post Güstrow war leider infolge Terminschwierigkeiten verhindert, und die SG Dynamo Wittenberg und Perleberg beteiligten sich lediglich als Kampfgemeinschaften in Stärke von je 4 Judoka. Mit den um die Einzelmeisterschaften kämpfenden Schüler starteten insgesamt 80 Aktive, eine für die Argrarstruktur des Bezirkes ungewöhnlich große Zahl, ein bedeutsames Zeugnis für eine erfolgreich Breitenarbeit. Die Kämpfe selbst zeigten einen erfreulichen Leistungsanstieg in technischer Hinsicht.

Es war eine Freude, auch den jüngsten Nachwuchs auf der Matte zu sehen, der ebenso verbissen um den Sieg kämpfte wie die Jugend und die Männer.

Neuer Bezirksmannschaftsmeister wurde die rste Männer-Mannschaft der SG Dynamo Schwerin mit 8 : 0 gefolgt von der zweiten Schweriner Schweriner Männerstaffel mit 6 : 2. Den dritten Platz belegte Dynamo Güstrow vor Parchim.

Auch den Bezirks-Jugendtitel erkämpften die Schweriner und verwiesen Bützow und Parchim auf die Plätze.

Die Verlierer gaben ihr Bestes, konnten jedoch gegen die zur Zeit außerordentlich kampfstarken Schweriner in deren Reihen einem ersten Dan, auch der Jugendmeister im Schwergewicht 1962 Klaus Hennig kämpften, nicht aufkommen.

Hier diem Mannschaftsaufstellung der Ersten und Zweiten Mannschaft der SG Dynamo Schwerin:

1. Mannschaft 1.Günter Nowak (3. Kyu), Willi Gruschinski (4. Kyu), Heinz Stiller 2. Kyu), Gerhard Czerwinski (2. Kyu), Udo Budzinski (1. Dan) und Siegfried Zerk (2. Kyu).

2. Mannschaft:Karl Heinz Jasse (5. Kyu), Manfred Pirch (5. Kyu), Erwin Haase (4. Kyu), Hans Felske (5. Kyu), Bruno Losehand (3. Kyu) und Klaus Hennig (4. Kyu)


Berichterstatter: Gerhard Hennig

1 9 6 2 S e p t e m b e r S. 19, Unser Porträt: " W I  L  L  I   L  O  R  B  E  E  R " 3. Dan Verdienter Meister des Sports

Als weiteren Träger des 3. Dan wollen wir hier unseren Willi Lorbeer, Trainer beim ASK Vorwärts Berlin vorstellen.

Sportfreund Willi Lorbeer ist geborener Spree-Athener, zählt 47 Lenze und feiert in diesem Jahr schon sein 28jähriges Judo-Jubiläum.

Es war im Jahre 1934, als er bei der Sportvereinigung Ost-Berlin, unter Anleitung des Sportfreundes Hanne Becker, die ersten Trainingsstunden absolvierte. Dort lernte Willi Lorbeer auch unseren unvergessenen Werner Seelenbinder kennen und kämpfte später mit ihm und Hans Becker in einer Mannschaft.

Seine Liebe zum Judosport, sein eifriger Traiingsfleiß halfen ihm bald zu einer guten Leistungsentwicklung, die durch den Weltkrieg jäh unterbrochen wurde. Nach 1945 widmete er sich wieder dem Judosport und betätigte sich bei der BSG Lokomotive Leipzig als Übungsleiter. Hier kämpfte er noch erfolgreich als 39jähriger Leichtgewichtler in der Lokomotive-Oberliga-Staffel.

Eifrig war Willi Lorbeer bemüht, sich als Übungsleiter bzw. Trainer zu vervollkommenen, nahm an Lehrwart-Lehrgängen teil und hatte in unseren jetzige Präsidenten Horst Wolf einen vorbildlichen Lehrmeister. Sportfreund Willi Lorbeer wurde 1954 Mitglied der HSG Wissenschaft DHFK Leipzig.

Von 1952 bis 1955 übte er als Bezirkslehrwart im Fachausschuß Leipzig eine fruchtbringende Funktion aus und stellte sich dann 1958 dem Trainerrat des DJV zur Verfügung. In diesem Jahr wurde er auch als hauptamtlicher Trainer zum ASK Vorwärts nach Berlin berufen, und unter seiner Leitung erkämpfte sich die Vorwärts-Staffel zweimal den Deutschen Meistertitel. Wie erfolgreich sich seine Trainerarbeit dei dem ASK Vorwärts Berlin auswirkte, zeigen die erreichten Leistungsziele seiner Schützlinge.

Zehn ASK-Judoka wurden mit dem Deutschen Meisstertitel ausgezeichnet und viermal wurde der hohe Titel "Meister des Sports" an Sportler seines Kollektivs vergeben.

Willi Lorbeer kann stolz darauf sein, daß seine Judoka auf internationalen Matten ihre Bewährungsprobe überzeugend bestanden. Herbert Niemann erkämpfte sich zweimal den Europatitel, und zwei Silbermedaillen sowie eine Bronzemedaille brachten die Sportfreunde Niemann und Zielke von den Europameisterschaften mit.

Die Prüfung für den 1. Dan legte Willi Lorbeer 1956 ab, den 2. Dan erhielt er 1958 und den 3. Dan 1961.

Außerdem beendete er sin dreijähriges Trainerfachschulfernstudium in diesem Jahr.

Für besondere Leistungen wurde Willi Lorbeer viermal mit der diesbezüglichen Medaille ausgezeichnet und ebenso erhielt er die Verdienstmedaille der NVA in Bronze und Silber. Den höchsten Titel, der in unserer sozialistischen Sportbewegung vergeben wird, Verdienter Meister des Sports, erhielt er in diesem Jahr. Damit wurden die Verdiienste seiner Trainertätigkeit eindeutig eindeutig dokumentiert.

Wir hoffen, daß mit diesem hier kurz aufgezeigten sportlichen Lebenslauf unserem Willi Lorbeer neue Impulse für seine Schaffenskraft gegeben werden und wir noch oft von ihm den Leistungen seines Kollektivs in unserem Judo-Mitteilungsblatt berichten können.


1 6 . D e z e m b e r 1 9 6 2 "Jahresabschluß turnier in Frankfurt-Oder

Am 16. Dezember 1962 führte die Sektion der SG Dynamo "Peter Göring" Frankfurt-Oder im FDGB-Haus ein Pokal-Turnier der "Jugen Pioniere" durch.

Pokalsieger wurden

32,5 kg 1. Platz Egler SG Dynamo Eisenhüttenstadt-Nord
35,0 kg 1. Platz Bolatzky SG Dynamo Fürstenwalde
37,5 kg 1. Platz Franke SG Dynamo "Wilhelm-Pieck-Stadt" Guben
40,0 kg 1. Platz Hoffmann SG Dynamo Eisenhüttenstadt-Nord
-42,5 kg 1. Platz Scherer SG Dynamo Eisenhüttenstadt-Nord
-45,0 kg 1. Platz Herke SG Dynamo Eisenhüttenstadt-Nord
-47,5 kg 1. Platz Baumann SG Dynamo Fürstenwalde
-50,0 kg 1. Platz Preuße SG Dynamo "Peter Göring" Frankfurt-o
-52,5 kg 1. Platz Schweda SG Dynamo "Peter Göring" Frankfurt-o
+52,5 kg 1. Platz Dlugosch SG Dynamo Angermünde

Berichterstatter: Günter Borth

D e z e m b e r 1 9 6 2 Seite 29 " Porträt" W I  L  L  I    F I  E  T  S C H aus Gera

Auch im Deutschen Judo-Judo-Verband gibt es viele Funktionäre, die nie groß an die Öffentlichkeit treten und dere Namen wenig bekannt sind.

Sie erfüllten ihre ehrenamtlich übernommenen Aufgaben mit großer Präzision, sind stets darauf bedacht, daß die Entwicklung des DJV der DDR voranschreitet und legen auf Dankesworte keinen besondren Wert. Zu diesen Funktionären zählt unser Willi Fietsch aus Gera, der sich schon über Vierjahrzehnte dem Judosport widmet. Seit 1906 gehört er der Areitersportbewegung an. Nach der Beendigung seiner Lehrzeit als Dreher ging Willi Fietsch auf Wanderschaft und übte de Sport in Arbeitersportvereinen in vielen Städten Deutschlands aus.

Nach dem ersten Weltkrieg trat Sportfreund Willi Fietsch dem Arbeitersportverein "Vorwärts" Zwötzen bei, und da hier der Judosport noch keinen Fuß gefaßt hatte, beschäftigte er sich mehr mit dem Boxsport.

Im Jahre 1922 gelang es ihm, den Judosport in seinem Bezirk einzuführen. Auf Grund seiner Initiative schritt der Aufbau in Eisenberg gut voran, und er leitete die Ausbildung in ganz Thüringen. Sportfreund Willi Fietsch fungierte dann als Sportwart des Kreises Gera, später leitete er die Gruppe Mitteldeutschland als Sportwart.

Er nahm auch Verbindung mit München, Düseldorf, Hamburg, Berlin, Leipzig und Görlitz auf, wo der Judosport schon ein gutes Fundament hatte. 1923 und 1924 gab es die ersten Kämpfe gegen Eisenberg.

Im Jahre 1926 zum Sportfest des Arbeiterathletenbundes in Ludwigshafen kam es erstmalig zu einem großen Kampf zwischen München und Berlin. Zu diesem Zeitpunkt übte auch Willi Fietsch die Funktion als Bundessportwart im Judo aus und leitete viele Lehrgänge.

Als Funktionär im Judo war Willi Fietsch an den gewaltigen Turnfesten der Arbeitersportler 1929 in Nürnberg und an der Arbeiter-Olympiade 1931 in Wien beteiligt.

In der Zeit des Naziregimes hatte er sich niccht sportlich betätigt, aber nach 1945 war Sportfreund Willi Fietsch sofort dabei, den Judosport im Bezirk aufzubauen. An dem großen Aufschwung in Greiz, Gera, Eisenberg usw. hat er bedeutenden Anteil. Von 1955 bis 1961 nahm er den Vorsitz des FA Gera ein und war lange Jahre Mitglied des Präsidiums des DJV sowie Vorsitzender der Jugendkommission. Er ist auch Mitglied des Bezirksvorstandes Gera des DTSB.

Für seine großen Verdienste wurde Willi Fietsch 1959 mit dem Ehren-Dan ausgezeichnet.

Trotz seiner 71 Lenzen ist er noch heute ein sehr rühriger ehrenamtlicher Funktionär im Bezirk Gera und führt die ihm übertragenen Arbeiten mit großem Pflichbewußtsein aus

Abschließend bleibt uns nur noch der eine Wunsch offen, daß unserem Willi Fietsch noch sehr viel Schaffensfreude vergönnt sein möge.


Geschrieben; Redaktion Judo der DDR Walter Ludwig

- B e g i n n 1 9 6 3 -

J a n u a r 1 9 6 3 ; Bekanntmachung: B E R L I N E R J U D O K A !

Bedingt durch die schlechten Witterungsverhältnisse hat sich das "Offene Dojo" des SC Dynamo Berlin, das jeden Mittwoch in der Turnhalle des Sportforums durchgeführt wird, zu einem Treffpunkt aller Berliner Judoka entwickelt. Viele Judoka brachten offen ihre Zustimmung zu diesem gemeinsamen Randoriabend der Berliner Judosektionen zum Ausdruck.

Im allgemeinen haben diese gemeinsamen Trainingsstunden, an den auch ständig einige unserer Spitzenkräfte vom SC Dynamo teilnehmen, unseren Judoka nicht nur über die schwere Zeit des harten Winters hinweggeholfen, sondern ihnen auch in ihrer kämpferischen Entwicklung und sehr viel gegeben.

Der Trainerrat des BFA Judo Groß-Berlin empfiehlt allen Berliner Gemeinschaaften, die Gelegenheit, die sich ihnen hier bietet, weiter wahrzunehmen, um auch der breiten Entwicklung unseren Judokampfsports wirksam werden zu lassen.


BFA Judo Groß-Berlin Trainerkommission: Gerd Schneider

0 3 . M ä r z 1 9 6 3 "DDR-Offenes Gürtel-Pokal-Turnier

03. März 1963 fand in der Dynamo Sporthalle das DDR-offene Gürtel Pokal-Turnier des BFA Berlin statt.. Es wurde wie in jeden Jahr in den dre i internationen Gewichtsklasssen vom III. bis zum 2. Dan ausgetragen.

Die meisten Kämpfer stellten sich in der Leichtgewichtsklasse dem Kampfgericht. Sieger im II. Kyu wurde Markstein (HSG Wissenschaft Berlin) vor Schulz (Dynamo "Helmut Just Berlin) und Käseberg (Dynamo Adlershof). Auch den Pokal im II. Kyu erkämpfte sich ein Sportler der HSG Wissenschaft Berlin, Schwiedurski sigte vor Ernst (Dynamo Magdeburg) und Lenger (ASK Vorwärts Berlin).

Zum dritten Mate erkämpfte sich Hinrich ( SG Dynamo Berlin)-Süd) den Pokal 1. Kyu, der somit in seinen Besitz überging. Knape BSG Motor Süd-Ost Magdeburg wurde nur Zweiter, und Münchhausen vom (ASK Vorwärts Berlin) kam auf den dritten Platz.

In der Dan-Klasse fehlten nur Daßler, Burgard (DHFK Leipzig) und Erich Zielke (ASK Vorwärts Berlin) Außer diesen beiden Judoka war die gesamte Spitzenklasse vertreten. Wiesner, Günter (SC Dynamo Berlin) belegte den 1. Platz vor Schröder, Joachim (SC Dynamo Berlin) und Klaus Lindner (SG Dynamo Helmut Just)

Auch die Mittelgewichtsklasse war gut besetzt. Klaus Enrst (ASK Vorwärts Berlin) erkämpfte den Pokal für den III. Kyu vor Bierotte (SG Dynamo Magdeburg) und Naumann Motor Karl-Marx Stadt). Im II. Kyu siegte Potyralla, Fred SC Dynamo Berlin) vor dem deutschen Meister Arno Kliemann (HSG Wissenschaft Berlin) und Clemenz (ASK Vorwärts Berlin). Nur drei Aktive waren im I. Kyu des Mittelgewichts am Start, und hier erkämpfte sich Manfred Block (SG Dynamo Fürstenwalde) den Pokal. Dramatisch bis zum letzten Kampf waren die Auseinandersetzungen in der Dan-Klasse. Hier gewann Wolfgang Micka (SC Dynamo Berlin nach seinem Sieg über Wolfgang Borgwardt (ASK Vorwärts Berlin) vor Otto Smirat (SC Dynamo Berlin).

Im Schwergewicht war die Teilnehmerzahl am gerinsten. Den Pokal für den II. Kyu gewann Sepp Schönbacher (HSG Wissenenschaft Berlin) zum dritten Male und damit endgültig.

Felsch (SC Dynamo Berlin besiegte im I. Kyu Armin Lindner (SC DHFK Leipzig) und Klaus Milow (SG Dynamo Fürstenwalde).

Seine zweite Niederlage innerhalb 14 Tagen mußte Europameister Herbert Niemann (ASK Vorwärts Berlin) hinnehmen. Nitz, Karl (SC Dynamo) schlug Herbert Niemann mit einem vollen Punkt. Damit war sein Sieg zum Pokalgewinn geebnet, und Herbert Niemann(ASK Vorwärts Berlin) konnte nur den zweiten Platz vor Gerhard Jegust (ASK Vorwärts Berlin) belegen.

Das Turnier gab unsere Kämpfern eine gute Vorbereitung für ddie bevorstehenden inteernationalen Auseinander


Geschrieben: Gert Schneider Chetrainer Judo beim SC Dynamo Berlin

0 7. A p r i l 1 9 6 3 EM der Jugend im Bezirk Halle in Köthen

Die Bezirkseinzelmeisterschaften wurden am 07. April in der Aula des Lehrerbildungsinstitut in Köthen ausgetragen. Die Teilnahmeberechtigung mußten sich die Judoka in den vier Staffeln des Bezirkes erkämpften, denn nur die zwei Erstplazierten jeder Gewichtsklasse aus jeder Staffel sind nach der Ausschreibung startberechtigt.

Hier zeigte sich ein Mangel in der Ausschreibung des BFA, der zur Folge hatte, daß leider keiner der Gewichtsklassen mit acht Kämpfern besetzt war. Dies hatte wiederum den Nachteil daß dem Bezirk Halle im Wettbewerb des DTSB eine ganze Anzahl von Sportklassifizierungen verloren gingen. Die verantwortlichen Funktionäre müssen bei kommenden Meisterschaften diesen Übelstand in der Ausschreibung beseitigen und den acht bbesten Kämpfern die Teilnahme an der Bezirkseinzelmeisterschaft errmöglichen.

