Kapitel 10

Inhalt der Chronik des DDR Judo-Sports
Erarbeitet von Dr. Lothar Skorning und Zusammengestellt von Willi Gruschinski
Inhalt: Fortsetzung von Kapitel 9

- B e g i n n - 1 9 6 7 -

0 8 . J a n u a r 1 9 6 7 in Rauenstein "Erste Kämpfe der Nationalkader 1967

Am 08. Januar 1967 absolvierten im Kulturhaus Rauenstein in Thüringen, die Nationalkader ihre ersten Käpfe im neuen Wettkampfjahr. Nach einer langen und umständlichen Reise, teils mit Bus und Eisenbahn, kamen alle Beteiligten abgespannt in Rauenstein an. Obwohl die Reise durch die reizvolle Winterlandschaft des Thüringer-Waldes ging, war es doch eine Strapaze. Die Stimmung war demzufolge bei der Ankunft nicht die Beste.

Nach der Veranstaltung waren sich jedoch alle Beteiligten einig: die Durchführung des Turniers war in jeder Beziehung vorbildlich. Wünschen wir, daß alle folgenden Veranstaltungen des DJV in gleichen Weise vorbereitet und durchgeführt werden. Den Organisatoren um Sportfreund Sccherf, sagen wir ein herzliches "Dankeschön" für die gelungene Veranstaltung und die Gastfreundschaft der kleinen Gemeine Rauenstein.

Das Turnier wurde als Mannschaftsturnier ausgetragen, bei dem die Kader des DJV indrei Mannschaften aufgestellt waree. Hierzu kam noch eine Auswahlmannschaft des Bezirkes Suhl.


Die Plazierung war folgende:

Mannnschaften Gesamtsiege:
1. Platz Dynamo Hohenschönhaausen 5
2. Platz Dynamo Köpenick 3
3. Platz Dynamo Frankfurt 1
3. Platz Dynamo Schwedt 1

1. Platz Mannschaft A (Paul, Wiesner, Potyralla, Howiller, Hennig).
2. Platz Mannschaft B (Scholz, Hendel, Smirat, Smirat, Schulze, Welzer).
3. Platz Mannschaft C (Peukert, Schröder, Micka, Wucko).
4. Platz Suhl Auswahlmannschaft

Abschließend noch einige kritische Bemerkungen zu den Kampfrichtern. Bei dem durchgeführten Turnier wurden erstmals nach der neuen Wettkampfauslegung der EJU bewertet. Dabei zeigte sich, daß die Kampfricchter noch nicht sicher die neuen Ausllegungen beherrschten. Es sind noch einige Übungen notwendig um den Forderungen gerecht zu werden. Besonders trifft dies für das Verhalten am Mattenrand.

Geschrieben: Hubert Sturm

1 4 . J a n u a r 1 9 6 7 G r o ß r ö h r d o r f "Erfolgreicher Auftakt 1967"

Die seit 1962 in Großröhrsdorf beheimate Sektion Judo des SG Dynamo Bischofswerda legte, um die Möglichkeit zu nutzen, in Vergleichskämpfen und Freundschaftsturnieren Erfolg und Mänge der eigenen Trainingsarbeit zu überprüfen, in ihrem Arbeitsplan für das Jahr 1967 fest, monatlich ein Turnier in der heimischen Wettkampfstätte auszutragen. Zu diesem Zwecke nahm sie, ohne sich weiter um die bislang ausgebliebene Unterstützen der Fachausschüsse des Bezirkes Dresden und Kreises Bautzen zu bemühen, Verbindung mit zahlreichen Sektionen auf. Der Erfolg stellte sich sofort ein und bewies, daß alle Sektionen an Wettkämpfen interessiert sind. Unverständlich bleibt, warum die Fachausschüsse diesem Umstand in ihrer Arbeit nicht Rechnung tragen.

Bereits zum ersten Turnier in diesem Jahr, das für den 14. Januar ausgeschrieben war, meldeten sich sieben Mannschaften. Erfreulicherweise brachten sie auch ihre jugendlichen Kämpfer mit, sodaß neben dem ausgeschriebenen Mannschaftsturnier der Senioren auch ein Einzelausscheid der Jugend A und B durchgeführt werden konnte, zu dem sich 22 jugendliche Kämpfer stellten.


Das auf zwei Matten im KO-System ausgetragene Mannschaftsturnier der Senioren hatte folgende Resultate:

1. Dynamo Döbeln I I
-
Motor Dippoldiswalde 2 : 3
ASG Großröhrsdorf - SG Dynamo Döbeln I 1 : 4
SG Dynamo Bischofswerda - BSG Stahl Riesa 0 : 5
Motor Dippoldiswalde - SG Dynamo Flöha 2 : 3
Dynamo Döbeln I - BSG Stahl Riesa 2 : 3
BSG Stahl Riesa - SG Dynamo Flöha 5 : 0

Trotz der unterschiedlichen Graduierung (die Skala reichte vom V. - I. Kyu) wurden die Mehrzahl der Kämpfe durch Wurftechniken oder durch Wurf und Bodentechniken vor der Wettkampfzeit beendet. So besiegte u. a. Leistner ( Riesa IV. Kyu) den Ippon-Seoi-Nage-Spezialisten Gregorius Bischofswerda, III. Kyu) durch einen Yoko-Gake mit anschließendem Kata-Gatamee. Sladek (Bischofswerda, I. Kyu) wurde von Karl (Riesa II. Kyu) mit einem Waza-Ari bewerteten Uki-Waza besiegt und Rusek (Riea, I. Kyu zeichnete sich in seinen Kämpfen durch saubere Kaeshi.Waza und Goshi-Waza aus.

Ergebnisse des Turniers:

1. Platz Stahl Riesa
2. Platz SG Dynamo Flöha
3. Platz SG Dynamo Döbeln I

Dem Mannschaftsturnier der Senioren folgte das Einzelturnier der Jugend A und B, in dessen Verlauf die jugendlichen Judoka stürmisch, kampfbetont, aber stets sportlich fairen Auseinandersetzungen absolvierten, Hervorzuheben ist, daß trotz niedriger Graduierung (V. und IV. Kyu) auch hier in der Mehrzahl der Sieg durch Wurftechniken errungen wurde. Besonders die Jugend von Stahl Riesa zeichnete sich durch gute Techniken wie Tsuri-Komi-Goshi, Seoi-Nage aus.

Hier die Sieger des Turniers:

Jugend B
55,0 kg Schneider BSG Stahl Riesa
60,0 kg Seidel BSG Stahl Riesa
65,0 kg Stanke SG Dynamo Kamenz
Jugend A
60,0 kg Berge SG Dynamo Kamenz

Das Gelingen des ersten Turniers im Jahr 1967 bestätigte die Richtigkeit des Beschlusses unserer Sektion. Schon liegen uns Ausschreibungen nach Bautzen und Döbeln vor, und somit trägt die aufgenommene Verbindung mit den Sektionen gute Früchte.

Wenn es für uns als Gastgeber bei diesem Turnier auch nur zum 5. Platz reichte, so ist im Moment die Durchführung der Veranstaltung ausschlaggebend.

Bei der im Juni im Rahmen der Sportwoche von allen Sportgemeinschaften der Sektion der Stadt Großröhrsdorf durchgeführten Veranstaltung wird die Sektion Judo zum Turnier um den erstmals ausgetragenden "Rödertal-Pokal" aufrufen, der als Wanderpokal alljährlich vergeben werden soll.

Hoffe mit diesem Bericht evtl. anderen mit diesem Bericht evtl. anderen kleineren und "namenlosen" Sektionen zu helfen, damit auch sie zu Fortschritten in der sportlichen Entwicklung kommen und die Trainingsfreudigkeit erhöhen sowie das das Wirken der Sektion beleben können.

Ich würde mich freuen, wenn andere Gemeinschaften von ähnlichen Beispielen und Wegen in unserem Fachorgan berichten würden oder mit uns in Verbindung treten, um Erfahrungen auszutauschen, schwierig zu lösende Fragen, wie, wie sie ja noch in genügender Anzahl vorhanden sind (z. B. das Problem der Kampfrichter, der Qualifizierung u. a. ,Vorbereitung und Ablegen der Dan-Prüfungen in kleinen Sektionen) zu besprechen und vielleicht auch die Arbeit unserer übergeordneten Fachausschüssen zu aktivieren helfen


Bericht von Wolfgang Urban

1 5 . J a n u a r 1 9 6 7 "Turnier der Jugendauswahlkader in Schwerin"

Am 15. Jaanuar 1967 eröffnete der Deutsche Judo-Verband in Schwerin mit einem Turnier der Jugendauswahlkader eine Serie von Vorbereitungskämpfen der Anwärter auf eine der Fahrkarten zu den diesjährigen Europameissterschaften der Jugend in Lissabon (Portugal).

Mit diesem Turnier sollte überprüft werden, welchen Leistungsstand unsere Leistungsauswahlkader nach den Weihnachtsferien "auf die Matte bringen können. Daneben gab es für eine Reihe jugendlicher Judoka eine erste Chance zur Bewährung und Vorbereitung auf die Aufgaben des DJV in den kommenden Jahren im Bereich der Nachwuchsentwicklung.


Um es vorwegzunehmen:

Unser Nachwuchs hat die trainingsarme Zeit relativ gut überstanden und die Verantwortlichen konnten insgesamt recht zufriedene Gesichter machen. Bis auf die Halbmittelgewichtsklasse waren am Ende die Sieger Mitglieder unserer Jugendauswahlmannschaft.
Im L e i c h t g e w i c h t standen sich im Finale Lokalmatador und Dan-Träger Erhard Edling und der DHFK-Vertreter Heinz Schulz gegenüber. Der DHFK-Sportler gewann nach guter Gesamtleistung mit Waza-Ari für Wurf. Die dritten Plätze belegten mit Prang (Schwerin) und Grüttner (Schönberg) zwei hoffnungsvolle Talente aus dem Norden unnserer Republik. Enttäuschend dagegen waren die Leistungen der drei Auswahlkader Fink (Berlin Hohenschönhausen) sowie Benkel und Knauel (Magdeburg).
Im H a l b m i t t e l g e w i c h t fehlten mit Werner, Karl-Heinz ein großer Faforit dieser Gewichtsklasse.Am Ende mußten die Auswahlkader Fehre (Genthin) und Lang (Königswusterhausen) sich mit den dritten Plätzen begnügen, während Roesler (Berlin-Süd) im Finale den 16jährigen Schweriner Blumenthal nur knapp schlagen konnte.
Im M i t t e l g e w i c h t zeigte Gottke (Magdeburg) einmal mehr seine Zuverlässigkeit, indem er nach schönen Vorkämpfen im Finale den starken Hofmann (Halle) durch Entscheidung besiegen konnte. Mit Adler (Schwerin) belegte auch hier ein "Außenseiter" einen guten dritten Platz mit Mialkas (Magdeburg), Müller (Leipzig) blieb in der Hoffnungsrunde hängen.
Im H a l b s c h w e r g e w i c h t gelang es dem Mittelgewichtler Kafka (Rostock) auf Anhieb der Einzug ins Finale, daß er gegen Berg (Neubrandenburg) durch Würgegriff verlor, war Pech. Die dritten teilten sich Gebler (Merseburg und Strube (Aschersleben).
Im S c h w e r g e w i c h t gab es eine große Überraschung, als Schulze (Cottbus) nach einer Entscheidungsniederlage gegen Zuckschwerdt (Brandenburg) aus dem Rennen ausscheiden mußte, da sein Bezwinger anschließend gegen Zeidler (Dresden) durch Kesa-Gatame verlor. Zuckschwerdt steigerte sich dann jedoch wieder und drehte im Finale gegen den Dresdener den Spieß um. Auf die dritten Plätze kamen Nehrkorn (Magdeburg) und Schönrath aus Güstrow. (14 Jahre alt!!!

Bericht von Hans Müller-Deck

1 5 . J a n u a r 1 9 6 7 in S c h w e r i n , Bieten wir unserem Nachwuchs genügend Kämpfe

Während sich die Auswahlkader der Jugend zu einem Turnier am 15. J a n u a r 1967 in Schwerin trafen, waren einige der Nachwuchskader der Einladung nach Chrimmitschau gefolgt. Die Veranstalter hatten sich viel Mühe gegeben die Vergleichskämpfe niveauvoll zu gestalten, was ihnen auch lobenswert gelang

Aber leider gibt es noch zu wenig solcher Turniere. Möge die Veranstaltung von Chrimmitschau Vorbild für viele Sektionen sein, dann käme es nicht vor, daß die Auswahlkader mit Kämpfen fast überschüttet werden, während die "Judoka von morgen" nach Vergleichen fiebern.

Dem Kampfgericht in Chrimmitschau stellten sich am ersten Kampftag fünf Mannschaften und am anderen Tag 70 Einzelkämpfer. In der Jugend B wurden nur die Klassen von 45 bis 65 ausgekämpft, während bei der Jugend A nur die Klasse über 85 kg ausfiel. Die 75 kg-Klasse war mit 18 Teilnehmern am stärksten besetzt.


1. Platz BSG Motor Schkeuditz
2. Platz HSG DHFK Leipzig I
3. Platz BSG Motor Chrimmitschau I
3. Platz HSG DHFK Leipzig I I
5. Platz BSG Motor Chrimmitschau I I

Die Einzelergebnisse B Jugend

45, 0 kg 1. Platz Nitschmann HSG DHFK Leipzig
2. Platz Richter Motor Magdeburg Süd-Ost
3. Platz Peterhänsel TSG Rodewisch
50, 0 kg 1. Platz Wierk HSG DHFK Leipzig
2. Platz Dörner HSG DHFK Leipzig
3. Platz Hainke Motor Magdeburg Süd-Ost
55, 0 kg 1. Platz Schwenke HSG DHFK Leipzig
2. Platz Gesell HSG DHFK Leipzig
3. Platz Kruppa HSG Wissenschaft Halle
60, 0 kg 1. Platz Strich HSG Wissenschaft Halle
2. Platz Poremba HSG DHFK Leipzig
3. Platz Jänicke Motor Magdeburg Süd-Ost
65, 0 kg 1. Platz Siegert TSG Rodewisch
1. Platz Lorenz Lokomotive Zwickau
1. Platz Frokenbacher BSG Motor Chrimmitschau

Die Einzelergebnisse A Jugend

58, 0 kg 1. Platz Heinz TSG Rodewisch
2. Platz Cardazzo HSG DHFK Leipzig
3. Platz Pöcker BSG Motor Chrimmitschau
65, 0 kg 1. Platz Krieschok HSG Wissenschaft Halle
2. Platz Broschopp BSG Motor Chrimmitschau
3. Platz Sölmar Lokomotive Zwickau
75, 0 kg 1. Platz Kraus TSG Rodewisch
2. Platz Stein Motor Magdeburg Süd-Ost
3. Platz Strube HSG Wissenschaft Halle
85, 0 kg 1. Platz Stawitzke HSG Wissenschaft Halle
2. Platz Drewanz BSG Motor Chrimmitschau
3. Platz Hosang Motor Magdeburg Süd-Ost

Berichterstatter: Heinz Kölbel Motor Chrimmitschau

1 8 . - 2 5 . J a n u a r 1 9 6 7 Jugend- und Juniorenländerkampf in der UdSSR

In der Zeit vom 18.-25. Januar 1967 weilten unsere Jugend- und Juniorenauswahlmannschaften zu Länderkämpfen in der UdSSR. Unsere kleine Delegation setzte sich aus folgenden Sportfreunden zusammen.

Jugend:

Helmut Schulz (HSG DHFK Leipzig), Karl-Heinz Werner (ASK Vorwärts Berlin), Klaus-Dieter Kafka (SG Dynamo Rostock)G.-Dietrich Berg (Dynamo Neubrandenburg), Wolfgang Zuckschwerdt (SG Dynamo Brandenburg)

Junioren:

Dieter Scholz (SC Dynamo Berlin), Rudolf Hendel, Werner Sauermann (beide ASK Vorwärts Berlin), Uwe Stock (SC Dynamo Berlin), Ullrich Wecker (SC DHFK Leipzig. Die Delegation wurde von Henry Hempel geleitet und Herbert Ehrlich amtierte als Kampfrichter

Trotz der eisigen Kälte, die zur Zeit unseres Aufenthaltes in Moskau herrschte, unvergeßliche Tage dort. Der Besuch des Kreml, des Mausoleums sowie des Zirkus und die Stadtrundfahrt wird neben neben den Wettkämpfen und dem gemeinsamen Training noch lange in Erinnerung bei allen Teilnehmern bleiben.

Vor den Länderkämpfen wurde in zwei Tagen mit den sowjetischen Judoka zusammen trainiert. Gleichzeitig brachte der Erfahrungsaustausch die Sportler näher.

Die Vergleichskämpfe wiesen nachstehendes Programm auf. Am 21. Januar 1967: DDR-Jugend- und Juniorenauswahlmannschaften gegen die B. Auswahlvertretungen und am 22. Januar gegen die A-Auswahlmannschaften der UdSSR. Daß hier die Gastgeber die Favoritenstellung einnahmen, war uns verständlich, denn dafür waren die erreichten Ergebnisse der UdSSR-Junioren und -Jugendlichen bei den letzten EM eine zu gute zu gute Visitenkarten. Aus diesem Grunde wurden auch diese Kämpfe in erster Linie zur Vorbereitung unserer Judoka auf die Europameisterschaften genutzt. Austragungsort der Wettkämpfe war die schöne Sporthalle der Gewerkschaften in Moskau


Die ersten Begegnungen verloren wir jeweils mit 2 : 0 , dabei wurden folgende Einzelergebnisse erzielt:

DDR UdSSR
Jugend
Leichtgewicht Schulz
-
Antoni 0 : 0
Halbmittelgewicht Werner - Skwersitzki 0 : 0
Mittelgewicht Kafka
-
Lisuwitzki 0 : 0
Halbschwergewicht Berg - Muwaladse 0 : 1
Schwergewicht Zuckschwerdt
-
Schudenko

DDR UdSSR
Junioren
Leichtgewicht Scholz
-
Nikutin 0 : 1
Halbmittelgewicht Hendel - Schukin 0 : 1
Mittelgewicht Sauermann
-
Budolin 0 : 0
Halbschwergewicht Stock - Ruckietev
0 : 0
Schwergewicht Wecker
-
Scherstankow 0 : 0

Da wir uns vorher geeinigt hatten,Jugend und Junioren als ein Mannschaftsergebnis zu werten, verloren wir diese Begegnungen gegen die B-Auswaahl mit 0 : 4. Obwohl dieses Ergebnis uns nicht überraschte, hätte bei etwas besserem Einsatz einiger Jugend- und Juniorenkader dieses Resultat günstiger gestaltet werden können. Bei der Jugendmannschaft blieben Werner und Zuckschwerdt und bei den Junioren Scholz und Hendel unter ihren normalen Leistungen.

Im zweiten Länderkampf mußten wir auf Stock verzichten, da er sich gleich in der ersten Minute des B-Länderkampfes unglücklich verletzte. Da wir sowieso keinen Schwergewichtler zur Verfügung hatten, kämpfte Wecker im Halbschwergewicht und Schwergewichtskampf fiel damit aus der Wertung


Im einzelnen wurden folgende Ergebnisse erzielt

DDR UdSSR A
Jugend
Leichtgewicht Schulz
-
Essenbajew 0 : 0
Halbmittelgewicht Werner - Kossenjuk 0 : 0
Mittelgewicht Kafka
-
Moladinow 0 : E
Halbschwergewicht Berg - Kiviljuk 0 : 1
Schwergewicht Zuckschwerdt
-
Kosatschenkow 1 : 0
Endergebnis 1 : 2

DDR UdSSR A
Junioren
Leichtgewicht Scholz
-
Butyrsky 0 : 0
Halbmittelgewicht Hendel - Tschüpatschenko E : 0
Mittelgewicht Sauermann
-
Puschkowjre 0 : 1
Halbschwergewicht Wecker - Sabolozky
0 : 0
Endergebnis 1 : 1

Auf Grund der weitaus besseren Leistungen unserer Judoka bei dieser Begegnung war es möglich, das sehr achtbare Ergebnis 2 : 3 zu erreichen. Einen guten Eindruck hinterließen Schulz, Werner, Zuckschwerdt, Hendel und Wecker. Von den sowjetischen Judoka gefielen am besten Kossenjuk, Moladinow, Mulwaladze, Nikulin, Schuklin und Puschkowjew. Von den genannten kann ohne zu übertreiben behauptet werden, daß sie bei den Europameisterschaften in Lissabon ein ernstes Wort bei der Verteilung der Medaillen mitreden werden.

Bericht vom Verbandstrainer der Sektion Judo der DDR geschrieben: Henry Hempel

2 5 . 0 1. 1 9 6 7 "Zweites Kaderturnier des DJV der Senioren in diesem Jahr"

Zum zweiten Kadeerturnier in diesem Jahr kam es am 25. Januar 1967 in der Dynamo-Sporthalle in Magdeburg. Die Kader des DJV kämpften in der gleichen Aufstellung wie bereits am 08. Januar 1967 in Rauenstein. Lediglich waren die Sportfreunde Scholz und Stock vom SC Dynamo Berlin, Hendel vom ASK Vorwärts Frankfurt und Wecker vom SC DHFK Leipzig nicht am Start, da sie zum gleichen Termin an den internationalen Kämpfen in Moskau teilnahmen.

