Vorwort 1945



  Ergänzunng zur Chronik des DDR-Judosports; erstellt in Kapitel 9 von Willi Gruschinski aus Mitteilungsblätter "Schwerathletik und Judo"

  Diese Chronik soll allen Judointressierten und Leihen eine Aufstellung von Geschehnissen im Judo Sport seit Ende des Faschismus in Deutschland, mit Beginn bis Ende der DDR geben. Im ersten Teil bezieht sich der Autor auf die Chronik des DJV der DDR. Dieser Teil wurde erarbeitet von Dr. Lothar Skorning für den Zeitraum von 1945 - 1970 im Mai.

  Beginn der Ausschnitte und Berichte aus "Schwerathletik" und dann unten weiter in nächsten Kapitel 1 von Dr. Lothar Skorning

 

  - B e g i n n 1 9 5 4 -

 

  1 2 . 0 1. 1 9 5 4 Überraschung beim J u d o -"Start der Berliner Mannschaftsmeisterschaft
  im Judo

 

  Mit einer Überraschung begann die Berliner Mannschaftsmeisterschaft im Judo am 12.01.1954 Empor Nord II konnte gegen die mit nur 4 Kämpfern antretende Staffel Motor Wuhlheide nur 6 : 6 Unentschieden herausholen. Im Federgewicht gewann Witkowski (Nord) kampflos, und im Leichtathletik kam Zach (Motor) in der 1. Runde zu einem Wurf, der ihm nach Ablauf der Zeit den Punktsieg über Polzin (Nord) einbrachte. Gleichwertig erwiesen sich in der Weltergewichtsklasse Krüger (Nord) und Pohl (Motor), die sich nach 9 Minuten mit je einem Punktunentschieden trennten. Im Mittelgewicht erwiees sich Wilhelm (Motor) als der Bessere unnd besiegte Schimming nach 4,45 Minuten entscheidend. Wenn auch das Halbschwergewichtstreffen zwischen Schwiek (Nord) und Gutbert (Motor) noch nicht das brachte, was man von diesen Kämpfern erwartete, so war der ausgesprochene Richterspruch des Unentschieden nach Ablauf der Distanz eine benachteiligung des Empor-Kämpfers. Da Wuhlheide das Schwergewicht nicht besetzt hatte, kam Heidemann (Nord) kampflos zum Sieg. Im zweiten Staffeltreffen des Kampfabends erzielte Empor Seelenbinder II gegen Dynamo II einen überlegenden 8 : 4 Sieg.

Bei dem einleitenden Jugendmannschaftskampf blieb Empor Nord mit 12 : 0 über die SG Weißensee Sieger.

 

  Berichterstatter: Helmut Bark

 

  3 0 . 1 1 . 1 9 5 4 Judo - Turnier der BSG Empor Seelenbinder " in Berlin Harte
  Kämpfe beim Judo-Turnier"

 

  Die BSG "Empor Werner Seelenbinder" Berlin führte am 30.11.1954 im Postamt Nr.: 58 im Rahmen des Monats der deutsch-sowjetischen Freundschaft ein Judo-Turnier durch, bei dem die Berliner Judo-Elite am Start war.
  Neben bekannten Meistern und Spitzenkräfte hatten sich auch die Nachwuchssportler eingefunden, die sich jedoch in dem Klassefeld nicht durchkämpfen konnten. Das Kampfgerich griff erstmalig hart durch, was auch in Zukunft zu begrüßen wäre.
  Im Federgewicht gewann Helmut Hempel (SC Dynamo Berlin) knapp mit 1 : 0 gegen Polaczek, Engelbrecht (Seelenbinder Berlin). Der Ausgleichswurf kam von Polazek (SC Dynamo Berlin) erst nach der Zeit. Die Überraschung im Leichtgewicht vollbrachte Barow, Horst (Empor W. Seelenbinder Berlin) der gegen den DDR-Meister Martin Hempel durch bessere Zeitpunkte in den weiteren Kämpfen Martin Hempel auf den 2. Platz verweisen konnte. Im Weltergewicht war mit Janott, Block, Hübscher und Galinski, Günter ein wahres Klassefeld angetretenund die Entscheidungen äußerst knapp. Den ersten Platz erkämpfte sich Günter Galinski (Empor Seelenbinder Berlin) vor Hübscher, (Motor Friedrichshain-Ost Berlin).
  Hier die einzelnen Kämpfe:
  Janott (Empor Nord Berin) gegen Günter Galinski 1 : 1, Block, Fritz (SC Dynamo Berlin) gegen Janott (Empor Nord Berlin) 0 : 0, Günter Galinski gegen Hübscher 1 : 0. Im Mittelgewicht errang Muth (SG Weißensee Berlin) den ersten Platz.
  Erstaunlich war das Abschneiden des jungen Fette (Empor Seelenbinder Berlin), der den 2. Platz belegte.
  Im Halbschwergewicht wurde Jeschow, (SG Weißensee Berlin ) Sieger.
  Überraschend gewann in einem Freundschaftskampf Lieder (Empor Seelenbinder Berlin) gegen den Deutschen Jugendmeister Gerhard Jegust (Motor Friedrichshain-Ost Berlin.


  Berichterstatter: Gerhard Vökler

 

  - B e g i n n 1 9 5 5 -

 

  2 4 . 0 3 . 1 9 5 5 Bezirksmeisterschaften i n L ö c k n i t z

 

  Hier die Einzelsieger

 

  Schüler B 25,0 kg 1. Platz Niemann Dynamo Pasewalk
    30,0 kg 1. Platz Frotzel Dynamo Pasewalk
    32,5 kg 1. Platz G. Krüger Dynamo Pasewalk
    35,0 kg 1. Platz O. Voltz Dynamo Pasewalk
    37,5 kg 1. Platz B. Hornburg Dynamo Pasewalk
      2. Platz Hoppe Dynamo Malchin
           
  Schüler A 35,0 kg 1. Platz D. Krüger Dynamo Pasewalk
      2. Platz Zugehör Dynamo Pasewalk
    37,5 kg 1. Platz Klinder Dynamo Pasewalk
      2. Platz König Dynamo Malchin
    40,0 kg 1. Platz Schmidt Dynamo Pasewalk
      2. Platz Friedenhagen Dynamo Malchin
    42,5 kg 1. Platz N. Hornburg Dynamo Pasewalk
    45,0 kg 1. Platz Heyse Dynamo Pasewalk
    47,5 kg 1. Platz Dopp Dynamo Neubrandenburg
    50,0 kg 1. Platz Lucke Dynamo Neubrandenburg
      2. Platz Lindenberg Lokomotive Malchin
    52,5 kg 1. Platz R. Voltz Dynamo Pasewalk
      2. Platz Aue Dynamo Neubrandenburg
    55,0 kg 1. Platz Schnack Dynamo Neubrandenburg
      2. Platz Kamintzki Dynamo Neubrandenburg
      3. Platz Rütz Dynamo Neubrandenburg
           


  1. Platz BSG Motor Wolgast
  2. Platz SG Dynamo Fürstenwalde
  3. Platz Dynamo "Helmut Just" Berlin
  4. Platz Motor BGW Berlin
  5. Platz Empor Werner Seelenbinder
  6. Platz HSG Wissenschaft Berlin II

  Bezirk Neubrandenburg SG Dynamo Anklam
  Potsdam Lokomotive Oranienburg
  Cottbus ASG Doberlug-Kirchhain
  Schwerin SG Dynamo Parchim
  Berlin SG Dynamo Helmut-Just
  Rostock SG Dynamo Rostock
  Frankfurt(Oder) SG Dynamo "Peter Göring" Frankfurt(Oder

 

  1. Durchgang Neubrandenburg - Potsdam 4 : 4
    Cottbus - Schwerin 5 : 4
    Berlin - Rostock 3 : 6
    Frankfurt(Oder) - Neubrandenburg 8 : 1
           
  2. Durchgang Potsdam - Cottbus 5 : 4
    Schwerin - Berlin 7 : 2
    Rostock - Frankfurt(Oder) 3 : 6
           
  3. Durchgang Neubrandenburg - Cottbus 5 : 3
    Potsdam - Schwerin 6 : 3
    Berlin - Frankfurt(Oder) 3 : 6
    Rostock - Neubrandenburg 7 : 2
           
  4. Durchgang Potsdam - Rostock 5 : 4
    Cottbus - Frankfurt(Oder) 1 : 8
    Schwerin - Rostock 4 : 5
           
  5. Durchgang Frankfurt(Oder) - Potsdam 6 : 3


  Leichtgewicht 55 (39)
  Halbmittelgewicht 85 (58)
  Mittelgewicht 55 (42)
  Halbbschwergewicht 19 (19)
  Schwergewicht 16 (12)


  Die eingeklammten Zahlen veranschaulichen die teilgenommenen Judoka des Vorjahres.


  Der Verlauf der Kämpfe

 

  Obwohl das Niveau in der Leistung sowie in der Graduierung äußerst unterschiedlich war, konnte festgestellt werden, daß auch die Sportler mit bisher weniger großen sportlichen Erfolgen zu kämpfen wußten und sicht nicht so ohne weiteres den routinierten Jugendkadern geschlagen gaben. Das zeigten auch die Ergebnisse.

Im technisch-taktischen Bereich mußte allgemein bemängelt werden,

 

  0 2 . O k t o b e r 1 9 5 5 Judo Nachwuchs in großer Form " - Wettstreit der besten jugendlichen Judokämpfer in Greiz

 

 

Im Monat Oktober 1955 trafen sich die besten Jugendlichen Judosportler unserer Republik in Greiz, um in einem großen Turnier Zeugnis über ihren Leistungsstand abzulegen.

Leider nur wenige Zuschauer waren Zeuge der interessante Kämpfe und einer überwältigenden Leistungsschau unsserer Judofreunde. 123 Kämpfer traten in allen Gewichtsklasssen an, dasbedeutet eine Rekordbeteiligung, wie wie sie bisher noch nicht zu verzeichnen war.

Herausragendes Merkmal bei den Kämpfen in der Jugend ist immer wieder der kämpferische Einsatz, die Bereitschaft zum bedingungslosen "fitht". Dagegen läßt die Technik und das stilreine Judo-Kämpfen noch einige Wünsche offen, obwohl bei einigen Kämpfern, besonders bei den Berlinern, erfreuliche Ansätze in dieser Richtung zu verzeichnen waren. Hier zeichnen sich eine verantwortungsvolle Aufgabe unserer Trainerab, den Jugendlichen sogleich das Judo unter dem Blickpunkt des leichten, flüssigen, ästhetisch ansprechenden Kämpfens zu lehren. es ist vollkommen falsch schon bei den Jugendlichen "auf Kraft " zu trainieren. Vielmehr als für die Senioren gilt fürsie das Prinzip des Siegens durch Nachgeben, um durch Ausnutzen der Kraft und des Schwunges des Gegners zum Ziele zu gelangen.

Den Preis des technisch besten Kämpfers errang Manfred Lange (Wissenschaft Berlin), dder in einem Klassefeld von 35 Teilnehmern in der 60,0 kg-Klasse den 2. Platz belegte. Der Erste, Pieske (Empor Seelenbinder Berlin) konnte gegen ihn nur ein 1 : 1 Unentschieden erzielen. Dem Fußwurfspezialisten Pieske gelang ein Ristwurf, während Lange durch Haltegriff zu seinem Punkt kam.. Eine große Überraschung für alle Experten bedeutet der 3. und 5. Platz von Otto und Rosengard (beide Chemie Köthen), ebenso überraschte uns Ernst Rinck auf dem 7. Platz.

Rosengard traf im Schlußgang auf Pieke. Ein Wurf von Pieske und eine Festhalte von Rosengard besiegelten das Unentschieden. Auch Otto erzielte im letzten Kampf ein Unentschieden. Gegen den Vierten, Lindemann (Motor Halle), erzielte er einen Wurf, mußte aber durch Haltegriff einen Punkt abgeben.

Farbige Kämpfe gab es ebenfalls in der 55-kg-Klasse, wo der kämpferische Einsatz von Becker (Wissenschaft Berlin) nicht ausreichte, um gegen den technisch hochveranlagten Hermann (Motor Magdeburg Süd-Ost) erfolgreich zu sein. Im Endkampf mußte er sich mit durch Haltegriff mit 0 : 1 geschlagen bekennen. Gegen den Dritten, Palm von Motor GGörlitz kam Hermann schneller zum Sieg. Sein 2 : 0-Sieg durch Wurf und Griff erzielte er in 2:34 Minuten.

In der 50-kg-Klasse sicherte sich Schulze (Motor Halle) durch bessere Punktzahl aus allen Kämpfen den ersten Platz gegenübber Lück (Motor Friedrichshain-Ost Berlin), nacdem beide sich 0 : 0 getrennt hatten.

In der Gesamtwertung der Sportgemeinschaften schnitt zur bbesonderen Überraschung aller Anwesenden Chemie Köthen am besten ab. Auch der 2. Platz von Wissenschaft Berlin kommt nicht ganz erwartet. Mit 26 Punkten gegenüber 66 bzw. 61 Punkten von Chemie und Wissenschaft wurde eine so bekannte Sportgemeinschaaft wie Motor Magdeburg recht deutlich auf den vierten Platz verwiesen. Dazwischen rangiert noch Motor Görlitz mit 28 Punkten. Ebenfalls 26 Punkte erzielte Emport Seeelenbinder.

 

  Die Sieger und Plazierten in den einzelnen Gewichtsklassen:

  40,0 kg 4 Judoka    
    1. Platz Waygand Wissenschaft Berlin
    2. Platz Pusch Wissenschaft Berlin
    3. Platz Blaschke Wissenschaft Berlin
         
  45,0 kg 8 Judoka    
    1. Platz Glowacz Lokomotive Lichtenberg Berlin
    2. Platz Repke Dynamo Berlin
    3. Platz Fabisch Lokomotive Lichtenberg Berlin
         
  50,0 kg 11 Judoka    
    1. Platz Schulze Motor Halle
    2. Platz Lück Motor Frieddrichain-Ost Berlin
    3. Platz Böhm Lokomotive Köthen
    4. Platz Frenzel Wissenschaft Berlin
         
  -55,0 kg 18 Judoka    
    1. Platz Hermann Motor Süd-Ost Magdeburg
    2. Platz Becker Wissenschaft Berlin
    3. Platz Palm Motor Görlitz
    4. Platz Hommann Chemie Köthen
    5. Platz Franzke Empor Nord Berlin
    6. Platzch Golias Wissenschaft Halle
         
  -60,0 kg 35 Judoka    
    1. Platz Pieske Empor Seelenbinder Berlin
    2. Platz Lange Wissenschaft Berlin
    3. Platz Otto Chemie Köthen
    4. Platz Lindemann Motor Halle
    5. Platz Rosengard Chemie Köthen
    6. Platz Lindner Aufbau Weißensee Berlin
    7. Platz Rinck Wissenschaft Berlin
    8. Platz Sommer Dynamo Berlin
    9. Platz Hofmann Dynamo Dresden
    10. Platz Altendorf Empor Seelenbinder Berlin
    11. Platz Wucckelt Dynamo Berlin
    12. Platz Weichert Aufbau Weißensee Berlin
         
  -65,0 kg 26 Judoka    
    1. Platz Fischer Motor Magdeburg
    2. Platz Güntzel Motor Görlitz
    3. Platz Scholz Chemie Köthen
    4. Platz Löwe Motor Brandenburg
    5. Platz Schönrowsky Dynamo Frankfurt/Oder
    6. Platz Pecina Motor Görlitz
    7. Platz Schildhauer Chemie Köthen
    8. Platz Meyer Wissenschaft Pilnitz
    9. Platz Kuhlmann Dynamo Berlin
         
  -70,0 kg 15 Judoka    
    1. Platz Andrä Wissenschaft Pilnitz
    2. Platz Schrickel SG Marklkleeberg
    3. Platz Jerschau Empor Seelenbinder Berlin
    4. Platz Klein Rotation Greiz
    5. Platz Mäusemann Medizin Erfurt
         
  -75,0 kg 3 Judoka    
    1. Platz Nohr Motor Magdeburg
         
  +75,0 kg 3 Judoka    
    1. Platz Picht Chemie Köthen
         

  Berichterstatter Gerhard Vökler

  Plazierung    
  1. Platz Mounier Frankreich
  2. Platz Pinkert DDR
  3. Platz Schulz DDR
  3. Platz Lallier Frankreich

  0 2 . O k t o b e r 1 9 5 5 - Judo-Jugend kämpfte um den Titel " des Berliner Meisters
  1955

  Am 02. Oktober 1955 wurden die Berliner Jugendmeisterschaften von der BSG Aufbau VEB Tiefbau Berlin durchgeführt. Nebenbei fand noch das Männer-Fortgeschrittenen-Turnier statt. Sämtliche Judosektionen im Raum von Groß-Berlin warwn mit ihren Kämpfern vertreten. So kam es, daß sich besonders in der 65-kg- und 70-kg-Klasse viele Sportler um den Titel bewarben. Desgleichen kämpften auch bei den Männern i9m Weltergewicht vierzehn Judosportler um den ersten Platz. Die Kämpfe wurden sehr spannend durchgeführt. Das Publikum, das sehr zahlreich erschienen war, spendete den erfolgreichen Kämpfern lauten Beifall.

 

  Plazierung in der Jugend

 

  45,0 kg        
    1. Platz Biermann Karl BSG Empor Seelenbinder Berlin
           
  50,0 kg        
    1. Platz Schneider Manfred ZSK Vorwärtss Berlin
    2. Platz Siewert Klaus Motor Berliner Glühlampen Werke
           
  55,0 kg        
    1. Platz Lück Walter Motor Berliner Glühlampen Werke
    2. Platz Bugsch Gerhard Empor Nord Berlin
    3. Platz Zube Horst Empor Nord Berlin
           
  60,0 kg        
    1. Platz Lindner Klaus Aufbau VEB Tiefbau Berlin
    2. Platz Stamer Gerhard Motor Berliner Glühlampen Werke
    3. Platz Lange Manfred HSG Wissenschaft Humbold Uni Berlin
           
  65,0 kg        
    1. Platz Becker Helmut HSG Wissenschaft Humbold Uni Berlin
    2. Platz Pieske Manfred BSG Empor Seelenbinder Berlin
    3. Platz Otto Hans-Friedrich SC Dynamo Berlin
           
  -70,0 kg        
    1. Platz Beier Wolfgang Motor Berliner Glühlampen Werke
    2. Platz Sgodda Baldur Dynamo NO Berlin
    3. Platz Feldschow Kurt HSG Wissenschaft Humbold Uni Berlin
           
  75,0 kg        
    1. Platz Nohr Kurt Sportclub Dynamo Berlin
           
  +75,0 kg        
    1. Platz Bode Dieter Motor Berliner Glühlampen Werke

 

  Ergebnisse der Männer

 

  Federgewicht      
  1. Platz Barow Horst BSG Empor Seelenbinder Berlin
  2. Platz Carl Manfred BSG Empor Seelenbinder Berlin
         
  Leichtgewicht      
  1. Platz Polzin Friedrich-Wilhelm SG Dynamo Helmut Just Berlin
  2. Platz Zach Siegfried Motor Wuhlheide Berlin
         
  Weltergewicht      
  1. Platz Galinski Kurt BSG Empor Seelenbinder Berlin
  2. Platz Knoch Dieter Motor Berliner Glühlampen Werke
  3. Platz Jahn Bodo BSG Empor Nord Berlin
  4. Platz Schimming Heinz Dynamo NO Berlin
  5. Platz Strack Rudolf BSG Aufbau Pankow
         
  Mittelgewicht      
  1. Platz Roth Hans BSG Empor Seelenbinder Berlin
  2. Platz Nitz Karl SC Dynamo Berlin
  3. Platz Gutberlit Kurt Berliner Glühlampen Werke
         
  Halbschwergewicht      
  1. Platz Rübekohl Fred Aufbau VEB Tiefbau Berlin
  2. Platz Miltz Eberhard Sportclub Dynamo Berlin
         
  Schwergewicht      
  1. Platz Pieper Werner Motor Berliner Glühlampen Werke
  2. Platz Packscies Manfred Dynamo Mitte Berlin
         

 

  Berichterstatter: Klaus Weichert

 

  0 2 .O k t o b e r 1 9 5 5 Bezirksmeisterschaften im Judo "Ein voller Erfolg"
  im Bezirk Leipzig zu seinen BEM der Männer und Jugend

 

  Zu Beginn Oktober 1955; mit dem größten Meldeergebnis auf. 90 Kämpfer, darunter 38 Jugendliche, stelltensich den amtierenden; Haunschild, Hering, Lorbeer und Jahn. Nicht nur das Meldeergebnis war ein großer Erfolg, sondern auch die Kampfstärke und Leistungsdichte hat gegenüber dem Vorjahr beachtliche Fortschritte gemacht. Die neuen Bezirksmeister mußten all ihr Können aufbieten, um zum Sieg zu kommen. Bei der Jugend waren die leichten Klassen nur schwach besetzt, während die " schweren Jungen" ein weitaus besseres Meldeergebnis aufzuweisen hatten; dominierend waren dabei "Medizin Markkleeberg und lokomotive Leipzig-Mitte.

 

  Hier nun die Erstplacierten bei den Jugendlichen in Leipzig


  -40,0 kg 1. Platz Bauer Lokomotive-Mitte Leipzig
  -55,0 kg 1. Platz Alex SC Lokomotive Leipzig
  -60,0 kg 1. Platz Exner Lokomotive-Mitte Leipzig
  -65,0 kg 1. Platz Elsner Medizin Markkleeberg
  -70,0 kg 1. Platz Ulrich Medizin Markkleeberg
  -75,0 1. Platz Fehst Medizin Markkleeberg
  +75,0 kg 1. Platz Plöhn Motor Gohlis-Nord

 

  Bei den Männern setzten sich zwar die Favoriten durch, es schoben sich jedoch noch bisher Unplacierte in die Spitzengruppe, so die beiden Emporsportler: Weißenborn und John. Ihnen gilt ein besonderer Lob!

 

  Hier nun die Erstplacierten bei den Männer


  Federgewiicht 1. Platz Hubert Sturm SC DHFK Leipzig
  Leichtgewicht 1. Platz Gerd Schneider SC DHFK Leipzig
  Weltergewicht 1. Platz Hans Joachim Hänsel SC Lokomotive-Mitte Leipzig
  Mittelgewicht 1. Platz Helmut Schubert SC Lokomotive-Mitte Leipzig
  Halbschwergewicht 1. Platz Werner Zeuner Motor Schmölln
  Schwergewicht 1. Platz Wolfgang Horn SC Lokomotive-Mitte Leipzig

 

  Geschrieben Sektion Judo Leipzig Kurt Hering


  - B e g i n n 1 9 5 6 -

 

  J a n u a r 1 9 5 6 ; H e f t 3 , M ä r z S e i t e 9 u n d 1 0
  "Hempel, Henry hielt mit"
  Judoturnier mit internationaler und nationaler Beteiligung

 

  Der Start in das neue Jahr war für die Judofreunde Berlins äußerst erfreulich. Die SG Dynamo Nord-Ost richtete in der Turnhalle in der Gleim-Straße ein Turnier aus, wie es lange nicht in unseren Mauern geboten wurde, Umrahmt von Einladungskämpfen mit Westberliner Judokas, rollte ein Turnier in der Leichgewichtsklasse ab, an dem neben Henry Hempel (SC Dynamo) Alfons Neumann (ASK Vorwärts) der Franzose Simon Koutschouk und die Westberliner Piritz (VFL Tegel) und Steltzer (EBJC) beteiligt waren.

Mit Piritz, dem Leichtgewichtler des Westdeutschen Mannschaftsmeisters VFL Tegel und mehrmaligen Westberliner und westdeutschen Meister, und dem "ewigen Zweiten" Steltzer waren die stärksten Leichtgewichtler Westdeutschlands am Start. Simon Koutschouk war weniger bekannt, so daß Fritz klarer Favorit war.

Nach der Begrüßung der französischen und Westberliner Vertreter durch den Dynamo-Trainer Knoop fesselte gleich der erste Durchgang die zahlreichen Gäste auss Ost und West.. Hempel, Henry besiegte in einer Minute den Franzosen Koutschouk durch Tomoe Nage (Beinhubwurf). Danach kamen Piritz und Steltzer auf die Matte. Nach wenigen Angriffszügen war klar, wer das Geschehen bestimmte. Kaum war die dritte Minute verkündet, war Steltzer durch Steltzer durch Haltegriff besiegt.

Der zweite Durchgang brachte die Entscheidung im Kampf der beiden Meister. DDR-Meister Hempel, Henry stand Piritz gegenüber. Es war der schönste und schnellste Kampf des Abends. Blitzschnell wechselten die Aktionen, wobei die Chancen gleichmäßig verteilt waren. Ein mißglückter Wurfansatz Hempels, Henry gab Piritz die "Möglichkeit zu kontern, wofür er einen halben Punkt erzielt, den er trotz größter Anstrengungen von Hempel, Henry bis zum Schlußgong verteidigen

Der dritte Durchgang brachte die Auseinandersetzung Hempel-Steltzer. Wieder ging Hempel sehr konzentriert in den Kampf und ließ sich nicht durch das erste Strohfeuer Steltzers verwirren. Maßgeblich für den Sieg von Hempel war die nachlassende Kondition seines Gegners, der den Tai-Otoshi sehr gut beherrscht, überhaupt technisch sehr versiert ist. Mit einem halben Punkt durch Wurf kam Hempel zum Sieg. Der Partner Koutschouk unterlag anschließend Pieritz durch Armhebel der reaktionsschnell von dem im Stand und in der Bodenlage durch guten Tegeler gezogen wurde.

Der letzte Durchgang hätte den Ausgang nochmals offenwerden lassen, wenn es Neumann gelungen wäre, Piritz zu besiegen; doch für diese schwierige Aufgabe war unser Federgewichtsmeister zu leicht. Bereits nach 10 Sekunden laag er durch De-Ashi-Barai

 

 

(Fußfegewurf) als Gegenwurf auf der Matte. Damit stand mit Piritz der Turniersieger fest. . Technisch beschlagen, selbstbewußt und reaktionssicher hatte er sich gezeigt und alle Kämpfe verdient gewonnen.

Dynamo-Sportler Hempel belegte den Ehrenplatz, gefolgt von Steltzer.

Dies war ein sehr erfreulicher Auftakt im neuen Jahr. Ganz besonders erfreulich durch die Tatsache, daß nach sehr langer Zeit wieder Westberliner Judosportler bei uns weilten und sie durch ihren Start ihre Bereitschaft bekundeten, auch künftighin den Gesamtberliner Sportverkehr im Judo zu pflegen. So konnte den Anwesenden bereits für Karfreitag ein Vergleichskamp zwischen dem SC Dynamo Berlin und dem sehr stark einzuschätzenden EBJC (Ersten Berliner Judo-Club) mit zwei Mannschaften angekündigt werden.

 

  Die Ergebnisse:

 

  1. Durchgang

 

  Name - Name Ergebnis Siegtechnik
  Koutschouk - Piritz 0 : 1 Armhebel
  Hempel - Steltzer 1/2 : 0 Wurf
  Neumann - Hempel 0 : 0 ohne Wertung

 

  2. Durchgang


  Name - Name Ergebnis Siegtechnik
  Koutschouk - Hempel 0 : 1 Tomoe-Nage
  Piritz - Steltzer 1 : 0 Haltegriff
  Neumann - Koutschouk 0 : 1 Tai-Otoshi

 

  3. Durchgang


  Name Name Ergebnis Siegtechnik
  Hempel - Piritz 0 : 1/2 Konterwurf
  Steltzer - Neumann 1 : 0 Spreizwurf

 

  4. Durchgang

 

  Name   Name Ergebnis Siegtechnik
  Koutschouk - Steltzer 0 : 1 Konterwurf
  Piritz - Neumann 1 : 0 De-Ashi-Barai


  1. Platz Piritz VFL Tegel 0 Verlust Punkte
  2. Platz Hempel, Henry SC Dynamo 1,5 Verlustpunkte
  3. Platz Steltzer EHJC 2 Verlustpunkte
  4. Platz Koutschouk Paris 3 Verlustpunkte
  5. Platz Neumann ASV Vorwärts 4 Verlustpunkte

 

  Kampfrichter: Mattenleiter: Arno Frank (Empor-Nord), Außenrichter:
  Reiher (ASV) und Gutberlet (Motor BGW)

 

  Die Ergebnisse:

 

  Die Rahmenkämpfe brachten folgende Ergebnisse:


  Name Verein Name Verein Ergebnis
  Rabenat VFL Tegel Lück Dynamo Nord-Ost 1 : 0
  Neukirch VFL Tegel Liebing Dynamo Nord-Ost 0 : 0
  Wackermann VFL Tegel Schwarz Wissenschaft Berlin 1 : 0
  Großmann VFL Tegel Rogowski Dynamo Nord-Ost 0 : 0
  Meier VFL Tegel Rahn Dynamo Nord-OstKou 1 : 0

 

  Berichterstatter: Gerhard Vökler


  1 9 5 6 "Zehn-Besten Liste" der Senioren der Sektion Judo des Jahres 1956

 

  Federgewicht

 

  Lfd-Nr.: Name Vorname Verein
  1. Neumann Alfons Empor Nord Berlin
  2. Hempel Helmut SC Dynamo Berlin
  3. Alex Klaus Leipzig
  4. Krysiak Felix Dresden
  5. Barow Horst Berlin
  6. Polaczek Engelbrecht Berlin
  7. Stüwe Martin Leipzig
  8. Schneider Manfred Berlin
  9. Scholz Dieter Magdeburg
  10. Sturm Hubert Leipzig


  Leichtgewicht

 

  Lfd-Nr.: Name Vorname Verein
  1. Hempel Henry Berlin
  2. Skorning Günter Berlin
  3. Prellwitz Hans Dresden
  4. Ernst Herbert Leipzig
  5. Pohl Gerhard Berlin
  6. Thomä Günther Leipzig
  7. Schneider Gerd Leipzig
  8. Klett Peter Suhl
  9. Becker Horst Dresden
  10. Bech Horst Dresden


  Weltergewicht

 

  Lfd-Nr.: Name Vorname Verein
  1. Fuhrmann Günther Dresden
  2. Galinski Günter Berlin
  3. März Reinhard Leipzig
  4. Friese Hansgeorg Dresden
  5. Bloeck Fritz Berlin
  6. Perleberg Günther Magdeburg
  7. Kerber Heinz Berlin
  8. Schindler Robert Leipzig
  9. Gluth Hans Berlin
  10. Kiesch Heinz Dresden


  Mittelgewicht

 

  Lfd-Nr.: Name Vorname Verein
  1. Schubert Helmut Leipzig
  2. Starke Karlheinz Dresden
  3. Lücke Georg Magdeburg
  4. Hänsel Hans-Joachim Leipzig
  5. Nitz Karl Berlin
  6. Roth Hans Berlin
  7. Weidemann Herbert Halle
  8. Rusek Hans Dresden
  9. Müller-Deck Hans Leipzig


  Halbschwergewicht

 

  Lfd-Nr.: Name Vorname Verein
  1. Borsdorf Werner Dresden
  2. Jegust Gerhard Berlin
  3. Rahn Hans Berlin
  4. Gacioch Arnold Brandenburg
  5. Ehrlich Herbert Dresden
  6. Montan Manfred Halle
  7. Braun Harry Halle
  8. Zeuner Werner Leipzig
  9. Maulhardt Lothar Erfurt
  10. Schneider Horst Leipzig


  Schwergewicht

 

  Lfd-Nr.: Name Vorname Verein
  1. Horn Wolfgang Leipzig
  2. Pflock Harry Berlin
  3. Müller Fritz Erfurt
  4. Kopatzki Hans Erfurt
  5. Rehmann Wilfried Magdeburg
  6. Nohr Kurt Brandenburg
  7. Krüger Heinz Halle
  8. List Manfred Leipzig
  9. Niemann Herbert Berlin
  10. Mitzschke Gerhard Dresden


  Berichterstatter: Horst Marsel

 

  - B e g i n n - 1 9 5 7 -


  02. F e b r u a r 1 9 5 7 Gute Jugend- und Nachwuchsarbeit im Berliner Judo -

  Bereits am 02. Februar 1957 standen bei den Erstlingsturnieren im Judo für Jugend und Männer insgesamt über 100 Nachwuchssportler auf der Matte, um ihre in deen letzten Monaten erworbenen Kenntnisse im Wettkampf zu erprobeen.

An diesen zahlenmäßig guten Ergebnis waren allerdings nur sechs, also die Hälfte der Berliner Judosektionen beteiligt. Dabei wurden die meisten Meldungen in den Jugendklasse von den Judosektionen der HSG Wissenschaft Humboldt-Universität und der BSG Empor Nord abgegeben. Die beteiligten Sportgemeinschaften haben damit bewiesen, daß sie eine gute Jugend- und Naachwuchsarbeit leisten.

Am Sonnabend, dem 9.2.1957 beteiligten sich ein Teil dieser Erstlingsturnieren vom 2. Februar an den Anfängerturnieren, die in der Turnhalle in der Wehlauer Straße durchgeführt wurden. Das Meldeergebnis mit rund 100 Teilnehmern zeigte wieder, daß das Intresse für den Judo-Kampfsport bei unserer Jugend ständig zunimmt.

Die Wettkämpfe bewiesen, daß die jungen Judosportler mit Eifer bei der Sache sind. Die technischen Mittel waren allerdings noch nicht vollkommen und wurden zum Teil durch übermäßigen körperlichen Kräfteeinsatz ersetzt.

Leider mußte aber auch festgestellt werden, daß die Qualifikation der Funktionäre und Kampfrichter mit der guten Entwicklung des Nachwuchses nicht Schritt gehalten hat.

 

  1. Bei beiden Veranstaltungen hielten es Funktionäre der mit der Durchführung beauftragten Betriebssportgemeinschaften nicht für nötig, den Beginn der Wettkämpfe mit einigen Worten einzuleiten.


  2. Warum wurde bei beiden Veranstaltungen kein Eintrittsgeld genommen? Ich glaube sicher, daß keiner der anwesenden Zuschauer umgekehrt wäre, wenn man ihm ein Eintrittsgeld von villeicht 0,50 DM abgefordert hätte. Bei den für Erstlings- und Anfängerturnieren verhältnismäßig starken Zuschauerzahlen wären durch ein erhobenes Eintrittsgeld zumindest die Unkosten gedeckt worden.

 

  3. Neben diesen organisatorischen Unzulänglichkeiten wurden von den eingesetzten Kampfrichters zu viele zweifelhafte Entscheidungen getroffen. Die Schuld liegt aber weniger bei den Kampfrichtern, die fast ausschließlich zum Nachwuchs gehörten, sonder in erster Linie an deren mangelhaften Anleitung. Es wäre wünschenswert, wenn man diese willigen Funktionäre des Kampfrichterwesens in Wochenendlehrgängen schulen würden.

 

  4. Von den Aktiven wird verlangt, daß sie mit vorschriftsmäßiger Judobekleidung zum Wettkampf antreten. Noch weit eher muß man dies aber von den Kampfrichtern verlangen, und die Sportgemeinschaften sind verpflichtet, die von ihnen delegierten Kampfrichter zum Tragen der vorgeschriebenen Kampfrichterkleidung anzuhalten. Die Kämpfe selbst wurden von den Aktiven mit letzten Einsatz, aber fair und diszipliniert durchgeführt. Mancher Endsieg hing an einen seidenen Faden, und man kann sagen, daß die Zweit- und drittplacierten bei etwas mehr Glück auch als Sieger hätten hervorgehen können.