So war zu verzeichnen, daß in der Jugend B nur 24 Kämpfer und in der Jugend A 41 Akktive an den Start gingen. Die startenden Sektionen hatten folgende folgende Teilnehmerzahlen aufzuweisen: Chemie Bitterfeld 8, Lok Köthen und Dynamo Quedlinburg je 7 , Piesteritz 6 Dynamo Roßlau und Wissenschaft Halle je 5, Motor Halle 4, Dynamo Aschersleben, Dynamo Sangerhausen, Dynamo Dessau, Stahl Hettstedt, Lok Weißenfels und Naumburg je 3, Dynamo Merseburg 2 und Dynamo Halle, Dynamo Leuna sowie Chemie Leuna stellten nur je 1 Kämpfer.

Allein an dieser Aufstellung ist zu erkennen, daß die Jugendarbeit im Bezirk noch mehr beachtet werden muß, um in Zukunft die noch vorhandene Lücke in der Nachwuchsarbeit zu schließen. Die verantwortlichen Funktionäre für Jugendsport sollten sich sehr ernste Gedanken darüber machen, wie diese Aufgabe erfüllt werden kann und nicht vergessen im Mitteilungsblatt über ihre Arbeit zu berichten. Ich denke z. B. an Werbeveranstaltungen, Olympia Treffs sowie an den Abschluß von Patenschaftsverträgen mit Schulen.

Betrachtet man den technischen Leistungsstand, daß der Meisterschaft die Mehrzahl der Begegnungen durch Anwendung der verschiedenen Wurf- oder Bodentechniken gewonnen wurden. Hier zeigen sich bereits die ersten Früchte durch den Beschluß der Erlangung des nächst höheren Kyu. Die Trainer und Übungsleiter sollten auch in ihrer weiteren Arbeit großen Wert auf ihre Erlernung einer sauberen Kampftechnik legen.

Die Graduierung der Teilnehmer zur Meisterschaft zeigte folgendes Bild.

Jugend B: 5. Kyu 18 Sportfreunde und den 4. Kyu 6 Sportfreunde.

Jugend A: 5. Kyu 27 , 4. Kyu 4. Kyu 8 , 3. Kyu 4 und 2. Kyu 2 Sportfreunde.

Hieraus ergibt sich die Frage, wie soll ein Kämpfer, der im Besitz des 2. Kyu ist und im Bezirk in seiner Gewichtsklasse nur Kämpfer mit dem 5. Kyu sind, seine Kampfpunkte erreichen, damit er zur Prüfung für den nächsten Kyu zugelassen wird?

Unser Vorschlag dazu:

Könnten in so e3inen Fall nicht auch 25 bzw. 30 gewonnene Kämpfe bei Meisterschaften oder bezirksoffenen Turnieren gewertet werden?

Ich hatte einen verantwortlichen Funktionär des Deutschen Judo-Verbandes, seine Meinung dazu in der nächsten Ausgaben des Mitteilungsblattes zu veröffentlichen.


Den Titel eines Bezirksmeisters 1963 erkämpften sich:

B-Jugend

45,0 kg 1. Platz Müller Dynamo Quedlinburg
2. Platz List Chemie Piesteritz
3. Platz Richter Chemie Piesteritz
50,0 kg 1. Platz Mente Dynamo Quedlinburg
2. Platz Schuck Chemie Piesteritz
3. Platz Weber Wisenschaaft Halle
55,0 kg 1. Platz Bach Lokomotive Köthen
2. Platz Schumann Dynamo Aschersleben
3. Platz Schröders Dynamo Roßlau
60,0 kg 1. Platz Brandt Wissenschaft
2. Platz Stamm Dynamo Aschersleben
3. Platz Kleider Dynamo Roßlau
65,0 kg 1. Platz Schötzau Wissenschaft Halle
2. Platz Osswald Dynamo Dessau
+65,0 kg 1. Platz Mühlenhoff Chemie Bitterfeld
2. Platz Bressel Dynamo Quedlinburg
3. Platz Beiersdörfer Stahl Hettstedt
Ergebnisse Jugend A
55,0 kg 1. Platz Paschke Chemie Bitterfeld
2. Platz Gutscher Wissenschaft Halle
3. Platz Walter Dynamo Leuna
-60,0 kg 1. Platz Kraze Lokomotive Köthen
2. Platz Rösel Chemie Bitterfeld
3. Platz Dietrich Chemie Bitterfeld
-62,5 kg 1. Platz Köllner Lokomotive Köthen
2. Platz Dorandt Lokomotive Köthen
3. Platz Burkhardt Motor Halle
-65,0 kg 1. Platz Strasser Chemie Piesteritz
2. Platz Julitz Dynamo Quedlinburg
3. Platz Matzke Wissenschaft Halle
70,0 kg 1. Platz Arnold Lokomotive Köthen
2. Platz Gerecke Chemie Piesteritz
3. Platz Schneider Dynamo Merseburg
-75,0 kg 1. Platz Brenner Motor Halle
2. Platz Winter Lokomotive Naumburg
3. Platz Trahorsch Dynamo Quedlinburg
+75,0 kg 1. Platz Klapproth Dynamo Aschersleben
2. Platz Lange Lokomotive Köthen
3. Platz Burkhardt Chemie Piesteritz

Die Kämpfe wurden auf zwei Matten ausgetragen ubd von den Kampfrichtern Heinz Kölbel, (1. Dan), Krüger (1. Kyu), Sand (1. Kyu), Walter Kühn (1. Kyu), Wagner (1. Kyu), Steuer (1. Kyu) und Höhne (2. Kyu einwandfrei geleitet.

Noch ein Hinweis für den Veranstalter

Es ist doch sehr schön, wenn die Sieger einer Meisterschaft nach nach der Beendigung zur Siegerehrung eine Urkunde erhalten und nicht nur mit Händedruck bbeglückwünscht werden. Zum Schluß sei noch allen ehrenamtlichen Helfern, die zum Gelingen dieser Veranstaltung beitrugen, der herzlicchste Dank für ihre geleistete Arbeit übermittelt.

Berichterstatter: Sportfreund Rau

1 2 . 0 4 . 1 9 6 3 ; Pokalturnier der Dynamo Jugend

Alljährlich findet in Schmölln das zur Tradition gewordene Pokalturnier der Jugendauswahlmannschaften der SV Dynamo, an dem starke Bezirke beteiligt sind.

So werden am 12. April 1963 aus den Bezirken Dresden, Frankfurt-Oder, Halle und Leipzig je zwei Bezirksauswahlmannschaften um den Pokal der I. und II.. Jugendmannschaft kämpfen

Am Start sind auch sieben Judoka, die sich bei den Deutschen Jugend-Einzelmeisterschaften 1962 plazieren konnten. Daraus ist zu ersehen, daß dieser Karfreitag zu einem großen Erlebnis aller beteiligten Mannschaften und der Zuschauer wird.

Eingeleitet wird das Pokalturnier mit Kämpfen der Frauen und des jüngsten Nachwuchses.

Rückblickend kann festgestellt weren, daß die Pokale von Bezirk zu Bezirk gewandert sind.

1961 erkämpfte die erste Jugendauswahl des Bezirkes Dresden den Pokal und 1962 ging dieser Pokal an den Bezirk Leipzik. Die zweite Jugendauswahl des Bezirkes Leipzig brachte 1961 den kleinen Pokal in ihren Besitz, der dann 1962 Jahresbesitz des Bezirkes Halle überwechselte. Wer die Pokalgewinner 1963 sein werden, entscheidet das Turnier am 12. April 1963 im FDGB-Haus in Schölln.


1 5 . S e p t e m b e r 1 9 6 3 " Neubrandenburger Bezirksmeisterschaften in Neustrelitz

In Neustreliz wurden am 15. September 1963 die diesjährigen Bezirksmeisterschaften ausgetragen. Vorweg wäre zu sagen, daß diese Meisterschaften vvon der SG Dynamo Neustrelitz bestens vorbereitet wurden. Wenn auch die Leistungen gegenüber dem Vorjahr gestiegen sind,was nicht nur allein an den Zugängen aus anderen Bezirkeen liegt, zum Beispiel Neubauer, Heßland (HSG Halle) Koschny (Berlin(Berlin), so weist doch die Teilnehmerzahl eine ungenügende Breitenarbeit auf. Wo waren die Judoka aus Torgelow, Trollenhagen, Neubrandenburg und Karpin von ASG Vorwärts?. Außer Dynamo Neubrandenburg konnte auch die Teilnehmerzahl der Dynamo Sektionen bei weitem nicht befriedigen. Wie wollen die Sektionen eine Kampfstarke Mannschaft aufbauen, wenn nicht genügend Nachwuchs vorhanden ist?.

Von den letzten Bezirks-Mannschaftsmeisterschaften ausgehend, war Dynamo Dynamo Neubrandenburg bis auf das Schwergewicht, in allen Klassen Favorit. Dadurch, daß die Anklamer Zuwachs von Halle bekamen, wurden sie särker, als die letzten Turniere es zeigten. Lokomotive Malchin gelang es auch mit den Gebrüder Jähnke und Brinkmann im Halbschwergewicht und Schwergewicht für eine Leistungsteigerung in diesen beiden Klassen zu sorgen.


Hier die einzelnen Plazierungen:

Federgewicht 1. Platz Koschny Dynamo Neubrandenburg
2. Platz Soltwisch Dynamo Neubrandenburg
3. Platz Teller Dynamo Pasewalk
Leichtgewicht 1. Platz Heßland Dynamo Anklam
2. Platz Braun Dynamo Neubrandenburg
3. Platz Behm Dynamo Neubrandenburg
Weltergewicht 1. Platz Schmidt Dynamo Neubrandenburg
2. Platz Buchholz Dynamo Pasewalk
3. Platz Wanjune Dynamo Neubrandenburg
Mittelgewicht 1. Platz Braaun, J. Dynamo Neubrandenburg
2. Platz Drießen Dynamo Neustrelitz
3. Platz Krohn Dynamo Pasewalk
Halbschwergeicht 1. Platz Neubauer Dynaamo Anklam
2. Platz Jähnke Lokomotive Malchin
3. Platz Jähnke, P. Lokomotive Malchin
Schwergewicht
1. Platz Brinkmann Lokomotive Malchin
2. Platz Albrecht ASG Prenzlau
3. Platz Welcher Dynamo Neubrandenburg

Berichterstatter: J. Braun

05. Oktober 1963 " F S G T - Judoka in Berlin

Am 05. Oktober 1963 standen sich im Dynamoforum in Berlin Hohenschönhausen eine FSGT-Auswahl und die erste und zweite Vertretung Berlins in einem Mannschaftsturnier gegenüber. Die Berliner Judoka setzte sich hauptsächlich aus nachwuchskräften zusammen. Leider war die Zuschauerkulisse sehr klein, und dazu gab es noch organisatorische Schwächen, die bei einer solchen Veranstaltung nicht vorkommen dürften.

FSGT - Berlin II- 2:3

Internationales Leichtgewicht

Bernadini (1. Kyu, FSGT) - Schulz (2. Kyu Berlin) 0 : 0

Beide Kämpfer zeigten recht wenig. Der Kampf endete nach 5 Minuten unendschieden.

Rigail (1. Dan, FSGT) - Markstein (2. Kyu Berlin) 0 : 1

Rigail war im Stand mit Fußwürfen und Seoi-Nage gefährlich, und Markstein erkannte rechtzeitig daß er nur im Bodenkampf erfolgreich sein Konnte. Nach einem Soi-otoshi bekam er seinen Gegner in einen Osae-komi, aus dem sich der Franzose nicht befreien konnte.

Internationales Mittelgewicht

Berjama (1. DAN, FSGT) - Trutty(3. Kyu Berlin) 1 : 0

Trutty wirkte sehr steif, und seine Aktionen ließen er gehemmt kämpfte. Berjama diktierte das Geschehen auf der Matte, und in der 4. Minute beendete er den Kampf mit einem Osae-komi

Coumagne (2. DAN, FSGT) - Sohn (1. Kyu Berlin)
0 : 1

Sohn war mit seinen 68 kg für diese Gewichtsklaase zu leicht und lag dann auch bald durch einige technische Vorteile und Fast-waza-ari seins Gegners zurück. Denoch wartete Sohn eiskalt auf seine Konterchance, die sich nach vier Minuten bot einen Fußwurf klinkte er aus und wurde vielumjubelter Sieger.

Internationales Schwergewicht

Ledeunf (1 DAN, FSGT) - Wegener(2. Kyu Berlin) E: 0

Für den unentschuldigten fehlenden Sportfreund Pflock sprang kurzfristig der Mittelgewichtler Wegener. Bei zwei Seoi-nage-Ansätzen wurde er von Ledeunf abgefangen und in die Bodenlage gebracht. Mit diesen zwei technischen Vorteilen gewnn der fanzösische Gast.

Perez (1 DAN, FSGT) - Krautheim (3. Kyu Berlin) 0: 1

Beide begannen den Kampf sehr aggresiv. Krautheim bekam Perez sofort in einen Osae-Komi und konnte schon in der 1. Minute als Sieger die Matte verlassen.

Im zweiten Mannschaftskampf standen sich die Berliner Vertretungen gegenüber.

Berlin I - Berlin II 5: 1

Internationales Leichtgewicht

Name Name Ergebnis Siegtechnik
Lindner - Schulz E : 0 Fast-Wataari fürTomoe-nage
Schwidurski - Markstein 1 : 0 Osae-Komi

Internationales Mittelgewicht

Name Name Ergebnis Siegtechnik
Thomas - Trutty X : 0 Kata-Guruma
Birkholz - Sohn 1 : 0 Ude-hishigi-juji-gatame

Internationales Schwergewicht

Name Name Ergebnis Siegtechnik
Schönbacher - Wegener 1 : 0 Seoi-otoshi
Lorenz - Krautheim X : XE Tomoe-nage/Ura-nage

Dann kam es zu dem spannend erwarteten Zusammentrffen zwischen FSGT und Berlin I, das nach inteesanten Kämpfen von Berlin mit 5: 0 gewonnen wurde.

Internationales Leichtgewicht

Bernadini (1. Kyu, FSGT) - Lindner (1. Dan Berlin)
0: 1

Lindner setzte sofort seinen Spezialwurf Tomoe-nage an und wurde damit Sieger.

Rigail (1. Dan, FSGT) - Schwidurski(2. Kyu Berlin)
0: 0

Rigail zeigte sich im Standkampf wieder als vielseitiger Kämpfer, aber trotzdem gelangen ihm keine Vorteile. Obwohl Schwidurski den FSGT-Judoka in einem Osa-komi hatte, konnte er diesen nicht zum Erfolg ausnutzen.

Rigail (1. Dan, FSGT) - Schwidurski(2. Kyu Berlin)
0: 0

Internationales Mittelgewicht

Rangognetic(1. Dan, FSGT) - Thomas(1. Kyu Berlin)
0: X

In der Technik war Thomas seinem Gegner unterlegen, aber mit einem unbändigen Siegeswillen erkämpfte er sich einen Waza-Ari mit Kata-guruma

Loumagne(2. Dan, FSGT) - Birkholz2. Kyu Berlin)
0: 1

Birkholz konnte gegen den Fransosen an seine gute Form der letzten Wochen anknüpfen. Der FSGT-Judoka begann sofort temperamentvoll, aber nach einer Minute war der Kampf dann mit einem schönen Seoi-nage beendet.

Internationales Schwergewicht

Ledeunf(1. Dan, FSGT) - Schönbacher2. Kyu Berlin)
0: 1

Gegen den defensiv eingestellten Ladeunf gewann Schönbacher mit einem Seoi-nage

Perez(1. Dan, FSGT) - Lorenz4. Kyu Berlin)
0: 1

Perez setzte laufend Uchi-mata und Hane-goshi an, konnte Lorenz aber nicht entscheidend werfen. Der Berliner nahm dagegen den Franzosen ein Fast-waza-ari durch einen Kubi-nage ab, und kurz vo der Distanz gelang ihm noch ein Osae-komi.

Stand des Mannschaftsturniers

1. Platz Berlin 1, 2. Platz Berlin 2, 3. Platz FSGT

Berichterstatter: Helmut Bark

0 6 . O k t o b e r 1 9 6 3 Internationales "Internationales Gewichtsklassenturnier des BFA Berlin

Am 06. Oktober 1963 wurde in der Dynamo-Sporthalle unter Beteiligung französischer Judokas (FSGT) ein Internationalrd Gewichtsklassenturnier durchgeführt.