Allgemein kann man einschätzen, daß die Leistungen aller Kader gegenüber den Kämpfen in Rauenstein verbessert haben. Trotzdem sind einige kritische Worte notwendig

So wird z. B. zu wenig und nicht zwingend genug mit den Techniken gearbeitet. Es fehlten augenblicklich Judoka, die mit gekonnten Techniken auftreten. Diese Tatsache bleibt bestehen, auch wenn man weiß, daß die Magdeburger Auswahl daß Siegen nicht immer leicht machte.


Nach den durchgeführten Kämpfen ergab sich folgende Auswertung
Entschieden wurden:
10 Kämpfe durch Ippon
8 Kämpfe durrch Waza-Ari
11 Kämpfe durch Kampfrichterentscheid
1 Kampf endete mit Hiki-Wake.

Dieses Verhälnis gibt eine klare Antwort.
Leliglich die Sportfreunde Hecht (Motor Magdeburg Süd-Ost)
Paul ASK (Vorwärts Frankfurt)
Howiller (SC DHFK Leipzig)
Hennig (SC Dynamo Berlin; zeigten ausgezeichnete Leistungen.

Ebenso sind auch kritische Bemerkungen zu der taktischen Arbeit, insbesondere zur Anwendung der neuen Wettkampfauslegung, notwendig. Hier bedarf es einer noch gründlicheren Befassung mit dieser Materie, um den Anforderungen gerecht zu werden.

Die Ergebnisse der Mannschaftskämpfe:

Mannschaft A
-
Mannschaft C 4 : 1
Mannschaft B - Auswahl Magdeburg 4 : 1
Mannschaft A - Mannschaft B 3 : 1
Mannschaft C - Auswahl Magdeburg 3 : 2
Mannschaft B - Mannschaft C 3 : 2
Mannschaft A - Auswahl Magdeburg 5 : 0

Plazierungen der Mannschaften:

1. Platz Mannschaft A
2. Platz Mannschaft B
3. Platz Mannschaft C
4. Platz Auswahl Magdeburg

Bericht geschrieben: Hubert Sturm

2 9 . 0 1. 1 9 6 7 Auftakt der Wettkämpfe in Merseburg

Die Sektion Judo der SG Dynamo Merseburg veranstaltete am 29.01.1967 ein Mannschaftsturnier, am dem zehn Staffeln aus deen Bezirken Halle und Leipzig teilnahmen. Da diese Kämpfe im Zeichen der Vorbereitung zur Meisterschaft standen, gab es keine taktischen Geplängen, sonder sehr kampfbetonte Auseinandeersetzungen auf der Maf der Matte. Neune gesichter tauchten in den Reihen der Mannschaften auf, so u. a. Bose, Pinkert (Dynamo Marseburg), Struwe (WissenschaftHalle), Hüttner (DHFK Leipzig), die sehr vielversprechende Leistungen zeigten.

Im Mannschaftsturnier gab es folgende Plazierungen:

K O - Runde
1. Dynamo Merseburg I
-
1. Dynamo Merseburg II
Pinkert - Bose
Kühn - Kabisch
Braun - Hetzel
Bock - Lauterbach
Endergebnis 4 : 0
2. Dynamo Merseburg I 2. Dynamo Merseburg III
Pinkert - Glomb
Kühn - Matttey
Braun - Später
Bock - Dennerle
4 : 0
3. Dynamo Merseburg I 3. SC DHFK Leipzig II
Pinkert - Fritzsch
Kühn - Rögner
Braun - Michelmann
Bock - Hüttner
Endergebnis 3 : 1

1. Platz SG Dynamo Merseburg I
2. Platz SG Dynamo Merseburg II
3. Platz SG Dynamo Merseburg III
3. Platz DHFK Leipzig

Nach den Pool-Runden, wo je 2 mal 5 Mannschaften kämpften sowie der anschließenden einfachen K o - R u n d e , lautete das Turnier-Ergebnis wie folgt:

Endergebnisse der Kämpfe

Pool I
1. Platz SG Dynamo Merseburg I
2. Platz SG Dynamo Merseburg II
3. Platz Chemie Bitterfeld
4. Platz DHFK Leipzig III
5. Platz Wissenschaft Halle I

Pool I I
1. Platz DHFK Leipzig II
2. Platz SG Dynamo Merseburg I I I
3. Platz SG Dynamo Weißenfels
4. Platz Wissenschaft Halle I I
5. Platz SG Dynamo Buna

Der Endkampf Merseburgburg I gegen Merseburg I I wurde aus den Pool-Kämpfen errechnet, wobei Merseburg I mit 4 : 0 Sieger blieb.

Geschrieben: Jörg Braun (Dynamo Merseburg)

2 8 . u n d 2 9 . J a n u a r 1 9 6 7 in Potsdam "Jugendländerkampf Frankreich gegen DDR"5 : 4

Unsere jugendlichen Aktiven haben die Judoka Frankreichs vom Dezember vergangenen Jahres noch gut in Erinnerung, sie siegten im Drei-Länder-Kampf damals gegen Frankreich mit 7 : 2 und gegen Holland mit 7 : 3.

Am 28. und 29. Januar 1967 in Potsdam trat zum Länderkampf eine völlig eine völlig neuformierte französische Mannschaft, in der nur der Jugend-Europameister Desmet seinen Platz in der Nationalmannschaft behauptet hatte, unter der Leitung ihres Verbandstrainers Leberre (4. Dan) an.

Sie wurden begleitet vom Vizepräsidenten des französischen Judo-Verbandes, Herrn Devarieux (3. Dan) und vom ausgezeichnetden internationalen Kampfrichter Herrn Mardon (4. Dan).

Leider sagten die Judoka der CSSR ihre Teilnahme trotz langfristiger Einladung vom Juli 1966 kurzfristig ab, obwohl sie noch im Oktober 1966 ihren Start bestätigten.

Dafür sprang der Bezirk Potsdam mit einer Auswahlmannschaft ein und somit beteiligten sich nun vier Mannschaften (Frankreich, DDR A, DDR B und der Bezirk Potsdam) am Turnier

Die französischen Judoka wurden von den ca. 4000 erschienenen Zuschauer in der neuerbauten Sporthalle in der Heinrich Mann-Allee Potsdam, mit großem Beifall begrüßt. Die Gäste quittierten diesen herzlichen Empfang mit ausgezeichneten technischen Leistungen. Man merkte ihnen vom ersten Kampf sofort an, daß sie sich für die Niederlage im Dezember 1966 revanchieren wollten. Immer wieder gab es spontanen Applaus während der einzelnen Kampfhandlungen. So eine begeisterte Zuschauerkulisse haben unsere Judoka wohl schon lange nicht mehr gehabt.

Auf Grund ihrer überragender Techniker Villiers (Jugendmeister 1966 Frankreichs und Bronzemedaillengewinner 1966 in Lyon), Rouge, Ducly, Audigei, Desmet und Tissot gewannen die Franzosen am ersten Veranstaltungstag den Mannschaftskampf gegen die DDR A mit 5 : 4.


Ergebnisse:

Frankreich DDR A
Leichtgewicht
-
Tissot 1. Dan - Edling, Erhard 1. Dan E : 0
Bourgeade 1. Kyu - Schulz 1. Kyu 0 : E
Halbmittelgewicht
Desmet 1. Dan Werner 1. Kyu 0 : 0
Loeven 1. Kyu Fehre 2. Kyu 0 : 1
Mittelgewicht
Ducly 1. Dan - Hofmann 1. Kyu 1 : 0
Audigier 1. Dan - Gottke 1. Kyu 1 : 0
Halbschwergewicht
Rouge 1. Dan - Neubauer 2. Kyu 1 : 0
Villiers 1. Dan - Strube 2. Kyu 1 : 0
Schwergewicht
Barrata 1. Kyu - Zuckschwerdt 3. Kyu 0 : 1
De Heurles 2. Kyu - Schulze 2. Kyu 0 : 1

Recht achtbar hielt sich Werner vom ASK Berlin, der gegen Desmet ein Unentschieden erreichte. Überragend waren Rouge und Villiers, die Neubauer und Strube nach kurzer Zeit durch Wurf besiegten. Die französischen Schwergewichler waren den physisch überlegenden Zuckschwerdt und Schulze nicht gewachsen und verloren eindeutig.

Der anschließende Mannschaftkampf DDR A - Auswahl Potsdam brachte überzeugende Siege der DDR-Kader. Nur Wolfgang Schulze (1. Kyu) gelang es Erhard Edling (1. Dan) nach zwei Minuten durch Ippon zu schlagen. Der Mannschaftskampf endete 9 : 1 für die DDR A - Auswahl

Die französischen Judoka zeigten auch gegen die DDR-B-Vertretung ihr hervorragendes technisches Können und siegten überlegen mit 7 : 1.Nur Fuge konnte sich behaupten und den Fransosen Bourgeade durch Entscheidung schlagen, während Schlüter sowie Zeidler sich von Loeven bzw. Heurles unentschieden trennten.

Am zweiten Kampftag fand dann das internationale Gewichtsklassenturnier um die Pokale des DJV statt.

Obwohl die französischen Teilnehmer in drei von fünf Gewichtsklassen wiederum die meisten Plätze für sich erkämpfen konnten, gingen hier die DDR-Judoka mehr aus sich heraus und steigerten ihre Leistungen erheblich gegenüber dem Vortage. Auch die Sportfreunde des Bezirkes Potsdam kämpften mit großem Einsatz um eine gute Pazierung.

Vom tosenden Beifall der 600 erschienenen Zuschauern angefeuert, gab es zwischen den beiden Franzosen Villiers und Rouge einen turbulenten Endkampf im Halbschwergewicht. Sie mußten beide voll aus sich herausgehen und trotz Verletzung von Villiers vollbrachte er eine taktische Meisterleistung und bezwang seinen Gegner. Erschöpft aber glücklich nahm Villiers den Ehren-Pokal vom Generalsekretär des DJV, Heinz Kempa, entgegen.


Ergebnisse:

Leichtgewicht 1. Platz Tissot Frankreich
2. Platz Gauer DDR
3. Platz Euge DDR
3. Platz Benkel DDR
Halbmittelgewicht 1. Platz Desmet Frankreich
2. Platz Schlüter DDR
3. Platz Friedrich Potsdam
3. Platz Firmont Potsdam
Mittelgewicht 1. Platz Gottke DDR
2. Platz Müller DDR
3. Platz Ducly Frankreich
3. Platz Hofmann DDR
Halbschwergewicht 1. Platz Villiers Frankreich
2. Platz Rouge Frankreich
3. Platz Neubauer DDR
3. Platz Strube DDR
Schwergewicht 1. Platz Zuckschwerdt DDR
2. Platz Schulze DDR
3. Platz Lemke DDR
3. Platz Zeidler DDR

Berichterstatter: Wolfgang Broege

1 1 . u n d 1 2 . F e b r u a r 1 9 6 7 i n Leipzig und Scheuditz, "Generalprobe zu den EM
DDR-Teilnehmer für Lissabon nominiert

Am 11. und 12. Februar 1967 trafen in Leipzig und Schkeuditz die Jugendauswahlkader des DJV der DDR in einem letzten internationalen Vergleich vor den 3. Jugend- und Junioren-Europameisterschaften 1967 in Lissabon (Portugal) auf die Jugend-Auswahlmannschaften der VR Polen und Ungarn. Bei diesem Länderkampf und dem anschließenden Gewichtsklassenturnier ging es unter anderem um die "Fahrkarten" nach Portugal.

Das Büro des Präsidiums des DJV hat im Anschluß an die Wettkämpfe auf Grund der in der Vorbereitungs-periode demonstrierten Leistungen


folgende Sportler für den Start in Portugal nominiert

Helmut Schulz HSG DHFK Leipzig
Karl-Heinz Werner ASK Vorwärts Berlin
Heinz Schulze SG Dynamo Cottbus
Wolfgang Zuckschwerdt SG Dynamo Brandenburg
Lothar Fehre SG Dynamo Genthin
Ersatz
Winfried Benkel BSG Motor Magdeburg Süd-Ost

Nach dem insgesamt recht erfolgreichen Abschneider unserer DJV-Jugendauswahl gegen die Mannschaften aus Frankreich und die Niederlande durfte man in Leipzig und Schkeuditz mit guten Ergebnissen unserer Vertreter rechnen. Die Zuschauer, die den Weg in die Schärttner-Halle der DHFK gefunden hatten, sahen sich in ihren Erwartungen nicht getäuscht, denn beide Gegner konnten hoch mit 8 : 2 geschlagen werden.

Von den einzelnen Kämpfen abgesehen, boten die DJV-Jugendlichen in technisch-taktischer und kämpferischer Hinsicht gutklassige Leistungen und kamen in der Regel mit ihren speziellen Wettkampftechniken zum Erfolg.

Bei den Gästen beeindruckten besonders der DAN-Träger Krawczyk (Polen) und Muscalow (ungern


Die Ergebnisse der Länder Kämpfe

DDR D VR Polen
-58,0 kg
Schulz 2. Kyu - Borawski 1. Kyu E : 0
Benkel 2. Kyu - Michalec 2. Kyu E : 0
-65,0 kg
Werner I. Kyu - Piecyk 3. Kyu 1 : 0
Fehre 2. Kyu - Kalinowski 2. Kyu
1 : 0
-75,0 kg
Gottke I. Kyu - Pezetacki 2. Kyu 1 : 0
Müller I. Kyu - Rybak 2. Kyu 0 : E
-85,0 kg
Berg I. Kyu - Zarakowski 1. Kyu E : 0
Gebler 3. Kyu - Krawczyk 1. Dan
0 : 1
+85,0 kg
Schulze 2. Kyu - Kampflos - 1 : 0
Zuckschwerdt 2. Kyu - Kampflos - 1 : 0
DDR - VR Ungarn
-58,0 kg
Schulz 2. Kyu - Kiss 4. Kyu E : 0
Benkel 2. Kyu - Kun 3. Kyu 1 : 0
-65,0 kg
Werner I. Kyu - Horvath 3. Kyu 1 : 0
Fehre 2. Kyu - Deli 3. Kyu 1 : 0
-75,0 kg
Gottke I. Kyu - Muscalow 3. Kyu 0 : 1
Müller I. Kyu - Nemeth 1. Kyu 0 : X
-85,0 kg
Berg I. Kyu - Kampflos - 1 : 0
Gebler 3. Kyu - Kocacz 3. Kyu 1 : 0
+85,0 kg
Schulze 2. Kyu - Verdrödi 3. Kyu 1 : 0
Zuckschwerdt 2. Kyu - Vörös 2. Kyu 1 : 0
VR Ungarn VR Polen
-58,0 kg
Kiss 4. Kyu - Borawski 1. Kyu E : 0
Kun 3. Kyu - Michalec 2. Kyu 0 : E
-65,0 kg
Deli 3. Kyu - Piecyk 2. Kyu 0 : E
Horvath 3. Kyu - Kalinowski 2. Kyu 1 : 0
-75,0 kg
Nemeth 1. Kyu - Pezetacki 2. Kyu 0 : 0
Muscalow 3. Kyu - Rybak 2. Kyu E : 0
-85,0 kg
Kocacz 3. Kyu - Krawczyk 1. Dan 0 : 1
Kampflos - - Zarakowski 1. Kyu 0 : 1
+85,0 kg
Verdrödi 3. Kyu - Kampflos - 1 : 0
Vörös 2. Kyu - Kampflos - 1 : 0

Beim Einzelturnier, an dem sich auch eine Auswahl des Bezirkes Leipzig beteiligte, bestätigten unsere Auswahlkader ihren Leistungsstand und konnten vier der fünf geschmackvollen Ehrenpreise des Deutschen Judo-Verbandes gewinnen.

Hier die Ergebnisse der einzelnen Gewichtsklassen:

58,0 kg:

Teilnehmer: Borawski (Polen), Fink (DDR), Tatay (Polen), Schulz (DDR), Kiss (Ungarn), Pinkert (DDR), Cardazzo (Leipzig)Benkel (DDR), Kun (Ungarn), Schwenke (Leipzig) und Michalec (Polen).


Für die Finalkämpfe qualifizierten sich:

Borawski
-
Benkel E : 0
Michalec - Schulz 0 : 1
Borawski - Schulz 0 : 1

Plazierung:

-58,0 kg
1. Platz Helmut Schulz DDR
2. Platz Borawski Polen
3. Platz Benkel DDR
3. Platz Michalec Polen

-58,0 kg:

Teilnehmer: Jarosz (Polen), Werner (DDR) , Pieczyk (Polen), Horvath (Ungarn), Fädtke (Leipzig) Hoffmann (DDR), Dell (Ungarn), Blumenthal (DDR), Stoy (Leipzig), Fehre (DDR), Kalinowski (Polen).


Für die Finalkämpfe qualifizierten sich:

Werner
-
Stoy 1 : 0
Fehre - Hoffmann 1 : 0
Werner - Fehre 1 : 0

Plazierung:

-65,0 kg
1. Platz Karl-Heinz Werner DDR
2. Platz Lothar Fehre DDR
3. Platz Dieter Hoffmann DDR
3. Platz Stoy Leipzig

-75,0 kg:

Teilnehmer: Mialkas (DDR), Pczetacki (Polen), Muscalow (Ungarn), Kiesewetter (Leipzig), Müller (DDR) Holzweißig (Leipzig), Rybak (Polen), Kühne (DDR), Strube (DDR), Gottke (DDR), Nemeth (Ungarn) und Hofmann (DDR)


Für die Finalkämpfe qualifizierten sich:

Mialkas
-
Kühne 1 : X
Hofmann - Muscalow 0 : 1
Mialkas - Muscalow EX : X

Plazierung:

-75,0 kg
1. Platz Mialkas DDR
2. Platz Muscalow Ungarn
3. Platz Kühne DDR
3. Platz Hofmann DDR

-85,0 kg:

Teilnehmer: Gebler (DDR), Krawczyk (Polen, Draggendorf (DDR), Penndorf (Leipzig), Zarakowski (Polen), Kraus (DDR), Kovacz (Ungarn), Berg (DDR), Würker (DDR).


Krawczyk
-
Kraus 1 : 0
Zarakowski - Gebler 0 : 1
Krawczyk - Gebler 1 : 0

-85,0 kg
1. Platz Krawczyk Polen
2. Platz Gebler DDR
3. Platz Kraus DDR
3. Platz Zarakowski Polen

+85,0 kg:

Teilnehmer: Schulze (DDR), Vedrödi (Ungarn), Göcke (Leipzig), Fuhrmann (Leipzig), Zuckschwerdt (DDR), Lemke (DDR) und Markmann (DDR).


Schulze
-
Markmann 1 : 0
Zuckschwerdt - Vedrödi 1 : 0
Schulze - Zuckschwerdt 1 : 0

-85,0 kg
1. Platz Heinz Schlulze DDR
2. Platz Detlef Zuckschwerdt DDR
3. Platz Markmann K DDR
3. Platz Vedrödi Ungarn

Geschrieben: Hans Müller-Deck

2 6 . F e b r u a r 1 9 6 7 "Leistungsturnier der EM-Kandidaten
Können wir mit unsere Nationalkader mehrere Mannschaftsvergleiche hinter sich hatten, trafen sie in Zwicckau ( in der Sporthalle der Ingeieurschule für Maschinenbau) in einem Einzelturnier aufeinander. Von der SG Dynamo Zwickau war diese Veranstaltung sehr gut vorbereitet und somit ein reibungsloser Ablauf gewährleistet.

Bis auf die vier in Ungarn weilenden Judoka (Hecht, Hendel, Deblitz, Wecker) waren alle Spitzenkader des DJV am Start. Außerdem nahmen vom BFA Krl-Marx-Stadt noch 12 Judoka teil, die aber deutlich mit ihren Leistungen abfielen. Mit diesem Turnier sollten die EM-Kandidaten ihre Form unter Beweis stellen und ihre bereits erfolgte Vornominierung rechtfertigen.

Im Leichtgewicht sah man an der Spitze eine große Leistungsdichte, denn Scholz, Peuker und Barth waren an diesem Tage gleichwertig. Dieter Scholz stand allerdings das Glück zur Seite. Obwowohl er gegen Paul verlor undgegen Barth und Peuker im Rückstand gelegen hatte, siegte er noch 1 : 0. Man muß aber auch anerkennen, daß sich der 20-jährige Berliner nie beeindrucken ließ und nach vielen Bemühungen doch noch mit seiner Spezialtechnik (Uchi-Mata) zum Erfolg kam. Überraschungskämpfer dieser Klasse war zweifellos Peuker, der sich in ganz großer Form zeigte.

Das Halbmittelgewicht ist die Klasse, die wohl dem Deutschen Judo-Verband die wenigsten Sorgen bereitet, denn hier findet man eine Leistungsstärke, die zu großen Hoffnungen berechtigt.

Während der "alte Hase" Wiesner noch einmalnach großem Kampf Sieger werden konnte, hatte Joachim Schröder große Mühe, den Nachwuchs zurückzuhalten. Neben Skopec muß besonders Hötger erwähnt werden, der beachtliche Leistungen zeigte und soogar im Vorkampf Wiesner unterlegen war.