  Erstlingsturnier am 02. Februar 1957

 

  J u g e n d


  - 45,0 kg Franz HSG Wissenschaft Humboldt Universität Berlin
  - 50,0 kg Mazloch BSG Aufbau Pankow Berlin
  - 55,0 kg Pleiner BSG Motor Brandenburg
  - 60,0 kg Roussel BSG Aufbau Pankow Berlin
  - 65,0 kg Redlin BSG Motor Wuhlheide Berlin
  -70,0 kg Müserler HSG Wissenschaft Humboldt Universität Berlin
  -75,0 kg Schönbacher HSG Wissenschaft Humboldt Universität Berlin

 

  M ä n n e r

 

  Federgewicht Teske BSG Motor Glühlampenwerke Berlin
  Leichtgewicht Braun ASK Vorwärts Berlin
  Weltergewicht Gröhler HSG Wissenschaft Humboldt Universität Berlin
  Mittelgewicht Schulze HSG Wissenschaft Humboldt Universität Berlin
  Schwergewicht Heernberg BSG Empor Oranienburg


  Anfängerturnier 02. Februar 1957

 

  J u g e n d


  - 45,0 kg Franz HSG Wissenschaft Humboldt Universität Berlin
  - 50,0 kg Lange HSG Wissenschaft Humboldt Universität Berlin
  - 55,0 kg Schröder BSG Motor Brandenburg
  - 60,0 kg Rechlin BSG Einheit Weißensee
  - 65,0 kg Dankwarth BSG Motor Brandenburg
  -70,0 kg Treumann BSG Empor Nord Berlin
  -75,0 kg Burdajewicz BSG Empor Seelenbinder Berlin

 

  M ä n n e r


  Federgewicht Nikolaew BSG Motor Wuhlheide Berlin
  Leichtgewicht Braun ZASK Vorwärts Berlin
  Weltergewicht Liebing SG Dynamo Nord Berlin
  Mittelgewicht Rode BSG Motor Glühlanpenwerke Berlin
  Halbschwergewicht Weigert BSG Einheit Weißensee Berlin
  Schwergewicht Dauter BSG Aufbau Pankow Berlin


  Berichterstatter: E. Lassahn


  1 1 . b i s 2 2 . 0 2 . 1 9 5 7 ; Jugend-Übungsleiter-Lehrgang in Werdau


  In der Zeit vom 11. bis 22.2.1957 fand in der Sportschule Werdau ein Übungsleiter-Lehrgang für Judo statt. 29 Sportfreunde aus fast allen Bezirken unserer DDR waren, hier mit mehr oder weniger guten Vorkenntnissen angereist. um sich als Übungsleiter zu qualifizieren. Vom blutigen Anfänger bis zum alten erfahrenen Routinier waren alle Gattungen vertreten.

Für den Trainer, Sportfreund Overwaul war es somit nicht ganz einfach, den Unterricht so zu gestalten, daß jeder zu seinem Recht kam. Ich glaube, Sportfreund Overwaul konnte allen etwas bieten, ob erfahren oder unerfahren jeder lernte Neues bzw. vervollkommnete seine Technik, seine Lehrmethode. Neben der praxtischen Arbeit auf der Matte hatte jeder Gelegenheit, im Ergänzungssport und in theoretischen Fächern sich Kenntnisse anzueignen, die ein Jugendübungsleiter unbedingt besitzen muß.

Sportfreund Kautz gab als Lehrgangsleiter einen äußerst interesanten Abriß über die Geschichte des Judosports. Desgleichen sei an dieser Stelle dem Lehrerkollegium der Schule gedankt, das sich große Mühe bei der Klärung theoretischer Fragen gab und uns über wiichtige Probleme der Sportmedizin, der Theorie der Körpererziehung usw. Aufklärung verschaffte.

 

 

Zu bemängeln wäre, daß dieser gesamte Leehrgang nur auf der Matte durchgeführt wurde, wodurch vielleicht die Intensität des Übens etwas in den Hintergrund gedrängt wurde.

Jedoch hatte am Ende des Lehrganges jeder das Lehrgangsziel erreicht, d. h. jeder war in der Lage, sich sich einer Gürtelprüfung mit Erfolg zu unterziehen, und hatte sich soweit qualifiziert, daß er als Jugendübungsleiter tätig sein kann.

Rechtzeitig war durch den Trainer Sportfreund Overwaul das DAN-Kollegium benachrichtigt worden, um am Ende des Lehrganges der Gürtelprüfung beizuwohnen.Das DAN-Kollegium hielt es jedoch nicht für nötig, Nachricht zu geben bzw. einen Sportfreund zu entsenden, so daß viele Lehrgangsteilnehmer enttäuscht wurden. Hoffen wir, daß in Zukunft solche Pannen nicht mehr eintreten.

So wurde am letzten Tag die Techniküberprüfung ohne Anwesenheit eines DAN-Trägers durchgeführt.

Wenn man die Leistungen zu Beginn des Lehrgangs mit denen vergleicht, die zum Abschluß bei den Lehrproben und der Gürtelprüfung geboten wurden, so kann man abschließend sagen, daß dieser Lehrgang seinen Zweck nicht verfehlt hat und bestimmt auf der Basis des Jugendsportes im Judo seine Früchte tragen wird.


  i. A der Teilnehmer des Lehrganges gez. Horst Zeuner


  2 1 . M ä r z 1 9 5 7 - BMM der Jugend in Berlin-Wuhlheide - "Soll das Judo sein ?"


  Am 21. März 1957 fand im Klubhaus "Erich Weinert" eine Veranstaltung statt, die sich Berliner Jugendmannschaftsmeisterschaft naannte. Man hatte den Eindruck, einige BSG `n wollten die Leistungsstärke ihrer Judokas in Freundschaftsvergleichskämpfen anläßlich eines Trainingsabends überprüfen.

 

  In einer schmucklosen Halle sah man zwei Judokas sich recht und schlecht "bolzen",. Ein Zivilist, der sich ab und zu auch etwas bewegte, flüsteerte beiden Kämpfern hin und wieder etwas zu, das war der erste Eindruck.Wenn man die ganze Sache genauer betrachtete, stellte man folgende Mängel fest:1. Es fehlte eine Mattenumrandung.2. Der Saal war ungeeignet. Der Abstand der Matte zu den Seitenwänden betrug höchstens einen Meter. Dabei saßen an einer Seite noch Judikas auf einer Bank.

 

  Wie sind diese beiden Punkte mit dem Grundsatz, "die Gesundheit unserer Sportler, speziell die der Jugendlichen, ist für uns obeerstes Gesetz", zu vereinbaren?3. Die Sportfreunde, die als Kampfrichter fungierten, sollten die Kampfregeln eigentlich so weit kennen, daß sie wissen wie eine Judokampfrichterkleidung ausehen soll. Es genügt nicht, eine graue Hose zu tragen und die Oberkörperbekleidung sowie das Schuhwerk nach eigenem Geschmack zu ergänzen.4. Wo waren eigentlich die Funktionäre des Bezirkes Berlin?

 

  Aus allen ddiesen Momenten kann man erkennen, daß unsere Funktionäre immer noch nicht gelernt haben, daß das Schwergewicht unserer Arbeit auf der Nachwuchsentwicklung unserer Judosportler liegen muß. Aus der Jugend müssen doch die Kräfte kommen, die einmal unsere "Experten" werden sollen. Wenn man dann aber sieht, wie die Jugendarbeit nur so am Rande, so "ganz nebenbei" miterledigt wird, so weiß man wirklich nicht was man dazu sagen soll. Es ist wirklich an der Zeit, daß dieser Schlendrian endlich beseitigt wird. Wie soll es werden, wenn wir im Zeichen der Umorganisierung der demokratischen Sportbewegung in den DTSB einen selbstständigen Verband haben und, dadurch bedingt, die Eigenverantwortlichkeit der Funktionäre steigt? Dann kommen keine Anweisungen mehr von "oben", dann müssen wir mehr als bisher das Heft in die Hand nehmen. Dann müssen wir auch die Werbung unter der Jugend von uns selbst verstärken.

 

  Doch betrachten wir einmal das Kampfgeschehen selbst. HSG Wissenschaft hat wieder einmal verstanden, eine gute "Breitenarbeit" zu leisten. Sie stellte zwei komplette Jugendmannschaften. Im übrigen beteiligen sich nur noch folgende Mannschaften:

 

  BSG Aufbau Berlin Nord

 

  BSG Empor Berlin Nord

 

  BSG Motor Berliner Glühlampe Berlin

 

  Der Bezirk Berlin hat 15 BSG'n, wovon nur ein Drittel in der Lage ist, eine Jugendmannschaft zu stellen. Ist das nicht ein beschämendes Zeichen für die Jugendarbeit? wo sind die Jugendmannschaften unserer Oberliga außer den obengenannten?

Soweit die Beteiligung. Doch wie sah das Niveau der Kämpfe selbst aus?

Es war einfach grauenerregend, was da auf der Matte "Judo" gezeigt wurde. Zeitweilig hatte man den Eindruck, daß ein paar Ringer sich einen verspätteten Faschingsscherz erlaubten, indem sie sich Judogi angezogen hatten und nun auf der Matte Kraftübungen veranstalteten. Wo bleibt die aufrechte Kampfhaltung, wo unser Prinzip "Siegen durch Nachgeben"? Ist "Stemmen" wieder einmal große Mode? Wo bleibt die Weiterentwicklung und hier wollen wir ganz besonders Günter Skorning ansprechen.

 

 

Vor einiger Zeit hat man bei einem großen großen Teil seiner Kämpfer schon bessere Leistungen gesehen. Sie stagnierten in ihrer Entwicklung. Des weiteren: Wo bleibt bei seinen Sportfreunden die aufrechte Kampfhaltung? Nur wenige Sportfreunde versuchten wirklich Judo zu zeigen.

Im großen und ganzen war es eine Veranstaltung, von der man hundertprozentig sagen kann So soll es nicht sein! Man hat sich wirklich bemüht, all die Fehler aufzuzeigen, die man bei einer Veranstaltung machen kann.

Hoffen wir, daß es für Kämpferund Funktionäre eine Lehre war und daß man in Zukunft derartige Veranstaltungen nicht mehr sieht.

 

  Hier die Mannschaftsergebnisse


  Verein   Verein Ergebnis
  Aufbau Nord - Empor Nord 8 : 4
  Wissenschaft I - Wissenschaft II 11 : 3
  Berliner Glühlampen Werke - Aufbu Nord 9 : 5
  Empor Nord - Wissenschaft I 3 : 11
  Wissenschaft II - Berliner Glühlampen Werke 9 : 5
  Aufbau Nord - Wissenschaft I 3 : 11
  Empor Nord - Wissenschaft II 3 : 11
  Motor BGW - Empor Nord 9 : 5
  Aufbau Nord - Wissenschaft II 6 : 8
  Wissenschaft I - Berliner Glühlampen Werke 8 : 6

 

  Die Mannschaftsplacierung

 

  1. Platz Wissenschaft Berllin I 4 : 0
  2. Platz Wissenschaft Berlin II 3 : 1
  3. Platz Motor Berliner Glühlampen-Werke 2 : 2
  4. Platz Aufbau Nord Berlin 1 : 3
  5 Platz Empor Nord Berlin 0 : 4

 

  Berichterstatter: Gerhard Kautz

 

  1 9 5 7 , A p r i l "Wer wird Bester in Berlin


 
Diese Frage sollten die Spitzenkräfte Berlins beantworten, als sie die Stadtmannschaft auskämpften. Durch das Fehlen der ZSK-Sportler fiel den Judokasvom SC Dynamo Berlin die Favoritenrolle zu, der sieauch gerecht wurden. Lediglich DDR-Meister im Halbschwergewicht Rahn fiel aus der Rolle; sein fünfter Platz im Schwergewicht kam etwas überraschend.

Wie notwendig es ist, unseren Judosportlern Wettkampfmöglichkeiten zu bieten, bewies dieser Abend. Wenig technische Leistungen im Rahmen einer großen "Bolzerei" waren das Fazit. Hervorzuheben sind lediglich Hempel, Roth, Barow (SC Dynamo Berlin) Puhl (Wissenschaft Brlin) und Rübekohl Motor BGW) sowie mit gewissen Abstrichen Bloek (SC Dynamo), Pieske (Empor Seelenbinder) und Feldschow (Wissenschaft Berlin). Alle anderen müssen für die kommenden Aufgaben des Jahres noch mächtig in Schwung kommen.

 

  Einige herausragende Ergebnisse

 

  Gewicht Name   Name   Ergebnis  
  Federgewicht Barow - Korölus = 1 : 0 durch Wurf
  Leichtgewicht Hempel - Pieske = 1 : 0 durch Wurf
  Weltergewicht Bloek - Pohl = 1 : 0 durch Armhebel
    Pohl - Puhl = 0 : 0 durch Armhebel
    Bloek - Feldschow = 0 : 0 durch Armhebel
    Puhl - Feldschow = 0 : 0  
    Bloek - Puhl = 1/5 : 0 durch Wurf
  Mittelgewicht Roth - Galinski = 0 : 0  
  Halbschwergewicht Jeschow - Weyland = 1 : 0 durch Wurf
  Schwergewicht Nohr - Rahn = 0 : 0  
    Rübekohl - Rahn = 1 : 0 durch Wurf


  Die Plazierung


  Ergebnisse der Männer    
  Federgewicht      
  1. Platz Barow Horst SC Dynamo Berlin
  2. Platz Korölus   Wissenschaft Berlin
         
  Leichtgewicht      
  1. Platz Hempel Helmut SC Dynamo Berlin
  2. Platz Pieske   BSG Empor Seelenbinder Berlin
         
  Weltergewicht      
  1. Platz Bloek Fritz SC Dynamo Berlin
  2. Platz Pohl Gerhard SC Dynamo Berlin
  3. Platz Puhl   HSG Wissenschaft Berlin
         
  Mittelgewicht      
  1. Platz Galinski   SC Dynamo Berlin
  2. Platz Roth Hans SC Dynamo Berlin
  3. Platz Lubenow   HSG Wissenschaft Berlin
         
  Halbschwergewicht      
  1. Platz Nitz Karl SC Dynamo Berlin
  2. Platz Jeschow   Einheit Weißensee Berlin
  3. Platz Wagenknecht Horst Empor Nord Berlin
         
  Schwergewicht      
  1. Platz Nohr Kurt SC Dynamo Berlin
  2. Platz Rübekohl Fred Motor Glühlampenwerke Berlin

 

  Berichterstatter: Gerhard Vökler

 

  1 9 5 7 Porträt - Vorgestellt wird: "LOTHAR SKORNING" P r ä s i d e n t
  der Sektion Judo


  Sportfrund Lothar Skorning wurde am 05. Oktober 1925 geboren, bis 1940 betreibt er Judo, bis 1944 beim Postsportverein Berlin unter der Anleitung des bekannten Trainers Max Hoppe. Bereits 1941 nahm er an den Deutschen Jugend-Meisterschaften teil; bei diesen belegte er 1944 einen dritten Platz. Nach 1949 wurde er bei den ersten DDR-Meisterschaften Zweiter im Leichtgewicht. Lothar Skorning ist seit 1952 Präsident der Sektion Judo, die unter seiner Leitung eine mächtige Entwicklung genommen hat. Unter seiner Führung gelang es der Sektion Judo 1954 beim Kongreß der EJU in Brüssel, als Mitglied aufgenommen zu werden. Im Mai vorigen Jahres führrte er mit unseren westdeutschen Judofreunden erfolgreich Verhandlungen, die als Ergebnis klare Abmachungen über den gesamtdeutschen Sportverkehr zeitigten.

 

 

Lothar Skorning studierte von 1946 - 1949 an der Berliner Humboldt-Universität Geschichte und Sport. Danach war er als Lehrkraft an der DHFK tätig. Er ist zur Zeit verantwortlicher Redakteur der Zeitschrift "Theorie und Praxis der Körperkultur", weiterhin uns auch als Publizist durch den "kurzen Abriß der Geschichte der Körperkultur seit 1800" (1952), Jahn" - ein Patriot unseres Volkes" (1953), "Bilder und Dokumente aus der Deutschen Turn- und Sportgeschichte" (1956) und vieele andere Beiträge, besonders in der Zeitschrift "Theorie und Praxis der Körperkultur", kein unbekannter mehr.

Zum neuen Beweise seiner Beliebtheit und als Anerkennung seiner Verdienste wurde er von der Sektion Judo, die auch im künftigen DTSB weiter vorwärts strebt, zum Delegierten für die Konstituierung des DTSB gewählt.


  Berichterstatter: Präsidium der Sektion Judo

 

  2 9 . 0 9 . 1 9 5 7 "Berliner Judomeister ermittelt"

 

  In einer gut organisierten Veraanstaltung in der Deutschen Sporthalle wurden die Berliner Meister im Judo ermittelt. Die Grippe hatte auch hier das Feld der Bewerber dezimiert.

Schöne Kämpfe waren zu sehen, was nicht zuletzt dem vorwärtsdrängenden Nachwuchs zu danken ist. Diesem Ansturm der Jugend konnten sich die alten Spitzenkräfte gerade noch einmal erwehren. Im Leichtgewwicht setzte sich Klaus Lindner (Motor BGW) einer aus der großen Schar des Nachwuchsses durch.


  Die Ergebnisse der Männer

 

  Ergebnisse      
  Federgewicht      
  1. Platz Hempel Helmut SC Dynamo Berlin
  2. Platz Peter   Lokomotive Lichtenberg
         
  Leichtgewicht      
  1. Platz Lindner Klaus BSG Motor BGW
  2. Platz Pieske Manfred BSG Empor Seelenbinder Berlin
         
  Weltergewicht      
  1. Platz Bloek Fritz SC Dynamo Berlin
  2. Platz Hinrich   SG Dynamo Süd Berlin
         
  Mittelgewicht      
  1. Platz Galinski Günter SC Dynamo Berlin
  2. Platz Borgwardt Wolfgang ASK Vorwärts Berlin
         
  Halbschwergewicht      
  1. Platz Kluth Hannes ASK Vorwärts Berlin
  2. Platz Rübekohl   Motor BGW Berlin
         
  Schwergewicht      
  1. Platz Nitz Karl SC Dynamo Berlin
  2. Platz Nohr Kurt SC Dynamo Berlin


  Berichterstatter: BFA Berlin


  2 9 . 0 9 . 1 9 5 7 - Judobezirksmeisterschaften in Erfurt

 

  Am Soontag, dem 29. September 1957 fanden in Erfurt die Bezirkseinzelmeisterschaften der Jugend und Männer Statt.

Die Teilnahme war bis zum Weltergewicht gut; die schweren Gewichtsklassen waren schwach besetzt.


  Bezirksmeister der Jugend in Erfurt wurden:


   

 

  -40,0 kg    
  1. Platz Könemund SG Dynamo Erfurt
       
  -50,0 kg    
  1. Platz Kaminski SG Dynamo
       
  -55,0 kg    
  1. Platz Winkler SG Dynamo Erfurt
       
  -60,0 kg    
  1. Platz Beier SG Dynamo Erfurt
       
  -65,0 kg    
  1. Platz Herrmann Medizin Erfurt
       
  -70,0 kg    
  1. Platz Engelbrecht SG Dynamo Erfurt
       
  -75,0 kg    
  1. Platz Geinitz SG Dynamo Erfurt


  In der Kampfklasse der Männer gab es einige Überraschungen. Richter Medizin Erfurt hatte es im Federgewicht schwer, seinen Titel erfolgreich zu verteidigen, und im Leichgewicht mußte Schiffmann Medizin Erfuurt von dem jungen Judoka Kindler Lokomotive Weimar eine unerwartete Niederlage hinnehmen. Sehr stark war das Weltergewicht besetzt. Im Endkampf standen sich Guth Medizin Erfurt und Höhn Dynamo Erfurt gegenüber der aus der Jugend kommende Dynamosportler konnte gegen den erfahrenen Guth ein Unendschieden erkämpfen, das zum Titelgewinn ausreichte. Im Mittelgewichtholte sich der erstmals bei den Männern startende Dunkel (Medizin Erfurt die Meisterwürde, und in den schweren Gewichtsklassen kamen Maulhardt und Kopatzki zu Titelehren.

 

  Federgewicht    
  1. Platz Richter Medizin Erfurt
       
  Leichtgewicht    
  1. Platz Kindler Lokomotive Weimar
       
  Weltergewicht    
  1. Platz Guth SG Dynamo Erfurt
       
  Mittelgewicht    
  1. Platz Dunkel SG Dynamo Erfurt
       
  Halbschwergewicht    
  1. Platz Maulhardt Medizin Erfurt
       
  Schwergewicht    
  1. Platz Kopatzki Medizin Erfurt



  Berichterstatter: Sportfreund Kopatzki

 

  2 9 . S e p t e m b e r 1 9 5 7 Bezirkseinzelmeisterschaften im Judo
  des Bezirkes Frankfurt-O

 

  Frankfurt (Oder) ermittelte sein "Besten"


  In Stalinstadt fanden die Bezirks-Einzelmeisterschaften der Jugend und Männer im Judo-Kampfsport statt.

Hier wurden folgende Titelträger ermittelt:

 

  Ergebnisse der Jugend

 

  -60,0 kg    
  1. Platz Wendland SG Dynamo Angermünde
       
  -65,0 kg    
  1. Platz Stein SG Dynamo Frankfurt (Oder)
       
  -70,0 kg    
  1. Platz Stier SG Dynamo Bernau


  Ergebnisse der Männer

 

  Federgewicht    
  1. Platz Zerbe SG Dynamo Frankfurt (Oder)
       
  Leichtgewicht    
  1. Platz Braueer SG Dynamo Frankfurt (Oder)
       
  Weltergewicht    
  1. Platz Reifschläger SG Dynamo Frankfurt (Oder)
       
  Mittelgewicht    
  1. Platz Stenzel SG Dynamo Frankfurt (Oder)
       
  Halbschwergewicht    
  1. Platz Teut SG Dynamo Bernau
       
  Schwergewicht    
  1. Platz Schumann SG Dynamo Seelow

 

  An den Meisterschaften nahmen folgende Gemeinschaften teil: SG Dynamo Angermünde, SG Dynamo Bernau, SG Dynamo Seelow, SG Dynamo Fürstenwalde, SG Dynamo Frankfurt (Oder) und Stahl Eisenhüttenstadt.

Als technisch beste Kämpfer konnten die Sportfreunde Hans Brauer und Peter Reifschläger beide SG Dynamo Frankfurt (Oder) mit Ehrenpreisen ausgezeichnet werden.


  Berichterstatter: G. Borth


  2 8. 0 9 . 1 9 5 7 "ASK Neubrandenburg schlug die Hamburger Judokas


  Aus Anlaß des "Werner Seelenbinder-Gedenktages führte der ASK Neubrandenburg einen nationalen Vergleichskampf gegeen die Bergedorfer Turnerschaft 1860 (Hamburg) in Güstrow durch.

Im Einleitungskampf im Mittelgewicht siegte Udo Budzinski (ASK Berlin) durch eine Wertung mit O-Soto-Gari und im Mannschaftskampf gab es folgende Ergebnisse:


  Hamburg   ASK Neubrandenburg   Ergebnis  
  Blandow - Scholz = 0 : 1 durch Yoko-Gake
  Steffen - Linzen = 1 : 0 durch Kata-Seoi
  Müller - Zielke = 0 : 0  
  Wegner - Heyder = 1 : 0 durch O-Uchi-Gari
  Philiplitz - Schröder = 0 : 1 durch Ura-Nage
  Borowski - Schneppmüller = 0 : 0  
      Endstand:   4 : 5  


  Im Vorkampf siegte die neuformierte Jugendmannschaft des ASK Neubrandenburg gegen Lokomotive Neubrandenburg mit 9 : 5


  Berichterstatter: Coburger


  - B e g i n n 1 9 5 8 -


  0 9 . F e b r u a r 1 9 5 8 E N T S C H L I E ß U N G


  In der am Sonntag, dem 09. Februar 1958, in Leipzig stattgefundenen Tagung der Jugendkommissionder Sektion Judo der DDR wurde der Vorschlag unseres Ministerpräsidenten Otto Grotewohl einen Volksentschei betraffs atomwaffenfreier Zone zur Durchführung zu bringen, von allen anwesenden Funktionären auf das herzlichste begrüßt.

Die aggressiven Kräfte Westdeutschlands setzen sich weiter über den Willen der Mehrheit des westdeutschen Volkes hinweg und versuchen mit allen Mitteln, das gesamtdeutsche Volk in den Atomtod zu führen. Alle Angebote von Seiten Bullganis und Grotewohla, die der Erhaltung des Friedens für die gesamte Welt dienen, wurden abgelehnt. Die Judosportler stehen geschlossen hinter den Friedensangeboten beider Staatsmänner und verpflichten uns, gemeinsam mitzuarbeiten, damit der Frieden für die gesamte Menschheit erhalten bleibt.


  2 0 . 0 4 . 1 9 5 8 "Nachwuchsturnier in Rostock


  Am 20.04.1958 fand ein weiteres Nachwuchsturnier des Bezirkes Rostock im Judo statt. Im Rostocher Bezirk wird in letzter der Nachwuchsareit besondere Bedeutung beigemessen. Leider zeigte die Veranstaltung ernste Organisationsschwächen, so daß sie nicht zur weiteren Programierung unseres schönen Sportes dienen konnte


  In harten und fairen Kämpfen konnten sich folgende Sportfreunde placierten:


  Federgewicht    
  1. Platz Sachs ASK Neubrandenburg
  2. Platz Weber BSG Motor Wolgast
       
  Leichtgewicht    
  1. Platz Gellert Lokomotive Wismar
  2. Platz Klinge HSG Greifswald
       
  Weltergewicht    
  1. Platz Runge BSG Motor Wolgast
       
  Mittelgewicht    
  1. Platz Büllig HSG Greifswald
       
  Halbschwergewicht    
  1. Platz Winkelmann SG Dynamo Rostock
  2. Platz Grunwald HSG Greifswald
       
  Schwergewicht    
  1. Platz Biedenweg BSG Motor Wolgast
  2. Platz Lindner ASK Neubrandenburg


  Berichterstatter: Sportfreund H. Schanner


  1 5 . A p r i l 1 9 5 8 "5 Jahre Judosport in der S V  D Y N A M O"


  Im Monat April 1958 besteht die Sportvereinigung Dynamo, die Sportvereinigung der staatlichen Sicherheits- und Schutzorgane, fünf Jahre.

In dieser Zeit sind von Dynamo-Sportlern in fast allen Sportarten und Disziplinen auf nationaler und internationaler Ebene große und stolze Erfolge für unseren Arbeiter- und Bauern-Staat und für unsere demokratische Sportbewegungen worden.

Einer der Schwerpunktsportarten für alle Angehörigen der Trägerinstitutionen der SV Dynamo ist selbst verständlich schon rein aufgabenmäßig der Judosport. Die Ausübung des Judosports in der SV Dynamo wird nach den Richtlinien des Trainerrates der Sektion Judo der DDR (jetzt Deutscher Judo-Verband) auf Kyu/Dan-Basis durchgeführt.

 

 

Als 1954 innerhalb der demokratischen Sportbewegung zur Leistungssteigerung die Clubbildung erfolgte, konzentrierte auch die SV Dynamo ihre kampfstärksten Judokas im Sportclub Dynamo Berlin.

Seit dieser Zeit liegt die Anleitung und Qualifizierung der Spitzensportler des SC Dynamo in den Händen des bewährten Trainers, Danträger Sportfreund Schönrock

Zahlenmäßig entwickelten sich die Judosektionen in der SV Dynamo wie folgt:

Bei der Gründung der Sportvereinigung im Jahre 1953 bestanden insgesamt 7 Sektionen, wovon lediglich die Sportgemeinschaften Dynamo-Berlin-Mitte. Dynamo Erfurt und Dynamo Magdeburg jeweils eine Judomannschaft stellen konnte.

 

 

Durch alljährig planmäßig und systematisch durchgeführte Übungsleiterlehrgänge an den SV-eigenen Sportschulen sowie Beschickung der zentralen Lehrgänge der Sektion, wurden die Grundlagen der heute bestehenden 70 Sektionen Judo der SV Dynamo gelegt.

Wie schon eingaangs erwähnt, wird in allen Judosektionen der SV neben der sozialistischen Erziehung größter Wert auf die richtige technische Qualifikation der Mitglieder auf Kyu-Basis gelegt. S konnten seit 1953 in den Sektionen und auf den Lehrgängen der SV insgesamt 2 000 Dynamo-Sportler als Gürtelträger bestätigt werden. Hierbei sind alle Leistungsstufen - vom Gelbgurt bis zu den Dan-Trägern - im SC vertreten.

 

 

Beteiligten sich an der ersten SV-Bestenermittlung im Judo im Jahre 1953 in Sondershausen insgesamt 35 Judokas, so waren immerhin bei der SV Bestenermittlung 1957 in Gera - ohne Beteiligung der Clubsportler (lt. Ausschreibung) - 140 Teilnehmer vertreten.

Da selbstverständlich die jährlich durchgeführten Übungsleiter- und Qualifizierungslehrgänge der SV niemals für die derzeitigen 70 Sektionen der ausreichend sein können, wurde folgende Maßnahme ergriffen.

In der SV Dynamo besteht inden Schwerpunktsportarten jeweils eine SV-Fachkommission, die in ihrer Zusammensetzung die organisatorisch sowie fachlich qualifiziertesten Mitglieder umfaßt. Die darin verankerten Judo-Trainer bzw. Übungsleiter sind auf Bezirksebene für die fachliche Entwicklung der in ihrem Bezirk befindlichen Dynamo-Judosektionen verantwortlich.

Da der Wettbewerb in jeder Beziehung die treibende Kraft bei der Verbesserung der Arbeit ist, wurde auf Anregung der Sektion Judo der SV die Erwerbung von Judo-Gürteln in den Zentralen Wettbewerb der SV Dynamo aufgenommen.

 

 

Je nach fachlichen Wert der bestandenen Kyu-Prüfung erhält die betreffende Sportgemeinschaft Wettbewerbspunkte. So ist natürlich die Leitung der jeweiligen SG fachlicherseits stark darin interessiert, recht viele Sportler für den Erwerb des Judogürtels zu gewinnen.

Obwohl die SG Dynamo Görlitz 1957 neben dem bisher einzigen Dynamooberligavertreter, dem SC Berlin, den Aufstieg zur Oberliga erreichte, beefinden sich natürlich die leistungsmäßig stärksten Judoka der SV im Sportclub Dynamo Berlin.

Erstmalig bei den DDR-Meisterschaften 1954 konnte der Sportfreund Henry Hempel den Titel eines DDR-Meisters erringen.

 

  1955 erkämpften die Sportfreunde Henry Hempel und Hans Roth den Titel eines DDR-Meisters für den SC Dynamo Berlin,1956 waren es wiederum zwei Sportfreunde, Henry Hempel und Hans Roth, die den stolzen Titel erkämpften.Ihren bisher größten Erfolg errangen die Dynamo-Clubsportler unter Leitung ihres Trainers, Sportfreund Schönrock, bei den 1957 erstmalig durchgeführten Deutschen JudomeisteFolgende Sportfreunde konnten den Titel erkämpfen: Henry Hempel, Hans Roth, Hans Rahn und Karl Nitz.rschaften in Magdeburg mit der Erringung von vier Deutschen Meistertiteln. Mannschaftsmäßig errang der Sportclub Dynamo Berlin bekanntlich dreimal hintereinander in der Oberliga den 2. Platz.Am 23.März 1958 konnten sie sich erstmalig den begehrten Titel eines Deutschen Mannschaftmeisters erkämpfen.

 

 

Soweit Dynamo-Sportler bei internationalen Kämpfen - so in Volkspolen, Ungarn und Frankreich - eingesetzt wurden, haben sie ihre Kämpfe jeweils siegreich gestaltet.

Die Judoka der SV Dynamo sind damit eine der stäksten Stützen des Deutschen Judoverbandes im nationalen sowie internationalen Sportverkehr.

Da die Sportvereinigung Dynamo bereits in ihren Reihen neben zahlreichen qualifizierten Übungsleitern 7 Danträger hat, die alle uneigennützlich ihre großen Erfahrungen zur ständigen Weiterentwicklung und Festigung der SV Dynamo zur Verfügung stellen, geht die Sektion Judo der SV Dynamo mit den besten Vorsätzen für das Ansehen und die Stärkung der demokratischen Sportbewegung innerhalb unseres Arbeiter- und Bauern-Staates in das 6. Jahrzehn ihres Bestehens.

 


  Berichterstatter: Karl Knoop

  1 6 . 0 5 .1 9 5 8 "Judo-Meisterschaften im Bezirk Rostock

  Diediesjährigen Bezirksmeisterschaften im Judo der Männer und Jugend kamen am 16.05.1958 in Greifswald zur Austragung, und besonders bei der Jugend macht sich eine gute Leistungssteigerung bemerkbar, Nachstehend die Siegerliste:

 

 
Ergebnisse der Männer

  Federgewicht    
  1. Platz Krüger SG Dynamo Rostock
  2. Platz Weber BSG Motor Wolgast
  3. Platz Hardke SG Dynamo Rostock
       
  Leichtgewicht    
  1. Platz Rosenberg SG Dynamo Rostock
  2. Platz Seehagen Motor Wolgast
  3. Platz Klinge SG Dynamo Rostock
       
  Weltergewicht    
  1. Platz Noh SG Dynamo Rostock
  2. Platz Szillat Lokomotive Wismar
  3. Platz Schenk BSG Dynamo Rostock
       
  Mittelgewicht    
  1. Platz Hartig II Lokomotive Wismar
  2. Platz Ziemann BSG Motor Wolgast
  3. Platz Block SG Dynamo Rostock
       
  Halbschwergeicht    
  1. Platz Hartig Lokomotive Wismar
  2. Platz Pleger BSG Motor Wolgast
  3. Platz Vitach HSG Greifswald
       
  Schwergewicht    
  1. Platz Speer SG Dynamo Rostock
  2. Platz Bludenweg BSG Motor Wolgast
  3. Platz Hannemann BSG Motor Wolgast

 

  Ergebnisse der Jugend:


  50,0 kg    
  1. Platz Rost Lokomotive Wismar
  2. Platz Porath Lokomotive Wismar
  3. Platz Quade II BSG Motor Wolgast
       
  55,0 kg    
  1. Platz Baade Lokomotive Wismar
  2. Platz Ronneberg SG Dynamo Rostock
  3. Platz Adolph Lokomotive Wismar
       
       


  -60,0 kg    
  1. Platz Lehnke HSG Greifswald
  2. Platz Sperber Lokomotive Wismar
  3. Platz Düwel HSG Greifswald
       
  -65,0 kg    
  1. Platz Zimmer Lokomotive Wismar
  2. Platz Glöckner BSG Motor Wolgast
  3. Platz Rochler HSG Greifswald
       
  -70,0 kg    
  1. Platz Rupp, Peter BSG Motor Wolgast
  2. Platz Zerk, Siegfried Lokomotive Wismar
  3. Platz Clemens SG Dynamo Rostock

 

  Berichterstatter: BFA Judo Rostock


  1 7 . 0 5 . 1 9 5 8 ; Judokas - Gäste des F S G T in Quen (Frankreich)


  Eine Gewerkschaftsauswahl der DDR folgte am 17.05.1953 einer Einladung der Sektion des FSGT, an den Jubiläumsveranstaaltungen zum 50jährigen Bestehen der Arbeitersportbewegung in Frankreich teilzunehmen. Es wurde Wiedersehen gefeiert mit schon alten Bekannten vorheriger Begegnungen und somit die bestehenden Freunschaftsbande zwischen uns und den fanzösischen Judokas noch enger geknüpft. Unser Aufenthalt in Paris fandgerade zu einer Zeit statt, wo sich jedes Mitglied unserer Delegation selbst überzeugen könnte von dem Kampfeswillens und Entschlossenheit der französischen Arbeiter, den faschistischen Käften den Weg zur Erreichung einer Diktatur in Frankreich zu versperren. So kann man nur mit Hochachtung von den fanzösischen Sportfreunden sprechen, da sie in jeder Situation immer wieder Zeit Fanden, die Veranstaaltungen zu organisieren und sich um uns zu sorgen.

 

 

  Die Solidarität in Paris anwesendenen internationalen Delegationen gegenüber dem FSGT war wohl das beste Geschenk, das man zum 50jährigen Jubiläum der Arbeitersportbewegung in Frankreich dargeboten hat. Daß es bei dieser Solidarität bleibt, dafür wollen wir weiterhin gemeinsam kämpfen.Die erste Veranstaltung fand am Sonnabend dem 17.05.1958 abends im St. Quen, einem Vorort von Paris statt. Die Sportstätte war von Zuschauern gut besucht und von den französischen Freunden schön ausgestaltet worden. Nach der Ansprache des Sportfreundes Godon, dem Verantwortlichen für Judo beim FSGT, wurden die Kämpfe begonnen, die mit einem 8 : 4-Erfolg für uns endeten.

 

  Die Kämpfe im einzelnen:

 

  Federgewicht Hempel, Helmut 1. DAN - Daligaux 1. Kyu 0 : 0


  Wir rechneten beim Sportfreund Helmut Hempel mit einem Sieg für unsere Mannschaft, da er bisher gegen französische Judokas mehrmals erfolgreich geämpft hatte.

Sein Gegner war darauf eingestellt worden, unbedingt unentschieden zu kämpfen. Die Defensive des Sportfreundes Daligaux verstand unser Kämpfer nicht zu durchbrechen und seine Stärke am Boden von ihm nicht angenutzt.


  Leichtgewicht Hempel, Henry 1. DAN - Ganel 2. DAN 0 : 0


  Ganel, der sonst in höheren Gewichtsklassen die französischen Fraben vertrat, kämpfte diesmal in der Leichtgewichtklasse. Unser Kämpfer widerstand erfolgreich den gefährlichen Aktionen des Ganel in den ersten Minuten, war jedoch davon beeindruckt, daß er selbst kaum zum Angriff überging


  Weltergewicht Bloek, Fritz 1. Kyu - Proust 1. Dan 1 : 0


  Mit seiner temperamentvollen Kampfesweise erwarb sich Bloek die Sympathien der Zuschauer. Er drängte seinen Gegner in die Defensive und nach einigen guten Ansätzen im Stand gelang es ihm, Proust durch Kesa-Gatame zu besiegen.