Abschließend die Ergebnisse:

Internationales Leichtgewicht 1. Platz Lindner Dynamo "Helmut Just"
2. Platz Schulz Dynamo "Helmut Just"
3. Platz Scholz Turbine Wasserwerke
Internationales Mittelgewicht
1. Platz Birkholz BSG Empor Seelenbinder
2. Platz Rangognetic FSGT
3. Platz Thomas Dynamo Adlershof
Internationales Schwergewicht 1. Platz Schönbacher HSG Wissenschaft Berlin
2. Platz Henning SC Dynamo Berlin
3. Platz Ladeunf FSGT

Berichterstater: Erich Lehmann

1 3 . O k t o b e r 1 9 6 3 "Gute Beteiligung, bei den Berliner Titelkämpfen

Wider Erwarten wiesen die am 13. Oktober in Berlin-Spindlersfeld durchgeführten Bezirksmeisterschaften e3ine ausgezeichnete Beteiligung auf, und nach aggressiven, zum Teil technisch guten Kämpfen standen nach sechsstündigen Kampfgeschehen auf zwei Matten die neuen Berliner Titelträger fest.

Hier die Entgültigen Ergebnisse

Federgewicht: (5 Teilnehmer)

Peuker (Empor Seelenbinder, Gruschinski (Dynamo "Helmut Just"), Meyer (Dynamo Hohenschönhausen), Throne (Dynamo Adlershof) und Alfons Neumann (Empor Nord).

1. Runde:

Peuker - Gruschinski E : 0 5,00
Meyer - Throne E : 0 5,00
Neumann - Peuker 1 : 0 1 : 35

2. Runde:

Gruschinski - Meyer 0 : 1 2,23
Throne - Neumann 0 : 1 3,45

3. Runde:

Peuker - Meyer X : 1 5,00
Neumann - Meyer 1 : 0 2,55

Leichtgewicht: (14 Teilnehmer)

Achtzig (Dynamo "Helmut Just), Schwiduski (HSG Wissenschaft), Koitsch (Dynamo Adlershof) Gotzmar (HSG Wissenschaft), Poppe (Dynamo Adlershof), Paul BSG Luftfahrt), Hummel (Empor Seelenbinder), Pohl (Dynamo Hohenschönhausen) , Käseberg (Dynamo Adlershof), Lehmann BSG Luftfahrt), Weichert, (HSG Wissenschaft, Neumann, (Dynamo Helmut Just), Dahlhöfer (Dynamo Hohenschönhausen).

1. Runde

Achtzig - Schwidurski 0 : E 5,00
Koitsch - Gotzmar 0 : 1 5,00
Poppe - Paul 0 : E 5,00
Hummel - Pohl 0 : E 5,00
Hempel - Käseberg 0 : E 5,00
Lehmann - Weichert 0 : E 5,00
Neumann - Dahlhöfer E : 0 5,00

2. Runde

Achtzig - Koitsch 0 : X 5,00
Schwiidurski - Gotzmar E : 0 5,00
Hoppe - Hummel 0 : 1 5,00
Paaul - Pohl 0 : 1 4,00
Hempel - Lehmann 1 : 0 2,00
Käseberg - Neumann E : 0 5,00
Weihert - Dahlhöfer 0 : E 5,00

3. Runde

Schwidurski - Koitsch E : 0 5,00
Gotzmar - Poppe E : 0 5,00
Paul - Hempel 0 : 1 3,04
Pohl - Käseberg E : 0 5,00
Weichert - Neumann 0 : 1 4,00
Dahlhöfer - Schwidurski 0 : 1 1,30

4. Runde

Gotzmar - Pohl 0 : 1 4,15
Hempel - Neumann 1 : 0 1,55

5. Runde

Schwidurski - Pohl 0 : E 5,00
Hempel - Schwidurski E : 0 5,00

Finale

Pohl - Hempel 0 : 1 4,55

Weltergewicht (12Teilnehmer)

Witt (Dynamo Helmut Just), Schulz (Dynamo Helmut Just), Schilling (HSG Wissenschaft), Radebold (Turbine Wasserwerke), Wienbrack (Dynamo Helmut Just), Pannwitz ((BSG Luftfahrt), Lindner, Klaus (Dynamo Helmut Just), Pischa (HSG Wissenschaft), Hoppe (Dynamo Adlershof), Krüger (BSG Luftfahrt), Schust (BSG Luftfahrt) und Ewald Turbine Wasserwerke).

1. Runde

Witt - Schulz 0 : X 5,00
Schilling - Radebold 0 : E 5,00
Pannwitt - Lindner 0 : 1 2,00
Pischa - Hoppe 0 : 1 3,00
Krüger - Schust 0 : E 5,00

2. Runde

Ewald - Witt 0 : 1 1,08
Schulz - Schilling E : 0 5,00
Radebold - Wienbrack 1 : 0 4,00
Pannwitz - Pischa 0 : 1 5,00
Lindner - Hoppe E : 0 5,00
Krüger - Ewald E : 0 5,00
Schust - Witt E : 0 5,00

3. Runde

Schulz - Radebold X : 0 5,00
Wienbrack - Lindner 1 : 0 4,20
Pischa - Krüger 1 : 0 0,50
Hoppe - Schust X : 0 5,00

4. Runde

Schulz - Lindner E : 0 5,00
Radebold - Hoppe E : 0 5,00
Pischa - Schust X : 0 5,00

5. Runde

Schulz - Pischa E : 0 5,00
Radebold - Lindner 0 : 1 5,00

Finale

Schulz - Lindner 0 : E 5,00

Mittelgewicht (9Teilnehmer)

Becker (HSG Wissenschaft), Meißner (Dynamo Adlershof), Scholz (Turbine Wasserwerke), Sohn (Dynamo Hohenschönhausen), Hinrich (Dynamo Süd), Schust, H.-Peter (BSG Luftfahrt), Tabbert (Turbine Wasserwerke), Kliemann (HSG Wissenschaft), Hellmann (Dynamo Adlershof).

1. Runde

Becker - Meißner 1 : 0 1,25
Scholz - Sohn E : 0 5,00
Hinrich - Schust E : 0 5,00
Tabbert - Kliemann 0 : E 5,00
Heilmann - Becker 0 : 1 1,40

2. Runde

Scholz - Hinrich E : 0 5,00
Sohn - Schust 1 : 0 2,53
Tabbert - Hellmann 1 : 0 2,16
Kliemann - Becker 0 : E 5,00

3. Runde

Scholz - Tabbert E : 0 5,00
Sohn - Hinrich X : 0 5,00
Kliemann - Scholz E : 0 5,00

4. Runde

Becker - Sohn 1 : E 2,11
Becker - Scholz 1 : 0 2,20
Kliemann - Hinrich 1 : 0 4 : 20

Finale

Kliemann - Becker 0 : E 5,00

Halbschwergewicht (9Teilnehmer)

Süß (Dynamo Adlershof), Rausch (Dynamo Hohenschönhausen), Reck (Dynamo Adlershof), Birkholz (Empor Seelenbinder), Schilk (Dynamo Hohenschönhausen), Bayer (Dynamo Adlershof), Trutty (Turbine Wasserwerke), Knitter (BSG Luftfahrt), Micka (SC Dynamo).

1. Runde

Süß - Rausch 0 : E 5,00
Reck - Birkholz 0 : 1 1,47
Schilk - Bayer 1 : 0 3,45
Trutty - Knitter X : 0 5,00
Micka - Süß 1 : 0 4,40

2. Runde

Rausch - Reck 1 : 0 2,50
Birkholz - Schilk 1 : 0 0,29
Bayer - Trutty 0 : 1 0,08
Knitter - Micka 0 : 1 2,55

3. Runde

Rausch - Birkholz 0 : X 5,00
Schilk - Trutty 0 : E 5,00
Micka - Rausch 1 : 0 1,11

4. Runde

Birkholz - Trutty 1 : 0 0,45
Micka - Birkholz E : 0 5,00
Trutty - Micka 0 : E 5,00
Trautheim - Wolff 0 : E 5,00

Finale

Birkholz - Micka 1 : 0 5,00

Schwergewwicht (4 Teilnehmer)

Krautheim (Dynamo Adlershof), Schönwald (Dynamo Helmut Just), Schönbacher (HSG Wissenschaft), Wolff (Dynamo Adlershof).

1. Runde

Krautheim - Schönwald E : 0 5,00
Schönbacher - Wolff 1 : 0 1,49

2. Runde

Krautheim - Schönbacher 0 : E 1,55
Schönwald - Wolff E : 0 5,00

3. Runde

Schönwald - Schönbacher 0 : 1 1,50

Berichterstatter: Helmut Bark

- B e g i n n 1 9 6 4 -

2 3 . F e b r u a r 1 9 6 4 ; Kleine Sektionen erreichen Anschluß an Bezirksspitze von Karl-Marx-Stadt

Die Bezirksmeisterschaften der Jugend des Bezirkes Kark Marx Stadt wurden der rührigen Sektion Sektion Dynamo Zwickau übertragen und fanden am 23. Februar 1964 statt. Die Verantwortlichen gaben sich bei der viel Mühe, jedoch konnte die Wettkampfstätte nich befriedigen.

Bei den Kämpfen, die mit viel Einsatz aber fair durchgeführt wurden /es traten keine Verletzungen auf) zeigte sich, daß einige kleine Sektionen den Anschluß zur Bezirksspitze erreicht haben, während so starke wie Karl-Marx-Statdt und Lokomotive Zwickau an Boden verloren . Auch die Rodewischer Jugendlichen hatten große Mühe, um wenigsten fünf Titel für sich für sich zu buchen. Von den aufstrebenden Sektionen muß besonders Dynamo Stollberg genannt werden.

Unter den Einzelkämpfern hinterließ Hallebach Dynamo Plauen den besten Eindruck, aber auch Gätz, Berger und Biemüller standen ihm nicht viel nach. Insgeamt waren die Leistungen nich befriedigen, denn es gab selten gute Würef zu sehen. Unsere Teilnehmer müsen noch eifrig trainieren, wenn sie sich bei den Deutschen Meisterschaften bewären wollen.

Leider verfügt der Bezirk Karl-Karl-Marx-Stadt nur über wenige erfahrene Kampfrichter , so daß zu dieser Meist eingesetzt werden mußten deren Urteile oft mangelhafte Erfahrung erkennen ließen.


Hier die Bezirksmeisterschfter:

Jugennd B -40,0 kg 1. Platz Biemüller Lokomotive Zwicku
-45,0 kg 1. Platz Peuker Lokomotive Zwickau
-50,0 kg 1. Platz Werner TSG Rodewissch
-55,0 kg 1. Platz Ebert Dynamo Stollberg
-60,0 kg 1. Platz Böttcher Fortschritt Plauen
-65,0 kg 1. Platz Hallebach Danamo Plauen
+65,0 kg 1. Platz Meinel Lokomotove Zwickau
Jugennd B -50,0 kg 1. Platz Klose Dynamo Plauen
-55,0 kg 1. Platz Schwebs Lokomotive Karl-Marx-Stadt
-60,0 kg 1. Platz Henden TSG Rodewisch
-62,5 kg 1. Platz Götz TSG Rodewisch
-65,0 kg 1. Platz Zenker Lokomotive Karl-Marx-Stadt
-70,0 kg 1. Platz Berger TSG Rodewisch
-65,0 kg 1. Platz Kopecki TSG Rodewisch
+65,0 kg 1. Platz Tänzer Dynamo Stollberg

Berichterstatter: Heinz Kölbel

2 3 . F e b r u a r 1 9 6 4 In Cottbus Bezirksmeisteer der Jugend ermittelt

Am 23. Februar 1964 bewarben sich 43 Judoka im Kulturhaus Doberlug-Kirchhain um die Jugendtitel des Bezirkes Cottbus. Da keine Kreis-Ausscheide stattfanden, gibt die geringe Beteiligung Anlaß, sich mit der Jugendarbeit im Bezirk ernstlich zu beschäftigen. Zieht man noch dabei in Betrach, daß 1962 zu den Bezirks-Titelkämpfen 42 Judoka antraten und 1963 sogar 64 Anwärter starteten, so müssen durch das Absinken der Beteiligung bei diesen Meisterschaften konkrete Schlußfolgerungen gezogen . Man kommt zu der Mutmaßung, daß es nicht verstanden wurde, qualifizierte Übungsleiter für die Jugend aus jungen begeisterten Judoka heranzuziehen. Bedauerlich ist es, daß von 14 angeschriebenen Sektionen mit Jugendlichen, sechs Gemeinschaften nicht vertreten waren. Erfreulich die Tatsache, daß die erstmalig in Doberlug-Kirchhain ausgetragenen Bezirksmeisterschaften eine große begeisterte Zuschauerkulisse aufzuweisen hatten.

Entsprechend der Teilnehmerzahl wurde im 6er System auf zwei Matten gekämpft. Bis auf relativ wenigen Kämpfe war kaum eine Verbesserung des Leistungsniveau zu verzeichnen..

Die 12 Titel der einzelnen Gewichtsklassen kamen auf das Konto von Dynamo Wilhelm-Pieck-Stadt Guben, Dynamo Hoyerswerda, ASG Doberlug und der jungen Sektion Aktivist Alt-Döbeln.

Nach der Mittagspause traten die weiblichen Judoka in Aktion und gaben damit ihr Debüt im Bezirk Cottbus

Immerhin war der Uhrzeiger auf die 16. Stunde vorgerückt, als mit der Siegerehrung und Ausgabe3 der Urkunden diese gelungene Veranstaltung abgeschlossen wurde.


Berichterstatter: Heinz Elsner

23. Februar 1964 Bezirk Frankfurt (Oder ermittelte Jugendmeister

Die Einzelmeisterschaften der Jugend des Bezirkes Frankfurt (Oder) kamen am 23. Februar 1964 im Reichsbahnkulturhaus in Frankfurt(Oder) zur Austragung.. Leider nahmen nur die Jugendlichen der Sportvereinigung Dynamo und der Sportgemeinschaft Chemie Fürstenwalde an den Titelkämpfen teil. Trotz Ausschreibung des BFA und mehrmaliger Rücksprache mit den Sektionsleitern, stellten die Sektionen Dynamo Angermünde und Dynamo Bernau keine Vertreter.

In der Jugend B kämpften 22 und in der Jugend A 27 Aktive von 7 Sektionen, die folgende Teilnehmerzahlen aufzuweisen hatten:

Chemie Fürstenwalde (4), Dynamo Füürstenwaalde (12), Dynamo Frankfurt (Oder) (13), Dynamo Eberswalde (3), Dynamo Beeskow (2) und Dynamo Freienwalde (2).

Diese Aufstellung bezeugt, daß die Jugendarbeit im Bezirk viel mehr beachtet werden muß, um die noch vorhandenen Lücken in der Nachwuchsarbeit zu schließen. Die verantwortlichen Funktionäre für Jugendsport sollten sich sehr ernste Gedanken darüber machen, wie diese Aufgabe erfüllt werden kann.

Werbeveranstaltungen, Treffpunkt Olympia sowie Abschlüsse von Patenschaftsverträgen mit Schulen sind wertvolle Hinweise.

Zu dem Leistungsstand der Kämpfer wäre zu sagen, daß bei der Meisterschaft die Mehrzahl der Begegnungen durch Anwendung der verschiedenen Wurf- oder Bodentechniken gewonnen wurden. Die Übungsleiter sollten auch in ihrer weiteren Arbeit großen Wert auf die Erlernung einer sauberen Kampftechnik legen.


Hier die Ergebnisse

Jugennd B -45,0 kg 1. Platz Minack Dynamo Frankfurt(Oder)
2. Platz Egler Dynamo Eisenhüttenstadt
-50,0 kg 1. Platz Wantikow Dynamo Eisenhüttenstadt
2. Platz Zimmer Dynamo Eisenhüttenstadt
-55,0 kg 1. Platz Herke Dynamo Eisenhüttenstadt
2. Platz Wilk Dynamo Fürstenwalde
-60,0 kg 1. Platz Preuße Dynamo Frankfurt(Oder)
2. Platz Kostack Dynamo Fürstenwalde
-65,0 kg 1. Platz Schweda Dynamo Frankfurt(Oder)
2. Platz Zubrowitz Chemie Fürstenwalde
+65,0 kg 1. Platz Feister Dynamo Frankfurt(Oder)
2. Platz Paschke Chemie Fürstenwalde
Jugend A -50,0 kg 1. Platz Helmers Dynamo Frankfurt(Oder)
-55,0 kg 1. Platz Wandel Dynamo Frankfurt(Oder)
2. Platz Linke Dynamo Eisenhüttenstadt
-60,0 kg 1. Platz Trommer Dynamo Frankfurt(Oder)
2. Platz Kolberg Dynamo Fürstenwalde
-62,5 kg 1. Platz Scholz Dynamo Eisenhüttenstadt
2. Platz Mattson Dynamo Eisenhüttenstadt
-65,0 kg 1. Platz Schmidt Dynamo Frankfurt(Oder)
2. Platz Stapel Dynamo Eisenhüttenstadt
-70,0 kg 1. Platz Eisenhut Dynamo Eisenhüttenstadt
2. Platz Brusack Dynamo Frankfurt(Oder)
-75,0 kg 1. Platz Albrecht Dynamo Frankfurt(Oder)
2. Platz Haas Dynamo Eberswalde
+75,0 kg 1. Platz Rochow Chemie Fürstenwalde
2. Platz Michelsen Dynamo Eisenhüttenstadt

Berichterstatter: Günter Borth

1 9 6 4 ; Beginn des Jahres "Unser Interview: Klaus Hennig

Zu Beginn des neuen Jahres besuchten wir die Judoka vom SC Dynamo Berlin und sprachen ihnen über ihre Trainings- und Zielsetzungen im Olympiajahr 1964. Wir sind uns dessen bewußt, daß ihr Trainingsfleiß die erhofften Erfolge bringen wird. Es stehen große Internationale Wettkämpfe bevor, und bevor, und vor allem gilt es, sich für die kommenden Europameisterschaften, die erstmalig in der Deutschen Demokratischen Republik am 25. und 26.April 1964 in der Berliner Werner Seelenbinden-Halle zur Austragung kommen, zu qualifizieren.