Das Niveau im Mittelgewicht täuscht. Wenn man glaubte, daß mwir mit Potyralla, Smirat und Miicka eine feste Front an der Spitze haben, so mußte man in Zwickau seine Meinung ändern. Deutlich wurden die Schwächen aufgedeckt. Dies betraf besonders Potyralla, obwohl seine Niederlage gegen Meier etwas unglücklich war.

Hervorragend kämpfte in dieser Klasse nur Micka, dessen erneute Niederlage gegen Pottyralla mehr psychologischer Art sein dürfte. Wie er aber Leupold, Smirat, Meier und Körbber, der sich überraschend stark zeigte, bezwang, war doch beeindruckend.

Ein SOS-Ruf möchte der DJV ausstrahlen, wenn er die Kämpfe im Halbschwergewicht betrachtet. Was hier geboten wurde, war beängstigend. Howiller konnte zwar überlegend gewinnen, aber was nach ihm kam, ist einfach zu wenig, um sich Hoffnungen auf Nachwuchs zu machen.

Im Schwergewicht hatte der Deutsche Meister Hennig wenig Mühe, auf den ersten Platz zu kommen.. Während Bornstein kaum überzeugte mußte man die Leistung des jungen Schulze bewundern, in dem vielleicht ein Nachwuchsmann für unsere schwachbesetzte Schwergewichtklasse heranreift.

Insgesamt kann man also einschätzen, daß wir sehr leistungsstarke Judoka in den unteren Klassen haben, aber in den oberen Gewichtsklassen noch viel tun müssen, um wieder an die an die Spitze Europas zu gelangen.


Ergebnissliste

Leichtgewicht 1. Platz Scholz SC Dynamo Hoppegarten
2. Platz Peuker SC Dynamo Hoppegarten
3. Platz Barth SC Dynamo Hoppegarten
3. Platz Paul ASK Vorwärts Berlin
Halbmittelgewicht 1. Platz Wiesner SC DHFK Leipzig
2. Platz Höttger SC Dynamo Hoppegarten
3. Platz Schröder SC Dynamo Hoppegarten
3. Platz Skopec SC Dynamo Hoppegarten
Mittelgewicht 1. Platz Micka SC Dynamo Hoppegarten
2. Platz Meier SC DHFK Leipzig
3. Platz Smirat SC Dynamo Hoppegarten
3. Platz Potyralla SC Dynamo Hoppegarten
Halbschwergewicht 1. Platz Howiller SC DHFK Leipzig
2. Platz Ufer BSG Lokomotive Zwickau
3. Platz König ASK Vorwärts Berlin
3. Platz Berge SG Dynamo Zwickau
Schwergewicht 1. Platz Hennig SC Dynamo Hoppegarten
2. Platz Bornstein SC Dynamo Hoppegarten
3. Platz Schulze SG Dynamo Cottbus

Bericht von Heinz Kölbel Rodewisch

1 9 . M ä r z 1 9 6 7 " "Meisterschaften des Bezirkes Cottbus

Am 19. März 1967 ermittelten 78 Judoka aus dem Bezirk Cottbus ihre Titelträger. Zuvor mußten sich diese Anwärrter in Gruppenkämpfen für die Teilnahme qualifizieren

Die Veranstaltung wurde von der SG Dynamo Cottbus ausgezeichnet organisiert. Die Bezirksmeister und auch die Zweitplacierten erhielten Ehrengeschenke, die von Betrieben und Organisationen gestiftet wurden. Auf diesem Wege bedankt sich der BFA Judo Cottbus dafür recht herzlich. Ein Beweis mehr, wie verbunden die Betriebe, Organisationen und der Sport zusammen arbeiten können. Wenig Verantwortungsbewußtsein, zeigten die zwei bestellten Sanitäter, die trotz Zusage nnicht erschienen. Anerkennung gebührt den beiden Zuschauern, die freiwillig Sanitätsdienst übernahmen. Die Einleitungskämpfe der neunjährigen Judoka gaben der Bezirksmeisterschaft einen guten Auftakt.

Blickt man auf die Titelkämpfe der vergangenen Jahre zurück, so ist diesmal ein großer Leistungsanstieg deutlich erkennbar und bweist, daß der Bezirk eine erfolgreiche Jugendarbeit leistet. Bezeichnend ist dafür, daß nur in einigen Gewichtsklassen noch ein Unterschied zwischen den Senioren und der Jugend gibt.

Die Sportfreunde Heidrich (Leichtgewicht), Abel (Mittelgewicht) und Schulze (Schwerdewicht), die bereits im vergangenen Jahr Bezirksmeister der Senioren wurden, nahmen erneut ihre Startberechtigung bei der Jugend wahr und kamen, außer Heidrich, zu Meisterehren.

Begrüßenswert die Tatsache, daß die Aktiven bei den Kämpfen nicht ihre Kraft in die Waagschale warfen, sondern in erster Linie die Technik bevorzugten. Die Interessantestete Auseinandersetzung gab es im Finalkampf der 65 kg-Klasse zwischen dem beherzten Angreifer Schudack und dem ausgesprochenen Verteidiger sowie Konterer Breitsprecher. Schudacks Sieg, wenn auch nur knapp, bezeugte, daß nicht nur Verteidigungen und Kontern zum Erfolg führen.


Die neuen Bezirksmeister und die Plazierten

Jugend B
-40, 0 kg 1. Platz Schmaler SG Dynamo Scharze Pumpe
2. Platz Liehr SG Dynamo Hoyerswerda
3. Platz Lehrack SG Dynamo Cottbus
3. Platz Schumann SG Dynamo Doberluck-Kirchhain
-45, 0 kg 1. Platz Kutzner SG Dyynamo Guben
2. Platz Brokmann ASG Doberluck-Kirchhain
3. Platz Jokiel SG Dynamo Cottbus
3. Platz Berkiel SG Dynamo Cottbus
-50, 0 kg 1. Platz Hoffmann SG Dynamo Guben
2. Platz Stießel SG Dynamo Guben
3. Platz Springwald SG Dynamo Luckau
3. Platz Hannemann SG Dynamo Lucka
-55, 0 kg 1. Platz Engert SG Dynamo Hoyerswerda
2. Platz Janel SG Dynamo Hoyerswerda
3. Platz Bombalitzke SG Dynamo Cottbus
3. Platz Bürger SG Dynamo Guben
-60, 0 kg 1. Platz Zahn SG Dynamo Cottbus
2. Platz Lortz ASG Doberluck-Kirchhain
3. Platz Abel SG Dynamo Herzberg
3. Platz Richter ASG Doberluck-Kirchhain
-65, 0 kg 1. Platz Schudack ASG Dynamo Hoyerswerda
2. Platz Breitsprecher ASG Doberluck-Kirchhain
3. Platz Schattner SG Dynamo Liebenwerda
3. Platz Globig SG Dynamo Herzberg
-70, 0 kg 1. Platz Franke SG Dynamo Herzberg
2. Platz Michael SG Dynamo Guben
3. Platz Schuster SG Dynamo Cottbus
3. Platz Schulze SG Dynamo Schwarze Pumpe
-80, 0 kg 1. Platz Zöller SG Dynamo Hoyerswerda
2. Platz Wuiller ASG Doberluck-Kirchhain
3. Platz Koch ASG Doberluck-Kirchhain
3. Platz Makowski SG Dynamo Herzberg
+80, 0 kg 1. Platz Altmann SG Dynamo Cottbus
2. Platz Pohl SG Dynamo Luckau
3. Platz Wiechmann SG Dynamo Cottbus

Jugend A
Leichtgewicht 1. Platz Bossack SG Dynamo Guben
2. Platz Ackert SG Dynamo Herzberg
3. Platz Bärow SG Dynamo Guben
3. Platz Fuhr ASG Doberlug-Kirchhain
Halbmittelgewicht 1. Platz Sebastian SG Dynamo Herzberg
2. Platz Heidrich SG Dynamo Herzberg
3. Platz König SG Dynamo Cottbus
3. Platz Hillmann SG Dynamo Herzberg
Mittelgewicht 1. Platz Fellenberg SG Dynamo Herzberg
2. Platz Scheel SG Dynamo Cottbus
3. Platz Buder SG Dynamo Schacksdorf
3. Platz Eichler SG Dynamo Schwarze Pumpe
Halbschwergewicht 1. Platz Abel SG Dynamo Herzberg
2. Platz Schulze SG Dynamo Cottbus
Schwergewicht 1. Platz Schulze SG Dynamo Cottbus
2. Platz Drost SG Dynamo Hoyerswerda

Bericht von: Klaus Kliem

1 9 6 7 "5 F r a g e n a n H e l m u t H o w i l l e r " S C D H F K   Leipzig

Helmut Howiller 1. Dan, DHFK Leipzig 1. Dan
Geboren am: 27. Juni 1943 in Velun
Schmied, jetzt Schlosser im Kirow-Werk

Mit Judo begonnen: 1958 bei Motor Süd Ost Magdeburg (Übungsleiter Georg Lücke, seit 1962 beim SC DHFK Leipzig
Größte sportliche Erfolge: 3. Platz bei den Europameisterschaften 1963 (Alle Kategorien), 1964 (Alle Kategorien) 1965 (Mannschaft ), dreimal Deutscher Meister im Halbschwergewicht (1964, 1965, 1966).
Du gehörst zu denjenigen Aktiven unseres Verbandes, die in ihrer Gewichtsklasse einsam an der Spitzze stehen. Ist das ein angenehmes Gefühl? Halb ja, haalb nein. Wenn man sich nur auf die Wettkämpfe im eigenen Lande beschränken will, ist es schon beruhigend, von vornherein zu wissen, hier kann dir nichts passieren. Doch da man weitreichende Pläne hat, überwiegend in diesem Falle die Nachteile. Da ich bei unseren Turnieren nicht gefordert werde, kann es bei internationalen Verhandlungen ein böses Erwachen geben.
Man sagt, du könntest in deiner sportlichen Entwicklung schon viel weiter sein. Was hat es damit auf sich?
Es stimmt schon. Ich habe 1958 mit Judo begonnen, auch eine gewisse Zeit regelmäßig trainiert. Doch dann hatte ich mit einem Male keine rechte Lust mehr und habe drei Jahre ausgesetzt. Mein damaliger Trainer Georg Lücke war es, der mich wieder in die Trainingshalle zurückholte.
Trotz der fehlenden drei Jahre bist du sehr schnell vorangekommen. Worauf führst du das zurück? Ich glaube, ich habe im Judo eine Sportart gefunden, die mir liegt und für die ich auch ein gewisses Talent mitbringe. Dazu kommt natürlich ein regelmäßiges intensives Training. Denn nur mit Talent ist auch im Judo nichts mehr zu gewinnen. Dagegen spricht auch nicht, daß ich bereits zwei Jahre nach meinem Wiederum eine Europameisterschafts Plakette mit nach Hause nehmen konnte.
Was war deine bitterste Niederlage? Am meisten war ich nach den Ausscheidungen für die sogenannte gemeinsame Olympia-Mannschaft im April 1964 enttäuscht. Ich lag gegen den westdeutschen Klaus Glahn schon mit einem halben Punkt in Führung und habe diesen Kampf doch noch mit einem vollen Ippon verloren. Ich war mit zwanzig Jahren damals noch zu unerfahren, um diesen Vorsprung zu halten.
Was sind nun deine nächsten sportlichen Pläne? Ich habe für diese Saison eigentlich nur ein großes Ziel, und das sind die Europameisterschaften in Rom. Dort will ich mich möglichst weit vorn plazieren.

Bericht wurde geschrieben von: Jürgen Kapsch DJV

0 1 . u n d 0 2 . A p r i l 1 9 6 7 "Internationales Turnier in Warschau - Zwei Siege für DDR-Judoka" in Warschau

Am 01. und 02. April 1967 nahm eine starke Delegation des DJV der DDR am traditionellen internationalen Turnier in Warschau teil. Außer den polnischen Gastgebern starteten noch Judoka aus der CSSR und aus Ungarn. Das Turnier wurde noch nach der alten Regelauslegung durchgeführt. Der Austragungsmodus war ein gemischtest System. Es wurden in vier Pools gebildet, die beiden ersten der Pools kamen weiter und kämpften dann ab Viertelfinale im Ko-System um den Sieg.

in den einzelnen Gewichtsklassen wurde der dritte Platz ausgekämpft.

In der leichtesten Klasse kämpften für den DJV Peuker, Paul und Barth. Leider waren ihre Leistungen kein Anlaß zum Optimismus für die EM. Peuker mußte bereits im Pool ausscheiden. Er verlor gegen die beiden Polen Szajkowski und Kruszelniki. Barth und Paul waren jeweils durch einen zweiten Platz im Pool weitergekommen. Im Viertelfinale verlor dann Barth gegen den Polen Kruszelniki mit 0 : E und Paul gegen den Ungarn Olah sogar mit 0 : 1 durch Armhebel. Das war einmal mehr der Beweis dafür, welche Schwächen es in dieser Klasse bei uns noch gibt. Barth wäre noch am ehesten in der Lage, hier zu bestehen, aber ihm fehlt der Mut, seine technischen Mittel einzusetzten.

Im Halbleichtgewicht gab es Licht und Schatten. Günter Wiesner, unser Deutscher Meister, mußte schon im Pool seine Hoffnungen auf eine Turniersieg begraben. Er verlor durch Waza-Ari gegen den Polen Kutez und mit mit E : 0 gegen Kur, ebenfalls VR Polen. Skopec erreichte nur durch einen zweiten Platz hinter dem Vizeeuropameister Laksa (Polen) die Ko-Runde, wo er im Viertelfinale gegen Schröder ausschied .Schröder hatte sich in seinem Pool durch vier klare Siege den ersten Platz vor Okroj (Polen) erkämpft. Er besiegte dann noch Skopec, Laksa mit einem halben Punkt und mußte im Finale gegen Kur antreten. Kur hatte seine Kämpfe mit E : 0 gewonnen und zeigte einen unschönen, defensiven Stil. Schröder siegte dann auch nur mit E : 0.

Im Mittelgewicht gab es eine Überraschung, denn der Ungar Ipasz besiegte im Finale Otto Smirat mit 1 : 0 durch Uchi-Mata. Beide waren als Sieger aus ihren Pools gekommen.

Smirat traf aber schon im Halbfinale auf Micka, der ebenfalls in seinem Pool den ersten Platz belegt hatte. Dieser mußte nach einer Niederlage gegen Smirat ausscheiden. Smirat scheint nicht mehr seine alte Reaktionsfähigkeit zu besitzen. Ipasz hatte in seinem ersten Angriff seine ganze Kraft gelegt. Bei Smirat war keine Abwehrhandlung zu sehen. So reichte es in der scheinbar sichersten Gewichtsklasse nur zum zweiten und dritten Platz.

Im Halbschwergewicht hatten sich Howiller und Bornstein in ihren Pools sicher durchgesetzt. Der Zufall führte einen in die untere Gruppe des Ko-Systems, so daß sie erst im Finale aufeinander treffen konnten. Beide schafften es auch, das Finale zu erreichen. Howiller hinterließ dabei den besseren Eindruck, denn er gewann alle Kämpfe mit 1 : 0. Im Finale mußte er sich dann aber Bornstein beugen, der damit bei seinem ersten Start im Halbschwergewicht einen Sieg erkämpfen konnte..


Ergebnisse des Warschauer Turniers:

-63,0 kg 1. Platz ScholOlah Ungarn
2. Platz Kruszelniki VR Polen
3. Platz Kosta VR Polen
4. Platz Borewski VR Polen
-70,0 kg 1. Platz Schröder DDR
2. Platz Kur VR Polen
3. Platz Kalisz VR Polen
4. Platz Laksa VR Polen
-93,0 kg 1. Platz Bornstein DDR
2. Platz Howiller DDR
3. Platz Czubryj VR Polen
4. Platz Sistek CSSR

Bericht wurde von Gerd Schneider geschrieben

O s t e w o c h e n e n d e 1 9 6 7 "Gelungener EM-Test

Länderkampfsiege gegen Großbritanien und Jugoslawien/ drei erste Plätze beim internationalen Einzelturnier

Unsere aussichtsreichsten Europameisterschaft-Kandidaten unterzogen sich am Oster-Wochenende in der Schweriner Sport- und Kongreßhalle einer weiteren Prüfung zurr Vorbereitung auf diesen internationalen Höhepunkt. Als Gegner hatten sie sich die Nationalmannschaften Jugoslawiens und Großbritaniens eingeladen. Die Jugoslawen mit ihrem großen Kampfgeist und die Gäste von der Insel mit ihren technischen Fähigkeiten stellten eine gute "Mischung" dar dar.

Am ersten Wettkampftag standen die Ländervergleiche auf dem Programm.Daß wir gegen Jugoslawien zu einem sicheren Erfolg kommen würden, daran zweifelte niemand. Mit 7 : 0 Punkten behielten unsere Jungen auch klar die Oberhand. Doch was war von den Engländern zu erwarten? "Nach Möglichkeit wollen wir uns für die 2 : 3-Niederlage bei den letzten Europameisterschaften revanchieren", meinte ihr Kapitän Raymond Ross vor dem Kampf. Doch die Rechnung der Engländer ging nicht auf. Nachdem Wolfgang Micka ihnen im Mittellgewicht gegen den Vize-Europameister von 1965, Jacks, schon einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte, sorgte Bornstein im Schwergewicht mit seinem unerwarteten Erfolg gegen Young für einen weiteren DDR-Sieg. Mit 4 : 2 hieß es am Ende für die Gastgeber. Großbritanien behielt gegen Jugoslawien mit 7 : 1 die Oberhand.

Unsere Judoka setzen bei dem anschließenden Gewichtsklassenturnier ihre Erfolge fort.. Günter Wiesner (Halbmittelgewicht), Wolfgang Micka (Mittelgewicht) und Klaus Hennig (Schwergewicht) holten sich die Pokale. Die anderen beiden Sieger kamen aus Großbritanien. Im Leichtgewicht hatte Danny da Costa seinen Finalkampf gegen Alexander Peuker bereits nach 30 Sekunden mit einem Würgegriff beendet und im Halbschwergewicht konnte Helmut Howiller den Sieg von Ross in keiner Phase gefährden. "Wir sehen in diesem Turnier hier in Schwerin eine gute Vorbereitung auf unsere eigenen EM-Ausscheidungen", war die Meinung von Raymond Ross, dem 27jährigen Sportlehrer aus London, nach dem Turnier. "Ich hoffe, daß sich meine Laufbahn in Rom bei den Europameisterschaften mit einer Goldmedaille krönen kann." Das Können dazu hat der Londoner jedenfalls.


Ergebnisse Mannschaftsturnier:

DDR
-
Jugoslawien 7 : 0
Großbritanien - DDR 2 : 4
Jugoslawien - Großbritanien 1 : 7

Ergebnisse Einzelturnier:

Leichtgewicht 1. Platz Da Costa Großbritanien
2. Platz Peuker DDR
3. Platz Barth DDR
3. Platz Paul DDR
Halbmittelgewicht 1. Platz Wiesner DDR
2. Platz Savic Jugoslawien
3. Platz Schröder DDR
3. Platz Orton Großbritanien
Mittelgewicht 1. Platz Micka DDR
2. Platz Smirat DDR
3. Platz Leupold DDR
3. Platz Hoare Großbritanien
Halbschwergewicht 1. Platz Ross Großbritanien
2. Platz Howiller DDR
3. Platz Schulze DDR
3. Platz Gillot Großbritanien
Schwergewicht 1. Platz Hennig DDR
2. Platz Peake Großbritanien
3. Platz Gonschorek DDR
3. Platz Bornstein DDR

Bericht wurde geschrieben von: Jürgen Kapsch DJV

2 8 . b i s 3 1 . M ä r z 1 9 6 7 in Wroclaw "Dresdener Judo-Studenten in der VR Polen"

Einer Einladung folgend, weilten in der Zeit von 28. bis 31 März 1967 zehn Judoka und drei Offizielle als Gäste AZS Wroclaw in der VR Polen. Leider hatten die für diesen Freundschaftskampf ebenfalls eingeladenen holländischen Judoka nach einer Zusage kurzfristig abgesagt.

Unsere Judoka wurden aber dennoch vollauf entschädigt, denn der AZS hatte neben seiner eigenen Mannschaft Judoka aus den Sportgemeinschaften Sparta Wroclaw, DKK FIF Poznan, KS ROW Rybnik, AZS Gliwice, GKS Wodzislaw, Quardia Wroclaw und Quardia Katowicw eingeladen. Damit standen unsere Aktiven vor einer schweren Aufgabe.

Die Spitze der polnischen Judoka führte die Teilnehmer der Studentenweltmeisterschaften 1966, Buzar (1. Dan), vom AZS Wroclaw an, der gewann.

Das Niveau der Kämpfe lag mit wenigen Ausnahmen über den Durchschnitt der im allgemeinen bei solchen Vergleichen gezeigten Leistungen.

Von unseren Judoka sind die Leistungen der Sportfreunde Ziller und Gerkuhn hervorzuheben. Ziller gewann alle seine Kämpfe in der 93 kg-Klasse und belegte den ersten Platz Gerkuhn mußte, obwohl er den Sieg schon in der Tasche hatte, wegen einer Rückenverletzung aufgeben und sich mit dem zweiten Platz in seiner Gewichtsklasse begnügen.