  Mittelgewicht Schubert, Helmut 1. DAN 0 : 0 Breton 2. DAN

 

  Beide Kämpfer verstanden es nicht, ihre angesetzten Techniken erfolgreich zu beenden. Breton begann den Kampf mit sehr gefährlichen Fußwürfen. Schubert stellte sich schnell darauf ein, aber es gelang ihm nicht, mit Fuß- und Schulterwürfen zum Erfolg zu kommen



  Halbschwergewicht Müller-Deck 1. DAN - Burger 3. Dan 0 : 0

 

  Burger, Höchstgraduierter seiner Mannschaft, versuchte mit Uch-Mata, Seoi-Nage, Harai-Tsuri-Komi-Ashi und Hane-Goshi zu erfolg zu kommen. Durch geschicktes Ausweichen gelang es Müller-Deck, den gefährlichen Würfen zu entgehen. Nacdem er Konditionsschwächen bei Burger mehrmals in gefährliche Situatinen


  Schwergewicht Horn, Wolfgang 1. Kyu - Lefere 2. DAN 0 : 0


  Horn verstand es, eine günstige Situation zu erarbeiten und Lefere mit einem gut ausgeführten Tai-Otoshi zu besiegen.

 

  Somit das Endergebnis von 8 : 4 fest. Wir wurden vom Veranstalter gebeten, daß in der weiteren Programmfolge vorgesehene Turnier ohne Gewichtsklassendurch Teilnehmer unserer Kämpfer zu beleben. An diesem Turnier nahmen neben den Kämpfern der beiden Mannschaften Mannschaften weitere französische Judoka und von uns außerdem noch der Sportfreund Alfon Neumann teil.

Den Sportfreunden , Alfons, Helmut Hempel und Wolfgang Horn gelang es, ins Semifinale zu kommen. Als Sieger dieses Turniers wurde dem Sportfreund Wolfgang Horn vom Veranstalter ein Pokal überreicht.

Besonders gefielen die Kämpfe Alfons Neumann - Lefevre und Henry Hempel - Proust, R.

 

 

Eine weitere Veranstaltung fand in Tours am 20.05.1958 statt, nachdem es den französischen Freunden gelungen war, für uns das Visum nach Tours zu bekommen.

Vor dem Kampf am Abend zeigten uns die französischen Judokas die Stadt unde anschließend wurden wir vom Bürgermeister empfangen und begrüßt. Der Empfang fand im "Palais de Sports" statt, eine Halle, die sich sehr gut für solche Sportveranstaltungen eignet.

Unsere Mannschaft stand einer Auswahl der Stadt Tours gegenüber. Die Veranstaltung war von ungefähr, tausend Zuschauern besucht. Diesen Vergleich gewannen unsere Judokas hoch mit 11 : 1


  Die einzelnen Ergebnisse:


  Einladungskampf Helmut, Hempel 1. Dan - Jonaunet 2. Kyu 1 : 0
  Federgewicht Neumann, Alfons 1. Dan - Gervaise 2. Kyu 1 : 0
  Leichtgewicht Hempel, Henry 1. Dan - Gady 1. DAN 1 : 0
  Weltergewicht Bloek, Fritz 1. Kyu - Merinac 2. Dan 1 : 0
  Mittelgewicht Schubert, Helmut 1. DAN - Scotta 1. Dan 1 : 0
  Halbschwergewicht Hans Müller-Deck, Hans 1.Dan - Houdebine 2.DAN 0 : 0
  Schwergewicht Horn, Wolfgang 1. Dan - Deleruel 1. Dan 1 : 0

 

  Redaktion Judo Herr Walter Ludwig und Sektion Judo


  1 8 . 0 8 . - 3 0 . 0 8 . 1 9 5 8 Lehrgang der Jugendspitze im Judo in Greiz

 

  Der für die Zeit vom 28.07.-09.08.1958 vorgesehene Lehrgang in Greiz wurde auf den 18.08.1958 verlegt.

Die DDR-Jugendkommission beschloß auf ihrer Tagung am 09.02.1958, daß die Lehrgangsteilnehmer nach, folgenden Richtlinien ausgesucht werden sollen. Da es sich um einen Lehrgang der Spitze (Jugend) handeln soll, wird nicht auf eine gleichmäßige Besetzung durch die Bezirke geachtet, sondern die besten Jugendlichen sollen teilnehmen. Gerade in den letzten sollen teilnehmen. Gerade in den letzten Jahren machte sich die leistungsgemäßig sehr unterschiedliche Besetzung des Jugendlehrgangs negativ auf den Unterricht und die Übungsstunden bemerkbar.

Die Auswahl für 1958 erfolgt durch den Trainer des Lehrgangs (Georg Lücke I. Dan), Grundlage bilden die gezeigten Leistungen beim Werner-Seelenbinder-Turnier1957 in Brandenburg, die Deutsche Einzelmeisterschaft der Jugend in Erfurt und die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im April in Magdeburg.


 

Es wird ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, daß auf diesem Lehrgang mehr auf die Verbesserung der Kampftechnik Wert gelegt wird. KYU-Training wird als Ergänzung durchgeführt. Aus diesem Grund ist festgelegt, daß die Teilnehmer mindest den IV. Kyu besitzen müssen. Sollte eine große Auswahl vorhanden sein, so werden auf jeden Fall höhere KYU-Grade bevorzugt.

Ich mache darum alle in Frage kommenden Jugendlichen Judokas und ihre Heimtrainer darauf aufmerksam, daß sie noch vor dem Lehrgang KYU-Prüfungen ablegen. Zu Beginn des Lehrgangs erfolgt eine Überprüfung..Sportfreunde, welche in der Praxis nicht beweisen können, daß sie die Würfe und Griffe entsprehend ihrer Graduierung geübt haben, müssen wieder abreisen. Es sind 25 Teilnehmer vorgesehen. Wichtig soll noch folgender Hinweis sein: Es werden nur Jugendliche berücksichtigt, welche noch zur Einzelmeisterschaft 1959 startberechtigt sind!" (Ausnahme: über 60 kg bis Mannschaft 1959.) Ich bitte alle Übungsleiter und Trainer, welche Jugendliche Judokas in ihrer Sektion haben und der Meinung sind, daß diese für den Lehrgang berücksichtigt werden, um folgende Meldung: : Name, Geburtsdatum, bisherige Erfolge, KYU-Grad, evtl. KYU-Grad bis zum 17.08. 1958, Gewichtsklasse, BSG und Beruf.

 

  Die Meldung muß bis zum 01.04.1958 bei mir eingetroffen sein, damit ich diese Jugendlichen besonders bei der Deutschen Meisterschaft im April in Magdeburg beobachtet beobachten kann, soweit sie daran teilnehmen.


  Berichterstatter: G e o r g L ü c k e Mitglied der DDR-Jugendkommission


  1 0 . S e p t e m b e r 1 9 5 8 "Judo-Turnier in Potsdam"

 

  Anläßlich der Zehnjahrfeier der Pädagogischen Hochschule Potsdam wurde im Rahmen eines Sportfestes ein Judoturnier durchgeführt.

Vormittaags trafen die Mannschaften von Motor Wolgast, Wissenschaft Bornim und Wissenschaft Potsdam aufeinanderSpannende und faire Kämpfe machten dieses Treffen zu einem schönen Erlebnis. Der von vielen erwartete harte Kampf zwischen Arno Kroll von Motor Wolgast (2. Kyu) und Wolfgang Broege von der HSG Wissenschaft Potsdam (2. Kyu) konnte der Sportfreund Broege überraschend schnell durch einen prächtigen Fußwurf entscheiden.


  Hier die Ergebnisse der Mannschaften


  Wissenschaft Bornim - Motor Wolgast 8 : 4
  Wissenschaft Potsdam - Motor Wolgast 10 : 2
  Wissenschaft Potsdam - Wissenschaft Bornim 8 : 4

 

  Am Nachmittag wurde noch ein Einzelturnier durchgeführt. Hier waren es vor allen Dingen die kampfstarken Judokas von Wissenschaft Berlin, die den größten Teil der Plätze belegten. Nur im Leichgewicht konnte der Sportfreund Rainer Sobisch von der BSG Wissenschaft Bornim den Turniersieg erringen und im Schwergewicht der Sportfreund Eugen Reibis von der HSG Wissenschaft Potsdam. Sportfreund Sobisch war im Federgewicht Bezirksmeister geworden und Eugen Reibis im Schwergewicht. Beide unterstrichen mit dem Erfolg bei diesem Turnier nochmals ihre Stärke.

Alle Kämpfe wurden von den Sportfreunden Dr. Lauenstein und Hering hervorragend geleitet.


  Berichterstatter: Jürgen Raeuber

 

  1 4 . 0 9 . 1 9 5 8 Judo-Einzelmeisterschaften des Kreises Potsdam

 

  Am 14. September führte der Kreisfachausschuß Potsdam die Kreis-Einzelmeisterschaften 1958 durch. Es beteiligten sich etwa 30 Sportfreunde aus den Sektionen der Wissenschaft Bornim. Wissenschaft Potsdam (Pädagogische Hochschule) und Vorwärts Stahnsdorf. Leider hatten Vorwärts Geltow und Dynamo Potsdam nicht gemeldet. Die Veranstaltung wurde in Bornim voor dem judointressierten Bornimer Publikum durchgeführt. Der Zuschauerraum war bis auf den letzten Platz gefüllt. Die etwa 200 Gäste wurden nicht enttäuscht; es wurden harte, aber faire Kämpfe von guten technischen Neveau gezeigt. Der Gesamtrahmen der Veranstaltung war ebenfalls gut; Von Beginn der Kämpfe an bis zur abschließenden Siegerehrung herrscht eine vorbildliche Sportdisziplin. Zur Siegerehrung waren alle Sportfreunde in Sportbekleidung angetreten, und auch das Puplikum blieb restlos auf den Plätzen bis zum abschließenden "Sport frei".Auf diese Umstände sei besonders hingewiesen, weil es einen unschönen Eindruck macht, wenn Kämpfer zur Siegerehrung nicht mehr anwesend sind, oder in der buntesten Aufmachung antreten, ein Teil mit Schlips und Kragen, andere im Trainingsanzug oder in Judokleidung. "Die Urkunden werden nachgereicht" ist fast zu einem geflügelten Wort bei Judoturnieren geworden (u.a. fehlen z. B. heute noch die Urkunden der Bezirks-Einzelmeisterschaften im Bezirk Potsdam vom vergangenen Jahr und die Urkunden des Turniers in der Dynamohalle in Berlin) Der KFA hatte für alle Plätze die Urkunden drucken lassen von einer technischen Zeichnerin des Instituts für Landtechnik wurden nur noch die Namen eingetragen; es wurden also Urkunden ausgehändigt, die man auch anderen zeigen kann (zur Nachahmung empffohlen).

Aus diese Äußerlichkeiten können werben oder abstoßen. Leider wird hierauf auch bei größeren und wichtigeren Veranstal-u-tungen oft nicht der notwendige Wert gelegt.

Die meisten Kämpfe wurden durch zum Teil sehr gut ausgeführte Würfe entschieden. Ohne auf die Einzelheiten jedes einzelnen Kampfes einzugehen, sei auf den besonders ansprechenden Kampf zwischen Kerber (I. Kyu Bornim) und Wolfgang Broege (2. Kyu, Potsdam) im Weltergewicht hingewiesen. Hier folgte buchstäblich ein Wurfansatz dem anderen, bis Broege nach etwa zwei Minuten durch Wurf unterlag. Außer den genannten konnten durch gute Wurftechnik die Sportfreunde Sobisch (Bornim). Leider (Bornim) Dittmar (ASG und Reising (Bornim Kämpfe entscheiden.


  Es kam zu folgenden Placierungen:

 

  Federgewicht      
  1. Platz Sobisch (2. Kyu) Wissenschaft Bornim
         
  Leichtgewicht      
  1. Platz Sorgatz (5. Kyu) Wissenschaft Potsdam
  2. Platz Mlodzian (5. Kyu) Wissenschaft Potsdam
         
  Weltergewicht      
  1. Platz Kerber (1. Kyu) Wissenschaft Bornim
  2. Platz Raeuber (4. Kyu) Wissenschaft Bornim
  3. Platz Broege (2. Kyu) Wissenschaft Potsdam
         
  Mittelgewicht      
  1. Platz Leider (2. Kyu) Wissenschaft Bornim
  2. Platz Fricke (4. Kyu) Wissenschaft Potsdam
  3. Platz Philipp (2. Kyu) Wissenschaft Bornim
         
  Halbschwergeicht      
  1. Platz Becker (3. Kyu) Wissenschaft Bornim
         
  Schwergewicht      
  1. Platz Krause (3. Kyu) Wissenschaft Bornim

 

  Ein kleiner Kreis hat mit dieser Meisterschaft gezeigt wie man derartige Veranstaltungen vorbereiten undd organisieren kann, damit sie für Kämpfer und Zuschauer reibungslos verlaufen.

 

  Berichterstatter: Dr. Lauenstein

 

  1 4 . 0 9 . 1 9 5 8 Bezirksmannschaftsmeisterschaften im Judo in Weimar
  Bezirk Erfurt

 

  Mit Erfolg führte der Bezirksfachausschuß Erfurt am 14.09.1958 seine diesjährliche Mannschaftsmeisterschaften im Judo durch. Als Austragungsort wurde Weimar festgelegt, da dortt ein weiterer Kreis von Anfängern für unsere Sportart gewonnen werden sollte und dabei die Werbung Jugendlicher im Vordergrund stand. Wenn auch die gesamte Veranstaltung einige Mängel hatte, wie z. B. verspätete Beginn, Mannschaftsauwahl usw., wurden alle Anwesenden von den Kämpfen zufriedengestellt.

Ihre Teilnahme an diesen Meisterschaften hatten vier Mannschaften zugesichert.


  Zu den Kämpfen selbst:

  Durch Auslosung wurden folgende Reihenfolge festgelegt:


  1. Dynamo Weimar - Dynamo Erfurt
  2. Dynamo Weimar - Medizin Erfurt
  3. Dynamo Erfuurt - Medizin Erfurt

 

  Dabei wurden folgende Einzel- und Gesamtergebnisse erzielt:

 

  1. Block Jeschke - Labitzke 1 : 0
    Ruhsam - Windecker 0 : 0
    Wiesner - Zornkow 1/5 : 0
    Erthel - nicht angetreten 1 : 0
    Schmeißer - Scholz 0 : 1
    nicht angetreten - Müller 0 : 1
        Gesamtergebnis: 7 : 5
           
  2. Block Jeschke - nicht angetreten 1 : 0
    Ruhsam - Heusel 0 : 0
    Wiesner - Pape 0 : 1
    Erthel - Dunkel 1 : 0
    Schmeißer - Ritz 0 : 1
    nicht angetreten - Kopatzki 0 : 1
        Gesamtergebnis: 5 : 7
           
  3. Block Labitzke - nicht angetreten 1 : 0
    Windecker - Heusel 1 : 0
    Zornkow - Pape 0 : 1
    nicht angetreten - Dunkel 0 : 1
    Scholz - Ritz 0 : 1/2
    Müller - Kopatzki 1 : 0
        Gesamtergebnis: 4 : 8

 

  Auf Grund dieser Ergebnisse ergab sich folgendes Bild


  1. Medizin Erfurt 4 : 0
  2. Dynamo Weimar 2 : 2
  3. Dynamo Erfurt 0 : 4

  Berichterstatter: Willy Hunger


  0 3 . 1 0 . 1 9 5 8 Judo Einzelmeisterschaften des Bezirkes Erfurt


  Die Bezirks-Einzelmeisterschaften am 03.10.1958 in Erfurt zeigten, daß der Judo-Kampfsport im Bezirk Erfurt einen großen Aufstieg aufzuweisen hat, gemessen an den Meisterschaften anderer Jahre. Es nahmen 42 Sportfreunde teil.

Diese Anzahl von Kämpfern war bisher in keinem Jahr zu verzeichnen und auch in der Qualität der Kämpfe hat sich einiges verändert.


  Die neuen Bezirksmeister sind:


  Jugend:


  -40,0 kg    
  1. Platz Könemund SG Dynamo Erfurt
       
  -50,0 kg    
  1. Platz Courrier BSG Medizin Erfurt
       
  -55,0 kg    
  1. Platz Eisenkrätzer SG Dynamo Erfurt
       
  -60,0 kg    
  1. Platz Günter SG Dynamo Erfurt
       
  -65,0 kg    
  1. Platz Hermann BSG Medizin Erfurt
       
  -70,0 kg    
  1. Platz Engelbrecht SG Dynamo Erfurt
       
  -75,0 kg    
  1. Platz Geinitz SG Dynamo Erfurt

 

  Männer:


  Federgewicht    
  1. Platz Jeschke SG Dynamo Weimar
       
  Leichtgewicht    
  1. Platz König BSG Motor Eisenach
       
  Weltergewicht    
  1. Platz Kindler BSG Lokomotive Weimar
       
  Mittelgewicht    
  1. Platz Mäusemann BSG Medizin Erfurt
       
  Halbschwergeicht    
  1. Platz Maulhardt BSG Medizin Erfurt
       
  Schwergewicht    
  1. Platz Müller SG Dynamo Erfurt


  Berichterstatter: Sportfreund Kehl

 

  1 1 . u n d 1 2 . 1 0 . 1 9 5 8 Bezirkseinzelmeisterschaften der Jugend und
  Männer im Bezirk Leipzig

 

  Je 3 Meistertitel für Schmölln und der DHFK Leipzig

 

  Im Bezirk Leipzig wurden am 11./12. Oktober 1958 die Einzelmeisterschaften der Jugend
  und Männer durchgeführt.

 

  Bei der Jugend bewarben sich 54 Judokas um die Titel, und es gab in allen Gewichtsklassen außer bis 40,0 kg und über 75,0 kg schöne und spannende Kämpfe, vor allen in der 60,0 kg-Klasse

 

  Jugend:

 

  40,0 kg    
  1. Platz Schneider Lokomotive-Mitte Leipzig
       
  45,0 kg    
  1. Platz Grennke BSG Motor Schmölln
       
  50,0 kg    
  1. Platz Schanner BSG Motor Schmölln
       
  55,0 kg    
  1. Platz Wiebel BSG Motor Schmölln
       
  -60,0 kg    
  1. Platz Wiesner Medizin Markleeberg
       
  -65,0 kg    
  1. Platz Dahl BSG Motor Altenburg
       
  -70,0 kg    
  1. Platz Richter SC DHFK Leipzig
       
  -75,0 kg    
  1. Platz Hartig SC DHFK Leipzig
       
  +75,0 kg    
  1. Platz Berg SG Dynamo Leipzig


  Bei den Männern stellten sich 92 Judokas des Mattenleitern Jahn, Kurt, Pollak, Kalisch Pfaffe, Schulze zum Kampf.

Es waren viele bekannte Judokas dabei, die mit großer Mattenerfahrung in den Kampf gingen.Alte routinierte Kämpfer standen vielen jungen und neuen Bewerbern um den Titel eines Bezirksmeisters gegenüber, die aber ihr Können aufwenden mußten, um am Ende mit vorn zu sein.

Nach fairen und spannenden Kämpfen konnten sich in den einzelnen Gewichtsklassen folgende Judokas die ersten Plätze erkämpfen::


  Männer:

 

  Federgewicht    
  1. Platz Schneider Lokomotive-Mitte Leipzig
  2. Platz Schulze Lokomotive-Mitte Leipzig
  3. Platz Stüwe Lokomotive-Mitte Leipzig
       
  Leichtgewicht    
  1. Platz Sturm, Hubert Sportclub DHFK Leipzig
  2. Platz Thomä Lokomotive-Mitte Leipzig
  3. Platz Ernst Lokomotive-Mitte Leipzig
       
  Weltergewicht    
  1. Platz Kitmiridis Sportclub DHFK Leipzig
  2. Platz Gröger BSG Motor Schmölln
  3. Platz Schneider Sportclub DHFK Leipzig
       
  Mittelgewicht    
  1. Platz Ullrich Medizin Markleeberg
  2. Platz Kosche Motor Gohlis Nord
  3. Platz Pelka Lokomotive-Mitte Leipzig
       
  Halbschwergeicht    
  1. Platz Müller-Deck, Hans SC DHFK Leipzig
  2. Platz Bobeczik Lokomotive-Mitte Leipzig
  3. Platz Fehst Medizin Markleeberg
       
  Schwergewicht    
  1. Platz Horn, Wolfgang Lokomotive-Mitte Leipzig
  2. Platz Zeuner BSG Motor Schmölln
  3. Platz Döhler Lokomotive-Mitte Leipzig


  Berichterstatter: H. Götz

 

  - B e g i n n 1 9 5 9 -

 

  0 1 . M ä r z 1 9 5 9 Bezirkseinzelmeisterschaften in Rostock

 

  Am 01. März 1959 fanden mit einer Beteiligung von rund 50 Judokämpfern die Einzelmeisterschaften der Männer des Bezirkes Rostock statt Im allgemeinen kann man über diese Meisterschaft sagen: Judosportler des Bezirkes Rostock sind in Technik und Leistung besser geworden. Besaß vor zwei Jahren nur ein Sportler des dritten Kyu, standen diesmal schon Braungurtträger, wie Seehagen von Wolgast, auf der Matte. Stark verbessert zeigte sich der nun im Mittelgewicht startende Moh von Dynamo Rostock, der seine Siege durch blitzschnell angesetzte Würfe erkämpfte. Trotzdem konnte sich Hartig von Lokomotive Wismar noch vor ihm placieeren. Als besten Kämpfer der Meisterschaft kann man den im Weltergewicht kämpfenden Szillat, Edgar von Lokomotive Wismar bezeichnen, der jeden Kampf gewinnen konnte und so ungeschlagen zum Meistertitel kam. Im Schwergewicht wurde noch zu sehr mit Kraft gekämpft, trotzdem lassen die Uchi-Mata-Versuche der Wolgaster Schwergewichtler berechtigte Hoffnungen auf weitere Verbesserung der Technik zu.. Äußerst schlecht war die Kampfrichterfrage von Arno Kroll gelöst worden, der als einziger Kampfrichter fungierte. Es ist für eine Bezirksmeisterschaft untragbar, wenn nach den neuen Kampfregeln gekämpft wird und nur ein Kampfrichter anwesent ist, der noch sine eigene Kampfmannschaft zu betreuen hatte. Dieser Umstand war die größte Schwäche des Turniers. Es muß unbedingt - auch von Seiten des DJV der DDR - für die Heranbildung von Kampfrichtern gesorgt werden.


  Die Einzelergebnisse der Bezirkseinzelmeisterschaften in Rostock 1959

  Federgewicht    
  1. Platz Weber BSG Motor Wolgast
  2. Platz Nowakowski BSG Lokomotive Wismar
       
  Leichtgewicht    
  1. Platz Seehagen BSG Motor Wolgast
  2. Platz Krüger SG Dynamo Rostock
       
  Weltergewicht    
  1. Platz Szillat, Edgar Lokomotive Wismar
  2. Platz Schulz SG Dynamo Rostock
       
  Mittelgewicht    
  1. Platz Hartig Lokomotive Wismar
  2. Platz Moh Dynamo Rostock
       
  Halbschwergeicht    
  1. Platz Kutschke Dynamo Rostock
  2. Platz Wittack HSG Rostock
       
  Schwergewicht    
  1. Platz Spehr Dynamo Rostock
  2. Platz Hanemann BSG Motor Wolgast


  Bericht von Arno Kroll BSG Motor Wolgast

 

  M ä r z 1 9 5 9 Die Einzelergebnisse der Bezirkseinzelmeisterschaften in Potsdam

 

  Zwei Bezirksmeister verteidigten Titel mit Erfolg, Eine Woche nach den Kreismeisterschaften fanden im März in Bornim Bezirk Potsdam die Bezirkseinzelmeisterschaften statt. Vor einem sehr intressierten Publikum ermittelten die 40 Teilnehmer ihre Meister in den sechs Gewichtsklassen. Lediglich im Federgewicht und im Schwergewicht konnten die alten Bezirksmeister wieder zu Titelehren kommen. Sportfreund Bölke Vorjahrssieger im Mittelgewicht, konnte sich auch im Halbschwergewicht sicher durchsetzen. Stark verbessert zeigten sich die Kämpfer von Stahl Hennigsdorf. Weniger erfreulich ist daß die Sportfreunde Kerber und Andrä, beide Kreimeister des Kreises Potsdam, ohne Grund den Bezirksmeistersschaften fernblieben.


  Einzelergebnisse der Bezirkseinzelmeisterschaften in Potsdam 1959


  Federgewicht    
  1. Platz Sobisch Wissenschaft Bornim
  2. Platz Krebs Einheit Glienicke
  3. Platz Fritz Wissenschaft Potsdam
       
  Leichtgewicht    
  1. Platz Thierling Motor-Nord Brandenburg
  2. Platz Göring Dynamo Königswusterhausen
  3. Platz Nippert Einheit Glienicke
       
  Weltergewicht    
  1. Platz Raeuber Wissenschaft Potsdam
  2. Platz Heinze, Rüdiger Empor Oranienburg
  3. Platz Rothe Motor-Nord Brandenburg
       
  Mittelgewicht    
  1. Platz Kobus Stahl Hennigsdorf
  2. Platz Leow Motor Nord Brandenburg
  3. Platz Wasner Wissenschaft Bornim
       
  Halbschwergewicht    
  1. Platz Bölke Motor Nord Brandenburg
  2. Platz Ballnus Stahl Hennigsdorf
  3. Platz Scholz Stahl Hennigsdorf
       
  Schwergewicht    
  1. Platz Reibis Wissenschaft Potsdam
  2. Platz Bauer Motor Ludwigsfelde
  3. Platz Janura Motor Ludwigsfelde

 

  Bericht von Jürgen Raeuber

 

  M a i 1 9 5 9 Meisterschaften der NVA Luft in Jänschwalde

 

  Jänschwalde, ein kleiner Ort kurz hinter Cottbus, war diesmal als Austragungsort für die Bestenermittlung im Judo der Luftstreitkäfte und Lufverteidigung ausgewählt worden. Diese Veranstaltung hat bestimmt dazu beigetragen, neue Interessenten für unsere Sektion (Sportart) zu werben. Nach der Eröffnung dieser Bestenermittlung durch den Standortältesten gab Herbert Ehrlich als verantwortlicher Kampfrichter die Matte für die Kämpfe frei. In den einzelnen Gewichtsklassen die nicht alzu stark besetzt waren, gab es teils sehr erbitterte Kämpfe um den Sieg, besonders im Halbschwergewicht entschied erst der letzte Kampf um den ersten bis dritten Platz. Fast sah es so aus, als ob der "Neuling" Winfried Donner seine Übungsleiter Helmut Sokol noch durch einen Festhaltegriff auf den Ehrenplatz verweisen wollte, aber dann drehte Helmut wirlich in letzter Sekunde den Spieß um und gewann, ebenfalls durch Haltegriff Kampf und den Titel.

 

  Die Einzelergebnisse der NVA-Luft in Jänschwalde 1959


  Federgewicht      
  1. Platz Meyer Günter Kamenz
  2. Platz John Peter Drewitz
  3. Platz Kernchen Klaus Drewitz
         
  Leichtgewicht      
  1. Platz Netzold Helmut Drewitz
  2. Platz Wagner Dieter Kamenz
  3. Platz Bösch Uwe Drewitz
         
  Weltergewicht      
  1. Platz Reizenstein Peter Kamenz
  2. Platz Muthmann Helmut Kamenz
  3. Platz Radandt Udo Dresden
         
  Mittelgewicht      
  1. Platz Wachsmann Günter Drewitz
  2. Platz Karos Horst Kamenz
  3. Platz Sandmann Dieter Drewitz
         
  Halbschwergeicht      
  1. Platz Sokol Helmut Drewitz
  2. Platz Elsner Heinz Doberlug-Kirchhain
  3. Platz Donner Winfried Drewitz
         
  Schwergewicht      
  1. Platz Scholz H.-Joachim Kamenz
  2. Platz Doll Gerhard Drewitz


Bericht Margot Greif


3 1 . M a i 1 9 5 9 Wissenschaft Berlin - Aufsteiger zur Oberliga


Am 31. Mai 1959 fanden in Berlin die Kämpfe der DDR-Liga, Gruppe A statt. Zu dieser Gruppe gehören die Mannschaften Motor Brandenburg Nord, SC Dynamo Berlin II, Empor Nord Berlin und die Aufsteiger Turbine Wasserwerke Berlin und Motor Süd/Ost Magdeburg II. Da Motor Brandenburg Nord und der SC Dynamo Berlin II nicht antraten, Magdeburg II ohnehin nicht in die Oberliga aufsteigen konnte, da die erste Mannschaft bereits Mitglied derselben ist, kam nur eine der ehemaligen Oberliga-Mannschaften, Turbine, Wissenschaft oder Empor, für den Aufstieg in Frage. Nach einem 10:2 gegen Turbine Wasserwerke Berlin und einem 8:4 gegen Empor Nord Berlin gelang der Aufstieg zur Oberliga der HSG Humblod Berlin

 

  1 9 5 9 Wir stellen vor: " H U B E R T S T U R M " Wissenschaft DHFK Leipzig
  1959 Seite 9


  Mit "Hubert Sturm" stellen wir nicht nur einen erfolgreichen Judoka vor, sondern, auch einen unserer jungen hoffnungsvollen Menschen, die die von unseren Staat gebotenen Möglichkeiten mit eisernen Fleiß und Willen nutzen. Hubert Sturm, der eigentlich gelernter KFZ-Schlosser ist, kam über die ABS zum Studium an die DHFK. Diese wir er 1960 als Diplom Sportlehrer im Alter von 25 Jahren verlassen. Seit 1953 betreibtt er Judo. Rund 123 Kämpfe hat er absolviert, von denen er die überwiegende Mehrzahl - besonders in letzter Zeit - siegreich gestaltenkonnte. Viermal errang er den Titel eines Bezirksmeisters in der Judohochburg Leipzig. Bei den Einzelmeisterschaften der vergangenen Jahre klappte es nie so recht; immer kam etwas dazwischen, so daß keiner seiner Leistung entsprechender Platz heraussprang. Dieses Jahr gelang der große Wurf; er wurde Deutscher Meister im Leichtgewicht. Seit 1956 besitzt dieser mit so vielen guten Eigenschaften ausgestattete und doch bescheidene Sportler den 1. DAN. Es nimmt nicht wunder, daß er mit Funktionen reichlich gedacht ist. Er ist Übungsleiter für Kinder an der DHFK, Mitglied der Jugendkommission des DJV, Vorsitzender der Jugendkommission im BFA Leipzig. Klar zu sehen, saß er auch hier als Erzieher wirkt. Es ist überhaupt sein Ziel. wie er uns sagte, einmal Trainer in einem Judoschwerpunkt zu werden. "Wenn ich das Glück habe", fügte er hinzu. Wir sind gewiß, daß es weniger eine Glückssache ist, sondern daß sein reiches Wissen und seine ganze Persönlichkeit dafür sprechen, ihm später eine solche Aufgabe anzuvertrauen.

 

  2 3 . 0 3 . - 0 7 . M ä r z 1 9 5 9 Lehrgang in Werdau für Übungsleiter

 

  In der Zeit vom 23. Februar bis 07. März 1959 wurde von der Sportschule "Kurt Schlosser" in Werdau im Auftrage des Deutschen-Judo-Verbandes ein Lehrgang für Übungsleiter durchgeführt. Die eingeladenen Sportfreunde aus den Bezirken der Republik waren pünktlich erschienen, nur der DJV stellte keinen keinen Lehrgangsleiter aus dem Kreis der DAN-Träger. Durch die Eigenintiative des Lehrgangskollektivs und der Schulleitung wurde beschlossen, den Sportfreund Naumann vom ASK Vorwärts Neubrandenburg mit der Leitung des Lehrgangs zu beauftragen. Diese Lösung schaffte aber nicht den Mangel an Verantwortungsbewußtsein der für den Lehrgang verantwortlichen Fünktionäre aus der Welt. Aller Wahrscheinlichkeit nach befanden sich die Funktione in einen sehr langen Winterschlaf; denn wir möchten nur daran erinner, daß im Herbst vorigen Jahres bei einen-Lehrgang in Greiz ähnlichen passierte.Gerade jetzt in der Zeit des Aufbaus unserer sozialistischen Sportbewegung können w2ir es uns nicht erlauben, die Förderung des des Nachwuchses zu vernachlässigen.Oder ist es vielleich keineVernachlässigung, wenn die Heranbildung von Übungsleitern fast verhindert wird? Sind es nicht gerade diese, die den klassenbewußten Nachwuchs für unsere Sportbewegung heranbilden.

 

  Wir Sportler des Lehrganges fordern vom Trainerrat, daß dieser entsprechende Schlußfolgerungen zieht und öffentlich zu dem Problem der Verantwortlichkeit bei der Förderung des Nachwuches Stellung nimmt. Zu Lehrgang selbst ist zu sagen, daß dieser mit großer Unterstützung der Schulleitung reibungslos verlief und die gesetzten Leistungen erreicht wurden. Leider konnte die angesetzte Gürtelprüfung nicht durhgeführt werde, da man von Seiten des DAN-Kollegiums, daß zur Zeit des Lehrganges in Leipzig zusammentraf, keinen Sportfreund nach Werdau entsandte.

 

  Verfasser dieses Artikels: Werner Ohlenburg

 

  "Hier spricht der Trainerrat des DJV der DDR" 1 9 5 9


  1. Bei der am 12. Mai 1959 durchgeführten Trainerratstagung legte der
  Sportfreund Krysiak (Wismut Freital) vor der DAN-Kommission die Prüfung
  zum 1. DAN mit Erfolg ab.


  2. Erziehungsmaßnahmen des Trainerrates

 

  Laut einstimmigen Beschluß des Trainerrates vom 12. Mai 1959 wurde der Sportfreund Becker, Hans SG Dynamo Berlin-Mitte ab sofort bis auf weiteres seiner Funktion als Mitglied des Trainerrates und der DAN-Prüfungskommission des DJV enthoben.

 

  Begründung: Sportfreund Hans Becker veranlaßte die Neuausstellung eines Mitgliedsbuches für den Sportfreund Pohl, Jürgen, ohne daß das alte Mitgliedsbuch des P. mit der ordnungsgemäßen Abmeldung der HSG Wissenschaft DHFK Leipzig vorlag. Außerdem ließ er den Sportfreund Pohl trotz des ihm bekannten Umstandes ( Nichtabmeldung usw.) am 15. März 1959 zur Berliner Meisterschaft starten. Ferner verstieß er gegen die Beschlüsse des Trainerrates, indem er Gürtelprüfungen vornahm, ohne daß die Beführwortung bzw. die Genehmigung des Betreffenden Trainers vorlag. Auf seiner Tagung am 12. Mai 1959 stellte der Trainerrat in einer Aussprache mit dem Hans Becker fest, daß der Sportfreund Becker sich nicht so vorbildlich verhalten hat, wie man es von einem Mitglied des Trainerrates erwarten muß, da er seine Erziehungsmaßnahmen grob vernachlässigte.

 

  Betreff: Graduierungen

 

  1. Den 5. Kyu kann nur der Sportler ablegen, der mindestens ein halbes Jahr Mitglied des DTSB ist (Maßgebend ist das Eintrittsdatum im Sportausweis.)

 

  2. Von einem Kyu zum anderen muß ein halbes Jahr vergangen sein. (Auch bei Klubs und längeren Lehrgängen.)

 

  3. Alle Sonderbestimmungen werden hiermit aufgehoben. Inkrafttreten der Bestimmungen mit Veröffentlichung

 

  Betreff : Änderung des Wettkampfmodus

 

  Bei seiner kritischen Einschätzung der diesjährigen Europameisterschaften kann der Trainerrat zu dem Entschluß, ab 1960 die Einzelmeisterschaften des DJV im K.-o.-System auszutragen. Die Bezirke tragen ihre Meisterschaften wie bisher mit vier Minuspunkten aus. Die Erstplazierten ( die festgelegte Anzahl wie bisher zur Vorrunde) nehmen an den Deutschen Meisterschaften teil.Die Kernmannschaft von 1959 nimmt somit bereits an den Bezirkseinzelmeischaften 1960 Teil Ein Setzen erfolgt nicht. Der Trainerrat kam zu diesem Entschluß, um erstens das Leistungs- und technische Niveau zu heben und zweitens Die Bedingungen schaffen, wie sie zur Europameisterschaaften üblich sind.