Aber nicht nur ihre Vorbereitungen auf die großen sportlichen Begegnungen interessierten uns, sondern wir wollten auch wissen, wie es mit der beruflichen Ausbildung steht und wie sie ihre Freizeit gestalten.

Viele bereiten sich auf eine Hoch- oder Fachschulprüfung vor, besuchen Meisterlehrgänge in den verschiedesten Berufe, absolierten die Abendschule die Abendschule und nehmen an fremdsprachigen Kursen teil. Ein beredsames Zeugnis daß unsere Judoka auch außer ihren Sport sich im Studium und handwerklichen Betätigung weiterbilden und, was wir hier besonders hervorheben möchten, daß sie durch ihre eifrige Lernbegerde gute Fortschritte zu verzeichnen haben.

Einen bedeutsamen Eindruck von der Freizeitgestaltung der Sportler, obwohl sie weitaus vielseitiger ist, als wir sie hier wiedergeben, gab uns eine kleine Ausstellung im Internat des SC Dynamo. Es ist eine Auslage von charakteristischen und doch alltäglichen Dingen. Wir möchten sie als Hobbys bezeichnen, wofür sich Sportler in ihrer Freizeit begeistern. In Glasvitrinen und auf Ausstellungsplatten entdecken wir selbstgebastelte Puppen, Münzen aus fe4rnen Ländern, seltete Briefmarken, Fotos von landschaftlichen Schönheiten und viele andere interessante Sachen. Mehr oder weniger spiegeln sich hier Erlebnisse von Dynamo-Sportlern wider, die zum Teil von weltweiten Reisen künden.

Unsere Augen blieben an einigen gemalten Bildern hängen, die unser besonderes Interesse erregten, weil sie unseren Judosport verkörpern.

Das Signum, gleich japanischer Schriftzeichen aneinandergereiht und zu dem passend, erwecht unsere Wißbegirde. Es ist eine Kopie und erinnert uns an das Gemälde von Karl-Erich Müller, welches zum Kunstwettbewerb anläßlich des IV. Deutschen Turn- und Sportfestes 1963 in Leipzig, mit der Bronzemedaille ausgezeichnet wurde. Wir brauchen nicht vielee Worte über die dynamische Kraft zweier Judokämpfer, die das Bild zweier Judokämpfer, die das Bild veranschaulichen, zu machen, denn in unserem Fachorgan "Judo" Nr.: 9/63 brachten brachten wwir es zum Abdruck. Die gelungene Kopie wurde von unserem jungen "Klaus Hennig gemalt und wir hielten es für angebracht, uns mit den talentierten Judoka zu unterhalten.

Frage:: Wie kamen Sie daazu, dieses Bild zu malen?
Antwort: In der Schule konnte ich gut zeichnen und habe auch jetzt viel Intrees dafür. Das Judo-Bild gefiel mir ganz besonders, weil es mein Sport ist, den ich betreibe, und so habe ich es abgemalt.
Frage: Haben Sie noch andere Hobbys?
Antwort: Ja, ich höre gern klassische Musik, aber ich habe auch Gefallen an moderner Tanzmusik
Frage: Welchen Beruf haben Sie erlernt?
Antwort: Das Druckhandwerk intressierte mich besonders und ich absolvieerte meine Lehre als Siebdrucker.
Frage: Wie kamen Sie zum Judosport?
Antwort: Bevor ich mich 1961 dem Judosport verschrieb, übte ich ein Jahr lang den Rudersport aus.
Frage: Wie fanden Sie den Weg zum SC Dynamo Berlin?
Antwort: Mein eifriges Training bei der SG Dynamo Schwerin befähigte mich zur Erringung des Bezirksmeistertitels und dann dann des Deutschen-Judo-Meistertitels. Auf Grund meiner guten Leistungen wurde ich zum SC Dynamo delegiert.
Frage: Was haben Sie für Erfolge erzielt?
Antwort: Ich startete erstmalig bei den Senioren-Meisterschaften und konnte aber nur den dritten Platz belegen.
Frage: Welches Ziel haben Sie sich im Sport und Beruf gestellt?
Antwort: Mein Streben wird es sein, mich für die Eurpameisterschaften zu qualifizieren und eine Medaille zu erringen. Mein zeichnerisches Können werde ich weiter vervollkommnen und es im Beruf verwerten.

Berichterstatter: Walter Ludwig

2 . / 0 3 . M a i 1 9 6 4 ; Pioniere ermitteln ihre Besten

Die Bestenermittlung der Pioniere im Bezirk Karl-Marx-Stadt am 02. und 03. Mai in Mittweida war ein voller Erfolg für den Judosport in unserem Bezirk. Zirka 120 Pioniere der Klassen A und B stellten sich dem Wettkampfgericht. Das technische Niveau war gegenüber der Vorjaahrsmeisterschaft gestiegen, wobei besonders die Sportfreunde Schwebs Lokomotive Karl-Marx-Stadt Stephan Dynamo Zwickau herausragten

Als führende Sektionen in der Jugend bzw. Pionierarbeit müssen vor allem Lokomotive Karl-Marx-Stadt, TSG Rodewisch, Dynamo Freiberg, Lokomotive und Dynamo Zwickau sowie Dynamo Auerbach genannt werden.


Hier die Plazierungen

Pioniere B -27,0 kg 1. Platz Schäfer Lokomotive Zwickau
2. Platz Howel Lokomotive Karl-Marx-Stadt
-30,0 kg 1. Platz Kannegießer Dynamo Freiberg
2. Platz Rack Dynamo Zwickau
-32,5 kg 1. Platz Helgest Dynamo Auerbach
2. Platz Stenker Lokomotive Kar-Marx-Stadt
3. Platz Lenk Lokomotive Kar-Marx-Stadt
-35,0 kg 1. Platz Angerstein Lokomotive Karl-Marx-Stadt
-37,5 kg 1. Platz Hoffmann Dynamo Auerbach
2. Platz Walter Lokomotive Kar-Marx-Stadt
3. Platz Weinhold Dynamo Freiberg
-40,0 kg 1. Platz Ingers Lokomotive Kar-Marx-Stadt
2. Platz Taubert Lokomotive Kar-Marx-Stadt
-42,5 kg 1. Platz Kluge Motor Glauchau
Pioniere A -32,5kg 1. Platz Lill TSG Rodewisch
2. Platz Fischer Dynamo Freiberg
3. Platz Wirwa Lokomotive Kar-Marx-Stadt
-35,0 kg 1. Platz Stephan Dynamo Zwickau
2. Platz Oelsner Dynamo Auerbach
3. Platz Meier Lokomotive Zwickau
-37,05kg 1. Platz Schmidt Dynamo Auerbach
2. Platz Kannegießer Dynamo Freiberg
3. Platz Kaant Lokomotive Zwickau
-40,0 kg 1. Platz Schlenker Dynamo Zwickau
2. Platz Müller TSG Rodewisch
3. Platz Müller Dynamo Zwickau
-42,5 kg 1. Platz Klingl Lokomotive Kar-Marx-Stadt
2. Platz Malt Lokomotive Kar-Marx-Stadt
-45,0 kg 1. Platz Götz TSG Rodewisch
2. Platz Zenker Lokomotive Kar-Marx-Stadt
3. Platz Jacob Dynamo Zwickau
-47,5 kg 1. Platz Schwebs Lokomotive Kar-Marx-Stadt
2. Platz Protze Dynamo Auerbach
3. Platz Albert Dynamo Zwickau
-50,0 kg 1. Platz Kraus TSG Rodewisch
2. Platz Gänslein Dynamo Freiberg
-52,5 kg 1. Platz Knorr Dynamo Freiberg
2. Platz Schädlich Dynamo Auerbach
+52,5 kg 1. Platz Clemens Lokomotive Kar-Marx-Stadt
2. Platz Heinze Dynamo Freiberg
3. Platz Werner Fortschritt Plauen

Berichterstatter: Sportfreund Karl-Heinz Schwabs

0 3 . M a i 1 9 6 4 Neustrelitz "Sehr schwach besetzt!)

Am 03. Mai 1964 wurde in Neustrelitz die Meisterschaft der Kinder vom Bezirk Neubrandenburg ausgetragen. Mit 25 Kämpfern wwar diese Meisterschaft sehr schwach besetzt. Nur Pasewalk, Malchin und Neubrandenburg haben kampffähige Kindergruppen aufzuweisen. Wenn wir die Kinderarbeit im Bezirk weiter so vernachlässigen, wird es um den Nachwuchs für die Jugend und später auch für die Männer schlecht bestellt sein. Die beste Entwicklung spiegelt sich in Pasewalk wider. Die Pasewalker waren aallein schon mit 13 Kämpfern angereist und konnten 12 Titel mit nach Haus nehmen.

Die Kampfrichter ssteellten sich ein Armutszeugnis aus, den von vier eingeladenen Kari erschien nur Sportfreeund Kahn, einer eifrigsten Kari des Bezirkes. Ein Kari sagte ab und die Sportfreunde K. Jähnke Malchin und Lieber Neustrelitz) ließen nichts von sich hören.

Lasssen sich die Sportfreunde auf Kosten des BFA deshalb als KR ausbilden, um danach unsere Arbeit so zu vernachlässigen?.


Hier die Ergebnisse

Berichterstatter: Sportfreund Brammer

Beschluß der Bezirksleitung der SV Dynamo 1964 in Berlin;
Auf Beschluß der Bezirksleitung der SV Dynamo Berlin wurde die Sektion Judo und der SG Dynamo Friedrichshain angegliedert. Die Sektion behält ihre Startberechtingung in der DDR-Liga. Eine Startsperre wird nicht verhängt.

0 2 . u n d 0 3 . M a i 1 9 6 4 in Frankfurt (Oder) Gruppenausscheid des FDJ-Pokal

Am 02. und 03. Mai 1964 fand in Frankfurt(Oder) der Gruppenausscheid um den FDJ-Pokal statt.

Die Bezirkssieger aus Berlin, Potsdam, Cottbus und Frankfurt(Oder) sowie den zweitplazierten Jugendmannschaften der Bezirke Rostock, Schwerin und Neubrandenburg nahmen an diesem Ausscheid teil.

An beiden Tagen wurde nach dem Modus 6-Minuten-Punkte scheidet aus, gekämpft. Nachstehende Mannscxhaften stellten sich dem Kampfgericht:


Hier die Ergebnisse und Sieger:

Hier die Ergebnisse:

1. Platz SG Dynamo "Peter Göring" Frankfurt(Oder)
2. Platz Lokomotive Oranienburg Potsdam
3. Platz SG Dynamo Rostock Rostock
3. Platz SG Dynamo Anklam Neubrandenburg
5. Platz SG Dynamo Parchim Schwerin
5. Platz SG Dynamo "Helmut Just" Berlin

Die Veranstaltung konnte an beiden Tagen reibungslos durchgeführt werde, da die Sportgemeinschaft Dynamo "Peter Göring" alles ausgezeichnet vorbereitet hatte.

Hier gilt es, dem Sportfreund Horst Halfter und den Funktionären der Sektionsleitung besonderen Dank und Anerkennung auszusprechen.

Schade, daß die Zuschauerkulisse nicht den Erwartungen entsprach, obwohl der Veranstalter shr umfangreich agitiert hatte. Es wurde viel Energie und Technik gekämpft. Hoffmann (SG Dynamo Rostock) war einer der technisch besten Kämpfer, der seine Kämpfe mit Würfen und Techniken in der Bodenarbeit gewann. Auch der Deutsche Jugendmeister 1964 Albrecht Dynamo "Peter Göring" mußte eine Niederlage durch Hoffmann hinnehmen.


Berichterstatter: Günter Borth

08. Mai 1964 Ausscheid mit guten Leistungen

Am 08. Mai 1964 fand in Beeskow, Bezirk Frankfurt (Oder), der Bezirksausscheid der Pioniere und Schüler für die Teilnahme an der Zwischenrunde für das Pioniertreffen statt. Es wurde in den einzelnen Gewichtsklassen, lt. Wettkampfordnung des DJV gekämpft.

Folgende Pionier und Schüler erreichten die Qualifikation. Alle Platzierten gehören den SG von Dynamo an.


Hier die Plazierungen:

Pioniere -32,5kg 1. Platz Mehnert Dynamo Frankfurt(Oder)
-35,0 kg 1. Platz Birkner Dynamo Angermünde
2. Platz Fritz Dynamo Frankfurt(Oder)
3. Platz Stuwe Dynamo Fürstenwalde
4. Platz Hübner Dynamo Eisenhüttenstadt-Süd
5. Platz Schlesiona Dynamo Eisenhüttenstadt-Süd
-37,5kg 1. Platz Fritz Dynamo Frankfurt(Oder)
2. Platz Dammast Dynamo Beeskow
3. Platz Hübsch Dynamo Angermünde
-40,0 kg 1. Platz Curt Dynamo Frankfurt(Oder)
2. Platz Purbs Dynamo Eisenhüttenstadt-Süd
3. Platz Annies Dynamo Fürstenwalde
4. Platz Ruf Dynamo Eisenhüttenstadt-Süd
5. Platz Schlenz Dynamo Eisenhüttenstadt-Süd
-42,5 kg 1. Platz Schmiedtke Dynamo Frankfurt(Oder)
2. Platz Reinke Dynamo Beeskow
-45,0 kg 1. Platz Glawlista Dynamo Frankfurt(Oder)
2. Platz Radke Dynamo Beeskow
3. Platz Thiede Dynamo Frankfurt(Oder)
-47,5 kg 1. Platz Preuße Dynamo Frankfurt(Oder)
2. Platz Kluge Dynamo Frankfurt(Oder)
3. Platz Hildebrand Dynamo Beeskow
-52,5 kg 1. Platz Berger Dynamo Eisenhüttenstadt-Süd
+52,5 kg 1. Platz Sommer Dynamo Frankfurt(Oder)
2. Platz Tilsch Dynamo Beeskow

Berichterstatter: Günter Borth

17. Mai 1964 in Wolgast (Bezirk Rostock) ; Gruppe Nord kämpfte um den Aufstieg

Zur Austragung der DDR-Liga-Kämpfer der Gruppe Nord um den Aufstieg zur Oberliga kam es am 17. Mai 1964 in Wolgast Bezirk Rostock.

In der Starterliste hatten sich Dynamo "Helmut Just" Berlin, Motor BGW Berlin, HSG Humboldt Wissenschaft Berlin II, Empor Seelenbinder Berlin, Dynamo Fürstenwalde und der Gastgeber Motor Wolgast eingetragen. Die Kämpfe, die im Nordischen Turnier durchgeführt wurden, hatten ein gutes Niveau und brachten erst in der letzten Begegnung zwischen Dynamo Fürstenwalde und Motor Wolgast die Endscheidung um den Sieg. Die Wolgaster stellten ein startes Aufgebot, mußten sich aber der Auseinandersetzung mit den Berliner Dynamo Vertreterdie Punkte teilen. Die Hausherren gewannen die übrigen Durchgänge souverän und auch die favorisierte Staffel von Fürstenwalde unterlag hoch mit 2 : 10.

Die unter der Leitung des Trainers Arno Kroll kämpfende Wolgaster Siegermannschaft trat in folgender Aufstellung an:

Federgewicht: Hartmut Riemann
Leichtgewicht: Klaus Hein
Weltergewicht: Jürgen Quade
Mittelgewicht: Rudi Schulz
Halbschwergewicht: Horst Kasel
Schwergewicht: Hanmm
Bedauerlich war es, daß HSG Wissenschaft Berlin II nur mit drei Kämpfern angereist war und der als Betreuer fungierende Deutsche Meister Hans Roth mit einsteigen mußte, um der Mannschaft zur Startberechtigung zu verhelfen. Liebe Sportfreund der HSG, so kann man nicht zu Qualifizierungkämpfen anreisen.