Alle Kämpfe wurden in einzelnen Gewichtsklassen im Ko-System mit Hoffnungsrunfe aausgetragen und zeiten folgende Ergebnisse:

-63,0 kg 1. Platz Kruszelniki GKS Wrodizslaw
19 Judoka 2. Platz Gerkuhn TU Dresden
3. Platz Doktor AZS Wroclaw
3. Platz Noga AZS Wroclaw
-70,0 kg 1. Platz Buzar AZS Wroclaw
15 Judoka 2. Platz Depkiewicz AZS Gliwice
3. Platz Smelnik GKS Wrodizslaw
3. Platz Bogalacz AZS Wroclaw
-80,0 kg 1. Platz Nazarewicz AZS Wroclaw
10 Judoka 2. Platz Krakus KS ROW Rybnik
3. Platz Rozwadowski KS ROW Rybnik
3. Platz Walkowiak DDK FIF Poznan
-90,0 kg 1. Platz Ziller TU Dresden
8 Judoka 2. Platz Janka GKS Wrodizslaw
3. Platz Ciiezielski AZS Wroclaw
3. Platz Krystaffezijk AZS Wroclaw

Bericht von G. Biesel

1 9 6 7 "5 F r a g e n a n K a r l - H e i n z W e r n e r " A S K Vorwärts Berlin

Karl-Heinz Werner I. Kyu, ASK Vorwärts Berlin
Geboren am: 17. September 1949 in Velun
Beruf :Fernmeldebaumonteur-Lehrling

Mit Judo begonnen: 1962 bei der TSG Rodewisch
Größte sportliche Erfolge: Europameister der Jugend 1967 (Halbmittelgewicht), Jugendmeister der DDR 1964, 1965 und 1966.
Wie fühlt man sich als frischgebackener Europameister? Man braucht eine gewisse Zeit, um die Tatsache zu "vverdauen", bester Judoka Europas im Halbmittelgewicht zu sein. Doch jemehr man von den Wettkämpfen in Lissabon Abstand gewinnt, je größer wird die Freude über den Sieg. Ich bin mit der festen Absicht nach Portugal gefahren, dort eine Medaille zu gewinnen. Mit der Goldenen habe ich allerdings erst nach dem Halbfinale geliebäugelt.
Du bist wie fast alle DDR_Medaillengewinnser erst über die Hoffnungsrunde in das Halbfinale. War Deine Gruppe besonders start?
Sicher auch nicht stärker als alle anderen. Ich habe das erste Mal an einem bedeutungsvollen Turnier teilgenommen. Und wenn man sich vornimmt, es besonders gut zu machen,schleichen sich Fehler ein. So habe ich gegen den Luxemburger Müller verloren, obwohl ein Sieg "drin" war.
Warst Du vor Deinem Halbfinalkampf gegen Desmet (Frankreich besonders nervös? Etwas schon. Obwohl wir uns in diesem Jahr schon mehrmals gegenüberstanden, konnt ich ihn noch nie bezwingen. Nun wollte ich es umbedingt einmal schaffen. Es hat ja dann auch gekapp
Ist der Titel eines Europameisters eine Belastung für Dich, beispielsweise bei Kämpfe im eigenen Lande? Eine Belastung nicht, aber es wird auf alle Fälle für mich schwerer werden. Jeder wird seinen persönlichen Ehrgeiz darin sehen, den Europameister zu schlagen. Di einzige Konsequenz für mich ist, noch besser zu trainieren, um mich des Titels zu erweisen.
Was hast Du Dir noch für die Wettkämpfe dies Jahr vorgenommen? Nach den Jugendeuropameisterschaften kommen als näächhster Höhepunkt die Titelkämpfe der Senioren. Im vorigen Jahr haben die Jugendlichen den "Großen" mit ihren Erfolgen einen ganz schönen Schrecken eingejagt. Ich hoffe, wir können das in diesem Jahr wiederholen

Bericht von Jürgen Kapsch

3 0 . A p r i l 1 9 6 7 " Weibliche Judoka in Sebnitz

Zum traditionellen Turnier der weiblichen Judoka anläßlich des 1. Mai trafen sich am 30. April 1967 31 "Amazonen" aus acht Sektionen des Bezirkes Dresden in Sebnitz. Dabei schnitten die BSG Sebnitz und Dresden-Niedersedlitz mit je zwei ersten und zwei dritten Plätzen am erfolgreichsten ab. Weiterhin nahmen Vertreterinnen von Lokomotive Dresden, Pentacon Dresden, Dynamo Zentral Dresden, Einheit Neustdt, Dynamo Bautzen und Dynamo Meißen teil. Das technische Niveau war unterschiedlich, dadurch bedingt, daß zum Teil gut renomierte Kämpferinmnen und auch Judoka auf der Matte standen, die ihre ersten Begegnungen austrugen. Nur wenige auseinandersetzungen wurden durch Kampfrichterentscheid beendet.

Als Beste zeichnneten sich die DDR-Jugendmeisterin von 1966, Sonja Thomasch, aus, die durch ihre hervorragende Reaktionsschnelligkeit auffiel, Barnara Eckardt, die gute Standtechniken demonstrierte sowie Heidi Palletschka.


Hier die Siegerinnen

Frauen
1. Platz Sonja Thomasch BSG Motor Niedersedlitz
weiblich Jugend
-45, 0 kg 1. Platz Rosemarie Barthel SG Dynamo Bautzen
-50,0 kg 1. Platz Gerda Futterlieb BSG Motor Dresden Niedersedlitz
-55,0 kg 1. Platz Heidi Palleschka BSG Motor Dresden Niedersedlitz
-60,0 kg 1. Platz Heidi Eckhardt BSG Motor Dresden Niedersedlitz

Günter Frank (n. Informationen v. H. Seiler u. H. Kiel)

2 3 . u n d 2 4 . M a i 1 9 6 7 i n W a r s c h a u " Lotnik Warschau - ASK Vorwärts Berlin

Am 23. und 24. Mai 1967 kam es zu den nun schon traditionellen Wettkämpfen der Armeesportclub der VR Polen und der DDR. Diese Wettkämpfe werden seit mehreren Jahren durchgeführt, wobei ein Mannschaftsvergleich und ein Gewichtsklassenturnier zur Austragung kommen.

Den Mannschaftsvergleich der beiden Clubs konnte der ASK Vorwärts Berlin mit 3 : 0 Punkten gewinnen.


Her der Ergebnisspiegel:

ASK Vorwärts Berlin
Lotnik Warschau
-63,0 kg Paul 1. Dan - Kotas 1. Dan 0 : 0
-70,0 kg Hendel 1. Dan - Kalisz 1. Dan E : 0
-80,0 kg Leupold 1. Dan - Wojcik 1. Dan E : 0
-93,0 kg König 2. Kyu - Rudzinski 1. Kyu 0 : 0
+93,0 kg Niemann 4. Dan - Nowicki 1. Kyu 1 : 0

Im Gewichtsklassenturnier, an dem noch andere Judosektionen teilnahmen, gab es folgende Sieger:

-63,0 kg 1. Platz Michael Paul ASK Vorwärts Berlin
- 70,0 kg 1. Platz Rudolf Hendel ASK Vorwärts Berlin
-80, 0 kg 1. Platz Horst Leupold ASK Vorwärts Berlin
-93,0 kg 1. Platz König ASK Vorwärts Berlin
+93,0 kg 1. Platz Nowicki Lotnik Warschau

-63,0 kg Michael Paul ASK Vorwärts Berlin
-
Wandel, Uwe ASK Vorwärts Berlin
1 : 0
Göricke ASK Vorwärts Berlin
-
Trepper Dyn. Königwuaterhausen
E : 0
Michael Paul ASK Vorwärts Berlin - Trepper Dyn. Königwuaterhausen
X : 0
-

-70,0 kg Hendel, Rudolf ASK Vorwärts Berlin
-
Buchholz HSG Wiss. Potsdam
E : 0
Kalisz Lotnik Warschau
-
Fritsch Motor Ludwigsfelde
0 : E
Hendel, Rudolf ASK Vorwärts Berlin - Kalisz Lotnik Warschau X : 0
-80,0 kg Bobrowski Lotnik Warschau - Starczeski Lotnik Warschau E : 0
Starczeski Lotnik Warschau - Wocik Lotnik Warschau E : 0
Starczeski Lotnik Warschau - Leupold, Horst ASK Vorwärts Berlin E : 0
-93,0 kg Rudzinski Lotnik Warschau - Saretzki Lotnik Warschau E : 0
König ASK Vorwärts Berlin - Hännig ASK Vorwärts Berlin 1 : 0
Rudzinski Lotnik Warschau - König ASK Vorwärts Berlin E : 0

Bericht von Hubert Sturm Trainer ASK Vorwärts Berlin

0 9 . M a i 1 9 6 7 "Mannschaftsturnier bei der HSG Wissenschaft Halle"

Zum dritten Male veranstaltete die HSG Wissenschaft Halle am 08. Mai 1967, zu Tag der Befreiung, in der Kampfstätte Moritzburg ein Mannschaftsturnier der Jugend und Männer. Die HSG Medizin Erfurt, Motor Nordehausen und BSG Motor Süd-Ost Magdeburg waren der der Einladung geffolgt.

Die Magdeburger waren es, die dem Turnier ein gutes Niveau gaben. Knape (Motor Süd-Ost Magdeburg) zeigte einwandfrei gezogene Uchi-Mata und Kühne (Wissenschaft Halle) setzte seine Erfolgsserie von den Kreismeisterschaften fort. Sehr stark verbessert trat die HSG Medizin Erfurt an


Die wichtigsten Resultate lauteten:

Motor Süd-Ost Magdeburg
-
HSG Wissenschaft Halle 3 : 2
Motor Süd-Ost Magdeburg - HSG Wissenschaft Medizin Erfurt 3 : 2
Medizin Erfurt - HSG Wissnschaft Halle 3 : 2
Motor Nordhausen - HSG Wissenschaft Halle 5 : 0

Magdeburg siegtte vor Erfurt, Halle und Nordhausen. Bei der Plazierung wurden die Ergebnisse der zweiten Mannschaften von Halle und Magdeburg nicht gewertet.

Ohne einen Punkt abzugeben, besiegte die Jugenmannschaft von Wissenschaft Halle die Vertreter von Dynamo Berlin-Köpenick.

Für die gastgebende HSG war dieses Mannschaftsturnier eine ausgezeichnete Vorbereitung für die Bezirksmeisterschaften und für den bevorstehenden internationalen Wettkampf in Polen mit dem AZS Pozna.


gezeicchnet: Lothar Shyia

1 3 . J u l i 1 9 6 7 Radrennbahn Weißensee " Berliner Judoka ermiieln ihre Spartakiade-Sieger

Ein farbenfreudiges Bild bot sich den Zuschauern, als m it einem feierlichen Zeremoniell nach olympischen Vorbild am 13.Juli 1967 auf der Radrennbahn Berlin-Weißensee die Bezirks-Kinder- und Jugendspartaakiade der Hauptstadt eröffnet wurde

Der neue Oberbürgermmeister von Berln, Herbert Fechtner, würdigte in seiner Begrüßungsansprache die guten Leistungen bei den Kreisspartakiaden in allen Stadtbezirken in allen Stadtbezirken und forderte die Aktiven auf, alle Anstrengungen zu unternehmen, um Berlin bei der Zentralen Spartakiade im nächstenn Jahr auf den ersten Platz zu bringen. Niemand würde als Olympiasieger und Weltmeister geboren, aber die jungen Sportler können das Ziel erreichen, wenn sie die in unserem sozialistischen Vaterland gegebenen Möglichkeiten nutzen und fleißig und berrlich an sich arbeiten.

Unseren Berliner Judoka war es vorbehalten, ihre Spartakiadekämpfe in der Dynamo-Halle auszutragen. Am ersten Kampftag bewarben sich die Jüngsten unseres Nachwuches um die begehrten Madaillen. Daß dabei oft der Kampfgeist über die Technik triumphierte, war nicht veerwunderlich und bewies deutlich die große Begeisterung, mit der sich die sechs bis vierzehnjährigen Jungen einsetzen. Trotzdem das Thermometer 30 Grad Hitze zeigte, gab es in allen Gewichtsklassen hartumstrittene Kämpfe auf beiden Matten. Viele der Spartakiadeteilnehmer des Vorjahres waren wieder mit dabei und erfreulich konnte festgestellt werden, daß sich das Leistungsvermögen erheblich gesteigert hat. Ein Beweis mehr dafür, daß Trainer undÜbungsleiter die Zentrale Spartakiade des Vorjahres in Berlin gut ausgewertet haben.

Die Goldmedaillengewinner der Kinderklassen von 1966, Manfred Strenge (ASK Berlin) und Georg Thomas (SC Dynamo Berlin) starteten diesmal in der Jugend B und konnten in ihren Limits auch hier erneut die ersten Plätze belegen.

Insgesmt bewarben sich 130 Kämpfer um die Spartakiade-Madaillen. Diese geringe Beteiligung ist in erster darauf zurückzuziehen, daß viele unserer jungen Judoka sich in den Ferienlagern befanden


Hier die Spartakiade-Medaillen-Gewinner : Schüler

Schüler
-30, 0 kg 1. Platz Klein ASK Vorwärts Berlin
2. Platz Kröcher SG Dynamo Berlin
3. Platz Woehler SG Dynamo Berlin
3. Platz Bormann SG Dynamo Berlin
-32, 5 kg 1. Platz Plesk Dynamo Köpenick
2. Platz Sens Dynamo Köpenick
3. Platz Jochmann SC Dynamo Berlin
3. Platz Hanke Dynamo Adlershof
-35, 0 kg 1. Platz Kutzer Dynamo Köpenick
2. Platz Imme Empor Berlin
3. Platz Lange SC Dynamo Berlin
3. Platz Arnold Rotation Berlin
-37, 5 kg 1. Platz Feierabend Dynamo Hohenschönhausen
2. Platz Mayer Dyynamo Köpenick
3. Platz Frenzel SC Dynamo Berlin
3. Platz Becker SC Dynamo Berlin
-40, 0 kg 1. Platz Kube Dynamo Adlershof
2. Platz Sonnenfeld Dynamo Hohenschönhausen
3. Platz Deichmann Dynamo Adlershof
3. Platz Müller Dynamo Hohenschönhausen
-42, 5 kg 1. Platz Lühder Dynamo Hohenschönhausen
2. Platz Zimmermann Dynamo Adlershof
3. Platz Hochgräfe Dynamo Süd Berlin
-45, 0 kg 1. Platz Wierszbowski ASK Vorwärts Berlin
2. Platz Dommscheid ASK Vorwärts Berlin
3. Platz Götz Dynamo Friedrichshain
3. Platz Siedrat Dynamo Süd Berlin
-50, 0 kg 1. Platz Sonnenfeld Dynamo Hohenschönhausen
2. Platz Schwiierzke Dynamo Hohenschönhausen
3. Platz Köhler Dynamo Köpkenick
-55, 0 kg 1. Platz Enckelmann SC Dynamo Berlin
2. Platz Wald Dynamo Köpenick
-60, 0 kg 1. Platz Hang ASK Vorwärts Berlin
2. Platz Schmidt Rotation Berlin
+60, 0 kg 1. Platz Wild Dynamo Hohenschönhausen

Hier die Spartakiade-Medaillen-Gewinner : Jugend B

Jugend B
-40, 0 kg 1. Platz Sonnenfeld Dynamo Hohenschönhausen
2. Platz Kube Dynamo Adlershof
3. Platz Deichmann Dynamo Adlershof
3. Platz Wagner ASK Vorwärts Berlin
-45, 0 kg 1. Platz Arndt Dynamo Adlershof
2. Platz Krause Dynamo Hohenschönhausen
3. Platz Schneidig Dynamo Basdorf
3. Platz Gleise SG Dynamo Köpenick
-50, 0 kg 1. Platz Mühlke SC Dynamo Berlin
2. Platz Meyer SC Dynamo Berlin
3. Platz Matee Aufbau Nord. Berlin
3. Platz Oertel Dynamo Hohenschönhausen
-55, 0 kg 1. Platz Strenge ASK Vorwärts Berlin
2. Platz Hoffmann Dynamo Adlershof
3. Platz Malchin Empor Berlin
3. Platz Kopke Dynamo Köpenick
-60, 0 kg 1. Platz Klein Dynamo Adlershof
2. Platz Winstedt Dynamo Adlershof
3. Platz Schulze Dynamo Hohenschönhausen
3. Platz Mosolow Einheit Friesen Berlin
-65, 0 kg 1. Platz Berlin SC Dynamo Berlin
2. Platz Stenzel ASK Vorwärts Berlin
3. Platz Jochmann SC Dynamo Berlin
3. Platz Oertel Dynamo Köpenick
-70, 0 kg 1. Platz Thomas SC Dynamo Berlin
2. Platz Klein ASK Vorwärts Berlin
3. Platz Brandt Dynamo Barsdorf
3. Platz Wiklein Dynamo Friedrichshain
-80, 0 kg 1. Platz Eilitz Aufbau Nord Berlin
+80, 0 kg 1. Platz Weber SC Dynamo Berlin
2. Platz Bittenwolf Einheit Friesen
3. Platz Kleemann SC Dynamo Berlin

Hier die Spartakiade-Medaillen-Gewinner : Jugend A

Jugend A
-58, 0 kg 1. Platz Kloß Dynamo Hohenschönhausen
2. Platz Paetsch ASK Vorwärts Berlin
3. Platz Neffzeller ASK Vorwärts Berlin
3. Platz Hellmann ASK Vorwärts Berlin
-65, 0 kg 1. Platz Fink Dynamo Hohenschönhausen
2. Platz Heidanke Dynamo Hohenschönhausen
3. Platz Vorwerk Dynamo Köpenick
3. Platz Jürgenheit SG Dynamo Friedrichshain
-75, 0 kg 1. Platz Kühne SC Dynamo Berlin
2. Platz Behrendt Dynamo Adlershof
3. Platz Neubaauuer ASK Vorwärts Berlin
3. Platz Lenz Dynamo Adlershof
-85, 5 kg 1. Platz Budde SC Dynamo Berlin
2. Platz Dewath ASK Vorwärts Berlin

Bericht: Walter Ludwig

0 1 . O k t o b e r 1 9 6 7 "Gründung des TZ Karl Marx-Stadt

Auf Vorschlag des DJV, Kommission Kinder-und Jugendsport, wurde wurde am 01. Oktober 1967 das Trainingszentrum Karl Marx-Stadt gegründet. Nach anfänglichen Schwierigkeiten wurden von der BSG Lokomotive Karl-Marx-Stadt und der BSG Motor Schönau/Karl-Marx-Stadt die leistungsstärksten Judokas zusammengezogen.

Nach 5wöchigen Training wurde erstmalig in diesem Rahmen ein Wettkampf mit dem TSG Rodewisch und Fannal Karl-Marx-Stadt durchgeführt. Wie die nachfolgenden Ergebnisse zeigen, kann kann man mit dem Ausgang des Wettkampfes zufrieden sein.


Hier die einzelnen Paarungenn und Ergebnisse

TZ Karl Marx Stadt
TSG Rodewisch
-58,0 kg Schwebs - Hecker 1 : 0
-65,0 kg Fickel - Klose 1 : 0
-75,0 kg Richter - Baldauf 1 : 0
-85,0 kg Strobel Seifert 1 : 0
+85,0 kg Burghardt - Ungethün 0 : 1

TZ Karl Marx Stadt
-58,0 kg Schwebs - Köhler 1 : 0
-65,0 kg Fickel - Janschefski 1 : 0
-75,0 kg Richter - Gerschau 1 : 0
-85,0 kg Strobel - Jänisch 1 : 0
+85,0 kg Rüger - Nestmann 1 : 0

Bericht von Klaus Schubert

2 2 . O k t o b e r 1 9 6 7 "HSG Wissenschaft Berlin Bezirksmannschaftsmeister"

Am 22. Oktober 1967 fanden in der Sporthalle der SG Dynamo Süd Berlin die Berliner Mannschaftsmeisterschaften statt. Der neue Austragungsmodus vereinte bereits im Bezirk die ehemaligen Ober- und DDR-Liga-Mannschaft und die übrigen Staffeln des Bezirkes. Insgesamt kämpfen 12 Mannschaften um die Meisterschaft. Nach der Auslosung mußten Dynamo Friedrichshain und HSG Wissenschaft Berlin in der oberen und Dynamo Köpenick sowie Dynamo Adlershof in der niederen Gruppe als stärkste Mannschaften eingeschätzt werden. Wider Erwarten setzten sich dann aber die beiden HSG Wissenschafts-Staffeln I. und II. sowie Dynamo Köpenick und Adlershof für die Endrunde durch.

In dem wohl spannendsten Mannschaftskampf, in dem trotz vieler Taktik, die Techik nicht zu kurzz kam, gelang der zweiten Mannschaft von Wissenschaft Berlin ein 5 : 0-Sieg über dem meehrmaligen Berliner Mannschhaftsmeister von Adlershof. Hervorzuheben waren hier die Begnungen Peukert-Paduch, Pitt-Proß, Hoffmann-Barthel und Dörner-Skopec. Im andeeren Halbfinalkampf kämpfte dann Wissenschaft I gegen Dynamo Köpenick 5 : 0 Hier standen die Kämpfe Micka-Zeibig und Birkholz-Trutty im Vordergrund.