 

  Wir stellen vor: " E R N S T L A S S A H N 1. DAN " BSG Empor Nord Berlin 1959 Seite 7

 

  Unser Porträt "Ernst Lassahn"

 

  Wenn ein 48jähriger Sportler auf eine fas 30jährige Judolaufbahn zurückblicken kann, so ist das eine bemerkenswerte Leistung. Wenn sich damit auch noch großartige Erfolge verbinden, dann ist das höchster Anerkennung wert.

Unser Ernst Lassahn ist mit der Entwicklung des Judosportes unserer Republik fest verbunden.. Nicht nur in seiner Tätigkeit beim Staatlichen Komitee für Körperkultur und Sport und jetzt beim DTSB hat er zum Wahle unserer Judokas gewirkt, sondern auch als Funktionär in seiner Berliner BSG (Empor Nord) und im Präsidium der Sektion Judo bzw. des DJV. Viele Sportler im In- und Ausland haben ihn in seiner Tätigkeit als Generalsekretär schätzen gelernt.

Ernst Lassahn ist einer unserer berufensten Vertreter bei den Tagungen der EJU. Mehrmals war er Delegationsleiter unserer unserer Auswahlmannschaft bei internationalen Starts. Sicher können sich noch viele Leser an seinen Bericht über die Chinareise unserer Gewichtheber erinnern, die er als Delegationsleiter begleitete.

Schon über 5 Jahre besitzter den 1. DAN.. Er war früher und auch nach dem Kriege mehrmals Berliner Meister. 1933 war er Deutscher Meister; nach dem Kriege gehörte er zu unseren besten Mittelgewichtlern. Bei den DDR-Meisterschaften belegte er damals einen für sein Alter beachtlichen zweiten Platz, was für sein Können spricht.


  Deutscher Judo-Verband der DDR 1959

  Wer macht es ihr nach? " W A L T R A U D L E I S T N E R " 1. Dan beim Lergang
  in Werdau für Kampfrichter

  Vom 28. September bis 3. Oktober 1959 hatten sich in der Sportschule "Kurt Schlosser" in Werdau 14 männliche und der erste weibliche Judoka zum Erwerb der Kampfrichterlizenz (Bezirk oder DDR) eingefunden.

Der Leiter des Lehrganges, Sportfreund Herber Ehrlich 1. DAN war ständig bemüht, die Teilnehmer mit allen anfallenden Arbeiten in der Theorie und Praxis eines Kampfrichters vertraut zu Machen. Seine reichen Erfahrungen als Wettkämpfer und Kampfrichter kamen dabei allen Teilnehmern zugute.

In sehr anschaulichen Demonstrationen wurden bessonders die Kaeshi-Waza behaandelt, weil sie sehr oft ein Problem der Kampfbeurteilung gewesen sind.

Zu Beginn des Lehrganges waren alle Judokas sich darüber einig, ihre ganze Kraft für das Gelingen einzusetzen; so konnte am Ende des Lehrganges die erfreuliche Bilanz gezogen werden, daß alle Judokas den Leehrgang beendet hatte.


 

Besonders stolz warendie Teilnehmer darauf, den ersten weiblichen Anwärter für die Kampfrichterlizenz (Sportfreundin Waltraud Leistner 1. DAN) in ihrer Mitte zu haben. Alle Lehrgangsteilnehmer gratulierten "ihrer Waltraud" nochmals aufs herzlichste und wünschen ihr für die Arbeit auf der Matte viel Erfolg.

Als Geburtstagsgeschenk zum 10. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik beteiligten sich alle Lehrgangsteilnehmer an zweistündigen Arbeitseinsatz in der LPG Werdau-Leubnitz beim Offenstallbau.

 

  Geschrieben: Gerhardt Biesel


  Wir stellen vor: " W I L L I L O R B E E R 2. DAN " ASK Vorwärt Berlin 1959 Seite 7

 

  Der Sportfreund "Willi Lorbeer ist allen Judokas der DDR ein Begriff. Sein Name ist verbunden mit dem des "ASK Vorwärts Berlin" und seinen Erfolgen.

Er feierte in diesem Jahr sein 25jähriges Judojubiläum.

Im Jahre 1934 fing er im Sportverein Ost Berlin seine Laufbahn an. Dort trainierte er zusammen mit dem unvergeßlichen "Werner Seelenbinder, der als Schwergewicht ab und zu in der Judomannschaft kämpfte. Eine längere Pause ergab sich für ihn durch den 2. Weltkrieg .

1950 trainierte "Willi Lorbeer" die Sportvereinigung "Lokomotive Leipzig" als Übungsleiter. 1954 erreichte die Mannschaft des SC Lok. Leipzig den zweiten Platz bei der DDR-Mannschaftsmeisterschaft den 2. Platz. Der Sportfreund Lorbeer kämpfte damals als Leichtgewichtler in der Mannschaft.

1950 - 1954 war der Spfr. Lorbeer außerdem Trainerratsvorsitzender und Bezirkslehrwart des Bezirkes Leipzig.

Im Oktober 1956 kam der Sportfreund Lorbeer zum ASK. Die Mannschaft des ASK nahm unter der Leitung des Trainers Willi Lorbeer einen steilen Aufstieg.

1957: 4. Platz Deutsche Mannschaftsmeisterschaften

1958: 2. Platz Deutsche Mannschaftsmeisterschaften,

1959: 1. Platz Deutsche Mannschaftsmeisterschaften,

Auch vier Deutsche Meister- Neumann, Alfons, Becker, Helmut Becker, Niemann, Herbert, Gegeist - brachte der Sportfreund Willi Lorbeer heraus.

Der Sportfreund Willi Lorbeer ist als Mitglied des Trainerrates und in der DAN-Prüfungskommission tätig.

Wir hoffen und wünschen, daß der Sportfreund Willi Lorbeer noch viele erfolgreiche Judo-Jahre als Trainer tätig sein wird.

 

  Geschrieben für den DJV: Günter Scheidlock


  1 9 5 9 , Bekanntmachungen - Deutscher Judo-Verband

 

  Bei der Jahresauswertung des Trainerrates des DJV wurde folgender Beschluß gefaßt:

 

1. Dem Sportfreund Georg Lücke wird der 1. Dan aberkannt . Er wird auf den 1. Kyu zurückgestuft.

2. Das Präsidium des DJV und der Trainerrat sprechen dem Sportfreund Georg Lücke die Befähigung ab, als Trainer oder Übungsleiter in der sozialistischen Sportbewegung wirken zu können.

Begründung:

Nachdem wir in den vergangenen Jahren mit dem Sportfreund Georg Lücke in erzieherischer Hinsicht immer wieder Schwierigkeiten hatten, mußten wir uns erneut im Präsidium und Trainerrat mit seinen diszplinlosen Verhalten anläßlich des Werner Seelenbinder-Gedenkturnier beschäftigten. Die Aussprache ergab, daß Sportfreund Georg Lücke in den vergangenen Jahren nicht die notwendigen Schlußfolgerungen aus den kameratschaftlichen Hinweisen des Trainerrates und der Präsidiumsmitglieder gezogen hat

Er versucht nach wie vor, seine Meinung als die absolut rictige durchzusetzen, auch auf die Gefahr hin, in Widerspruch zu den Satzungen. des DJV zu geraten.

Das Verhalten des Sportfreundes Georg Lücke ist überheblich und arogant; kritischen Hinweisen ist er unzugänglich. Von seinen Fähigkeiten überzeugt, tritt er nich selten rüpelhaft auf.

Das Präsidium und der Trainerrat sind deshalb der Meinung, daß diese ernsthaften Schwächen und Fehler des Sportfreundes Georg Lücke nicht mit seiner Tätigkeit als Trainer zu vereinbaren sind und faßte deshalb den oben angeführten Beschluß.

 

  Präsidium und Trainerrat des DJV der DDR

 

  1 9 5 9 , Bekanntmachungen - Deutscher Judo-Verband

 

  In seiner Tagung am 05. Dezember 1959 in Werdau faßte das Präsidium des Deutschen Judo-Verbandes folgenden Beschluß:

1. Der Sportfreund Walter Pfaffe (Leipzig) wird aus dem Präsidium ausgeschlossen. Alle weiteren Funktionen, die er innerhalb des DJV innehat, werden ihm entzogen.

2. Die Sektion Judo der BSG Medizin Markkleeberg erhält eine Startsperre bis das Präsidium von der BSG-Leitung eine Bestätigung erhält, daß die Sektion gemäß den Statuten des DTSB arbeitet.

Die Sportfreunde die aus dieser BSG ausgetreten sind und sich bereits einer anderen BSG angeschlossen haben, erhalten ebenfalls eine Startsperre. Es handelt sich dabei bisher um folgende Sportfreunde: Casagrande, Fehst, Hein, Knott, Müller, Neuther, Schlippe, Schrickel, Seidel, Seibrandt, Seliga, Hammer, Tulodetzki, Ullrich, Fiedler, Herberger, Kaps, Kurth, Pinger, Runze, Weinert, Welfle, Schmitt und Komolka.

Die Wiederzulassung muß von der BSG über den Bezirksfachausschuß beantragt werden, jedoch nicht vor dem 30.06. 1960.

Die Startsperre ist in das Startbuch einzutragen.


  Begründung

 

 

Durch sein managerhaftes Verhalten und durch seine falsche politisch-moralische Erziehungsarbeit hat sich der Sportfreunnd Pfaffe der Bildung eines Kollektivs in der BSG Medizin Markkleeberg in dern Weg gestellt. Durch sein auf Eigennutz bedachtes Handeln hat er der demokratischen Sportbewegung einen schlechten Dienst erwiesen. Er hat in der Frage des patriotischen Verantwortungsbewußtseins versagt. Er konnte so seinen Sportlern kein Vorbild sein.

Durh das Verschulden des Sportfreundes Pfaffe haben sich in der BSG Medizin Markkleeberg Erscheinungen gezeigt, die der demokratischen Sportbewegung unwürdig sind.Sportfreund Pfaffe hat durch seine schlechte Arbeit als Leiter einer Sportsektion mit dazu beigetragen, daß die Sektion Judo der BSG Markkleeberg durch ihr Verhalten gegen die Satzungen des DTSB verstiß. Das Präsidium hat daher den oben wiedergegebenen Beschluß gefaßt.


  - B e g i n n 1 9 6 0 -


  1 9 6 0 J a n u a r S. 8 Zehn Jahre Judosport in Greiz

  Schwer war der Weg der im November 1949 gegründeten Sektion Judo der BSG Rotation Greiz. Als sich zum ersten Male einige Sportfreund auf Initialive des Sportfreundes Hans Becker zu Training einfanden, waren noch große Schwierigkeiten zu überwinden. Es fehlte an Judo-Matten und -Kleidung. Einiges anfangs Begeisterte hatten nicht erkannt, daß Judo kein Sport zu Erlernen von Griffen für Schlägereien ist. Die im Anfangsjahr starke Mitgliedschaft ging daher 1950 wieder zurück. Die aktivsten Sportfreunde konnten sich aber dadurch mehr entfalten. Diesen Kern bildeten die Sportfreunde Löffler, damaliger Sektionsleiter, Ditscherlein, Jalowitzki, Wartenberg und Jobst.

 

  Die ersten Erfolge

 

 

Die junge Sektion trat 1951 bei den Thüringer Einzelmeisterschaften in Erfurt zum ersten Male an die Öffentlichkeit. Sportfreund Ditscherlein erkämpfte für die Sektion den ersten Meistertitel im Leichgewicht. Durch Sudium und Ortswechsel gingen Ende 1951 einige der aktivsten Sportfreunde von der Sektion Judo in Greiz weg. Während dieser kritischen Zeit scharten sich aber einige Schulkameraden und Jugendliche um Thomas Jobs, darunter der der heutige Übungsleiter Manfred Poppe. Durch intensives Training und die große Begeisterung der Jugendlichen war es möglich, im Frühjahr 1952 bei den Thüringer Jugendmannschaftsmeisterschaften in Schölln den dritten Platz zu belegen. Im gleichen Jahr erkämpfte sich Sportfreund Poppe bei den Thüringer Jugendeinzelmeisterschaften in Erfurt den ersten Platz. In den folgenden Bezirks- und DDR-Meisterschaften der Jugend und Senioren trugen sich die Greizer Schuppe, Poppe, Zimmermann und Todtenhaupt mehrmals in die Siegerliste ein. Siegmund Müller errang 1954 in Dresden-Niedersedlitz den ersten DDR-Meistertitel der Jugend (40 kg)

Mit der Übernahme der Sektion durch Sportfreund Gotthard Zipfel errangen die Greizer Judokas in den letzten drei Jahren die größten sportlichen und gesellschaftlichen Erfolge. Viermal erkämpften die Rotationer hintereinander die Bezirksmeisterschaft.. Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften 1958 erkämpften Eberhard Barth und Heinz Klein den Deutschen Meistertitel. Mehrere Sportfreunde leisteten den Ehrendienst in Nationalen Volksarmee, darunter Manfre Poppe, der nach Ablauf seiner Dienstzeit wieder das Training übernommen hat.


 

Im Nationalen Aufbauwerk haben die Greizer Judokas ihre Verpflichtung von 200 NAW-Stunden mit 100 Stunden überfüllt! Diese Leistung wollen sie 1960 noch überbieten. Zur Förderung des Sportes auf dem Lande führten mehreren Orten Vergleichskämpfe mit dem Ziel durch, 1960 eine Sektion Judo auf dem Lande ins Leben zu rufen.

Zu einem talentierten Judokämpfer har sich Heinz Klein entwickelt. Der 18jährige Bautischler aus Greiz trat nach seiner Schulentlassung der Sektion Judo der BSG Rotation Greiz bei. Er erkämpfte in den Jahren 1957 bis 1959 den Bezirksmeistertitel. Seinen sportlichen Aufstieg krönte er bei den im Novemberr in Berlin ausgetragenen Deutschen Jugendmeisterschaaften, wo er in der 70-kg-Klasse den Meistertitel errang.

Damit erkämpfte er für Rotation Greiz den zweiten Deutschen Meistertitel. Mit der Ablegung der Prüfung der Prüfung als Übungsleiter auf der Sportschule Werdau hilft er mit, auch den Nachwuchs zu fördern.

 

  Geschrieben: Sportfreund Böttcher.


  1 9 6 0 Nr.: 13/14 Seite 13 "Unser Porträt H A N S M Ü L L E R  D E C K "
  Deutscher Meister 1960 1. DAN
  (Wissenschaft DHFK Leipzig)

  Heute stellen wir einen Judoka vor, der nicht so sehr durch seine Erfolge, als vielmehr durch seine Persönlichkeit in Judokreisen und darüber hinaus bekannt geworden ist. Sein Steckbrief lautet:

Name: Hans Müller-Deck

Beruf: Diplomsportlehrer

Alter: 24 Jahre

Kämpfe: rund 130 (davon 13 internationale, von diesen über die Hälfte gewonnen)

Gemeinschaft: HSG DHFK Leipzig

Sehen wir uns einiges genauer an. Erst 1954 ist er (über seinen Gemeinschaftskameraden Hubert Sturm) mit dem Judo bekannt geworden. Im ersten Studienjahr hatte er es zunächst als Wahlfach belegt, sich dann aber später auf Judo spezialisiert. So hat er 1957 bereits seinen 1. DAN machen können.

Im gleichen Jahr legte er auch sein Examen als Diplom-Sportlehrer ab. Danach war er 1,5 Jahr Wandersportlehrer im Landkreis Leipzig: In diesem Jahr holte ihm die DHFK an das Institut für Theorie der Körperkultur, Abteilung Massensport.

 

 

Aus seinen sportlichen Erfolgen ragt der zweite Platz bei den Studenteneuropameisterschaften heraus, den er im September1958 in Südfrankreich belegen konnte. Mehrmals war er Bezirksmeister im judostarken Leipzig. 1957 und 1959 konnte er sich jeweils in der Endrunde der Einzelmeisterschaft placieren. Daß er Mitglied der als sehr kampfstark und technisch versiert angesehenen Mannschaft der DHFK ist, liegt wohl auf der Hand.

Es wird niemanden verwundern, daß Müller-Deck in mehreren Funktionen tätig ist; so ist er z. B. Lehrwart für Judo und Mitglied des wissenschaftlichen Rates des Staatlichen Komitees für Körperkultur und Sport, Kommission für Massensport.

Nach seinen weiteren Plänen befragt, gibt er folgende Antwort: "Beruflich plane ich sehr langfristig. 1963 werde ich in die Aspirantur gehen, um 1965 meinen Doktor zu machen". Ich möchte dann später gern als Hochschullehrer oder als Trainer tätig sein. Im Mittelpunkt des Sportes steht natürlich immer noch das Ziel, einmal Deutscher Meister zu werden. Das ist im Halbschwergewicht - der stärksten Gewichtsklasse, die wir haben - natürlich ein Unterfangen, das von vornherein zwar nicht aussichslos ist, wozu aber neben einem großen Können auch eine tüchtige Portion Glück gehört.

 

  Geschrieben: Deutscher Judo-Verband der DDR


  1 9 6 0 H e f t 13/14 Seite 13 "Was ist in Neubrandenburg los?

 

  Wenn ein Judosportler des Bezirkes Neubrandenburg gehen will um sich über eine eventuell für ihn ungeklärte Frage Auskunft zu holen, so wird er leider diesen Weg umsonst gemacht haben.

Warum?

Einen arbeitsfähigen BFA Judo gibt es in Neubrandenburg nicht. Die Judosportler des Bezirkes Neubrandenburg haben also keine Gelegenheit, sich über irgentwelche Probleme mit ihrem BFA auseinanderzustzen. Der bisherige Vorsitzende des BFA Judo, Sportfreund Manfred Joachim, der bis 1957 selbst noch aktiver Judosportler war., leistet heute überhaupt keine Arbeit für den Judosport. Er wurde im ASK Neubrandenburg als Mannschaftsleiter für Fußball eingesetzt. Mag die Arbeit eines Mannschaftsleiters viel Zeit in Anspruch nehmen, so kann man trotzdem dem Sportfreund den Vorwurf nicht ersparen, schlecht gearbeitet zu haben. Die letzte Sitzung des BFA Judo fand im März 1958 statt.Schon hieran sieht man, wie im BFA gearbeitet wird. Der Sportfreund Joachim hatte es bis heutenoch nicht fertig gebracht, seine Funktion als Vorsitzender des BFA richtig zu übergeben.Er führte nur eine Aussprache mit dem Sportfreund Jewerhoff von Dynamo Neubrandenburg, in der er ihm mitteilte, er hätte keine Zeit mehr und Sportfreund Jewerhoff möchte doch die Stelle eines Vorsitzenden einzunehmen. Der Sportfreund Jewerhoff arbeitet natürlich wie erwartet auch nicht. Man kann hier nur die Frage stellen: wie soll das weitergehen?

 

 

Selbst die rührige Mitarbeit des Sportfreundes Hinz, der als Mitarbeiter im Bezirksvorstand des DTSB Neubrandenburg für Sportarbeit Judo verantwortlich ist, kann nicht über den schlechten Zustand im BFA Judo Neubrandenburg hinwegtäuschen.

Bleibt nun noch zu hoffen, daß im Jahre 1960 ein arbeitsfähiger BFA Judo geschaffen wird, der anderen Bezirken in keiner Weise nachsteht.

 

  Geschrieben Sportfreund Naumann


  1 9 6 0 Heft 13/14 Seite 7 "Unser Porträt: H A N S R O T H 1. DAN (SC Dynamo Berlin)

 

  Hans Roth ist, das kann man getrost sagen - ein Sportler, der in allen Judokreisen bekannt ist. Hat er doch in seiner verhältnismäßig jungen Laufbahn schon 225 Kämpfe absolviert.

Der jetzt 23jährige Dynamo sportler betreibt den Judosporter seit 1953 - damals, als er der BSG Empor Seelenbinder Berlin beitrat und dort seinen ersten sportlichen Lorbeer errang. augen-scheinliche Begabung für den Judosport brachte ihm im gleichen Jahr noch den Titel eines Berliner Jugendmeisters ein. Kurz danach gelang es ihm sogar, DDR-Meister zu werden und bei den gesamtdeutschen Jugendmeisterschaften einen zweiten Platz zu belegen.

 

 

1955 ist er zum SC Dynamo Berlin gekommen. Dort konnte er seine Kräfte vollends entfalten. Er errang auch im gleichen Jahr den Titel des DDR-Meisters im Mittelgewicht. In den folgenden Jahren war er dann immer wieder unter den ersten drei zu finden:

1956 Dritter im Mittelgewicht

1957 Meister des Mittelgewichtes

1958 Meister im Mittelgewicht

1959 im Halbschwergewicht

in all diesen Jahren war er Mitglied der Mannschaft des SC Dynamo, die bekanntlich einmal den Meistertitel errang und mehrmals den zweiten Platz bei der Mannschaftsmeisterschaft belegte.

Hans Roth war mehrmals international eingesetzt, - allerdings mit wechselnden Erfolg. Gleich nachdem erder Jugend entwachsen war, trat er zweimal gegen die starke CSSR-Nationalmannschaft an. Aus seinen zwei Niederlagen hat er viel gelernt. S0 gewann er darauf in zwei Kämpfen gegen Polen und Ungarn. Bei den Europameisterschaften in Barcelona kam er dann unter die letzten acht, was für ihn eine sehr achtbare Leistung bedeutete. In diesem Jahr - Europameisterschaft in Wien - verlor er den ersten Kampf gegen den starken Italiener Calabrese noch in den letzten Sekunden, obwohl er vorher fast fünf Minuten lang klar geführt hatte

Hans Roth ist Träger des 1. Dan. Vorgesehen ist es für das nächste Jahr, den 2. DAN zu erwerben.


 

Wir wissen von ihm - und sein Trainer Hempel bestätigte es uns erneut - daß er ein Sportler mit eisernen Trainingsfleiß und eormer Trainingsenergie ist. "Jeder Sportler hat das Ziel weiterzukommen", meint er dazu. "Ich muß mindestens noch ein bis zwei Jahre hart an mir arbeiten, um international etwas mitreden zu können. Alleerdings fehlt mir dazu auch noch etwas Gewicht; zehn Pfund mehr könnte ich ganz gut gebrauchen".

So zielbewußt wie im sportlichen Leben ist der beim SC Dynamo als Zivilangestellter tätige Gärtner auch beruflich. Im vorigem Jahr begann er mit dem Abendstudium, um eine Meisterqualifikation zu erwerben.

Es bleibt für uns nur noch übrig, ihm auf beiden Gebieten viel Erfolg zu wünschen.

 

  Geschrieben Deutscher Judo-Verband der DDR

 

  1 9 6 0 "3 0 Jahre Judosport H A N S   B E C K E R SG Dynamo Helmut Just Berlin

 

  Sportfreund Hans Becker ist in der Deutschen Demokratischen Republik und auch weit über unsere Grenzen hinaus durch seine Leistungen im Judosport bekannt. Schon mit 11 Jahren war er Mitglied des Arbeiter-Turnverein "Fichte 22", in dem er mit dem Turnen, Fußball und Handball begann. 1930 fing er mit dem Jiu-Jitsu-Sport an. Seine Trainer waren die damals sehr bekannten Sportfreunde Willi Neumann, Hans Arendt und der spätere Europameister im Judo, Helmut Lehmann.

Im Jiu-Jitsu hatte er schon beachtliche Erfolge. Auf Grund dessen wurde bei der Sportvereinigung "Ost e. V." Übungsleiter für Judo. Ihm war es auch zu verdanken, daß unser unvergessener Werner Seelenbinder, der des öfteren die Trainingsstunden der Judosportler besuchte, bei einen wichtigen Mannschaftskampf für einen erkrankten Sportler im Schwergewicht einsprang. Einige Erfolge seien hier aufgeführt: 1937 bei den Deutschen Meissterschaften III. Platz. 1940 II. und 1941 1. Platz. Neben seinen guten Leistungen hat er auch vielen Sportfreunden zu Meisterehren verholfen. Nachdem Europameister Lehmann, 4. Dan, aus Japan zurückkehrte, war er dessen ständiger Partner bei Vorführungen. 1940 legte Sportfreund Hans Becker seine Prüfung zum 1. Dan ab, welcher vom Kodokan bestätigt wurde. Ausgerüstet mit einem hohen technischen Können, das er als Kämpfer und auch als Trainer aufzuweisen hatte, machte sich Sportfreund Hans Becker nach dem Zusammenbruch des Hitlerregimes als einer der ersten daran, den Judosport aufzubauen. Er fuhr von Lehrgang zu Lehrgang, um Judosportler heranzubilden, sei es als Übungsleiter, Kampfrichter oder Leistungssportler. So blieben aauch die Erfolge nicht aus.

 

 

Unzähligen Sportfreunden hat Sportfreund Hans Becker den Judosport gelehrt, weit über 1000 Gürtelträger geprüft, zahlreiche Spitzensportler herangebildet, die heute noch im Judosport tätig sind; z.B. Werner Siewert, Wolfgang Hübner, Alfons Neumann, Dieter Lange, Helmut Bark, Siegmund Haunschild, Georg Jakob, Gerhard Jegust, Günter Kästner u. a. Zwei Sportfreunde sind Meister des Sports geworden; Helmut Bark und Alfons Neumann; drei haben bereits den 2. DA erworben; Willi Lorbeer, der beim Sportfreund Becker vor dem Kriege angefangen hat, Helmut Bark und Alfons Neumann.

Zur Zeit ist Hans Becker Bezirkstrainer der SV Dynamo. Sportfreeund Becker ist für seine gute Arbeit mit der Ehrennadel der SV Dynamo ausgezeichnet worden. Wir wünschen ihm für seine weitere Arbeit noch recht viele Erfolge.

 

  Geschrieben: Hermann Heymann

 

  1 8 . D e z e m b e r 1 9 6 0 "Gewichtsklassenturnier des Bezirkes Berlin"

 

  Am Sonntag, dem 18. Dezember 1960, trafen sich Judokas aus Berlin und anderen Bezirken zum traditionellen Auskämpfen der Wanderpokale des Bezirksfachaussuß von Groß-Berlin.

Es wurde in den Gürtelklassen 3. Kyu bis 2. Dan gekämpft.

 

  Zu den Ergebnisse im einzelnen:


  Schwergewicht 3. Kyu    
    1. Platz Schönbacher, Sepp HSG Wissenschaft Berlin
    2. Platz Jantzen HSG Wissenschaft Berlin
         
  Mittelgewicht 3. Kyu    
    1. Platz Klemenz Sporrtclub Berlin
    2. Platz Smirat, Otto Sporrtclub Berlin
         
  Leichtgewicht 3. Kyu    
    1. Platz Genner Turbine Wasserwerke Berlin
    2. Platz Zemann Sporrtclub Berlin
         
  Internationale   2. Kyu und 2. Dan  
  Schwergewicht 1. Platz Jegust, Gerhard ASK Vorrwärts Berlin
    2. Platz Nitz, Karl Sportclub Dynamo Berlin
         
  Mittelgewicht   1. Kyu und 1. Dan  
    1. Platz Strohschneider ASK Vorwärts Berlin
    2. Platz Brumm Sportclub Dynamo Berlin
    3. Platz Budzinski, Udo ASK Vorwärts Berlin
         
  Internationales-   1. Dan  
  Leichtgewicht 1. Platz Zielke, Erich ASK Vorwärts Berlin
    2. Platz Alex, Klaus ASK Vorwärts Berlin
         
  Internationales   2. Kyu  
  Leichtgewicht 1. Platz Gruschka HSG Wissenschaft Berlin
    2. Platz Barth SC Dynamo Berlin
    3. Platz Maronza Berlin
         
  Internationales-   2. Kyu  
  Mittelgewicht 1. Platz Feldchow HSG Wissenschaft Berlin
    2. Platz Rübezahl HSG Wissenschaft Berlin


  In kämpferisch-technischer Hinsicht verdient dieses Turnier die Note: "gut". Die Sportfreunde aus den Klubs, speziell unsere Europameisterschaftskader, importierten mit ihren Spezialwürfen und kamen teilweise zum Erfolg. Trotzdem müssen die Kader fleißiger und ausdauernd er trainieren.

 

  Geschrieben: Günter Scheidloch


  - B e g i n n 1 9 6 1 -

  24.02.1961 April Seite 11 "Mitteilungen des Deutschen Judo-Verbandes

  Kampfrichter

 

  Jede Gemeinschaft, die sich mit einer oder mehreren Mannschaften oder mit einem oder mehreren Kämpfern an Meisterschaften, Aufstiegskämpfen oder Aufstiegsturnieren (Erstlings-, Anfänger-, Fortgeschritteenen-Turnier) beteilgen will, ist verpflichtet, dem zuständigen Kampfrichter -Obmann bis spätestens 14 Tage vor der Veranstaltung einen qualifizierten Kampfrichter zu melden. Dieser muß dann zu der Veranstaltung auch einsatzbereit sein. (Die Gemeinschaft muß sich also vorher mit dem Kampfrichter in Verbindung setzen). Um aber zu gewährleisten, daß nicht zu viel oder zu wenig Kampfrichter eingesetzt werden, erhalten die vorgeschlagenen Kampfrichter noch eine Benachrichtigung durch den Kampfrichter-Obmann, ob sie eingesetzt werden. Bei Veerstoß gegen diesen Beschluß erfolgt Startsperre.

 

  gez. Helmut Bark, Vorsitzender der Kampfrichterkommission


  Vergehen des Sportfreundes L. Holik

 

  In der Sitzung des BFA Judo am 24.02. 1961 wurde folgender Beschluß gefaßt:

 

 

1. Der Sportfreund L. Holik wird mit dem 24. Februar 1961 für zwei Jahre in keiner Sektion Judo des DJV aufgenommen.

2. Beim Trainerrat des DJV wird der Antrag gestellt, dem Sportfreund L. Holik den 3. Kyu abzuerkennen und ihn auf den 6. Kyu zurückzustufen.

 

  Begründung:

 

 

Sportfreund L. Holik wurde 1959 von der SG Dynamo Erfurt aus der Sektion ausgeschlossen. Er nahm die Funktion des Übungsleiters bei der ASG Erfurt, Sektion Judo an, ohne sich bei dieser anzumelden und war daher nicht berechtigt, Eine Funktion im DJV auszuüben. Durch sein Verhalten als Übungsleiter, durch eine falsche politisch-moralische Erziehungs- arbeit und die Herabminderung der Autorität der Sektionsleitung hat sich Sportfreund L. Holik der Bildung eines Kollektives bei der ASG Erfurt in den Weg gestellt. Die Leitung der ASG Erfurt hat Sportfreund L. Holik auch daraufhin als Übungsleiter entlassen..

Am 16. November 1961 eignete Sportfreund Sportfreund L. Holik sich durch Betrug eine Abnahmebestätigung des 2. Kyu an, obwohl er nur den 3. Kyu besaß, und trug diesen 2. Kyu auch in seiner Tätigkeit als Übungsleiter.

Auf Grund dieser Vorkommnisse hat Sportfreund L. Holik dem DJV und der demokratischen Sportbewegung einen schlechten Dienst erwiesen unddem Ansehen des DJV geschadet. Er konnte so seinen Sportlerrn kein Vorbild sein.

Die Frist für Einreichung von Beschwerden begrenzt sich auf drei Monate.

 

  Erfurt, den 07. März 1961

 

  Rechtskommission des BFA Judo Erfurt: gezeichnet Müller


  1 9 6 1 H e f t A p r i l Seite 16 Unser Porträt "H E  L  M  U  T  B  E  C  K  E  R
  "ASK Vorwärts Berlin"

  Wenn man in Fachkreisen nach einem Judoka mit einem Kämpferherz fragt, wird man sicher auch zur Antwort er - "Helmut Becker".

Viele die einmal dem Weltergewichtsmeister unserer Republik unterlegen waren, werden das am eigenen Leib verspürt haben.

Sein "starkes" Herz hat diesem robusten Kämpfer schon viele Erfolge, hervorragende Siege und stolze Titel gebracht.

1955 Deutscher Jugendmeister

1958 Deutscher Meister im Weltergewicht

1959 Deutscher Meister im Weltergewicht

 

 

1. Platz mit dem ASK Vorwärts bei der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft.

Turniersieger mit der Mannschaft des ASK Vorwärts Berlin

1960 Deutscher Meister im Weltergewicht

1. Platz mit dem ASK Vorwärts Berlin bei der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft

Diese Erfolgsserie wirie - so nehmen wir wenigstens an, besonders im Hinblick auf das Alter von Helmut Becker - noch fortgesetzt werden.

Sein sportlicher Werdegang begann 1953 bei Wissenschaft Berlin. 1957 wurde er Mitglied beim ASK Vorwärts Berlin, zu dessen stärksten Stützen er heute noch zählt.

Sportfreund Becker hat im Jahre 1960 den schwarzen Gürtel für den 1. Dan erhalten. Diese technischen Kenntnisse und seine Erfahrungen will er ab nächstem Jahr dem Nachwuchs übermitteln, wenn er als Übungsleiter eine Trainingsgruppe erhält.

 

  Berichterstatter: Redaktion des DJV der DDR


  O k t o b e r 1 9 6 1 , H e f t N o v e m b e r Seite 11 - "Judo-Mannschaftsmeisterschaft der
  Sportvereinigung Dynamo (Jugend)"

 

  In der Städtischen Turnhalle in Parchim führte die SV Dynamo in der Zeit vom 14. - 15. Oktober 1961 ihre Mannschafts- meisterschaft der Jugend der Sektion Judo durch.

Die Ausschreibung, festgelegt von der zentralen Fachkommission, sah vor, daß jeder Bezirk eine Auswahlmannschaft stellen muß und außerdem die beste Sportgemeinschaft teilnehmen kann.

Gemeldet wurden 21 Mannschaften mit etwa 200 Judokas aus 12 Bezirken unserer Republik. 2 Tage lang wurde hart und mit großem kämpferischen Einsatz um die ersten Plätze gekämpft. Besonders hat dabei die gute Leistung der SG Fürstenstternberg gefallen, die mit ihrem jungen Kollektiv den fünften Platz vor der Mannschaft des SC Dynamo Berlin einnahm.

Den ersten Platz belegte die Bezirksauswahl Dresden, die bis auf einen Mannschaftskampf alle anderen gewinnen konnte. Um den zweiten und dritten Platz gab es eine harte Auseinandersetzung zwischen der SG Dynamo Weimar mit 8 : 6 die Oberhand behalten. Den vierten Platz erkämpfte sich die Bezirksauswahl Rostock.

Bei der Einschätzung dieser Meisterschaft kann man feststellen, daß die Breitenarbeit in den Bezirken einen großen Fortschritt gemacht hat. In den Bezirken Potsdam, Rostock, Magdeburg, Frankfurt und Cottbus gibt es noch weitere Jugendmannschaften, die sich wettkampfmäßig betätigen.

 

 

 

Unerfreulich ist die Tatsache, daß aus den Bezirken Suhl, Gera und Karl Marx Stadt keine Mannschaften zur Meisterschaft geschckt wurden.

Zu den gezeigten Einzelleistungen kann man sagen, daß in den unteren Gewichtsklassen gute Wurftechniken gezeigt wurden und der Kampfverlauf bei den Zuschauern einen besseren Eindruck hinterließ .In den schweren Gewichtsklassn sah es bei den meisten Kämpfen so sah es bei den meisten Kämpfen so aus, daß die physischen Kräfte zum Sieg verhalfen.

Im nächsten Jahr wird es unsere Aufgabe sein, die aufgezeigten Fehler zu beseitigen und die Leistungen weiter zu verbessern.

 

  Geschrieben: Horst Barow

 

  O k t o b e r 1 9 6 1 Seite 29 "30 Jahre Judoka" W I  L  L  I R O T H E R  aus Dresden.

 

  Wenn von den mit der Entwicklung Dresdens zur Judo-Hochburg verbundenen Namen "Walter Wiljiam, Hermann Bitomsky und die Gebrüder Mitzschke die Rede ist, so ist im gleichen Atemzug der Sportfreund "Willi Rother" zu nennen.

Nachdem er mit 14 Jahre 1920 der Vereinigten Freien Turnerschaft Dresden beitritt, wechselte er im Jahre 1923 zum Arbeiter-Wasser-Club "Sparta" Dresden über, wo er sich als aktiver Wettkämpfer im Schwimmen, Springen, Wasserball und als Ergänzungssport im Waldlauf, Handball, Ski-Lang-, -sprung und -abfahrtslauf mit guten Erfolg betätigte.