Hier die einzelnen Mannschaftsresultate

Dynamo Helmut Just
-
Motor BGW Berlin
10 : 2
BSG Motor Wolgast - Wissenschaft Berlin II 12 : 0
Empor Seelenbinder - Dynamo Fürstenwalde 4 : 8
Dynamo Helmut Just Berlin - BSG Motor Wolgast 6 : 6
Motor BGW Berlin - Wissenschaft Berlin II 6 : 6
Empor Seelenbinder - Dynamo Helmut Just Berlin 2 : 10
Dynamo Fürstenwalde - Motor BGW Berlin 10 : 2
Motor Wolgast - Empor Seelenbinder 12: 0
Wissenschaft Berlin II - Dynamo Fürstenwalde 2 : 10
BSG BGW Berlin - Motor Wolgast 2 : 10
Empor Seelenbinder - Motor BGW Berlin 4 : 8
Dynamo Fürstenwalde - Dynamo Helmut Just Berlin 8 : 4
Motor Wolgast - Dynamo Fürstenwalde 10 : 2

In der Gesamtwertung gab es nachstehende Plazierungen:

Berichterstatter: P. Biedenweg

23. und 24. Mai 1964 in Frankfurt (Oder) Gutes Niveau in der Zwischenrunde

Am 23. und 24. Mai 1964 fand die Zwischenrunde zur Teilnahme an dem Pioniertreffen 1964 in Karl-Marx-Stadt in Frankfurt(Oder) statt.

An diesen Ausscheidungskämpfen nahmen 63 Pioniere und Schüler aus den Bezirken Berlin, Cottbus und Frankfurt(Oder) teil.

Die Veranstaltung wurde von dem Vorsitzenden der Bezirks-Pionierorganisation, Raimund Deutschländer, eröffnet und ein Spieelmannzug der Pionierorganisation Frankfurt(Oder) umrahmte mit Musik das Eröffnungszeremoniell.

Die Teilnehmer gehöhrten zu 80 Prozent der SV Dynamo und 10 Prozent der BSG an.


Insgesamt gab es folgende Plazierungen:

Pioniere -32,5kg 1. Platz Kutzner SG Dynamo Guben
2. Platz Hübner SG Dynamo Eisenhüttenstadt-Süd
3. Platz Kraause SC Dynamo Berlin
-35,0 kg 1. Platz Karl-Heinz Fritz Dynamo "Peter Göhring" Frankfurt(Oder)
2. Platz Arndt Dynamo "Helmut Just" Berlin
3. Platz Dammast SG Dynamo Beeskow
-37,5kg 1. Platz Bothe BSG Motor Cottbus
2. Platz Fritz Dynamo "Peter Göhring" Frankfurt(Oder)
3. Platz Birkner Dynamo Angermünde
-40,0 kg 1. Platz Curt Dynamo "Peter Göhring" Frankfurt(Oder)
2. Platz Kitt Dynamo "Helmut Just" Berlin
3. Platz Michalowski SG Dynamo Hoyerswerda
-42,5 kg 1. Platz Schmiedtke Dynamo "Peter Göhring" Frankfurt(Oder)
2. Platz Franke SG Dynamo Guben
3. Platz Selger SG Dynamo Hoyerswerda
-45,0 kg 1. Platz Kraske SG Dynamo Hoyerswerda
2. Platz Radtke SG Dynamo Beeskow
3. Platz Gawliska Dynamo "Peter Göhring" Frankfurt(Oder)
-47,5 kg 1. Platz Preuße Dynamo "Peter Göhring" Frankfurt(Oder)
2. Platz Schulz Dynamo "Helmut Just" Berlin
3. Platz Pohl ASG Doberlug-Kirchhain
-50,0 kg 1. Platz Wilski Dynamo "Helmut Just" Berlin
2. Platz Klos SC Dynamo Berlin
3. Platz Simon SG Dynamo Guben
-52,5 kg 1. Platz König ASG Doberlug-Kirchhain
2. Platz Berger SG Dynamo Eisenhüttenstadt-Süd
3. Platz Dietz SC Dynamo Berlin
+52,5 kg 1. Platz Sommer Dynamo "Peter Göhring" Frankfurt(Oder)
2. Platz Appelt SG Dynamo Hoyerswerda
3. Platz Breitsprecher ASG Doberlug-Kirchhain

Bei der Siegerehrung wurden die drei Erstplazierten mit Medaillen und Urkunden von der Pionierorganisation ausgezeichnet..

Dank und Anerkennung gebührt den Organisatoren der Veranstaltung, die eine gute Werbung für unseren Judosport brachte.


Berichterstatter: Günter Borth

08.09.1964 Pößnecker Judostaffel erkämpfte erneut Bezirkstitet Gera

Sieben Judostaffel der Jugend des Bezirkes Gera ermittelten in der Goete-Oberschule den Mannschaftsmeister. Vor einerr lautstarken Zuschauerkulisse kam der Vorjahrsmeister Dynamo Pößneck durch Siege gegen Rotation Greiz mit 14:2, Dynamo Saalfeld mit 12:6 und einem 8:8 im Vorschlußkampf gegen Rotation Greiz, vor Saalfeld und Dynamo Greiz zum Bezirksmeistertitel.

Der etwas enttäuschende Bezirkspokalsieger, Rotation Greiz, mußte sich mit dem vierten Platz begnügen. Dynamo Eisenberg, Dynamo Gera und Traktor Ranis, schieder bereits durch Niederlagen gegen die vier Erstplazierten vorzeitig aus. Der zweite Platz der Saalfelder ist als ein Achtungserfolg zu bezeichnen, da sie nur mit 6 Gewichtsklassen antraten und gegen jeden Gegner schon im voraus vier Punkte kampflos kampflos abtreten mußte.


Berichterstatter: Sportfreund Böttcher

2 4 . u n d 2 5 . O k t o b e r 1 9 6 4 in Bautzen "Judo-Armeemeisterschaften 1964"

Nach langen Jahren wurden innerhalb der NVA wieder Meisterschaften ausgetragen. Auf zwei Matten standen sich die besten Judoka der Land-, Luft- und Seestreitkräfte sowie der Grenztruppen am 24. und 25. Oktober 1964 in Bautzen gegenüber. Es waren 45 Kämpfer an dem Start. Da die Vorentscheiungenn in den verschiedenen Bereichen der Armeesportvereinigungen noch in den alten Gewichtsklassen ermittelt wurden., mußten auch die Meisterschaften so ausgetragen werden werde.

Die Armeemeister 1964 und die Plazierten sind:

Gewichtsklasse Platz Kyu/Dan Grad Vorname Name
Federgewicht 1. Platz 1.Kyu Soldat Helmut Schneider
2. Platz 3.Kyu Offizier Schüler Hans-Jürgen Wehr
3. Platz 4.Kyu Unteroffizier Klaus-Dieter Lemm
Leichtgewicht 1. Platz 1.Kyu Soldat Richard Opitz
2. Platz 3.Kyu Soldat Dieter Gotzmer
3. Platz 3.Kyu Obermaat Manfred Sinnhöfer
Weltergewicht 1. Platz 1.Kyu Gen. Heinz Werner Knecht
2. Platz 3.Kyu Gefreiter Werner Dressel
3. Platz 1. Dan Soldat Wolfgang Broege
Mittelgewicht 1. Platz 2.Kyu Oberleutnant Christian Heyder
2. Platz 2.Kyu Soldat Ewald Hoch
3. Platz 5.Kyu Soldat Siegfried Kölbel
Halbschwergewicht 1. Platz 1.Kyu Soldat Siegfried Kölbl
2. Platz 3.Kyu Soldat Lothar Vogel
3. Platz 1.Kyu Kanonier Norbert Neubauer
Schwergewicht 1. Platz 3.Kyu Soldat Heiko Bartsch
2. Platz 3.Kyu Stabsmatrose Frank Müller
3. Platz 5.Kyu Soldat Hartmut Müller

Hervorstechend und bewundernswert waren die Leistungen und Techniken des Soldaten Opitz. Er gewann alle seine Kämpfe souverän. Bevor er zu seinem 250. Kampf antrat, beglückwünschte ihn ein Oberstleutnant vom Präsidium der Armeesportvereinigung Vorwärts und überreichte ihm einem Blumenstrauß. Diesen Kampf beendete Genosse Opitz erfolgreich nach wenigen Sekunden durch Ashi-Guruma

Berichterstatter: Horst Karos

19. und 20. September 1964 Internationales Turnier in Erfurt

Von fünf eingeladenen Ländern nur Ungarn am Start

Am 19. und 20.09.1964 wurde in Erfurt zum zweiten Male in diesem Jahr ein internationales Turnier des Deutschen-Judo-Verbandes durchgeführt.

Um es vorwegzunehmen, durch die Absage einiger sozialistischer Länder kam es nicht zu dem erwarteten großen Höhepunkt. Da die Absagen der CSSR und der VR Polen sehr kurzfristig erfolgten, war die Durchführung des Turniers überhaupt in Frage gestellt. Von den fünf eingeladenen Länder war nur Ungarn mit einer Delegation in Erfurt vertreten.

Diese Tatsachen beeinflußten die Atmosphäre des Turniers und auch die Resonanz unter der Erfurter Bevölkerung. So läßt sich erklären, daß sowohl am Sonnabend als auch am Sonntag nur wenige Judo-Interessierten den Weg zur Thüringen-Halle fanden.

Weniger stimmungsvoll und begeisternd, waren auch die Kämpfe am Sonnabend im Federgewicht-, Halbschwer- unde besond-ers aber im Leichtgewicht, wo der größte Teil der Kämpfer sehr schwache Leistungen zeigte. An diesem Tag von den beteiligten Aktiven ganze 2 1/2 Punkte erzielt. Weder Schröder noch Münchhausen, Schubert oder Deutsche Meister Daßler waren in der Lage, den einzigen ungarische Vertreter in dieser Klasse, Olach (1. Dan), überzeugend zu schlagen.

Eine wesentlich bessere Stimmung war am Sonntag bei den Kämpfen im Mittel- und Schwergewicht. Hier fielen insgesamt 12 Punkte.

Besonders danken muß man an dieser Stelle dem BFA Erfurt, der sich mit der Vorbereitung und Durchführung des Turniers viel Mühe und Arbeit gemacht hatte und die ihm gestellten Aufgaben zur Zufriedenheit löste.


Die Ergebnisse

Gewichtsklasse Platz Vorn. Name Verein
Federgewicht 1. Platz Farany Ungarn
2. Platz Eberhart Barth SC Dynamo Berlin
3. Platz Peter Igel SC Dynamo Berlin
4. Platz Lengert ASK Vorwärts Berlin
5. Platz Michael Paul BSG Luftfahrt Berlin
Leichtgewicht 1. Platz Burkhard Daßler SC DHFK Leipzig
2. Platz Joachim Schröder SC Dynamo Berlin
3. Platz Schubert ASK Vorwärts Berlin
4. Platz Münchhausen ASK Vorwärts Berlin
5. Platz N Olach Ungarn
Mittelgewicht 1. Platz Otto Smirat SC Dynamo Berlin
2. Platz Wolfgang Micka SC Dynamo Berlin
3. Platz Fred Potyralla SC Dynamo Berlin
4. Platz Klaus Kliem SC Dynamo Berlin
5. Platz Havasi verletzt
Halbschwergewicht 1. Platz Helmut Howiller SC DHFK Leipzig
2. Platz Christoph Ungarn
3. Platz Karl-Heinz Lehmann ASK Vorwärts Berlin
4. Platz Stephan ASK Vorwärts Berlin
5. Platz Klaus Hennig SC Dynamo Berlin
Schwergewicht 1. Platz Herbert Niemann ASK Vorwärts Berlin
2. Platz Karl Nitz SC Dynamo Berlin
3. Platz Peter Bezirk Erfurt
4. Platz Dietmar Brandt ASK Vorwärts Berlin
5. Platz Walter Bezirk Erfurt

Berichterstatter: Gert Schneider

1 9 6 4 "Unser Porträt Heinz Kölbel, 1. Dan, TSG Rodewisch"

Der jetzt 32 Jahre zählende Deutsch- und Sportlehrer Heinz Kölbel ist seit 1948 Mitglied unserer Sportbewegung. Zuerst versuchte er sich als Kunstradfahrer in Rodeiwsch und kam erst 1952 zum Judosport, als für einen Judolehrgang der SV Wismut geworben wurden. Dieser fand unter der Leitung der Sportfreunde Ehrlich und Borsdorf statt. Heinz Kölbel fand Gefallen und wurde einer der eifrigsten auf der Matte. Dadurch kam er auch recht bald zum Erfolg. Nachdem er 1952 zur DHFK Leipzig gekommen war, wurde Heinz Kölbel 1953 schon Meister der HSG Wissenschaft 1954 belegte er den 1. Platz im Bezirk Leipzig und gleichzeitig den zweiten Platz im Ferdergewicht bei den Deutschen Meisterschaften. Auch 1959 wurde der Sportfreund Heinz Kölbel Bezirksmeister im Bezirk Karl-Marx-Stadt.

Im Jahre 1961 legte Heinz Kölbel die Dan-Prüfung erfolgreich ab.Das ist eine stattlich Anzahl von Erfolgen, aber keineswegs ruhte er auf seinen Lorbeeren aus. Im Gegenteil! Sein ganzes Wissen und Können vermittelt er seit Jahren seinen Sportkameraden in Rodewisch, wo er 1958 eine starke Judo-Sektion ins Leben rief. Neben seinem eigenen Training opfert er auch noch viele Stunden, um seine Sektion voranzubringen. Daß er dabei auf dem richtigen Weg ist, zeigen uns die Erstplazierungen der Rodewischer Judoka bei den Meisterschaften.1962: 1. Deutscher Meister (Jugend),, 1. Republik-Beste (Frauen), 3. bei den DMM der Jugend, Aufstieg in die Oberliga.

1963: 3. Deutscher Meister (Jugend), 1. Republik-Beste (Jugend), Sieger der Pionierspartakiade, 2. Platz der Pioniermannschaft

Heinz Kölbel ist aber nicht nur ein guter Sportler und Trainer, sondern wir finden ihn auch immer wieder bei Veranstaltungen, Sitzungen und Kommissionen als Funktionär. Seit 1959 gehört, er dem BFA Karl-Marx-Stadt an. Er ist Mitglied im Traierrat sowie im Präsidium und 1963 übernahm Sportfreund Heinz Kölbel den Vorsitz der Jugendkommission des DJV.

Seine ganze Kraft und Freizeit widmet er unserem schönen Judosport. Als Sportlehrer nutzt er die Gelenheit, die Schüler und Pioniere seiner Schule für diesen Sport zu intressieren. Ob darin das Geheimnis seiner Erfolge liegt? Wer schon einmal in Rodewisch einen Wettkampf erlebt hat, weiß, fast die gesamte Einwohnerschaft für "ihre" Judoka begeistert ist. Das zeugt von Popularität und seiner sehr guten Sportarbeit.

Heinz Kölbel und seiner Sektion wünschen wir auch weiterhin reecht gute Erfolge.


Berichterstatterin: Waltraut Leistner

November 1964 Berliner Meisterschaften "Gymnastiksaal des Zentralen Klubs der Jugend und Sportler"

Berliner Einzelmeisterschaften 1964 in der Stalinallee

Die HSG Wissenschaft der Humboldt-Universität Berlin als Ausrichter für die Berlinder Meisterschaften, hatte sich haatte sich um eine würdige Veranstaltungsstätte bemüht. Obwohl eine Zusage für die Gormannstr. vorlag, war es doch nicht möglich, die Veranstaltung dort durchzuführen. Kurzfristigmußte umdisponiert werdenund so fanden die Kämpfe im Gymnastiksaal des Zentralen Klubs der Jugend und Sportrler statt.

Leider begann begann die Veranstaltung mit ziemlicher Verspätung. In seiner Eröffnungsansprache forderte der Sektionsleiter der veranstaltenden, Schwidurski, die Judoka auf, mit guten und fairen Kämpfen ihren Beitrag für den 15. Jahrestag unserer Republik zu leisten.

Nach einer Schweigeminute für den verstorbenen Ministerpräsidenten Otto Grotewohl, begannen dann die Meisterschaftskämpfe. Die Vorkämpfe wurden im Pool- und die Endkämpfe im Ko-System durchgeführt. Für die Erstplazierten ergab sich somit eine große Belastung, zumal die Finalkämpfe über zehn Minuten angesetzt waren.