Den Endkampf bestritten dann die beiden Mannschaften von Wissenschaft und hier brachte die erste Staffel der HSG Wissenschaft mit einem 4 : 1 über die II. Mannschaft, den Berliner Titel in Ihren Besitz.


Eingesetzte Kämpfer beiden Sieger und Plazierten:

Wissenschaft Berlin I: Paul, Münchhausen, Steinberg, Micka, Birkholz, Bornstein
Wissenschaft Berlin II: Peukert, Bürke, Pitt, Hoffmann, Barsch, Dörner, Schönbacher
Dynamo Köpenick: Pfrötscher, Radebold, Trutty, Zeibig, Götschel, Brumm
Dynamo Adlershof: Paduch, Proß, Barthel, Skopec, Seiter

Wissenschaft II
-
Wissenschaft III
5 : 0
(47 : 7)
Dynamo Friedrichshain - Empor Berlin 4 : 1 (40 : 10)
Dynamo Köpenick I - Dynamo Hohenschönhausen 4 : 1 (28 : 2)
Dynamo Adlershof II - Dynamo Köpenick II 2 : 3 (20 : 27)
Wissenschaft II - Dynamo Barsdorf 5 : 0 (42 : 7)
Wissenschaft I - Dynamo Friedrichshain 5 : 0 (37 : 10)
Dynamo Köpenick I - Dynamo Süd 4 : 1 (47 : 10)
Dynamo Adlershof I - Dynamo Köpenick II 5 : 0 (47 : 0)
Wissenschaft I - Wissenschaft II 5 : 0 (50 : 0)
Dynamo Adlershof I - Dynamo Köpenick I 3 : 2 (30 : 27)

Hoffnungsrunde

Wissenschaft II
-
Dynamo Friedrichshain
3 : 2
(30 : 20)
Dynamo Köpenick I - Dynamo Köpenick II 5 : 0 (50 : 0)

Halbfinale

Wissenschaft II
-
Dynamo Adlershof II
5 : 0
(42 : 0)
Dynamo Friedrichshain - Empor Berlin 5 : (40 : 10)

Finale

Wissenschaft II
-
Wissenschaft III
4 : 1
(40 : 10)

Geschrieben von Helmut Bark Wissenschaft Berlin

0 9 . D e z e m b e r 1 9 6 7 "Vergleichskämpfe bei Lokomotive Leipzig

Am 09. Dezember 1967 fanden in Leipzig Vergleichskämpfe zwischen dem Trainingszentrrum Karl-Marx-Stadt und Lok Leipzig-Mitte statt. Die Kämpfe zeigten zum Teil ein gutes Niveau. Es wurden fas alle Kämpfee unter deer Zeit beendet.

Da aber auf beiden Seiten noch keine wirksame, spezielle Technik vorhanden ist, versuchte man die Kämpfe nur mit Fußwürfen zu entscheiden. Der Übergang von Stand zum Boden fehlte gänzlich. Zusammenfassend kann gesagt werden, daß alle Sportler bemüht waren gute Leistungen zu zeigen

An dieser Stelle möchten wir uns bei Sportfreund Kurt Jahn für die gute Vorbereitung der Wettkämpfe bedanken.


Die Resultate:

TZ Karl Marx Stadt
-
Lokomotive Leipzig I
5 : 4
TZ Karl Marx Stadt - Lokomotive Leipzig II 6 : 3

Geschrieben: Klaus Schubert

0 5 . N o v e m b e r 1 9 6 7 "Offenes Pokal Turnier in Schwedt"

Im Zeichen des "Roten Oktober" stand das DDR-Offene Pokalturnier der Schülermannschaften, das am 05. November 1967 in Schwedt im Bildungszentrum zur Austragung kam..

Hier der Verlauf der Ausseinandersetzungen

Dynamo Frankfurt-Oder
-
Dynamo Köpenick
4 : 5
Aufbau Schwedt - Dynnamo Hohenschönhausen 3 : 7
Dynamo Köpenick - SC Dynamo Berlin 6 : 4
Dynnamo Hohenschönhausen - Dynamo Schwedt 6 : 4

1. Hoffnungsrunde

Dynamo Frankfurt-Oder
-
SC Dynamo Berlin
6 : 3
Dynamo Schwedt - Aufbau Schwedt
8 : 2

Halbfinale

Dynamo Köpenick
-
Dynamo Schwedt
7 : 3
Dynnamo Hohenschönhausen - Dynamo Frankfurt-Oder
7 : 2

Finale

Dynamo Köpenicck
-
Dynamo Hohenscchönhausen
3 : 5

Damit konnte die Schülermannschaft von Dynamo Hohenschönhausen den wertvollen Pokal in ihren Besitz bringen

Mannschaftsplazierung

Bericht geschrieben Willi Gruschinski, Dynamo Schwedt

- B e g i n n - 1 9 6 8 -

0 1 . F e b r u a r 1 9 6 8 "Turnier der weiblichen Jugend in Schwerin

Am 04. Februar 1968 veranstaltete die Sektion Judo der SG Dynamo Schwerin ein Turnier der weiblichen Judoka, an dem die Vertretungen SG Dynamo Hagenow, SG Dynamo Grevensmühlen, SG Dynamo Schwanheide, BSG Lokomotive Blankenburg, BSG Post Schwerin und der SG Dynamo Schwerin als Gastgeber teilnahmen. Leider waren die gemeldeten Sportlerinnen aus Güstrow und Stralsund nicht am Start.

Das Niveau der Kämpfe waren im Durchschnitt gut. Bei einigen Kämpferinnen sind deutliche Fortschritte zu erkennen, besonders die Leistungen der Geschwister Ribling aus Hagenow und der Dritten der Deutschen Meisterschaften der DDR, Eva Rades (Dynamo Schwerin/65 kg) sollen hier besonders erwähnt werden.

Auch dem technisch vielseiitigsten Mädchen Ute Krüger sollte der Turniersieg in derm Klasse bis 55 kg endlich das nötige Selbstvertrauen und auch in Zukunft die nötige Kampfhärte verliehen. Sie war die Einzige, bei der man Kombinationstechniken zu sehen bekam.

In den beiden unteren Gewichtsklassen gab es mehr Schatt als Licht. In derJudo-Sportlerin Ursula Kuka aus Blankenburg scheint für den Bezirk Schwerin ein Talent zu reifen. In der höchsten Gewichtsklasse war für die Dritte der Deutschen Meisterschaften der DDR, Monika Müller (Dynamo Grevensmühlen), leider keine Gegnerin am Start.

Die Zahl der Judofrauen scheint im Norden unserer Republik nicht zuzunehmen. So blieben auch diesmal die Sportlerinnen in den einzelnen Gewichtsklassen ohne Gegnerinnen. Dafür gab es einige interesante Freundschaftskämpfe zu sehen. Den schönsten Kampf des ganzen Turnier lieferte sich Annemarie Aßmann und Rosemarie Mothes. Hier wurde demonstriert, welches Niveau der Frauen-Judosport erreichen kann. Siegerin in diesem turbulenten Kampf blieb Rosemarie Mothes (Dynnamo Schwerin).


Hier die Ergenisse

Frauen
-45, 0 kg 1. Platz Gomala Post Schwerin
2. Platz Helberg Dynamo Schwanheide
3. Platz Bertram Post Schwerin
3. Platz Dolata Dynamo Grevensmühlen
-50, 0 kg 1. Platz Ziemer Dynamo Schwanheide
2. Platz Kuka Lokomotive Blankenburg
3. Platz Buck Dynamo Schwerin
3. Platz Kadlubeck Dynamo Schwerin
-55, 0 kg 1. Platz Krüger Dynamo Schwerin
2. Platz Kutz Dynamo Schwerin
3. Platz G. Müller Dynamo Grevensmühlen
3. Platz Schulz Dynamo Schwerin
-60, kg 1. Platz Grunschel Dynamo Schwerin
2. Platz Backhaus Dynamo Grevensmühlen
3. Platz Herzmann Dynamo Grevensmühlen
3. Platz Gerlach Dynamo Hageenow
-65, kg 1. Platz Rades Dynamo Schwerin
2. Platz B. Ribling Dynamo Hagenow
3. Platz M. Ribling Dynamo Hagenow
-65, kg 1. Platz M. Müller Dynamo Grevensmühlen

Bericht von Jochen Mothes

1 0 . u n d 1 1 . F e b r u a r 1 9 6 8 " Länderkampferfolge des Nachwuchses
gegen die Sowjetunion 6 : 3 - gegen VR Polen 5 : 5

Am 10. und 11. April 1968 war Görlitz der Austragungsort für die Jugend-Länderkämpfe und die VR Polen und eines internationalen Einzelturnier, an dem sich auch Judoka aus Frankreich und Österreich beteiligten.

Die Funktionäre der SG Dynamo Görlitz hatten diesen internationalen Wettkampf gut vorbereitet und der Präsident des DJV, Sportfreund Horst Wolf, konnte ihnen mit Recht ein Lob dafür aussprechen

Für unseren Nachwuchs war es eine erste internationale Bewährungsprobe im neuen Jahr. Für die verantwortungslichen Funktionäre ergab sich daraus die Frage, ob unsere jugendlichen Judoka an die Leistungen bei den Europameisterschaften 1967 anknüpfen können oder nicht


VR Polen
-
DDR
22 : 39
5 : 5
Leichtgewicht
Borawski 1. Kyu - Schulz 1. Dan E : 0 3 : 0 1 : 0
Talaj 1. Kyu - Fahrig I. Kyu E : 0 3 : 0 1 : 1
Halbmittelgewicht
Czarnecki 1. Dan - Hoffmann I. Kyu 0 : E 0 : 3 2 : 1
Zukowski 2. Kyu - Bech 1. Dan 0 : 1 0 : 10 2 : 2
Mittelgewwicht
Urbanski 1. Kyu - Zeller 2. Kyu 0 : 1 0 : 10 2 : 3
Liese 2. Kyu - Kühne 1. Kyu 0 : E 0 : 3 2 : 4
Halbschwergewicht
Wasiak 2. Kyu - Adler 2. Kyu 1 : 0 10 : 0 3 : 4
Wasiliewicz 2. Kyu - Jahnke 2. Kyu E : 0 3 : 0 4 : 4
Schwergewicht
Bargiel 2. Kyu - Härtig 2. Kyu 0 : 1 0 : 10 4 : 5
Organczyk 2. Kyu - Fuhrmaann 2. Kyu E : 0 3 : 3 5 : 5

Unsere Kämpfer gewannen den Länderkampf gegen die VR Polen trotz des 5 : 5 doch noch, da sie die meisten Unterpunkte (36 : 22) erzielten

Sowjetunion
-
DDR

Da die Mannschaft der Sowjetunion nur mit acht Kämpfern angereist war, wurde vereinbart, daß ihre Leichtgewichtler Semjonow und Tselovalnikow nach dem Schwergewichtskampf nochmals im Halbmittelgewicht kämpfen.

Hier der Verlauf des Länderkampfes gegen die Sowjetunion

Sowjetunion
-
DDR
30 : 41
3 : 6
Leichtgewicht
Semjonow 3. Kyu - Schulz 1. Dan 0 : 1 0 : 10 0 : 1
Tselovalnikow 3. Kyu - Fahrig I. Kyu 0 : E 0 : 5 0 : 2
Halbmittelgewicht
Seemjonow 3. Kyu - Friedrich I. Kyu 0 : 1 0 : 10 0 : 3
Tselovalnikow 3. Kyu - Bech 1. Dan 0 : 1 0 : 10 0 : 4
Mittelgewwicht
Merkulow 3. Kyu - Kühne 1. Kyu 0 : 0 0 : 00 2 : 3
Sarkissian 3. Kyu - Zeller 2. Kyu 0 : E 0 : 3 2 : 4
Halbschwergewicht
Revazsichwili 3. Kyu - Adler 2. Kyu 1 : 0 10 : 0 3 : 4
Sadow 3. Kyu - Jahnke 2. Kyu 0 : E 0 : 10 3 : 5
Schwergewicht
Bargiel 2. Kyu - Härtig 2. Kyu 0 : 1 0 : 10 3 : 6
Organczyk 2. Kyu - Fuhrmaann 2. Kyu E : 0 3 : 3 3 : 6

Damit wurde auch dieser Länderkampf mit einem Ergebnis von 6 : 3 (41 : 30) gewonnen

Internationales Einzelturnier

Im Anschluß an diese Länderkämpfe begannen die Vorrundenkämpfe für das , die am Sonntag Vormittag fortgesetzt und mit den Hoffnungsrunden beendet wurden.

Für das Semifinale in den einzelnen Gewichtsklassen qualifizierten sich:

Männer
Leichgewicht 1. Platz Schultz DDR
2. Platz Talaj Polen
3. Platz Borawski DDR
3. Platz Tscheak DDR
Halbmittelgewicht 1. Platz Hoffmann DDR
2. Platz Fehre DDR
3. Platz Bech DDR
3. Platz Czarnecki Polen
Mittelgewicht 1. Platz Merkulow Sowjetuion
2. Platz Sarkissian Sowjetunion
3. Platz Zeller DDR
3. Platz Kühne DDR
Halbschwergewicht 1. Platz Gaillat Frankreeich
2. Platz Revazichwili Sowjetunion
3. Platz Sadow Sowjetunion
3. Platz Jahnke DDR
Schwergewicht 1. Platz Kazatschenkow Sowjetunion
2. Platz Karputkin Sowjetunion
3. Platz Fuhrmann DDR
3. Platz Orgonczyk Polen

Anmerkung: Außer im Schwergewicht wurde alle Plazierungen durch Siege über ausländische Judoka erreicht. Bis auf einen 2. Platz resultierten alle Plazierungen aus den Ergebnissen der A-Mannschaft
Ergänzungen: Wenn auch der Mannschaftskampf gegen die UdSSR und der VR-Polen durch unsere Auswahl gewonnen und dazu noch einige gute Plazierungen erreicht wurden, so kann das Resultat einiger Einzelergebnisse nicht voll befriedigen.

Ein Teil der Kader, für die es die erste internationale Bewährungsprobe überhaupt war, kämpfte zu verkrampft und hatte zuviel Respekt vor ihren Gegnern.

Wie aus den Einzelergebnissen hervorgeht, hatten auch einige Sportler, die sonst an die Spitze ihre Höchstform erreicht.


Bericht gescshrien DJV der DDR Herr Hans Müller-Deck

1 1 . F e b r u a r 1 9 6 8 "Was gibt es aus Leipzig" Bezirksvergleich Leipzig und Halle

Am 11.02.1968 fand ein Judovergleichskampf zwischen den Bezirken Leipzig und Halle, welcher am 11.02.1968 in Leipzig der Judohalle der DHFK in Leipzig zur Austragung kam.

Turbulente Kampfzenen mit sehr beachtlichen Leistungen bestimmten das Niveau der Auseinandersetzungen auf der Tatami.


Ergebniss der Vergleichskämpfe Jugend

-45,0 kg 1. Platz Gossa Halle
-50,0 kg 1. Platz Rödel Halle
-55,0 kg 1. Platz Ochse Halle
-60,0 kg 1. Platz Grüttner Halle
-65,0 kg 1. Platz Aßmuß Halle

Ergebniss der Vergleichskämpfe Frauen

Frauen -52,5 kg 1. Platz Schneider Leipzig
-57,5 kg 1. Platz Schreier Halle
-67, 5 kg 1. Platz Kretschmann Leipzig
+67, 5 kg 1. Platz Poppe Leipzig

Es wäre wünschenswert, daß solche Begegnungen auch mit anderen Bezirken zur Austragung kommen, um den weiblichen Judosport zu popularisieren. Ausschlaggebend dafür wird seein, daß die Sektionen für das nächste Juhr auch finanzielle Mittel für ihre weiblichen Judoka-Wettkämpfe einplanen

Bericht von Heidrun Petzke / Evelyn Schurzmann

1 7 . F e b r u a r 1 9 6 8 1. Internationales Turnier der Senioren 1968 in Berlin

Am 17. Februar 1968 weilten anläßlich eines internationales Turnier Kämpfer aus den Niederlanden, Österreich und der VR Polen als Gäste des DJV in Berlin. Mit der niederländischen Delegation konnten Berlins Sportfreunde den mehrfachen Europa,- Weltmeister und Olympiasieger 1964 Anton Geesink begrüßen. Er kam diesmal nicht als Aktiver, sondern als Trainer der niederländischen Mannschaft in unsere Hauptstadt.

Leider kamen nur wenige Berliner Judoka in die für unsere Sportart geeignete kleine Mehrzweck-Arena neben der Werner-Seelenbinder-Halle, um unsere besten Judoka bei Kämpfen oder einen Weltmeister auch einmal als Trainer zu beobachten. Aber was soll es, wenn selbst unser mehrfacher Europameister den Weg zur Wettkampfstätte scheute.

Trotz der sehr schwachenn Zuschauerkulisse wurde das Turnier doch ein voller Erfolg. In der niederländischen Mannschaft stellten sich zwei Kämpfer vor die 14 Tage später bei den Junioren - Europameisterschaften Goldmedaillen erkämpften. Es waren die Sportler Tukker und Eveleens Europameister der Junioren im Halb- und Schwergewicht. Nachträglich möchten wir hiermit beiden unsere Glückwünsche übermitteln.

Aber auch Jan Snyders stellte sich bei uns in einer prächtigen Form vor und besiegte seine Gegner überzeugend.

Mit der polnischen Mannschaft nahmen solche bekannten Judoka wie Kur und Laksa in Berlin teil.

Obwohl nicht alle ausländischen Gäste unsere besten Athleten fordern konnten, gab es doch ausgezeichnete schöne und auf einem sehr hohen sportlichen Niveau stehende Kämpfe. Die beachtenswertesten Auseinandersetzungen lieferten ohne Zweifel unsere Sportfrunde Scholz, Hötger, Howiller sowie die Holländer Jan Snyders und Eveleens. Noch nicht so richtig in Form waren Smirat und Hennig. Da wir uns ja erst am beginn der Wettkampfvorbereitung auf die Europameisterschaften der Senioren befinden, scheint das nicht unbedingt bedenklich zu sein. Wir wünschen jedenfalls allen unseren Nationalkader noch viele solche Wettkämpfe und einen entsprechenden Formanstieg, um bei den Europameisterschaften hervorragend abschneiden zu können.


Hier die Ergebnisse ab Semifinale

Männer
Leichgewicht 1. Platz Scholtz SC Dynamo Berlin
2. Platz van der Molen Niederlande
3. Platz Gwitzdaka VR Polen
3. Platz Kotas VR Polen
Halbmittelgewicht 1. Platz Schröder SC Dynamo Berlin
2. Platz Hötger SC Dynamo Berlin
3. Platz Kur VR Polen
3. Platz Laksa VR Polen
Mittelgewicht 1. Platz Snyders, Jan Niederlande
2. Platz Potyralla SC Dynamo Berlin
3. Platz Leupold ASK Vorwärts Berlin
3. Platz Suchan VR Polen
Halbschwergewicht 1. Platz Howiller SC DHFK Leipzig
2. Platz Schulze ASK Vorwärts Berlin
3. Platz Hännig ASK Vorwärts Berlin
3. Platz Tukker Niederlande
Schwergewicht 1. Platz Hennig, Klaus SC Dynamo Berlin
2. Platz Eveleens Niederlande
3. Platz Butga Österreich
3. Platz Werhowicz VR Polen

Bericht von Henry Hempel (Vors. der Trainerkommission)

1 0 . u n d 1 7 . M ä r z 1 9 6 8 in Espenhain "Gradmesser der Spartakiadevorbereitung 1968"
1. Kreismeisterschaften in Leipzig 1968
2. Bezirksmeisterschaften der B-Jugend in Leipzig 1968, 10.04.
3. Bezirksmeisterschaften der A-Jugend in Espenhain 1968, 17.04.

Obwohl die Ausscheide am 17.03.1968 in Leipzig und Espenhain für die Deutschen Jugendmeisterschaften der DDR auf Kreis- und Bezirksebene eine eigenständige Veranstaltungsreihe darstellen und ein besonderes Fluidum ausstrahlen, sind sie doch gleichzeitig in diesem Jahr ein guter Gradmesser für die Quantität und Qualität der Vorbereitung der II. Zentralen Kinder- und Jugendspartakiade der DDR durch die einzelnen Sektionen.

Diese Feststellung wurde durch die Ergebnisse der Kreismeisterschaften der A- und B-Jugend und durch die Bezirksmeisterschaften der B-Jugend des Bezirkes Leipzig untermauert.

Bei den Kreismeisterschaften der Messestadt Leipzig dominierten in beiden Altersklassen eindeutig die beiden Gemeinschaften der Hochschule für Körperkultur. Die Sportler dieser Gemeinschaften errangen insgesamt 10 der 13 zu vergebenen Titel und belegten weiteren 17 zweite und dritte Plätze. Dabei sind besonders die Sportfreunde Heinke, Döhler und Graff (alle noch A-Schüler) sowie die Sportler Mustof, Dockhorn, Wendt und Knoblauch (sie bestritten bei dieser Meisterschaft ihre ersten Wettkämpfe) zu nennen, die vorderen Plätze belegen konnten. Als nächste Mannschaft in der Wertung der Gemeinschaften folgt die BSG Lokomotive Leipzig-Mitte mit einem Titel und 11 weiteren Plazierungen, während die übrigen sechs Gemeinschaften keine Rolle spielten.