Nach Gründung der ersten Dresdner Jugendgemeinschaft 1930 wurde Sportfreund Rother auf diesen Sport aufmerksam und begab sich Anfang November 1931 unter die Fittiche des damaligen Deutschen Meisters Walter William. Nach einigen Anfangsschwierigkeiten entwickelte er sich, angeregt durch die Erkenntnisse der I. Internationalen Judo-Sommerschule, Frankfurt a. M., die sein Lehrmeister vermittelte, zu einem hervorragenden Techniker, der die Sportfreunde seiner Gewichttsklasse (Mittel) bald ein- und überholte. Bei den vielen Kreis-, Bezirks- und Landesmeisterschaften der Vorkriegszeit scheiterte er stets, im Endkampf befindlich, an dem erfahreneren und jüngeren, leider dem Krieg zum Opfer gefallenen Deutschen und 2. Europameister Erich Mitzschke. Erst im Jahre 1938, nachdem er 1937 die Internationale Sommerschule besuchte, gelang ihm mit dem Hineinwachsen in die Altersklasse der große Wurf, Deutscher Meister zu werden.11939 nochmals zum Übungslehrgang in Berlin delegiert, mußte er seine Laufbahn durch Krieg und Gefangenschaft unterbrechen.

 

 

Bereits im Judi 1949 gründete er mit Hermann Bitomsky die Schwerathletik-Abteilung der damaligen BSG Reichsbahn (jetzt Lokomotive) Dresden. Er übernahm die technische und Übungsleitung der Judogruppe, die sich aus kleinen Anfängen, trotz Konkorenz von einem Dutzen anderer Sektionen, zur Mitgliederstärksten Gemeinschaft entwickelt hat. Seine Anleitung bildeten die Anfangsgründe der Erfolge vieler junger Judokas, so der Deutschen Jugendmeister Teuber (1960) und Schenke, Dietmar (1961) sowie der Jugendstaffel mit der Erringung des Vizemeistertitels (1960). Sportfreund Hans Prellwitz 1. Dan und Horst Marsel II. Dan lernten bei Willi Rother die ersten Judoschritte.

Auch übeer den Rahmen seiner Sektion hinaus betätigte sich Sportfreund als Funktionär. So war er 1950 Mitglied des KFA, 1951 KFA-Vorsitzender, seit einigen Jahren ist er Presseobmann des KFA. Auf fast allen zentralen Übungsleiter- und Kampfrichterlehrgängen seit 1950 war er zu finden. Zuletzt absolvierte er im September 1960 den Uebungsleiterlehrgang der SV Lokomotive, bei welcher Gelenheit er die Prüfung zum 1. Kyu ablegte.

Aber auch noch als Wettkämpfer war er ab 1950, bereits im fünften Lebensjahrzehnt stehend, tätig. Trotz seines Alters gelang es ihm von 1950 bis 1955, sich bis zu den DDR-Meisterschaften durchzukämpfen, wo er stets gute vordere Plätze belegte, von seinen vielen Kreis- und Bezirks- sowie Landesmeister-Titeln ganz zu schweigen.

 

 

Noch im Jahr 1960 beteiligte er sich mit 54 Jahren bei der Kreis- und Bezirksmeisterschaft von Dresden und erzielte Mittelplätze. Zur Zeit fungiert Willi Rother als Hauptübungsleiter, technischer Leiter, Schriftführer, Hilfskassierer, Kreipresseobmann, ferner ist er Mitarbeiter des Fachorgans und wurde beim diesjährigen Verbandstag in die Revisions-kommission gewählt.

Außerdem bereitet er sich auf die Prüfung zum 1. Dan vor, wozu wir wir ihm und für seine weitere Arbeit guten Erfolg wünschen. Seine Sportlerlaufbahn möge als Vorbild für die Jugend dienen und seine Funktionärtätigkeit weitere Nachahmer finden.


  Gez. Leitung Lok Dresden

  0 5 . 0 3 . 1 9 6 1 Bezirkseinzelmeisterschaften in Berlin der Männer
  Wissenschaft Berlin stellte drei Berliner Meister
  79 Sportfreunde waren zu dieser Meisterschaft erschienen


  Am 05. März 1961 fanden die Berliner Einzelmeisterschaften im Judo in der Dynamo-Halle Marchlewskistraße, statt. Obwohl die Halle wegen der Lichtverhältnisse für Judokämpfegut geeignet ist, war sie für eine derartige Veranstaltung nicht ideal.

Da zwei Matten ausgelegt wurden, war für Sitzgelegenheiten nur noch wenig Platz. Diese waren dann auch nicht ausreichend. Trotzdem hätte man allen Außenrichtern einen Stuhl geeben müssen. Es ist nicht vertretbar, wenn Außenrichter, Zuschauer und Aktive gemeinsam während der Kämpfe auf einem Turnkasten nebeneinander sitzen. Auch sollte man dafür sorgen, daß vor den Kampfrichtertischen nicht jedermann ständig hin- und herläuft. Einen schlechten Eindruck hinterließen die Kampfrichter, da jeder eine andere Kleidung trug. Sakko und Trainingsanzug gehören nicht zur Kampfrichterkleidung! Ohne Schuhe, nur in Socken zu Kampfrichtern, dürfte unzumutbar sein. Zu unterschiedlich wurde die Auslegung der Wettkampfbestimmungen vorgenommen. Hier muß der neue Bezirkskampfrichterobmann Hans Becker (2. Dan) durch Schulung der Kampfrichter schnellstens Abhilfe schaffen. Leider gab es viele Verletzungen. Nicht immer wurden rechtzeitig Ermahnungen ausgesprochen, und das Mit-auf-den-Mann-Fallen scheint wieder Mode zu werden. Das technische Niveau hat stark darunter geritten, indem man Gelb-Gurt-Trägern die Startgenehmigung erteilte. Von diesen war keiner soweit, um sich um den Berliner Titel zu bewerben. Unangenehm fiel weiterhin auf, daß die Mitglieder des BFA Berlin zwischendurch eine öffentliche Sitzung abhielten. Es sieht doch schlecht aus, wenn etwa acht Sportfreunde während dieser Veranstaltungsraum intensivdskutierten. Das sollte man den Kämpfern, vor allem aber den Zuschauern ersparen! Insgesamt erschienen 79 Teilnehmer. Gekämpft wurde nach dem 4-Minus-Punkt-System. Ab dritten Durchgang machte es Freude den Kämpfen zuzuschauen.

 

  Wenn auch nicht ausgesprochen neue, bisher unbekannte Kämpfer aufgetaucht sind, so ist doch festzustellen, daß sich einige seit dem Vorjahr wesentlich verbessert haben. Es sind das Meister Meier, Schwidurski, Schwellgert, Klaus Lindner und Harald Lindner, Runge, Liebig, Kliemann, Brumm, Bergemann und Schönbacher. Waren es im Vorjahr die Kämpfer der Gemeinschaften Wissenschaft Humboldt Uni Berlin, Dynamo Hohenschönhausen, Empor Seelenbinder und Turbine Wasserwerke, die die vorderen Plätze einnahmen, so ist in diesem Jahr noch Dynamo Helmut Just hinzugekommen. Am erfolgreichsten war die HSG Wissenschaft mit drei Meistern.


  Hier die Ergebnisse: der Berliner Meisterschafen

 

  Gez. Leitung Lok Dresden

 

  Federgewicht 11 Judoka  
  1. Platz Schwidurski, Dieter HSG Wissenschaft Berlin
  2. Platz Meier, Jürgen Dynamo Hohenschönhausen Berlin
  3. Platz Lindner, Harald Dynamo Helmut Just
       
  Leichtgewicht 14 Teilnehmer  
  1. Platz Lindner, Klaus Dynamo Helmut Just
  2. Platz Schweigert Dynamo Helmut Just
  3. Platz Polazik Empor Seelenbinder Berlin
       
  Weltergewicht 17 Teilnehmer  
  1. Platz Linzen, Hans-Harald Dynamo Helmut Just
  2. Platz Gruschka HSG Humbold Wisseenschaft Berlin
  3. Platz Runge Dynamo Hohenschönhausen Berlin
       
  Mittelgewicht 14 Teilnehmer  
  1. Platz Kliemann, Klaus HSG Humbold Wisseenschaft Berlin
  2. Platz Finder HSG Humbold Wisseenschaft Berlin
  3. Platz Liebig Dynamo Hohenschönhausen Berlin
       
  Halbschwergeicht 11 Teilnehmer  
  1. Platz Brumm BSG Turbine Wasserke Berlin
  2. Platz Bergemann Dynamo Hohenschönhausen Berlin
  3. Platz Jechow Einheit Weißensee Berlin
       
  Schwergewicht 3 Teilnehmer  
  1. Platz Schönbacher, Sepp HSG Humbold Wisseenschaft Berlin
  2. Platz Dummann Empor Seelenbinder Berlin
  3. Platz Weigert Einheit Weißensee Berlin
       

 

  Berichterstatter: Helmut Bark

 

  2 9 . 1 0 . 1 9 6 1 Heft 1 9 6 2 Seite 7 HSG Wissenschaft Potsdam; Bezirksligameister 1961

 

  Erstmalig wurden in Potsdam die Judomannschaften des Bezirkes Potsdam in eine Bezirksliga und eine Bezirksklasse eingeteilt. In der Bezirksliga starten die bisher besten Mannschaften: HSG Wissenschaft Potsdam, Lokomotive Brandenburg, Aufbau Potsdam, Wissenschaft Bornim, Dynamo Königswusterhausen, Motor Ludwigsfelde und Lokomotive Oranienburg.

Der Kampfmodus der Bezirksliga war jeder gegen jeden. Die Kämpfe an drei Sonntagen, in Brandenburg, Ludwigsfelde und Potsdam ausgetragen. Nach dem ersten Kampftag ergab sich folgende Tabelle

 

  Dynamo Königswusterhausen konnte keine Mannschaft stellen und schied nach dem zweiten Durchgang aus. Im Zweiten gab es allerlei Ueberraschaschungen. Der Titelverteidiger Brandenburg verlor gegen Wissenschaft Potsdam und gegen die Judoka von Motor Ludwigsfelde erreichte er nur ein Unentschieden. Wissenschaft Potsdam wiederum verlor gegen die starke Mannschaft von Aufbau Potsdam, so daß sich nach diesem Durchgang folgende Placierung ergab:


  2 9 . 1 0 . 1 9 6 1 Heft 1 9 6 2 Seite 7 HSG Wissenschaft Potsdam; Bezirksligameister 1961

 

  Bezirksligameisterschaften 1961

 

  Motor Ludwigsfelde 7 : 1
  Wissenschaft Potsdam 6 : 2
  Aufbau Potsdam 6 : 2
  Lokomotive Brandenburg 5 : 3
  Wissenschaft Bornim 2 : 6
  Lokomotive Oranienburg 0 : 8


  Bezirksligameisterschaften 1961

 

  Obwohl der Sieg in der Meisterschaft für die Judoka Motor Ludwigsfelde greifbar nahe war, gelang es diesen Kämpfern nicht, ein unentschieden gegen Wissensschaft Potsdam zu erreichen. Sie verloren (8: 4) gegen die Potsdamer Sportfreunde. Durch diesen Sieg hatten sich die Judoka von HSG Wissenschaft Potsdam den Bezirksligatitel von 1961 erkämpft. Sie hatten somit die Gelegenheit, an den Aufstiegskämpfen in die DS-Liga teilzunehmen. Aus der Bezirksliga stieg die Mannschaft von Lokomotive Oranienburg ab.

 

  Bezirksligameisterschaften 1961

 

  Wissenschaft Potsdam 4 : 0
  Lokomotive Brandenburg 4 : 0
  Aufbau Potsdam 4 : 0
  Wissenschaft Bornim 2 : 2
  Motor Ludwigsfelde 0 : 4
  Lokomotive Oranienburg 0 : 4
  Dynamo Königswusterhausen 0 : 4

 

  Bezirksligameisterschaften 1961


  Endstand:

 

  Wissenschaft Potsdam 8 : 2
  Motor Ludwigsfelde 7 : 3
  Aufbau Potsdam 6 : 4
  Lokomotive Brandenburg 5 : 3

 

  Am. 09. Oktober 1961 Bezirksklassemeisteschaften 1961

 

  Am 29. Oktober 1961 kamen die Kämpfe der Bezirksklasse zur Austragung. Die Mannschaften Lokomotive Brandenburg II, Wissenschaft Babelsberg, Dynamo Belzig, Vorwärts Geltow, Aufbau Potsdam II. Vorwärts Stahnsdorf, Wissenschaft Potsdam II, Traktor Friesenack, Motor Ludwigsfelde II, Lokomotive Oranienburg II, Dynamo Groß-Glienicke, Stahl Henningsdorf waren für die Bezirksklasse vorgesehen. Durch Abgänge einzelner Sportfreunde war es nicht jeder dieser Mannschaften möglich, an den Kämpfen teilzunehmen. Die in Babelsberg angereisten Mannschaften kämpften nach dem Modus - vier Minuspunkte scheiden aus. Nach spannenden Verlauf ergab sich, daß die Mannnschaften von ASK Vorwärts Stahnsdorf und Lokomotive Oranienburg II in die Bezirksliga aufstiegen.

Wir wünschen allen Mannschaften für das kommende Jahr einen guten Erfolg bei ihre Kämpfen.

 

 

Geschrieben: J. Hering


  - B e g i n n 1 9 6 2 -


  2 8 . 0 1 . 1 9 6 2 ; Graduierungs kämpfe bei Motor Skeuditz

  Die Sektion der BSG Motor Skeuditz veranstaltete erstmals am 28.01.1962 ein bezirksoffenes Graduierungs Turnier in ihrem Betriebssportheim für I., II und III. Kyu im Leicht- und Weltergewicht sowie für III., IV. und V. Kyu im Mittelgewicht. In beiden Klassen war es ein voller Erfolg, erkämpften sich doch im Leichtgewicht von 10 Judoka, bei je 3 Kämpfen, fünf Wertungspunkte zu nächsten Kyu und im Weltergewicht waren es sogar vier von fünf Kämpfern, die sich insgesamt 5,5 Wertungspunkte holten. Im Mittelgewicht waren elf Gelb-, neun- und fünf Grüngürtel vertreten. Hier war die Ausbeute nicht so groß, von 25 Kämpfern wurden nur sieben Wertungspunkte erkämpft. Man sollte bei solchen speziellen Graduierungskämpfen sich auf zwei Kyu-Grade beschränken. Die Sektionsleitung ist um eine Erfahrung reicher geworden, lieber weniger Kämpfer, so daß jeder gegen jeden kämpfen kann

  Hier die Ergebnisse



  Leichgewicht Kyu Verein Wertungspunkte
  Pusch II. Motor Lindenau 2
  Rögner II. DHFK Leipzig 1
  Hausmann II. DHFK Leipzig 1
  Fritsch I. DHFK Leipzig 0,5
  Hopfmann II. Motor Schkeuditz 0,5
         
  Weltergewicht      
  Schatter III. Empor HO Leipzig 2,5
  Faltin II. Motor Schkeuditz Leipzig 1,5
  Haushild III. Motor Lindenau 1
  Döllnig II. Dynamo Grimma 0,5
         
  Mittelgewicht      
  Schubert IV. Motor Schkeuditz 2
  Richter IV. Motor Schkeuditz 2
  Schlippe II. Aktivist Markkleeberg 1,5
  Reinke IV. Lokomotive Mitte Leipzig 1
  Klitzmann IV. Aktivist Markkleeberg 0,5

 

  Die Bilanz dieser Veranstaltung ergibt, daß es sich für den Gastgeber Motor Schkeuditz gelohnt hat, diese Kämpfe zu organinieren. Von vier Sportfreunden bei insgesamt elf Kämpfen wurden sechs Wertungspunkte erkämpft. Für den Anfang ein schöner Erfolg.


  Geschrieben R. Tränkner


  J a n u a r 1 9 6 2 Heft 1 Seite 13; Greizer Judoka unterlagen gegen die BSG Dynamo Schwerin

  In vier Vergleichskämpfen mit den jungen kampfstarken Judosportlern der BSG Dynamo Schwerin kamen die Judokas der BSG Dynamo Greiz über ein Unentschieden nicht hinaus.

In drei Verleichen behielten die Gäste die Oberhand, die damit den Gesamtvergleich mit 7 : 1 gewannen


  Ergebnisse    
  Dynamo Schwerin 1 12 : 0 Rotation Greiz 1
  Dynamo Schwerin 2 6 : 6 Rotaion Greiz 2
  Dynamo Schwerin 1 10 : 2 Rotation Greiz 1

  Einzelerfolge für den Gaastgeber gab es lediglich durch Scchupppe (Leicht) gegen Gruschinski (D), Nitzsche (Welter) gegen Böhm (D), Döhler (Schwergewicht) gegen Warnke (D) sowie Krämer (Schwergewicht) gegen Warnke (D) im dritten Vergleich und Schuppe (Leicht) im Hauptkampf gegen Knakowski (D) durcch Koshi-Nage

  Geschrieben: Sportfreund Böttcher

  0 4 . F e b r u a r 1 9 6 2 ; Schülerturnier in Berlin-Adlershof

  Am 4. Februar 1962 fand in Berlin Adlershof ein bezirksoffenes Schülerturnier statt. Leider waren einige Gewichtsklasen zu wenig oder gar nicht besetzt. Erfreulich war die Anzahl der anwesenden Kampfrichter die vom Sportfreund Becker, Hans abwechselnd zu de einzelnen Veranstaltungen eingesetzt wurden, so daß eine Überlastung in Zukunft nicht mehr eintrten kann.

 

  Ergebnisse:

 

  -27,5 kg Schüler B  
  1. Platz Reinhard Arndt Dynamo Helmut Just
  2. Platz Lupuleak ASK Vorwärts Berlin
  3. Platz Riemer Berliner Glühlampen Werke
       
  -30,0 kg    
  1. Platz Scheibner Dynamo Helmut Just
  2. Platz Lemon Dynamo Helmut Just
  3. Platz Quast Berliner Glühlampen Werke
       
  -33,0 kg    
  1. Platz Kebelmann Berliner Glühlampen Werke
  2. Platz Großklags Turbine Wasserwerke Berlin
  3. Platz Wilski Dynamo Helmut Just
       
  -37,5 kg    
  1. Platz Schulz, M Turbine Wasserwerke Berlin
  2. Platz Schulz, F. SG Dynamo Adlershof
       
  -40,0 kg    
  1. Platz Stiller ASK Vorwärts Berlin
  2. Platz Großkopf ASK Vorwärts Berlin
  3. Platz Löhmann ASK Vorwärts Berlin
       
  -35,0 kg Schüler A  
  1. Platz Isenheim SG Dynamo Helmut Just Berlin
  2. Platz Riemer Berliner Glühlampen Werke
  3. Platz Vorwerk Berliner Glühlampen Werke
       
  -37,5 kg    
  1. Platz Bozian ASK Vorwärts Berlin
  2. Platz Mintel Turbine Wasserwerke Berlin
       
  -40,0 kg    
  1. Platz Schulz Einheit Friesen Berlin
  2. Platz Neumann Berliner Glühlampen Werke
  3. Platz Freißdorf SG Dynamo Helmut Just Berlin
       
  -42,5 kg    
  1. Platz Bensch ASK Vorwärts Berlin
  2. Platz Ludewig Dynamo Helmut Just
  3. Platz Krause ASK Vorwärts Berlin
       
  -45,0 kg    
  1. Platz Bosin SG Dynamo Helmut Just Berlin
  2. Platz Bozian ASK Vorwärts Berlin
  3. Platz Schäfer SG Dynamo Helmut Just Berlin
       
  -47,5 kg    
  1. Platz Rauen Berliner Glühlampen Werke
  2. Platz Kirschner HSG Wissenschaft Berlin
  3. Platz Fuchs SG Dynamo Helmut Just Berlin
       
  -57,5 kg    
  1. Platz Adam SG Dynamo Helmut Just Berlin
  2. Platz Gebauer HSG Wissenschaft Berlin
  3. Platz Selachek Berliner Glühlampen Werke
       


  Geschrieben: Sportfreund Lehmann

  0 4 . 0 2 . 1 9 6 2 , Potsdam - Jugendtitelkämpfe des Bezirkes Potsdam

  Eine sehr starke Beteiligung hatten die am 04. Februar 1962 in Ludwigsfelde ausgetragenen Jugendmeisterschaften des Bezirkes Potsdam zu verzeichnen. Insgesamt stellten sich 88 Bewerber um den Bezirksjugendtitel der A- und B-Klasse dem Kampfgericht.

Unsere Nachwuchs-Judokas zeigten gutes technisches Können, und da es nicht nur um den Titelgewinn, sondern auch um die Qualifizierung für die Deutschen Einzelmeisterschaften in Berlin ging, gab es sehr heftige Auseinandersetzungen in allen Gewichtsklassen.

Ein Hinweis wäre noch dahingehend den Übungsleitern zu geben, daß das offensichtliche in-den-Bodenziehen beim Wurfansatz, das Hineinfallen in den Wurf sowie das Kopfstellen des Ukes bei den Kämpfern beseitigt wird.

Hervorzuheben sind die Leistungen aller Kampfrichter, die ihre Aufgabe gut lösten.

 

  Die neuen Bezirksmeister


  Jugend B    
  40,0 kg Haynicz Wissenschaft Potsdam
  45,0 kg Lohse Lokomotive Oranienburg
  50,0 kg Gürenowitz Wissenschaft Babelsberg
  55,0 kg Neumann Lokomotive Oranienburg
  60,0 kg Oelmann Dynamo Königswusterhausen
  65,0 kg Kreusburg Wissenschaft Potsdam
       
  Jugend A    
  50,0 kg Schröder Wissenschaft Potsdam
  55,0 kg Kelm Wissenschaft Potsdam
  60,0 kg Fabry Lokomotive Oranienburg
  65,0 kg Kattner Dynamo Königswusterhausen
  70,0 kg Hering II Motor Ludwigsfelde
  75,0 kg Mißbach Dynamo Königswusterhausen
  über 75,0 kg Freitag Lokomotive Oranienburg


  Geschrieben: Joachim Hering


  1 9 6 2 ; Dresdener Judo-Pionier - "W A  L  T  E  R  W  I  L  L  I  A  M  S "  - Zum 70. Lebensjahr

 

  Nachdem wir schon vielfach die sportliche Entwicklung jüngerer Spitzensportler und Funktionäre veröffentlicht haben, wollen wir hier die Sportlaufbahn eines der ältesten Mitarbeiter des Deutschen Judosports würdigen, der sich besonders im Bezirk Dresden große Verdienste erworben hat.

Walter Williams trat mit 15 Jahren dem Turnverein Großröhrsdorf in Sachsen bei. Wettkämpferisch betätigte er sich im Zwölfkampf. Durch Militärzeit und den ersten Weltkrieg mußte er seine Sportlerlaufbahn unterbrechen. Im Jahre 1920 trat er dem Arbeiter-Kraftsportverein "Sandow" in Dresden, wohin er durch Eintritt in die Verkehrspolizei übeersiedelte, bei. Hier widmete er sich dem Ringkampfsport und durch seine Leistungen qualifizierte er sich für die Städtemannschaft als Schwergewichtler.

Als Walter Williams 1924 einen dienstlichen Jiu-Jitsu-Lehrgang an der Sporthochschule Spandau absolvierte, erwachte sein Intresse für diese Sportart. Schon 1925 erkämpfte er sich den Polizeimeistertitel im Schwergewicht, den er 1926 erfolgreich verteidigte.

Kurz darauf machte sich Walter Williams in seinem erlernten Fleischerberuf selbstständig und übernahm als ehrenamtlicher Übungsleiter die Schwerathletik-Abteilung des VFL-Reichsbahn. 1930 war er von den japanischen Lehrern durch seinen Sieg über Professor Tani (4. Dan) den 1. Dan verliehen.

Im gleichen Jahr war Walter Williams Kapitän und Teilnehmer im Schwergewicht der Nationalmannschaft, die in 5 englischen Städten kämpfte und in allen Begegnungen die von Japanern trainierten Engländer sensationell besiegte. Bei den Deutschen Kampfspielen 1934 wurde er als vielseitiger Athlet Sieger im Judo und belegte den dritten Platz im Freistilringen. Seine sportlichee Laufbahn schloß er 1934 bei den Judo-Europameisterschaften in Dresden als Vizemeister im Schwergewicht.

 

 

Beim Wiederaufbau der sozialistischen Sportbewegung stellte er sich sofort als Kampfrichter für Judo zur Verfügung. Innerhalb der Sportvereinigung seiner Berufssparte bildete er 1959 miit Kurt Minkwitz die Sektion Judo der BSG Empor Löbtau und übernahm die Sektionsleitung. In dieser Eigenschaft ist er auf allen Kreifachausschußsitzungen zu finden und hat großen Anteil an den Aufstieg seiner Mannschaft zur Oberliga, die aber durch Kämpferausfall wieder in die DDR-Liga absteigen mußte.

Hoffenwir, daß es unserem Walter Williams noch lange Jahre vergönnt ist, Weiterausbau des Judosports mitzuwirken, wofür wir ihm, auch für die bisher geleistete Arbeit, nur danken können.


  Geschrieben: Willi Rother

  1 1 . F e b r u a r 1 9 6 2 Mannschaftsturnier in Oranienburg

  Am 11. Februar 1962 wurde mit einem Mannschaftsturnier (internationale Gewichtsklassen) die neue Turnhalle in Oranienburg eingeweiht.

Dem Kampfgericht stellten sich die Mannschaften von SG Dynamo Hohenschönhausen (Berlin), Dynamo Stralsund, Lokomotive Wismar, Lokomotive Stendal I und II sowie Lokomotive Oranienburg.

Eingeleitet wurde das Turnier durch einen Schüler-Vergleichskampf zwischen Dynamo Hohenschönhausen und Lokomotive Oranienburg. Mit 14 : 2 behielt die Staffel der Gastgeber die Oberhand.

Die Hohenschönhausener nahmen Favoritenstellen ein, abber trotzdem gelang es Lokomotive Stendal I nach einer harten Auseinandersetzung, durch Siege von Noack und Pagels 4 Punkte zu erzielen. Mit 10 : 2 Punkten siegte dann Dynamo Hohenschönhausen gegen Dynamo Stralsund. Da Lokomotive Oranienburg mit 12 : 0 gegen Lokomotive Stendal 10 : 2 gegen Lokomotive Wismar gewonnen hatte, mußte die Begegnung mit den Berlinern über den Turniersieg entscheiden. Nach ausgeglichenen Kämpfen konnte Lokomotive den Favoriten eine 8 : 4 Niederlage beibringen. Der Turniersieg der Oranienburger wurde noch durch einen 10 : 2 Erfolg über Stralsund gefestigt.

 

  Hier die Placierungen:

 

  Jugend B  
  1. Platz Lokomotive Oranienburg
  2. Platz Dynamo Hohenschönhausen
  3. Platz Lokomotive Stendal I
  4. Platz SG Dynamo Stralsund
  5. Platz Lokomotive Wismar
  6. Platz Lokomotive Stendal II


  Geschrieben: E. Rother


  1 1 . M ä r z 1 9 6 2 Berlin Bezirksmeisterschaften in Berlin


  Am 11.März 1962 fanden in Berlin die Bezirkseinzelmeisterschaften der Männer statt. Mit der Durchführung der Veranstaltung wurde der SC Dynamo Berlin beauftragt. Leider wurde auch diese Meisterschaft nicht ohnne organisatorische Schwächen durchgeführt, auf die ich aber später eingehen möchte.

Zunächst hier die Ergebnisse in den einzelnen Gewichtsklassen Jürgen Maier (SG Dynamo Hohenschönhausen) wurde seiner Favoritenrolle im Federgewicht gerecht, indem er sich den Ttitel erkämpfte und Koschny Einheit Weißensee Berlin, sowie Gotzmer (HSG Wissenschaft Berlin auf die Plätze verwies.

Im Leichgewicht starteten 13 Sportfreunde, Schwidurski (HSG Wissenschaft Berlin) konnte hier den ersten Platz erringen, es folgten 2. Platz Hummel Empor Seelenbinder) und weiter Pischa (HSG Wissenschaft Berlin) sowie Fenner Turbine Wasserwerke Berlin.

Die größte Teilnehmerzahl (16) hatte das Weltergewicht zu verzeichnen. Nach sehr lebhaften und spannenden Auseiandersetzungen gelang es Klaus Lindner (Dynamo Helmut Just ) sich gegen Scheidlock (ASG Berlin), Gruschka (HSG Wissenschaft Berlin) und Stein SC Dynamo Berlin) zu behaupten.

Mit der gleichen Härte und Konzentradition wurde in der mit 13 Teilnehmern besetzten Mittelgewichtsklasse gekämpft. Besonders Kliemann (HSG Wissenschaft Berlin) gefiel durch gute und vor allem taktisch-kluge Kampfesführung. Bis zum Schluß blieben die Plazierungen offen, da sich drei Sportfreunde der HSG unter den letzten viier Titelanwärtern befanden. Nach den Finalkämpfen gab es nachstehende Ergebnisse: 1. Platz Becker, 2. Platz Kliemann, 3. Platz Felschow (alle HSG Humold Uni Berlin) sowie Stein (Sportclub Dynamo Berlin).Im Halbschwergewicht erkämpfte sich Johannes Kluth (ASG Berlin) vor Hans Roth (HSG Wissenschaft Berlin) und Brumm (Turbine Wasserwerke Berlin) den Berliner Meistertitel.

 

 

  Im Schwergewicht setzte sich erwartungsgemäß Schönbacher (HSG Wissenschaft Berlin) vor Dumann (Empor Seelenbinder Berlin) und Wolf (Dynamo Helmut Just) durch. Zu den organisatorischen Schwächen wäre zu sagen, daß vom BFA Berlin in Verbindung mit dem DTSB endlich die Raumfrage für derartige Veranstaltungen gelöst werden muß. Der jetzige Zustand läßt hinsichtlich der beengten Umkleideräume sowie der Wettkampfstätte selbst sehr zu wünschen übrig, da viele Zuschauer und Kämpfer stundenlang stehen müssen. Des weiteren wäre es nötig, bei Meisterschaften jeder Art eine Plakatierung vorzunehmen, die vom BFA organisiert werden muß, um möglichst vielen Zuschauer Zuschauer zum Besuch unserer Veranstaltungen zu bewegen. Ebenso darf es nicht vorkommen, daß bei einer Meisterschaft die angeforderten Sanitäter nicht erscheinen und ein Eintriittsgeld für Zuschauer nicht erhoben wird. Es bleibt nur zu hoffen, daß sich bei zukünftigen Veranstaltungen derartige Mängel nicht wiederholen, damit der Judosport weitere Anhänger findet.



  Geschrieben: E. Lehmann

  24. und 25. März 1962 Kreismeisterschaften in Leipzig der Männer

  130 Kämpfer stellten sich am 24. und 25.März 1962 dem Kampfgericht und ließen somit von der quantitativen Seite her die Meisterschaften zu einem Erfolg Erfolg. Aber auch qualitativ demeonstrieten die Kämpfe die Vorwärtsentwicklung des Judosports in unserem Bezirk. Das Erfreuliche dieser Meisterschaften war daß gerade der Nachwuchs sich gegen viele Favoriten behauptete, allen voran der Leichtgewichtler Schnabel (DHFK Leipzig), der gut renomierte Kämpfer wie Rögner (DHFK Leipzig) Hopfmann (Motor Schkeuditz) und Pusch Motor Lindenau) entscheidend besiegen konnte und lediglich gegen den späteren Sieger Hausmann (DHFK Leipzig) durch Richterentscheid verlor. Der aus der Jugend kommende Wild (DHFK Leipzig) schaffte in der am stärksten besetzten Mittelgewichtsklasse das schier unmögliche und wurde dritter. Selbst ein so bewährter Mattenfuchs wie der Lok-Judoka Peter (1. Dan) konnte den Siegeszug dieses prächtigen Nachwuchssportlers nicht bremsen

Auch in diesem Jahr kam es zu dem erwarteten Kräftemessen der beiden Sportgemeinschaften Wissenschaft DHFK Leipzig und Lokomotive Mitte Leipzig, aber dennoch haben auch die anderen Gemeinschaften viel Boden gutgemacht. Auffallend, daß gerade in den leichten Gewichtsklassen - sieht man von Sieg des mehrfachen Deutschen Meisters Schneider (Lokomotive Leipzig im Federgewicht ab - die DHFK Leipzig eindeutig ihre Überlegenheit demonstrieren konnte. Wogegen in den schweren Gewichtsklassen Lokomotive Leipzig die besseren Kämpfer auf die Matte brachte.

 

  Hier die Ergebnisse


  Federgewicht    
  1. Platz Schneider Lokomotive Mitte Leipzig
  2. Platz Fritsch HSG DHFK Leipzig
  3. Platz Ludwig HSG DHFK Leipzig
       
  Leichtgewicht    
  1. Platz Hausmann HSG DHFK Leipzig
  2. Platz Schnabel DHSG DHFK Leipzig
  3. Platz Teichert HSG DHFK Leipzig
       
  Weltergewicht    
  1. Platz Daßler HSG DHFK Leipzig
  2. Platz Böhme HSG DHFK Leipzig
  3. Platz Singer HSG DHFK Leipzig
       
  Mittelgewicht    
  1. Platz Hänsch Lokomotive Mitte Leipzig
  2. Platz Kretzschmar Lokomotive Mitte Leipzig
  3. Platz Wild HSG DHFK Leipzig
       
  Halbschwergeicht    
  1. Platz Schneider HSG DHFK Leipzig
  2. Platz Stegemund Motor Gohlis Nord
  3. Platz Pelka Lokomotive Mitte Leipzig
       
  Schwergewicht    
  1. Platz Burghardt Lokomotive Mitte Leipzig
  2. Platz Schröder Motor Lindenau Leipzig
  3. Platz Fretzschner Lokomotive Mitte Leipzig


  Geschrieben: M. Mallek

  0 6 . O k t o b e r 1 9 6 2 "Mannschafts- und Einzeltuernier des DDR-Nachwuchses"

  Mit einem Mannschaftsvergleichskampf zwischen einer Nachwuchsauswahl der DDR und einer FSGT-Auswahl Frankreichs und eines anschließenden Turnier am 06. Oktober 1962 in der Sporthalle des Berliner Sportforums hatten unsere Judoka eine weitere Gelegenheit, ihre derzeitige Form zu überprüfen. Trotz herrlichen Wetters und vieler Sportveranstaltungen waren rund 300 Zuschauer Zeuge dieser Kämpfe, die Rahmen des Bezirks-Turn- und Sportfestes in Groß-Berlin-Ost anläßlich des 13. Jahrestages der Deutschen Demokratischen Republik durchgeführt wurde.

Unsere sympatischen Gäste aus Frankreich bewiesen mit ihrem kommen ihre brüderliche Solidarität zwischen den französischen und deutschen Judoka. Ihre neugewonnenen Eindrücke über die dem Frieden und der Freundschaft dienende Entwicklung in unserer Republik werden beitragen, die Freundschaftsbande weiter zu festigen und zu vertiefen.

Trotz des hohen Mannschaftssieges unserer Vertreter gab es sehr spannende Auseinandersetzungen, die ein gutes technischen Neveau hatten.


  Für unsere Auswahl kämpften:

 

  Leichtgewicht Wiesner Günter 1. Dan Sportclub Dynamo Berlin
    Daßler Burghard 1. Dan HSG DHFK Leipzig
           
  Mittelgewicht Borgward Wolfgang 1. Dan ASK Vorwärts Berlin
    Ernst Klaus III. Kyu Sportclub DHFK Leipzig
           
  Schwergewicht Lindner Armin I. Kyu SC DHFK Leipzig
    Geschonetz   III. Kyu SC DHFK Leipzig


  Im darauffolgenden Turnier konnten sich zwar von den französischen Sportlern im

 

  Leichtgewicht Ganel 2. Dan
    Blosiser 1. Dan
       
  Mittelgewicht Laumagen 1. Dan
    Maziers 1. Dan
       
  Schwergewicht Anton 2. Dan


  Für die Endkämpfe plazierten, jedoch mußten sie sich dann dem besseren technischen
  Können unserer Sportler beugen.


  Leichtgewicht    
  1. Platz Wiesner, Günter SC Dynamo Berlin
  2. Platz Schröder, Joachim Dynamo Berlin
  3. Platz Sobisch, Rainer SC Dynamo Berlin
  4. Platz Scholz ASK Vorwärts Berlin
       
  Mittelgewicht    
  1. Platz Smirat, Otto SC Dynamo Berlin
  2. Platz Brumm, Manfred Turbine Wasserwerke Berlin
  3. Platz Micka, Wolfgang SC Dynamo Berlin
  4. Platz Borgward, Wolfgang ASK Vorwärts Berlin
       
  Schwergewicht    
  1. Platz Nitz, Karl SC Dynamo Berlin
  2. Platz Lindner, Armin SC DHFK Leipzig
  3. Platz Jegust, Gerhard ASK Vorwärts Berlin
  4. Platz Geschoneck SC DHFK Leipzig

  Als beste Kämpfer der FSGT-Auswahl traten hervor:

Ganel und Magziers, die größten Teil ihrer Vorkämpfe gewinnen konten.