Im Bantamgewicht hinterließ Alexander Peuker einen guten technischen und kämpferischen Eindruck. Obwohl es im Endkampf zuerst den Anschein hatte, daß er dem physisch stärkeren Koschny unterliegen würde, konnte er in den letzten würde, konnte er in den letzten fünf Minuten den Gegner doch noch einwandfrei schlagen.

Im Federgewicht konnten Igel und Schwidurski ihre Rivalen Pohl und Wesemann im Halbfinale ausschalten. Nach einem kämpferisch betonten Treffen über zehn Minuten gewann Schwidurski mit 2 : 1 Richterstimmen.

Im Leichgewicht hatte Klaus Lindner nach einem schweren Kampf gegen Zeemann das Finale erreicht. Hier schlug er Rainer Sobisch, der konditionell nicht den besten Eindruck machte.

Im Mittelgewicht gewann der beste Kämpfer der Meisterschaften, Sportfreunnd Manfred Birkholz. Allein Bocian konnteihm größeren Widerstand leisten.Schade, daß Bocian bereits im Halbfinale gegen ihn ausschied. Er dürfte wesentlich stärker sein, als der das Finale erreichende Ulig. Eine gute Leistung bot auch Rackwitz von Empor Nord.

Mit überraschenden Leistungen wurde Winterstein Meister im Halbschwergewicht. Er schlug Raier Schilk im Finale.

Im Schwergewicht standen sich die alten Kontrahenten Sepp Schönbacher und Dummann gegenüber. Sepp Schönbacher trug mit E : 0 den Sieg davon. Schade, daß Dietmar Lorenz nicht startberechtigt war. Es lag keine Meldung seiner Gemeinschaft vor. Hoffen wir daß die beiden Erstplazierten den Bezirk Berlin bei den Deutschen Einzelmeisterschaften in Leipzig gut vertreten werden.


Hier die Ergebnisse:

Bantamgewicht
1. Platz Alexsander Peuker Empor Seelenbinder Berlin
2. Platz  Koschny HSG Wissenschaft Humboldt Uni Berlin
3. Platz  Trohne Dynamo Friedrichshain
Federgewicht
1. Platz  Schwidurski HSG Wissenschaft Humboldt Uni Berlin
2. Platz Peter   Igel SC Dynamo Hoppeparten
3. Platz  Wesemann Dynamo Friedrichshain
Leichtgewicht
1. Platz Klaus Lindner Dynamo Friedrichshain
2. Platz Rainer Sobisch SC Dynamo Hoppeparten
3. Platz  Manfred Wienbrack Dynamo Friedrichshain
Mittelgewicht
1. Platz Manfred Birkholz SC Dynamo Hoppegarten
2. Platz  Ulig Dynamo Adlershof
3. Platz  Bocian Dynamo Hohenschönhausen
3. Platz  Rackwitz BSG Empor Nord Berlin
Halbschwergewicht
1. Platz  Winterstein Dynamo Köpenick
2. Platz  Rainer Schilk Dynamo Hohenschönhausen
3. Platz  Butke BSG Turbine Wasserwerke Berlin
3. Platz Mayer SC Dynamo Adlershof
Schwergewicht
1. Platz  Sepp Schönbacher HSG Wissenschaft Humboldt Uni Berlin
2. Platz  Dummann Empor Seelenbinder Berlin

Berichterstatter: Helmut Bark

- B e g i n n 1 9 6 5 -

2 6 . u n d 2 7 . N o v e m b e r 6 5 Polnische Judoka in Halle

Die HSG Wissenschaft Halle hatte sich sich am 26. und 27. November 1965 polnische Gäste vom AZS Poznan zu einem internationalen Freundschaftsvergleich eingeladen. Am ersten Kampftag wurde ein Einzelturnier in den fünf internationalen Gewichtsklassen au8sgetragen und am nächsten Tag fand ein Mannschaftsturnier statt.

An den Einzelkämpfen beteiligten sich noch Judoka von Motor Halle, Dynamo Halle-West und Dynamo Merseburg, so daß 42 Aktive am Start waren. Es wurde zwar im KO-System gekämpft, aber durch die langen Kampfzeiten (Halbfinale 8 Minuten, Finale 10 Minuten) ging das gut besetzte Turnier erst in den späten Abendstunden zu Ende. Die Riesenüberraschung war der Sieg des Jugendlichen Gerd Kunze in der Leichtgewiichtsklasse, wo manche Favoriten auf der Strecke blieben. Bemerkenswert ist, daß Kunze an diesem Tag sich erstmalig an Seniorenkämpfen beteiligte.


Hier die Ergebnisse

Leichtgewicht
1. Platz Kunze Wissenschaft Halle
2. Platz Müller Dynamo Halle-West
3. Platz  Wyrembek AZS Poznan
3. Platz  Kmiec AZS Poznan
Halbmittelgewicht
1. Platz Kühn Dynamo Merseburg
2. Platz  Matthey Dynamo Merseburg
3. Platz  Mandecki AZS Poznan
3. Platz  Michalzyk AZS Poznan
Mittelgewicht
1. Platz Braun Dynamo Merseburg
2. Platz Hahn Wissenschaft Halle
3. Platz Kühnel Motor Halle
3. Platz Brennecke Wissenschaft Halle
Halbschwergewicht
1. Platz  Ahrends Wissenschaft Halle
2. Platz  Neubauer Wissenschaft Halle
3. Platz  Cudnik AZS Poznan
3. Platz Kowalschik AZS Poznan
Schwergewicht
1. Platz  Onderka Wissenschaft Halle
2. Platz  Czubryi AZS Poznan

Bei den Mannschaftskämpfen verzichtete man darauf, die eigenen Mannschaften kämpfen zu lassen

Hier die Ergeebnisse der Mannschaften

AZS Poznan I
-
HSG Wissenschaft Halle
Wyrembek - Gutscher 1 : 0
Michalzyk - Kaps X : 0
Prozhiewicz - Schötzau E : 0
Dzurski - Jahn 1 : 0
Czubryi - Hahn 1 : 0
AZS Poznan I 5 : 0
Wissenschaft Halle I - AZS Poznan I
Krumbiegel - Kmiec E : 0
Schyia - Mandeski 1 : 0
Weidemann - Olzewsk E : 0
Ahrends - Brennecke Wissenschaft Halle E : 0
Onderka - Kowalskszik 1 : 0
Wissenschaft Halle I 5 : 0
Wissenschaft Halle II AZS Poznan II
Gutscher - Kmiec E : 0
Brandt - Mandecki 1 : 0
Schötzau - Olzewski EX : X
Jahn - Brennecke X : 0
Hahn - Kowalszik E : 0
Wissenschaft Halle II 5 : 0
Wissenschaft Halle I - AZS Poznan I
Krumbiegel - Wyrembeck 0 : E
Schyia - Michalzyk 0 : X
Weidemann - Prozhiewicz 0 : E
Ahrends - Dzurski E : 0
Onderka - Czubryi 0 : X
AZS Poznan I 3 : 2

Dramatisch ging es im Hauptkampf Wissenschaft Halle I gegen AZS Poznan I zu, bei dem eerst die Schwergewiichtsbegegnung den knappen Erfolg für die polnischen Gäste brachte.

Geschrieben - klgu -

28. November 1965 Internationales Turnier in Stendal

Am 28. November 1965 fand in Stendal ein internationales Mannschaaftsturnier statt, an dem sich die Mannschaften Ruda Hvezda Karlovy Vary, Motor Süd-Ost Magdeburg I und Lokomotive Stendal beteiligten. Favorittenstellung nahmen die Oberliga-Kämpfer aus Magdeburg ein. Die Sportfreunde aus der CSSR wiesen durchweg niedrige Graduierungen auf, zeigten aber kämpferisch gute Leistungen, besonders in den Bodentechniken.

Nach der Begrüßung durch die BSG-Leitung wurde der ooffzielle Städtevergleichskampf zwischen Ruda Hvezda Karlovy Vary und Stendal durchgeführt. Gekämpft wurde in drei Gewichtsklassen (70, 80 und über 80,0 kg), in jedem Limit mit zwei Kämpfern


Mannschaftsergebnisse:

Ruda Hvezda Karlovy
-
-70,0 kg Kyu Lokomotive Stendal Kyu
Hrabec 2. - Noack 1. X : 0
Horak 3. - Glöß 1. 0 : 1
-80,0 kg -
Valek IV. - Schinitzki 2. 0 : E
Dozauer IV. Jeding 2. 0 : X
+80,0 -
Janda IV - Kükelmann 2. 1 : 0
Novak IV - Beinroth IV X : 0
- Endresultat: 3 : 3
3 : 2

Anschließend kam es dann zur Austragung eines 3-Städteturniers. In der ersten Begegnung standen sich Motor Magdeeburg Süd-Ost gegen Lokomotive Stendal gegenüber

Motor Süd-Ost Magdeburg
-
Lokomotive Stendal
-70,0 kg Kyu Kyu
Zemplin 1. Dan - Noack 1. 0 : 0
Knape 1.Dan - Glöß 1. E : 0
-80,0 kg -
Kuhnke IV. - Schinitzki 2. 1 : 0
Kissmann 1.Dan Jeding 2. E : 0
+80,0 -
Tempel 2. - Sannek IV. 1 : 0
Jürschnik 3. - Kükelmann II 1 : 0
- Endresultat: 5 : 0

Im Anschluß an diesem Mannschaftsvergleich kam es zu zwei Einzelkämpfen:

Ruda Hvezda Karlovy
-
Lokomotive Stendal
Kyu Kyu
Lomoga IV. - Süßenguth 1. 0 : E
Pochyla IV. - Netzold I. E : 0
Ruda Hvezda Karlovy Motor Süd-Ost Magdeburg
-70,0 kg
Horak IV. - Zemplin 2. 1 : 0
Hrabec 1.Dan Knape 2. E : 0
Endresultat: 2 :0
-80,0
Pochyla 2. - Kuhnke IV. 0 : 1
Dozauer IV. - Kükelmann II 0 : 1
Endresultat: 0 : 2
+80,0 -
Janda IV. - Tempel 1. Dan 0 : X
Nowak 2. - Jürschik III. X : 0
Endresultat: 0 : 2
Gesamtendergebnis 1 : 5

Hervorzuheben sind die Leistungen von Kissmann und Kuhnkedie ihre Kämpfe bereits nach 0 : 30 und 20 beendeten.

Im letzten Mannschaftskampf standen sich dann nochmals Ruda Hvezda Karlovy und Stendal in veränderter Mannschaftsaufstellung gegenüber


Ruda Hvezda Karlovy Vary
-
Lokomotive Stendal
-70,0 kg Kyu Kyu
Hrabec 1. Dan - Glöß 1. 0 : E
Lomonga IV - Nowack 1. 0 : E
-80,0 kg -
Pochyla 2.. - Jeding 2. 0 : E
Dozauer 1.Dan Scinitzki 2. 0 : X
+80,0 -
Janda 2. - Sannek IV. 0 : 0
Novak 3. - Kükelmann II X : 0
- Endresultat: 1 : 4

Der Turnierendstand lautete: 1. Motor Süd-Ost Magdeburg, 2. Lokomotive Stendal, 3. Ruda Hvezda Karlovy Vary.

Trotzdem die Zuschauerkulissie viel wünschen übrig ließ, war das interesante Turnier für die Stendaler Sportfreunde ein besonderes Erlebnis


Berichterstatter: Harald Noack

- B e g i n n 1 9 6 6 -

09. Januar 1966 Dresden beim offenen Mannschaftsturnier erfolgreich

Beim ersten Kampf im neuen Jahr holte sich Motor Dresden-Ost am 09. Januar 1966 die TSG TSG Nord zum Mannschaftskkampf eingeladen. Weiterhin beteiligte sich noch Empor Löbau an diesem Wettstreit. Die kampfbetonten Auseinandersetzungen zeigten, zeigten, daß sich die Judoka sehr gut vorbereitet hatten. Von 25 Kämpfen endeten 15 Wurfsiege. Eine schönne, die auch auf Erfolge bei den kommenden Meisterschaften hoffen läßt.

Hier die Ergebnisse der Mannschaftskämpfe

Motor Dresden-Ost
-
TSG Löbau Nord
6 : 3
TSG Löbau Nord II - Motor Dresden-Ost II 1 : 7
Motor Dresden-Ost - TSG Löbau Nord 7 : 2

Hervorzuhebende Kämpfer waren: Michalke (3. Kyu), Janisch (3. Kyu) von Motor Löbau-Ost, Pietschmann von Löbau-Ost, Schneider (4. Kyu) von TSG Dresden-Nord

Berichterstatter: Peter Kiefer

09. - 14. Februar 1966 Junioren in Wien erfolgreich

Am 09. - 14. Februar weilte eine DDR-Junioren Auswahl unter Leitung von Dr. Lothar Skorning und Henri Hempel in Wien. Die 13. köpfige Delegation war Gast der Judo-Sekion des Polizeisportvereins Wien, die ein Mannschaftsturnier und ein Einzelturnier organisiert hatte, um unseren Kadern in Vorbereitung der Europameisterschaften der Junioren eine Überprüfungsmöglichkeit zu geben.

Die Reise begann mit großen Schwierigkeiten, weil am 09. Februar früh durch den großen Schneefall der Verkehr in Berlin stockte und dadurch nicht alle rechtzeitig zum Flugzeug kamen. Trotzdem ging alles gut und nach wenigen Stunden waren wir im schönen frühlingshaften Wien mit Temperaturen über +10 Grad.

Wir wurden empfangen und betreut von den Sportfreunden Leopold Korner, Fritz Svihalek und Franz Neubauer, die sich erdenkliche Mühe gaben, unseren Aufenthalt so angenehm und so schön wie möglich zu gestalten.

Nach dem Ausscheidungsturnier am 22. Januar 1966 qualifizierten sich für die Dellegation nach Österreich die Sportfreunde Scholz, Peuker, Kersten, Hötger, Sauermann, Wekker, Hentsch und Stock. Zusätzlich wurden die Sportfreunde Gonschorek und Bornstein nominiert. Für den größten Teil dieser Sportfreunde war es die erste Auslandsreise innerhalb einer Auswahlmannschaft des DJV. Deshalb bestand auch für viele Teilnahmer die Zielstellung, ihre Nominierung durch gute Leistungen zu rechtfertigen. Um es vorweg zu nehmen, unsere jungen Judoka kämpften hervorragend, jeder gab sein Bestes, auuch wenn das nicht immer mit einem Erfolg belohnt werden konnte.


Am Freitag, dem 11. Februar 1966 fanden die Mannschaftvergleichskämpfe

DDR-Juiorenauswahl - Favorit Wien

DDR-Juiorenauswahl - Polizeisportverein statt. Die Wettkämpfe wurden vor ausverkauftem Hause mit einem sehr

objektivem Puplikum ausgetragen.


Ergebnisse

Juniorenauswahl - Favorit Wien

Peuker
-
Smolik
1 : 0
Scholz - Drechsler 1 : 0
Hötger - Aichinger 1 : 0
Kersten - Tietz X : 0
Sauermann - Hedl 0 : E
Wecker - Gasteiger X : XE
Heentsch - Ohnovtua 0 : 1
Stock - Domschitz 0 : 1
Gonschorek - Pfeffer 1 : 0
Bornstein - Kovdelka 1 : 0
DDR-Juniorenauswahl 6 : 4

Juniorenauswahl DDR - Polizeisportverein Wien

Peuker
-
Meisel
1 : 0
Scholz - Lakner 1 : 0
Hötger - Legeny 0 : E
Kersten - Steinhauser E : 0
Sauermann - Grosser 0 : E
Wecker - Bohm 1 : 0
Hentsch - Hastik 0 : E
Stock - Schmidl X : 0
Gonschorek - Geyer 1 : 0
Bornstein - Maurer 1 : 0
DDR-Juniorenauswahl 7 : 3

Nach diesem großen Erfolg unserer noch jungen Juniorenauswahl bestand nun für sie die Aufgabe in dem einen Tag später folgenden Einzel-Turnier, ihre Leistungen durch gute Plazierungen zu bestätigen.

Daas Turnier wurde im Pool - System mit aanschließenderr Ko-Runde austragen, wobei der drittePlatz ebenfalls noch ausgekämpft wurde. Der Endstand des Turnier erbrachte den Beweis, daß unsere jungen Judokasich auch hier besser plazieren konnten als ihre österreichischen Sportfreunde. Von fünf möglichen ersten Plätze errangen unsere 3, von den 2. ebenfalls 3 und noch zwei dritte Plätze.