Diese Ergebnisse spiegeln in gewisser Weise (bis auf wenige Ausnahmen) auch die Anstrengungen wider, die die Leipziger Gemeinschaften machen, um den Judonachwuchs ihrer Sektionen zu entwickeln bbzw. die II. Zentrale Kinder- und Jugenndspartakiade der DDR vorzubereiten. Dabei gibt es in der Messestadt im Gegensatz zu vielen anderen Stäädten unserer Republik eine Reihe potenzieller Möglichkeiten für die Möglichkeiten für die Gemeinschaftsarbeit dieser Sektionen. Doch bisher verhinderten u. a. ideologische Unklarheiten bei einigen Funktionären und Übungsleitern die Effektivität der Arbeit des Trainingszentrums.

Bei den Bezirksmeisterschaften der B-Jugend am 10. März 1968 in Leipzig stellten sich die DHFK-Sportler ihre Leistungsstärke erneut unter Beweis, indem sie sieben der neun zu vergebenen Titel erringen konnten. Neun weitere Plätze vervollständigen das Ergebnis. Ihnen folgten die Sportler der TSG VEB MAB Schkeuditz die zwei Titel erkämpften.

Wenn man die Ergebnisse dieser Bezirksmeisterschaften vergleicht, dann kann man gut erkennen, auf welche Gemeinschaften der BFA Judo Leipzig sich bei der Erfüllung der hohen Zielstellung bei der Spartakiade in Berlin stützen kann.

Jugendspartakiade in Berlin im Judo vorgenommen (Kinder A: 12 - 14 Jahre):

Die Kinder zeigten ein beachtliches Leistungsvermögen. Bei der Mehrzahl der Judoka sind Ansätze zur Spezialisierung in der Technik (Wurf) erkennbar. Erstmals wurde der Uchi-Mata angewandt. Ein gutes Entwicklungsneviau ist auch in den komplexen Übergang vom Stand zum Boden, Bodenarbeit und -technik, Kondition und athletische Ausbildung zu verzeichnen."


Kreismeister der Jugend A und B Messestadt 1968

Jugend B -40,0 kg 1. Platz Hellwig SC DHFK Leipzig
-45,0 kg 1. Platz Graff HSG DHFK Leipzig
-50,0 kg 1. Platz Teucher Lokomotive Leipzig Mitte
-55,0 kg 1. Platz Werner SC DHFK Leipzig
-60,0 kg 1. Platz Grüttner SC DHFK Leipzig
-65,0 kg 1. Platz Stolze SC DHFK Leipzig
-70,0 kg 1. Platz Zeh SC DHFK Leipzig
-80,0 kg 1. Platz Bötke SC DHFK Leipzig
Jugend A 58,0 kg 1. Platz Wierk SC DHFK Leipzig
65,0 kg 1. Platz Cardazzo SC DHFK Leipzig
75,0 kg 1. Platz Müller SC DHFK Leipzig
-85,0 kg 1. Platz Beyer SC DHFK Leipzig
+85,0 kg 1. Platz Hiller SC DHFK Leipzig

Bezirksmeister der B-Jugend Messestadt 1968


Jugend B -40,0 kg 1. Platz Heinke HSG DHFK Leipzig
-45,0 kg 1. Platz Graff HSG DHFK Leipzig
-50,0 kg 1. Platz Duldhardt HSG DHFK Leipzig
-55,0 kg 1. Platz Kohlmann MAB Schkeuditz
-60,0 kg 1. Platz Grüttner HSG DHFK Leipzig
-65,0 kg 1. Platz Stolze HSG DHFK Leipzig
-70,0 kg 1. Platz Bischoff MAB Schkeuditz
-80,0 kg 1. Platz Böttke HSG DHFK Leipzig
+-80,0 kg 1. Platz Quick HSG DHFK Leipzig

Bericht von Hans Müller-Deck

2 3 . M ä r z 1 9 6 8 Berlin Internationales Turnier Vorbereitung auf die Europameisterschaften

Europameister und Medaillengewinner waren in Berlin am Start

Am 23. März 1968 fand in Berlin ein erstklassig besetztes internationales Turnier statt. Dieses Turnier, das der Vorbereitung auf die Europameisterschaften der Senioren diente, war ein voller Erfolg für alle Beteiligten Länder. Aus der Sowjetuion ware u.a. die Europameister Suslin, Pokatajew, Bondarenko, die Medaillengewinner Judin, Mischtschenko, Saunin, Kositzki und Kotik sowie weitere hervorragende Kämpfer wie Natelaschwilli und Tworogow erschienen. Aus Frankreich kamen zum Turnier Malaye, Pierschinger, Vital und Teri, alles Medaillengewinner bei Junioren- oder Senioren-Europameisterschaften. Von der jugoslawischen Delegation waren die stärksten Kämpfer Vuchnik, Kraljevic und Krajnovic.

Unsere DDR-Mannschaft hatte leider zwei starke Ausfälle durch Howiller und Hennig zu verzeichnen. Beide Kämpfer konnten auf Grund von Verletzungen nicht am Turnier teilnehmen.

Diese hervoragende Besetzungen des Turnier versprach ausgezeichnete Wettkämpfe auf hohem Niveau, was sich auch im Verlauf der Veranstaltung bestätigte.


Hier die Ergebnisse ab Semifinale

Männer
Leichgewicht 1. Platz Kositzki UdSSR
2. Platz Werner DDR
3. Platz Malaye Frankreich
3. Platz Hecht DDR
Halbmittelgewicht 1. Platz Natelaschwilli Russland
2. Platz Tworogow Russland
3. Platz Vuchnek Jugoslawwien
3. Platz Vial Frankreich
Mittelgewicht 1. Platz Smirat DDR
2. Platz Kotik UdSSR
3. Platz Bondarenko UdSSR
3. Platz Pierschinger Frankreich
Halbschwergewicht 1. Platz Birkholz HSG Wissenschaft Berlin
2. Platz Pokatajew UdSSR
3. Platz Gerigk DDR
3. Platz Judin UdSSR
Schwergewicht 1. Platz Sunin UdSSR
2. Platz Bornstein DDR
3. Platz Markmann DDR
3. Platz Hertig DDR

Geschriebe: Henry Hempel Verbandstrainer

1 4 . A p r i l 1968 Internationaler Vergleichskampf zwischen Nippon Zürich und der SC Dynamo Berlin
Zum Abschluß ein relativ leichter Gegner

Am 14. April 1968 kämpfte der SC Dynamo Berlin im Berliner Sportforum gegen den Judoklub "Nippon" aus Zürich. Nach eiiner Anzahl schwerer Qualifikationsturniere war diese Mannschaft für die Berliner EM-Kader noch einmal ein relativ leichter Gegner. Das spiegelte sich auch im Ergebnis der beiden ausgeteragenen Mannschaftskämpfe wider.

Die Berliner Dynamo-Judoka gewannen sowohl mit ihrer ersten sowie zweiten Mannschaft 5 : 0. Die EM-Kader starteten in der Regel in der nächsthöheren Klasse. So kämpfte die erste Mannschaft mit Frank ( 63 kg), D. Hötger (70 kg), Schröder (80 kg), Smirat (93 kg) und Zuckschwerdt (über 93,0 kg) Außer im 63,0 kg-Limit gab es in alle3n Klassen klare Siege

In der zweiten Dynamo-Mannschaft kämpften 63 kg-Klasse noch einmal Frank, bis 70,0 kg-Klaase, Scholz, bis 80, 0 kg D. Hötger, bis 93,0 kg-Klasse Gerigk und über 93, 0 kg Stock. Auch hier schöne Würfe und klare Siege für die Berliner.

Die Schweizer hatten ihre besten Sportler in dem Mittelgewichtler B. Hännig (nicht identisch mit dem Olympiazweiten) und in dem Schwergewichler Gerber. Weiter kämpften für den Schweizer Judoklub: bis 63 kg Nogler, bis 70 kg Pietersen und bis 93 kg Henssi, Ihr bester Mann, der Silbermedaillengewinner von Tokio, Hänni, weilte zur gleichen mit einer Delegation des Schweizer Verbandes in Linz (Österreich), wo auch die beiden Dynamo-Judoka Potyralla und Hennig eingesetzt waren.


Bericht von Gerd Schneider Trainer SC Dynamo Berlin

1 7 . A p r i l 1 9 6 8 BEM Dresden (Bautzen ) BM der A und B-Jugend "Nur drei Titelverteidiger"

Am 17.03.1968 fanden in Görlitz die Bezirksmeisterschaften von Dresden der Jugend A und B statt. Diese Bezirksmeisterschaften waren gleihzeitig die Qualifikationskämpfe für die DDR-Meisterschaften nach Sebnitz und Schwerin . Dabei war eine erfreuliche Steigerung des technischen Niveau erkennbar, die beweist, daß die Trainer mit ihren Schützlingen mehr Spezialtechniken einarbeiten. Besonders deutlich wurde das bei Fahrig, Matzke, Lahr und Kucharek (Bautzen).

Hier die Sieger /Jugend A


Jugend A 58,0 kg 1. Platz Fahrig SG Dynamo Dresden-Nord
65,0 kg 1. Platz Schumann SG Dynamo Dresden-Nord
75,0 kg 1. Platz Matzke Dynamo Großenhain
-85,0 kg 1. Platz Kohl Dynamo Großenhain
+85,0 kg 1. Platz Zeidler SG Dynamo Dresden-Nord

Hier die Sieger /Jugend B

Jugend B -40,0 kg 1. Platz Lahr Dynamo Großenhain
-45,0 kg 1. Platz Von der Ahe Dresden-Niersedlitz
-50,0 kg 1. Platz Ljesek Dynamo Görlitz
-55,0 kg 1. Platz Scheibe Dynamo Großenhain
-60,0 kg 1. Platz Ludwig Dynamo Bautzen
-65,0 kg 1. Platz Nitsche Dynamo Großenhain
-70,0 kg 1. Platz Dahlberg SG Dynamo Dresden-Nord
-80,0 kg 1. Platz Jurisch Pentacon Dresden
+-80,0 kg 1. Platz Müller Pentacon Dresden

Bericht von Günter Frank

1 9 . A p r i l 1 9 6 8 in Fürstenwalde "Traditioneller Klubvergleich"

Alljährlich trägt der ASK Vorwärts Berlin zur Vorbereitung auf die Europameisterschaften, die schon zur Tradition gewordenen Klubvergleichskämpfe mit Lotnik Warschau aus. Am 19. April 1968 war Fürstenwalde die Wettkampfstätte des Mannschaftsturnier, an dem Lotnik Warschau, ASK Vorwärts Berlin (mit 2 Mannschaften, ), SG Dynamo Fürstenwalde und eine Bezirksauswahl von Frankfurt Teilnahm.

Das Mannschaftsturnier gewann der ASK vor der Bezirksauswahl und Lotnik Warschau

Die SG Dynamo Fürstenwalde hatte eine ausgezeichnete Veranstaltung organisiert, wofür den Fürstenwalder Sportfreunden hier an dieser Stelle Dank und Anerkennung ausgesprochen werden soll. Für die entsprechende Wettkampfatmosphäre sorgten die Lokalmadadoren der Gastgeber, die Sportfreunde Kostag und Milow. Beide Kämpfer warteten mit Energieleistungen auf und besiegten ihre Warschauer Gegner. Hierbei ist der Erfolg von Sportfreund Kostag besonders zu erwähnen, der schon in der ersten Kampfphase einen rasantenKata-Guruma landen konnte.


2 0 . A p r i l 1 9 6 8 ; International Clubvergleich im Klubhaus Neuenhage wurde dann das Einzelturnier durchgeführt:

Hier die Ergebnisse:

Männer
Leichgewicht 1. Platz Hecht, Bernd ASK Vorwärts Berlin
2. Platz Werner, Karl-Heinz ASK Vorwärts Berlin
3. Platz Meifert Motor Ludwigsfelde
3. Platz Fetting ASK Vorwärts Berlin
Halbmittelgewicht 1. Platz Look, Bernd ASK Vorwärts Berlin
2. Platz Epelbaum Lotnik Warschau
3. Platz Nejmann Lotnik Warschau
3. Platz Tepper Motor Ludwigsfelde
Mittelgewicht 1. Platz Leupold, Horst ASK Vorwärts Berlin
2. Platz Kraus, Johann ASK Vorwärts Berlin
3. Platz Starczewski Lotnik Warschau
3. Platz Naumienko Lotnik Warschau
Halbschwergewicht 1. Platz Schulze, Bernd ASK Vorwärts Berlin
2. Platz König, Kurt ASK Vorwärts Berlin
3. Platz Rudkowski Lotnik Warschau
3. Platz Heine Motor Ludwigsfelde
Schwergewicht 1. Platz Hännig, Wolfgang ASK Vorwärts Berlin
2. Platz Kopplin ASK Vorwärts Berlin
3. Platz Jankowski Lotnik Warschau

Bericht Hubert Sturm Trainer des ASK Vorwärts Berlin

0 1 . 0 5 . 1 9 6 8 "Judo-Turnier in Eilenburg" (Klubhaus )

Der 1. Mai 1968 und alljährlich wird der Kampftag der Werktätigen feierlich begangen. Zu diesem Anlaß führte die BSG Chemie Eilenburg Sektion Judo am 01. Mai 1968 im örtlichen Klubhaus ein A-Einzelturnier durchzuführen. Gleichzeitig war der Wettkampf für alle Aktiven und Trainer eine letzte große Vorbereitung und Überprüfung für die Kreis- und Bezirksspartakiade.

Außer dem Gastgeber starteten die Judoka von Dynamo Erfurt Mitte, Motor Babelsberg, Dynamo Schmalkhalden, Dynamo Nordhausen, Chemie Piesteritz, Einheit und Dynamo Delitzsch.


Ergebnisse der einzelnen Gewichtsklasse;

Jugend A
-58,0 kg 1. Platz Merz BSG Chemie Eilenburg
2. Platz Müller BSG Chemie Eilenburg
3. Platz Volk Dynamo Schmalkhalden
3. Platz Rechlin Dynamo Erfurt
-65,0 kg 1. Platz Strokosch Dynamo Erfurt
2. Platz Gargosch BSG Chemie Eilenburg
3. Platz Beyer Dynamo Erfurt
3. Platz Stanke Dynamo Erfurt
-75,0 kg 1. Platz Göpfert Dynamo Erfurt
2. Platz Gliemicke Chemie Piesteritz
3. Platz Paul Chemie Piesteritz
3. Platz Linke Dynamo Erfurt
-85,0 kg 1. Platz Dämmrich Burgstädt
2. Platz Regnach Dynamo Schmalkhalden
3. Platz Holland Dynamo Schmalkhalden
+85,0 kg 1. Platz Fahrner BSG Chemie Eilenburg
2. Platz Werner Chemie Piesteritz
3. Platz John Dynamo Erfurt
3. Platz Kühn Chemie Piesteritz

Geschrieben: W. Pinkau

1 2 . 0 5 . 1 9 6 8 Dresdner Judo-Bezirksmeisterschaften in Bischofswerda (Dresden)

Braungurt Schmidt (Dynamo Radebeul) besiegte den 3. Dan-Träger Kawas (Dynamo Dresden-Nord), Hussel (Stahl Riesa) behielt über den späteren Finalisten Reppe (Dynamo Dresden-Nord) die Oberhand in der Vorrunde, Trutty (Technische Universität) schaltete Lawitschak (Dynamo Görlitz) aus, Vorjahrsmeister Plaschke wurde nur dritter, die Bautzener Mulanski und Krujatz scheiterten ebenfalls in den Vorkämpfen - das waren die wesentlichen Überrasschungen der Dresdner Judo-Bezirkseinzelmeisterschaften in Bischofswerda. Nachdem die alten Routiniers zurückgetreten sind, drängt die Jugend mit aller Macht zur Spitze, ein erfreuliches Zeichen für die Leistungsentwicklung im Bezirk.

Am ausgeglichensten war wohl das Feld im Leichtgewicht besetzt. Zunächst bezwang DDR-Jugendmeister Bech (Dynamo Görlitz) den fast gleichstarken Fahrig (Dynamo Dresden-Nord), wurde aber im Halbfinale von dem nach seiner Niederlage über die Hoffnungsrunde weitergekommenen Reppe denkbar knapp (eine Zehntelsekunde unaufmerksamkeit zwang ihn auf die Knie) gestoppt. Fahrig, der im Verlauf der Auseinandersetzungen schöne Würfe zeigte, unter anderem eine wunderbar gezogene "kleine Technik, den Ko-Uchi-Gari, stand schließlich im Endkampf seinem Gemeinschaftskameraden Reppe gegenüber, den er durch Kampfrichterentscheid besiegte.

Im 70,0 kg-Limit vollbrachte der Großenhainer Schütz herausragende Leistungen. Er beendete alle Begegnungen vor der Zeit mit vollen Punkt, eine Augenweide vor allem sein Ushiro-Goshi-links gegen Müller (Technische Universität Dresden). Auch mit dem gewiß nicht schlechten Gröditzer Meier hatte er im Finale wenig Mühe.

Souveräner Meister im Mittelgewicht wurde einmal mehr der EX-Niedersedlizer Ernst, der jetzt für Pentacon Dresden startet. Mit seinem Spezialwurf "holte" er ebenfalls alle Gegner vor dem Gong auf der Matte. Der ehemalige ASK-Judoka war absoluter Chef, mit unerschütterlicher Ruhe ließ er seine Kontrahenten arbeiten, bis er die gegnerische Bewegung zur eigenen siegbringenden Technik übernehmen konnte. Zweiter wurde in dieser Klasse Trutty (Technische Universität Dresden). Die weiteren Ergebnisse: Halbschwergewicht: 1. Kasten (Dynamo Görlitz) 2. Weizel (Vorwärts Zittau); Schwergewicht: 1. Zeidler (Dynamo Dresden-Nord) 2.. Krzywinski (Pentacon Dresden).


Bericht von Günther Frank

1 2 . M a i 1 9 6 8 in Hagenow (Bezirk Schwerin) "Vier Bezirke am Turnier der weiblichen Judoka beteiligt

Am 12. Mai 1968 starteten aus vier Bezirken die weiblichen Judoka zu einem, um ihr Können im Wettkampf unter Beweis zu stellen

Bei den Mädchen kann man erkennen, daß sie immer mehr versuchen, mit technischen Mitteln einen Sieg zu erringen. 65 % aller Auseinandersetzungen endeten durch Ippon-Siege und bei 20% der Kämpfe kam es E : 0-Ergebnissen.


Hier die Resultate in den einzelnen Gewichtsklassen

weibliche Jugend A
-45,0 kg 1. Platz Sonja Franzke Empor Berlin
2. Platz Brigitte Köpke Dynamo Schwerin
3. Platz Roswitha Stavenhagen Dynamo Güstrow
3. Platz Jutta Helberg Dynamo Schwanheide
-50,0 kg 1. Platz Bärbel Ruh Dynamo Neustrelitz
2. Platz Karin Bertram BSG Post Schwerin
3. Platz Brigitte Buck Dynamo Schwerin
3. Platz Ursula Kuka Lokomotive Blankenburg
55,0 kg 1. Platz Karin Kübler Empor Berlin
2. Platz Marianne Blandovsky Dynamo Hagenow
3. Platz Veronika Krüger Dynamo Hagenow
3. Platz Ute Krüger Dynamo Schwerin
-60,0 kg 1. Platz Birgit Grunschel Dynamo Schwerin
2. Platz Helga Kischka Dynamo Hagenow
3. Platz Rosi Gerlach Dynamo Hagenow
3. Platz Elke Backhaus Dynamo Grevensmühlen
-65,0 kg 1. Platz Eva Rades Dynamo Schwerin
2. Platz Monika Riblung Dynamo Hagenow
3. Platz Brigitte Wegner Dynamo Güstrow
3. Platz Christel Koch Dynamo Güstrow
+-65,0 kg 1. Platz Monika Müller Dynamo Grevensmühlen
2. Platz Barbara Ribling Dynamo Hagenow
3. Platz Monika Neumann BSG Post Schwerin
3. Platz Brigitte Hedwig Dynamo Schwerin

Bericht von Annemarie Pinkawa

2 5 . / 2 6 . M a i 1 9 6 8 Dresdner Kreisspartakiade


Schüler -32,5 kg 1. Platz Schulze Dynamo Dresden-Nord
2. Platz Jenke Dynamo Dresden-Nord
3. Platz Zeidler Pentacon Dresden
3. Platz Gebauer Pentacon Dresden
-35,0 kg 1. Platz Kring Dynamo Dresden-Nord
2. Platz Löschau Dynamo Dresden-Nord
3. Platz Paschke Dynamo Dresden-Nord
3. Platz Oljak Dynamo Dresden-Nord
-37,5 kg 1. Platz Theotoritis Dynamo Dresden-Nord
2. Platz Hofmann Dynamo Dresden-Nord
3. Platz Thomas Dynamo Dresden-Nord
3. Platz Trost Dynamo Dresden-Nord
-40,0 kg 1. Platz Binge Dynamo Dresden-Nord
2. Platz Botzenhart Dynamo Dresden-Nord
3. Platz Füssel Dynamo Dresden-Nord
3. Platz Meyer Dynamo Dresden-Nord
-42,5 kg 1. Platz Hampe Pentacon Dresden
2. Platz Henker Pentacon Dresden
3. Platz Eisselt Dynamo Dresden-Nord
3. Platz Klingmüller Dynamo Dresden-Nord
-45,0 kg 1. Platz Schöffle Pentacon Dresden
2. Platz Hohlfeld Pentacon Dresden
3. Platz Burock Dynamo Dresden-Nord
3. Platz Gössel Empor Löbtau
-50,0 kg 1. Platz Kaiser Pentacon Dresden
2. Platz Schlassus Pentacon Dresden
3. Platz Brunne Empor Dresden
3. Platz Gössel, A. Empor Löbtau
-55,0 kg 1. Platz Hayn Dynamo Löbtau
2. Platz Hering Pentacon Dresden
3. Platz Rüdiger Lokomotive Dresden
3. Platz Klingmüller Dynamo Dresden-Nord
--60,0 kg 1. Platz Täubeer Pneumant Dresden
2. Platz Schulz Pentacon Dresden
3. Platz Puhr. Lokomotive Dresden
3. Platz Rüdiger Dynamo Dresden-Nord
+60,0 kg 1. Platz Dobl Dynamo Dresden-Nord
2. Platz Steinhagen Empor Löbtau
3. Platz Orgus Pneumant Dresden
3. Platz Furestler Pneumant Dresden

Bericht: Peter Kiefer

2 0 . 0 6 . 1 9 6 8 "Vom Kampfgeschehen im Bezirk Dresden"
Bezirksspartakiade in Bautzen

Manche der Sportler und Kampfrichter wären wahrscheinlich lieber baden gegangen. Ein in Anbetracht der hochsommerlichen Temperaturen für Aktive und Funktionäre einer Hallensportart durchaus verständlicher Wunsch. Daß Teilnehmer wie Besucher der Spartakiade des Bezirkes Dresden, die in Bautzen stattfand, dennoch nicht enttäuscht wurden, lag an der guten Klasse der Auseinandersetzungen.