Von unseren Nachwuchssportlern fiel besonders Manfred Brumm von der BSG Turbine Wasserwerke Berlin auf Man kann ihn von dieser Stelle nur zurufen: Trainiere weiter so fleißig und zielstrebig, dann werden die sportlichen Erfolge auch nicht ausbleiben.

Europameister Sportfreund Herbert Niemann konnte wegen Verletzung nicht an den Kämpfen teilnehmen, und Sportfreund Erik Zielke mußte wegen Verletzung nach den Vorkämpfen ausscheiden. Beiden Sportlern wünschen wir auf diesem Wege recht gute Besserung.

Eine Nachbetrachtung zu den einzelnen Kämpfen bleibt der nächsten Nummer des Mitteilungsblattes vorbehaalten.


  Bericht Horst Barow und Heinz Reichow

  Mitteilungsblatt 1 9 6 2 M a i S . 1 5 , Unser Porträt: "G E R D S C H N E I D E R "

 

  Unser Sportfreund Gert Schneider gehört zu der Kategorie von Menschen, die sich schon als Kinder für den Sport interessieren und auch damit beschäftigen. Mit dem 11. Lebensjahr war er im Schwimmbecken sowie auf der Aschenbahn beheimatet, und bei leichtathletischen Wettkämpfen verdiente er sich die ersten Sporren als Mitglied der BSG Stahl Riesa

Sportfreund Gert Schneider erlernte den Beruf eines Dekorationsmalers, und nach Abschluß seiner Lehre war er noch zwei Jahre in diesem Beruf tätig. Da der Sport bei ihm stets im Vorgrund stand, bewarb er sich 1953 an der ABF der DHFK in Leipzig und bestand auch mit Erfolg die Aufnahmeprüfung. Bei seinem Studium widmete er sich besonders dem Judosport. Zusammen mit Hubert Sturm, der jetzt seine Trainertäigkeit beim ASK Vorwärts Berlin ausübt, absolvierte Gert Schneider seine Trainingsstunden bei dem Experten unseres Judosports Horst Wolf, dem derzeigen Präsidenten des DJV, Trainingsfleiß und Intensität brachten ihm schon in kurzer Zeit achtbare Erfolge. 1955 konnte er bei den Deutschen Meisterschaften im Leichtgewicht den dritten Platz erkämpfen.

Da aber auch das Studium große Anforderungen stellte, war es für Gert Schneider nicht leicht, die Aufgaben des Studenten mit denen des Leistungssportlers zu erfüllen. Es standen ihm in der Regel nur zwei bis drei Trainingsabende in der Woche zur Verfügung. Mit Erfolg legte er im Herbst 1956 die Prüfung zum 1. Dan ab. Imm gleichen Jahr bestand er auch sein Abitur mit der Note "gut" und wurde an der DHFK imatrikuliert.

Aber auch die ehrenamtliche Funktionstätigkeit blieb ihm nich fremd. Er arbeitete in der Leitung der Sektion Judo der HSG DHFK Leipzig mit und übernahm als Übungsleiter eine Nachwuchsgruppe. Gemeinsam mit Hubert Sturm trainierte er die Judoka der BSG Chemie Bitterfeld und leitete auch das Judo-Training der BSG Motor Schkeuditz.

 

 

Nach der Teilnahme an den Studenten-Europameisterschaften in Frankreich 1958 beendete Sportfreund Gert Schneider imJahre 1959 seine Laufbahn als aktiver Wettkämpfer mit dem Start zu den Deutschen Meisterschaften, bei denen er im Weltergewicht den Rang eines Vizemeisters belegen konnte. Die Prüfung für den 2. Dan bestand er im gleichen Jahr und schloß 1960 sein Studium an der DHFK Leipzig erfolgreich als Diplomsportlehrer ab.

Ein sehr großes Betätigungsfeld fand Gert Schneider beim SC Dynamo wo er zusammen mit Henry Hempel das Training leitet. Er arbeitet im BFA Judo Groß-Berlin als Vorsitzender der Trainerkommission und ist stellvertrender Vorsitzender der Jugenkommission des DJV.

Als Kandidat der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands erfüllt Gerd Schneider gewissenhaft seine gesellschaftlichen Aufgaben und setzt sich für den Sieg des Sozialismus ein. Wir sind uns gewiß, daß unser Sportfreund Gerd Schneider seine Kenntisse und Erfahrungen dem aufwärtsstrebenden Nachwuchs übermitteln wird und wünschen ihm noch viele Erfolge und Schaffenskraft in seiner Arbeit. Nochmals herzlichen Glückwunsch zum 3. Dan.

 

  Redaktion des DJV: Walter Ludwig


  Mitteilungsblatt 1 9 6 2 M a i S. 15, Unser Porträt: "H E L M U T  B A R K 3. Dan Vors.
  Kari.-Komm des DJV

 

  Die Ablegung der Prüfung zum 3. Dan war eigentlich der Anlaß, mich mit Sportfreund Helmut Bark über seine Laufbahn zu unterhalten. Wir kennen uns schon seit einer Reihe von Jahren und ich muß schon sagen, daß er durch sein sympatisches Wesen sich sehr viele Freunde im Judosport geschaffen hat. Andererseits ist es ihm aber nicht sympatisch, daß ich hier in unserem Fachorgan über seine Erfolge berichte, denn er will bescheiden im Hintergrund bleiben. Es war nicht leicht, alles das von Helmut Bark zu erfahren, was auch unsere Leser interessiert, aber in einer zwanglosen Unterhaltung habe ich mir doch einige Notizen gemacht, die ich hier wiedergeben möchte.

Helmut Bark ist geborener Berliner und erreiicht noch in diesem Jahr das "36.". Obwohl er schon seit 1941 mit dem Judosport auf "Du" und "Du" steht und in der Jugend achtbare Erfolge zu verzeichnen hatte, stieg er doch erst nach 1945 voll und ganz in unseren schönen Kampfsport ein. Durch zielbewußtes Training, unter Anleitung des Trainers Hans Becker, erkämpfte er sich 1949 den Berliner Meistertitel im Leichtgewicht. Damit waren die Würfel für seine Bewährungsprobe gefallen und die Erfolgsserie riß nicht ab, obgleich zum Weltergewicht überwechselte. Vielfacher Meister, Mitglied der Nationalmannschaft und internationale Erfolge spiegeln seine Leistungen wider. Bei einem Blick in sein Startbuch überzeugte ich mich, daß Helmut Bark 130 Kämpfe absolviert hat und davon nur 17 verlorengingen. Gekrönt wurde seine aktive Leistung 1956 mit der hohen Auszeichnung "Meister des Sports".

 

 

Schon als aktiver Judoka beschäfftigte sich Helmut Bark mit der Übungsleitertätigkeit und sah seine Hauptaufgabe darin, seine Erfahrungen und Kenntnisse dem Judonachwuchs zu übermitteln. Durch die sy-stematische Weiterbildung im DJV, besonders unter der Anleitung des Sportfreundes Horst Wolf, konnte sich Helmut Bark auch als Trainer weiter qualifizieren. Auch in dieser Eigenschaft blieben die Erfolge nicht aus und die von ihm trainierten Sportgemeinschaften, Empor , "Werner Seelenbinder" und Humbold-Universität Berlin, haben einen achtbaren Leistungsanstieg zu verzeichnen. Daß die Uni-Mannschaft von Berlin auch in diesem Jahr erfolgreich den Deutschen Mannschaftstitel verteidigen konnte, ist nicht zuletzt sein Verdienst.

Viel Mühe und Zeit nimmt außer seiner beruflichen Tätigkeit als Projektant im Fernmeldewesen, seine ehrenamtliche Arbei im Verband, besonders als Vorsitzender der Kampfrichterkommission, in Anspruch. Sein Bestreben wird es sein, auch noch die Prüfung für den 4. Dan abzulegen.

Wünschen wir unserem Helmut Bark noch viel Schaffenskraft und Erfolge bei der Entwicklung unseres Judosportes.


  Redaktion des DJV: Walter Ludwig


  1 6 . S e p t e m b e r 1 9 6 2 Bezirksmannschaftsmeisterschaft "Kampfstarke Schweriner
  Judoka!" in Schwerin

 

  Am 16. September 1962 absolvierten die Judokas des Bezirkes Schwerin ihre Bezirksmannschaftsmeisterschaften der Männer und der Jugend, und gleichzeitig wurden auch die Einzelmeisterschaften der Schüler durchgeführt. Als Veranstalter zeichnete die Sektion Judo der SG Dynamo Schwerin. Außer dem Gastgeber, der zwei Mannschaften und eine Jugendmannschaft stellte, nahmen noch Dynamo Bützow und Dynamo Parchim teil. Die SG Post Güstrow war leider infolge Terminschwierigkeiten verhindert, und die SG Dynamo Wittenberg und Perleberg beteiligten sich lediglich als Kampfgemeinschaften in Stärke von je 4 Judoka. Mit den um die Einzelmeisterschaften kämpfenden Schüler starteten insgesamt 80 Aktive, eine für die Argrarstruktur des Bezirkes ungewöhnlich große Zahl, ein bedeutsames Zeugnis für eine erfolgreich Breitenarbeit. Die Kämpfe selbst zeigten einen erfreulichen Leistungsanstieg in technischer Hinsicht.

Es war eine Freude, auch den jüngsten Nachwuchs auf der Matte zu sehen, der ebenso verbissen um den Sieg kämpfte wie die Jugend und die Männer.

Neuer Bezirksmannschaftsmeister wurde die rste Männer-Mannschaft der SG Dynamo Schwerin mit 8 : 0 gefolgt von der zweiten Schweriner Schweriner Männerstaffel mit 6 : 2. Den dritten Platz belegte Dynamo Güstrow vor Parchim.

Auch den Bezirks-Jugendtitel erkämpften die Schweriner und verwiesen Bützow und Parchim auf die Plätze.

Die Verlierer gaben ihr Bestes, konnten jedoch gegen die zur Zeit außerordentlich kampfstarken Schweriner in deren Reihen einem ersten Dan, auch der Jugendmeister im Schwergewicht 1962 Klaus Hennig kämpften, nicht aufkommen.

 

 

Hier diem Mannschaftsaufstellung der Ersten und Zweiten Mannschaft der SG Dynamo Schwerin:

1. Mannschaft 1.Günter Nowak (3. Kyu), Willi Gruschinski (4. Kyu), Heinz Stiller 2. Kyu), Gerhard Czerwinski (2. Kyu), Udo Budzinski (1. Dan) und Siegfried Zerk (2. Kyu).

2. Mannschaft:Karl Heinz Jasse (5. Kyu), Manfred Pirch (5. Kyu), Erwin Haase (4. Kyu), Hans Felske (5. Kyu), Bruno Losehand (3. Kyu) und Klaus Hennig (4. Kyu)


  Berichterstatter: Gerhard Hennig

  1 9 6 2 S e p t e m b e r S. 19, Unser Porträt: " W I  L  L  I   L  O  R  B  E  E  R " 3. Dan
  Verdienter Meister des Sports

 

  Als weiteren Träger des 3. Dan wollen wir hier unseren Willi Lorbeer, Trainer beim ASK Vorwärts Berlin vorstellen.

Sportfreund Willi Lorbeer ist geborener Spree-Athener, zählt 47 Lenze und feiert in diesem Jahr schon sein 28jähriges Judo-Jubiläum.

Es war im Jahre 1934, als er bei der Sportvereinigung Ost-Berlin, unter Anleitung des Sportfreundes Hanne Becker, die ersten Trainingsstunden absolvierte. Dort lernte Willi Lorbeer auch unseren unvergessenen Werner Seelenbinder kennen und kämpfte später mit ihm und Hans Becker in einer Mannschaft.

Seine Liebe zum Judosport, sein eifriger Traiingsfleiß halfen ihm bald zu einer guten Leistungsentwicklung, die durch den Weltkrieg jäh unterbrochen wurde. Nach 1945 widmete er sich wieder dem Judosport und betätigte sich bei der BSG Lokomotive Leipzig als Übungsleiter. Hier kämpfte er noch erfolgreich als 39jähriger Leichtgewichtler in der Lokomotive-Oberliga-Staffel.

Eifrig war Willi Lorbeer bemüht, sich als Übungsleiter bzw. Trainer zu vervollkommenen, nahm an Lehrwart-Lehrgängen teil und hatte in unseren jetzige Präsidenten Horst Wolf einen vorbildlichen Lehrmeister. Sportfreund Willi Lorbeer wurde 1954 Mitglied der HSG Wissenschaft DHFK Leipzig.

 

 

Von 1952 bis 1955 übte er als Bezirkslehrwart im Fachausschuß Leipzig eine fruchtbringende Funktion aus und stellte sich dann 1958 dem Trainerrat des DJV zur Verfügung. In diesem Jahr wurde er auch als hauptamtlicher Trainer zum ASK Vorwärts nach Berlin berufen, und unter seiner Leitung erkämpfte sich die Vorwärts-Staffel zweimal den Deutschen Meistertitel. Wie erfolgreich sich seine Trainerarbeit dei dem ASK Vorwärts Berlin auswirkte, zeigen die erreichten Leistungsziele seiner Schützlinge.

Zehn ASK-Judoka wurden mit dem Deutschen Meisstertitel ausgezeichnet und viermal wurde der hohe Titel "Meister des Sports" an Sportler seines Kollektivs vergeben.

Willi Lorbeer kann stolz darauf sein, daß seine Judoka auf internationalen Matten ihre Bewährungsprobe überzeugend bestanden. Herbert Niemann erkämpfte sich zweimal den Europatitel, und zwei Silbermedaillen sowie eine Bronzemedaille brachten die Sportfreunde Niemann und Zielke von den Europameisterschaften mit.

Die Prüfung für den 1. Dan legte Willi Lorbeer 1956 ab, den 2. Dan erhielt er 1958 und den 3. Dan 1961.

 

 

Außerdem beendete er sin dreijähriges Trainerfachschulfernstudium in diesem Jahr.

Für besondere Leistungen wurde Willi Lorbeer viermal mit der diesbezüglichen Medaille ausgezeichnet und ebenso erhielt er die Verdienstmedaille der NVA in Bronze und Silber. Den höchsten Titel, der in unserer sozialistischen Sportbewegung vergeben wird, Verdienter Meister des Sports, erhielt er in diesem Jahr. Damit wurden die Verdiienste seiner Trainertätigkeit eindeutig eindeutig dokumentiert.

Wir hoffen, daß mit diesem hier kurz aufgezeigten sportlichen Lebenslauf unserem Willi Lorbeer neue Impulse für seine Schaffenskraft gegeben werden und wir noch oft von ihm den Leistungen seines Kollektivs in unserem Judo-Mitteilungsblatt berichten können.


  1 6 . D e z e m b e r 1 9 6 2 "Jahresabschluß turnier in Frankfurt-Oder

  Am 16. Dezember 1962 führte die Sektion der SG Dynamo "Peter Göring" Frankfurt-Oder im FDGB-Haus ein Pokal-Turnier der "Jugen Pioniere" durch.

  Pokalsieger wurden:

 

  32,5 kg    
  1. Platz Egler SG Dynamo Eisenhüttenstadt-Nord
       
  35,0 kg    
  1. Platz Bolatzky SG Dynamo Fürstenwalde
       
  37,5 kg    
  1. Platz Franke SG Dynamo "Wilhelm-Pieck-Stadt" Guben
       
  40,0 kg    
  1. Platz Hoffmann SG Dynamo Eisenhüttenstadt-Nord
       
  -42,5 kg    
  1. Platz Scherer SG Dynamo Eisenhüttenstadt-Nord
       
  -45,0 kg    
  1. Platz Herke SG Dynamo Eisenhüttenstadt-Nord
       
  -47,5 kg    
  1. Platz Baumann SG Dynamo Fürstenwalde
       
  -50,0 kg    
  1. Platz Preuße SG Dynamo "Peter Göring" Frankfurt-o
       
  -52,5 kg    
  1. Platz Schweda SG Dynamo "Peter Göring" Frankfurt-o
       
  +52,5 kg    
  1. Platz Dlugosch SG Dynamo Angermünde


  Berichterstatter: Günter Borth

  D e z e m b e r 1 9 6 2 Seite 29 " Porträt" W I  L  L  I    F I  E  T  S C H aus Gera

 

  Auch im Deutschen Judo-Judo-Verband gibt es viele Funktionäre, die nie groß an die Öffentlichkeit treten und dere Namen wenig bekannt sind.

Sie erfüllten ihre ehrenamtlich übernommenen Aufgaben mit großer Präzision, sind stets darauf bedacht, daß die Entwicklung des DJV der DDR voranschreitet und legen auf Dankesworte keinen besondren Wert. Zu diesen Funktionären zählt unser Willi Fietsch aus Gera, der sich schon über Vierjahrzehnte dem Judosport widmet. Seit 1906 gehört er der Areitersportbewegung an. Nach der Beendigung seiner Lehrzeit als Dreher ging Willi Fietsch auf Wanderschaft und übte de Sport in Arbeitersportvereinen in vielen Städten Deutschlands aus.

Nach dem ersten Weltkrieg trat Sportfreund Willi Fietsch dem Arbeitersportverein "Vorwärts" Zwötzen bei, und da hier der Judosport noch keinen Fuß gefaßt hatte, beschäftigte er sich mehr mit dem Boxsport.

 

  Im Jahre 1922 gelang es ihm, den Judosport in seinem Bezirk einzuführen. Auf Grund seiner Initiative schritt der Aufbau in Eisenberg gut voran, und er leitete die Ausbildung in ganz Thüringen. Sportfreund Willi Fietsch fungierte dann als Sportwart des Kreises Gera, später leitete er die Gruppe Mitteldeutschland als Sportwart. Er nahm auch Verbindung mit München, Düsseldorf, Hamburg, Berlin, Leipzig und Görlitz auf, wo der Judosport schon ein gutes Fundament hatte. 1923 und 1924 gab es die ersten Kämpfe gegen Eisenberg.

 

 

 

Im Jahre 1926 zum Sportfest des Arbeiterathletenbundes in Ludwigshafen kam es erstmalig zu einem großen Kampf zwischen München und Berlin. Zu diesem Zeitpunkt übte auch Willi Fietsch die Funktion als Bundessportwart im Judo aus und leitete viele Lehrgänge.

Als Funktionär im Judo war Willi Fietsch an den gewaltigen Turnfesten der Arbeitersportler 1929 in Nürnberg und an der Arbeiter-Olympiade 1931 in Wien beteiligt.

In der Zeit des Naziregimes hatte er sich niccht sportlich betätigt, aber nach 1945 war Sportfreund Willi Fietsch sofort dabei, den Judosport im Bezirk aufzubauen. An dem großen Aufschwung in Greiz, Gera, Eisenberg usw. hat er bedeutenden Anteil. Von 1955 bis 1961 nahm er den Vorsitz des FA Gera ein und war lange Jahre Mitglied des Präsidiums des DJV sowie Vorsitzender der Jugendkommission. Er ist auch Mitglied des Bezirksvorstandes Gera des DTSB.

 

 

Für seine großen Verdienste wurde Willi Fietsch 1959 mit dem Ehren-Dan ausgezeichnet.

Trotz seiner 71 Lenzen ist er noch heute ein sehr rühriger ehrenamtlicher Funktionär im Bezirk Gera und führt die ihm übertragenen Arbeiten mit großem Pflichbewußtsein aus

Abschließend bleibt uns nur noch der eine Wunsch offen, daß unserem Willi Fietsch noch sehr viel Schaffensfreude vergönnt sein möge.


  Geschrieben; Redaktion Judo der DDR Walter Ludwig

  - B e g i n n 1 9 6 3 -


  J a n u a r 1 9 6 3 ; Bekanntmachung: B E R L I N E R J U D O K A !

 

  Bedingt durch die schlechten Witterungsverhältnisse hat sich das "Offene Dojo" des SC Dynamo Berlin, das jeden Mittwoch in der Turnhalle des Sportforums durchgeführt wird, zu einem Treffpunkt aller Berliner Judoka entwickelt. Viele Judoka brachten offen ihre Zustimmung zu diesem gemeinsamen Randoriabend der Berliner Judosektionen zum Ausdruck.

Im allgemeinen haben diese gemeinsamen Trainingsstunden, an den auch ständig einige unserer Spitzenkräfte vom SC Dynamo teilnehmen, unseren Judoka nicht nur über die schwere Zeit des harten Winters hinweggeholfen, sondern ihnen auch in ihrer kämpferischen Entwicklung und sehr viel gegeben.

Der Trainerrat des BFA Judo Groß-Berlin empfiehlt allen Berliner Gemeinschaaften, die Gelegenheit, die sich ihnen hier bietet, weiter wahrzunehmen, um auch der breiten Entwicklung unseren Judokampfsports wirksam werden zu lassen.

 

  BFA Judo Groß-Berlin Trainerkommission: Gerd Schneider

 

  0 3 . M ä r z 1 9 6 3 "DDR-Offenes Gürtel-Pokal-Turnier

 

  03. März 1963 fand in der Dynamo Sporthalle das DDR-offene Gürtel Pokal-Turnier des BFA Berlin statt.. Es wurde wie in jeden Jahr in den dre i internationen Gewichtsklasssen vom III. bis zum 2. Dan ausgetragen.

Die meisten Kämpfer stellten sich in der Leichtgewichtsklasse dem Kampfgericht. Sieger im II. Kyu wurde Markstein (HSG Wissenschaft Berlin) vor Schulz (Dynamo "Helmut Just Berlin) und Käseberg (Dynamo Adlershof). Auch den Pokal im II. Kyu erkämpfte sich ein Sportler der HSG Wissenschaft Berlin, Schwiedurski sigte vor Ernst (Dynamo Magdeburg) und Lenger (ASK Vorwärts Berlin).

Zum dritten Mate erkämpfte sich Hinrich ( SG Dynamo Berlin)-Süd) den Pokal 1. Kyu, der somit in seinen Besitz überging. Knape BSG Motor Süd-Ost Magdeburg wurde nur Zweiter, und Münchhausen vom (ASK Vorwärts Berlin) kam auf den dritten Platz.

In der Dan-Klasse fehlten nur Daßler, Burgard (DHFK Leipzig) und Erich Zielke (ASK Vorwärts Berlin) Außer diesen beiden Judoka war die gesamte Spitzenklasse vertreten. Wiesner, Günter (SC Dynamo Berlin) belegte den 1. Platz vor Schröder, Joachim (SC Dynamo Berlin) und Klaus Lindner (SG Dynamo Helmut Just)

 

 

Auch die Mittelgewichtsklasse war gut besetzt. Klaus Enrst (ASK Vorwärts Berlin) erkämpfte den Pokal für den III. Kyu vor Bierotte (SG Dynamo Magdeburg) und Naumann Motor Karl-Marx Stadt). Im II. Kyu siegte Potyralla, Fred SC Dynamo Berlin) vor dem deutschen Meister Arno Kliemann (HSG Wissenschaft Berlin) und Clemenz (ASK Vorwärts Berlin). Nur drei Aktive waren im I. Kyu des Mittelgewichts am Start, und hier erkämpfte sich Manfred Block (SG Dynamo Fürstenwalde) den Pokal. Dramatisch bis zum letzten Kampf waren die Auseinandersetzungen in der Dan-Klasse. Hier gewann Wolfgang Micka (SC Dynamo Berlin nach seinem Sieg über Wolfgang Borgwardt (ASK Vorwärts Berlin) vor Otto Smirat (SC Dynamo Berlin).

Im Schwergewicht war die Teilnehmerzahl am gerinsten. Den Pokal für den II. Kyu gewann Sepp Schönbacher (HSG Wissenenschaft Berlin) zum dritten Male und damit endgültig.

Felsch (SC Dynamo Berlin besiegte im I. Kyu Armin Lindner (SC DHFK Leipzig) und Klaus Milow (SG Dynamo Fürstenwalde).

 

 

Seine zweite Niederlage innerhalb 14 Tagen mußte Europameister Herbert Niemann (ASK Vorwärts Berlin) hinnehmen. Nitz, Karl (SC Dynamo) schlug Herbert Niemann mit einem vollen Punkt. Damit war sein Sieg zum Pokalgewinn geebnet, und Herbert Niemann(ASK Vorwärts Berlin) konnte nur den zweiten Platz vor Gerhard Jegust (ASK Vorwärts Berlin) belegen.

Das Turnier gab unsere Kämpfern eine gute Vorbereitung für ddie bevorstehenden inteernationalen Auseinander


  Geschrieben: Gert Schneider Chetrainer Judo beim SC Dynamo Berlin


  0 7. A p r i l 1 9 6 3 EM der Jugend im Bezirk Halle in Köthen


  Die Bezirkseinzelmeisterschaften wurden am 07. April in der Aula des Lehrerbildungsinstitut in Köthen ausgetragen. Die Teilnahmeberechtigung mußten sich die Judoka in den vier Staffeln des Bezirkes erkämpften, denn nur die zwei Erstplazierten jeder Gewichtsklasse aus jeder Staffel sind nach der Ausschreibung startberechtigt.

Hier zeigte sich ein Mangel in der Ausschreibung des BFA, der zur Folge hatte, daß leider keiner der Gewichtsklassen mit acht Kämpfern besetzt war. Dies hatte wiederum den Nachteil daß dem Bezirk Halle im Wettbewerb des DTSB eine ganze Anzahl von Sportklassifizierungen verloren gingen. Die verantwortlichen Funktionäre müssen bei kommenden Meisterschaften diesen Übelstand in der Ausschreibung beseitigen und den acht bbesten Kämpfern die Teilnahme an der Bezirkseinzelmeisterschaft errmöglichen.

So war zu verzeichnen, daß in der Jugend B nur 24 Kämpfer und in der Jugend A 41 Akktive an den Start gingen. Die startenden Sektionen hatten folgende folgende Teilnehmerzahlen aufzuweisen: Chemie Bitterfeld 8, Lok Köthen und Dynamo Quedlinburg je 7 , Piesteritz 6 Dynamo Roßlau und Wissenschaft Halle je 5, Motor Halle 4, Dynamo Aschersleben, Dynamo Sangerhausen, Dynamo Dessau, Stahl Hettstedt, Lok Weißenfels und Naumburg je 3, Dynamo Merseburg 2 und Dynamo Halle, Dynamo Leuna sowie Chemie Leuna stellten nur je 1 Kämpfer.

Allein an dieser Aufstellung ist zu erkennen, daß die Jugendarbeit im Bezirk noch mehr beachtet werden muß, um in Zukunft die noch vorhandene Lücke in der Nachwuchsarbeit zu schließen. Die verantwortlichen Funktionäre für Jugendsport sollten sich sehr ernste Gedanken darüber machen, wie diese Aufgabe erfüllt werden kann und nicht vergessen im Mitteilungsblatt über ihre Arbeit zu berichten. Ich denke z. B. an Werbeveranstaltungen, Olympia Treffs sowie an den Abschluß von Patenschaftsverträgen mit Schulen.

 

 

Betrachtet man den technischen Leistungsstand, daß der Meisterschaft die Mehrzahl der Begegnungen durch Anwendung der verschiedenen Wurf- oder Bodentechniken gewonnen wurden. Hier zeigen sich bereits die ersten Früchte durch den Beschluß der Erlangung des nächst höheren Kyu. Die Trainer und Übungsleiter sollten auch in ihrer weiteren Arbeit großen Wert auf ihre Erlernung einer sauberen Kampftechnik legen.

Die Graduierung der Teilnehmer zur Meisterschaft zeigte folgendes Bild.

Jugend B: 5. Kyu 18 Sportfreunde und den 4. Kyu 6 Sportfreunde.

Jugend A: 5. Kyu 27 , 4. Kyu 4. Kyu 8 , 3. Kyu 4 und 2. Kyu 2 Sportfreunde.Hieraus ergibt sich die Frage, wie soll ein Kämpfer, der im Besitz des 2. Kyu ist und im Bezirk in seiner Gewichtsklasse nur Kämpfer mit dem 5. Kyu sind, seine Kampfpunkte erreichen, damit er zur Prüfung für den nächsten Kyu zugelassen wird?

Unser Vorschlag dazu:

Könnten in so e3inen Fall nicht auch 25 bzw. 30 gewonnene Kämpfe bei Meisterschaften oder bezirksoffenen Turnieren gewertet werden?

Ich hatte einen verantwortlichen Funktionär des Deutschen Judo-Verbandes, seine Meinung dazu in der nächsten Ausgaben des Mitteilungsblattes zu veröffentlichen.

 

  Den Titel eines Bezirksmeisters 1963 erkämpften sich:

 

  B-Jugend

 

  45,0 kg    
  1. Platz Müller Dynamo Quedlinburg
  2. Platz List Chemie Piesteritz
  3. Platz Richter Chemie Piesteritz
       
  50,0 kg    
  1. Platz Mente Dynamo Quedlinburg
  2. Platz Schuck Chemie Piesteritz
  3. Platz Weber Wisenschaft Halle
       
  55,0 kg    
  1. Platz Bach Lokomotive Köthen
  2. Platz Schumann Dynamo Aschersleben
  3. Platz Schröders Dynamo Roßlau
       
  60,0 kg    
  1. Platz Brandt Wissenschaft Halle
  2. Platz Stamm Dynamo Aschersleben
  3. Platz Kleider Dynamo Roßlau
       
  65,0 kg    
  1. Platz Schötzau Wissenschaft Halle
  2. Platz Osswald Dynamo Dessau
       
  +65,0 kg    
  1. Platz Mühlenhoff Chemie Bitterfeld
  2. Platz Bressel Dynamo Quedlinburg
  3. Platz Beiersdörfer Stahl Hettstedt
       
    Ergebnisse Jugend A
  55,0 kg    
  1. Platz Paschke Chemie Bitterfeld
  2. Platz Gutscher Wissenschaft Halle
  3. Platz Walter Dynamo Leuna
       
  -60,0 kg    
  1. Platz Kraze Lokomotive Köthen
  2. Platz Rösel Chemie Bitterfeld
  3. Platz Dietrich Chemie Bitterfeld
       
  -62,5 kg    
  1. Platz Köllner Lokomotive Köthen
  2. Platz Dorandt Lokomotive Köthen
  3. Platz Burkhardt Motor Halle
       
  -65,0 kg    
  1. Platz Strasser Chemie Piesteritz
  2. Platz Julitz Dynamo Quedlinburg
  3. Platz Matzke Wissenschaft Halle
       
  70,0 kg    
  1. Platz Arnold Lokomotive Köthen
  2. Platz Gerecke Chemie Piesteritz
  3. Platz Schneider Dynamo Merseburg
       
  -75,0 kg    
  1. Platz Brenner Motor Halle
  2. Platz Winter Lokomotive Naumburg
  3. Platz Trahorsch Dynamo Quedlinburg
       
  +75,0 kg    
  1. Platz Klapproth Dynamo Aschersleben
  2. Platz Lange Lokomotive Köthen
  3. Platz Burkhardt Chemie Piesteritz

 

  Die Kämpfe wurden auf zwei Matten ausgetragen ubd von den Kampfrichtern Heinz Kölbel, (1. Dan), Krüger (1. Kyu), Sand (1. Kyu), Walter Kühn (1. Kyu), Wagner (1. Kyu), Steuer (1. Kyu) und Höhne (2. Kyu einwandfrei geleitet.


  Noch ein Hinweis für den Veranstalter


  Es ist doch sehr schön, wenn die Sieger einer Meisterschaft nach nach der Beendigung zur Siegerehrung eine Urkunde erhalten und nicht nur mit Händedruck bbeglückwünscht werden. Zum Schluß sei noch allen ehrenamtlichen Helfern, die zum Gelingen dieser Veranstaltung beitrugen, der herzlicchste Dank für ihre geleistete Arbeit übermittelt.


  Berichterstatter: Sportfreund Rau


  1 2 . 0 4 . 1 9 6 3 ; Pokalturnier der Dynamo Jugend


  Alljährlich findet in Schmölln das zur Tradition gewordene Pokalturnier der Jugendauswahlmannschaften der SV Dynamo, an dem starke Bezirke beteiligt sind.

So werden am 12. April 1963 aus den Bezirken Dresden, Frankfurt-Oder, Halle und Leipzig je zwei Bezirksauswahlmannschaften um den Pokal der I. und II.. Jugendmannschaft kämpfen

Am Start sind auch sieben Judoka, die sich bei den Deutschen Jugend-Einzelmeisterschaften 1962 plazieren konnten. Daraus ist zu ersehen, daß dieser Karfreitag zu einem großen Erlebnis aller beteiligten Mannschaften und der Zuschauer wird.

Eingeleitet wird das Pokalturnier mit Kämpfen der Frauen und des jüngsten Nachwuchses.

Rückblickend kann festgestellt weren, daß die Pokale von Bezirk zu Bezirk gewandert sind.

1961 erkämpfte die erste Jugendauswahl des Bezirkes Dresden den Pokal und 1962 ging dieser Pokal an den Bezirk Leipzik. Die zweite Jugendauswahl des Bezirkes Leipzig brachte 1961 den kleinen Pokal in ihren Besitz, der dann 1962 Jahresbesitz des Bezirkes Halle überwechselte. Wer die Pokalgewinner 1963 sein werden, entscheidet das Turnier am 12. April 1963 im FDGB-Haus in Schölln.


  1 5 . S e p t e m b e r 1 9 6 3 " Neubrandenburger Bezirksmeisterschaften in Neustrelitz


  In Neustreliz wurden am 15. September 1963 die diesjährigen Bezirksmeisterschaften ausgetragen. Vorweg wäre zu sagen, daß diese Meisterschaften vvon der SG Dynamo Neustrelitz bestens vorbereitet wurden. Wenn auch die Leistungen gegenüber dem Vorjahr gestiegen sind,was nicht nur allein an den Zugängen aus anderen Bezirkeen liegt, zum Beispiel Neubauer, Heßland (HSG Halle) Koschny (Berlin(Berlin), so weist doch die Teilnehmerzahl eine ungenügende Breitenarbeit auf. Wo waren die Judoka aus Torgelow, Trollenhagen, Neubrandenburg und Karpin von ASG Vorwärts?. Außer Dynamo Neubrandenburg konnte auch die Teilnehmerzahl der Dynamo Sektionen bei weitem nicht befriedigen. Wie wollen die Sektionen eine Kampfstarke Mannschaft aufbauen, wenn nicht genügend Nachwuchs vorhanden ist?.

Von den letzten Bezirks-Mannschaftsmeisterschaften ausgehend, war Dynamo Dynamo Neubrandenburg bis auf das Schwergewicht, in allen Klassen Favorit. Dadurch, daß die Anklamer Zuwachs von Halle bekamen, wurden sie särker, als die letzten Turniere es zeigten. Lokomotive Malchin gelang es auch mit den Gebrüder Jähnke und Brinkmann im Halbschwergewicht und Schwergewicht für eine Leistungsteigerung in diesen beiden Klassen zu sorgen.


  Hier die einzelnen Plazierungen:



       
  Federgewicht    
  1. Platz Koschny Dynamo Neubrandenburg
  2. Platz Soltwisch Dynamo Neubrandenburg
  3. Platz Teller Dynamo Pasewalk
       
  Leichtgewicht    
  1. Platz Heßland Dynamo Anklam
  2. Platz Braun Dynamo Neubrandenburg
  3. Platz Behm Dynamo Neubrandenburg
       
  Weltergewicht    
  1. Platz Schmidt Dynamo Neubrandenburg
  2. Platz Buchholz Dynamo Pasewalk
  3. Platz Wanjune Dynamo Neubrandenburg
       
  Mittelgewicht    
  1. Platz Braun, J. Dynamo Neubrandenburg
  2. Platz Drießen Dynamo Neustrelitz
  3. Platz Krohn Dynamo Pasewalk
       
  Halbschwergeicht    
  1. Platz Neubauer Dynaamo Anklam
  2. Platz Jähnke Lokomotive Malchin
  3. Platz Jähnke, P. Lokomotive Malchin
       
  Schwergewicht    
  1. Platz Brinkmann Lokomotive Malchin
  2. Platz Albrecht ASG Prenzlau
  3. Platz Welcher Dynamo Neubrandenburg

 

  Berichterstatter: J. Braun


  05. Oktober 1963 " F S G T - Judoka in Berlin

 

  Noch ein Hinweis für den Veranstalter


  Am 05. Oktober 1963 standen sich im Dynamoforum in Berlin Hohenschönhausen eine FSGT-Auswahl und die erste und zweite Vertretung Berlins in einem Mannschaftsturnier gegenüber. Die Berliner Judoka setzte sich hauptsächlich aus nachwuchskräften zusammen. Leider war die Zuschauerkulisse sehr klein, und dazu gab es noch organisatorische Schwächen, die bei einer solchen Veranstaltung nicht vorkommen dürften.


  FSGT - Berlin II- 2:3


  Internationales Leichtgewicht


  Bernadini (1. Kyu, FSGT) - Schulz (2. Kyu Berlin) 0 : 0

 

  Beide Kämpfer zeigten recht wenig. Der Kampf endete nach 5 Minuten unendschieden.