Ergebnisse ab Pool:

Leichtgewicht
1. Platz Scholz DDR
2. Platz Peeuker DDR
3. Platz  Meisel Wien
4. Platz  Jerabek Wien
Halbmittelgewicht
1. Platz Hötger DDR
2. Platz  Legeny Wien
3. Platz  Kersten DDR
4. Platz  Tietz Wien
Mittelgewicht
1. Platz Grosser Wien
2. Platz Redl Wien
3. Platz Wecker DDR
4. Platz Pfeffer Wien
Halbschwergewicht
1. Platz  Hastik Wien
2. Platz  Stock DDR
3. Platz  Schmidl Wien
3. Platz Hentsch DDR
Schwergewicht
1. Platz  Gonschorek DDR
2. Platz  Bornstein DDR
3. Platz  Maurer Wien
3. Platz  Krieger Wien

Berichterstatter: Henry Hempel/Dr. Lothar Skorning

02. Februar 1966"Zweite Bewährungsprobe" Magdeburg

Am 22. Februar 1966 war Magdeburg der Austragungsort des 2. Leistungsturniers, bei dem sich die besten Jugendlichen des DJV einere erneuten Bewährungsprrobe unterziehen muten.

Bei dem internationalen Turnier in Meißen, an dem sich die Jugendvertretungen aus Polen und der CSSR teilnahmen, ging es für unsere Judoka in Magdeburg darum, eine gute Plazierung zu erreichen, um damit ihr Punktkonto zu erhöhen. Die erzielten Punkte werden für die Nominierung der Auswahlkader zu den Jugend- und Juioren-Europameisterschaften in Frankreich den Ausschlag geben.

Durchweg zeigten die Auseinandersetzungen in allen fünf Gewichtaklassen ein gutes Leistungsnniveau. Die technisch, taktische und kämpferische Angriffsgestaltung in den 58 kg-, 63 kg- und 75 kg Klassen war sehr zufriedenstellend. In den höheren Gewichtsklassen zeichneten sich die Judoka noch durch besondere technische Fähigkeiten aus.

Sehr gute arbeitete das Kampfgericht, das unter Leitung des Sportfreundes Willi Lorbeer (4. Dan) stand.


Hier die Plazierung

-58,0 kg
1. Platz Frank Dynamo Scherin
2. Platz Werner TSG Rodewisch
3. Platz  Pinkert Dynamo Merseburg
3. Platz  Jurich Dynamo Dresden-Ost
-65,0 kg
1. Platz Deblitz Motor Magdeburg Süd-Ost
2. Platz  Köhler Motor Magdeburg Süd-Ost
3. Platz  Büchse Dynamo Magdeburg
3. Platz  Kiesewetter Motor Schkeuditz
-75,0 kg
1. Platz Hallebach Dynamo Plauen
2. Platz Müller HSG DHFK Leipzig
3. Platz Wert Aufbau Magdeburg
3. Platz Schweda Dynamo "Peter Göring" Frankfurt
-85,0 kg
1. Platz  Hänning Dynamo Magdeburg-Mitte
2. Platz  Wendt TSG Rodewisch
3. Platz  Birke Dynamo Dresden-Nord
3. Platz Stein Motor Süd-Ost Magdeburg
+85,0 kg
1. Platz  Goldberg HSG DHFK Leipzig
2. Platz  Schulze Dynamo Cottbus
3. Platz Hutter Dynamo Zerpst
3. Platz Zugschwer Dynamo Neubrandenburg

Berichterstatter: Robert Werger

1 3 . M ä r z 1 9 6 6 "Gelungener Sektionsvergleich" in Leipzig

Mit zwei kompletten Männermannschaften, einer Jugendstaffel sowie Kindern und weibliccher Jugend reiste die HSG Wissenschaft Halle am 13. März 1966 in der Messestadt Leipzig aan, um hier einen Sektionsvergleich mit Motor Leipzig-Lindenau zu bestreiten. Leider konnten die drei weiblichen Judoka keinen Kampf bestreiten, da die eingeladenen Sportfreundinnen einer anderen Sektion nicht erschienen waren

Die kleinsten Judoka eröffneten den Vergleich. Sie kämpften shr behaltlos und zeigten sehr entsprechende Leistungen. Der überwiegende Teil der Kinder- und Jugendkämpfe wurde von den Jududoka aus Halle gewonnen, von denen besonders Sportfreund Matzke zu erwähneen wäre, der durch seine respektlose Kampfesweise alle Kämpfe erfolgreich beendete.

Dann erfolgte der Vergleich der Männermannschaften. Bedauerlich, daß Motor nicht ihre kampfstarke Ligavertretung stellte. Wenig Kollektivgeist brachten die Sportfreunde Käseberg, Jäger und Hauffe auf, diie auf Grund dessen, daß es ja nur ein Freundschhaaftstreffen ist, nicht starteten. S standen im Vergleich die HSG Wissenschaft Halle I nur der durch Ersatz "vverstärkten" Motor-St


1 1 . u n d 1 2 . F e b r u a r "Bezirks-Einzelmeisterschaften in Görlitz (Bezirk Dresden"

Am 19. und 20. Februar 1966 stellten in Görlitz (Bezirk Dresden) dem Bezirkseinzelmeisterschaften stellten sich den Kampfrichtern 96 Judokas.in der Jugend-Klasse. Dabei schnitt Dynamo Dresden-Nord mit vier Titeln vor Dresde-Niedersedlitz und Dynamo Görrlitz mit je drei Siegen am erfolgreichssten ab. Als beste Techniker erwiesen sich Plänitz, Fahrig und Reppe (alle Dynamo Dresden-Nord) . Souverän erkämpfen sich außerdem Exjugendmeiister, Hentsch und Thiemig die Bezirks-Titel, während Krüger in der 60 kg-Klasse der A-Jugend die Oberhand behielt. Nach drei Siegen durch Kampfrichterendscheid bezwand er den Niedersedlitz Kaulfers, der vier Ippon-Ippon auf seinen Konto hatte, mit 1/2:0 und nahm damit Revanche für die Niederlage bei den Dresdener Kreismeistersschaften. Gute Leistungen vollbrachten außerdem Michalke (Motor Dresdener-Ost), der die renomierten Braungurte Linke (Deutscher Jugendmeister und Bech (beide Görlitz) besiegte sowie Wehrmann (Lokomotive Dresden), der sich nur knapp dem zum DDR-Auswahlkader gehörenden Dredener-Dynamo-Sportler Birke beugen mußte.

Die Auseinandersetzungen zeigten, daß sich das technische Niveau im Bezirk Dresden gegenüber dem Vorjahr verbessert hat. Besonders die B-Jugend berechtigt zu den besten Hoffnungen. "Jedoch sollte sollte man einige Mängel nich übersehen", betonte Trainer Horst Marsel (3. Dan).

"Zum Teil klaffen in den einzelnen Gewichtsklassen erhebliche Lücken, was in der unterschiedlichen Graduierung zum Ausdruck kommt".


Hieer die neuen Bezirksmeister:: Jugend A:

Reppe (Dynamo Dresden-Nord), Baumann , Rückert, Linke (alle Dynamo Görlitz), Hentsch (Chemie Pirna) Krüger (Motor Dresden-Ost), Watzke (Traktor Rüüsseina), Thiemig (Dynamo Großenhain),.

Hier die neuen Bezirksmeister:: Jugend B:

Birke, Plänitz, Fahrig (alle Dynamo Dresden-Nord), Brückner, Keßler, Jungnickel (alle Motor Niedersedlitz) und König (Dynamo Großenhain)

Bericherstatter: Günther Frank

1 9 . u n d 2 0 . F e b r u a r 1 9 6 6 Frankfurter Judoka ermittelten ihre Bezirksmeistertitel

Am 19. und 20. Februar 1966 fanden in Wandlitz (Kreis Bernau), die Bezirkseinzelmeisterschaften im Judo der Jugend statt. Es tarteteten die Erstplazierten der Kreis- und Kampfkreismeisterschaften des Bezirkes Frankffurt (Oder). Insgesamt stellten sich zweiundvierzig Sportfreunde dem Kampfgericht.

Hier die neuen Bezirksmeister:: Jugend A:

Gewichtsklasse Platz Name Verein
-53,0 kg 1. Platz Helmers Dynamo "Peter Göring" Frankfur/Oder
2. Platz Heidenreich Dynamo Eisenhüttenstadt
-60,0 kg 1. Platz Ebert Oynamo Fürstenwalde
2. Platz Wilk Oynamo Fürstenwalde
-62,5 kg 1. Platz Preuße Dynamo "Peter Göring" Frankfur/Oder
2. Platz Wilke Dynamo Angermünde
-65,0 kg 1. Platz Kostak Oynamo Fürstenwalde
-70,0 kg 1. Platz Kassubbek Oynamo Fürstenwalde
2. Platz Wüstenberg Dynamo Eisenhüttenstadt
-75,0 kg 1. Platz Damrau Dynamo Eberswalde
1. Platz Schweda Dynamo "Peter Göring" Frankfur/Oder
+75,0 kg 1. Platz Waterstadt Dynamo Bernau
2 Platz Schreiber Dynamo Bernau

Hier die neuen Bezirksmeister:: Jugend B:

Gewichtsklasse Platz Name Verein
-45,0 kg 1. Platz Fritz Dynamo "Peter Göring" Frankfur/Oder
2. Platz Walk Dynamo Eberswalde
-50,0 kg 1. Platz Gurt Dynamo "Peter Göring" Frankfur/Oder
2. Platz Ruf Dynamo Eisenhüttenstadt
-55,0 kg 1. Platz Schmiedtke Dynamo "Peter Göring" Frankfur/Oder
2. Platz Schwaneberger Dynamo "Peter Göring" Frankfur/Oder
-60,0 kg 1. Platz Hoffman Oynamo Fürstenwalde
2. Platz Geithe Oynamo Fürstenwalde
-65,0 kg 1. Platz Hartmann Dynamo "Peter Göring" Frankfur/Oder
3. Platz Zahn Chemie Fürstenwalde
+65,0 kg 1. Platz Paschke Oynamo Fürstenwalde
2. Platz Olbricht Dynamo Bernau

Dank gebührt den Organisatoren dieser Bezirksmeisterschaften

Berichterstatter: Günther Borth

2 0 . F e b r u a r 1 9 6 6 in Dresden "Technik und Wettkampfgeist dominierten"

Eine prächtige Wettkampfstimmung herrschte am 20. Februar 1966 bei einem Mannschaftsturnier in der Dresdener Laubegaster-Sporthalle, zu dem die BSG Motor Dresden-Oat die zwei ersten Mannschaften des Bezirkes, Dynamo Görlitz und Dynamo Großenhai eingeladen hatte. Die Wettkämpfe der Jugend standen im Zeichen der Vorrbereitungen für die Bezirks-Einzelmeisterschaften der Jugend in Görlitz. Es gab sehr schöne Wurfansätze, besonders demonstriert von den Judoka der Dynamo Großenhaain.

Hervorzuhrbrn sind die Leistungen von Linde (Görlitz), Schulze Großenhain und Klaus Michalke (Motor Ost).


Hier die Ergebnisse:

Dynamo Görlitz
-
Motor Dresden-Osst
5 : 4
Motor Dresden-Ost - Dynamo Großenhain 4 : 4
Dynamo Görlitz - Dynamo Großenhain 4 : 5

Den Auftakt zu dem Turnier brachten Freundschaftskämpfe der Mädchen von drei teilnehmenden. Hier zeigte Monika Horf (Otor Dresden Ost) die bessten Leistungen.

Berichterstatter: Peter Kiefer

1 3 . M ä r z 1 9 6 6 "Gelungener Sektionsvergleich" in Leipzig"

Mit zwei kompletten Männermannschaften, einer Jugendstaffel sowie Kindern und weibliccher Jugend reiste die HSG Wissenschaft Halle am 13. März 1966 in der Messestadt Leipzig aan, um hier einen Sektionsvergleich mit Motor Leipzig-Lindenau zu bestreiten. Leider konnten die drei weiblichen Judoka keinen Kampf bestreiten, da die eingeladenen Sportfreundinnen einer anderen Sektion nicht erschienen waren

Die kleinsten Judoka eröffneten den Vergleich. Sie kämpften shr behaltlos und zeigten sehr entsprechende Leistungen. Der überwiegende Teil der Kinder- und Jugendkämpfe wurde von den Jududoka aus Halle gewonnen, von denen besonders Sportfreund Matzke zu erwähneen wäre, der durch seine respektlose Kampfesweise alle Kämpfe erfolgreich beendete.

Dann erfolgte der Vergleich der Männermannschaften. Bedauerlich, daß Motor nicht ihre kampfstarke Ligavertretung stellte. Wenig Kollektivgeist brachten die Sportfreunde Käseberg, Jäger und Hauffe auf, diie auf Grund dessen, daß es ja nur ein Freundschhaaftstreffen ist, nicht starteten. S standen im Vergleich die HSG Wissenschaft Halle I nur der durch Ersatz "vverstärkten" Motor-St


BSG Motor Lindenau I - HSG Wissenschaft Halle I

Staub
-
Gerlach E : 0
Dölle - Schyia 0 . E
Rüssel - Neubaer 0 . 1
Schwarze - Ahrends 0 : 1
Böhm - Woepe 1 : 0
Endergebnis Wissenschaft Halle I 3 : 2

BSG Motor Lindenau II - HSG Wissenschaft Halle II

Müller
-
Strube E : 0
Jüttner - Kühne 0 . E
Hoffmann - Gorski 0 . 1
Gay - Weidemaann 0 : 1
Böhm - Woepe 1 : 0
Pitsch - Jahn 1 : 0
Endergebnis HSG Wissenschaft Halle II 4 : 1

Bei diesem Mannschaftskampf erreichte Herbert Weidemann (HSG Wissenschaft Halle) einen weiteren Höhepunkt seiner erfolgreichen sportlichen Laufbahn. Sportfreund Weidemann der bereits 15 Jahre Mitglied der Sektion ist, bestritt seinen 350. Kampf erfolgt. Dazu unseren herzlichen Glückwunsch

BSG Motor Lindenau II - HSG Wissenschaft Halle I

Müller
-
Gerlang 1 : 0
Jüttner - Schyia 0 : 1
Hoffmann - Neubauer 0 : 1
Gay - Ahrends 0 : 1
Pitsch - Woepe 0 : E
Endergebnis Wissenschaft Halle I 5 : 0


BSG Motor Lindenau I - HSG Wissenschaft Halle II

Staub
-
Strube 0 : 1
Dölle - Kühne 0 . E
Rüssel - Gorski 0 :1/2
Schwarze - Weidemann 0 : 1
Böhm - Jahn E : 0
Endergebnis Wissenschaft Halle II 4 : 1

Es war ein gelungener Sektionsvergleicch! Dadurch, daß Kinder, weibliche und männliche Jugend sowie die Männer gemeinsam, eine Fahrt und Wettkämpfe durchführten, hat sich der Kollektivgeist erheblich verbessert und wir können solche Vergleiche für unsere Judosektionen nurr empfehlen

Berichterstatter: Lothar Schyia

1 9 6 6 Unser Porträt "Harald Claus"

Wenn der Judosport in Meißen in den letzten Jahren einen merklichen Aufschwung gekommen hat, ist das nicht zuletzt das Verdienst des rühringen KFA - Vorsitzenden der Kampfunion Riesa-Meißen-Großenhain, Harald Claus. Der 1907 in Meißen Geborene ist von Kindheit an mit dem Sport verwachsen. Er trieb aktiv Lichtathletik, Fußball Rudern und Kanu, bis er an der Meißener Polizeischule in die Grundbegriffe des Jiu-Jitsu eingeweiht wurde.

Nach dem 2. Weltkrieg war Harald Claus zunächst am Aufbau der Sektion Fußball bei der Wismut maßgeblich beteiligt und später arbeitete er als ehrenamtlicher Ruderfunktionär bei der BSG Einheit Meißen. An sein "Gewissen" als ehemaliger Judokämpfer lernte 1962 Sotiris Kawas (2. Dan).

In der einzigen Judosektion in Meißen, der Fachschulsportgemeinschaft, war die "sanfte Kunst" so gut wie eingeschlafen und da Wurde Dynamo Meißen, durch die Initiative von Sportfreund Claus, wie der zum Leben erweckt. Viele Hindernisse mußten überwunden werden, zumal sich wenig hilfbereite Mitstreiter fanden. Sein Bewährungsprobe bestand Harald Claus als im Herbst 1965 ein Leistungsturnier des DJV nach Meißen vergeben wurde, das durch seine vorbildliche Vorbereitung ein voller Erfolg wurde.

Den Auftrag, das internationale Jugendturnier im Januar auszurichten, faßte er als Auszeichnung auf. Seine Worte: Der schönste Dank ist für mich, wenn die Veranstaltung ohne Panne vorübergeht und die Sportfreunde einen guten Eindruck von der Organisation und der Betreuung mit nach Hause nehmen", kennzeichneten seine Bescheidenheit.