Die Mehrzahl der Kämpfe - bei der B-Jugend alle Finalbegegnungen - wurden vor Ablauf der Zeit mit vollem Punkt entschieden, wobei ein beachtlicher Stand in bezug auf Technik, Taktik, Kondition und Kampfgeist, wie er hier auf Bezirksebene demonstriert wurde, einige berechtigte Medaillenhoffnungen für Berlin zuläßt. Im großen und ganzen setzten sich die Favoriten durch. Insgesamt bewarben sich 285 Judoka, davon 142 Kinder (!), um die Urkunden. Lediglich im 80 kg-Limit der B-Jugend gab es eine Überraschung. Der diesjährige DDR-Meister Jurisch (Pentacon Dresden), der nicht in bester Form antrat, fiel schon in den Vorkämpfen auf einem Fußwurf des späteren Siegers Christian Saalbach (Dynamo Großenhain) und verlor in der Hoffnungsrunde etwas unglücklich durch einen zweifelhaften "Chui" des Kampfrichters gegen den Bautzener Vogt.


Hier die Sieger:

Jugend
-40,0 kg 1. Platz Fahrig Dynamo Dresden-Nord
-45,0 kg 1. Platz Zeidler Dynamo Dresden-Nord
-50,0 kg 1. Platz Saalfeld, G. Dynamo Großenhain
-55,0 kg 1. Platz Saalfeld, Chr. Dynamo Großenhain
-60,0 kg 1. Platz Nitsche Dynamo Großenhain
-65,0 kg 1. Platz Börnert Freital
-70,0 kg 1. Platz Lejset Gröditz
-80,0 kg 1. Platz Tscheak Dynamo Bautzen
+80,0 kg 1. Platz Eckert Dynamo Riesa

Schüler -32,5 kg 1. Platz Hiek Dynamo Görlitz
-35,0 kg 1. Platz Löschau SG Dynamo Dresden-Nord
-37,5 kg 1. Platz Henker Pentacon Dresden
-40,0 kg 1. Platz Lahr Dynamo Großenhain
-42,5 kg 1. Platz Wessel Dynamo Bautzen
-45,0 kg 1. Platz Haarig Dynamo Großenhain
-50,0 kg 1. Platz Kucharek SG Dynamo Bautzen
-55,0 kg 1. Platz Schuster SG Dynamo Bautzen
--60,0 kg 1. Platz Göschel Dynamo Meißen
+60,0 kg 1. Platz Karl Dynamo Riesa

Bericht von Günter Frank

2 7 . 0 6 . 1 9 6 8 Gruppenkämpfe in Dresden zur DDR-Spartakiade

Der Weg für die jungen Judo-Sportler zur II. Kinder- und Jugendspartakiade der DDR in Berlin ist besonders schwer. Nach den Bezirksausscheiden werden in Gruppenkämpfen die endgültigen Teilnehmer ermittelt. In Dresden ging es zwischen den Bezirken Berlin, Cottbus, Karl-Marx-Stadt und Dresden bei den Schülern um die Fahrkarten. Prominentester Gast war der Nachwuchstrainer des ASK Vorwärts Berlin der vierfache Europameister Herbert Niemann (4. Dan). Mit 12 Teilnahmeberechtigungen schnitten die Hauptstädter am besten ab., fünf davon sind Schützlinge von "Jimmy". Mit 114 Aktiven war das Feld gut besetzt. Auffällig war das gute technische Niveau in dieser Altersklasse.

Hier die Sieger:

Schüler -32,5 kg 1. Platz Klein ASK Vorwärts Berlin
-35,0 kg 1. Platz Löschau SG Dynamo Dresden-Nord
-37,5 kg 1. Platz Strobel TSG Rodewisch
-40,0 kg 1. Platz Bunk ASK Vorwärts Berlin
-42,5 kg 1. Platz Liehr Dynamo Hoyerswerda
-45,0 kg 1. Platz Paulo Schacksdorf
-50,0 kg 1. Platz Kannegießer SG Dynamo Freiburg
-55,0 kg 1. Platz Jost BSG Motor Chrimmitschau
--60,0 kg 1. Platz Unfried Schacksdorf
+60,0 kg 1. Platz Kaiser Pentacon Dresden

Bericht von Günter Frank

2 8 . u n d 2 9 . S e p t e m b e r 1 9 6 8 Einzelturnier der weiblichen Judoka

Am 28. und 29. September 1968 führte dir SG Dynamo Schwarze Pumpe (Bezirk Cottbus) ein DDR-Offenes Einzelturnier der Mädchen, weiblichen Jugend und Frauen durch, an dem 174 Kämpferinnen beteiligt waren.

Die Eröffnung des Turniers wurde zum Anlaß genommen, die großzügige Förderung des Sports in der DDR zu würdigen.

Insgesamt gesehen hatte das Turnier ein recht gutes Niveau den Zuschaauern wurden spannende Kämpfe gezeigt.

Am Start waren die Vertreterinnen folgender Judosektionen: Dynamo Guben, Dynamo Crimmitschau, Dynamo Berlin, Dynamo Schwerin, Dynamo Grevensmühlen, Dynamo Bernau, Dynamo Pößneck, Dynamo Pößneck, Dynamo Berlin-Adlershof, Dynamo Hoyerswerda, Stahl Thale SG Großschacksdorf, Lokomotive, Post Schwerin, Lokomotive Karl-Marx-Stadt, Luftfahrt Berlin, Empor Berlin und Dynamo Schwarze.

Während die Mädchen und Frauen mit Urkunden ausgezeichnet wurden, erhielten die Siegerrinnen der weiblichen Jugend Pokale.


Hieer die Ergebnisse von diesen Turnier der weiblichen Schülerinnen

-30, 0 kg 1. Platz Gudrun Machulde Dynamo Schwarze Pumpe
-32, 5 kg 1. Platz Kornella Baschmann Dynamo Crimmitschau
-40, 0 kg 1. Platz Corina Schremmer BSG Luftfahrt Berlin
-42, 5 kg 1. Platz Elke Harbig Dynamo Bernau
2. Platz Gabriele Marinak Dynamo Bernau
-45,0 kg 1. Platz Heidrun Weigel Dynamo Schwarze Pumpe
2. Platz Petra Zöllner Dynamo Schwarze Pumpe
3. Platz Kornelia Stahn Dynamo Groß-Schacksdorf
-50, 0 kg 1. Platz Christina Harbig Dynamo Bernau
2. Platz Dagmar Kruse Dynamo Groß-Schacksdorf
3. Platz Petra Rückert Dynamo Schwarze Pumpe
-55, 0 kg 1. Platz Dagmar Schremmer Dynamo Bernau
2. Platz Margit Stephan BSG Luftfahrt Berlin
-60, 0 kg 1. Platz Sylvia Buhr Dynamo Bernau
2. Platz Angelika Sternberg Lokomotive Zwickau
+60, 0 kg 1. Platz Monika Neumann Dynamo Schwerin

Hieer die Ergebnisse von diesen Turnier der weiblichen Jugend

-45, 0 kg 1. Platz Adelheid Zepner Dynamo Grevensmühlen
2. Platz Heidrun Weigel Dynamo Schwarze Pumpe
3. Platz Kornelia Stahn SG Groß-Schacksdorf
3. Platz Karin Heeger Lokomotive Zwickau
-50,0 kg 1. Platz Margit Janke Empor Berlin
2. Platz Erika Schimmang SG Groß-Schacksdorf
3. Platz Heidemarie Uckert Dynamo Guben
3. Platz Monika Eikermann Dynamo Bernau
-55, 0 kg 1. Platz Karin Kübler Empor Berlin
2. Platz Ilona Schulz Dynamo Schwerin
3. Platz Gabriela Wünsche Dynamo Bernau
3. Platz Ingrid Pfahl Dynamo Zwickau
-60, 0 kg 1. Platz Renate Müller Dynamo Pößneck
2. Platz Doris Buhl SG Groß-Schacksdorf
3. Platz Sybille Krenz Empor Berlin
3. Platz Brigitte Stahn SG Groß-Schacksdorf
-65, 0 kg 1. Platz Ingetraud Buder SG Groß-Schacksdorf
2. Platz Eva Rades Dynamo Schwerin
3. Platz Jutta Tosch Dynamo Bernau
3. Platz Birgit Grunschel Dynamo Schwerin
+65, 0 kg 1. Platz Monika Müller Dyynamo Grevensmühlen
2. Platz Dagmar Händel Dynamo Bernau
3. Platz Evelin Martin Dynamo Crimmitschau
3. Platz Brigitte Klinner Lokomottive Zwickau

Hieer die Ergebnisse von diesen Turnier der Frauen

-52, 5 kg 1. Platz Marianne Neumann Empor Berlin
2. Platz Margit Janke Empor Berlin
3. Platz Brigitte Schütze Stahl Thale
3. Platz Sonja Franzke Empor Berlin
-57,5 kg 1. Platz Antje Schloe Dynamo Helmut Just
2. Platz Ines Naethe BSG Luftfahrt Berlin
-62, 5 kg 1. Platz Rosemarie Mothes Dynamo Schwerin
2. Platz Ursula Fuchs Dynamo Zwickau
3. Platz Ursula Frey Lokomotive Zwickau
3. Platz Irene Plettenberg Dynamo Bernau
-67, 5 kg 1. Platz Margit Piontek Dynamo Pößneck
2. Platz Elke Rückert Dynamo Schwarze Pumpe
+67, 5 kg 1. Platz Renate Hoch Dynamo Zwickau
2. Platz Brigitte Hedwig Dynamo Schwerin

Bericht: Hentschel

1 3 . S e p t e m b e r 1 9 6 8 "Werner Seelenbinder Gedenkturnier in Berlin"
Die Wettkämpfe wurden mit einer Feierstunde eingeleitet

Den hervorragenden deutschen Sportler Werner Seelenbinder zu ehren war Anlaß für den Deutschen Judo-Verband, alljährlich ein Werner Seelenbinder-Gedenkturnier der Jugend durchzuführen.

Erstmals kam dieses Turnier am 13.Oktober 1968 in Berlin, in der Sporthalle, die den stolzen Naamen unseres unvergessenen Werner Seelenbinder trägt, zur Austragung. Daß unsere jungen Judoka die große Bedeutung dieses Gedenkturnier zu würdigen wußten, bezeugte die Beteiligung aus allen Bezirken unserer Republik.

Eingeleitet wurden die Wettkämpfe mit einer Feierstunde, die in der Sporthalle an der Büste von Werner Seelenbinder stattfand.

Nachdem alle Teilnehmer Aufstellung genommen hatten, ergriff der Kampfgefährte von Werner Seelenbinder, Erich Rochler, das Wort. Er schilderte die sportliche Laufbahn des sechsmaligen Deutschen Meisters im Ringen, der sich auch als Judoka betätigte und in der Mannschaft der damaligen "Sportvereinigung Ost" stand.

In seinen weiteren Ausführungen ging Sportfreund Rochler auch auf auf die Teilnahme von Werner Seelenbinder an der Spartakiade in der Sowjetunion ein, die ihm große Erfolge brachte. Er war aber auch ein bewußter Kämpfer für den Sozialismus und führte einen unerschrockenen den Kampf um die Befreiung der Arbeiterklasse vom Faschismus, für den er wie viele Widerstandskämpfer für sein Leben einsetzte.

Abschließend ermahnte Erich Rochler die jungen Judoka ihren Vorbild Werner Seelenbinder nachzueifern und sein Vermächtnis zu erfüllen.

Mit einer Kranzniederlegung durch den FA-Vorsitzenden des Bezirkes Berlin Gerhard Wilhelm, wurde die Feierstunde beendet.


191 Judoka aus 42 Sportgemeinschaften beteiligt

191 Judoka aus 42 Sektionen nutzten dieses Gedenkturnier, um ihre Form zur Vorbereitung auf die Kämpfe um den Wanderpokal des Zentralrates des FDJ zu überprüfen. Bei diesen Wettkämpfen waren nicht nur technische Leistungen erforderlich, sondern man mußte auch warten gelernt haben. Die zwangsläufigen Pausen bis zum nächsten kampf, bedingt durch die große Teilnehmerzahl, zehrte an den Nerven der Aktiven. Die stärkste Besetzung hatte das Mittelgewicht mit 65 Judoka aufzuweisen, während die Beteiligung bei den schweren Jungen relativ gering war. 23 Kämpfer im Halbschwergewicht und nur 10 Judoka im Schwergewicht ließen erkennen, daß nach dem Jahrgangswechsel (1.6. Stichtag) wieder Mangel an Aktiven in diesen Klassen besteht. Die Sportgemeinschaften sollten eine zielbewußte Werbung von Nachwuchskräften durchführen.

Betrachtungen zu den einzelen Gewichtsklassen

Besonders war man auf die Leistungen der bekannten Judoka gespannt, wenn auch gehofft wurde, daß ein neuer Favoritenschrecks auftaucht. In der Mehrzahl kamen jedoch bekannte Kämpfer auf die vorderen Plätze,. Mit Harald Zeller (SC Dynamo Berlin) setzte sich auch der einzige Spartakiadesieger durch

Ergebnisse der einzelen Gewichtsklassen

Leichtgewicht 1. Platz Bodo Jahnke I. Kyu Motor Wolgast
2. Platz Wolfgang Drewnik 1. Dan SC Dynamo Berlin
3. Platz Dieter Hoffmann I. Kyu SC Dynamo Berlin
3. Platz Dietmar Grün III. Kyu SC Dynamo Rostock-West
Halbmittelgewicht 1. Platz Hans Jörg Luding I. Kyu SC Dynamo Berlin
2. Platz Norbert Fahrig I. Kyu Dynamo Dresden-Nord
3. Platz Gerhard Hoffmann 1. Dan SC Dynamo Berlin
3. Platz Bernd Straube I. Kyu SC Dynamo Berlin
Mittelgewicht 1. Platz Frank-Michael Fridrich 1. Dan SC Dynamo Berlin
2. Platz Thomas Berlin I. Kyu SC Dynamo Berlin
3. Platz Detlef Hillebrecht I. Kyu BSG Motor Wolgast
3. Platz Egon Bachmann I. Kyu SG Dynamo Schwerin
Halbschwergewicht 1. Platz Harald Zeller I. Kyu SC Dynamo Berlin
2. Platz Johann Krauss 1. Dan ASK Vorwärts Berlin
3. Platz Gerhard Quitter III. Kyu ASK Vorwärts Berlin
3. Platz Thomas Böttke II. Kyu SC DHFK Leipzig
Schwergewicht 1. Platz Christian Weber I. Kyu SC Dynamo Berlin
2. Platz Axel Zeidler I. Kyu Dynamo Dresden-Nord
3. Platz Gerd Wiese III. Kyu Motor Magdeburg Süd-Ost
3. Platz Axel Bitterwolf III. Kyu Dynamo Adlershof

Bericht Georg Lücke; Voritzender der Kinder- und Jugendkommission

1 2 . O k t o b e r 1 9 6 8 Jubiläumsturnier der Sektion Judo der BSG Motor Schmalkhalden

Aus Anlaß ihres 10jährigen Bestehens führte die Sektion Judo von Motor Schmalkhalden am 12. Oktober 1968 in Steinbach-Haallenbach ein Jubiläumsturnier durch, an dem folgende Mannschaften beteiligt waren: SC Kranichfeld, SC DHFK Leipzig,, HSG Medizin Erfurt, Dynamo Suhl, Dynamo Meiningen, Dynamo Pößneck I und II, Dynamo, Dynamo Hildburghausen, Dynam Erfurt, Chmie Eilenburg, HSG Motor Ilmenau und die Gastgeber Motor Schmalkhalden. Es wurde in 2 Pools (jder gegen jeden) gekämpft und die zwei Erstplazierten aus jeden Pool kamen in das Halbfinale

1. Halbfinale

Medizin Erfurt
-
Eilenburg
5 : 0
Leichtgewicht L. Scheerschmidt - Metz 1 : 0
Halbmittelgewicht Usko - Tiegel E : 0
Mittelgewicht Maulhardt - Kersten 1 : 0
Halbschwergewicht Engelbrecht - Persdorf 1 : 0
Schwergewicht Mittag - Görlich 1 : 0

2. Halbfinale

Motor Schmalkhalden
-
DHFK Leipzig
1 : 4
Leichtgewicht Volk - Schulz 0 : 1
Halbmittelgewicht Hermann - Schröder 0 : 1
Mittelgewicht Hammermeister - Kostag X : 0
Halbschwergewicht Zimmermann - Hentsch 0 : 1
Schwergewicht Krieg - Heims 0 : 1

Finale

Medizin Erfurt
-
DHFK Leipzig
3 : 1
Scheerschmidt 1. Dan - Schulz 1. Dan 0 : E
Usko I. Kyu - Schröder I. Kyu E: 0
Maulhardt 1. Dan - Kostak I. Kyu X : 0
Engelbreccht 1. Dan - Hentsch I. Kyu 0 : 0
Mittag 2. Kyu - Heims I. Kyu E : 0

Zu einem Höhepunkt wurden die Ehrungen der Sieger-Mannschaften. Die Kämpfer erhielten eine Urkunde sowie Ehrengeschenke überreicht, die der Trägerbetrieb, Vereinigte Werkzeug- und Besteck-Fabriken Schmalkhalden, gestiftet hatte. Des weiteren wurden Angelika Stanzel, 2. Kyu, Kurt Hammermeister, I. Kyu und Rüdiger Scheerschmidt, 1. Dan, für ihre Verdienste beim 10jährigen Aufbau der Sektion Judo mit der Ehrennadel des DTSB in Bronze ausgezeichnet, und der und Übungsleiter, der Gründer der Sektion Judo, Hans-Dieter Clemen, erhielt für seine unermüdliche Tätigkeit eine Buchprämie.

Bericht der BSG Motor Schmalkhalden von Hans-Dieter Clemen

1 9 . u n d 2 0 . O k t o b e r 1 9 6 8 Internationaler Härtetest der Neubrandenburger Judoka in Koszalin

Die Sportler der SG Dynamo Neubrandenburg folgten am 19. und 20. Oktober 1968 einer Einladung von Gwardia Kozalin, um an dem alljährlich durchgeführten Silbervasenturnier teilzunehmen.

Das Jahr 1965 sah die Sportler von Neubrandenburg als Sieger und 1966 sowie 1967 konnte Slobukai Warschau den Pokal erringen. Die Frage, die sich in diesem Jahre alle Sportler und Funktionäre stellten war, wer den Pokal 1968 erringt. Gelingt es den Warschauer Sportlern abermals, so geht der Pokal endgültig nach Warschau. Doch auch die Koszaliner Judoka machten sich berechtigte Hoffnungen diesmal den Pokal zu gewinnen, standen doch in ihren Reihen Europameister Talai und Vizeeuropameister des Jahres 1967 Pawlak.

Mit einer starken Mannschaft starteten die Neubrandenburger Judoka, die sich durch Gerigk und Berg vom SC Dynamo Hoppegarten verstärkt hatten


In den entscheidenden Auseinandersetzungen gab es folgende Ergebnisse:

Slobukai Warschau
-
Dynamo Neubrandenburg
2 : 3
Polonia Bydgoscz - Dynamo Neubrandenburg 1 : 4
Gwardia Koszalin - Dynamo Neubrandenburg 3: 2
Slobukai Warschau - Gwardia Koszalin 3 : 2
Gwardia Koszalin - Polonia Bydgoscz 4 : 1
Slobukai Warschau - Polonia Bydgoscz 4 : 1

Nach Abschluß der Kämpfe hatten die Mannschaften Warschau, Koszalin und Neubrandenburg je 2 Minuspunkte zu verzeichnen. Die Umrechnungspunkte ergaben einen glücklichen Sieg für Neubrandenburg.