  Rigail (1. Dan, FSGT) - Markstein (2. Kyu Berlin) 0 : 1


  Rigail war im Stand mit Fußwürfen und Seoi-Nage gefährlich, und Markstein erkannte rechtzeitig daß er nur im Bodenkampf erfolgreich sein Konnte. Nach einem Soi-otoshi bekam er seinen Gegner in einen Osae-komi, aus dem sich der Franzose nicht befreien konnte.

 

  Internationales Mittelgewicht


  Berjama (1. DAN, FSGT) - Trutty(3. Kyu Berlin) 1 : 0

 

 

Trutty wirkte sehr steif, und seine Aktionen ließen er gehemmt kämpfte. Berjama d

iktierte das Geschehen auf der Matte, und in der 4. Minute beendete er den Kampf mit einem Osae-komi


  Coumagne (2. DAN, FSGT) - Sohn (1. Kyu Berlin) 0 : 0

 

  Sohn war mit seinen 68 kg für diese Gewichtsklaase zu leicht und lag dann auch bald durch einige technische Vorteile und Fast-waza-ari seins Gegners zurück. Denoch wartete Sohn eiskalt auf seine Konterchance, die sich nach vier Minuten bot einen Fußwurf klinkte er aus und wurde vielumjubelter Sieger.


  Internationales Schwergewicht


  Ledeunf (1 DAN, FSGT) - Wegener(2. Kyu Berlin) E : 0

 

  Für den unentschuldigten fehlenden Sportfreund Pflock sprang kurzfristig der Mittelgewichtler Wegener. Bei zwei Seoi-nage-Ansätzen wurde er von Ledeunf abgefangen und in die Bodenlage gebracht. Mit diesen zwei technischen Vorteilen gewnn der fanzösische Gast.


  Perez (1 DAN, FSGT) - Krautheim (3. Kyu Berlin) 0 : 1

 

  Beide begannen den Kampf sehr aggresiv. Krautheim bekam Perez sofort in einen Osae-Komi und konnte schon in der 1. Minute als Sieger die Matte verlassen.


  Im zweiten Mannschaftskampf standen sich die Berliner Vertretungen gegenüber.


  Berlin I - 5: 1


  Name - Name Ergebnis Siegtechnik
  Lindner - Schulz E : 0 Fast-Waztari für Tomoe-nage
  Schwidurski - Markstein 1 : 0 Osae-Komi-Wazaari


  Internationales Mittelgewicht


  Name   Name Ergebnis Siegtechnik
  Thomas - Trutty X : 0 Kata-Guruma
  Birkholz - Sohn 1 : 0 Ude-hishigi-juji-gatame

 

  Internationales Schwergewicht


  Name   Name Ergebnis Siegtechnik
  Schönbacher - Wegener 1 : 0 Seoi-otoshi
  Lorenz - Krautheim X : XE Tomoe-nage/Ura-nage

 

  Dann kam es zu dem spannend erwarteten Zusammentrffen zwischen FSGT und Berlin I, das nach inteesanten Kämpfen von Berlin mit 5: 0 gewonnen wurde.


  Internationales Leichtgewicht


  Bernadini (1. Kyu, FSGT) - Lindner (1. Dan Berlin) 0: 1


  Lindner setzte sofort seinen Spezialwurf Tomoe-nage an und wurde damit Sieger.


  Rigail (1. Dan, FSGT) - Schwidurski(2. Kyu Berlin) 0: 0


  Rigail zeigte sich im Standkampf wieder als vielseitiger Kämpfer, aber trotzdem gelangen ihm keine Vorteile. Obwohl Schwidurski den FSGT-Judoka in einem Osa-komi hatte, konnte er diesen nicht zum Erfolg ausnutzen.


  Rigail (1. Dan, FSGT) - Schwidurski(2. Kyu Berlin) 0: 0


  Internationales Mittelgewicht


  Rangognetic(1. Dan, FSGT) - Thomas(1. Kyu Berlin) 0: X


  In der Technik war Thomas seinem Gegner unterlegen, aber mit einem unbändigen Siegeswillen erkämpfte er sich einen Waza-Ari mit Kata-guruma

 

  Loumagne(2. Dan, FSGT) - Birkholz2. Kyu Berlin) 0: 1


  Birkholz konnte gegen den Fransosen an seine gute Form der letzten Wochen anknüpfen. Der FSGT-Judoka begann sofort temperamentvoll, aber nach einer Minute war der Kampf dann mit einem schönen Seoi-nage beendet.


  Internationales Schwergewicht


  Ledeunf(1. Dan, FSGT) - Schönbacher2. Kyu Berlin) 0: 1


  Gegen den defensiv eingestellten Ladeunf gewann Schönbacher mit einem Seoi-nage


  Perez(1. Dan, FSGT) - Lorenz4. Kyu Berlin) 0: 1


  Perez setzte laufend Uchi-mata und Hane-goshi an, konnte Lorenz aber nicht entscheidend werfen. Der Berliner nahm dagegen den Franzosen ein Fast-waza-ari durch einen Kubi-nage ab, und kurz vo der Distanz gelang ihm noch ein Osae-komi.


  Stand des Mannschaftsturniers


  1. Platz Berlin 1, 2. Platz Berlin 2, 3. Platz FSGT


  Berichterstatter: Helmut Bark


  0 6 . O k t o b e r 1 9 6 3 Internationales "Internationales Gewichtsklassenturnier
  des BFA Berlin


  Am 06. Oktober 1963 wurde in der Dynamo-Sporthalle unter Beteiligung französischer Judokas (FSGT) ein Internationalrd Gewichtsklassenturnier durchgeführt.


  Abschließend die Ergebnisse:


  Internationales Leichtgewicht      
  1. Platz Lindner Klaus Dynamo "Helmut Just"
  2. Platz Schulz Dieter Dynamo "Helmut Just"
  3. Platz Scholz Dieter Turbine Wasserwerke
         
  Internationales Mittelgewicht      
  1. Platz Birkholz Manfred BSG Empor Seelenbinder
  2. Platz Rangognetic   FSGT Frankreich
  3. Platz Thomas Thomas Dynamo Adlershof
         
  Internationales Schwergewicht      
  1. Platz Schönbacher Sepp HSG Wissenschaft Berlin
  2. Platz Henning Kllaus Sportclub Dynamo Berlin
  3. Platz Ladeunf   FSGT Frankreich

 

  Berichterstater: Erich Lehmann


  1 3 . O k t o b e r 1 9 6 3 "Gute Beteiligung, bei den Berliner Titelkämpfen


  Wider Erwarten wiesen die am 13. Oktober in Berlin-Spindlersfeld durchgeführten Bezirksmeisterschaften e3ine ausgezeichnete Beteiligung auf, und nach aggressiven, zum Teil technisch guten Kämpfen standen nach sechsstündigen Kampfgeschehen auf zwei Matten die neuen Berliner Titelträger fest.


  Hier die Entgültigen Ergebnisse


  Federgewicht: (5 Teilnehmer)


  Peuker (Empor Seelenbinder, Gruschinski (Dynamo "Helmut Just"), Meyer (Dynamo Hohenschönhausen), Throne (Dynamo Adlershof) und Alfons Neumann (Empor Nord).


  1. Runde:


  Peuker - Gruschinski E : 0 5,00
  Meyer - Throne E : 0 5,00
  Neumann - Peuker 1 : 0 1 : 35


  2. Runde:


  Gruschinski - Meyer 0 : 1 2,23
  Throne - Neumann 0 : 1 3,45


  3. Runde:


  Peuker - Meyer X : 1 5,00
  Neumann - Meyer 1 : 0 2,55


  Leichtgewicht: (14 Teilnehmer)


  Achtzig (Dynamo "Helmut Just), Schwiduski (HSG Wissenschaft), Koitsch (Dynamo Adlershof) Gotzmar (HSG Wissenschaft), Poppe (Dynamo Adlershof), Paul BSG Luftfahrt), Hummel (Empor Seelenbinder), Pohl (Dynamo Hohenschönhausen) , Käseberg (Dynamo Adlershof), Lehmann BSG Luftfahrt), Weichert, (HSG Wissenschaft, Neumann, (Dynamo Helmut Just), Dahlhöfer (Dynamo Hohenschönhausen).


  1. Runde


  Achtzig - Schwidurski 0 : E 5,00
  Koitsch - Gotzmar 0 : 1 5,00
  Poppe - Paul 0 : E 5,00
  Hummel - Pohl 0 : E 5,00
  Hempel - Käseberg 0 : E 5,00
  Lehmann - Weichert 0 : E 5,00
  Neumann - Dahlhöfer E : 0 5,00


  2. Runde


  Achtzig - Koitsch 0 : X 5,00
  Schwiidurski - Gotzmar E : 0 5,00
  Hoppe - Hummel 0 : 1 5,00
  Paul - Pohl 0 : 1 4,00
  Hempel - Lehmann 1 : 0 2,00
  Käseberg - Neumann E : 0 5,00
  Weihert - Dahlhöfer 0 : E 5,00


  3. Runde


  Schwidurski - Koitsch E : 0 5,00
  Gotzmar - Poppe E : 0 5,00
  Paul - Hempel 0 : 1 3,04
  Pohl - Käseberg E : 0 5,00
  Weichert - Neumann 0 : 1 4,00
  Dahlhöfer - Schwidurski 0 : 1 1,30


  4. Runde


  Gotzmar - Pohl 0 : 1 4,15
  Hempel - Neumann 1 : 0 1,55


  5. Runde


 

  Schwidurski - Pohl 0 : E 5,00
  Hempel - Schwidurski E : 0 5,00

 

  Finale


  Pohl - Hempel 0 : 1 4,55


  Weltergewicht (12Teilnehmer)


  Witt (Dynamo Helmut Just), Schulz (Dynamo Helmut Just), Schilling (HSG Wissenschaft), Radebold (Turbine Wasserwerke), Wienbrack (Dynamo Helmut Just), Pannwitz ((BSG Luftfahrt), Lindner, Klaus (Dynamo Helmut Just), Pischa (HSG Wissenschaft), Hoppe (Dynamo Adlershof), Krüger (BSG Luftfahrt), Schust (BSG Luftfahrt) und Ewald Turbine Wasserwerke).


  1. Runde


  Witt - Schulz 0 : X 5,00
  Schilling - Radebold 0 : E 5,00
  Pannwitt - Lindner 0 : 1 2,00
  Pischa - Hoppe 0 : 1 3,00
  Krüger - Schust 0 : E 5,00


  2. Runde


 

  Ewald - Witt 0 : 1 1,08
  Schulz - Schilling E : 0 5,00
  Radebold - Wienbrack 1 : 0 4,00
  Pannwitz - Pischa 0 : 1 5,00
  Lindner - Hoppe E : 0 5,00
  Krüger - Ewald E : 0 5,00
  Schust - Witt E : 0 5,00


  3. Runde


  Schulz - Radebold X : 0 5,00
  Wienbrack - Lindner 1 : 0 4,20
  Pischa - Krüger 1 : 0 0,50
  Hoppe - Schust X : 0 5,00

 

  Schulz - Lindner E : 0 5,00
  Radebold - Hoppe E : 0 5,00
  Pischa - Schust X : 0 5,00


  4. Runde

 

  Schulz - Lindner E : 0 5,00
  Radebold - Hoppe E : 0 5,00
  Pischa - Schust X : 0 5,00


  5. Runde

 

  Schulz - Pischka E : 0 5,00
  Radebold - Lindner E : 0 5,00


  Finale

 

  Schulz - Lindner 0 : E 5,00


  Mittelgewicht (9Teilnehmer)

 

  Becker (HSG Wissenschaft), Meißner (Dynamo Adlershof), Scholz (Turbine Wasserwerke), Sohn (Dynamo Hohenschönhausen), Hinrich (Dynamo Süd), Schust, H.-Peter (BSG Luftfahrt), Tabbert (Turbine Wasserwerke), Kliemann (HSG Wissenschaft), Hellmann (Dynamo Adlershof).


  1. Runde

 

  Becker - Meißner 1 : 0 1,25
  Scholz - Sohn E : 0 5,00
  Hinrich - Schust E : 0 5,00
  Tabbert - Kliemann 0 : E 5,00
  Heilmann - Becker 0 : 1 1,40

 

  2. Runde

 

  Scholz - Hinrich E : 0 5,00
  Sohn - Schust 1 : 0 2,53
  Tabbert - Hellmann 1 : 0 2,16
  Kliemann - Becker 0 : E 5,00


  3. Runde


  Scholz - Hinrich E : 0 5,00
  Sohn - Schust X : 0 5,00
  Kliemann - Hellmann E : 0 5,00

 

  4. Runde


  Becker - Sohn 1 : 1, E 2,20
  Becker - Scholz 1 : 0 2,20
  Kliemann - Hinrich 1 : 0 4 : 20

  Finale

  Kliemann - Becker E : 0 5,00

  Halbschwergewicht (9Teilnehmer)

  Süß (Dynamo Adlershof), Rausch (Dynamo Hohenschönhausen), Reck (Dynamo Adlershof), Birkholz (Empor Seelenbinder), Schilk (Dynamo Hohenschönhausen), Bayer (Dynamo Adlershof), Trutty (Turbine Wasserwerke), Knitter (BSG Luftfahrt), Micka (SC Dynamo).


  1. Runde


  Süß - Rausch 0 : E 5,00
  Reck - Bayer 0 : 1 1,47
  Schilk - Birkholz 1 : 0 3,45
  Trutty - Knitter X : 0 5,00
  Micka - Süß 1 : 0 4,40

 

  2. Runde

 

  Rausch - Reck   2,50
  Birkholz - Schilk 1 : 0 0,29
  Bayer - Trutty 0 : 1 0,08
  Knitter - Micka 0 : 1 2,55


  3. Runde


  Rausch - Birkholz 0 : X 5,00
  Schilk - Trutty 0 : E 5,00
  Micka - Rausch 1 : 0 1,11


  4. Runde

 

  Birkholz - Trutty 1 : 0 0,45
  Micka - Birkholz E : 0 5,00
  Trutty - Micka 0 : E 5,00
  Trautheim - Wolff 0 : E 5,00

 

  Finale


  Birkholz - Micka 1 : 0 5,00

 

  Schwergewwicht (4 Teilnehmer)

 

  Krautheim (Dynamo Adlershof), Schönwald (Dynamo Helmut Just), Schönbacher (HSG Wissenschaft), Wolff (Dynamo Adlershof).

 

  1. Runde

 

  Krautheim - Schönwald E : 0 5,00
  Schönbacher - Wolff 1 : 0 1,49

 

  2. Runde

 

  Krautheim - Schönbacher 0 : E 1,55
  Schönwald - Wolff E : 0 5,00

 

  3. Runde


  Schönwald - Schönbacher 0 : 1 1,50

 

  Berichterstatter: Helmut Bark


  - B e g i n n 1 9 6 4 -


  2 3 . F e b r u a r 1 9 6 4 ; Kleine Sektionen erreichen Anschluß an Bezirksspitze von Karl-Marx-Stadt

 

  Die Bezirksmeisterschaften der Jugend des Bezirkes Kark Marx Stadt wurden der rührigen Sektion Sektion Dynamo Zwickau übertragen und fanden am 23. Februar 1964 statt. Die Verantwortlichen gaben sich bei der viel Mühe, jedoch konnte die Wettkampfstätte nich befriedigen.

Bei den Kämpfen, die mit viel Einsatz aber fair durchgeführt wurden /es traten keine Verletzungen auf) zeigte sich, daß einige kleine Sektionen den Anschluß zur Bezirksspitze erreicht haben, während so starke wie Karl-Marx-Statdt und Lokomotive Zwickau an Boden verloren . Auch die Rodewischer Jugendlichen hatten große Mühe, um wenigsten fünf Titel für sich für sich zu buchen. Von den aufstrebenden Sektionen muß besonders Dynamo Stollberg genannt werden.

 

 

Unter den Einzelkämpfern hinterließ Hallebach Dynamo Plauen den besten Eindruck, aber auch Gätz, Berger und Biemüller standen ihm nicht viel nach. Insgeamt waren die Leistungen nich befriedigen, denn es gab selten gute Würef zu sehen. Unsere Teilnehmer müsen noch eifrig trainieren, wenn sie sich bei den Deutschen Meisterschaften bewären wollen.

Leider verfügt der Bezirk Karl-Karl-Marx-Stadt nur über wenige erfahrene Kampfrichter , so daß zu dieser Meist eingesetzt werden mußten deren Urteile oft mangelhafte Erfahrung erkennen ließen.


  Hier die Bezirksmeisterschfter:

 

  Jugennd B    
  -40,0 kg    
  1. Platz Biemüller Lokomotive Zwicku
       
  -45,0 kg    
  1. Platz Peuker Lokomotive Zwickau
       
  -50,0 kg    
  1. Platz Werner TSG Rodewissch
       
  -55,0 kg    
  1. Platz Ebert Dynamo Stollberg
       
  -60,0 kg    
  1. Platz Böttcher Fortschritt Plauen
       
  -65,0 kg    
  1. Platz Hallebach Danamo Plauen
       
  +65,0 kg    
  1. Platz Meinel Lokomotove Zwickau
       
  Jugennd B    
  -50,0 kg    
  1. Platz Klose Dynamo Plauen
       
  -55,0 kg    
  1. Platz Schwebs Lokomotive Karl-Marx-Stadt
       
  -60,0 kg    
  1. Platz Henden TSG Rodewisch
       
  -62,5 kg    
  1. Platz Götz TSG Rodewisch
       
  -65,0 kg    
  1. Platz Zenker Lokomotive Karl-Marx-Stadt
       
  -70,0 kg    
  1. Platz Berger TSG Rodewisch
       
  -65,0 kg    
  1. Platz Kopecki TSG Rodewisch
       
  +65,0 kg    
  1. Platz Tänzer Dynamo Stollberg


  Berichterstatter: Heinz Kölbel


  2 3 . F e b r u a r 1 9 6 4 In Cottbus Bezirksmeisteer der Jugend ermittelt


  Am 23. Februar 1964 bewarben sich 43 Judoka im Kulturhaus Doberlug-Kirchhain um die Jugendtitel des Bezirkes Cottbus. Da keine Kreis-Ausscheide stattfanden, gibt die geringe Beteiligung Anlaß, sich mit der Jugendarbeit im Bezirk ernstlich zu beschäftigen. Zieht man noch dabei in Betrach, daß 1962 zu den Bezirks-Titelkämpfen 42 Judoka antraten und 1963 sogar 64 Anwärter starteten, so müssen durch das Absinken der Beteiligung bei diesen Meisterschaften konkrete Schlußfolgerungen gezogen . Man kommt zu der Mutmaßung, daß es nicht verstanden wurde, qualifizierte Übungsleiter für die Jugend aus jungen begeisterten Judoka heranzuziehen. Bedauerlich ist es, daß von 14 angeschriebenen Sektionen mit Jugendlichen, sechs Gemeinschaften nicht vertreten waren. Erfreulich die Tatsache, daß die erstmalig in Doberlug-Kirchhain ausgetragenen Bezirksmeisterschaften eine große begeisterte Zuschauerkulisse aufzuweisen hatten.

 

 

Entsprechend der Teilnehmerzahl wurde im 6er System auf zwei Matten gekämpft. Bis auf relativ wenigen Kämpfe war kaum eine Verbesserung des Leistungsniveau zu verzeichnen..

Die 12 Titel der einzelnen Gewichtsklassen kamen auf das Konto von Dynamo Wilhelm-Pieck-Stadt Guben, Dynamo Hoyerswerda, ASG Doberlug und der jungen Sektion Aktivist Alt-Döbeln.

Nach der Mittagspause traten die weiblichen Judoka in Aktion und gaben damit ihr Debüt im Bezirk Cottbus

Immerhin war der Uhrzeiger auf die 16. Stunde vorgerückt, als mit der Siegerehrung und Ausgabe3 der Urkunden diese gelungene Veranstaltung abgeschlossen wurde.

 

  Berichterstatter: Heinz Elsner

 

  23. Februar 1964 Bezirk Frankfurt (Oder ermittelte Jugendmeister

 

  Die Einzelmeisterschaften der Jugend des Bezirkes Frankfurt (Oder) kamen am 23. Februar 1964 im Reichsbahnkulturhaus in Frankfurt(Oder) zur Austragung.. Leider nahmen nur die Jugendlichen der Sportvereinigung Dynamo und der Sportgemeinschaft Chemie Fürstenwalde an den Titelkämpfen teil. Trotz Ausschreibung des BFA und mehrmaliger Rücksprache mit den Sektionsleitern, stellten die Sektionen Dynamo Angermünde und Dynamo Bernau keine Vertreter.

In der Jugend B kämpften 22 und in der Jugend A 27 Aktive von 7 Sektionen, die folgende Teilnehmerzahlen aufzuweisen hatten:

Chemie Fürstenwalde (4), Dynamo Füürstenwaalde (12), Dynamo Frankfurt (Oder) (13), Dynamo Eberswalde (3), Dynamo Beeskow (2) und Dynamo Freienwalde (2).

Diese Aufstellung bezeugt, daß die Jugendarbeit im Bezirk viel mehr beachtet werden muß, um die noch vorhandenen Lücken in der Nachwuchsarbeit zu schließen. Die verantwortlichen Funktionäre für Jugendsport sollten sich sehr ernste Gedanken darüber machen, wie diese Aufgabe erfüllt werden kann.

 

 

  Werbeveranstaltungen, Treffpunkt Olympia sowie Abschlüsse von Patenschaftsverträgen mit Schulen sind wertvolle Hinweise. Zu dem Leistungsstand der Kämpfer wäre zu sagen, daß bei der Meisterschaft die Mehrzahl der Begegnungen durch Anwendung der verschiedenen Wurf- oder Bodentechniken gewonnen wurden. Die Übungsleiter sollten auch in ihrer weiteren Arbeit großen Wert auf die Erlernung einer sauberen Kampftechnik legen.

 

  Hier die Ergebnisse

 

  Jugennd B    
  -45,0 kg    
  1. Platz Minack Dynamo Frankfurt(Oder)
  2. Platz Egler Dynamo Eisenhüttenstadt
       
  -50,0 kg    
  1. Platz Wantikow Dynamo Eisenhüttenstadt
  2. Platz Zimmer Dynamo Eisenhüttenstadt
       
  -55,0 kg    
  1. Platz Herke Dynamo Eisenhüttenstadt
  2. Platz Wilk Dynamo Fürstenwalde
       
  -60,0 kg    
  1. Platz Preuße Dynamo Frankfurt(Oder)
  2. Platz Kostack Dynamo Fürstenwalde
       
  -65,0 kg    
  1. Platz Schweda Dynamo Frankfurt(Oder)
  2. Platz Zubrowitz Chemie Fürstenwalde
       
  +65,0 kg    
  1. Platz Feister Dynamo Frankfurt(Oder)
  2. Platz Paschke Chemie Fürstenwalde
       
  Jugend A    
  -50,0 kg    
  1. Platz Helmers Dynamo Frankfurt(Oder)
       
  -55,0 kg    
  1. Platz Wandel Dynamo Frankfurt(Oder)
  2. Platz Linke Dynamo Eisenhüttenstadt
       
  -60,0 kg    
  1. Platz Trommer Dynamo Frankfurt(Oder)
  2. Platz Kolberg Dynamo Fürstenwalde
       
  -62,5 kg    
  1. Platz Scholz Dynamo Eisenhüttenstadt
  2. Platz Mattson Dynamo Eisenhüttenstadt
       
  -65,0 kg    
  1. Platz Schmidt Dynamo Frankfurt(Oder)
  2. Platz Stapel Dynamo Eisenhüttenstadt
       
  -70,0 kg    
  1. Platz Eisenhut Dynamo Eisenhüttenstadt
  2. Platz Brusack Dynamo Frankfurt(Oder)
       
  -75,0 kg    
  1. Platz Albrecht Dynamo Frankfurt(Oder)
  2. Platz Haas Dynamo Eberswalde
       
  +75,0 kg    
  1. Platz Rochow Chemie Fürstenwalde
  2. Platz Michelsen Dynamo Eisenhüttenstadt


  Berichterstatter: Günter Borth

 

  1 9 6 4 ; Beginn des Jahres "Unser Interview: Klaus Hennig

 

  Zu Beginn des neuen Jahres besuchten wir die Judoka vom SC Dynamo Berlin und sprachen ihnen über ihre Trainings- und Zielsetzungen im Olympiajahr 1964. Wir sind uns dessen bewußt, daß ihr Trainingsfleiß die erhofften Erfolge bringen wird. Es stehen große Internationale Wettkämpfe bevor, und bevor, und vor allem gilt es, sich für die kommenden Europameisterschaften, die erstmalig in der Deutschen Demokratischen Republik am 25. und 26.April 1964 in der Berliner Werner Seelenbinden-Halle zur Austragung kommen, zu qualifizieren.

Aber nicht nur ihre Vorbereitungen auf die großen sportlichen Begegnungen interessierten uns, sondern wir wollten auch wissen, wie es mit der beruflichen Ausbildung steht und wie sie ihre Freizeit gestalten.

Viele bereiten sich auf eine Hoch- oder Fachschulprüfung vor, besuchen Meisterlehrgänge in den verschiedesten Berufe, absolierten die Abendschule die Abendschule und nehmen an fremdsprachigen Kursen teil. Ein beredsames Zeugnis daß unsere Judoka auch außer ihren Sport sich im Studium und handwerklichen Betätigung weiterbilden und, was wir hier besonders hervorheben möchten, daß sie durch ihre eifrige Lernbegerde gute Fortschritte zu verzeichnen haben.

 

 

Einen bedeutsamen Eindruck von der Freizeitgestaltung der Sportler, obwohl sie weitaus vielseitiger ist, als wir sie hier wiedergeben, gab uns eine kleine Ausstellung im Internat des SC Dynamo. Es ist eine Auslage von charakteristischen und doch alltäglichen Dingen. Wir möchten sie als Hobbys bezeichnen, wofür sich Sportler in ihrer Freizeit begeistern. In Glasvitrinen und auf Ausstellungsplatten entdecken wir selbstgebastelte Puppen, Münzen aus fe4rnen Ländern, seltete Briefmarken, Fotos von landschaftlichen Schönheiten und viele andere interessante Sachen. Mehr oder weniger spiegeln sich hier Erlebnisse von Dynamo-Sportlern wider, die zum Teil von weltweiten Reisen künden.

Unsere Augen blieben an einigen gemalten Bildern hängen, die unser besonderes Interesse erregten, weil sie unseren Judosport verkörpern.

Das Signum, gleich japanischer Schriftzeichen aneinandergereiht und zu dem passend, erwecht unsere Wißbegirde. Es ist eine Kopie und erinnert uns an das Gemälde von Karl-Erich Müller, welches zum Kunstwettbewerb anläßlich des IV. Deutschen Turn- und Sportfestes 1963 in Leipzig, mit der Bronzemedaille ausgezeichnet wurde. Wir brauchen nicht vielee Worte über die dynamische Kraft zweier Judokämpfer, die das Bild zweier Judokämpfer, die das Bild veranschaulichen, zu machen, denn in unserem Fachorgan "Judo" Nr.: 9/63 brachten brachten wwir es zum Abdruck. Die gelungene Kopie wurde von unserem jungen "Klaus Hennig gemalt und wir hielten es für angebracht, uns mit den talentierten Judoka zu unterhalten.

 

  Frage:: Wie kamen Sie daazu, dieses Bild zu malen?
  Antwort: In der Schule konnte ich gut zeichnen und habe auch jetzt viel Intrees dafür. Das Judo-Bild gefiel mir ganz besonders, weil es mein Sport ist, den ich betreibe, und so habe ich es abgemalt.

 

  Frage: Haben Sie noch andere Hobbys?
  Antwort: Ja, ich höre gern klassische Musik, aber ich habe auch Gefallen an moderner Tanzmusik

 

  Frage: Welchen Beruf haben Sie erlernt?
  Antwort: Das Druckhandwerk intressierte mich besonders und ich absolvieerte meine Lehre als Siebdrucker.

 

  Frage: Wie kamen Sie zum Judosport?
  Antwort: Bevor ich mich 1961 dem Judosport verschrieb, übte ich ein Jahr lang den Rudersport aus.

 

  Frage: Wie fanden Sie den Weg zum SC Dynamo Berlin?
  Antwort: Mein eifriges Training bei der SG Dynamo Schwerin befähigte mich zur Erringung des Bezirksmeistertitels und dann dann des Deutschen-Judo-Meistertitels. Auf Grund meiner guten Leistungen wurde ich zum SC Dynamo delegiert.

 

  Frage: Was haben Sie für Erfolge erzielt?
  Antwort: Ich startete erstmalig bei den Senioren-Meisterschaften und konnte aber nur den dritten Platz belegen.

 

  Frage: Welches Ziel haben Sie sich im Sport und Beruf gestellt?
  Antwort: Mein Streben wird es sein, mich für die Eurpameisterschaften zu qualifizieren und eine Medaille zu erringen. Mein zeichnerisches Können werde ich weiter vervollkommnen und es im Beruf verwerten.


  Berichterstatter: Walter Ludwig

  2 . / 0 3 . M a i 1 9 6 4 ; Pioniere ermitteln ihre Besten


  Die Bestenermittlung der Pioniere im Bezirk Karl-Marx-Stadt am 02. und 03. Mai in Mittweida war ein voller Erfolg für den Judosport in unserem Bezirk. Zirka 120 Pioniere der Klassen A und B stellten sich dem Wettkampfgericht. Das technische Niveau war gegenüber der Vorjaahrsmeisterschaft gestiegen, wobei besonders die Sportfreunde Schwebs Lokomotive Karl-Marx-Stadt Stephan Dynamo Zwickau herausragten

Als führende Sektionen in der Jugend bzw. Pionierarbeit müssen vor allem Lokomotive Karl-Marx-Stadt, TSG Rodewisch, Dynamo Freiberg, Lokomotive und Dynamo Zwickau sowie Dynamo Auerbach genannt werden.


  Hier die Plazierungen

  Pioniere B    
  -27,0 kg    
  1. Platz Schäfer Lokomotive Zwickau
  2. Platz Howel Lokomotive Karl-Marx-Stadt
       
  -30,0 kg    
  1. Platz Kannegießer Dynamo Freiberg
  2. Platz Rack Dynamo Zwickau
       
  -32,5 kg    
  1. Platz Helgest Dynamo Auerbach
  2. Platz Stenker Lokomotive Kar-Marx-Stadt
  3. Platz Lenk Lokomotive Kar-Marx-Stadt
       
  -35,0 kg    
  1. Platz Angerstein Lokomotive Karl-Marx-Stadt
       
  -37,5 kg    
  1. Platz Hoffmann Dynamo Auerbach
  2. Platz Walter Lokomotive Kar-Marx-Stadt
  3. Platz Weinhold Dynamo Freiberg
       
  -40,0 kg    
  1. Platz Ingers Lokomotive Kar-Marx-Stadt
  2. Platz Taubert Lokomotive Kar-Marx-Stadt
       
  -42,5 kg    
  1. Platz Kluge Motor Glauchau
       
  Pioniere A    
  -32,5kg    
  1. Platz Lill TSG Rodewisch
  2. Platz Fischer Dynamo Freiberg
  3. Platz Wirwa Lokomotive Kar-Marx-Stadt
       
  -35,0 kg    
  1. Platz Stephan Dynamo Zwickau
  2. Platz Oelsner Dynamo Auerbach
  3. Platz Meier Lokomotive Zwickau
       
  -37,5kg    
  1. Platz Schmidt Dynamo Auerbach
  2. Platz Kannegießer Dynamo Freiberg
  3. Platz Kaant Lokomotive Zwickau
       
  -40,0 kg    
  1. Platz Schlenker Dynamo Zwickau
  2. Platz Müller TSG Rodewisch
  3. Platz Müller Dynamo Zwickau
       
  -42,5 kg    
  1. Platz Klingl Lokomotive Kar-Marx-Stadt
  2. Platz Malt Lokomotive Kar-Marx-Stadt
       
  -45,0 kg    
  1. Platz Götz TSG Rodewisch
  2. Platz Zenker Lokomotive Kar-Marx-Stadt
  3. Platz Jacob Dynamo Zwickau
       
  -47,5 kg    
  1. Platz Schwebs Lokomotive Kar-Marx-Stadt
  2. Platz Protze Dynamo Auerbach
  3. Platz Albert Dynamo Zwickau
       
  -50,0 kg    
  1. Platz Kraus TSG Rodewisch
  2. Platz Gänslein Dynamo Freiberg
       
  -52,5 kg    
  1. Platz Knorr Dynamo Freiberg
  2. Platz Schädlich Dynamo Auerbach
       
  +52,5 kg    
  1. Platz Clemens Lokomotive Kar-Marx-Stadt
  2. Platz Heinze Dynamo Freiberg
  3. Platz Werner Fortschritt Plauen


  Berichterstatter: Sportfreund Karl-Heinz Schwabs

 

  0 3 . M a i 1 9 6 4 Neustrelitz "Sehr schwach besetzt!)


  Am 03. Mai 1964 wurde in Neustrelitz die Meisterschaft der Kinder vom Bezirk Neubrandenburg ausgetragen. Mit 25 Kämpfern wwar diese Meisterschaft sehr schwach besetzt. Nur Pasewalk, Malchin und Neubrandenburg haben kampffähige Kindergruppen aufzuweisen. Wenn wir die Kinderarbeit im Bezirk weiter so vernachlässigen, wird es um den Nachwuchs für die Jugend und später auch für die Männer schlecht bestellt sein. Die beste Entwicklung spiegelt sich in Pasewalk wider. Die Pasewalker waren aallein schon mit 13 Kämpfern angereist und konnten 12 Titel mit nach Haus nehmen.

Die Kampfrichter ssteellten sich ein Armutszeugnis aus, den von vier eingeladenen Kari erschien nur Sportfreeund Kahn, einer eifrigsten Kari des Bezirkes. Ein Kari sagte ab und die Sportfreunde K. Jähnke Malchin und Lieber Neustrelitz) ließen nichts von sich hören.

Lasssen sich die Sportfreunde auf Kosten des BFA deshalb als KR ausbilden, um danach unsere Arbeit so zu vernachlässigen?.



 

  Berichterstatter: Sportfreund Brammer

 

  Beschluß der Bezirksleitung der SV Dynamo 1964 in Berlin;
  Auf Beschluß der Bezirksleitung der SV Dynamo Berlin wurde die Sektion Judo und der SG Dynamo Friedrichshain angegliedert. Die Sektion behält ihre Startberechtingung in der DDR-Liga. Eine Startsperre wird nicht verhängt.

 

  0 2 . u n d 0 3 . M a i 1 9 6 4 in Frankfurt (Oder) Gruppenausscheid des FDJ-Pokal

 

  Am 02. und 03. Mai 1964 fand in Frankfurt(Oder) der Gruppenausscheid um den FDJ-Pokal statt.

Die Bezirkssieger aus Berlin, Potsdam, Cottbus und Frankfurt(Oder) sowie den zweitplazierten Jugendmannschaften der Bezirke Rostock, Schwerin und Neubrandenburg nahmen an diesem Ausscheid teil.

An beiden Tagen wurde nach dem Modus 6-Minuten-Punkte scheidet aus, gekämpft. Nachstehende Mannscxhaften stellten sich dem Kampfgericht:

 

  Hier die Ergebnisse und Sieger:

 

  1. Platz SG Dynamo "Peter Göring" Frankfurt(Oder)
  2. Platz Lokomotive Oranienburg Potsdam
  3. Platz SG Dynamo Rostock Rostock
  3. Platz SG Dynamo Anklam Neubrandenburg
  5. Platz SG Dynamo Parchim Schwerin
  5. Platz SG Dynamo "Helmut Just" Berlin
       


  Die Veranstaltung konnte an beiden Tagen reibungslos durchgeführt werde, da die Sportgemeinschaft Dynamo "Peter Göring" alles ausgezeichnet vorbereitet hatte.

Hier gilt es, dem Sportfreund Horst Halfter und den Funktionären der Sektionsleitung besonderen Dank und Anerkennung auszusprechen.

Schade, daß die Zuschauerkulisse nicht den Erwartungen entsprach, obwohl der Veranstalter shr umfangreich agitiert hatte. Es wurde viel Energie und Technik gekämpft. Hoffmann (SG Dynamo Rostock) war einer der technisch besten Kämpfer, der seine Kämpfe mit Würfen und Techniken in der Bodenarbeit gewann. Auch der Deutsche Jugendmeister 1964 Albrecht Dynamo "Peter Göring" mußte eine Niederlage durch Hoffmann hinnehmen.