Seine Tochter Walburga tritt zu Vaters Freude in seine Judo- Fußtapfen, sie ist Übungsleiter für Kinder und Frauen bei der SG Dynamo Meißen.

Wir wünschenHarald Claus bei seiner Arbeit als KFA - Vorsitzender auch weiterhin alles Gute und viele Erfolge.


Bericht geschrieben: Günther Frank

1 5 . M ä r z 1 9 6 6 Meißen Internationales-Jugend-Turnier

Tadellos organisiert am 15.März 1966 vom KFA-Vorsitzenden Harald Claus und hervorragend geleitet vom Kampfgericht, unter Führung vom Gerolf Scheller, rollte im Meißener "Hamburger Hof" eine Veranstaltung ab, die den zahlreichen Gästen ausgezeichneten Judosport bot. Das internationale Jugendturnier, bei dem sich 46 Judoka aus Polen (10) der CSSR (9) und der DDR (27) voreinander verbeugten, diente vor allem der Vorbereitung auf die Europameisterschaften der Jugend und Junioren in Frankreich. Vielleicht etwas klarer als erwartet dominierten die DDR-Sportler. In vier von fünf Gewichtsklassen machten sie das Finale unter sich aus.

Werner besiegte im 58 kg-Limit Hecht mit Schultterwurf, Büchse behielt die Oberhand über Deblitz in der 65 kg-Klasse durch Kampfrichterendscheid, während in der nächst-höheren Gewichtsbegrenzung Lorenz von Hallebach geworfen wurde. In der schwersten Gewichtsklasse blieb Schulze durch Ippon über Goldberg siegreich. Lediglich Sistek (CSSR) sorgte mit einem vollen Punkt über seinen Landsmann Kolar für den einzigen Gästeerfolg. Diie polnischen Judoka, von denen Sarakowski am besten gefiel, mußten schon vorher die Segel streichen. Der einzige Dan-Träger unter den Teilnehmern, der Magdeburger Bernd Köhler, unterlag in den Vorkämpfen Gäbler mit 0 : E , kam nach einem Seoi-Nage-Sieg in die Hoffnungsrunde über den Gelb-Gurt Bitterkleid doch noch ins Finale, wo er dann von Deblitz durch einen schulmäßigen Fußfegewurf ausgeschaltet wurde, nachdem er schon mit einem halben Punkt vorn gelegen hatte.

Den kürzesten Kampf registrierten wir, als Hallebach den Polen Krawcczyk nach elf Sekunden mit Uchi-Mata warf.


Hier noch die Ergebnisse der Halbfinalkämpfe

-58,0 kg
Werner - DDR - Mehlis - DDR EX : X
Hecht Osae-komi DDR - Skuza - Polen 1 : 0
-65,0 kg
Deblitz Seoin-Nage DDR - Köhler Ko-Soto-Gari DDR 1 : X
Gäbler - DDR - Büchse - DDR 0 : E
-75,0 kg
Filip - CSSR - Lorenz Wurf DDR 0 : X
Hallebach Fußwurf DDR - Skopec - DDR 1 : 0
-85,0 kg
Berg - DDR - Kolar - CSSR 0 : E
Sistek Wurf CSSR - Sarakowski - Polen 1 : 0
+85,0 kg
Schulze - DDR - Dziarmagowski - Polen E : 0
Goldberg Osa-komi DDR - Zuckschwerdt - DDR 1 : 0

Abschließend meinte Jugendauswahltrainer Hans Müller-Deck (3. Dan): "Das Turnier zeigte ein sehr gutes Niveau, das unsere Erwartungen sogar übertroffen hat. Besonders die leichten Klassen berechtigten zu den besten Hoffnungen(Werner, Deblitz, Köhler, Hallebach), Deshalb fahren wir zuversichtlicch nach Frankreich! "

Berichterstatter: Günter Frank

2 0 . M ä r z 1 9 6 6 "Spartakiadevorbereitung steht im Vorbereitung in Dresden

Zu einem Turnier kam es am 20. März 1966 in Dresden, das in erster Linie der Vorbereitung auf die Kinder- und Jugendspartakiade in Berlin galt. Hier starteten die Mannschaften von Dynamo Greiz, Dynamo Radebeul und Dresden-Ost I.und II. Die Wettktmusatmosspäre war hervorragend. Alle Kinder und Jugendlichen gaben ihr Bestes, besonders zeigte sich das bei der Begegnung zwischen Dynamo Greiz und Motor Dresden II. Die Gastgeben behielten mit einem 6 : 3 Sieg die Oberharnd

Dynamo Greiz
-
Motor Dresden-Ost I
6 : 3
Dynamo Greiz - Dynamo Radebeul 5 : 4
Dynamo Greiz - Dynamo Motor Drsden Ost II 5 : 3
Dynamo Motor Drsden Ost I - Dynamo Radebeul 6 : 3
Dynamo Motor Drsden Ost II - Dynamo Radebeul 6 : 3

Besondere Leistugn zeigten Die Sportfreunde Gerhard und Franz von Dynamo Greiz sowie Michalke Moto Dresden Ost.

Berichterstatter: Peter Kiefer

2 7 . M ä r z 1 9 6 6 "Kleine Meister im Examen in Pirna

Bei einen bezirksoffenen Turnier der Schüler (10-11 Jahre) starteten sechs Gemeinschaften des Bezirkes Dresden am 27. März 1966 in der "Hanno-Günter"-Halle in Pirna. Mit großer Begeisterung waren alle Anwesenden Pioniere dabei. Man sah schon gute Versuche, eine exakte Kampfesführung zu erzielen. Das spiegelte sich besonders bei den Aktiven von Dynamo Dresden-Nord wider. Sportfreund Ewert Dynamo Dresden-Nord) gewann alle seine Begegnungen mit Ippon und den kürzesten Kampf absolvierte Henker Motor Dresden-Ost gegen Rüdiger Lokomotive Dresden), den er in 35 Sekunden durch Koshi-Guruma gewann.

Hier die Sieger:

32,5 kg Henker, 35,0 kg Schöffel, 37,5 kg: Heringer alle Motor Dresden-Ost, 45,0 kg Ludwig, 47,5 kg: Lischke, 50,0 kg Plänitz, 52,0 kg: (alle Dynamo-Dresden-Nord)


Berichterstatter: Peter Kiefer

08.April 1966 " Siegfried Pape-Gedenkturnier in Erfurt

Am 08. und 09. April 1966 kam im Haus des Handwerks in Erfurt das Siegfried -Pape-Gedenkturnier zum zweiten Male zur Durchführung, das durch die Beteiligung einer Mannschaft aus der Volksrepublik Polen internnationalen Charakter trug.

In vier Pools kämpften 13 Mannschaften unterschiedlicher Kampfklassen unserer Republik mit der Gaststaffel um den Einzug in die Endrunde.

Neben dem Vorjahrssieger Dynamo Merseburg war SC DHFK Leipzig mit seinen Nationalkadern und Gwardia Wroclaw mit einem Landes- und einem Vizemeister die ausreeichsten Anwärt für die Erringung des Wanderpokals

Die zahlreich erschienenen Zuschauer erlebten auf zwei Matten technisch gute und auch kampfbetonte Auseinandersetzungen. Der spätere Sieger des Wanderpokal mmußte sein ganzes Können zeigen um gegen Gwardia und Turbine Wasserwerke Berlin jeweils 3 : 2 erfolgreich zu bleiben.


Die Ergebnisse des Mannnschaftswettbewerbes.

1. Pool 1. SG Dynamo Merseburg
6 : 0
2. SC DHFK Leipzig II 4 : 3
3. Dynamo Potsdam 2 : 4
4. Medizin Bad Liebenstein 0 : 6
2. Pool 1. SC DHFK Leipzig I 6 : 0
2. BSG Chemie Bitterfeld 2 : 4
3. Dynamo Eisenhüttenstadt 2 : 4
4. Wissenschaft Halle 2 : 4
3. Pool 1. Dynamo Schwerin 4 : 0
2. Medizin Erfurt 2 : 2
3. Lokomotive Zwickau 0 : 4
4. Pool 1. Gwardia Wroclaw 4 : 0
2. Turbine Wasserwerke Berlin 2 : 2
3. Motor Dresden-Ost 0 : 4

Die ersten der beiden Pools bestrichen das Finale

Nr.: Verein Verein Ergebnis Platz
1 Dynamo Schwerin 5 Turbine Berlin Wasserwerke Berlin 30 : 0 1. Platz
3 Dynamo Schwerin 7 Chemie Bitterfeld 5 : 0
2 SC DHFK Leipzig 6 Medizin Erfurt 5 : 0 2. Platz
4 Gwardia Wroclaw 8 SC DHFK Leipzig II 4 : 1 3. Platz
1 Dynamo Schwerin 2 SC DHFK Leipzig 3 : 3

Die Ergebnisse des Einzelturniers:

Am zweiten Wettkampftag wurden die Kämpfe mit einem Einzelturnier fortgesetzt. 91 Judoka kämpften in den fünf Gewichtsklassen um den Sieg. Im Leichtgewicht 22, Halbmittelgewicht 21, Mittelgewicht 27 Halbschwergewicht 11 und Schwergewicht 10 Kämpfer

Für die größte Überraschung sorgte Sportfreund Hammeerschmidt 3. kyu (Dynamo Meiningen) der in den Vorkämpfen über Wiesner 2. Dan (DHFK Leipzig), mit E : 0 erfolgreich blieb. So mußte sich Wiesner über die Hoffnungsrunde den Weg in die Endrunde erkämpfen, und er revangierte sich im Finalkampf mit einem Sieg durch Armhebel über Hammermeister für seine einzig erlittene Niederlage in diesem Turnier. Goldberg (SC DHFK ) 4. Kyu, siegte mit E : 0 über den polnischen Meisster Mackiwicz, 2. Kyu, der in den Mannschaftskämpfen, 1. Dan (SC DHFK), mit E : 0 besiegt hatte.


Leichtgewicht 1. Platz Voit 1. KYU Chemie Bitterfeld
2. Platz Ledermüller 1. KYU SC DHFK Leipzig
3. Platz Maulhardt 2. KYU BSG Medizin Erfurt
3. Platz Siewior 1. Dan Gwardia Wroclaw
Halbmittelgewicht 1. Platz Wiesner 2. Dan SC DHFK Leipzig
2. Platz Hammermeister 3. KYU Dynamo Meiningen
3. Platz Kühn 1. Dan Dynamo Merseburg
3. Platz Stawitzke 2. KYU Wissenschaft Halle
Mittelgewicht 1. Platz Hetzel 1. KYU Dynamo Merseburg
2. Platz Bock 1. KYU Dynamo Merseburg
3. Platz Engelbrecht 1. Dan Dynamo Erfurt
3. Platz Tennstedt 2. KYU Wasserwerke Berlin
Halbschwergewicht 1. Platz Howiller 1. Dan SC DHFK Leipzig
2. Platz Brumm 1. Dan Wasserwerke Berlin
3. Platz Czerwinski 1. KYU Dynamo Schwerin
3. Platz Wecker 1. KYU SC DHFK Leipzig
Schwergewicht 1. Platz Gonschorek 1. Dan SC DHFK Leipzig
2. Platz Goldberg 4. KYU SC DHFK Leipzig
3. Platz Milow 1. KYU Dynamo Eisenhüttenstadt
3. Platz Lauterbach 2. KYU Dynamo Merseburg

Berichterstatter: Sportfreund Müller

27. März 1966 Einzelturnier bei den Männern und Frauen in Cottbus "Judo in Cottbus"

Am 27. März 1966 veranstaltete die SG Dynamo Cottbus mit den Sektionen von Dynamo Hoyerswerda, Dynamo Herzberg, Dynamo Guben, ASG Doberlug/Kirchhain und FSG Cottbus ein Einzelturnier der Mädchen und Männer. Damit war fast die gesamte Bezirkselite am Start. Wider aller Erwartungen konnten sich die Bezirksmeister nicht durchsetzen. So mußte sich auch Altmeister Bartke (Dynamo Guben) dem Nachwuchs beugen und verlor klar gegen Abel (Dynamo Herzberg).

Man konnte feststellen, daß die Technik im Vordergrund stand. So wurden von 81 Begegnungen 63 Judoka mit 1 : 0, drei mit X : 0 und nur 15 Kämpfe mit E : 0 beendet.


Sieger und placierte bei dem Einzelturnier in Cottbus

Leichtgewicht 1. Platz Heinze Dynamo Guben
2. Platz Giese Dynamo Hoyerswerda
3. Platz Neumann Dynamo Cottbus
4. Platz Klemm Dynamo Cottbus
Halbmittelgewicht 1. Platz Kaiser Dynamo Hoyerswerda
2. Platz Kirsch Dynamo Guben
3. Platz Franzke Dynamo Guben
Mittelgewicht 1. Platz Kliem Dynamo Cottbus
2. Platz Abel Dynamo Herzberg
Halbschwergewicht 1. Platz Mann Dynamo Hoyerswerda
2. Platz Glasow Dynamo Hoyerswerda
3. Platz Zischang Dynamo Hoyerswerda

Ergebnisse der Mädchen

-50,0 kg 1. Platz Lauring Dynamo Herzberg
2. Platz Fiedler Dynamo Herzberg
-62,5 kg 1. Platz Ay Dynamo Cottbus
2. Platz Kirsch Dynamo Herzberg
3. Platz Geisler Dynamo Herzberg
3. Platz Netzger Dynamo Cottbus

Bericht geschrieben: Klaus Kliem

1966 Unser Porträt Joachim Naumann

Als die SG Dynamo Halle in diesen Tagen einen Vergleichskampf mit Wissenschaft Halle und Dynamo Calbe durchführte, kam es zu einem ganz besonderen Jubiläum im Judo-Sport der DDR. Der Sportfreund Joachim Naumann (SG Dynamo Halle) trug seinen 500. Kampf erfolgreich aus und dürfte damit der Judoka der DDR sein, der allein diese Summe von Wettkämpfen absolvierte Achim Naumann, Träger des 2. Dan, gewann 403 Kämpfe, gestaltete 25 Begegnungen unentschieden und hatte 72 Niederlagen zu verzeichnen. Eine recht ansehnliche Bilanz des erst 27jährigen Handelskaufmann, der seine erfolgreiche aktive Laufbahn noch nicht abschließt, sondern sich weiterhin seiner Gemeinschaft zur Verfügung stellt.

Forscht man jedoch ein wenig weiter in seiner "Chronik" nach, so kommtnoch folgendes zutage. Seit 1956 wurde er sechsmal Meister seines Bezirkes Halle, viermal Zweiter im Bezirk, zweimal Armeemeister sowie zweimal Militärbereichsmeister und 1960 deutscher Vizemeister im Leichtgewicht. mSeit 1956 nahm er ohne Unterbrechung an allen deutschen Titelkämpfen teil und startete mehrfach mit Erfolg im Ausland.

Über seine aktive Laufbahn hinaus hat sich Joachim Naumann weiterhin zum Kampfrichter qualifiziert und amtiert auf Grund seiner guten Leistungen auf diesem Gebiet, 1964 als Kampfrichter bei den Europameisterschaften in Berlin.

Gefragt nach seinen weiteren Zielen erklärte er: "1966 möchte ich die Prüfung für den 3. Dan ablegen und später einmal internationaler Kampfrichter werden!"

Dazu wünschen wir unserem Sportfreund Naumann viel Erfolg und alles Gute.


Bericht wurde vom BFA Halle verfasst: Sportfreund G. Müller

01. April 1936 "Unser Porträt" Harr Rauh - Lokomotive Leipzig-Mitte

Sportfreund Harri Rauh, BSG Lokomotive Leipzig-Mitte feeiert in diesem Jahr ein nicht alltägliches Jubiläum. Am 1. April 1966 konnte er auf eine 30-jährige Judo-Arbeit zurückblicken.

Das regelmäßige Judotraining nahm er am 01. April 1936 beim damaligenKSV "Eichenkranz" in Leipzig Leipzig-Volkmarschdorf auf. Noch im gleichen Jahr konnte er den Titel eines Kreismeisters der Jugend in seiner Gewichtsklasse erkämpfen, den er 1937 erfolgreich verteidigte

Der faschistische Raubkrieg unterbrach unterbrach die sportliche Laufbahn von Harri Rauh, und er kehrte aus diesem Völkermorden mit einer schweren Verwundung zurück.

Trotz seiner Unterschenkelamputation gehörte er nach 1945 mit zu den ersten Sportlern, die aus den Trümmern des Krieges eine demokratische Sportbewegung aufbauten.

Wenn auch nicht mehr als Aktiiver., so vertwertete er doch seine Erfahrungen als verantwortlicher Sportfunktionär. Er war lange Zeit Vorsitzender de