In der Dynamo Mannschaft kämpften: -63,0 kg : Bunge (II. Kyu), -70,0 kg Meißner (I. Kyu) und Zapel (I. Kyu), -80,0 kg Schmidt (2. Dan), -93,0 kg Berg (1. Dan), über 93,0 kg Gerigk (2. Dan).

Einen entscheiden Anteil an diesem Sieg hatten Gerigk und Schmidt. Diese Judoka gewannen alle ihre Kämpfe. Auch Sportfreund Berg trug zum Siege bei, sein einzig verlorengegangener Kampf beruhte auf ein Fehlurteil.

Die Neubrandenburger Jugendmannschaft mußt eine Niederlage von Koszalin hinnehmen und belegte hinter den Gastgebern den zweiten Platz vor Bydgosz.


Bericht: Günter Schmidt SG Dynamo Neubrandenburg

1 6 . N o v e m b e r 1 9 6 8 "Gewichtsklassenturnier mit Bulgarischer Beteiligung"

Zur Vorbereitung auf die DMM führte der ASK Vorwärts Berlin Vergleichskämpfe mit ZSKA Sofia durch. Der bulgarische Verband hatte sich lange Zeit an das Sambo der UdSSR angelehnt. Mit der weiteren Entwicklung suchen sie nun wieder in engen Kontakt mit dem Judo zu kommen und so kam es zu dem ersten Vergleich der beiiden Armeemannschaften von ZSKA Sofia und dem ASK Vorwärts Berlin.

Alle Kämpfe waren spannend und interesant, wobei die bulgarischen Judoka hauptsächlich mit ihrem Kampfgeist und Siegeswillen aufwarteten. Nach heftigen Widerstand unterlagen die Gäste doch den klaren Techniken unserer Judoka.


Hier die Ergebnisse:

Mannschaftsturnier am 16. November 1968 in Fürstenwalde

ZSKA Sofia I - ASK Vorwärts Berlin 0 : 5
ZSKA Sofia II - ASK Vorwärts Berlin 0: 4
ZSKA Sofia I - SG Dynamo Fürstenwalde 4 : 1
ZSKA Sofia II - SG Dynamo Fürstenwalde 4 : 1

Hier die Ergebnisse der Mannschaftskämpfe

1. Platz ASK Vorwärts Belin 3 : 0
2. Platz ZSKA I 2 : 1
3. Platz ZSKA II 1:2
3. Platz Dynamo Fürstenwalde 0 3

Gewichtsklassenturnier am 17. November 1968 in Schwedt

-63, 0 kg 1. Platz Hecht ASK Vorwärts Berlin
2. Platz Schlüter ASK Vorwärts Berlin
3. Platz Fetting ASK Vorwärts Berlin
3. Platz Marschner, H. BSG Aufbau Schwedt
-70,0 kg 1. Platz Hendel ASK Vorwärts Berlin
2. Platz Büchse ASK Vorwärts Berlin
3. Platz Jortschew ZSKA Sofia
3. Platz Janouscheck ASK Vorwärts Berlin
-80, 0 kg 1. Platz Leupold ASK Vorwärts Berlin
2. Platz Kraus ASK Vorwärts Berlin
3. Platz Ivanov ZSKA Sofia
3. Platz Sambill ZSKA Sofia
-93, 0 kg 1. Platz Look ASK Vorwärts Berlin
2. Platz Hännig ASK Vorwärts Berlin
3. Platz Dikov ZSKA Sofia
3. Platz Pentschev ZSKA Sofia
+93, 0 kg 1. Platz Stantschew ZSKA Sofia
2. Platz Hammerschick ASK Vorwärts Berlin

Bericht von Hubert Sturm

1 7 . N o v e m b e r 1 9 6 8 "Merseburger Judoka siegten" in Piesteritz

Im Auftrage der Jugendkommission des BFA Halle führte die BSG Chemie Piesteritz am 17. November 1968 ein Werner-Seelenbinder-Gedenkturnier für Schüler und Jugend im Judo durch. Diesem Turnier gingen Qualifikationskämpfe in den vier Kreisunionen des Bezirkes voraus.

Bei den Schülern war die Kreisunion Merseburg mit Siegen über Aschersleben 6 : 3, Halle mit 9 : 1 und Bitterfeld mit 9 : 0 erfolgreich.

Bei den Jugendkämpfen, die durch die Gewichtsklassen 45 kg und 50 kg verstärkt waren, zeigten die Judoka der Kreisunion Merseburg eine souveräne Überlegenheit, sie besiegten alle ihre gegnerischen Mannschaften nach Punkten.

Hervorzuheben sind die Siege von Berg (Merseburg) über Rust (Aschersleben) durch Tomoe-Nage und Aspel (Merseburg) über Samsula (Aschersleben) durch Osae-Komi.

Leider blieben die Sportfreunde von Dynamo Buna unentschuldigt von den Wettkämpfen fern, obwohl sie sich mit einigen Sportllern zu den Titelkämpfen qualifiziert hatten.


Hier die Plazierungen

Schüler
1. Platz SG Dynamo Merseburg
2. Platz SG Dynamo Aschersleben
3. Platz BSG Chemie Bitterfeld
3. Platz SG Dynamo Halle

Jugend
1. Platz SG Dynamo Merseburg
2. Platz SG Dynamo Aschersleben
3. Platz BSG Chemie Bitterfeld
3. Platz SG Dynamo Halle

Berich von Walter Kühn Dynamo Merseburg

2 4 . N o v e m b e r 1 9 6 8 Merseburg "Leipziger Dynamo-Auswahl bezwungen

Am 24. November 1968 waren zwei Auswahlmannschaften der SV Dynamo des Bezirkes Leipzig bei der SG Dynamo Merseburg zu. Gekämpft wurde im Überkreuzvergleich.

Von den drei Merseburger Vertretungen hatte besonders die dritte Mannschaft eine schwere Bewährungsprobe zu bestehen. Die Leipziger gewannen beide Kämpfe mit 4 : 1 und 3 : 2.

Im Vergleich der zweiten Mannschaften war Merseburg mit 4 : 1 erfolgreich. . Für Merseburg siegten Spengler, Kabisch, Neumann und Fuhrmann. Den einzigen Punkt für Leipzig erzielte Scholz

Zum Höhepunkt des Wettkampfgeschehens wurde die Auseinandersetzung zwischen den ersten Mannschaften von Leipzig und Merseburg, die mit einem überlegenden 5 : 0-Sieg der Gastgeber endete.

Die Punktegewinne für Merseburg, buchten Spengler, Riedel, Hetzel, Lauterbach und Schulze über die Leipziger Ottlik, Opitz, Anders, Reimer und Wanzek.


Berich von Walter Kühn Dynamo Merseburg

2 4 . N o v e m b e r 1 9 6 8 Karl-Marx-Stadt " Bezirksmeisterschaften der Frauen und Mädchen"

Am 24. November 19668 trafen sich die Frauen und Mädchen in der Bezirksmetropole Karl-Marx-Stadt, um aus ihren Reihen die besten Judosportlerinnen zu ermittel.

Kurzfristig hatte die BSG Motor Fanal die Austragung dieser Bezirksmeisterschaften übernommen, da die vom BFA beautragte BSG Einheit Burgstädt keine erfolgreiche Durchführung der Veranstaltung garantieren konnte.

Im Speisesaal des weitbekannten Sportgerätewerkes von Karl Marx-Stadt bewarben sich 72 weibliche Judoka um die Bezirksmeistertitel in den einzelnen Gewichtsklassen.

Wie schon in den vergangenen Jahren, so setzten sich auch in diesem Jahr die hochgraduierten Frauen und Mädchen an die Spitze und zeigten ansprechend technische und kämpferische gute Leistungen.

War quantitativ bei der Jugen eine Steiderung zu verzeichnen, so muß gleichzeitig festgestellt werden, daß Qualität und damit das Niveau der Kämpfe keineswegs im proportionalen Verhältnis dazu stand.

Von den 17 beteiligten Sektionen unseres Bezirkes konnten zehn ihre Sportlerinnen unter die drei Erstlazierten in den jeweiligen Gewichtsklassen bringen. Das ist ein Zeichen dafür, daß die Breitenarbeit der Sektionen in die richtigen Bahnen gelenkt, durchaus zu beachtlichen Leistungen und damit zu Erfolgen führen kann.

An dieser Stelle sei allen Helfern, Kampfrichtern und vor allem dem Veranstalter mit seinem BSG-Leiter R. Döhn. Dank dafür ausgespprochen, daß sie alle ausnahmslos durch ihren persönlichen Einsatz entscheidend zum Gelingen der VIII. Bezirksmeisterschaften der Frauen und weibliche Jugend beitrugen.


Hier die Plazierungen der Frauen

-52, 5 kg 1. Platz Klenner SG Dynamo Zwickau
2. Platz Ehnert SG Dynamo Zwickau
3. Platz Küster Fortschritt Oederan
3. Platz Tobola BSG Motor Schönau
-62, 5 kg 1. Platz Diemath BSG Lokomotive Karl-Marx-Stadt
2. Platz Mehnert BSG Lokomotive Karl-Marx-Stadt
3. Platz Löffler BSG Motor Schönau
-67, 5 kg 1. Platz Heinrich SG Dynamo Zwickau
2. Platz Rückert BSG Motor Schönau
+67, 5 kg 1. Platz Dierschel BSG Lokomotive Karl-Marx-Stadt

Hier die Plazierungen der weiblichen Jugend

-45, 0 kg 1. Platz Zocher BSG Wismut Aue
2. Platz H. Heeger SG Dynamo Zwickau
3. Platz Gierth BSG Motor Schönau
3. Platz Heeger Lokomotive Zwickau
-50,0 kg 1. Platz Schneider Dynamo Stollberg
2. Platz Zurbel BSG Motor Schönau
3. Platz Köhl BSG Lokomotive Zwickau
3. Platz Rahmig BSG Motor Crimmitschau
-55, 0 kg 1. Platz Fritzsche BSG Medizin Annaber-Buchholz
2. Platz Zink BSG Wismut Aue
3. Platz Otto BSG Lokomotive Karl-Marx-Stadt
3. Platz Köppe BSG Lokomotive Karl-Marx-Stadt
-60, 0 kg 1. Platz Müller BSG Lokomotive Karl-Marx-Stadt
2. Platz Möckel SG Dynamo Zwickau
3. Platz Seidel BSG Lokomotive Karl-Marx-Stadt
3. Platz Gok BSG Medizin Annaber-Buchholz
-65, 0 kg 1. Platz Heinisch BSG Fortschritt Falkenbach
2. Platz Zöhrobauer SG Dynamo Karl-Marx-Stadt
3. Platz Coenen SG Dynamo Zwickau
3. Platz Zdulski BSG Wismut Aue
+65, 0 kg 1. Platz Auerbach BSG Fortschritt Falkenbach
2. Platz Magofski BSG Motor Schönau
3. Platz Klinner BSG Lokomotive Zwickau
3. Platz Hoffmann BSG Lokomotive Zwickau

Bericht Waltraud Leistner

0 7 . u n d 0 8 . D e z e m b e r 1 9 6 8 D r e s d e n " Dresdner "Amazonen im Titelkampf"

In Dresden-Niedersedlitz bewarben sich 48 weibliche Judoka um die Fahrrkarten zu den DDR-Meisterschaften am 07. und 08. Dezember 1968 in Schwerin, die als als Lohn für die Siegerinnen und den Bezirksklassen vorgesehen wurden. Dabei schnitten die "Amazonen" von BSG Motor Dresden-Niedersedlitz mit zwei Bezirksmeisterinnen, drei "Vize" und vier Dritten, Pentacon mit zwei ersten einem zweiten und zwei dritten Plätzen sowie Empor Löbtau mit drei Siegerinnen am erfolgreichsten ab. Gegenüber dem Vorjahr ist das Niveau nu8r wenig gestiegen. Kampfgeist triumphierte über Technik. Die Hauptschwächen sind nach wie vor mangelnde Fertigkeiten im Stand bzw. beim Übergang Stand-Boden

Frauen: 52,5 kg Thomasch (Niedersedlitz), 57,5 kg Simang (Dynamo Radebeul), 62,5 kg: Lorf (Pentacon), über 70,0 kg Zocker (Empor Löbtau.

weiblich Jugend: 45,0 kg Berke (Dynamo Kamenz), 50,0 kg Büchner (Pentacon), 55,0 kg Futteerlieb (Sebitz), 60,0 kg Panzer(Niedersedlitz),, 65,0 kg Hänsel (Löbtau).

Die DDR-Meisterin von 1967 in der 60 kg-Klasse der Jugend, Barbara Eckarth (Niedersedlitz), war bereits für Schwerin gesetzt.


Bericht von Günther Frank

1 5 . 1 2 . 1 9 6 8 " Internationales Turnier in Halle und Naumburg "

Zum Jahresausklang veranstalteten die Judoka der HSG Wissenschaft Halle gemeinsam mit der SG Dynamo Naumburg ein Mannschafts- und Einzelturnier, das durch die Beteiligung des AZS Krakow (Polen) internationalen Charakter annahm.

Um auch in Naumburg den Judosport in weit größerem Maßstanb zu popularisieren, gelangte das Turnier in der Domstadt zur Durchführung.

Insgesamt stellten sich folgende neun Mannschaften dem Kampfgericht:

AZS Krakow (Polen)
HSG Wisssenschaft Halle I und II
SG Dynamo Calbe
HSG Wissenschaft Berlin I und II
SG Dynamo Naumburg
BSG Turbine Wasserwerke Berlin

Mit dem Start dieser Mannschaften war das gute Niveau der Veranstaltung gewährleistet. Den Auftakt des Mannschaftsturnieres gab die Auseinandersetzung zwischen HSG Wissenschaft Halle I und AZS Krakow. Die Hallenser traten in ihrer Stammbesetzung, mit den Sportfreunden Kunze, Schyia, Braun, Onderka, Neubauer an und erzielten einen verdienten 2 : 1-Sieg.

Prominänterster Gast dieses Turniers war der Ex-Mannschaftsmeister HSG Wissenschaft Berlin, mit Paul, Schulz, Schröder, Bornstein, Schönbacher, die auch erwartungsgemäß und souverän sogar mit ihren beiden Mannschaften, die ersten Plätze belegten. Auch die HSG Wissenschaft Halle wurde von dem Ex-Meister mit 5 : 0 geschlagen, konnte sich jedoch durch weitere Siege über TU Dresden 3 : 2 und Dynamo Calbe einen beachtlichen dritten Platz sichern.

Den zweiten dritten Platz erkämpfte sich die BSG Turbine Wasserwerke Berlin u. a. mit 3 : 2-Sieg über die HSG Wissenschaft Halle II.

AZS Krakow konnte nicht in die Entscheidung eingreifen und belegte nur einen mittleren Platz.

Erwartungsgemäß gab es beim Einzelturnier spannende Kämpfe mit ausgezeichneten Würfen.

Wegen zu geringer Beteiligung wurde nur in einer schweren Gewichtsklasse gekämpft. Mit einem ausgezeichneten Uchi-Mata siegte Birkholz (HSG Uni Berlin) über Tennstedt (BSG Turbine Wasserwerke Berlin) innerhalb weniger Sekunden im Finalkampf. Onderka (HSG Halle) sicherte sich durch ausgeglichene Leistungen einen beachtlichen dritten Platz.


Ergebnisse des Einzelturniers:

Leichgewicht 1. Platz Peuker, Alexander HSG Wissenschaft Berlin
2. Platz Burzynski ASZ Krakow
3. Platz Kernchen HSG Wissenschaft Halle
3. Platz Paul, Michael HSG Wissenschaft Berlin
Halbmittelgewicht 1. Platz Schröder, Joachim HSG Wissenschaft Berlin
2. Platz Wienbrak HSG Wissenschaft Berlin
3. Platz Czapid ASZ Krakow
3. Platz Lindner, Klaus HSG Wissenschaft Berlin
Mittelgewicht 1. Platz Braun HSG Wissenschaft Halle
2. Platz Brumm Turbine Wasserwerke Berlin
3. Platz Schulz HSG Wissenschaft Berlin
3. Platz Stropek HSG Wissenschaft Berlin
Halbschwergewicht 1. Platz Birkholz, Manfred HSG Wissenschaft Berlin
2. Platz Tennstedt Turbine Wasserwerke Berlin
3. Platz Onderka HSG Wissenschaft Halle
3. Platz Kohut ASZ Krakow

Bericht von Lothar Schyia Wissenschaft Haalle

- B e g i n n 1 9 6 9 -


2 2 . 1 0 . 1 9 7 1 ; 230 Teilnehmer beim "Werner Seelenbinder-Gedenkturnier in Berlin

Anläßlich des 27. Todestages des goßen Vorbildes der Jugend des unerschrockenen "Werner Seelenbinder, fand in der Hauptstadt der DDR ein Gedenkturnier im Judo statt. Die stattliche Zahl von 230 Aktive dokumentierte die enge Verbundenheit mit unseren unvergessenen "Werner Seelenbinder, sie alle wollten ihn mit ihrer Teilnahme ehren.

Zum feierlichen Eröffnungszeremuniell in den festlich geschmückten Sporthalle am Weißensee hielt das Mitglied des Präsidium des DJV Dr. Lothar Skorning, die Gedenkansprache. Er betonte mit eindrucksvollen Worten, wie seit der Ermord-ung des großen Patrioten und Sportlers sich jene internationale Entwicklung vollzogen hat, für die "Werner Seelenbinder" kämpfte. Wenn in der DDR sein Vermächtnis erfüllt wurde, so ist das ein Zeichen dafür, daß viele Jugendliche und durch ihre gesellschaftliche Arbeit daran mitgewirkt haben. Unser Ziel: Die Entwicklung und Festigung unserer sozialistischen Republik, war auch für "Werner Seelenbinder" erstrebendes Ziel, Inhalt seines Lebens und seines Kampfes.

Abschließend rief Dr. Lothar Skorning den Judoka zu. stets im Geiste "Werner Seelenbinder" zu leben sowie ständig nach hohen Leistungen im Sport und in der Schule zu streben.

Insgesamt nahmen Judoka aus allen Bezirken der DDR und so gab es in den einzelnen folgende Besetzungen:


Sieger und Plazierte

Leichtgewicht
1. Platz Gerd Fischer SC Dynamo Hoppeparten
2. Platz  Gerd Graff SC Leipzig
3. Platz  Frank Heimann ASK Vorwärts Frankfurt/Oder
3. Platz   Dieter Kotczka BSG Aufbau Schwedt
Halbmittelgewicht
1. Platz  Gerd Konnietzki SC Dynamo Hoppeparten
2. Platz Peter   Jaskuulke SC Dynamo Hoppeparten
3. Platz  Jochen Mäthe SC Dynamo Hoppeparten
3. Platz Jürgen Volz BSG Motor Wolgast
Mittelgewicht
1. Platz Günter Krüger   SC Dynamo Hoppeparten
2. Platz Jürgen Nitschke SC Dynamo Hoppeparten
3. Platz  Detlef Klein SC Dynamo Hoppeparten
3. Platz  Eckhard Fischer SC Dynamo Hoppeparten
Halbschwergewicht
1. Platz Matthias Karl  SC Dynamo Hoppegarten
2. Platz  Rüdiger Heinemann SC Dynamo Hoppeparten
3. Platz  Jürgen Breu ASG Vorwärts Rostock
3. Platz  Jürgen Rendelmann BSG Aufbau Schwedt
Schwergewicht
1. Platz  Hans Joachim Schultz SC Dynamo Hoppegarten
2. Platz  Gerd Wiese ASK Vorwärts Frankfurt/Oder
3. Platz  Wolfgang Zernikow SC Dynamo Hoppegarten
3. Platz Jürgen Schröder SC Dynamo Hoppegarten

Der Verlauf der Kämpfe

Obwohl das Niveau in der Leistung sowie in der Graduierung äußerst unterschiedlich war, konnte festgestellt werden, daß auch die Sportler mit bisher weniger großen sportlichen Erfolgen zu kämpfen wußten und sich nicht so ohne weiteres den routinierten Jugendkadern geschlagen gaben. Das zeigen auch die Ergebnisse.

Im technisch-taktischen Bereich mußte allgemein bemängelt werden, daß viele Kämpfer dazu neigten, bei angewandten Eindrehtechniken den Gegner, statt einwandfrei auszuheben und zu werfen, nach unten zogen und sich vorher fallen ließen. Es wird Aufgabe der betreffenden Übungsleiter sein, diese Unsitte, die dazu noch eine große Verletzungsgefahr darstellt, schnellstens abzustellen. Hier kommt noch, daß die gesamte Entwicklung im technischen Bereich unserer Jugendlichen darunter leiden.

1970 nannten wir einige Platzierte, die ihre Siege entscheidend gestalten konnten. 1971 gab es zwar vieer erste Plätze, die direkt von den Kämpfern errungen wurden, aber nicht in allen Fällen die Siege mit einem vollen Punkt entschieden.


Willi Lobeer Verbandstrainer Nachwuchs