  Berichterstatter: Günter Borth

  08. Mai 1964 Ausscheid mit guten Leistungen

  Am 08. Mai 1964 fand in Beeskow, Bezirk Frankfurt (Oder), der Bezirksausscheid der Pioniere und Schüler für die Teilnahme an der Zwischenrunde für das Pioniertreffen statt. Es wurde in den einzelnen Gewichtsklassen, lt. Wettkampfordnung des DJV gekämpft.

Folgende Pionier und Schüler erreichten die Qualifikation. Alle Platzierten gehören den SG von Dynamo an.


  Hier die Plazierungen:

  Pioniere    
  -32,5kg    
  1. Platz Mehnert Dynamo Frankfurt(Oder)
       
  -35,0 kg    
  1. Platz Birkner Dynamo Angermünde
  2. Platz Fritz Dynamo Frankfurt(Oder)
  3. Platz Stuwe Dynamo Fürstenwalde
  4. Platz Hübner Dynamo Eisenhüttenstadt-Süd
  5. Platz Schlesiona Dynamo Eisenhüttenstadt-Süd
       
  -37,5kg    
  1. Platz Fritz Dynamo Frankfurt(Oder)
  2. Platz Dammast Dynamo Beeskow
  3. Platz Hübsch Dynamo Angermünde
       
  -40,0 kg    
  1. Platz Curt Dynamo Frankfurt(Oder)
  2. Platz Purbs Dynamo Eisenhüttenstadt-Süd
  3. Platz Annies Dynamo Fürstenwalde
  4. Platz Ruf Dynamo Eisenhüttenstadt-Süd
  5. Platz Schlenz Dynamo Eisenhüttenstadt-Süd
       
  -42,5 kg    
  1. Platz Schmiedtke Dynamo Frankfurt(Oder)
  2. Platz Reinke Dynamo Beeskow
       
  -45,0 kg    
  1. Platz Glawlista Dynamo Frankfurt(Oder)
  2. Platz Radke Dynamo Beeskow
  3. Platz Thiede Dynamo Frankfurt(Oder)
       
  -47,5 kg    
  1. Platz Preuße Dynamo Frankfurt(Oder)
  2. Platz Kluge Dynamo Frankfurt(Oder)
  3. Platz Hildebrand Dynamo Beeskow
       
  -52,5 kg    
  1. Platz Berger Dynamo Eisenhüttenstadt-Süd
       
  +52,5 kg    
  1. Platz Sommer Dynamo Frankfurt(Oder)
  2. Platz Tilsch Dynamo Beeskow

 

  Berichterstatter: Günter Borth


  17. Mai 1964 in Wolgast (Bezirk Rostock) ; Gruppe Nord kämpfte um den Aufstieg

 

  Zur Austragung der DDR-Liga-Kämpfer der Gruppe Nord um den Aufstieg zur Oberliga kam es am 17. Mai 1964 in Wolgast Bezirk Rostock.

In der Starterliste hatten sich Dynamo "Helmut Just" Berlin, Motor BGW Berlin, HSG Humboldt Wissenschaft Berlin II, Empor Seelenbinder Berlin, Dynamo Fürstenwalde und der Gastgeber Motor Wolgast eingetragen. Die Kämpfe, die im Nordischen Turnier durchgeführt wurden, hatten ein gutes Niveau und brachten erst in der letzten Begegnung zwischen Dynamo Fürstenwalde und Motor Wolgast die Endscheidung um den Sieg. Die Wolgaster stellten ein startes Aufgebot, mußten sich aber der Auseinandersetzung mit den Berliner Dynamo Vertreterdie Punkte teilen. Die Hausherren gewannen die übrigen Durchgänge souverän und auch die favorisierte Staffel von Fürstenwalde unterlag hoch mit 2 : 10.

 

  Die unter der Leitung des Trainers Arno Kroll kämpfende Wolgaster Siegermannschaft trat in folgender Aufstellung an:

 

  Federgewicht: Hartmut Riemann
  Leichtgewicht: Klaus Hein
  Weltergewicht: Jürgen Quade
  Mittelgewicht: Rudi Schulz
  Halbschwergewicht: Horst Kasel
  Schwergewicht: Hanmm

 

  Bedauerlich war es, daß HSG Wissenschaft Berlin II nur mit drei Kämpfern angereist war und der als Betreuer fungierende Deutsche Meister Hans Roth mit einsteigen mußte, um der Mannschaft zur Startberechtigung zu verhelfen. Liebe Sportfreund der HSG, so kann man nicht zu Qualifizierungkämpfen anreisen.

 

  Hier die einzelnen Mannschaftsresultate

 

  Dynamo Helmut Just - Motor BGW Berlin 10 : 2
  BSG Motor Wolgast - Wissenschaft Berlin II 12 : 0
  Empor Seelenbinder - Dynamo Fürstenwalde 4 : 8
  Dynamo Helmut Just Berlin - BSG Motor Wolgast 6 : 6
  Motor BGW Berlin - Wissenschaft Berlin II 6 : 6
  Empor Seelenbinder - Dynamo Helmut Just Berlin 2 : 10
  Dynamo Fürstenwalde - Motor BGW Berlin 10 : 2
  Motor Wolgast - Empor Seelenbinder 12: 0
  Wissenschaft Berlin II - Dynamo Fürstenwalde 2 : 10
  BSG BGW Berlin - Motor Wolgast 2 : 10
  Empor Seelenbinder - Motor BGW Berlin 4 : 8
  Dynamo Fürstenwalde - Dynamo Helmut Just Berlin 8 : 4
  Motor Wolgast - Dynamo Fürstenwalde 10 : 2


  In der Gesamtwertung gab es nachstehende Plazierungen:


  Berichterstatter: P. Biedenweg


  23. und 24. Mai 1964 in Frankfurt (Oder) Gutes Niveau in der Zwischenrunde


  Am 23. und 24. Mai 1964 fand die Zwischenrunde zur Teilnahme an dem Pioniertreffen 1964 in Karl-Marx-Stadt in Frankfurt(Oder) statt.

An diesen Ausscheidungskämpfen nahmen 63 Pioniere und Schüler aus den Bezirken Berlin, Cottbus und Frankfurt(Oder) teil.

Die Veranstaltung wurde von dem Vorsitzenden der Bezirks-Pionierorganisation, Raimund Deutschländer, eröffnet und ein Spieelmannzug der Pionierorganisation Frankfurt(Oder) umrahmte mit Musik das Eröffnungszeremoniell.

Die Teilnehmer gehöhrten zu 80 Prozent der SV Dynamo und 10 Prozent der BSG an.


  Insgesamt gab es folgende Plazierungen:


  Pioniere    
  -32,5kg    
  1. Platz Kutzner SG Dynamo Guben
  2. Platz Hübner SG Dynamo Eisenhüttenstadt-Süd
  3. Platz Kraause Sportcub Dynamo Berlin
       
  -35,0 kg    
  1. Platz Karl-Heinz Fritz Dynamo "Peter Göhring" Frankfurt(Oder)
  2. Platz Arndt Dynamo "Helmut Just" Berlin
  3. Platz Dammast SG Dynamo Beeskow
       
  -37,5kg    
  1. Platz Bothe BSG Motor Cottbus
  2. Platz Fritz Dynamo "Peter Göhring" Frankfurt(Oder)
  3. Platz Birkner Dynamo Angermünde
       
  -40,0 kg    
  1. Platz Curt Dynamo "PeterrGöhring" Frankfurt(Oder)
  2. Platz Kitt Dynamo "Helmut Just" Berlin
  3. Platz Michalowski SG Dynamo Hoyerswerda
       
  -42,5 kg    
  1. Platz Schmiedtke Dynamo "Peter Göhring" Frankfurt(Oder)
  2. Platz Franke SG Dynamo Guben
  3. Platz Selger SG Dynamo Hoyerswerda
       
  -45,0 kg    
  1. Platz Kraske SG Dynamo Hoyerswerda
  2. Platz Radtke SG Dynamo Beeskow
  3. Platz Gawliska Dynamo "Peter Göhring" Frankfurt(Oder)
       
  -47,5 kg    
  1. Platz Preuße Dynamo "Peter Göhring" Frankfurt(Oder)
  2. Platz Schulz Dynamo "Helmut Just" Berlin
  3. Platz Pohl ASG Doberlug-Kirchhain
       
  -50,0 kg    
  1. Platz Wilski Dynamo "Helmut Just" Berlin
  2. Platz Klos SC Dynamo Berlin
  3. Platz Simon SG Dynamo Guben
       
  -52,5 kg    
  1. Platz König ASG Doberlug-Kirchhain
  2. Platz Berger SG Dynamo Eisenhüttenstadt-Süd
  3. Platz Dietz Sportclub Dynamo Berlin
       
  +52,5 kg    
  1. Platz Sommer Dynamo "Peter Göhring" Frankfurt(Oder)
  2. Platz Appelt SG Dynamo Hoyerswerda
  3. Platz Breitsprecher ASG Doberlug-Kirchhain
       


  Bei der Siegerehrung wurden die drei Erstplazierten mit Medaillen und Urkunden von der Pionierorganisation ausgezeichnet..

Dank und Anerkennung gebührt den Organisatoren der Veranstaltung, die eine gute Werbung für unseren Judosport brachte.

 

  Berichterstatter: Günter Borth

 

  08.09.1964 Pößnecker Judostaffel erkämpfte erneut Bezirkstitet Gera

 

  Sieben Judostaffel der Jugend des Bezirkes Gera ermittelten in der Goete-Oberschule den Mannschaftsmeister. Vor einerr lautstarken Zuschauerkulisse kam der Vorjahrsmeister Dynamo Pößneck durch Siege gegen Rotation Greiz mit 14:2, Dynamo Saalfeld mit 12:6 und einem 8:8 im Vorschlußkampf gegen Rotation Greiz, vor Saalfeld und Dynamo Greiz zum Bezirksmeistertitel.

Der etwas enttäuschende Bezirkspokalsieger, Rotation Greiz, mußte sich mit dem vierten Platz begnügen. Dynamo Eisenberg, Dynamo Gera und Traktor Ranis, schieder bereits durch Niederlagen gegen die vier Erstplazierten vorzeitig aus. Der zweite Platz der Saalfelder ist als ein Achtungserfolg zu bezeichnen, da sie nur mit 6 Gewichtsklassen antraten und gegen jeden Gegner schon im voraus vier Punkte kampflos kampflos abtreten mußte.

 

  Berichterstatter: Sportfreund Böttcher

 

  2 4 . u n d 2 5 . O k t o b e r 1 9 6 4 in Bautzen "Judo-Armeemeisterschaften 1964"


  Nach langen Jahren wurden innerhalb der NVA wieder Meisterschaften ausgetragen. Auf zwei Matten standen sich die besten Judoka der Land-, Luft- und Seestreitkräfte sowie der Grenztruppen am 24. und 25. Oktober 1964 in Bautzen gegenüber. Es waren 45 Kämpfer an dem Start. Da die Vorentscheiungenn in den verschiedenen Bereichen der Armeesportvereinigungen noch in den alten Gewichtsklassen ermittelt wurden., mußten auch die Meisterschaften so ausgetragen werden werde.


  Die Armeemeister 1964 und die Plazierten sind:


  Gewichtsklasse Platz Kyu/Dan Grad Vorname Name
  Federgewicht 1. Platz 1.Kyu Soldat Helmut Schneider
    2. Platz 3.Kyu Offizier Schüler Hans-Jürgen Wehr
    3. Platz 4.Kyu Unteroffizier Klaus-Dieter Lemm
             
  Leichtgewicht 1. Platz 1.Kyu Soldat Richard Opitz
    2. Platz 3.Kyu Soldat Dieter Gotzmer
    3. Platz 3.Kyu Obermaat Manfred Sinnhöfer
             
  Weltergewicht 1. Platz 1.Kyu Gen. Heinz Werner Knecht
    2. Platz 3.Kyu Gefreiter Werner Dressel
    3. Platz 1. Dan Soldat Wolfgang Broege
             
  Mittelgewicht 1. Platz 2.Kyu Oberleutnant Christian Heyder
    2. Platz 2.Kyu Soldat Ewald Hoch
    3. Platz 5.Kyu Soldat Siegfried Kölbel
             
  Halbschwergewicht 1. Platz 1.Kyu Soldat Siegfried Kölbl
    2. Platz 3.Kyu Soldat Lothar Vogel
    3. Platz 1.Kyu Kanonier Norbert Neubauer
             
  Schwergewicht 1. Platz 3.Kyu Soldat Heiko Bartsch
    2. Platz 3.Kyu Stabsmatrose Frank Müller
    3. Platz 5.Kyu Soldat Hartmut Müller

 

  Hervorstechend und bewundernswert waren die Leistungen und Techniken des Soldaten Opitz. Er gewann alle seine Kämpfe souverän. Bevor er zu seinem 250. Kampf antrat, beglückwünschte ihn ein Oberstleutnant vom Präsidium der Armeesportvereinigung Vorwärts und überreichte ihm einem Blumenstrauß. Diesen Kampf beendete Genosse Opitz erfolgreich nach wenigen Sekunden durch Ashi-Guruma

 

  Berichterstatter: Horst Karos


  19. und 20. September 1964 Internationales Turnier in Erfurt


  Von fünf eingeladenen Ländern nur Ungarn am Start


  Am 19. und 20.09.1964 wurde in Erfurt zum zweiten Male in diesem Jahr ein internationales Turnier des Deutschen-Judo-Verbandes durchgeführt.

Um es vorwegzunehmen, durch die Absage einiger sozialistischer Länder kam es nicht zu dem erwarteten großen Höhepunkt. Da die Absagen der CSSR und der VR Polen sehr kurzfristig erfolgten, war die Durchführung des Turniers überhaupt in Frage gestellt. Von den fünf eingeladenen Länder war nur Ungarn mit einer Delegation in Erfurt vertreten.

Diese Tatsachen beeinflußten die Atmosphäre des Turniers und auch die Resonanz unter der Erfurter Bevölkerung. So läßt sich erklären, daß sowohl am Sonnabend als auch am Sonntag nur wenige Judo-Interessierten den Weg zur Thüringen-Halle fanden.

 

 

Weniger stimmungsvoll und begeisternd, waren auch die Kämpfe am Sonnabend im Federgewicht-, Halbschwer- unde besond-ers aber im Leichtgewicht, wo der größte Teil der Kämpfer sehr schwache Leistungen zeigte. An diesem Tag von den beteiligten Aktiven ganze 2 1/2 Punkte erzielt. Weder Schröder noch Münchhausen, Schubert oder Deutsche Meister Daßler waren in der Lage, den einzigen ungarische Vertreter in dieser Klasse, Olach (1. Dan), überzeugend zu schlagen.

Eine wesentlich bessere Stimmung war am Sonntag bei den Kämpfen im Mittel- und Schwergewicht. Hier fielen insgesamt 12 Punkte.

Besonders danken muß man an dieser Stelle dem BFA Erfurt, der sich mit der Vorbereitung und Durchführung des Turniers viel Mühe und Arbeit gemacht hatte und die ihm gestellten Aufgaben zur Zufriedenheit löste.

 

  Die Ergebnisse


  Gewichtsklasse Platz Name Vorname Verein
  Federgewicht 1. Platz Farany   Ungarn
    2. Platz Barth Eberhart Sportclub Dynamo Berlin
      Igel Peter Sportclub Dynamo Berlin
    3. Platz Lengert   ASK Vorwärts Berlin
    5. Platz Paul Michael BSG Luftfahrt Berlin
           
  Leichtgewicht 1. Platz Burkhard Daßler Sportclub DHFK Leipzig
    2. Platz Joachim Schröder Sportclub Dynamo Berlin
    3. Platz   Schubert ASK Vorwärts Berlin
    4. Platz   Münchhausen ASK Vorwärts Berlin
    5. Platz   Olach Ungarn
           
  Mittelgewicht 1. Platz Otto Smirat Sportclub Dynamo Berlin
    2. Platz Wolfgang Micka Sportcclub Dynamo Berlin
    3. Platz Fred Potyralla Sportclub Dynamo Berlin
    4. Platz Klaus Kliem Sportclub Dynamo Berlin
    5. Platz   Havasi verletzt Ungarn
           
  Halbschwergewicht 1. Platz Helmut Howiller Sportclub DHFK Leipzig
    2. Platz   Christoph Ungarn
    3. Platz Karl-Heinz Lehmann ASK Vorwärts Berlin
    4. Platz   Stephan ASK Vorwärts Berlin
    5. Platz Klaus Hennig Sportclub Dynamo Berlin
           
  Schwergewicht 1. Platz Herbert Niemann ASK Vorwärts Berlin
    2. Platz Karl Nitz Sportclub Dynamo Berlin
    3. Platz   Peter Bezirk Erfurt
    4. Platz Dietmar Brandt ASK Vorwärts Berlin
    5. Platz   Walter Bezirk Erfurt


  Berichterstatter: Gert Schneider


  1 9 6 4 "Unser Porträt Heinz Kölbel, 1. Dan, TSG Rodewisch"


  Der jetzt 32 Jahre zählende Deutsch- und Sportlehrer Heinz Kölbel ist seit 1948 Mitglied unserer Sportbewegung. Zuerst versuchte er sich als Kunstradfahrer in Rodeiwsch und kam erst 1952 zum Judosport, als für einen Judolehrgang der SV Wismut geworben wurden. Dieser fand unter der Leitung der Sportfreunde Ehrlich und Borsdorf statt. Heinz Kölbel fand Gefallen und wurde einer der eifrigsten auf der Matte. Dadurch kam er auch recht bald zum Erfolg. Nachdem er 1952 zur DHFK Leipzig gekommen war, wurde Heinz Kölbel 1953 schon Meister der HSG Wissenschaft 1954 belegte er den 1. Platz im Bezirk Leipzig und gleichzeitig den zweiten Platz im Ferdergewicht bei den Deutschen Meisterschaften. Auch 1959 wurde der Sportfreund Heinz Kölbel Bezirksmeister im Bezirk Karl-Marx-Stadt.

Im Jahre 1961 legte Heinz Kölbel die Dan-Prüfung erfolgreich ab.Das ist eine stattlich Anzahl von Erfolgen, aber keineswegs ruhte er auf seinen Lorbeeren aus. Im Gegenteil! Sein ganzes Wissen und Können vermittelt er seit Jahren seinen Sportkameraden in Rodewisch, wo er 1958 eine starke Judo-Sektion ins Leben rief. Neben seinem eigenen Training opfert er auch noch viele Stunden, um seine Sektion voranzubringen. Daß er dabei auf dem richtigen Weg ist, zeigen uns die Erstplazierungen der Rodewischer Judoka bei den Meisterschaften.1962: 1. Deutscher Meister (Jugend),, 1. Republik-Beste (Frauen), 3. bei den DMM der Jugend, Aufstieg in die Oberliga.

1963: 3. Deutscher Meister (Jugend), 1. Republik-Beste (Jugend), Sieger der Pionierspartakiade, 2. Platz der Pioniermannschaft

 

 

Heinz Kölbel ist aber nicht nur ein guter Sportler und Trainer, sondern wir finden ihn auch immer wieder bei Veranstaltungen, Sitzungen und Kommissionen als Funktionär. Seit 1959 gehört, er dem BFA Karl-Marx-Stadt an. Er ist Mitglied im Traierrat sowie im Präsidium und 1963 übernahm Sportfreund Heinz Kölbel den Vorsitz der Jugendkommission des DJV.

Seine ganze Kraft und Freizeit widmet er unserem schönen Judosport. Als Sportlehrer nutzt er die Gelenheit, die Schüler und Pioniere seiner Schule für diesen Sport zu intressieren. Ob darin das Geheimnis seiner Erfolge liegt? Wer schon einmal in Rodewisch einen Wettkampf erlebt hat, weiß, fast die gesamte Einwohnerschaft für "ihre" Judoka begeistert ist. Das zeugt von Popularität und seiner sehr guten Sportarbeit.

Heinz Kölbel und seiner Sektion wünschen wir auch weiterhin reecht gute Erfolge.

 

  Berichterstatterin: Waltraut Leistner


  November 1964 Berliner Meisterschaften "Gymnastiksaal des Zentralen Klubs der Jugend und Sportler"

  Berliner Einzelmeisterschaften 1964 in der Stalinallee

  Die HSG Wissenschaft der Humboldt-Universität Berlin als Ausrichter für die Berlinder Meisterschaften, hatte sich haatte sich um eine würdige Veranstaltungsstätte bemüht. Obwohl eine Zusage für die Gormannstr. vorlag, war es doch nicht möglich, die Veranstaltung dort durchzuführen. Kurzfristigmußte umdisponiert werdenund so fanden die Kämpfe im Gymnastiksaal des Zentralen Klubs der Jugend und Sportrler statt.

Leider begann begann die Veranstaltung mit ziemlicher Verspätung. In seiner Eröffnungsansprache forderte der Sektionsleiter der veranstaltenden, Schwidurski, die Judoka auf, mit guten und fairen Kämpfen ihren Beitrag für den 15. Jahrestag unserer Republik zu leisten.

Nach einer Schweigeminute für den verstorbenen Ministerpräsidenten Otto Grotewohl, begannen dann die Meisterschaftskämpfe. Die Vorkämpfe wurden im Pool- und die Endkämpfe im Ko-System durchgeführt. Für die Erstplazierten ergab sich somit eine große Belastung, zumal die Finalkämpfe über zehn Minuten angesetzt waren.

Im Bantamgewicht hinterließ Alexander Peuker einen guten technischen und kämpferischen Eindruck. Obwohl es im Endkampf zuerst den Anschein hatte, daß er dem physisch stärkeren Koschny unterliegen würde, konnte er in den letzten würde, konnte er in den letzten fünf Minuten den Gegner doch noch einwandfrei schlagen.

Im Federgewicht konnten Igel und Schwidurski ihre Rivalen Pohl und Wesemann im Halbfinale ausschalten. Nach einem kämpferisch betonten Treffen über zehn Minuten gewann Schwidurski mit 2 : 1 Richterstimmen.

Im Leichgewicht hatte Klaus Lindner nach einem schweren Kampf gegen Zeemann das Finale erreicht. Hier schlug er Rainer Sobisch, der konditionell nicht den besten Eindruck machte.


 

Im Mittelgewicht gewann der beste Kämpfer der Meisterschaften, Sportfreunnd Manfred Birkholz. Allein Bocian konnteihm größeren Widerstand leisten.Schade, daß Bocian bereits im Halbfinale gegen ihn ausschied. Er dürfte wesentlich stärker sein, als der das Finale erreichende Ulig. Eine gute Leistung bot auch Rackwitz von Empor Nord.

Mit überraschenden Leistungen wurde Winterstein Meister im Halbschwergewicht. Er schlug Raier Schilk im Finale.

Im Schwergewicht standen sich die alten Kontrahenten Sepp Schönbacher und Dummann gegenüber. Sepp Schönbacher trug mit E : 0 den Sieg davon. Schade, daß Dietmar Lorenz nicht startberechtigt war. Es lag keine Meldung seiner Gemeinschaft vor. Hoffen wir daß die beiden Erstplazierten den Bezirk Berlin bei den Deutschen Einzelmeisterschaften in Leipzig gut vertreten werden.


  Hier die Ergebnisse:

 

  Bantamgewicht      
  1. Platz Alexsander Peuker Empor Seelenbinder Berlin
  2. Platz    Koschny HSG Wissenschaft Humboldt Uni Berlin
  3. Platz    Trohne Dynamo Friedrichshain
         
  Federgewicht      
  1. Platz    Schwidurski HSG Wissenschaft Humboldt Uni Berlin
  2. Platz Peter Igel Sportclub Dynamo Hoppeparten
  3. Platz    Wesemann Dynamo Friedrichshain
         
  Leichtgewicht      
  1. Platz Klaus Lindner Dynamo BerlinFriedrichshain
  2. Platz Rainer Sobisch Sportclub Dynamo Hoppeparten
  3. Platz  Manfred Wienbrack Dynamo Friedrichshain
         
  Mittelgewicht      
  1. Platz Manfred Birkholz Sportclub Dynamo Hoppegarten
  2. Platz   Ulig Dynamo Adlershof
  3. Platz    Bocian Dynamo Hohenschönhausen
  3. Platz    Rackwitz BSG Empor Nord Berlin
         
  Halbschwergewicht      
  1. Platz    Winterstein Dynamo Köpenick
  2. Platz  Rainer Schilk Dynamo Hohenschönhausen
  3. Platz    Butke BSG Turbine Wasserwerke Berlin
  3. Platz   Mayer SC Dynamo Adlershof
         
  Schwergewicht      
  1. Platz  Sepp Schönbacher HSG Wissenschaft Humboldt Uni Berlin
  2. Platz    Dummann Empor Seelenbinder Berlin
         


 

  Berichterstatter: Helmut Bark

 

  - B e g i n n 1 9 6 5 -


  2 6 . u n d 2 7 . N o v e m b e r 6 5 Polnische Judoka in Halle

  Die HSG Wissenschaft Halle hatte sich sich am 26. und 27. November 1965 polnische Gäste vom AZS Poznan zu einem internationalen Freundschaftsvergleich eingeladen. Am ersten Kampftag wurde ein Einzelturnier in den fünf internationalen Gewichtsklassen au8sgetragen und am nächsten Tag fand ein Mannschaftsturnier statt.

An den Einzelkämpfen beteiligten sich noch Judoka von Motor Halle, Dynamo Halle-West und Dynamo Merseburg, so daß 42 Aktive am Start waren. Es wurde zwar im KO-System gekämpft, aber durch die langen Kampfzeiten (Halbfinale 8 Minuten, Finale 10 Minuten) ging das gut besetzte Turnier erst in den späten Abendstunden zu Ende. Die Riesenüberraschung war der Sieg des Jugendlichen Gerd Kunze in der Leichtgewiichtsklasse, wo manche Favoriten auf der Strecke blieben. Bemerkenswert ist, daß Kunze an diesem Tag sich erstmalig an Seniorenkämpfen beteiligte.


  Hier die Ergebnisse

  Leichtgewicht    
  1. Platz Kunze Wissenschaft Halle
  2. Platz Müller Dynamo Halle-West
  3. Platz  Wyrembek AZS Poznan
  3. Platz Kmiec AZS Poznan
       
  Halbmittelgewicht    
  1. Platz Kühn Dynamo Merseburg
  2. Platz  Matthey Dynamo Merseburg
  3. Platz  Mandecki AZS Poznan
  3. Platz  Michalzyk AZS Poznan
       
  Mittelgewicht    
  1. Platz Braun Dynamo Merseburg
  2. Platz Hahn Wissenschaft Halle
  3. Platz Kühnel Motor Halle
  3. Platz Brennecke Wissenschaft Halle
       
  Halbschwergewicht    
  1. Platz  Ahrends Wissenschaft Halle
  2. Platz  Neubauer Wissenschaft Halle
  3. Platz  Cudnik AZS Poznan
  3. Platz Kowalschik AZS Poznan
       
  Schwergewicht    
  1. Platz  Onderka Wissenschaft Halle
  2. Platz  Czubryi AZS Poznan
       


  Bei den Mannschaftskämpfen verzichtete man darauf, die eigenen Mannschaften kämpfen zu lassen

 

  Hier die Ergeebnisse der Mannschaften


  AZS Poznan I - HSG Wissenschaft Halle  
  Wyrembek - Gutscher 1 : 0
  Michalzyk - Kaps X : 0
  Prozhiewicz - Schötzau E : 0
  Dzurski - Jahn 1 : 0
  Czubryi - Hahn 1 : 0
      AZS Poznan I 5 : 0
         
  Wissenschaft Halle I - AZS Poznan I  
  Krumbiegel - Kmiec E : 0
  Schyia - Mandeski 1 : 0
  Weidemann - Olzewski E : 0
  Ahrends - Brennecke Wissenschaft Halle E : 0
  Onderka - Kowalskszik 1 : 0
      Wissenschaft Halle I 5 : 0
         
  Wissenschaft Halle II   AZS Poznan II  
  Gutscher - Kmiec E : 0
  Brandt - Mandecki 1 : 0
  Schötzau - Olzewski EX : X
  Jahn - Brennecke X : 0
  Hahn - Kowalszik E : 0
      Wissenschaft Halle II 5 : 0
         
  Wissenschaft Halle I - AZS Poznan I  
  Krumbiegel - Wyrembeck 0 : E
  Schyia - Michalzyk 0 : X
  Weidemann - Prozhiewicz 0 : E
  Ahrends - Dzurski E : 0
  Onderka - Czubryi 0 : X
      AZS Poznan I 3 : 2


  Dramatisch ging es im Hauptkampf Wissenschaft Halle I gegen AZS Poznan I zu, bei dem eerst die Schwergewiichtsbegegnung den knappen Erfolg für die polnischen Gäste brachte.


  Geschrieben - klgu -

 

  28. November 1965 Internationales Turnier in Stendal

 

  Am 28. November 1965 fand in Stendal ein internationales Mannschaaftsturnier statt, an dem sich die Mannschaften Ruda Hvezda Karlovy Vary, Motor Süd-Ost Magdeburg I und Lokomotive Stendal beteiligten. Favorittenstellung nahmen die Oberliga-Kämpfer aus Magdeburg ein. Die Sportfreunde aus der CSSR wiesen durchweg niedrige Graduierungen auf, zeigten aber kämpferisch gute Leistungen, besonders in den Bodentechniken.

Nach der Begrüßung durch die BSG-Leitung wurde der ooffzielle Städtevergleichskampf zwischen Ruda Hvezda Karlovy Vary und Stendal durchgeführt. Gekämpft wurde in drei Gewichtsklassen (70, 80 und über 80,0 kg), in jedem Limit mit zwei Kämpfern


  Mannschaftsergebnisse:


  Ruda Hvezda Karlovy     Lokomotive Stendal    
             
  -70,0 kg Kyu -   Kyu  
  Hrabec 2. - Noack 1. X : 0
  Horak 3. - Glöß 1. 0 : 1
             
  -80,0 kg          
  Valek IV. - Schinitzki 2. 0 : E
  Dozauer IV. - Jeding 2. 0 : X
             
  +80,0          
  Janda IV - Kükelmann 2. 1 : 0
  Novak IV - Beinroth IV X : 0
          Endresultat: 3 : 3
            3 : 2


  Anschließend kam es dann zur Austragung eines 3-Städteturniers. In der ersten Begegnung standen sich Motor Magdeeburg Süd-Ost gegen Lokomotive Stendal gegenüber

 

  Motor Süd-Ost Magdeburg     Lokomotive Stendal    
             
  -70,0 kg Kyu -   Kyu  
  Zemplin 1.Dan - Noack 1. 0 : 0
  Knape 1.Dan - Glöß 1. E : 0
             
  -80,0 kg          
  Kuhnke IV. - Schinitzki 2. 1 : 0
  Kissmann 1. Dan - Jeding 2. E : 0
             
  +80,0          
  Tempel 2. - Sannek IV. 1 : 0
  Novak IV - Beinroth IV X : 0
  Jürschnik 3. - Kükelmann II 1 : 0
          Endresultat: 5 : 0


  Im Anschluß an diesem Mannschaftsvergleich kam es zu zwei Einzelkämpfen:

 

  Ruda Hvezda Karlovy     Lokomotive Stendal    
  -70,0 kg Kyu -   Kyu  
  Lomoga 4. - Süßenguth 1. 0 : E
  Pochyla 4. - Netzold 1. E : 0
        Endresultat:   1 : 1
             
  Ruda Hvezda Karlovy     Motor Süd-Ost Magdeburg    
  -70,0 kg          
  Horak IV. - Zemplin 2. 1 : 0
  Hrabec 1.Dan   Knape 2. E : 0
        Endresultat:   2 :0
             
  -80,0 kg          
  Pochyla 2.. - Kuhnke IV. 0 : 1
  Dozauer IV. - Kükelmann 2. 0 : X
        Endresultat:   0 : 2
             
  +80,0          
  Janda IV - Tempel 1. Dan 0 : X
  Novak 2. - Jürschik III X : 0
        Endresultat:   0 : 2
        Gesamtergebnis   1 : 5


  Hervorzuheben sind die Leistungen von Kissmann und Kuhnkedie ihre Kämpfe bereits nach 0 : 30 und 20 beendeten.

Im letzten Mannschaftskampf standen sich dann nochmals Ruda Hvezda Karlovy und Stendal in veränderter Mannschaftsaufstellung gegenüber


  Mannschaftsergebnisse:

 

  Ruda Hvezda Karlovy Vary     Lokomotive Stendal    
    Kyu -   Kyu  
  -70,0 kg          
  Hrabec 1. Dan - Glöß 1. 0 : E
  Lomonga IV - Nowack 1. 0 : E
             
  -80,0 kg          
  Pochyla 2. - Jeding 2. 0 : E
  Dozauer 1.Dan - Scinitzki 2. 0 : X
             
  +80,0          
  Janda 2. - Sannek IV. 0 : 0
  Novak 3. - Kükelmann II X : 0
        Endresultat:   1 : 4
             


  Der Turnierendstand lautete: 1. Motor Süd-Ost Magdeburg, 2. Lokomotive Stendal, 3. Ruda Hvezda Karlovy Vary.

Trotzdem die Zuschauerkulissie viel wünschen übrig ließ, war das interesante Turnier für die Stendaler Sportfreunde ein besonderes Erlebnis


  Berichterstatter: Harald Noack

  - B e g i n n 1 9 6 6 -

 

  09. Januar 1966 Dresden beim offenen Mannschaftsturnier erfolgreich

  Beim ersten Kampf im neuen Jahr holte sich Motor Dresden-Ost am 09. Januar 1966 die TSG TSG Nord zum Mannschaftskkampf eingeladen. Weiterhin beteiligte sich noch Empor Löbau an diesem Wettstreit. Die kampfbetonten Auseinandersetzungen zeigten, zeigten, daß sich die Judoka sehr gut vorbereitet hatten. Von 25 Kämpfen endeten 15 Wurfsiege. Eine schönne, die auch auf Erfolge bei den kommenden Meisterschaften hoffen läßt.


  Hier die Ergebnisse der Mannschaftskämpfe

 

  Motor Dresden-Ost - TSG Löbau Nord 6 : 3
  TSG Löbau Nord II - Motor Dresden-Ost II 1 : 7
  Motor Dresden-Ost - TSG Löbau Nord 7 : 2


  Hervorzuhebende Kämpfer waren: Michalke (3. Kyu), Janisch (3. Kyu) von Motor Löbau-Ost, Pietschmann von Löbau-Ost, Schneider (4. Kyu) von TSG Dresden-Nord


  Berichterstatter: Peter Kiefer

 

  09. - 14. Februar 1966 Junioren in Wien erfolgreich


 

  Am 09. - 14. Februar weilte eine DDR-Junioren Auswahl unter Leitung von Dr. Lothar Skorning und Henri Hempel in Wien. Die 13. köpfige Delegation war Gast der Judo-Sekion des Polizeisportvereins Wien, die ein Mannschaftsturnier und ein Einzelturnier organisiert hatte, um unseren Kadern in Vorbereitung der Europameisterschaften der Junioren eine Überprüfungsmöglichkeit zu geben.

Die Reise begann mit großen Schwierigkeiten, weil am 09. Februar früh durch den großen Schneefall der Verkehr in Berlin stockte und dadurch nicht alle rechtzeitig zum Flugzeug kamen. Trotzdem ging alles gut und nach wenigen Stunden waren wir im schönen frühlingshaften Wien mit Temperaturen über +10 Grad.

Wir wurden empfangen und betreut von den Sportfreunden Leopold Korner, Fritz Svihalek und Franz Neubauer, die sich erdenkliche Mühe gaben, unseren Aufenthalt so angenehm und so schön wie möglich zu gestalten.

 

  Nach dem Ausscheidungsturnier am 22. Januar 1966 qualifizierten sich für die Dellegation nach Österreich die Sportfreunde Scholz, Peuker, Kersten, Hötger, Sauermann, Wekker, Hentsch und Stock. Zusätzlich wurden die Sportfreunde Gonschorek und Bornstein nominiert. Für den größten Teil dieser Sportfreunde war es die erste Auslandsreise innerhalb einer Auswahlmannschaft des DJV. Deshalb bestand auch für viele Teilnahmer die Zielstellung, ihre Nominierung durch gute Leistungen zu rechtfertigen. Um es vorweg zu nehmen, unsere jungen Judoka kämpften hervorragend, jeder gab sein Bestes, auuch wenn das nicht immer mit einem Erfolg belohnt werden konnte.

 

  Am Freitag, dem 11. Februar 1966 fanden die Mannschaftvergleichskämpfe

DDR-Juiorenauswahl - Favorit Wien

DDR-Juiorenauswahl - Polizeisportverein statt. Die Wettkämpfe wurden vor ausverkauftem Hause mit einem sehr

objektivem Puplikum ausgetragen.


  Ergebnisse


  Juniorenauswahl - Favorit Wien

 

  Peuker - Smolik 1 : 0
  Scholz - Drechsler 1 : 0
  Hötger - Aichinger 1 : 0
&